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Kundenrezensionen

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HALL OF FAMEam 27. Juni 2003
Vorbei die leidigen Auseinandersetzungen, wer nun die beste Brit-Pop-Band ist. Oasis haben sich mit ihrem Proll/Rockleben abgefunden und kopieren sich weitestgehend selbst. Doch Blur entwickeln sich weiter und sind mit jedem neuen Album für mindestens eine positive Überraschung gut. So auch hier. Offensichtlich beeinflusst von den solistischen Ausflügen von Sänger und Kopf der Band Damon Albarn (Gorillaz bzw. nach Mali) lassen sie das Rockertum meist links liegen - womit auch der Abgang von Gitarrist Graham Coxon keine Lücke hinterläßt. Zwar hört man noch exzessive Gitarren wie in dem kurzen/kranken Orient-Rocker "We've Got A File On You" oder glasklare harmonische Gitarrenlinien wie bei "Good Song", doch ansonsten dominieren meist elektronische Einflüsse.
Bestes Beispiel dafür ist das reduzierte "Out Of Time" mit seinem wunderbaren Gesang, einem soliden Bass sowie einer dezenten akustischen Gitarre. Ein wenig mehr in die Beine mit einem fetten Beat geht "Brothers And Sisters", bei dem man den Einfluss von Norman Cook alias Fatboy Slim als einer der Produzenten dieses Albums bemerkt. Dub-Anleihen veredeln wiederum "On The Way To The Club" und Albarns Erlebnisse mit afrikanischer Musik werden in "Moroccan Peoples Revolutionary Bowls Club" wüst verarbeitet. Mit diesem Album sind Blur zweifelsfrei wieder die Speerspitze britischer Rockmusik, wobei ich mich mit dieser Einordnung unter dieses Genre etwas schwer tue. Anders gesagt: ein sehr gutes, aber nicht einfaches Album, das mit jedem Hören wächst.
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am 8. September 2003
Eine ganze Weile musste man warten, um endlich mal wieder etwas von den arroganten Schnöseln, um Sänger Damon Albarn zu hören. Und was soll man sagen: auch ohne Gitarristen machen Blur alles richtig. Denn anstatt irgendeinen Ersatzschrammler von der Straße zu holen, wird Dreisterweise einfach aus der Not eine Tugend gemacht.
Nun denn. Erstmal alle gängigen Konventionen über Bord werfen, um im alten Kahn endlich wieder genug Platz für Experimente zu haben. Schon der Opener mit seinem eigenwilligen, elektronischen Beat und den verstörenden Sample-Spielereien zeigt, dass Blur schon längst nichts mehr im Sammeltopf BritPop verloren haben. Die minimalistische, akustisch arrangierte Single "Out Of Time", zerstreut auch schnell Befürchtungen, Blur könnten verlernt haben schöne Songs zu schreiben. "Crazy Beat" zeigt dagegen mit schmissigem Riff und einer Extraportion Drive, etwas plakativ, dass man jederzeit imstande ist einen weiteren Tanzflächenkracher á la "Song 2" aus dem Ärmel zu schütten. Auffällig: Bis auf besagte Nummer ist hier für die formatorientierte Singlelandschaft eigentlich kaum etwas Brauchbares dabei. Allein die erste Auskopplung erfordert eher ein langsames Herantasten, als dass sich irgendeine poppige Melodie festsetzt. Ähnlich kommt auch das restliche Album daher. Mal mit schrägem Synthie-Groove ("On The Way To The Club"), kruder Schrummelgitarre ("We've Got A File On You") oder einfach komplett zertrümmerter Songstruktur ("Jets"). Aussetzer gibt es keine. Jeder Song ist vollkommen eigen, teils konträr zu seinen Artgenossen, und definitiv nicht mehr aus dem Gesamtkonzept herauszulösen.
Wenn Blur mit diesem Album einen Befreiungsschlag und eine klare Abgrenzung zu ihren britischen Kollegen vollziehen wollten, ist ihnen das definitiv gelungen. Alte Fans sollten jedoch lieber noch mal reinhören - genau wie alle bisherigen Skeptiker.
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am 8. Juni 2003
Als eigentlicher Blur-Fan war ich natürlich erst skeptisch, ob das neue Album ohne Graham Coxon auch wieder den perfekten Blur-Stil erreichen würde. Und das tut es irgendwie nicht ganz, was aber auch nicht schlimm ist. Irgendwie ist es bei blur meiner Meinung nach immer ähnlich: Es gibt einige absolute spitzen Lieder und dann noch so zum Ausruhen einige andere, aber jetzt etwas andere Lieder, die man nur so nebenbeilaufen lässt. -Das gefällt mir. Das neue Album ist jedenfalls abwechslungsreich genug, obwohl es mir schon fast zu experimentell und teilweise ungroovy, also nicht ganz so fetzig ist. Trotzdem gefallen irgendwie besonders die ruhigen schönen Lieder wie "Caravan" oder "Out of Time". Tja, ein gutes Album, aber für mich persönlich trotzdem nicht 100% blur.
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am 19. Mai 2003
Was war nach " 13 " und der Scheibe der " Gorillaz " denn nun zu erwarten, von der mittlerweile zu einem Trio geschrumpften Truppe ?? Eine Mischung aus beiden? Nicht ganz, aber fast! Auf jeden Fall Spannung bis zum letzten Akkord, feine Melodien, eher seicht, mit lässigem Beat und manchmal ein wenig schräg, doch nie so, dass man es nicht ertragen könnte.
Der Opener weißt einem gleich in die Richtung, die auf der Scheibe eingeschlagen wird. Die Stimme von Damon ist oftmals traurig schön und passt sich der Musik wohlig an, ohne langweilig zu werden.
Mit Brit Pop hat das alles rein gar nichts mehr zu tun, wer das erwartet hatte, wird bitterlich enttäuscht. Wer aber die Entwicklung der Band aufmerksam verfolgt hat, kommt bei diesem Album ganz auf seine Kosten. Es ist müßig auf die einzelnen Tracks einzugehen, das sollte jeder für sich entscheiden. Das Gesamtkonzept des Albums ist stimmig und überraschend zu gleich.
Ich kann es nur jedem, der nicht nach einem " Sommeralbum " sucht, wärmstens ans Herz legen...
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am 2. Juni 2003
Als ich die Scheibe zum ersten Mal durchhörte war ich regelrecht geschockt, ich befand die CD nur als allerhöchstens mittelmäßig und konnte Blur auch wirklich nur wegen Damon Albarns Stimme wiedererkennen. Zunächst blieben mir nur Crazy beat und we've got a file on you im Kopf, weil diese vielleicht am typischsten für Blur sind, in Anbetracht ihrer früheren Werke. Nimmt man sich allerdings jedes einzelne Stück vor und hört es ein paar Mal gibt es kein zurück. Wer Spass am Experimentellen hat kann sich freuen, Think Tank ist einfach total abwechslungsreich und wird einfach nicht langweilig :)
Bei immer öfterem Hören wurde mir auch klar, dass der Sound gar nicht so bluruntypisch ist wie ich zu Anfang dachte. Überall gibt es Gitarren und Beats die sich eindeutig nach Blur anhören. Wirklich cool finde ich Gene by gene und wunderschön out of time... Diese CD ist voller Perlen, sie müssen nur erstmal als solche anerkannt werden.
Hier werden viele Geschmäcker bedient, es sollte also für jeden etwas dabei sein :)
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am 10. Mai 2003
Hier ist es also, das erste Werk von Blur seit 4 Jahren. Die Erwartungen vor dem Release waren natürlich sehr hoch, aber auch von viel Zweifel geprägt, ob Blur auch ohne ihren Gitaristen Graham Coxon ihr hohes musikalisches Niveau halten konnten...Sie konnten es, aber dazu gleich mehr.
Die Limited Edition von Think tank ähnelt äußerlich der Amnesiac von Radiohead, es gibt ein Hardcover-Booklet mit den Song-Lyrics und handgeschriebenen Notizen von Damon.
Das Album selber zeigt dann, dass Blur nicht von alledem verloren haben, was sie zu einer der einflussreichsten Bands der Neunziger gemacht hat. Eine nach wie vor unglaubliche Kreativität und Innovativität geht von dieser Band aus. Die Musik selber besteht einerseits aus den bereits von den Gorillaz bekannten Zutaten; eine Mischung aus Dub, Reggae, Funk und Blues verbinden sich mit afrikanischen Elementen aus Damons Mali Music, einem marrokanischen Touch, viel Elektronik und Damons sichtlich gereifte und ernstere Texte. Daraus entsteht moderne und anspuchsvolle Popmusik, wie es sie in diesem neuen Jahrtausend nur noch selten gibt. Hingegen vieler Erwartungen ist es kein Dance-Album im eigentlichen Sinne, wenn auch Stücke wie Brothers & Sisters oder Morrocan Peoples Revolutionary Bowls Club durchaus in einer Disko laufen könnten, in einer marrokanischen wohlgemerkt:)
Das Album beginnt mit dem wohl besten Blur Opener aller Zeiten Ambulance einer Mischung aus Blues, FUnk, Dub und Elektronik, es folgen die beiden Singles Out Of Time und Crazy Beat. Dann kommen zwei Songs, wo man die afrikansichen Einflüße wohl am meisten spürt. Brothers und Sister ist am meisten mit den Gorillaz zu vergleiche, eine Blues-Gitarre und die tyische verzerrte 2-D Stimme. Es folgen das entspannte Caravan, das 1-minütige rockige We've Got A File on You, das elektronische Stück Morrocan People... und der Sweet Song, der noch teilweise an 13 erinnert. Jets enntäuscht ob des Saxophon-Solos von Mike Smith am Ende. Gene By Gene (möglicherweise die dritte Single) ist mal ein Gute-Laune Song im Gegensatz zu insgesamt melancholischen Gesamtstimmung des Albums. Der Schluss bildet der einzige Song, der noch mit Graham Coxon ausgenommen wurde.
Dieses, an drei verschiedenen Orten aufgenommene Album (London, Marrakesch, Devon) bringt Blur musikalisch wieder ein gutes Stück voran, und während man es hört, vermißt man auch Graham nicht. Wodurch sich die Frage, ob Blur durch den Verlust von Garahm ihre Inspiration verloren haben, gar nicht stellt. Damon schreibt die Songs und gibt die Richtung vor, das war immer so und wird immer so bleiben. Und vielleicht war die Trennung auch notwendig, um die nächste Stufe musikalischer Genialität zu erreichen.
Das Album kann man laut Dave Rowntree mit Parkife vergleichen, und das ist auch gar nicht so unangebracht. Textlich wieder klar gegliedert und zugänglicher als 13, ist Think Tank eine Art erwachsenes Parklife voller schöner Melodien.
Das Blur-Universum hat sich wieder um einige Lichtjahre ausgedehnt.
PS: Auf der Limited Edition sind zusätzlich 4 Live-Videos als CD-Rom Tracks für den PC enthalten (Ambulance, Out Of Time, Crazy Beat und Good Song).
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TOP 500 REZENSENTam 12. November 2012
... na? ... natürlich nachgedacht, Kreativität gehegt und Innovationen ausgebrütet. Passt irgendwie zu Blur.

Auf ihrem bis dadto letzten Studioalbum beantworten Blur uns ein weiteres Mal die Frage, weshalb andere Bands der glorreichen Brit-Pop-Ära längst das Zeitliche gesegnet haben und sie noch lange nicht: Weil sie sich nie in eine bestimmte Schublade haben pressen lassen und ständig am Rad der Innovation drehen. Auf "Think Tank" ist der Zeiger hörbar auf Groove gestellt. Gitarrist Coxon, der nur noch auf dem Stück BATTERY IN YOUR LEGS zu hören ist, vermisst man zu keiner Sekunde. Auch ohne ihm gelingt es der Gruppe einen homogenen, nuancierten Sound aus elektronischen Klängen, jazzigen Rhythmen, einer Prise Weltmusik und fortschrittlichem Rock zu kreieren.

Wagemut beweisen die Musiker bei dem Stück BROTHERS AND SISTERS, warme, traditionelle Bluesstrukturen werden behutsam in gefühlskalten Funk übergeführt, während Sänger Damon in bilderreicher Sprache über den Drogenkonsum in unserer Welt philosophiert. Wie es klingt, wenn eine feinfühlige Popballade von einem marokkanischen Orchester intoniert wird, der Song OUT OF TIME verrät es uns. Ein larmoyanter Gesang, der auf ein tiefdröhnendes Saxophon trifft, ein Punkknaller, der klingt, als würde ein marokkanischer Schlangenbeschwörer Pogo tanzen... Blur überraschen den Zuhörer immer wieder aufs Neue.

"Pack den Tiger in den Tank" hieß es früher, wenn man gute Energie tanken wollte. Jetzt packen wir Blur in den Tank, um 49 Minuten und 15 Sekunden lang kreative Energie zu tanken.
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am 22. Mai 2003
Tja, da halte ich nun meine erste Blur CD in den Händen (als Oasis-Anhänger der ersten Stunde war dieser Griff nicht leicht aber er hat sich gelohnt:-) Ich weiss, viel sagen kann ich über die Band nicht aber über dieses Meisterwerk sehr wohl! Atmosphärisch, technisch verspielt und doch veträumt! Wunderbar, genau so sollte ein Album des neuen Jahrtausends klingen! Von dem ersten bis zum letzten Track bleibt man gespannt an der Anlage hängen und wenns vorbei ist, kann man nichts anderes tun als wieder die Play-Taste zu drücken! Ich liebe den Song "Jets" mit dem tragenden Gitarrenpart, der einen am liebsten eine E-Gitarre in die hand treiben wolle. Dazu amtosphärisches geklimper und geflüster-einfach wunderbar! Ein Song besser wie der andere, einer geheimnissvoller und voller Überraschungen. Das nenn ich gespanntes Musik hören. Ausser dem "Crazy Beat", der mir ein bisschen zu sehr aus der Reihe tanzt, ist kein Lied zu erwähnen, das negativ aufgefallen wär! Es ist vor allem auch gescheite Musik, nicht so billiges Soundsampleaneinanderreihung, wie das momentan so Mode ist! Für mich ein grosser Anwärter auf das Album des Jahres! Nein was sag ich, in nächster Zeit wird wohl keine Band im Stande sein, so ein Album zu veröffentlichen, der den Nagel und den Zeitgeist so auf den Kopf trifft wie Think Tank! Momentan verfliesse ich gerade zu dem bittersüssen Refrain von "On The Way To The Club" Einfach wunderbar!!!
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am 6. Mai 2003
Zutaten: Eine der grossen, ehemals richtig erfolgreichen Brit-Rock-Bands ("Blur"), gut abgehangen ; einen halben Anteil des kommerziell wie eine Bombe eingeschlagenen Progressiv-Pop-Comic-Nebenprojekts dieser Gruppe ("Gorillaz"); eine relaxte Aufnahmeatmosphäre in einem südlichen Staat ("Marokko")
Zubereitung: Man trenne die Band zunächst unspektakulär von ihrem langjährigen Gitarristen und Gründungsmitglied und mixe unter ständigem Rühren die Gorillaz-Anteile in das Songwriting. Beim ersten aufkochen unbedingt auf eine niedrige Stufe zurückschalten, dann das ganze in der relaxten, sonnigen und exotischen Atmosphäre von Marokko in einem Studio ein paar Wochen ziehen und seinen Geschmack entwickeln lassen. Anschliessend mit Kopfhörer geniessen.
So oder so ähnlich könnte das Rezept für Blurs erstes Werk seit knapp 5 Jahren, das mit Think Tank einen Titel trägt, der passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
Wie klingt die Platte, die von der Band mit Worten wie "unser bestes" oder wahlweise auch "musikalisch erwachsenstens" Album angekündigt wird, und mit der Blur uns ganz eindeutig ihre Fähigkeiten, Musik zu machen, beweisen wollen ? Die Antwort in simplifizierter Form: Es klingt als ob Blur zusammen mit den Gorillaz, Damon Albarns Nebenprojekt, eine relaxte Platte auf einem Kassettenrecorder aufgenommen, ein paar Beats hinzugefügt hätten und Graham Coxon nicht (im wahrsten Sinne des Wortes) mitspielen durfte. Das
Genre ? Ethno-Lo-Fi-Pop ? Verschrobener Minimal-Folk-Beat-Rock ? Wen interessiert das ? Blur scheren sich anno 2003 genausowenig um ihre stilistische Einordnung wie um die Homogenität oder Kommerzialität dieser erstaunlichen Platte.
Die richtigen Hits fehlen logischerweise, dafür gibt uns die Band hier lauter "versteckte" gute Songs: Sei es nun ein melodisch-schöner Track mit Saxophon-Dominanz ("Ambulance"), die warme und entspannte Single "Out of Time", das wirklich brilliante Songpaar "Good Song" und "Sweet Song" oder die beiden Punk-Songs, die "Song 2" beinahe parodieren ("Crazy Beat", das ein drei-Akkord Riff mit ebensolchen crazy Beats unterlegt und "We've got a File on You", eine knapp 1 minütige , je nach Sichtweise Reminiszenz oder Parodie von Mission Impossible- oder James Bond- Songs). Die neuen Stücke verströmen eine etwas entrückte Aura und Sympathie, wie man sie selten bei Musik empfindet.
Think Tank ist ein musikalisches Puzzlespiel, zusammengesetzt aus hunderten kleiner Ideen, die nach und nach ein Bild formen, dass ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Hier ein Beat, dort ein Saxophon, da ein Loop, eine zauberhafter Refrain, ein Punk-Riff, eine gezupfte exotische Gitarrenmelodie. Die Platte braucht nicht unbedingt viel Zeit, um geliebt zu werden, sie braucht nur Aufmerksamkeit, den Blick hinter das Sicht- und Hörbare durch den Zuhörer.
Ob das hier wirklich das beste Blur Abum ist, kann letztendlich nur die Zeit klären. Es ist auf jeden Fall das spannendste, relaxte und gleichzeitig musikalisch anspruchsvollste. Spitzenplatte.
Highlights: Out of Time / Good Song & Sweet Song / Crazy Beat / Battery in your Leg
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am 20. Mai 2003
Blur haben es geschafft, aus einer Zitatsammlung verschiedener Stile etwas vollkommen anderes, eigenes zu schaffen. Manches erinnert noch an Songs der beiden letzten Blur-Alben ("Blur und "13", das selber schon Referenzen aus den Siebzigern bemühte) anderes an das Gorillaz-Projekt oder Damon Albarns Solo-CD. Auf Balladen in bester Blur-Manier ("Out of Time") folgen "Song 2"-ähnliche Kracher wie "Crazy Beat". Manchmal hört man einen Bass, den auch Jah Wobble gespielt haben könnte, an anderer Stelle ertönt ein Saxophon, das 'mal nach "Lounge-Jazz" 'mal nach BeBop klingt. Ethno-Klänge, Reggae, Country(?), Disco, Elektro - alles vertreten. Brit-Pop ist das alles natürlich schon lange nicht mehr, effektheischerischer Eklektizismus aber auch nicht. Blur sind da angekommen, wo andere Bands, denen man früher das (oft dämliche) Brit-Pop-Etikett anhängte vielleicht gerne hinkommen würden. Ich habe den Eindruck, das sie sich selbst manchmal nicht mehr ganz so ernst nehmen. Das Zuhören mach auf jeden Fall jede Menge Spaß.
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