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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
6
4,5 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
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am 9. Juli 2003
M. Perahia ist seit seinem Comeback nach der Verletzung der von mir am meisten bewunderte Pianist. Entsprechend gespannt war ich auf die drei Schubert Sonaten.
Die beiden Sonaten auf der ersten CD (D958 u. D959) begeistern mich weniger. Hier finde ich die Interpretationen von A. Brendel lebendiger und ansprechender. Bei D960, fuer die eine ganze CD reserviert wurde, spielt Perahia aber wieder so genial, wie ich es nur von ihm gehoert habe. Er versteht es wie kein anderer, perlend leichten Anschlag mit Waerme zu verbinden. Er zeigt uns, dass Schubert eine hoehere Stufe der Polyphonie praktiziert, indem er nicht nur Stimmen sondern Stimmungen parallel, miteinander und gegeneinander zur genialen Synthese fuehrt. Perahia vollbringt das Kunstwerk, mit mehreren Seelen in seiner und Schuberts Brust gleichzeitig zu spielen und ohne ein Wort zu ueberzeugen, dass hier zusammen zu hoeren ist, was zusammen gehoert. Lassen Sie sich die Ohren oeffnen!
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am 5. Juni 2003
Etwas skeptisch bin ich an diese Aufnahme herangegangen, obwohl Perahia unbestreitbar einer der Größten seiner Zunft ist.
Vor dieser Aufnahme gab es bereits eine Einspielung der letzten Schubert-Sonaten von Pollini, die mir bereits das non-plus-ultra zu sein schien. Konnte diese Aufnahme also noch besser sein ?
Nun, besser nicht, aber anders und mindestens genauso gut. Während Pollini die Sonaten noch eher Beethovensch' streng zusammenhält, nimmt sich Perahia mehr Freiheiten und dringt damit (vor allem in der 960er Sonate) in Sphären vor, die einem auf erschütternde Weise Schuberts Todesahnungen zu Ohren bringen. Dieses "Abschiednehmen von der Welt" wird von Perahia fantastisch ausgedrückt. Auch die (immer noch von Wehmut ummantelten) eher "fröhlich-ländlerhaften" Teile sind meisterhaft interpretiert und mit den anderen Teilen wunderbar zu einem Ganzen verbunden. Einfach volkommen.

Aufnahmequalität: top !
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am 30. Juni 2003
Mit drei großformatigen Klaviersonaten, die allesamt in seinem Todesjahr 1828 entstanden, hinterließ Franz Schubert ein musikalisches und geistiges Vermächtnis von unvergleichlicher Vielschichtigkeit und Komplexität. An der Aufgabe, diese drei Werke in all ihrer epischen Breite und emotionalen Tiefe wiederzugeben oder sogar zu einer inneren Einheit zu verbinden, können selbst herausragende Pianistinnen und Pianisten scheitern, ohne deshalb gleich Opfer von Gewissensbissen und Depressionen zu werden.
Unter diesen Umständen scheint kein Superlativ wirklich geeignet zu sein, um die pianistische Meisterleistung zu beschreiben, mit der Murray Perahia besagte Aufgabe löst. Unter seinen Händen wird aus dem Notentext eine Geschichte, ein Selbstzeugnis, ja ein Bekenntnis, das die fast 200 Jahre, die seit seiner Entstehung vergangen sind, mühelos überbrückt und die Hörer des 21. Jahrhunderts mit einem zerrissenen, zutiefst verunsicherten und doch in jedem Takt zu verzweifelten Geniestreichen aufgelegten Franz Schubert konfrontiert.
Perahia gelingt es schon in der zumeist als Beethoven-Hommage interpretierten c-moll-Sonate - jenseits aller Arpeggien und heroischen Akzentuierungen - die wenn nicht morbiden, dann doch erschreckend hilflosen lyrischen Elemente zu entwickeln, die sich als Lockruf der Selbstzerstörung in den Brustton der Überzeugung mischen.
Noch deutlicher werden diese Tendenzen in der intimen A-dur-Sonate, die Perahia mit einer exakt dosierten Mischung aus Virtuosität und Überlegung, dynamischem Zugriff und plötzlicher Verhaltenheit interpretiert, und ihrer grandiosen „Schwester" in B-dur, in deren Verlauf der Pianist noch einmal eindrucksvoll beweist, dass gewisse Anschläge das Prädikat traumwandlerisch ohne Abstriche verdient haben.
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am 30. Juni 2003
Mit drei großformatigen Klaviersonaten, die allesamt in seinem Todesjahr 1828 entstanden, hinterließ Franz Schubert ein musikalisches und geistiges Vermächtnis von unvergleichlicher Vielschichtigkeit und Komplexität. An der Aufgabe, diese drei Werke in all ihrer epischen Breite und emotionalen Tiefe wiederzugeben oder sogar zu einer inneren Einheit zu verbinden, können selbst herausragende Pianistinnen und Pianisten scheitern, ohne deshalb gleich Opfer von Gewissensbissen und Depressionen zu werden.
Unter diesen Umständen scheint kein Superlativ wirklich geeignet zu sein, um die pianistische Meisterleistung zu beschreiben, mit der Murray Perahia besagte Aufgabe löst. Unter seinen Händen wird aus dem Notentext eine Geschichte, ein Selbstzeugnis, ja ein Bekenntnis, das die fast 200 Jahre, die seit seiner Entstehung vergangen sind, mühelos überbrückt und die Hörer des 21. Jahrhunderts mit einem zerrissenen, zutiefst verunsicherten und doch in jedem Takt zu verzweifelten Geniestreichen aufgelegten Franz Schubert konfrontiert.
Perahia gelingt es schon in der zumeist als Beethoven-Hommage interpretierten c-moll-Sonate - jenseits aller Arpeggien und heroischen Akzentuierungen - die wenn nicht morbiden, dann doch erschreckend hilflosen lyrischen Elemente zu entwickeln, die sich als Lockruf der Selbstzerstörung in den Brustton der Überzeugung mischen.
Noch deutlicher werden diese Tendenzen in der intimen A-dur-Sonate, die Perahia mit einer exakt dosierten Mischung aus Virtuosität und Überlegung, dynamischem Zugriff und plötzlicher Verhaltenheit interpretiert, und ihrer grandiosen „Schwester" in B-dur, in deren Verlauf der Pianist noch einmal eindrucksvoll beweist, dass gewisse Anschläge das Prädikat traumwandlerisch ohne Abstriche verdient haben.
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am 18. Januar 2015
Auf you-tube habe ich mich mit diesem aussergewöhlichen Menschen auseinandergesetzt. Meines Wissens, hat er erst als reife Persönlichkeit dieses heikle Thema umgesetzt. Das sind, berücksichtigt daß Hochbegabte sich bereits ab dem 10-12 Lebensjahr mit diesem Thema beschäftigen, mehrer Jahrzente Lebenserfahrung als Mensch und Musiker,
Das Rezitative, Progressive und Kompositorische, dieses wegweisenden Werkes, auf eine emontionale Ebene zu hieven haben viele versucht.
Für ihn ist es kein Kraftakt. Es entspricht seiner Empathie für da Nichtgesagte und färbt daß Ganze mit seiner persönlichen Danksagung an Schubert und sein wundervolles Geschenk.

Wundervoll, Danke sehr
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am 26. Februar 2010
Perahia spielt natürlich toll.

Aber ich möchte mal auf etwas sehr Wichtiges hinweisen, das bislang in den Rezensionen fehlt: Den Sound der Aufnahme.

Schubert sollte intim klingen, so als säße man im Wohnzimmer dicht am Flügel und würde dem Pianisten allein lauschen.

So eine Live-Aufnahme, bei der man das Gefühl hat, man säße in einem Saal und hörte das Klavier von einer Bühne, tötet einfach jede schubertische Stimmung.

Entweder bitte Studioaufnahmen oder aber das Klavier so mikrofonieren, daß man es nicht als so distanziert wahrnimmt.

Daher von mir für diese Scheibe nur 3 Sterne.
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