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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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am 25. November 2012
Madonna macht viele komische Sachen - sie zeigt ihre Nippel, veröffentlicht oft die falschen Singles ihrer Alben und einige ihrer Äußerungen sind umstritten. Sie irritiert konsequent nun schon das vierte Jahrzehnt und dabei wird oft >das Eigentliche< vergessen, nämlich welch' geniale Musik sich auf den Longplayern befindet.

Hier ist so ein Exemplar, für das selbst ich etwas länger brauchte. Nachdem ich es dann doch endlich erfaßt hatte, war mir klar, das diese Cd eine ihrer Besten ist. Direkt nach der Veröffentlichung von "American life", hielt mich irgendetwas davon ab, in Ekstase über diese Titel zu geraten - vielleicht das zurückgezogene Video, vielleicht diese grausame RTL-Show mit Oliver Geißen oder auch das Rumgeknutsche mit Britney.

Erst Jahre später konnte ich vom durchgenallten "Nobody knows me" gar nicht mehr lassen und entdeckte fast nebenbei, dass "Easy ride" und "Nothing fails" definitiv zwei von Madonnas allerbesten, schönsten und tiefgreifensten Lieder EVER sind. Was an dieser Cd 2003 für mich so sperrig oder schwer zugänglich gewesen sein soll, bleibt mir ein Rätsel und nicht zu erklären. Vielleicht wird umgekehrt ein Schuh' daraus - diese Musik hält und trägt einfach ein wenig länger als die "Into the grooves" und "Hung ups" - dieses Album macht nicht in erster Line Spaß, es bewegt und rührt an. Läßt man sich auf die Texte ein, kommt man hier ans Eingemachte. Das Album ist nicht wirklich happy - es haut und zwickt und machmal weint es auch. Selbstliebe, Religiösität, Eltern und Vorurteile, waren nicht selten Madonnas Themen - hier ist sie aber konsequent, auch musikalisch. Nie zuvor war ein Album dermaßen gut produziert, Songs derart ausgefeilt und dennoch bestechend durch simple Riffs oder Lines. Während "Ray of light" mit William Orbit durch Ozeane und Galaxien schwebt, drückt uns "American life" in die Erde, auf den Boden und unser Gesicht direkt an den kalten Spiegel.

Nie zuvor und bisher auch nicht danach, war Madonna so wie hier und Titel wie "X-static process" oder "Nothing fails" sind extrem verkannte Größen. Madonna macht viele komische Sachen, aber hin und wieder ganz fantastische Musik und deshalb ist sie ein Weltstar, nicht wegen der Nippel!
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am 18. April 2003
Die lange Wartezeit auf "American Life"hat jezt endlich ein Ende, auf das es sich gelohnt hat zu warten!
Es gibt Songs auf diesem Album, die erreichen einen erst nach mehrmaligem Hören, aber auch Songs, die sofort fesseln und die man immer wieder hören muss, was für ein Album das kommerziell erfolgreich sein will, auch notwendig.
Hier eine chronologische Bewertung der einzelnen Lieder in Worten und Sternen (von *****=sehr gut bis *=für die Tonne):
American Life: ****
Das Album beginnt mit dem Titeltrack und der ist thematisch wegweisend für was noch folgen soll: Madonna drückt ihre ambivalenten Gefühle über den "American Dream" aus, besingt ihre Ängste, ihre Liebe und ihre Hoffnung.
Musikalisch ist der Song sehr elektronisch, abgehackte Beats, die unüberhörbar an "Music" oder den James-Bond-Titeltrack "Die Another Day" erinnern, der später folgt. Fazit: "American Life" bietet nichts wirklich neues, birgt aber trotzdem einige Überraschungen, was den Einsatz und die Abwechslung des Arrangements betrifft.
Hollywood: ***
Der zweite Song ist, wie das ganze Album, sehr elektronisch, doch die Elektronik rückt ab diesem Stück sehr in den Hintergrund und wird, bis auf wenige Ausnahmen, nur noch sparsam und gezielt eingesetzt, so dass das Album eher einen "handgemachten" Eindruck hinterlässt.
Inhaltlich geht es um den Traum vom schnellen Erfolg in Hollywood und dessen Tücken.
I'm So Stupid: ***
Madonna singt über die frühere, materielle Einstellung zum Leben und kritisiert sich sozusagen selbst. Passend dazu ist die etwas verzerrte Melodie, die das verzerrte Weltbild wiederspiegelt.
Love Profusion: ****
Wie die Vorgänger ein Midtempo-Lied. Sehr schön eingesetzte Gitarre in einem schönen Liebeslied mit einem wunderschönen Chorus, der sofort ins Ohr geht.
Nobody Knows Me: *****
Dieses Lied ist einfach geil! Beim ersten Hören weiss man es zwar nicht zu würdigen, aber spätestens beim zweiten Mal hat auch diese Melodie ihren Weg ganz tief ins Ohr gefunden.
Nothing Fails: *****
Nach den Midtempo-Songs wird das Album ab hier etwas ruhiger. Vom Text her ist es eine Liebeserklärung, die man, aufgrund des Chores der am Ende aus dem Nichts auftaucht und einer bestimmten Textpassage, nicht unbedingt auf einen Menschen, sondern auch auch auf Gott beziehen kann.
Intervention: ****
Ein sehr folkiges Liebeslied mit zuckersüsser Melodie und einer energiegeladenen Bridge, die eine willkommene Abwechslung bringt. Sehr schön.
X-Static Process: *****(*)
Das simpelste, aber allerbeste Lied des Albums. Madonna singt mehrstimmig zu einem ruhigen Gitarrensound und die Melodie hat etwas Hymnenartiges. Muss man gehört haben!!!
Mother And Father: *****
Ein weiteres Highlight, wieder etwas Uptempo. Der Song wird zum definitiven Ohrwurm, den man sofort nochmal hören will.
Die Another Day: *****
Wie anfangs erwähnt, ist dieser bestens bekannte Song aus dem letzten "James Bond", ähnlich den Titeltracks dieses, und des letztens Albums "Music".
Easy Ride: *****
Und noch ein Highlight zum Schluss. Untypisch für ein Madonna-Album, das oft mit unkonventionellen, unzugänglichen Liedern endet, die dazu verdammt sind, Konzeptlieder des jeweiligen Albums zu sein. Nein, hier kommt zum Schluss noch mal ein wunderschönes, schwermütiges Lied, das definitiv Hitpotential besitzt und trotzdem etwas Besonderes ist.
Fazit: Ein wunderbar abwechslungsreiches Album der ruhigen Art, das den Begriff des Mainstream ausweiten und aufwerten wird.
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am 5. April 2015
Sicher ist vieles an diesem Album auf reines Kalkül und geplante Skandalträchtigkeit zurückzuführen. Dabei liegt aber so viel Herz und Ehrlichkeit in den Zeilen der Lieder, dass diese Kleinigkeit sofort in den Hintergund gerückt wird. Allen voran die akustischen Balladen sind es, die dieses Werk zu Madonnas mutigstem und aussergewöhnlichstem machen.

1. American Life: Von vielen gescholten und zu Madonnas schlechtestem Song gekürt. Ich mag es und liebe besonders den Rappart.
2. Hollywood: Der Klassiker. Ein Song, den man schon Jahrzehnte auf dem Buckel vermutet und doch klingt er frisch wie eh und je.
3. I'm so stupid: Der verzerrte Teil am Anfang killt mich jedesmal auf's Neue.
4. Love profusion: Sicher der intellektuellste Song auf dem Album. Ein kluger Text gepaart mit eingängiger Melodie.
5. Nobody knows me: Ein Überbleibsel von 'Music'. Jedoch tatsächlich tanzbar.
6. Nothing fails: Mein absolutes Madonna-Lieblingslied.
7. Intervention: Folkig, akustisch, fantastisch.
8. X-Static-Process: Mutet einem Kirchenlied an.
9. Mother and father: Madonnas letzte(?) musikalische Auseinandersetzung mit dem Tod ihrer Mutter.
10. Die another day: Als Bondsong natürlich jedem bekannt.
11. Easy ride: Ruhiger Ausklang.

Fazit: Ein Album wie aus einem Guss. Madonna akustisch und ruhig, mit gesellschaftskritischen Texten, die auch 12 Jahre nach Veröffentlichung nichts an Bedeutung verloren haben.
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am 23. Januar 2014
Das ist durchaus kein schlechtes Album, aber der Wandel zur Disco-Queen (ohne Tiefgang in den Texten) ist schon im Gange. Immerhin nicht so ein belangloser Quark wie bei späteren Alben. Trotzdem hänge ich den 80ern und 90ern nach.
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am 21. April 2003
zugegeben, ich war schon ein bisschen skeptisch als ich das erste mal die single 'american life' hörte (mittlerweile liebe ich das stück), doch ich hatte keine ahnung was noch auf mich zukommen würde, wenn ich an das album dachte...
erwartet hab ich ganz ehrlich gesagt eine etwas härtere variante des 'music' albums, konnte man durch die erneute zusammenarbeit mit mirwais schon darauf schliessen.
aber madonna wiederholt sich ja bekanntlich nicht gerne (na gut, da gabs diesen 'amazing' ausrutscher, welcher wie der zweite teil von 'beautiful stranger' klang) und das hat sie mit 'american life' nun zum x-ten mal bewiesen. nur dieses mal scheint es sich um eine wirkliche perle zu handeln.
interessanter als 'ray of light', innovativer als 'music' - so könnte man 'american life' beschreiben. besonders gut finde ich dieses mal dass das erfolgs-duo madonna/mirwais ein bisschen von den monotonen beats des 'music' albums abweicht und mittels dramatischeren arragements, kirchenchören, background vocals, üppigen gitarren sounds und trickreichen studio-beats ein album der sonderklasse produziert hat, welches sich niemand entgehen lassen sollte.
im grossen und ganzen ist ein wunderschönes, obgleich recht ruhiges album rausgekommen, welches mich schon beim ersten mal reinhören wirklich überzeugt hat.
das einzig wirklich traurige an dem album ist meiner meinung nach das cover, hätte besser ausfallen können, aber die genialen texte, die wunderschöne musik und madonna an sich, machen das locker wieder gut.
anspieltips: nothing fails (ich kann nur zustimmen: vielleicht der beste madonna track aller zeiten), easy ride, mother and father.
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am 23. April 2003
....das ist Madonna - die unbestrittene Queen of Music (not only pop!)
Einige Kundenrezessionen wurden vor dem Erscheinungstermin des Albums verfasst und konnten somit keinen richtigen Eindruck vermitteln, sondern es wurden nur die bekannten Songs wie Die Another Day oder American Life angesprochen. Hier kommt meine Song für Song-Kritik:
American Life: Wie schon bei Die Another Day hat Mirwais reichlich in die Soundkiste gegriffen und ein Song erschaffen, wie es ihn nicht ein zweites Mal im Radio zu hören gibt. Madonna singt über den amerikanischen Traum, spricht für ihn, kritisiert ihn...jedoch alles mit einem Augenzwinkern, wie der rap am Ende des songs beweist! Nach dem Rap bricht der Song in ein Chaos aus elektronischen Spielerein aus und Madonnas Stimme wird seltsam gemorpht und sie wiederholt die Zeilen: American Life - I live the American Dream. (9/10)
Hollywood: Mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album, dabei ist es nichts weiter als ein eingängiger Sommersong....aber den bekommt man nicht mehr aus dem Kopf...garantiert!!! Am Ende verwandelt sich Madonnas Stimme in eine Männerstimme und der seltsame Ausruf "push the button/don't push the button" wird wiederholt und lässt den Song ausklingen... (10/10)
I'm So Stupid: Jeder,der den Song das erste Mal hört, wird sich über Ohrenschmerzen beklagen! ;) Im 1. Refrain wird ein derart auffälliger Effekt eingesetzt, dass man sich fragen muss, ob sich die CD aufgehängt hat....und gerade wenn man sich entschließt etwas unternehmen zu müssen, geht der Song weiter...hier wirds etwas rockig! (8/10)
Love Profusion: Dieser Song wäre ebenfalls eine gute Wahl für eine Sommersingle, der Refrain geht sofort ins Ohr und es ist ein sehr radiotaugliches Lied. Madonna trifft den Nagel auf den Kopf, singt sie doch im Refrain "I got you under my skin"....genau, dieser Song geht unter die Haut. (9,5/10)
Nobody Knows Me: Einer der wenigen Dance-songs, auch wenn das Tanzen etwas schwer fallen könnte. Die Beatkonstruktionen sind so geschickt und gekonnt verzwickt, Madonnas Stimme wird wiederholt mit dem Vocodereffect verändert und der Song wird im monotonen Stil gehalten bis er zum Ende hin immer abgefahrener wird. Ein ungewöhlicher, dennoch sehr guter Track! (9,5/10)
Nothing Fails: Überraschung. Es steht fest, dass dieses Lied eine Single wird...zu Recht! Der Chorgesang am Ende geht unter die Haut! (10/10)
Intervention: Beginnt harmlos im Red Hot Chili Peppers-Stil, entwickelt sich aber sehr schnell zum Ohrwurm mit einem wunderschönen Refrain....Madonna singt über die Liebe und wir alle glauben ihr ihre Prophezeihungen aufs Wort! (9/10)
X-static Process: Der Titel des Songs erinnert an einen schnellen Dancesong, aber man findet genau das Gegenteil vor. Der ungewöhnlichste Titel des Albums, erinnert an die 60er Jahre und man hört nur die Gitarre und Madonnas wunderschöne Stimme! (8/10)
Mother & Father: Dieses Lied enthält 5 Elemente...einen traurigen Text über ihre tote Mutter und ihren Vater, einen eigentlich dazu nicht passenden schnellen,geilen Beat,einen unschlagbaren Refrain,einen kurzen Rap und Madonnas Stimme, die sehr kindlich und unschuldig wirkt....diese ungewöhnliche Mischung wird nicht jedem gefallen, aber ich finde den Song unschlagbar!!! (10/10)
Die Another Day: Kennen wir alle, Geschmacksache. Vielleicht kein guter Bond Song, aber er passt definitiv in dieses Album und verblüfft durch perfekte Produktion! (9/10)
Easy Ride: Und zum Abschluss wieder ein Highlight! Streicher stimmen den Song sanft ein, erinnert etwas an Frozen, doch dann setzt der Beat ein, nicht zu schnell, nicht zu langsam, dann wieder ein wunderschöner Refrain und am Ende wechseln sich Streicher und elektronische Sounds ab und Mirwais kreirt den perfekten Abschluss eines perfekten Albums! (10/10)
Alle Kritiker, die dieses Album bemängeln, wissen dieses Meisterwerk nicht richtg zu schätzen, weil sie zu sehr damit beschäftigt sind, Madonnas Cover, das an Che Guevarra erinnert oder ihr Video, das sie wieder zurückgezogen hat, in den Dreck zu ziehen. Aber wenn man sich dadurch nicht abschrecken lässt, ist der Sommer mit diesem Album gerettet....und die nächsten Jahre und Jahrzehnte auch....
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am 28. März 2003
Sicherlich wurde kein Song dieses Jahr so heiß erwartet wie "American Life", der neue Song von Madonna.
Musikalisch bleibt Madonna auf der elektronischen Basis und holt sich mal wieder Mirwais Ahmadzai ins Haus, der auch schon das Album "Music" produzierte und für mich der beste Musikproduzent in der elektronischen Undergroundszene ist! Zu harten Beats, elektronischen Effekten und Gitarrenklängen singt Madonna "American Life...I live the american dream.."
"Der Song beschreibt meine Gefühle über die amerikanische Kultur und die Illusionen vieler Leute was der amerikanische Traum wirklich sei" - Kommentar von Madonna über den Song. Und darum geht es eigentlich auch: Muss seinen Namen ändern um ein großer Star in Amerika zu werden? Wann ist man perfekt genug um den amerikanischen Traum wirklich ausleben zu können?
Ein wirklicher Ohrenschmaus und für mich der beste Teil des Songs ist der RAP. Ja, ihr habt richtig gehört! Madonna rappt jedoch in ihrem eigenen Stil. Mit sehr viel Ironie und Witz verleiht sie dem Rap den letzten Schliff und macht "American Life" zu eines ihrer außergewöhnlichen Songs überhaupt.
Was kann ich noch dazu sagen? Eigentlich nicht mehr als: KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN und die Camouflage-Klamotten auspacken, denn Madonna schlägt in Kürze mit gleichnahmigen Album zurück.
Endlich! Sie ist wieder da - und längst noch nicht am Ende :-)
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am 27. April 2003
Seien wir doch mal ehrlich:
Madonna hat keine wirklich gute Stimme - immer noch nicht, auch wenn sie daran viel gearbeitet hat. Sie kann kein Instrument wirklich gut spielen. Und ihre Songs schreibt sie auch nur mit. Trotzdem ist sie die unangefochtene Nummer 1 im Pop-Business, und kaum einer findet zu unrecht. Warum ? Weil sie immer neue Akzente setzt - Madonna ist kein Jahr stehen geblieben. Und noch wichtiger: weil sie sich die besten Produzenten aussucht und die solange quaelt, bis sie ihr ein fantastisches Album zurecht produziert haben. Schon Pat Leonard war Meisterklasse, William Orbit hat dann ein Jahrzehntalbum produziert und Mirvais Rhythmen (Music) und Eigenwilligkeiten (Dont tell me, Nobody's Perfect) waren respekteinfloessend.
Und nun American Life.
Der neue Stil ist da, diesmal also militaristisch sexy, sofort akzeptiert. Dies sind harte Zeiten, da passt das.
Auch die Texte sind okay. Madonna versucht was auszusagen, kein Track ist wirklich sinnlos (besonders ueberraschend nach Music, das aeusserst banal textete), jedoch - die Lobeshymnen anderer Rezensoren sind weit uebertrieben. Madonna ist keine Lyrikerin, aber ihre Versuche finde ich ruehrend. Also auch ein zaghaftes Plus.
Aber die Produktion? Unglaublich schlecht. War Mirvais auf Music wenigstens noch ideenreich, so ist das neue Album nur noch fade. Es wirkt kalt und steril. Vom reinhauenden "Techno" (Music) ist nur noch das Plastik- Gefuehl uebriggeblieben. Selbst waehrend der Liebeshymnen, von Madonna dahingehaucht, verbreitet Mirvais die Atmosphaere eine Kuehlschranks. So hart sind die Zeiten nun wieder auch nicht, zumindest nicht in meinem CD-Player.
Natuerlich hat Madonna das Pech, dass sie ab 1998 alle ihre Alben mit Ray of Light vergleichen lassen muss. Aber gegensaetzlicher koennen zwei Alben kaum ausfallen. Auch in Ray of Light waren die Songs kompositorisch nicht soo toll (Ausnahme vielleicht Power of Goodbye), es war erst William Orbit, der Ihnen diese Sensibilitaet gab. American Life entreisst hingegen den Songs jegliche Emotion und so schmeckt das Album nach nichts.
Seit dem quaekenden Like A Virgin habe ich nichts mehr dermassen Banales von Madonna gehoert. Waere sie nicht Madonna, haette ich mir vielleicht noch einen dritten Stern abschwaetzen lassen.
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am 26. März 2003
OK,der Song ist beim ersten Hören scheinbar kein massentauglicher Ohrwurm. Aber trotzdem finde ich ihn sehr interessant und wirklich gut. Und ein Hit wird's eh. Den Charts die zur Zeit von den belanglosen "Superstars" dominiert werden, kann es jedenfalls nicht schaden, wenn sich ein wirklicher Superstar dazwischen mogelt...
Die gute Madonna kann es jedenfalls meiner meinung nach immer noch. Zwar erfindet sie sich nicht gerade neu; seit dem letzten Album hat sie sich aber konsequent weiter entwickelt. Außerdem steh ich auf den elektronischen Sound und finde ihren Rap part amüsant und durchaus gelungen.
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am 8. Mai 2003
seid mir nicht böse. ich hab mir jetzt alle kritiken zu diesem album durchgelesen. ich finde es wirklich bedenklich wie penetrant hier die einen versuche madonna in den himmel zu loben bzw. am liebsten flehend um vergebung am boden knien sehen würden...
letztendlich übersieht hier jeder einen extrem wichtigen punkt: madonna hat bewiesen dass sie für weiterentwicklung und innovation im musik business steht, nur dass sie auch mal das recht hat einer linie treu zu bleiben scheint hier sehr viele zu enttäuschen. vielleicht mag es eine fortsetzung von 'music' sein, vielleicht ist es nicht so spacig wie 'ray of light' - aber hat schon mal jemand einen derartigen erfolgs- und qualitätsdruck erlebt wie madonna, die ja praktisch jeden tag damit konfrontiert ist? i don't think so.
praktisch gesehen war sie die spears der 80er jahre, hat aber bitte eine entwicklung durchgemacht die ihresgleichen suchen kann. dass ein musiker nach über zwanzig jahren im geschäft noch den sprung von null auf platz eins der charts schafft, mit mitte vierzig live shows der wirklich spitzenklasse liefert und über die bühne rockt dass sich kylie und co. wirklich eine mega fette scheibe abschneiden können, ein familienleben führt etc. scheint hier wirkich jeder zu übersehen.
'american life' - ein seltsames album, das gebe ich zu. es funktioniert, und doch nicht wirklich. aber seien wir ehrlich. extakt die selben kritiken sind hier vorzufinden wie bei 'music', 'ray of light', 'bedtime stories', 'erotica' usw. - und DAS AN SICH ist ja schon ein zeichen: madonna wird niemals eine kylie sein, der man nicht böse sein kann für das was sie macht, man hasst madonna oder man liebt sie. und darauf kommt es an. sie könnte ein album auf den markt schmeissen dass der überdrübermegasuper hammer ist - und trotzdem würden einige sagen es ist langweilig, banal und das schlechteste von madonna überhaupt. setzt euch mal mit dem gesamtwerk der frau auseinander, dann würdet ihr sehen dass 'american life' sehr wohl alle fünf sterne verdient hat...
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