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am 11. März 2005
Francesco Cavalli gilt zusammen mit Pietro Antonio Cesti und Luigi Rossi als einer der wichtigsten Nachfolger Monteverdis.
Sie entwickelten die frühe Form der Oper, wie sie von Jacopo Peri und Claudio Monteverdi ersonnen wurde, weiter. Damit ist gemeint, mehr instrumentale Zwischenspiele und wesentlich mehr Arien.
La Calisto wurde in der Karnevalsaison 1651/2 in Venedig gegeben.
Erzählt wird die recht amüsante Geschichte der Calisto, eine Dienerin Dianas. Jupiter ist verliebt in die schöne Nymphe, doch sie hat nur Augen für Diana, also nimmt Jupiter auf Anraten Merkurs die Gestalt Dianas an (er singt nun im Falsett) und verführt Diana. Juno erfährt von der Sache und es gibt mächtigen Ärger...
Herbert Wernicke inszenierte die Oper 1993/4 und orientierte sich an der Comedia dell'Arte.
René Jacobs, der unbestrittene Spezialist für italienische Opern des 17. Jh. legt mit dem Concerto Vocale eine rundum gelunge Einspielung vor, wie man sie besser kaum machen könnte.
Das "Orchester" basiert wie bei den übrigen Cavalli Einspielungen, eher auf dem wiener Hoforchester mit dem Cesti damals seine Prunkoper "Il pomo d'Oro" auf die Bühne brachte, mit anderen Worten sehr viel prächtiger und größer als es wahrscheinlich damals außerhalb des Hofes möglich war, aber das ist ganz und gar nicht negativ zu werten. Wegen fehlender Ritournellen und Ballettmusik klaute Jacobs bei Zeitgenossen Cavallis. So endeckt man Melodien Kriegers, Rosenmüllers und als Bärentanz die berühmte Ciaconna von Merula, für die Apotheose der Calisto am Schluß der Oper erklingt eine wunderschöne Ciaconna von Schmelzer. Die Arien sind wesentlich eingängiger als von Monteverdi, und die Komik hat hier einen breiten Platz.
Die Continougruppe ist reich besetzt, mit zwei Lauten, Theorbe und Guitarre, Harfe, 2 Cembali und einem Orgelpositiv. Gamben und ein Kontrabass gesellen sich ebenfalls dazu.
Maria Bayo in der Rolle der Calisto ist herzergreifend, Marcello Lippi als Jupiter ist die Idealbesetzung für diese Rolle. Die anderen Sänger stehen den Hauptprotagonisten in nichts nach und die Gesamtzeit von 2 Stunden und 45 Minuten vergehen wie im Flug.
Meiner Meinung nach eine der schönsten Einspielungen einer venezianischen Oper des 17. Jahrhunderts.
Hoffentlich wird Herr Jacobs noch weitere solche Werke einspielen.
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