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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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am 30. Juni 2003
Radiohead ist für seine Schwere und Melancholie allseits bekannt, ebenfalls für seine Kompliziertheit, Unangepasstheit und Losgelöstheit. Die Songs variieren auf dieser CD. Nicht immer dunkel, aber nie von dieser widerwärtigen, synthetischen Fröhlichkeit oder Traurigkeit des Mainstream durchsetzt. Ein wunderbares Gegenbeispiel dieser Art findet sich in „Where I End and You Begin". Ein genialer Song, der sich (und dich) in den Himmel katapultiert und Thom Yorke „I am up in the clouds" verlauten lässt, nur kann er von dort oben nicht mehr runter, er sieht zu, ist aber nicht in der Lage teilzunehmen - woran aber nur? Bei Thom ist das nicht augenscheinlich, nur nach einigem Überlegen, nachdem man sich in das Lied und das Gedicht ausreichend tief (da unten ist's ganz gruselig) hineinversetzt hat, wird man fündig. Ist es Gott, dessen Augen und Gehirn er dort oben an sich reißt; was will er mit „I will eat you alive and there'll be no more lies" sagen? Die Lyrics sind auf dieser CD in der Tat lyrisch, verschlungen, aber frei interpretierbar. Yippee! Wer hat schon einen schönen Gedichtband und so bezaubernde Musik in einem?
Selbstverständlich dürfen die düsteren Ritschratsch-Klagelieder nicht fehlen. Gleich nach der Freiluftakrobatik folgt „We suck young blood". Mit fast körperlich spürbarem Sadismus lässt er die Gesellschaft in ihrer absoluten Boshaftigkeit auf unsere Ohren los.
Man sollte sich mit den Songs auseinandersetzen (schlimmstenfalls wird's zu eng im Ohrensessel), sonst droht man der eigentlichen Message zu entgehen. Wie ein Tiefseekraken, der sich den lieben langen Tag in einer Felsspalte versteckt hält, verfängt sich die Botschaft nur zu selten in unseren hungrigen Heringnetzen, die wir hinter unseren „Seelenverkäufern" durch den Ozean schleppen.
Oftmals ergeben die Satzfragmente, die auch in den Bookletmalereien wiedergegeben werden, keinen deutbaren Sinn. Nur in ihrer Synthese lassen sie erraten, was wohl beabsichtigt wird.
Ich verzeihe Radiohead, wenn sie schwierige Songs schreiben, deren Basis harmonisch klingt. Solche Songs gelten meiner Auffassung nach als die weit interessanteren. Doch wofür ich der Crew nicht danken kann, ist #12., „Myxomatosis". Alles hat seine Grenzen; #12 ist unerhört grausam und selbst für meinen Geschmack etwas zu überdehnt. Die Lyrics geben mir ihren Sinn partout nicht preis. „Myxomatosis" (was auch immer das auf Deutsch sein mag) ist tatsächlich eine Krankheit, die Haasen befällt, sie zittern und sabbern und letztlich verenden lässt. Ich sehnte mich nach einer Giftkarotte und wusste gar nicht, dass ich Haase bin.
Der Rest ist super! Selbst der Rotkäppchensong (meine persönliche Assoziation) alias #14 überzeugt mich, der in weiten Teilen sicherlich kakophonisch klingt, aber dennoch seine Komplexität mit sinuskurvenartig braven und dennoch auflockernden Refrains ausschmückt.
Für den Alternativen Musikgeschmack geradezu geschaffen, für Leute mit Hang zu shallowness (lacking deep or serious thinking; SUPERFICIAL) sollten sich weiterhin an das quirlig, süße Popgeschehen halten. Krrrttzzz...
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am 27. Februar 2010
Nach der eher experimentell elektronisch orientierten Phase mit den Alben "Amnesiac" und "Kid A" entdeckt Radiohead auf dem Album "Hail To The Thief" die Instrumentalmusik wieder. Zwar ist dieses Album immer noch stark von elektronischen Klängen beeinflusst, die allerdings eine sehr harmonische Verbindung mit dem typischen Gitarren-Rock von Radiohead eingehen. Durch diese Kombination ergibt sich ein völlig neues Klangerlebnis, das beim erstmaligen Hören eventuell befremdlich und verwirrend, vielleicht sogar anstrengend wirken kann. Nach mehrmaligem Hören kristrallisieren sich jedoch die verwobenen Klänge und die stark differenzierte Entwicklung der Lieder immer mehr heraus, sodass die Musik zu einem regelrechten Erlebnis wird. Die Lieder sind immer noch sehr melancholisch geprägt, entfalten jedoch (manchmal erst nach einiger Zeit) eine Fülle von harmonischen und dissonanten Klängen, die miteinander konkurrieren. Trotz einer gemeinsamen Grundstimmung weisen die Lieder völlig unterschiedliche Konstellationen in der instrumentalen Besetzung und in der musikalischen Komposition auf.

"Hail To The Thief" enthält eine gute, musikalisch anspruchsvolle Radiohead-Mischung, die für jeden Geschmack mehrere potentielle Lieblingssongs bereit hält.

Anspiel-Tipps
03. Sail To The Moon
05. Go To Sleep
09. There, There
12. Myxomatosis
(bitte beachten: die meisten Lieder enthalten stark unterschiedliche Abschnitte)
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am 3. Juli 2003
Jetzt mal ehrlich: ein bischen Bammel hatte ich schon vor diesem Album. Was sollte denn nach der Wende im Schaffen Radioheads noch kommen? Nach "OK computer", "Kid A" und "Amnesiac" waren doch eigentlich jegliche musikalischen Ressorcen erschlossen - dachte man. Und dann kommt also "Hail to the thief" und ist schlichtweg umwerfend gute Musik. Es ist (und da lehn ich mich gerne mal aus dem Fenster) das beste Album der letzten drei Jahre und wird absolut zukunftsweisend sein. Eine Kombination elektronischer und instrumentaler Elemente, die nur das Prädikat perfekt verdient hat, und dazu noch der in meinen Augen beste Radioheadsong seit dem Pyramid-song "There there". Thom York gab sogar zu, dass er, als der Song fertig war, Tränen der Rührung in seinen Augen hatte. Mir gings ähnlich, als ich ihn zum erstenmal hörte. Das Album sprengt Hörweisen und ist doch gleichzeitig emotional wunderbar zugänglich, sodass der enthusiastische Hörer sich gerne in ungeahnte Stimmungen versetzen lässt, ob dass nun ein Gefühl wie "mit leicht offenem Mund in die Kälte atmen" ist oder etwas melancholisch verträumt ins Leere zu starren. Ein einfach wunderbares Werk voller mitreißender, ruhiger, aber auch verschrobener Musik, die wirklich jedem Wunsch gerecht wird. Wer dieses Album nicht besitzt, der hat eines der großartigsten Werke der jüngsten Musikgeschichte verpasst.
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am 2. Oktober 2003
There There. - Allein der Titel der ersten Single-Auskoppelung dieses Albums liest sich wie eine angsterfüllte Expression, hervorgebracht von einem schüchternen Geist in einer feindlichen Umwelt. Radiohead eben. Mit den verschachtelten, gleichwohl meisterhaften Postulaten "Kid A" und "Amnesiac" hat sich Thom Yorke preisgegeben, seinen Unmut und seine Ängste nach außen transportiert, und kaum jemand würde von einem neuen Radiohead-Album nicht ähnliches erwarten. Doch heute geht die Band einen Schritt weiter. Das Gesamtbild von "Hail to the Thief" ist nicht mehr das eines verborgenen Schatzes, den es erst zu entdecken gilt. Anders gesagt: die charakteristische Schüchternheit tritt in den Hintergrund zugunsten eines neuen offenen Selbstbewusstsein. Dem einen oder anderen wird es wohlige Schauer über den Rücken treiben, bemerkt er dass hier eine Band am Werk ist, die längst über den Anspruch hinausgewachsen ist, verstanden werden zu wollen.
Mit "Hail to the Thief" haben Radiohead ein harmonisches Meisterwerk geschaffen, das gekennzeichnet ist von einem gewissen Augenzwinkern gegenüber unseren Ängsten und Abneigungen. Lieder von Radiohead können wohl durchaus auch Mut machen. Gefühle á la "Die Welt mag schlecht sein, doch sie biegt mich nicht." beschleichen den Zuhörer, wenn Thom Yorke im Opener lakonisch zu erkennen gibt, dass heutzutage 2+2 ohne weiteres auch 5 sein kann.
Sicher ist Radiohead durch die teilweise offene und rockige Gestaltung ihres Albums keine gewöhnliche Poprockband geworden und ich bezweifle, dass sie ihr Faible für elektronische Klangwolken abgelegt haben; dennoch gehen Lieder wie "Go to Sleep" oder das angesprochene "There There" schneller ins Ohr als z.B. "Idioteque" vom Vor-Vorgänger "Kid A". Was in Sachen Radiohead allerdings kein Nachteil sein soll - auch ihre Offenheit wird immer mitgetragen vom Bewusstsein auf nichts angewiesen zu sein und Musik zu einem erheblichen Teil auch für's eigene Seelenheil zu produzieren. "Hail to the Thief" sind wunderbare Songstrukturen und poetische Texte, und "Hail to the Thief" ist Therapie - für Musiker wie für Zuhörer.
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am 19. Mai 2003
Wie mit allen genialen CDs (und speziell mit denen von Radiohead) muss man das neue Album ein paar mal hoeren, um sich dran zu gewoehnen. Mit jedem Mal wird es besser und ich moechte nun behaupten, diese CD ist ein Meisterwerk. Elemente von The Bends (Gitarrenlastig) und Kid A und OK Computer (Elektronik) mischen sich zu einem neuen, innovativen Sound, der dennoch in jeder Sekunde erkennen laesst, dass es Radiohead ist. Musik & Lyrics, Genial!
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am 20. Juni 2003
Es gibt bei Radiohead-CDs immer drei Indikatoren, an denen man erkennen kann, dass der Band wieder mal ein Meilenstein gelungen ist. Erstaunlicherweise trifft wieder einmal alles:
1. Die Bewertungen auf der Amazon-Seite kennen nur zwei verschiedene Wertungen, nämlich 1 oder 5 Sterne. Die einen hassen die CD (dann kauft sie halt nicht) und die anderen können nicht fassen, dass man nur 5 Sterne und nicht 9 angeben darf.
2. Nach dem ersten Hören der CD denkt man: Ok, dieses mal haben sie aber wirklich eine schreckliche CD rausgebracht. Das Niveau konnten sie aber auch nicht halten. Nach dem 10. hören kann sich auf einmal überhaupt nicht vorstellen, jemals wieder eine andere CD in den Player zu tun.
3. Man beobachtet sich, wie man nach einigen Tagen anfängt, einzelne Passagen im Kopf nachzusingen. Immer und immer wieder.
Also, wieder mal ein Meilenstein, der eine ganz besondere Qualität von Radiohead beweist: Man kann die CDs immer und immer wieder hören. Es will sich einfach keine Langeweile einstellen und man entdeckt immer wieder Neues.
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am 22. Mai 2003
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Juchheirassa da isses! Das neue Album einer der beeindruckendsten Bands aller Zeiten. Zeit für Radiohead, die Messlatte für introvertierte Alternativebands in aller Welt mal wieder einige Zentimeter nach oben zu verschieben. „Hail to the Thief" heißt die CD, auf der die wohl schwerste Last der jüngeren Musikgeschichte liegt: Die Nachfolge in einer Reihe von Meisterwerken anzutreten, deren Brillanz sich bisher umgekehrt proportional zum Erscheinungsdatum verhalten hat.
Darum gleich zur Sache: Ist König Amnesiac tot? Wird der Dieb zum Thronfolger?
Ich für meinen Teil habe nach dem dritten Durchlauf der 14 Lieder angefangen, den neuen Gruß vor dem Spiegel zu üben, denn für mich steht ausser Frage: Das ist es!
Radiohead geht mit HTTT konsequent den Weg weiter, den sie schon seit..ach, eigentlich schon immer beschritten haben: Die unkonventionelle Entwicklung ihrer musikalischen Expression. Besonders berühmt oder erfolgreich wollten sie ja eh nie sein, die Oxforder. Beliebt oder gar GEliebt schon überhaupt nicht. Genau darin sehe ich die Faszination der Band, denn auf einer CD, auf der vorne „Radiohead" draufsteht, ist auch immer nur „Radiohead" drin. Da werden weder manipulativ politische Phrasen gedroschen, noch komplizierte Konzepte zelebriert, sondern wie schon erwähnt schlicht und einfach immer neue Wege gesucht, musikalisch Gefühle auszudrücken. Ich bin sicher, dass es dieser Gewissheit zu verdanken ist, dass auch HTTT seine Hörer auf der ganzen Welt nicht enttäuschen wird.
Schneller und lauter als auf Kid A und Amnesiac geht es stellenweise zur Sache. Manche Lieder würden sogar ohne weiteres auf OK Computer Platz finden, wenn selbiges nicht schon so perfekt wäre, wie es ist.
Sowieso würde ich im direkten Vergleich den Dieb als eine Kombination (und/oder logische Konsequenz) aus den letzten Alben bezeichnen. Das würde zwar bedeuten, dass kein Quantensprung (wie der von OK Computer zu Kid A) eingetreten ist, aber seien wir doch mal ehrlich:
Was gibt es schöneres für Musikliebhaber, als ein Album in den Händen zu halten, dessen 14 Lieder es mit Meisterwerken wie „Dollars and Cents", „Pyramid Song", „How to disappear completely", „Karma Police" und „Paranoid Android" aufnehmen können? Was? Sie glauben mir nicht? Hören sie selbst und setzen sie zum Hofknicks an! Heil dem Dieb!.
(Anspieltipps: „2+2=5", „A Wolf at the Door" und „There There")
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am 10. Juli 2003
Endlich sind sie wieder da!!
Radiohead mit ihrem altbekannten Stil aus „OK Computer" sowie einem Mix mit Elektro-Elementen aus „Kid A" oder „Amnesiac" unter Gitarrenklängen.
Man kann sich gar nicht satt hören. Die geliebte Melancholie der Stimme des Frontmannes Thom Yorke und den Ausdruck und die damit verbundene Steigerung in den einzelnen Songs ins IRGENDWO oder NIRGENDWO ??!!
Herausheben möchte ich die wohl GENIALSTEN Stücke „Where I End and you Begin" und den WAHNSINNS-HAMMER „The Gloaming". Wahre Fans schweben in einer anderen Sphäre !!!!
Toll find ich auch, dass die CD mit Text ist!
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am 15. Mai 2003
Eines vorneweg: Oben sollten eigentlich 4 Sterne stehen. Man kann bei ein amazon zwar den Text seiner Rezension bearbeiten, wenn man ein paar Jahre später der Ansicht ist, dass das Album weniger Sterne verdient hat, dann geht das leider nicht.

Nachdem die letzten Radiohead-Alben alle in einer introvertierten, eigenbrötlerischen Phase entstanden sind, ist "Hail To The Thief" seit langem das erste Album, das wieder sowohl eine lebensbejahende, optimistische Stimmung als auch kraftvolle,wütende und energiegeladene Songs hat.

Beim ersten Hören war ich regelrecht schockiert, wie extrovertiert und unbeschwert Radiohead wieder sein können - wie zu seligen "The Bends"-Zeiten. Einige Musikzeitschriften haben behauptet, dass die Sessions im Studio zwar entspannt abgelaufen sein mögen, die Musik aber dennoch gewohnt verkopft und düster klänge, aber das ist meiner Ansicht nach schlichtweg falsch. Wer nicht hört, dass "Hail To The Thief" für Radiohead-Verhältnisse ein poppig-fröhliches Sommeralbum ist, muss taub sein. Um es mit den Worten von Colin Greenwood zu sagen (er äußerte diesen Spruch in einem Interview): "Wir können uns ja das nächste Mal wie Clowns anziehen und Pappnasen aufsetzen, damit du es merkst."

Auffällig ist auch, dass Radiohead sich nicht mehr so ernst nehmen wie noch auf den Vorgängeralben. So ist "We Suck Young Blood" kein wirklich beängstigender Song wie "Climbing Up The Walls" einer war, sondern wirkt eher wie der Soundtrack zu einem billigen Horrorfilm aus den Sechzigern. "Hail To The Thief" wirkt überzogen, comic-artig, augenzwinkernd.

Von vorne bis hinten fröhlich ist die CD allerdings nicht. Vielmehr scheint sie im Zwiespalt zu sein mit einer unheimlichen Bedrohung, die vor allem die Mitte des Albums durchzieht. Textlich geht es um die Rückkehr von faschistischen Methoden, die 2003 allgegenwärtig war (so wurden unter der Bush-Regierung z.B. CDs von den Dixie Chicks verbrannt).
Fest steht, dass Thom York kurz nach dem 11. September beim Radiohören und Fernsehschauen alle Worte notierte, die in seinem Kopf eine Glocke läuten ließen. Aus dieser Liste ist sowohl das Artwork als auch ein Großteil der Lyrics entstanden.
Es ist Radioheads politischstes Album und man mag das kritisieren, die Texte sind dadurch möglicherweise weniger zeitlos als auf anderen Radiohead-Alben, sondern eher ein Spiegelbild des Jahres 2003. Das macht es leider auch zu einem etwas unpersönlichen Album, weil es sich mit eher abstrakten Themen wie Faschismus und Zensur auseinandersetzt. Insofern treffen die Texte vllt nicht so sehr ins Herz wie bei einem "True Love Waits".

Musikalisch kann man jedoch einen Mangel an Innovationen kritisieren.
Das Album schafft nämlich nur insofern etwas Neues, als dass es altbekannte Elemente aus vorhergehenden Radiohead-Alben neu kombiniert. "Hail To The Thief" ist ein Mix ihrer bisherigen Alben, eine Art inoffizielle Best-Of-CD.
Außerdem sind auf diesem Album mit seinen 14 Songs auch ein paar Lieder, die wohl besser als B-Sides aufgehoben gewesen wären.

Man darf nicht erwarten, dass "Hail To The Thief" "OK Computer" übertrifft oder auch nur das gleiche hohe Niveau erreicht. Was hat "OK Computer" was "Hail To The Thief" fehlt? Das ist schwer zu sagen, weil die Alben eigentlich kaum zu vergleichen sind. Aber es hat wahrscheinlich damit zu tun, dass "Hail To The Thief" nicht so komplex ist.
Wenn Radiohead auch ab und zu an ihrer eigenen Messlatte scheitern, so gewinnen sie den Vergleich mit anderen Bands jedoch immer noch spielend. Wer Radiohead nicht kennt, dem sei diese CD besonders ans Herz gelegt, weil sie Einsteigern leichter als die anderen Alben den Zugang zu der Musik von Radiohead ermöglicht.
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am 17. Mai 2003
Obwohl ich die Songs schon vorab aus dem Internet heruntergeladen habe, werde ich es mir nicht entgehen lassen die CD regulär zu kaufen, um die Klangwelten, die sich einem eröffnen, noch intensiver zu leben. Die neue Radiohead besitzt eine wunderbare musikalische Vielfalt und nach dem obligatorischen "Schönhören" erkennt man erst die Genialität der Melodien. HTTT ist sicherlich eine Enttäuschung für die Fans, die sich von RH eine Rückentwicklung erhofft hatten, denn mit HTTT schreitet die Band eindeutig nach vorne. Das bedeutet nicht, dass das neue Album noch experimenteller ist als z.B. Kid A. Zu den Stücken: Es ist schwierig einige Favoriten zu wählen, denn alle Songs haben ihren eigenen Charakter, wie z.B. das zweistimmig gesungene "I will", welches eines der schönsten Lieder ist, das ich jemals gehört habe. Des weiteren ist "Where I end and you begin" wahrscheinlich eines der besten Stücke, textlich, sowie musikalisch. Insgesamt würde ich das Album als gesangvoller als Kid A beschreiben. Für alle "Gitarrenfans" gibt's übrigens ein kleines Schmankerl und zwar "Go to sleep", welches ungefähr zwischen The Bends und OK Computer liegt. Ein wunderbares Album, auch für diejenigen, die keine Hardcore-Fans sind, wenn auch, wie Amnesiac und Kid A, zunächst schwer zugänglich für ungeübte Ohren.
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