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Synchronicity
Format: Audio CD|Ändern
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am 10. Mai 2014
1983 erschien die vllt. erfolgreichste LP von the Police und enthält mit "every breath you take" den bekanntesten Titel der Band.
Die A- Seite des Albums klingt jedoch ziemlich anders als diese Hitsingle. Die ersten 5 Songs sind teilweise ziemlich experimentiell und skurrill. Musikalisch etwas was man nicht von der band gewohnt war ("Mother", ziemlich abstrackter Song der band). Die B-Seite jedoch, ab "Synchronicity II" beginnend, wird dann eingängiger und enthält auch die Hits der LP. Da wären z.B. die schon erwähnte Nr. 1 von oben, "Tea in the sahara" , das geniale "wrapped around your finger" , "King of Pain" und der Aussteiger "Murder by Numbers".
Wer von The Police die eher rockigeren Sachen aus der Frühphase kennt, wird hier sicherlich ein wenig enttäuscht sein, denn hier werden, wie schon beim Vorgänger " Ghost in the machine" vemehrt Synthesizer benutzt. Nicht ihre beste Scheibe, aber als Sammler von Rockalben dennoch ein muss.
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VINE-PRODUKTTESTERTOP 500 REZENSENTam 16. Juni 2012
... und oft, wenn auch nicht immer, besser

Hallo,
Die Synchronicity dürfte zum besten gehören, was Sting und Andy Summers je gemacht haben.
Für mich eine der abwechslungsreichsten Police-Scheiben.

"Every Breath You Take" ist sicherlich das Leaderstück drauf - Sting singt es heute auf seinen Konzerten immer noch.
Dass solche Alben als Meilensteine gelten darf erwähnt werden.

Die MFSL-Version war für mich vor ca. 25 Jahren schlicht unerreichbar - die Dinger waren damals schon sau-teuer. In der heutigen Zeit, wo eine CD eher als Datenträger gilt denn als "Scheibe" werden genau diese Versionen immer interessanter.

Diese MFSL ist ein Sahnestück. Ganz, ganz behutsam korrigiert und erstklassig produziert - mehr war damals (und wäre eigentlich auch heute) nicht zu tun. Die A&Ms aus dieser Zeit (ich verweise an dieser Stelle auch gerne auf die A&Ms von Supertramp) waren mit das beste "Massenmaterial" was damals produziert wurde. Wie wertvoll die Abmischungen der damaligen Zeit sind, sieht bzw. hört man sehr oft erst heute - dem Loudness-War sei dank an dieser Stelle.

Nochmals: Stereo - volle Dynamik - und im Sound ganz, ganz behutsam korrigiert. Wer die alte Nomenklatur noch kennt: es ist bereits eine DDD (digitale Aufnahme, digital gemastert, digitales Medium).
Die Scheibe kommt sebstverständlich im MFSL-eigenen Jewel-Case (darauf sollte ein Sammler auch achten) und wie es sich für eine Ultradisc gehört als Gold-CD.

Wer heute dafür nicht allzuviel hinblättern muss darf getrost zuschlagen. Die MFSL gehört wohl zum besten, was die MFSL-Truppe zum (Re-)Mastern je in die Finger bekommen hat.

Gruß, rounder6
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am 5. Januar 2017
Zum Album an sich braucht man eigentlich nicht viel sagen, außer dass es mein persönliches Lieblingsalbum von The Police ist und dass es mit Songs wie "King Of Pain", "Every Breath You Take" oder "Wrapped Around Your Finger" das Beste, was die Band je aufgenommen hat, beinhaltet. Ich will hier also nur auf das Remastering eingehen. Wie ich finde ist es sehr gelungen , da es viel Dynamik hat, aber gleichzeitig relativ laut ist, was in Zeiten von "Loudness War" und dynamiklosen Remasters wie bei der Erstausgabe der Beatles-CD "1" leider sehr selten ist. Deswegen und weil die Musik Weltklasse ist gibt's von mir fünf Sterne
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am 18. März 2003
Etliche Titel auf dieser SACD liegen seit geraumer Zeit als Surround-Mix auf dts-CD vor. Trotzdem hat A&M sich nicht entschließen können, für die SACD-Version das ganze Album in einer Surround-Fassung zu remastern. Zusammen mit der billig wirkenden Papp-Verpackung (auch noch als "Limited Editon" angepriesen - oder war das etwa doppeldeutig ?) ist das ganze ein Ärgernis, und dem Rang dieses Albums in keiner Weise angemessen. Sehr, sehr schade.
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am 14. Juli 2012
soundtechnische Top-Pressung aus der "Back To Black"-Reihe.

Die Police-Alben haben ihren eigenen Sound,der gerade durch die Vinyl-Alben noch einmal
an Hifi-Reiz gewinnt.

Zugreifen!

PS: Wie schon Jemand anderes beschrieb,ist "Murder By Numbers" nicht auf der Tracklist - war es aber auch noch nie,abgesehen
von der damals re-mastered Version der CD.
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TOP 500 REZENSENTam 14. November 2014
Das 1983er Album Synchronicity ist wohl das The Police Album das (abgesehen von Stings Gesang) am wenigsten typische für den Sound der Band ist. Schon auf dem Vorgänger Ghost In The Machine waren vermehrt Keyboards und Bläser im Einsatz. Der karge hektische Sound der ersten 3 Alben war da schon fast komplett verschwunden. Auf Synchronicity eliminierte die Band dann auch noch die Reggaeeinflüsse. Vielleicht war das auch richtig so, da in den Jahren 81-83 einige den Police-Sound kopiert hatten. Man erinnere sich nur an Men At Work deren Hit-Alben Business As Usual und Cargo einige Police-Referenzen aufwiesen.
1983 war Synchronicity so ziemlich das einzige Album das Michael Jacksons Thriller dauerhaft in den Charts Konkurrenz machen konnte. Es hatte 3 Top Ten Hits. In den USA war Every Breath You Take zudem die meistverkaufte Single des Jahres 1983. Ein paar Grammys gab es obendrauf. Mehr ging eigentlich nicht mehr. Es sollte das letzte Album der Band bleiben.

Beim Songwriting zeichnete sich Sting bis auf das schräge Mother (Summers) und das kurze eingängige Miss Gradenko (Copeland) für alle Songs verantwortlich. Bei der leicht jazzigen B-Seite und dem CD-Bonustrack Murder By Numbers kam Summers bei der Musik zu Hilfe.

Synchronicity ist auf Seite 1 der damaligen LP (Songs 1-6) sehr experimentell ausgefallen, Seite 2 (Songs 7-10) bietet dagegen die gefälligeren Songs und die großen Hits.
Wer die ersten 5 Songs das erste Mal hört, könnte etwas verstört sein. Das Album beginnt flott mit Synchronicity I, in dem Sting das Synchronicity Prinzip erklärt, er hatte schließlich über Psychoanalytiker C.G. Jung gelesen und musste das der Welt mitteilen.
Walking In Your Footsteps ist danach ein Song wie von einer anderen Welt. Musikalisch fast nicht einzuordnen, irgendwie ein Art Dub und sehr minimalistisch und perkussiv mit Urwaldgeräuschen und Panflöte. Textlich auch ein Meisterstück, wie er da das Aussterben der Dinosaurier mit dem Wettrüsten und einer möglichen Auslöschung der Menschheit verbindet.
Mit O My God kommt dann der erste Schwachpunkt des Albums. Das Stück hört sich mit seinen sphärischen Keyboards und dem Saxofon an, als wäre es vom Vorgängeralbum Ghost In The Machine übrig geblieben. Vom Groove geht der Song Richtung Soul und ist leicht jazzig. So richtig zum Rest passt er nicht.
Mother von Gitarrist Andy Summers "komponiert" und auch gesungen, dürfte eines der meistdiskutierten Stücke im Police-Katalog sein. Ein Song zwischen Genie und Wahnsinn, der die Hysterie des Songprotagonisten in Bezug auf seine Mutter aber gut wiederspiegelt. Musikalisch teilweise mit orientalischem Einschlag. Äußerst gewöhnungsbedürftig. Der zweite und letzte Song des Albums, den man nicht unbedingt braucht.
Das kurze Miss Gradenko von Drummer Copeland ist danach im Vergleich Mother der reinste Pop.
Damit hat man die schwierigsten Songs hinter sich und die erste Hälfte des Albums geschafft.
Seite 1 der LP schloss mit Synchronicity II, einem der härtesten Rocker in der Karriere von The Police und die am wenigsten erfolgreiche Single des Albums.

Seite 2 beginnt mit Every Breath You Take, einem Popwunderwerk und einer der missverstandensten Songs der Rockgeschichte, den man leicht für eine Liebesschnulze halten könnte. Das Stück handelt aber von einer verzweifelten einseitigen Liebe, Eifersucht, sowie dem Nichtloslassenwollen des Songprotagonisten. Dieser trauert seiner Verflossenen hinterher und verfolgt sie. Heute würde man so etwas als krankhaftes Stalking bezeichnen. Die größtenteils ruhige und gefällige Musik täuscht da über den beunruhigenden Text hinweg. Von Romantik weit und breit keine Spur. Vom Songaufbau ist Every Breath You Take auch ziemlich ungewöhnlich, da der Song eigentlich ohne Refrain auskommt. Die kurzen vierzeiligen Strophen, die sich gut reimen, dazu zweimal eine Bridge (Oh Can't You See...) und der Mittelteil (Since You've Gone...) als Höhepunkt in dem Sting seine Verflossene anfleht. Zum Schluss werden dann noch einige Strophen mantra-artig wiederholt und dazwischen immer die Zeile I'll Be Watching You. Perfekt. Daneben macht vor allem noch Andy Summers Gitarrenlick mit den leichten unsauberen Nebengeräuschen den Song aus, der ihm leider keine Songwritercredits bezüglich der Musik eingebracht hat. Das ist um so ärgerlicher, weil Puff Daddys Hit I'll Be Missing You auf Every Breath You Take und dessen Gitarrenmelodie aufbaut und Andy Summers nichts davon hatte.
In dem rockigeren King Of Pain leidet Sting dann weiter. Es war auch die Zeit in der seine Scheidung fiel.
Wrapped Around Your Finger ist eine sehr groovige Ballade und mit vielen Keyboards sehr untypisch für die Band.
Zum Schluss erzählt Sting mit Tea In The Sahara noch eine ziemlich surreale Geschichte. Der Song ist auch sehr ruhig und minimalistisch. Er lebt vor allem vom Bassgroove und Andy Summers' sphärischen Soundeffekten. Die Liveversion vom Synchronicity Konzert (CD oder DVD) toppt genauso wie bei Walking In Your Footsteps die Album-Version um Längen. Die Vinyl-Ausgabe plätscherte mit Tea In The Sahara wunderbar ruhig aus und brachte das Album zu einem perfekten Abschluss.
Den CD-Bonustrack bzw. die B-Seite Murder By Numbers habe ich nie als wirklichen Bestandteil von Synchronicity gesehen, sondern als nette Beigabe. Die Musik stammt von Summers und der Text von Sting. Ein sehr makabrer Text über das Morden und musikalisch leicht jazzig passt der Song nicht wirklich zum Rest des Albums.

Auf Vinyl ist das Album in seiner A&M/CBS-Pressung von 1983 sehr zu empfehlen. Auch beim Remastering 2003 wurde nicht zuviel bei der Dynamik komprimiert. Das Mastering von David Collins auf dem Message In A Box Set (1993) ist im Vergleich zum 2003 Remaster etwas dynamischer ausgefallen. Die mittlerweile sehr teuer gehandelte SACD im Digipack bietet dasselbe Remaster wie die CD von 2003 und ist sowohl als CD und auch hochauflösend (mit entsprechendem Gerät) als SACD abspielbar. Sie bietet aber nur einen Stereomix.

Fazit:
Wer den typischen Sound der ersten 3 oder 4 Alben von The Police mag, wird bei Synchronicity diesbezüglich weniger fündig. Synchronicity hat einen eigenständigen Sound. Immer noch ein sehr interessantes Album mit einigen Experimenten. Vor allem die zweite Hälfte beeindruckt mit den Hits. Insgesamt nur 2 Aussetzer, mit dem Debüt mein Favorit der Band.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. Januar 2018
Das war also das abschließende Werk dieser einmaligen Band. Es ist ein seltsam zweigeteiltes Album geworden. Auf der einen Seite findet man hier Stings kompositorische Meisterwerke wie "Every breath you take", "Wrapped around your finger" oder "King of pain", das reduzierte halluzinogene "Tea in the Sahara" und das treibende "Synchronicity II", auf der anderen Seite gibt es aber auch halbgare Albumfiller und zudem noch den schlechtesten Policesong überhaupt "Mother". Und im Prinzip kann man genau bei diesem Song, von Andy Summers geschrieben und auch eingesungen, erkennen, dass die Trennung schon bevorstand, denn die Nummer ist so schrecklich infantil, dass klar wird, dass Sting, der schon auf einer anderen Ebene agierte, den Anfangsjahren entwachsen war, während Copeland und Summers keinen ernsthaften Song schreiben konnten. So fängt die Platte also mit der ersten Seite relativ schwach an und zeigt dann auf der zweiten Seite ihre ganze Klasse. Und die guten Songs sind so gut, dass man ihnen auch die erste Seite verzeiht, trotzdem Schade, eine vergebene Chance.
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TOP 1000 REZENSENTam 10. Mai 2015
"Synchronicity" war 1983 die letzte Police-CD und gleichzeitig die meistverkaufte. Die Stalker-Hymne "Every breath you take" kennt jeder mit Radio daheim. Ebenfalls Hitcharakter haben Synchronicity I und II, Wrapped around your finger und Tea in the Sahara.

Fast alle Stücke stammen von Sting, die blonde Großklappe am Bass und Mikro hatte da persönlich eine schwere Zeit. Gleichzeitig verschiebt sich in Synchronicity der Musikstil ein letztes Mal, ganz weit weg von Punk und auch dem sauberen Reggae früherer Zeiten. Erste Ansätze von Stings Solo-Versuchen in Jazz sind eigentlich bereits herauszuhören.

Gleichzeitig lassen mich so einige der Stücke auf der CD auch musikalisch kalt. Daher sind die im Heft aufgeführten Texte doppelt wichtig, die reißen mit ihrer Lyrik oder Sarkasmus oder Skurrilität einiges wieder heraus.
Insgesamt: vier Sterne.
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am 20. Dezember 2005
Wenn man sich die Entwicklung dieser Jungs über die Alben hinweg etwas näher anschaut, bleibt einem eine gewisse Tendenz zur "Verpoptheit" auch hier nicht verborgen. Überhaupt scheint dies ein ungeschriebenes Gesetz, quasi ein Dogma zu sein, dem sich wohl kaum eine Band entziehen zu können scheint. Der Pop übt scheinbar einen unwiderstehlichen Sog aus...
Da sich dies auch in den Verkaufszahlen und der Größe der Konzerte damals niederschlug, entschied man sich, angeblich im gemeinsamen Einvernehmen, das Ding quasi auf dem Höhepunkt zu beenden. Sehr konsequent, wie ich finde!
Copeland ist an den Drums ein ganz schönes Stück gradliniger geworden, die Gitarre von Summers wird insgesamt noch ein Stück "sparsamer" eingesetzt und nicht mehr ganz so "schräg", wie zu früheren Tagen.
Stings Bass ist ebenso um einiges dezenter, als früher.
Dazu kommt ein kristall-klarer Sound und eine einfach perfekte Produktion. Alles kommt also ein ganzes Stück "glatter" daher. Und trotzdem schaffen sie es noch mal, diese rohe, punkig-anmutende Power punktuell aufblitzen zu lassen. Natürlich sind sie jetzt Pop-Rock-Ikonen und liefern auch reinrassige Pop-Songs, wie etwa "Every Breath...", "Wrapped Around..." oder auch "King of Pain". Diese Songs sind aber melodiös interessant und liefern eine schöne Prise englischer Melancholie und sogar etwas Bombast.
Es überwiegen aber immer noch eher "schräg" und experimentell anmutende Stücke, im Stile "Mother", "O My God", "Walking In Your Footsteps" oder einfach auch Stücke, die an die frühen Police anlehnen, da wären, "Miss Gradenko", "Tea In The Sahara", "Murder By Numbers".
Schließlich, bilden die beiden "Synchronicity"-Teile hier eine sehr interessante Ausnahmserscheinung. Diese Songs verbinden eine Symbiose aller Police-Qualitäten mit einer Prise straightem Pop-Rock, Bombast und perfekter Produktion. Sie sind einfach perfekt gemacht und gehören eigentlich in ein Rock-Lehrbuch...
Ich vermute, dass der "Zerfleischungsprozess", in dem sich das Trio damals befand, noch einmal die Nötige Prise Verzweiflung und - im Endeffekt - Power und Experimentierfreude geliefert hat, um sich gerade so noch mal dem "Pop-Sog" zu entziehen...
Auch hier gilt, wie bei (den meisten) anderen Acts: Wenn man die frühen Band-Werke mit den späteren Solo-Werken vergleicht, verblassen die Letzteren fast bis zur Unkenntlichkeit...
Auch für das letzte Album gilt uneingeschränkt: Alle Daumen hoch!
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am 19. April 2003
... dass dürfte wohl nicht untertrieben sein. Schlagzeuger Stewart Copeland, Bassist und Sänger Sting und Gitarrist Andy Summers schafften einen gekonnten Spagat zwischen Kunst und Kommerz und lieferten mit der ersten Singleauskopplung "Every Breath You Take" einen jener Songs, welche man zwar zweifelsohne als Klassiker bezeichnen kann, aber durch zu häufiges Airplay sicherlich für viele nicht mehr den Zauber hat, welchen er noch bei seiner Veröffentlichung hatte (vergleichbar mit "Good Vibrations" von den "Beach Boys", ein ebenfalls zu Tode gedudeltes Lied, gleichwohl aber wie jenes Police-Lied einer der grössten Songs überhaupt). Das Album wurde nach einem Buch des Schweizer Psychologen und abtrünnigen Freud-Schülers Carl Gustav Jung betitelt und seine Theorien werden kongenial in den beiden Titelsongs "Sychronicity I" und "II" musikalisch umgesetzt, Sting philosophiert in "Walking In Your Footsteps" und "Oh My God" über das mögliche Ende der Menschheit, "Every Breath You Take" und "Wrapped Around Your Finger" sind textlich und musikalisch anspruchsvolle Liebeslieder, "Tea In The Sahara" verarbeitet erneut eine literarische Vorlage mit Ethnoatmosphäre. Copelands "Miss Gradenko" ist Pop, Summers "Mother" spannungsgeladene Avantgarde, welche man wohl als Freud-Parodie auffassen muss, auf jeden Fall ist es humoristisch gemeint. (Summers hatte bereits auf einer früheren B-Seite das Lied "Friends" untergebracht, in welchem er den Kannibalismus unter Freunden lobpreist und so seine skurilen Sinn für Humor offenbart: "I like to eat my friends and make no bones about it!"). Insgesamt ist "Sychronicity" ein im Nachhinein würdiger Abschluss der Karriere von "Police" und insgeheim kann man es wohl als Stings erstes Soloalbum werten, weil der Sound dem späterer Soloalben mehr ähnelt als dem vorangegangener Policealben. Sicherlich sah er sich ab diesem Zeitpunkt in seiner Trioarbeit soundmässig stark eingeschränkt, deswegen war sein (trotz des 1985 veröffentlichten Solodebut "The Dream Of The Blue Turtles" erst 1987 endgültig vollzogener) Schritt zum Solisten folgerichtig, sein Livealbum "Bring On The Night" von 1986 glänzte auch mit toll umgearbeiteten Policesongs im Jazzrock-Ensemblesound.
Insgesamt ist "Synchronicity" ein tolles, zeitloses, wunderschönes, intelligentes und würdevolles Album von drei legendären Musikern, welche auf ihrem jeweiligen Instrument zu den Besten zählen und hoffentlich hat es manchen Hörer dazu gebracht, sich auch mal Bücher des grossartigen Carl Gustav Jung zu kaufen...
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