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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
4
5,0 von 5 Sternen
Castaways and Cutouts
Format: Audio CD|Ändern
Preis:15,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 25. September 2011
Das Debütalbum der Decemberists zeigt die Akustikrocker aus den Staaten direkt von ihrer besten Seite. Mit wunderschön dahinperlendem, oft klavier- und akustikgitarrendominierten Folk-Rock sorgen sie für unglaublich stimmungsvolle Momente, teils schwungvoll-augenzwinkernd, zumeist allerdings melancholisch-melodiös, getragen von der ebenso markanten wie unerreicht-angenehmen Stimme des hauptverantwortlichen Songwriters und Frontmanns Colin Meloy. Dieses Erfolgsrezept geht dabei vor allem deshalb schon auf dem Debütalbum so reibungslos auf, weil einfach die Qualität und Variabilität im Songwriting da ist, und diese Songideen zudem perfekt auf den Akustik-Rock-Sound der Band abgestimmt sind. Charakteristisch hierfür sind bereits die ersten Sekunden des Albums: Die voluminösen, wie Regentropfen an einem Herbsttag aufs Fenster prasselnden Akkorde der 12-saitigen Akustikgitarre bei "Leslie Anne Levine" machen von Anfang an deutlich, wohin die musikalische Reise mit den Decemberists geht: stringent in Richtung angenehm-herbstlicher Melancholie, textlich durchaus ernsthaft-reflektierend und auch mal die dunklen Seiten der menschlichen Existenz beleuchtend (wie in besagtem Titelsong). Der zweite Song "Here I Dreamt I Was an Architect" ist dann bereits einer der Highlights des Albums. Ein ebenso simples wie eingängiges Riff der clean gespielten E-Gitarre kennzeichnet den Song, der melodieverliebt durchs Midtempo schwebt, ehe mit "July, July" eine erste schwungvolle und eher fröhlich gestimmte Nummer für die nötige Abwechslung sorgt. Auf "A Cautionary Song" kommt dann das bei den Decemberists immer präsente musikalische Geschichtsbewusstsein zum Ausdruck: Es handelt sich um eine maritim und altertümlich anmutende, akkordeondominierte Nummer in langsamem Marschtempo, die sich textlich an ein Kind wendet, das vom lyrischen Ich des Songs davon überzeugt werden soll, seine Mutter wertzuschätzen, die es nur als Prostituierte durchbringen kann; eine ebenso nachdenkliche wie auch stellenweise ironisch verfahrende Nummer über ein ernstes Thema. Das von Tempowechseln geprägte "Odalisque" lässt sich ähnlich charakterisieren, ehe zwei absolute Highlights des Albums folgen: "Cocoon" ist eine lang angelegte, langsame 6/8-Nummer mit wunderbar dahinschwelgender Charakteristik, irgendwo zwischen traurig und erbaulich bewegt sich die Charakteristik dieser traumschönen Klavierarpeggios und Gitarrenakkorde. "Grace Cathedral Hill" folgt diesem Song, und steht ihm in nichts nach: Etwas temporeicher und kürzer, dafür umso eingängiger präsentiert sich dieser melancholische Pop-Song als perfekte Folk-Rock-Komposition. Es folgt die schwungvolle Shuffle-Nummer "The Legionnaire's Lament" mit seinem Pariser Akkordeon-Charme und seinem mitreißenden Refrain, ehe mit dem im Singer/Songwriter-Stil präsentierten "Clementine" einmal mehr die sanftmütige Seite der Decemberists überzeugend, ja regelrecht rührend zum Ausdruck kommt. Den Abschluss macht das 10 Minuten lange, zweigeteilte "California One/Youth and Beauty Brigade", dessen erster Teil ein sehr eingängiger Slow-Rock-Song ist, der nahtlos in einen schwungvollen Part 2 übergeht, der dieses Album ohne Schwächen gekonnt abschließt. Auch wenn die Decemberists auf späteren Alben sicherlich ihr stilistisches Repertoire gut erweitern konnten, ohne ihre melancholische Seite zu verleugnen, bildet für mich doch kein anderes Album der Band aus Portland, Oregon die Grundstimmung ihrer Musik in Songs von so hoher songschreiberischer Qualität ab. Ein Pflicht-Album für Freunde des Folk-Rocks jüngerer Prägung!
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am 12. März 2010
Schon mit ihrem Debut (erst 2002 veröffentlicht, dann wegen der großen Aufmerksamkeit 2003 gleich nochmal) wussten die Decemberists zu beeindrucken, "Castaways and Cutouts" hat schon etwas von allem, was da noch kommen sollte.

Der Folkrock, wie ihn die Band spielt, ist fast einmalig im vergangenen Jahrzehnt. Oft werden sie mit den britischen Folkrock-Bands der frühen 70er verglichen. Stimmt schon, aber mehr als ein Inspiration ist das nicht. Die Decemberists kupfern nicht ab, sie haben was eigenes kreiert und wurden so zu wohl einer der besten Bands der vergangen 10 Jahre. "Castaways" bietet fantastische Balladen, höchst eingängig, halt Songs von der Sorte, wie wir sie von jeder ihrer LPs kennen (nicht abfällig gemeint). Weitestgehend noch nicht vorhanden sind die Progressive Folk Elemente der späteren Jahre. "Castways" lebt von den Balladen, von den Geschichten, die Sänger Colin Meloy mit seiner großartigen Stimme vorträgt. Schon der Opener "Leslie Anne Levine" packt auf der Stelle, gleich beim ersten Hören. "Here i dreamt i was an architect" ist catchy, "July, July" ist College Rock, Ausnahme Song des Albums, schöne Nummer, aber Songs von dieser Sorte ließen sie dann bleiben. Gleich danach dann aber wieder etwas, das nicht mit College Rock o.Ä. zu tun hat: Die verschrobene, rustikake Folk Nummer "A Cautionary Song". "Odalisque" hat dann schon Progressive Rock Elemente. Kein Song ist schwach, weitere meiner persönlichen Favoriten sind das sentimentale "Grace Cathedral Hall" und natürlich auch "California One".

Abgesehen von "July July" ist das Album in dunklen Tönen gehalten. Es ist ein perfektes Debut-Album, wäre von anderen Bands womöglich das "Meisterwerk", doch nicht für die Decemberists. Obwohl so erstklassig ist es bei weitem nicht ihr bestes Album, die Band sollte sich mit den Folgealben noch um einiges steigern.
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am 9. September 2005
... genau so fühlt man sich beim Eintauchen in diese Musik !
"Castaway and Cutouts" enthält wunderschöne Balladen wie "Here I dreamt I was an architect", "Cocoon" oder "Clementine",
aber auch richtige Stimmungsmacher und Ohrwürmer wie "July July!" oder "A Legionnaire's Lament" !
Und so geniale Stücke wie "A Cautionary Song" muss man einfach gehört haben ! Das nenne ich Einfallstum und Genialität !
Aber mein absoluter Favorit, für den allein es sich schon lohnen würde, diese CD zu kaufen, ist "California One Youth and Beauty" !!! Mit diesem Lied hab ich the Decemberists in mein Herz geschlossen ! Ich kann es nicht in Worte fassen - also anhören !
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am 19. Februar 2006
Kann nur ganz dringend zum Kauf ermutigen. Allein schon der Einstieg "Leslie Anne Levine" ist ein überragend vorgetragenes düster-melancholisches Mollmeisterwerk der 5 aus Portland, die in den vergangenen Jahren rund um den Globus immer mehr Fans gefunden haben. Wie ein Leitmotif zieht sich das Thema des Verlassenseins, Ausgestoßenseins, "In die Welt geworfen seins" durch die 10 oder11 Lieder.( "California1/Youth and Beauty Brigade" ist eine Art Doppelsong)Empfiehlt sich für Fans der Schwermut genauso wie für lebensfrohe Gemüter("A Legionnaires Lament als hinreißende Liebeserklärung an Frankreich bzw. Paris).
Musste beim Hören immer an O'Neills Theaterstück "A moon for the misbegotten"/ Ein Mond für die Beladenen" denken, da das Grundgefühl ähnlich wirkt.
Musikalisch und textlich ein absolutes Muss, auf "ebaydeutsch" gesagt:Sofort kaufen"
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