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Kundenrezensionen

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am 19. Mai 2010
Ich weiß nicht, warum nur wenige Rezensenten wirklich die Musik hören wollen. Hancock pur - ungeachtet der tontechnischen Kinkerlitzchen ob direct oder nicht - zeigt was einen Weltklasse-Jazzpianisten ausmacht. Mit seiner Klangvorstellung im Kopf antizipiert der Mann sein Spiel bereits Takte im Voraus, dass man es erst nach dem x-ten Mal hinhören begreift. Von rhythmisch funkigen Varianten etwa in "Somday my Prince will come" bis hin zu genial modernisierenden Reharmonsierungen quer durch alle Songs, als hätten es die Komponisten nie anders gewollt und trotzdem unverkennbar jener Hancock, der gemeinsam mit Miles Davis in dessen berühmten Quintett, den Post-Bop Jazz bis an die Grenze zum nur mehr schwer vermittelbaren Freejazz ausgelotet hat.
Hancock pur ist für Puristen gedacht, setzt ein bisschen Willen zum Verstehen voraus. Wer die Hürde überwindet - was gar nicht so schwer fällt - findet in diesen Aufnahmen Schätze, die man noch in hundert Jahren mit zustimmenden Nicken hören wird. Wer sich besonders für das Jazzpiano interressiert, wird an dieser Aufnahme nicht vorbeikommen.
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am 4. Februar 2005
1962 wurde Herbie Hancock als Solo-Pianist bei dem legendären Jazz-Label "Blue Note Records" unter Vertrag genommen; ein Jahr später rief Miles Davis an und lud ihn ein, in seinem Quintett mitzuspielen. Seit dieser Zeit ist der Name Herbie Hancock ein leuchtender Fixpunkt der internationalen Jazzszene.

Die Platte kennt nur zwei Stars: Hancock und sein Klavier. Im Laufe des Spiels werden beide in aller Ruhe eins, und der Hörer ist so nah dabei, wie es nur irgend geht. Hancock spielte die Studioaufnahme 1978 live ein, direkt vom Mikrofon auf die Platte, unbeeindruckt von einem Tonmischer oder den vielen Effekt- und Schnittmöglichkeiten der Postproduktion. Hancock versenkt sich in sein Instrument, sei es bei den Standards (etwa "My Funny Valentine") oder den neuen Stücken dieser Aufnahme ("Harvest Time").

Wer intensiv lauscht, transzendiert direkt vor Hancocks Steinway-Flügel, in diesem dunklen, schallgedämpften Raum mit dem großen Fenster in einer Wand, vor dem sich die LP-Pressform dreht, die gerade geschnitten wird. Und wenn die letzten Akkorde scheu verklingen weiß er: Das wird noch lange nachschwingen.
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am 10. Februar 2006
Was braucht man mehr? Herbie Hancock spielt ausgesuchte feine Jazz-tunes auf einem Steinway-Flügel... Alleine... Solo... Nur das Piano... Hammer. Wirklich. Gerade das "Direct-to-Disc"-Verfahren - d.h. keinerlei Abmischungen, pur, so wie es ist - macht diese CD meines Erachtens zu einem wirklich "Schatz" feiner Pianomusik. Gerne auch mal im Hintergrund laufen lassen oder verträumt zu hören. Alles möglich.
Über die Qualitäten von Hancock braucht man wohl nichts zu sagen. Die dürfte wohl hinreichend bekannt sein. Dennoch muss man Hancocks Spiel hervorheben, die Interpretationen der z.T. sehr bekannte Stücke sind zumeist sehr intelligent, ausgewogen, nicht überfrachtet und dennoch "eindeutig Hancock"....
Unbedingt kaufen!!! Vor allem für den Preis....
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Januar 2008
vorweg muss man schon mal sagen, dass "direct to disc" zwar bei einer plattenschneidemaschine "funzt", nicht aber bei cd. natürlich kann man auch hier einen mixer oder sonstige soundbremsen aussen vor lassen, aber ein speichermedium, aus dem heraus der analog/digital converter gefüttert wird, ist eine technische voraussetzung für eine cd-produktion.

auch die soundqualität erscheint mir nicht völlig berauschend. ist keineswegs schlecht, kratzt auch am audiophilen bereich, habe aber ein paar klavieraufnahmen, die ich besser finde.

zu hancocks spiel wäre zu sagen, dass er - jedenfalls für mich - keine "stimme" hat, will sagen, man hört ein paar töne und kann sagen: das ist glenn gould, das ist friedrich gulda, das ist brendel.

ihm fehlt die perlende leichtigkeit eines chick corea oder die geniale "langsamkeit" eines keith jarrett. nichtsdestrotz sind die hier ausgewählten stücke durchaus eigenwillig interpretiert. es ist auch einfach interessant, wie ein ehemaliger mitstreiter von miles davis, einer der in jazzrockgefilden gewildert hat (rockit usw.), an diese standards herangeht.

und dann seht euch mal den preis an - das ist nichts für den gegenwert dieser scheibe. mit einer einmaligen entrichtung dieses obulus' könnt ihr euch sooft ihr wollt von ol'herbie verwöhnen lassen, zum dinner, zum rotwein bei kerzenlicht, als hintergrundmusik......

eigentlich ein muss!
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am 23. März 2013
Herbie Hancock, wer ihn und seine Musik noch nicht kennt, hier ist eine Kaufempfehlung. Ein Muss für alle Freunde der ruhigen Pianomusik.
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am 14. Dezember 2016
Nach Jahren mal wieder gehört und bin wieder total begeistert.
Herbei Hancock a true Master ! Ein Meilenstein ! Zeitlos schöne Aufnahme !
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