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TOP 1000 REZENSENTam 27. September 2010
Die Blockflöte ist ein Instrument, dessen Repertoire nicht besonders üppig ist. Orchestral wird sie so gut wie gar nicht eingesetzt. Im Barock gab es aber durchaus einige Komponisten, die beispielsweise Konzerte für dieses Instrument schrieben. Dabei handelt es sich um virtuose Stücke. Auch die Sonaten und Fantasien für Blockflöte solo oder mit Begleitung von Georg Philipp Telemann (1681-1767) erfüllen höchste künstlerische und technische Anforderungen.
Auf dieser CD sind insgesamt fünf Sonaten aus TWV 41 beziehungsweise sechs Fantasien aus TWV 40 versammelt. TWV 41 trägt den Beinamen "Der getreue Music-Meister". Diese Sonaten sind mit Begleitung eines Generalbasses angelegt - in dieser Aufnahme verwirklicht durch ein Cello und ein Cembalo. Die Fantasien aus TWV 40 hingegen sind für Blockflöte solo konzipiert. Alle eingespielten Kompositionen sind kurze Stücke.

Die Anlage der Sonaten ist entweder dreisätzig, schnell - langsam - schnell, oder in Form der Sonata da Chiesa. Telemann liefert hier einige herausragende und einnehmende Genrebeiträge. Als Beispiel nehme man hier die Sonate TWV 41:C2 in C Dur: Das Werk eröffnet mit einer kantablen Passage voller Ruhe und Tiefsinn, um anschließend in ein gelassenes Allegro zu münden. Der Hörer mag aus seiner Schulzeit noch die Blockflöte vor Augen haben; und dann fragt man sich, wie jemand derart mannigfache und höchst differenzierte Klänge auf diesem vernachlässigten Instrument erzeugen kann.
Weniger einheitlich ist die Konzeption der Fantasien aus TWV 40. In aller Regel aber eröffnen die Stücke mit getragenen Passagen, die schnell von zügigeren abgelöst werden. Ein letztes kurzes, langsames Intermezzo trennt die Komposition dann noch vom Finale. Eine besonders schöne Fantasie ist TVW 40:4 in d moll: Dieses Werk besteht aus fünf knappen Einzelsätzen. Ein beruhigendes Largo reiht sich an ein düsteres Vivace. Es folgt dann wieder ein tiefsinniges Largo. Die letzten beiden Sätze lösen die Anspannung und stimmen ein auf einen geistvollen Kehraus.

Als Dirigent ist Frans Brüggen Freunden Alter Musik durchaus ein Begriff. Tatsächlich aber hat der Niederländer als Blockflötist zahlreiche Werke eingespielt. Dass er die Blockflöte niemals unterschätzt hat, sondern ihr immer den ihr zustehenden Rang im Repertoire eingeräumt hat, muss ihm hoch angerechnet werden. Die vorliegenden Werke, die er im Jahre 1969 zusammen mit dem Cellisten Anner Bylsma und dem Cembalisten Gustav Leonhardt aufgenommen hat, zeugen von seinem Respekt seinem Instrument gegenüber. Die Einspielung ist authentisch, transparent und logisch nachvollziehbar. Kein Ton tritt abgehackt oder undeutlich hervor - ein Verdienst, der auch durch die sehr gute Tonqualität gestärkt wird. Und so lädt uns der pastorale, unverfälschte und liebliche Klang der Blockflöte zum Träumen ein, zum Träumen über längst vergangene Zeiten.
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am 4. Januar 2017
For the lovers of recorder (and baroque music in general) this Telemann+Bruggen combination is a must.
I like Bruggen because of its simple and yet powerful interpretations.
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