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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
73
4,8 von 5 Sternen
Mord im Orient-Express
Format: DVD|Ändern
Preis:8,99 €+ 3,00 € Versandkosten


am 28. Juni 2017
der mit Star' s wie Lauren Bacall, Anthony Perkings, Albert Finney, Ingrid Bergmann (sie erhielt den Oscar für die Beste Nebendarstellerin), Sean Connery usw. besetzte Film mag aus heutiger Sicht etwas langweilig wirken, da kein Action sondern gepflegte Unterhaltung geboten wird.
Auf der Reise im Orient-Express wird ein Mord verübt und Meisterdetektiv Hercule Poirot (dargestellt von Albert Finney) nimmt die Ermittlungen auf. Nacheinander verhört dieser alle Fahrgäste im Zug. Das Schlussplädoyer ist überraschend, denn es hat zwei Varianten.
Der 1974 gedrehte Film ist etwas in die Jahre gekommen, wenn man die DVD anschaut.
Bekanntlich sind Technicolor-Farben kräftig aber diese wirken schon eher blass. Ab und zu ist auch Filmschmutz wahrnehmbar der allerdings nicht unbedingt stört. Schärfe und Kontrast sind noch in Ordnung. Der Monoton ist unterdessen klar und verständlich. An Extras gibt es den Original-Kinotrailer, eine Fotogalerie, Wendecover.
Fazit: Trotz Bildschwäche ist dieser Film jedem empfohlen, der gepflegte Unterhaltung statt Action mag.
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am 2. Mai 2013
Dieser Film ist einer der wenigen, bei denen die deutsche Synchronfassung besser gelungen ist als das englischsprachige Original. Natürlich gehen durch die Synchronisierung alle sprachlichen Eigenheiten der Originalfassung verloren; z.B. wenn dort plötzlich wirklich deutsch gesprochen wird oder wenn spezielle englische Ausdrücke eine wichtige Rolle spielen (in diesem Film z.B. die Verwendung von "long distance call" anstelle von "trunk call"). Dem gegenüber steht die sprachliche und stimmliche Umsetzung der Figur Hercule Poirot durch Albert Finney. Dass seine Imitation eines französischen Akzents nicht sehr glaubwürdig wirkt, stört gewiss auch. Aber dieses ständige exaltierte Geplärre und Geschreie passt überhaupt nicht zum exquisiten, winterlich verschneiten und kammerspielartigen Charakter dieses Filmes. Hier hinterlässt die deutsche Fassung bei weitem den stimmigeren Eindruck. Das ist schade, wenn man Filme gern im Originalton anschaut.
Ansonsten kann ich nur das viele Lob wiederholen, welches bereits über diesen Film ausgeschüttet wurde: Regie, Requisite, Dramaturgie, Musik und schauspielerische Leistung verdienen 5 Sterne!
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am 24. Juli 2017
Ein sehr unterhaltsamer Film.

Es ist zwar fast nicht möglich Hercule Poirots Argumentation im Vorfeld nachzuvollziehen, ist aber sichtlich belustigend die Mordauflösung hinter her zu erfahren.

Ein Klassiker. 5 sterne
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TOP 100 REZENSENTam 21. Februar 2017
AGATHA CHRISTIE`S Klassiker "Mord im Orient Express", mit ihrem legendären Detektiv HERCULE POIROT, wurde 1974 von SIDNEY LUMET verfilmt.
LUMET scharte ein Großaufgebot von Stars um sich, sogar bis in die kleinste Nebenrolle wurden große Hollywood-Stars besetzt. So war sich RICHARD WIDMARK etwa, nicht zu schade die Leiche zu spielen. ALBERT FINNEY spielt die Rolle des HERCULE POIROT hervorragend, es ist einfach großartig wie er die Rolle des Detektiv verkörpert.
Aber neben den bereits genannten gibt es auch JAQUELINE BISSET, MICHAEL YORK, INGRID BERGMANN, SEAN CONNERY, LAUREN BACALL, MARTIN BALSAM, JOHN GIELGUD, ANTHONY PERKINS und VANESSA REDGRAVE zu sehen.
Schon allein deswegen ist der Film eine Empfehlung wert, so viele großartige Schauspieler auf einem Haufen, gibt es nur sehr selten zu sehen.

An diesen alten Klassikern mag ich vor allem, dass sie meistens ohne Action auskommen und trotzdem Spannung aufgebaut wird. Bei diesen Filmen sind es die Akteure, die durch ihre schauspielerische Leistung Glanzpunkte setzen, nicht die Herrschaften von den Special Effects.
So eben auch bei "Mord im Orientexpress, der nur durch die Handlung und die Schauspieler überzeugen kann.

Der Film wurde für 6 Oscars nominiert, aber lediglich INGRID BERGMANN wurde für die beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet.
Die Kostüme und die Szenerie sind sehr authentisch, ich mag den Film gerade wegen seinem schlichten Charme sehr gerne.
Der Geschichte liegt die "Lindbergh-Entführung" aus dem Jahre 1932 zugrunde, die in den USA für große Bestürzung und Aufregung sorgte. Überall in den USA wurde damals nach dem Lindbergh-Baby gefahndet, das aber nach einer Lösegeldzahlung von 50.000 $ nur tot aufgefunden wurde.
Als der Roman von AGATHA CHRISTIE 1934 erschien, war der Mord am Lindbergh-Baby noch nicht aufgeklärt.

ZUM INHALT:
Der Film beginnt mit Zeitungsauschnitten und Kommentaren zur Entführung und Ermordung des "Armstrong-Babys".
5 Jahre später reist der belgische Meisterdetektiv HERCULE POIROT mit dem Orient-Express von Istanbul nach London zurück. Da der Zug bereits ausgebucht war, bekam er nur durch seinen Freund SIGNOR BIANCHI, den Direktor der Eisenbahngesellschaft, eine Platz im Schlafwagen. im Zug lernt er die einzelnen Fahrgäste kennen, darunter auch den amerikanischen Geschäftsmann MISTER RACHETTE (Richard Widmark). Dieser versucht POIROT zu seinem Schutz zu engagieren, da er ständig Morddrohungen bekommt. POIROT lehnt ab und in der darauffolgenden Nacht wird RACHETTE durch zwölf Messerstiche getötet.
Im winterlichen Jugoslawien bleibt der Zug stecken und niemand kann ihn verlassen, auch die Polizei kann nicht verständigt werden. Darum bittet SIGNOR BIANCHI den belgischen Meisterdetektiv die Ermittlungen aufzunehmen .....

Mein Fazit: Ein herrlicher und zeitloser Klassiker mit einer Vielzahl hochkarätiger Schauspieler. AGATHA CHRISTIE erdachte eine sehr raffinierte Geschichte, die SIDNEY LUMET gekonnt in Bilder umsetzte.
Für Freunde von klassischen Filmen und/oder AGATHA CHRISTIE, ist "Mord im Orient Express" ein richtiges Schmankerl, das man sich eigentlich nicht entgehen lassen sollte.

Meine Bewertung: 9,5 von 10 Punkten.
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am 1. Juli 2017
Wer hier weniger als die volle Sternchenzahl vergibt, hat - sorry - keine Ahnung,was einen guten Kriminalfilm auszeichnend. Dieser Film hat alles, was einen guten Krimi auszeichnnet: ein starke Geschichte, ausreichend Spannung und Miträtsel-Potential sowie - last but not least - eines der mit Abstand besten Schauspielensembles, das jemals gemeinsam für einen Film verpflichtet werden konnte. da können nur noch "Tod auf dem Nil", "Das böse unter der Sonne" und die Miss Marple-Filme mit der großartigen Margaret Rutherford mithalten. Diesen Film hier sollte, ne.., den MUSS man mal gesehen haben. Das gehört zu einer guten Kinoallgemeinbildung einfach dazu.
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am 27. April 2017
Nachdem ich "Tod auf dem Nil" gesehen hatte, wollte ich mehr in dem Stil sehen. Über die ausgeklügelte Geschichte möchte ich gar nichts weiter sagen; nur dass ich davon begeistert bin. Ich habe selten ein so durchdachtes Werk gesehen. Zudem hat die Geschichte eine Handlung, die sowohl vor 100 wie auch in 100 Jahren spielen könnte. Ich stimme davon abgesehen mit anderen 5*Bewertung zu, die weiter ins Detail gehen. Ein Film zum Mitdenken und Mitfühlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. August 2015
Ja, das ist auch ein Justizfilm, irgendwie – also ein Film des Genres, in dem Regisseur Sidney Lumet am bekanntesten wurde. Was ihn aber auch zu sehr reduziert, also sagen wir mal, dass es gar nicht so wichtig ist, das Ding als "typischen Lumet" zu klassifizieren. Der Mann hatte es, allgemeiner gesagt, einfach drauf, jedweden Stoff zu adaptieren, dass er mehr als adäquate filmische Mittel sehr bewusst und gekonnt einsetzte. Ein Allroundtalent, und immer Diener seiner Stoffe. So kann er auch wunderbar mit Agatha Christie umgehen. Er mochte an dem Roman das Glanzvolle, das auch etwas – gelinde gesagt – Unwahrscheinliche, und das muss man eben unwahrscheinlich gut auf die Leinwand bringen: schwelgerisch. Ein Stelldichein der Stars, die (weitgehend) die Oberschicht eines Waggons im Orient-Express abbilden, und doch immer sie selbst bleiben. Wir sehen nicht Mr. und Mrs. Soundso, wir sehen in jeder Sekunde Lauren Bacall, Ingrid Bergman, Sean Connery, Richard Widmark, Anthony Perkins und wie sie alle heißen. Und wir genießen dieses Schaulaufen der Stars. Gerade bei denen (das haben wir bei Lumet öfter, des Weiteren bei anderen Christie-Verfilmungen), die damals schon lebende Legenden und nicht mehr ganz jung waren. Die Bergman als verhuschte Schwedin! Die Bacall als herbe, selbstsichere Witwe ("ach was, vor zwanzig Jahren, da war ich fünfzehn" – hahahahahahaha)! Die Leinwand-Images werden bewusst bestätigt statt konterkariert (z.B. ist Widmark ein Böser und Perkins mal wieder jemand, der mehr als nur mütterliche Verehrung für eine Mutterfigur zeigt). Dann die Pracht Istanbuls, die Pracht des Zuges, die Pracht der Credits, die Pracht der Musik, die an Swing und Wiener-Walzer à la Modernisierer wie Leroy Anderson und Frederick Loewe erinnert. Wenn der Zug aus dem Bahnhof fährt, inszeniert Lumet das wie einen großen Auftritt mit Musik, angehenden Lichtern, aufsteigendem Dampf und schließlich einer majestätisch anmutenden Bewegung.

Den Fall, ach, den gibt es ja auch noch. Ein von Richard Widmark gespielter Antiquitätenhändler ist tot. Schon bald ahnen wir, dass er etwas mit einer fünf Jahre zurückliegenden Kindesentführung und -ermordung zu tun hat. Lumet zeigt uns diese zu Beginn mit grobkörnigem Bild und Schleier vor der Linse als Montage aus fragmentarischen realen Geschehnissen und entsprechenden Bildern in ins Bild hereinrotierenden Zeitungen – eine klare Hommage an Gangsterfilme der 1930er Jahre sowie an den Film Noir. Hercule Poirot (Albert Finney) mit tonnenweise Gel im Haar, gezwirbeltem Schnurrbart und wilden Gesten ermittelt, und er stellt bald fest, dass es zu dem Kind und dessen Familie bei fast allen Reisenden Verbindungen gibt. Das Ganze ist herrlich altmodisch und bewusst ein bisschen künstlich, gerade was den exzentrischen Poirot betrifft. Die deutsche Synchro scheut sich nicht mal, das vom Aussterben bedrohte Wort "Bartwichse" zu benutzten, bei dem heutzutage wahrscheinlich viele denken, es meine was Unanständiges. Ja, Finney und die ganzen Topstars, sie zeigen nicht die 1930er, wie sie waren, sondern ein Traumbild der 1930er. Hier ist alles Glanz. Lumet wählt dafür nicht nur eine opulente und so gut wie möglich rekonstruierte Ausstattung, sondern auch ein besonderes Licht. Sehr weich ist es, und kombiniert mit Gegenlichteffekten werfen Lichtquellen wie Lampen oder die Schneelandschaft von draußen oft einen märchenhaft anmutenden "Hof" um die Konturen der Gesichter und Gegenstände.

Da stört es nicht, dass der Plot reichlich absurd ist und die Form reichlich konventionell. Im ersten Akt Vorstellung der Personen, bis eine tot ist, im zweiten Akt die Verhöre, im dritten Akt die spektakulär vor der Gruppe präsentierte Auflösung. In allen Punkten mit herrlicher Übertreibung präsentiert, nicht nur im Äußerlichen, nicht nur bei den herrlichen Kulissen, Kostümen und der bewusst als solcher erkennbaren Schauspielerei, sondern eben auch im Plot. Lumet, weiß, was er da macht. Er veredelt das Absurde, indem er sich voll und ganz dazu bekennt und es noch forciert, statt zu versuchen, es abzumildern. Schon dieser vergangene Kriminalfall: Da ist nicht nur ein Kind entführt und ermordet worden, was ja an sich schon schlimm genug wäre. Da hat dieses Ereignis noch vier weitere Personen in den Tod gerissen. Finney als Poirot darf, als er davon berichtet, sicherlich nicht zufällig zum ersten Mal so richtig schön wild gestikulierend echauffiert sein, wie es bei dem abgeklärten schlauen Fuchs zunächst überrascht. Und die Schraube wird weiter angezogen – schon dieses Fünferpack ist herrlich übertrieben, aber daraus wird ein Zwölferpack, welches zu verraten gemein wäre. Doch die Rechnung geht auf: Hinter dem "Alles hängt mit allem zusammen" steckt mehr als ein mittelmäßiger Whodunit. Dahinter steckt eine komplexe Reflexion über Gerechtigkeit. Fragen Sie bitte nicht, warum das irgendwie auch ein Justizfilm ist und warum ich für meine Rezension die Abwandlung eines Titels eines anderen Lumet-Filmes gewählt habe. Glauben Sie mir bitte einfach, dass das hinhaut. "Mord im Orient-Express" hat nichts mit Wahrheit zu tun, aber mit Wahrhaftigkeit. Das war wohl auch schon im Roman (den ich nicht gelesen habe) so, das war wohl der Grund, aus dem Lumet von dem Stoff so begeistert war. Er hat die große Kunst vollbracht, sich zur Künstlichkeit zu bekennen und dahinter etwas Allgemeingültiges freizulegen. Und er schafft es selbst noch, wenn er die Mordtat in der Rückblende zeigt, bei jeder Person indirekt etwas Treffendes über ihren Charakter zu sagen, z.B. das Resolute der Bacall-Figur und das Zögerliche der Bergman-Figur in einer einzigen Handbewegung zu zeigen, die sich am Ende zwölfmal wiederholen wird.

Fazit: Großartiger, schwärmerischer, nostalgischer Film, der uns bar aller Wahrscheinlichkeit viel zu sagen hat und der zudem glänzend unterhält, nicht zuletzt durch eine beeindruckende Schauspielerriege. Dass die DVD nur den Trailer als Bonusmaterial enthält, lässt sich verschmerzen.
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am 17. Juni 2013
" Helfen Sie mir Monsieur Poirot. Mein Leben ist in Gefahr"- die stahlblauen Augen eines Mr. Ratchett, amerikanischer Multimillionär, fixieren den kleinen, eitlen Meisterdetektiv mit dem tadellos, gestriegelten Erscheinungsbild.
Beide sitzen sich gegenüber, am Zugfenster des legendären Orient-Express, umgeben von der Creme de la Creme der gehobenen Gesellschaftsschichten des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.
Ein Mikrokosmos, stellvertretend für eine bourgeoise, dekadente, und auch schon dem Untergang geweihte Aristokratie.
An einem eisigen Wintertag bricht der Zug auf. Reiseroute Istanbul- Wien.
Millionäre, Adelige Herrschaften, Diplomaten, und eben jener unscheinbare belgische Meisterdetektiv, den die Schriftstellerin Agatha Christie zum Held vieler ihrer klassischen Kriminalromane machte.
Seltsam, daß die Reiseroute zu dieser Jahreszeit so vollkommen ausgebucht ist, seltsam auch, daß Hercule Poirot hier nun von dem unbekannten, diabolisch wirkenden Herrn einen Hilferuf bekommt, einen Auftrag ihn gegen hohes Honorar zu beschützen. Poirot wird dankend ablehnen und eine ebenfalls sehr ungewöhnliche, unruhige Nacht steht den Reisenden in dem durch die Finsternis donnernden Orient-Express bevor.
Stimmen, Türenschlagen, eine geheimnisvolle Frau in rotem Kimono, schemenhaft in den schmalen Zuggängen erkennbar.
Am nächsten Morgen - Stille. Totenstille. Der Zug steckt fest in einer Schneewehe.
Die zusammengewürfelte Gesellschaft abgeschnitten von der Außenwelt, bis vielleicht in Tagen erst Hilfe naht.
Mr. Ratchetts Abteil verschlossen.
Als man seine Tür aufbricht, sieht man ihn totenstarr im Bett liegend.
Dutzende Messerstiche haben seinem Leben ein Ende gesetzt.
Der Mörder muß im Zug sein und Poirot wird widerwillig die Ermittlungen zu seinem vielleicht in der Kriminal- Literaturgeschichte legendärsten Mordfall übernehmen.
Immer brisanter, delikater wird die Angelegenheit als plötzlich ein anderes, Jahre zurückliegendes furchtbares Verbrechen in Verbindung zum aktuellen Mordfall zu stehen scheint.
Die Entführung und Ermordung des Kindes Daisy Armstrong. Das Drama einer Aristokratenfamilie, in dessen Verlauf auch noch fünf weitere Personen zu Tode kamen.
Wer die Story noch nicht weiter kennt, darf sich glücklich schätzen, wer den Film kennt, wird ihn immer und wieder in zeitlichen Abständen sehen wollen.
Denn ähnlich wie Sidney Lumets "Die zwölf Geschworenen" ist "Mord im Orient-Express" ein unvergleichlich hinreissendes, atemberaubendes Filmkunstwerk, das einen immer wieder in Staunen versetzt.
Auch wenn man die Auflösung kennt hängt man an jedem Wort, das gesprochen wird, ist begeistert von den exzellenten Charakterdarstellungen jedes einzelnen Passsagiers und hypnotisiert durch die unglaubliche Atmosphäre, die Eleganz, die Präzision, die dieser Film ausstrahlt.
Eine Zeit, eine Gesellschaftsepoche wird lebendig. Die Spielregel des Genres einen Personenkreis von der Außenwelt zu isolieren und dadurch innere Spannung zu erzeugen; hier ist sie selten perfekt umgesetzt.
Jedes einzelne Verhör, sei es das der dunkel edel gekeideten Gräfin Dragomiroff, der extrovertierten Mrs. Hubbard, Graf, Gräfin Andreny, der verstört, vergeistigten Frau Olson, oder dem snobistisch, militärischen Colonel Arbuthnot sind wahre, markante Kabinettstücke der Darstellerleistung, und jede kleine Szene für sich ein kleiner cineastischer Genuß im großen Gesamtfilm.
Atemberaubend der zwanzigminütige Aufklärungsmonolog des Detektives, zu denen er alle Reisende am Ende in den Salon bittet. Jede Sekunde bannt uns Zuschauer der Film auch beim x-ten Anschauen an den Bildschirm.
Und wenn in wunderbar verklärender Weise zu Anfang der Reise der Scheinwerfer der Lokomotive erstrahlt, die riesigen Räder sich unterlegt mit der oscarnominierten Filmmusik in Gang setzen, dann sind wir zwei Stunden lang ohne das jemals der Spannungsbogen abfallen würde, mit an Bord des Zuges, involviert in die dunklen Geheimnisse.
Eine Raffinesse, eine Kameraführung, ein Drehbuch- unvergleichlich gut.
Unheimlich die düsteren Familiengeheimnisse, schauerlich immer wieder die in blau getöntes Licht gehaltene nächtliche Mordtat und eine Gesamtleistung, die mit soviel Herzblut und Verve inszeniert wird, daß man gerade auch heutzutage solche intelligenten, hochspannenden Filmperlen in der Kinolandschaft schmerzlich vermisst.
Es geben sich die Ehre, und allen merkt man den Enthusiasmus an: Die Schauspielgrößen Ingrid Bergmann (ihre Darstellung oscargekrönt), Lauren Bacall, Martin Balsam, Anthony Perkins (mit ihm müßte Martin Balsam eigentlich aus einer früheren Zusammenarbeit noch eine Rechnung offen haben), Jacqueline Bisset, Jean Pierre Cassel, Sean Connery, John Gilgud, Vanessa Redgrave, Michael York, Richard Widmark. Ein solches Treffen der Schauspiel-Elite ist und war einmalig.
Wobei hier keiner zum bloßen Stichwortgeber verkommt , sondern jede Darstellung ein Klasse für sich ist.
Albert Finney ist als Hercule Poirot die einzige Idealbesetzung und läßt damit den sonst oft eingesetzten Peter Ustinov weit hinter sich.
Ein Film für die Ewigkeit. Hier werde ich auch noch in Jahrzenten aufgeregt, und voller Vorfreude einsteigen.
Jedoch lieber Interessent Augen auf bei der Bestellung. Es gibt noch ein vollkommen überflüssiges, hohles Remake, das man versehentlich mit diesem Klassiker bei der Bestellung verwechseln könnte.
Dann könnten Sie in den zweifelhaften Genuß kommen anstelle von Sean Connery, Fritz Wepper (hüstel) durch die Waggons torkeln zu sehen. Und wer will denn das.
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am 8. Mai 2014
Ich kann die negativen Bewertungen zu diesem Film nicht nachvollziehen. Der Film ist echt super und ich finde, man kann ihn sich immer wieder angucken. Und ich finde, es stimmt nicht, daß der Ton flau ist. Der Ton ist genauso gut und kraftvoll wie im Fernsehen. Für mich ist "Der Mord im Orientexpress" der beste Agatha Christie Film und der Darsteller von Hercule Poirot ist auch super. Und auch die anderen Darsteller sind super, allen voran Ingrid Bergmann als Missionarin, die kleine braune Babys betreut, die geistig zurückgeblieben sind. Und ich finde, Ingrid Bergmann hat für diese Rolle Zurecht den Oscar für die beste Nebenrolle gekriegt.Mord im Orient-Express
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am 3. Januar 2016
Dieser Film ist ein Juwel. Über die Story brauche ich wohl nicht zu schreiben, das ist schon beinahe Allgemeinbildung. Nur soviel: Ein Mord, eine geschlossene Gesellschaft und ein Detektiv der seine"kleinen grauen Zelle" nutzt. Vielleicht siegt hier die Sentimentalität über eine differenzierte Kritik, dazu stehe ich und verdrücke eine Träne vor Rührung. Ein StarEnsembele erster Güte spielt hier in Höchstform und macht jeden Charakter einzigartig und glaubwürdig. Ohne Action, spritzendes Blut und Geballere entsteht hier eine Spannung die hauptsächlich aus der Kombination des "Mitermittelns", der Gefühle und der stimmungsvollen Aufnahmen gewonnen wird. Was für eine Eleganz, was für ein Lebensstil, very british! im besten Sinne. Eben ein Film mit der Patina eines Hauches von Ewigkeit.
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