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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
5

am 31. März 2015
In meiner "Klassik"-Sammlung von weit über 4000 CDs verteilt über 900 Jahre Musikgeschichte, ist dieses Werk in meinen Augen das schönste. Auch sehr schön: Buxtehudes Oratorium "Das jüngste Gericht". Buxtehude stellt für mich mit den Wendepunkt von der überwiegend vokalorientierten Musik (bis Schütz) zur modernen Instrumentalmusik (ab Bach) und hält damit die Waage. In vollkommenem Unterschied zu Bruckner (dessen Musik wie eine eruptive Naturgewalt hochkocht) scheint diese Musik (fast vom Geiste unvermittelt) direkt vom Himmel zu kommen. Einfach elektrisierend! Vor allem diese Aufnahme, wo sich Emphase und Präzision vereinen (abgesehen von der Aufnahmequalität). Nr. 2 "Ad genua" ist wirklich eine wahrhaft geglückte Interpretation mit perfektem Timing und berückend schönen Stimmen (Gänsehauteffekt). Hier paßt der griechische Begriff des "kairós" ...
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 19. August 2011
Wie so oft - alles Geschmackssache! Meinen Geschmack hat's getroffen. Sehr schöne Solistenstimmen. Die Stimme von Andreas Scholl war schon damals in der Frühphase makellos und unter alen anderen erkennbar. Jacobs dirigiert konzentriert und schnell, und das ist nicht jedermanns Sache. Es macht die Gesamtaufnahme aber zu einer unglaublich spannungsreichen, bei der man auch zuhause nicht mal eben an den Kühlschrank gehen mag.... Konzertatmosphäre eben, und das finde ich gut! Mir gefällt die Aufnahme SEHR! Und ich freue mich, dass sie 2011 immer noch erhältlich ist.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 13. März 2004
Ein namhaftes Solistenensemble - darunter die die Barockstars Maria Christina Kiehr und Andreas Scholl, hervorragende Instrumentalisten und René Jacobs am Pult, dies alles unter dem Dach von harmonia mundi France: Das spricht auf dem Papier für eine Referenzaufnahme der "Membra Jesu Nostri".
Jedoch wird der wunderschöne Kantatenzyklus für meinen Geschmack zu manieriert und extrem interpretiert: Da scheucht Jacobs seine Sänger im Eingangschor in einem Affenzahn übers Gebirg, um sie dann das tänzerische "Ad ubera" fast statisch singen zu lassen. Die schneidenden Dissonanzen ("Quid sunt plagae istae") werden ohne Spannung übersungen und alles mit einem Nähmaschinen-Amen abgeschlossen.
Die Naxos-Aufnahme unter Diego Fasolis bietet fürs gleiche Geld mit weit weniger luxuriösen Kräften eine meiner Meinung nach angemessenere, weil bescheidener musizierte Sicht des Werkes.
12 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 5. Juli 2007
Die Präzision und Disziplin, mit der Dirigat, Sänger und Instrumentalisten hier ans Werk gehen, ist faszinierend - und wohl auch oder gerade dadurch kann sich ein Hörerlebnis von geradezu schwebender Spannung entwickeln.
Die wohlgesetzten Tempi und die spürbare Freude in dieser Interpretation schaffen einen wohltuenden Abstand zum Gros der langweiligen Kirchenmusik.
Zauberhaft und dadurch dem Himmel näher als manche andere Interpretation der Membra Jesu Nostri.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 27. Oktober 2005
Diese Aufnahme diskreditiert alle Beteiligten. Herr Jacobs hat dieses Werk nicht verstanden und wohl noch nie eine gute Interpretation gehört. Anstelle der von Buxtehude gewollten meditativen Klangrede bei der Betrachtung der Körperteile des Erlösers am Kreuz wird hier versucht das Stück elegant und virtuos zu geben. Angesichts der einfachen aber wirkungsvollen kompositorischen Mittel, die Buxtehude verwendet, ist dieser Versuch zum Scheitern verurteilt.
Warum haben sich die beteiligten guten Musiker nicht gegen diese eklatante Fehlinterpretation gewehrt? Warum ist sie von Harmonia Mundi produziert worden?
Die Aufnahme von Naxos ist auch für mich die Referenz.
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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