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Kundenrezensionen

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am 9. Juli 2003
Who's Next ist wohl die beste Who-Platte, private Vorlieben wie Quadrophenia oder Who By Numbers ausgenommen. Sie klingt auch in diesem neuen Outfit so unglaublich gut wie eh' und je. Gegenüber den Deluxe-Versionen von Live At Leeds (zum ersten mal das komplette Konzert) oder My Generation (zum ersten Mal in so guter Klangqualität zu haben) fehlt der es der neuen Who's Next-Fassung aber ein wenig an Notwendigkeit. Die Ausgabe aus den 90ern hat nämlich einen ähnlich guten Sound und vor allem das bessere Booklet, was beispielsweise die Photoauswahl betrifft. Aber klar, die Deluxe fasst sich besser an, sieht toll aus und bietet ein überwiegend ungehörtes Live-Konzert auf der Bonus-CD. Den Vorgänger aber nicht verschrotten, denn "I don't even know myself" gibt es nur dort in der Studiofassung! Sebastian Deutschmann, München
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am 14. April 2003
Dass ausgerechnet aus einem gescheiterten Projekt das beste Album von The Who hervor ging, wird niemanden wundern, der weiß, dass die ewigen Dritten der Rock-Hierarchie eine Band voller Widersprüche waren. Who's Next gibt's jetzt als feine Deluxe Edition mit 20 Bonustiteln. Das wurde - nach über 30 Jahren - auch Zeit. Andererseits war Pete Townshend, Kopf und Gitarrist der Band, seiner Zeit auch um ein paar Jahrzehnte voraus. Lifehouse hieß seine Kopfgeburt mit interaktiven Konzerten, einem Doppelalbum, einem Film und einer Story, in der es auch um ein weltweites elektronisches Informationssystem ging. Weil aber 1971 kaum jemand wusste, was das Internet ist, ging Lifehouse in die Hose und Townshend bekam einen Nervenzusammenbruch. Was noch zu retten war, kam auf die LP Who's Next, und die gilt seither als eine der besten der Rockgeschichte. Ob Drums, Bass, Gitarre oder Gesang - die Scheibe setzt Maßstäbe, die heute noch gelten. Vom ersten sinnvollen Synthesizer-Einsatz in der Rockmusik und Townshends Ideen ganz abgesehen. Dazu gibt's vier Ur-Versionen aus den ersten Lifehouse-Sessions in New York teils mit Al Kooper an den Tasten und Leslie West an der Gitarre. Den Kaufzwang besiegelt CD Nummer zwo mit Live-Aufnahmen vom 26. April 1971 im Londoner Young Vic Theatre mit vielen raren Live-Aufnahmen; etwa "Time Is Passing", oder "Getting In Tune". Eines jener Konzerte, mit denen die Band Lifehouse Leben einhauchen wollte. "Won't Get Fooled Again" und "My Generation" kommen zwar etwas wacklig daher, aber, hey, wir sprechen von The Who! Von deren Durchschnitt träumen andere.
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Für mich das beste Studio-Album der Band und eines d e r besten Rock-Alben überhaupt. Alle ursprünglichen neun Titel haben keinerlei Längen und es kommt niemals Langeweile beim Hören auf. Jeder Titel ist eine Klasse für sich und mit der Verwendung von Pete Townshends Synti-Demos bei einigen Titeln waren die Songstrukturen teilweise wirklich innovativ für die Zeit der frühen 70er Jahre.
Nicht umsonst sind etliche Titel dieses Rock-Klassikers Jahrzehnte fester Bestandteil in Live-Konzerten der Band geblieben.
Einzelne Höhepunkte herauszuheben ist bei diesem Album schwierig, mir gefallen am besten "Baba O'Riley", "Bargain", Getting In Tune", "Behind Blue Eyes" und Won't Get Fooled Again". Diese Re-Master-Version von 1995 ist soundtechnisch hervorragend und lässt für mich keine Wünsche offen.

Die sieben Bonus-Titel sind allesamt Outtakes der New Yorker "Record Plant Studio"-Sessions, der Londonder "Olympic-Sessions" sowie Live-Ausschnitten aus dem Londoner "Young Vic Theatre" vom Frühjahr 1971. Bei dem Warm Up-Rocker "Baby Don't You Do It" von den NY-Sessions spielt Leslie West von "Mountain" Lead Guitar. Al Kooper spielt B-3 Hammond-Organ auf der NY-Version von "Behind Blue Eyes", die mir noch besser gefällt, als die Version, die es schließlich auf das Album schaffte.

Dazu gibt es ein 23-seitiges Booklet mit der Geschichte der Sessions zu dem ursprünglich von Pete Townshend beabsichtigten Projekt "Lifehouse" mit schönen Fotos sowie Info's zu den einzelnen Songs und wo diese aufgenommen wurden.
Ob man mit dieser Ausgabe zufrieden sein kann oder gleich die Who'S Next (Deluxe Edition) kauft, muss jeder für sich entscheiden, was natürlich auch eine preisliche Überlegung ist. "Baby Don't You Do It" ist auf der DeLuxe-Version mit über 8 Minuten rd. 3 Minuten länger als auf der Re-Master-Ausgabe. Zudem gibt es gut 70 Minuten live von The Who aus dem "Young Vic Concert" in London.

Wenn man die Ausgabe von 1995 bereits besitzt und es einem nur auf das geniale Album "Who's Next" ankommt, kann man von dem Kauf der DeLuxe-Edition absehen, zumal der Sound gegenüber der Ausgabe von 1995 aus meiner Sicht gleich gut ist. Das Booklet der DeLuxe-Edition ist etwas überarbeitet worden, hat im Gegensatz zu der Ausgabe von 1995 aber fast nur Schwarz-Weiß-Fotos.
Das "Young Vic Concert" ist ziemlich gut, aber kommt für mich an Live at Leeds (25th Anniversary Edition) Live at Leeds (Deluxe Edition) nicht heran, da die Band dort sehr viel druckvoller spielte, als bei den Young Vic-Gigs. Ich besitze beide Ausgaben von "Who's Next", da es eines meiner Lieblings-CD's ist, aber insgesamt gesehen hätte die Re-Master-Ausgabe von 1995 wohl auch gereicht.

Egal, wie man sich auch entscheidet, eine der Ausgaben muss man in der Sammlung haben, da das Album eines der Highlights von The Who überhaupt sowie eines der Klassiker der Rockmusik insgesamt ist.
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am 25. Juli 2011
Da hält man sich für den Nabel der Rockwelt, weil man System of a Down, die Pumpkins, Rage against the Machine oder die
Deftones, Filter, die Stone Temple Pilots und wen auch immer im CD-Regal hat; sich von dem ganzen, heute üblichen, R&B-Gedöns abhebt.

Und dann ... kommt der Moment, der die Sicht der Dinge plötzlich verändert. Man überwindet sich und widmet sich dem, was einst die Eltern verehrten,
was bisher nur mal auf den Radiosendern der "Vorfahren" gehört und wieder vergessen wurde.
Nun sei man so weit zu behaupten, das das Vergangene leider nicht miterlebt wurde, ist man doch erst '76 auf die Bühne
getreten. Die Entdeckung von Deep Purple, Led Zeppelin und Uriah Heep weckt Sehnsucht nach mehr. Und final erscheint The Who!!!

Womit lässt sich also besser die Gesamtheit ihrer Musik als mit "Who's Next" erfassen. Einer umfassenden Darstellung des
musikalisch Machbaren. Wortwörtlich ein "Getting in Tune". Mit der Kenntnis der Musik vor dem 20. Jahrhundert lässt sich
nichts anderes behaupten, als dass es sich hier um Kunstmusik handelt, die sich mit tiefster Inspiriertheit und Können
von allem anderen abhebt. Jeder Titel an sich besser als das heute Dargebotene. Nach dem Erleben der nicht minder herausragenden
Vorgänger und Nachfolger ist "Who's Next" meines Erachtens nicht zu übertreffen.

In diesem Sinne: "I won't get fooled again, Folks" !!!
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am 23. Januar 2005
Dieses Album ist eines der besten Rockalben, die je erschienen sind. Ausnahmsweise sind hier Superlative mal angebracht. Stilistisch sind The Who wie auch Led Zeppelin stark im Blues verwurzelt, weshalb ich allen Leuten, die auf Blues Rock in der Art der "Zeppeline" stehen, dieses Album bedingslos empfehlen kann. Es gibt keinen einzigen Schwachpunkt zu verzeichnen, "Baba O'Riley" und "Going Mobile" sind gnadenlose Ohrwürmer, "Bargain" und "Won't get fooled again" herrliche bluesige Rockexplosionen und "The Song is over" und "Behind Blue Eyes" Balladen, die fast zu Tränen rühren. Zudem sind die Bonustracks, die normalerweise eher verzichtbare Gimmicks sind, ausnahmslos große Klasse. Ein Rockmeilenstein, der sich wirklich lohnt.
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am 4. März 2004
ja, es ist wirklich 1971 erschienen, das teil hier.
schon allein das cover laesst einem schmunzeln..
9 songs alle erster sahne sind hier drauf.
schon der opener "baba o` riley" ist ein klassiker!.
weiter gehts mit "bargain", auch das teil kennt jeder who fan.
etwas spaeter "song is over" oder "getting in tune".
zu guter letzt noch zwei haemmer, die einem atemlos hinterlassen:
behind blues eyes: jeeeeees, es ist die originalversion. nein, dieses muede stueck akustische umweltverschmutzung von limp bizkit ist daher kein neuer song. hier laesst roger daltrey hoeren wie man den song langsam beginnen kann, herrlich begleitet von pete auf der akustischen gitarre. bis dann eben das tempo angezogen wird, um danach wieder sanft zu enden.
und zu guter letzt noch das fast 9 minuetige "won`t get fooled again". ein werk voller saft und kraft. mit nem urschrei drin, den auch joe cocker nicht besser hinbekommt.
intelligente rockmusik wie sie besser fast nicht sein kann.
bei dem lied ist dann halt auch leider das alter der scheibe zu hoeren... vor allem bei dem teil vom lied, in der nur der synthie zu hoeren ist, bevor keith moon wieder alles gibt hinter sein schlagzeugburg. da rauscht es schon kraeftig im gebaelk. aber ansonsten ist an der produktion nix auszusetzen. hat nunmal ueber 30 jahre im kreuz.
noch kurz zu den spielern. roger daltrey hat ordentlich muskeln in den stimmbaendern. seine stimme hat genau die richtige schaerfe.
john entwistle am bass, sowie ein wenig blaeser und piano bei dem einzigen song den er geschrieben (und allein gesungen hat) namens "my wife". der mann kann was! aber singen gehoert sicher nicht zu seinen staerken...
pete townshend hat sonst alle songs komponiert. er wexelt gut durch im mix von akustik- und elektrikgitarre. dazu spielt er ein wenig orgel, klavier und synthie. spannend fuer mich zu hoeren ist sein klavierspiel bei "baba o`riley". so unverwechselbar wie er die gitarre bearbeitet - so haut er auch auch auf die tasten.
dazu ist er noch ab und zu am mikro zu hoeren. seine stimme ist aber auch nur durchschnitt, bietet aber einen guten kontrast zu roger. und er singt voller inbrunst.
dann noch der selige keith moon. ein begnadeter hinter der schiessbude. man hoert jede sekunde seines spieles an, wie sehr er es liebt auf die felle zu dreschen. und (ganz wichtig!!) wie langweilig es ist fuer ihn ist nur den takt zu halten.
nach wenigen sekunden ist ihm das zu bloede, und dann muss ein break, wirbel oder sonst was kommen. dabei schafft er es, sich nicht in den vordergrund zu trommeln. sein spiel draengt sich nie auf, oder klingt nicht nach egotrip. es "dient" (doofes wort, mir faellt aber kein besseres ein) immer dem song, und anders kann er sowieso nicht.
ein verdammt starkes stueck rockmusik!!
nicht mehr, aber auch kein stueckchen weniger...
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am 26. Juni 2009
Vermutlich wurde schon alles wesentliche über das Album gesagt. Townshend plante eigentlich seine zweite Rockoper "Lifehouse" die niemand außer ihm verstand. Was übrig blieb von den gescheiterten Lifehouse Projekt wurde als normale Langspielplatte veröffentlicht. Und was für eine ! Ein Album dass meiner Meinung nach alles von den Beatles oder den Stones in den Schatten stellt. Ein Album mit so vielen Songs für die Ewigkeit. Jeder Song ist ein absoluter Kracher und reisst einen mit !
Allein der ungewöhnliche und anfangs gewöhnungsbedürftige Opener "Baba O Riley" rechtfertigt den Kauf. Ein scheinbar endlos langer Synthesizer Loop, der aus den wichtigsten Lebensdaten von Meher Baba besteht. Nach 33 Sekunden setzt der Bass ein. Einprägsam wie kaum ein zweiter Basslauf. Bei Sekunde 48 kommen Keith Moons unverwechselbare Drums hinzu. Und ab 1:06 erscheint Daltreys Stimme. Kraftvoller und besser als jemals zuvor. Bei 1:39 kommt die Gitarre hinzu. Bei 2:00 wird alles leiser und Pete singt einen kleinen Mittelteil. Danach wird schlagartig wieder alles hochgefahren und der Song steigert sich nach dem Gitarrensolo bis zum legendären "Teenage Wasteland" part. Bei 3:22 beginnt das epische Outro des Songs. Mit Gitarre, Bass, Drums, Synthesizer und Violine steigert der Instrumental-part sich immer mehr bis der Song dann schlagartig nach 4 Minuten und 59 Sekunden endet.
Bargain ist ein typischer Who Hard Rock Song mit viel Gitarre, kraftvollen Vocals und einem starken Chorus. Einfach großartig!
Love Aint For Keeping, ein kurzes, mit Akustik Gitarre untermaltes Lied über Liebe. Sehr mitreißend und großartig.
My Wife, geschrieben vom Bassgott John Entwistle ist der einzige Song, der ursprünglich nicht für Lifehouse geplant war. Mit lustigem Text, John's Stimme und einem genialen Groove ist "My Wife" sicher ein absolutes Highlight in der Karriere der Who.
The Song Is Over ist der vielleicht "größte" Song des Albums. Sogar so groß dass er niemals Live gespielt wurde. Großartig ist auch der stimmliche Kontrast zwischen Roger und Pete bei diesem Song. Ein grandioses Klavierspiel von Nicky Hopkins verleiht dem Song den letzten Schliff.Einfach eine hinreißend schöne Ballade.
Getting In Tune rockt nach einem wunderschönen Pianointro wunderbar. Ein mitreißender Song, bei dem Roger's Stimme genial wie selten zuvor rüberkommt. Definitiv ein großer Song der Who.
Ohne harte Akkorde und mit einem witzligen Rythmus kann Going Mobile ohne Probleme mit den anderen Trakcs auf Who's Next mithalten. Besonders hervorzuheben ist hierbei das Wha-Wha ähnliche Gitarrensolo von Pete. Toll !
Behind Blue Eyes ist wohl eins der traurigsten und beklemmensten Lieder aller Zeiten. Hier wird deutlich wie stark Roger's Stimme eigentlich ist. Er ist viel mehr als einfach "nur" ein Rock n Roll Sänger. In ihm steckt viel mehr als das. Pete hat einen unverwechselbaren Gitarrenpart für diesen Song geschrieben und einen der traurigsten Texte aller Zeiten. Als dann bei 2:19 die E Gitarre, das schnellere Schlagzeug und ein dumpf hämmernder Bass dazukommen wird alles hochgefahren. Der Song explodiert quasi wie kein Zweiter in der Musikgeshcichte. In der letzten Strophe wird wieder alles heruntergefahren und schnell abgeshclossen. Ein bombastischer Song !
Won't Get Fooled Again ist wohl der absolute Schlüsselsong auf Who's Next. Ein eher ruhiges Synthesizer Intro. Danach ein Powerchord. Roger's Stimme setzt ein. Ein unvergleichliches Hörerlebnis. Roger singt, als wäre es das letzte Lied dass er jemals hätte singen dürfen. Unvergleichlich. Pete spielt Gitarre wie man es sich vorstellt. Harte Akkorde und mitreißend. Keith Moon verleiht dem Song mit seinen Drums einen unglaublichen Rythmus und John macht den Sound mit seinem Bass absolut Perfekt. Nach dem ruhigen Synthesizer Part gegen Ende wir mit einem Schrei von Roger Daltrey schlagartig alles nocheinmal hochgefahren und das Album findet einen bombastischen Abschluss.
Zu den Bonus Songs:
Es ist mir bis heute unbegreiflich wieso Pure And Easy nicht auf Who's Next veröffentlicht wurde. The Song Is Over ist quasi das Koda zu diesem Song. Wirklich schade dass er nicht auf Who's Next gepresst wurde. Ganz starke Nummer ! Ein weiteres Highlight der Bonus Songs ist Baby Dont YOu Do It. Bluesig und unglaublich gecovert. Naked Eye und Water sind Live aufnahmen. Too Much Of Anything und I Dont Even Know Myself ebenso gute Songs. Als Abschluss des Bonus Materials gibt es eine Alternative Version von Behind Blue Eyes.
Abschließend bleibt zu sagen, dass die vielleicht beste Band aller Zeiten mit diesem Album ihr vermutlich größtes und monumentalstes Werk vollbracht hat. Eindrucksvoll, roh, rau und einfach nur Rock n Roll.
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am 21. November 2015
The Who spielen mit Synthies, oder: "Wie geht das jetzt mit dem Moog?" Ja. The Who goes Synthesizer. Aber nicht nur. Behind blue Eyes ist im Original drauf und um Längen besser als die Coverversion aus der Neuzeit. Mir gefällt es so wie vor 40 Jahren.
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TOP 500 REZENSENTam 22. September 2008
Who's Next ist das Destillat, vielmehr die Überbleibsel des ambitioniertesten Projekt Pete Townshend's, das er nie umgesetzt hat - Lifehouse.

Musikalische und ideologische Differenzen, finanzielle Probleme und der labile Charakter Townsend's gipfelten in einem Nervenzusammenbruch während der Aufnahmen zu diesem Projekt und trotzdem wurde daraus das beste Album der Who.
Die Band die bis zu ,Tommy' als die archetypische singles band galt, war plötzlich im Stande ein wirklich überzeugendes ganzes Album abzuliefern; aufgrund dieser Tatsache möchte man eigentlich die anderen Lifehouse songs gar nicht mehr hören, denn wahrscheinlich würde der makellose Eindruck den dieses Album hinterläßt, dann zerstört.

Makellos weil einzig ,My Wife' vielleicht das hohe Niveau der Kompositionen nicht ganz halten kann; freilich - viele songs klingen sehr theatralisch - weil Lifehouse eben eine Rockoper werden sollte, allerdings stört das hier nie (im Gegensatz zu manchen songs auf ,Tommy'), weil es keinen track gibt der im Pathos ersäuft.

Neben den unsterblichen 3 (Baba O'Riley, Behind Blue Eyes - immer noch um Längen besser als alle cover versionen, und Won't Get Fooled Again) seien noch ,Bargain', ,The Songs Is Over', und ,Getting In Tune' hervorgehoben. Moon spielt um sein Leben, und fast hat man bei den breaks den Eindruck er will dadurch seiner ablehnenden Haltung diesem Projekt gegenüber Luft machen. Daltrey ist stimmlich am Höhepunkt: akzentuiert, aussdruckstark und voluminös, und Enwtistle ist eben Entwistle: er spielt genau das, was die songs brauchen.
Klanglich damals schon hervorragend, gewinnt diese Scheibe durch ein wirklich gelungenes remastering noch ungemein.

Diese ist auch eine der wenigen ,Deluxe Editions' bei dem die Bonus CD - ein bisher unveröffentlichtes Konzert um ,Lifehouse' zu promoten - wirklich ein gehobener Schatz ist: sie zeigt welche große Live Band ,The Who' damals sein konnten. Vor allem auf ,Road Runner' wird hier auch nochmals den rauhen und ungeschliffenen Blues Wurzeln der Band Tribut gezollt und das macht unheimlich viel Spaß.
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am 15. Oktober 2015
THE WHO ' Who's Next

Zeugnis einer Epoche des Rock (1971)

Wer als junger Mensch wissen will, was sich Anfang der Siebziger auf den Plattentellern gedreht hat, sollte sich dieses Album anschaffen. Was die BEATLES für den POP waren, sind die WHO für den Rock. Rock in seiner Urform.

Wer kann eigentlich mit dem Urschrei von Roger Daltrey mithalten, den er auf 'Won't Get Fooled Again' am Ende markerschütternd rausbrüllt? Höchstens Robert Plant von LED ZEPPELIN auf 'Whole Lotta Love', ebenfalls am Ende. Und schon hat man zwei Bands, die der modernen Musikgeschichte eine neue Facette gegeben haben. Wer ist nun rockiger von beiden? Eindeutig: THE WHO. Ihre Konkurrenten LED ZEPPELIN waren bluesiger, bei aller Härte. Selbst die Gruppe HUMBLE PIE, die Rock so rauh wie 120-er Sandpapier spielte, konnte die Wucht der WHO nicht erreichen.

Pete Townshend schuf mit seinen berühmten, letztlich immer gleichen Akkordfolgen auf der Gitarre ein Musikerlebnis, das auch in 100 Jahren noch auf dem Mars gewürdigt werden wird. Denn er verstand es, Ur-Gefühle in 2 oder 3 Akkorde zu packen, die er gnadenlos raushaute. Aber wie er das machte, macht ihm keiner nach. Er ist der vielleicht prägendste Musiker der späten 20. Jahrhunderts, das windmühlenartige Bedienen seiner Gitarre und das anschließende Zerdebbern derselben auf der Bühne einberechnet. THE WHO waren die Inkarnation des Rock.

Das Album 'Who's Next' gefällt mir nach über 40 Jahren immer noch. Ach was, es gefällt mir noch besser als damals, als ich mir die Vinyl-Scheibe nach einer Lateinklassenarbeit in der Stadt kaufte, weil ich mich trösten wollte, mich auf einen anderen Planeten beamen wollte.

Die Glanz-Rock-Nummern des Albums sind 'Baba O'Riley' und die Rock-Hymne 'Won't Get Fooled Again'. Das würde für den Rock-Olymp schon reichen. Aber das Album ist wie ein Chamäleon. Es bietet sanfte, melancholische Songs, auch mit akkustischer Gitarre untermalt, wie 'The Song Is Over' oder 'Behind Blue Eyes', die mir heute mehr denn je unter die Haut gehen. Der unglaubliche Bassist ROGER ENTWHISTLE durfte sein ätzend komisches 'My Wife' auf die Platte setzen ' mit eigenem Lead-Gesang. Ein starkes Stück Sarkasmus zum Thema Ehe. Pete Townshend steuerte vermutlich nur die beiden Töne bei, die Entwhistle dann selber auf einer Trompete intonierte im Refrain 'She's coming'. Da weiß man wieder, dass hier THE WHO spielen. Eigentlich eine Kopie von 'Won't Get Fooled Again'. Aber dann doch irgendwie nicht. Stark.

Das Album zeigt Sänger ROGER DALTREY als harten Burschen, der in 'Getting In Tune' jedoch auch zarte Töne anschlägt. Dasselbe in 'Behind Blue Eyes'. Daltrey transportiert Melancholie, wenn er will ' und darf. Das macht das Album abwechslungsreich. Die sanfteren Songs gehen einem in Fleisch und Blut über. Und immer hält die Band Kontakt zu ihren Wurzeln, bricht irgendwann wie ein Vulkan aus.

Nach fast 5 Jahrzehnten hat die Scheibe nichts an Musikalität eingebüßt. Sie ist das Rock-Album schlechthin. Die Hymne 'Won't Get Fooled Again' ist vielleicht sogar das beste Rockstück aller Zeiten, wenn da nicht LED ZEPPELINS 'Stairway To Heaven' wäre. Wie Townshend den damals neu aufkommenden Synthesizer über ein Arpeggio-Modul mit seinen schroffen Guitarren-Akkorden kombiniert, kann als Sternstunde des Rock angesehen werden. Mozarts 'Kleine Nachtmusik' hat ähnlichen Status im Klassikbereich. Ein Evergreen.

'Who's Next' ist unwiederholbar.

jojim
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