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Kundenrezensionen

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am 31. März 2007
Enoch zu Guttenberg sagt in Interview zur Aufnahme,dass er die Affinität zum Evangelium über die Musik stelle.Eine Matthäus-Passion als Gottesdienst.Eine tiefe emotionale Ausdeutung des Textes und der diesen Text ausdeutenden Musik.Könnet ihr nicht eine Stunde bei mir wachen, ruft Jesus verzweifelt zu seinen Jüngern. Guttenberg spielt diese Verzweiflung deutlich aus. Klaus Mertens als Sänger des Jesus folgt der Intention des Dirigenten mit der riesigen Erfahrung, die er als Bach-Sänger gemacht hat. Ich finde zwar die Interpretation von Fischer-Dieskau noch intensiver, aber die pathetische Deutung von Richter missfällt. Guttenberg deutet die Passion zwar auch, aber eher im Sinne eines Humanismus- hier stirbt ein Mensch- und nicht als Weihespiel.Die Umsetzung dieses Konzept gelingt Guttenberg sehr gut. Er hat insgesamt sehr gute Solisten, niemand ist besonders hervorzuheben. Sie sind durch die Bank weg gut.Die Sopranistin und die Altistin unterscheiden sich deutlich in der Klangfarbe, sehr ansprechend für ihr Duett, So ist mein Jesus nun gefangen.Die Chorgemeinschaft Neubeuern ist seit Jahrzehnten der Chor des Freiherrn. So grosse Chöre sind heute eher weniger attraktiv. In kleinerer Besetzung höre ich die Matthäus-Passion lieber, aber die emotionale Wucht des Chores überzeugt, Sind Blitze und Donnern in Wolken verschwunden, das ist schon gewaltig. Musikalisch ist diese Aufnahme bewegt, schon der Eingangschor kommt sehr bewegt daher, man versteht die Kritik aus Leipzig, "französischer Schaum" wurde Bach vorgeworfen, so tänzerisch wie die Einleitung klingt. Falsches Pathos kommt nicht auf."Gebt mit meinen Jesu wieder" im Eilt-Tempo, doch sehr pointiert und emotional.Guttenberg sagt im Interview, die Matthäus-Passion sei etwas ungeheuer Emotionales, das Leiden zum Tode, der leidende Menschensohn. Dieses Konzept setzt Guttenberg perfekt um. Bewegend. ( mein DVD-Spieler spielt diese DVD nicht ohne Schwierigkeiten ab,mehrfach kleine Aussetzer; da ich nicht überprüfen konnte,ob es an der DVD liegt, kein Punktabzug)
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am 16. Januar 2004
Nachdem Farao mit Zubin Mehta und der Bayrischen Staatsoper ("Die Walküre") eine fulminante und auch dem Namen nach hochkarätig besetzte DVD-Audio als Erstling herausgebracht hat, mag die Wahl von Enoch zu Guttenberg und dem "Orchester der KlangVerwaltung" ein wenig provinziell anmuten (nein, das Orchester ist trotz des seltsam anmutenden Namen kein lahmer Beamtenklangkörper). Trotzdem lohnt die ungewöhnliche Betrachtungsweise des Dirigenten einen Blick auf die Einspielung. Enoch zu Guttenberg diskutiert im Booklet selbst den Vorwurf, er sei ein religiöser Sektierer und Romantiker. Daß er beides nicht explizit abstreitet, mag verwundern, aber seine Sicht auf Bach und die Interpretation sind dennoch nicht uninteressant - insofern kann man auch die Plattenfirma nur eindringlich dafür loben, daß sie neben der Passion auch ein längeres Interview mit dem Dirigenten inkl. div. Musikbeispielen auf die DVDs gepackt hat.
Mit der Interpretation werde ich trotzdem nicht so recht glücklich. Gleich die ersten Takte des Eingangschores ("Kommt Ihr Töchter helft mir klagen") zeigen die Stoßrichtung deutlich: ein übermäßig beschwingter, sehr schneller und zackiger Bach ist hier zu hören, jegliches Legato und "Geschmiere" verbannt, aber auch jegliche ruhig-meditativen Ansätze. Überhaupt ist die Tempiwahl ungewöhnlich: Insbesondere einige Choräle und Arien werden nur so heruntergehetzt, daß selbst einige Protagonisten kaum hinterherkommen, während die Evangelistenszenen langsam und breitgelatscht daherkommen - in meinen Augen nicht sehr gelungen. Besonders schief geht das im Eingangs- und Finalchor ("Oh Mensch bewein Dein Sünde nicht") des ersten Teiles und im Duett/Chor ("So ist mein Jesus nun gefangen"), während im zweiten Teil die extremen Tempi ein wenig zurückgenommen werden, insbesondere im gemischten Rezitativ ("Nun ist der Herr zur Ruh gebracht") findet man zu einer langsam-leisen Interpretation zurück, die auch anderen Teilen besser zu Gesicht gestanden hätten.
Großen Wert legt der Dirigent darauf, den 5mal vorhandenen Choral ("O Haupt voll Blut und Wunden" etc.) immer sehr eigenständig und texbezogen zu interpretieren - ein guter Ansatz, der allerdings etwas übertrieben wird. Überhaupt wirkt der Chor, die Chorgemeinschaft Neubeuern, sehr diszpliniert, aber irgendwie "antrainiert" und nicht locker, an einigen Stellen fehlt es einfach an Stimmmaterial, während die Textverständlichkeit durchweg zu gefallen vermag.
Die Solisten sind wirklich hochkarätig und auch mit Bedacht besetzt. Insbesondere Marcus Ullmann weiß als Evangelist zu gefallen, der mühelos und ohne Übergang in die hohen Register zu gleiten vermag, dabei niemals stemmt, den Text sehr überzeugend und deutlich deklamiert (was vermutlich zum Vorwurf des "Romantisierenden" beiträgt). Die beiden Baßpartien besetzt Guttenberg nicht mit typischen tiefen Bässen, was insbesondere dem Jesus sehr zugutekommt, H.C. Begemann als Arienbaß läßt manchmal ein bißchen sonore Tiefe vermissen. Die Frauenstimmen fallen positiv durch ihre jugendliche Natürlichkeit und das Fehlen jeglicher Unsitten wie Pressen und übertriebenem Vibrato auf, zeigen eine im Vergleich zu den Männern aber eher emotional zurückhaltendere Interpretation.
Wie im Erstling ist es Farao auch diesmal gelungen, eine beeindruckende, zugleich aber sehr musikdienliche Aufnahmetechnik in 5.1 zu erreichen. Die Textverständlichkeit und Durchhörbarkeit ist superb, der Aufnahmeraum trotzdem gut zu hören. Enttäuscht wird allerdings sein, wer bei der Konstellation der Matthäuspassion mit den 2 Chören eine experimentelle Abmischung (z.B. mit Chören links/rechts/hinter dem Hörer) erwartet - hier geht es sehr traditionell zu, in Form einer Frontalaufführung (nur Judas steht in einigen Szenen buchstäblich abseits). Wie bei Farao üblich kann man den 5.1 als unkomprimierte DVD-Audio-Spur (nur auf ebensolchen Playern) sowie als dts auf einem normalen Player hören, den Stereomix der CD gibt es als Bonus obendrein.
Mit einem Gesamturteil tue ich mich schwer, vor allem weil die Interpretation so sehr gewöhnungsbedürftig ist. Angesichts der vokalen und aufnahmetechnischen Bestleistungen gebe ich hier trotzdem 4 Sterne, verbunden mit der Einschränkung, daß die Aufnahme sicher nicht jedem gefallen wird.
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am 17. April 2012
aufnahme war genausogut wie im Original am 6.4.2012 in der Philharmonie im Gasteig mit Enoch zu guttenberg gehört und gesehen. Ich kann die CDs nur weiterempfehlen!
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am 19. April 2003
Hier liegt eine mehr als hörenswerte neue Einspielung von Bachs Mathäuspassion vor, erschienen bei Farao. Das Werk klingt herzerfrischend neu, die Musik ist von wunderbarer Transparenz mit völlig neuen und überraschenden Klangfarben.
Die hervorragenden Solisten, allen voran Anna Korondi, Hans Christoph Begemann und Marcus Ullmann, werden begleitet vom Orchester der "Klangverwaltung", dem Tölzer Knabenchor und der geradezu sensationell guten, frischen und lebendigen Chorgemeinschaft Neubeuern, alles unter der Gesamtleitung von Enoch zu Guttenberg.
Als "Zugabe" zu den drei CD's gibts eine vierte, auf der Enoch zu Guttenberg über sein Verständnis der Mathäuspassion spricht.
Fazit: Note 1, absolut empfehlenwert für jeden Freund klassischer Musik und speziell der Kompositionen J. S. Bachs.
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am 13. Mai 2003
Weitab von der "traditionellen" Aufführungspraxis der Matthäuspassion begibt sich Enoch zu Guttenberg mit dieser Neueinspielung. Entgegen den Standards von Harnoncourt & Co. entwickelt die Interpretation in jedem Choral, jeder Arie und jedem Rezitativ bestimmte Emotionen, die auch dem musikalischen Laien unmittelbar zugänglich sind.
An Transparenz und Leichtheit war dem Ensemble offenbar ebenso gelegen, denn diese Matthäuspassion ist alles andere als ein "schwerer Brocken".
Sehr empfehlenswert ist auch der Vortrag "Enoch zu Guttenberg spricht über sein Verständnis der Matthäuspassion" - Einblicke in die Arbeit der Interpreten erhält man nur selten in dieser Form.
Fazit: Höchst geeignet für Einsteiger, aber auch für Versierte eine Bereicherung - nicht zuletzt auch wegen der DVD-Klang-Qualität!
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