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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
62
4,5 von 5 Sternen
The Razor's Edge (Special Edition Digipack)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 8. September 2013
Zu Beginn der 1990iger wollten es AC/DC nocheinmal wissen: mit einem bärenstarken Album spielten sich AC/DC zurück ins kollektive Bewusstsein der Musikwelt. Denn Mitte der 1980iger fristete der handgemachte Hard Rock der Band dort eher ein Randdasein. Trotz unscheinbar wirkender Veränderungen innerhalb ihrer Musik zu Beginn der 80iger, blieben AC/DC ihrem Konzept und ihrer Vorstellung von Rock N'Roll stets treu. Die gediegenen Vorgängeralben kamen bei den Fans aber trotz des ein- oder anderen Verkaufserfolges anscheinend nur überwiegend mäßig an. Mit "The Razors Edge" pfiffen AC/DC nocheinmal zum Sturm auf den Rock N'Roll-Thron.

Brian Johnson klingt, als ob er vor Aufnahme des Albums Rasierklingen gegurgelt hätte, die Gitarren tönen, als ob deren Griffbretter brennen würden, der swingende E-Bass tänzelt wie Cassius Clay in seiner besten Zeit, und Chris Slades kraftvolles Drumming beackert das Trommelfell wie Artilleriefeuer. So angriffslustig und ausgehungert waren AC/DC auf Platte seinerzeit lange nicht mehr. Dabei brachten sie nicht nur eine unbändige Spielfreude und einen tollen Sound, sondern auch einige packende Kompositionen mit. Besonders harte AC/DC-Rock N'Roller wie "Thunderstruck", das ultra-brachiale "Fire Your Guns", das flotte "Rock Your Heart Out", und das coole "Shot Of Love", zeugen davon das AC/DC wieder mehr Feuer unter dem Hintern hatten, und dementsprechend heißhungrig waren. Speziell "Thunderstruck" ist ein Opener wie man ihn wohl erst schreiben musste. Die Nummer leitet ein Donnerwetter ein, das einem das Trommelfell klingelt.

Wie man da über eine angeblich schlechte Produktion jammern kann, ist mir offen gestanden ein Rätsel. Natürlich kann man den Sound von 1990 nicht ganz mit dem von 1977 vergleichen, so räudig und organisch ist "The Razors Edge" nicht, knallt aber eigentlich ziemlich rein. Produziert von Bruce Fairbairn (Aerosmith, Bon Jovi) kann man dem Album durchaus attestieren, dass es sehr sauber produziert wurde. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass sich AC/DC dabei sonderlich haben zähmen lassen. Nicht nur der Gesamtsound ist ziemlich kräftig und wuchtig, sondern speziell die Gitarrenriffs kommen ziemlich fett rüber. Als ob man einen auf die Glocke gehauen kriegt. Als ich Mitte der 1990iger zum ersten Mal auf "The Razors Edge" gestoßen bin, war ich begeistert, wie heavy das Album ist. Mich haben AC/DC schon allein in puncto Härte sehr viel mehr begeistert als Manowar. Das mag jetzt natürlich nur der Eindruck eines Würmlings sein, aber den habe ich mir bis heute irgendwie ein wenig erhalten.

Bei etwas ruhigeren und bluesigeren Titeln kommt die Wucht allerdings nicht ganz so heftig rüber. Solcherlei Songs tummeln sich auf Razors Edge doch auch einige. Bluesige, aber lustige Titel, wie z.B. "Mistress For Christmas" oder "Got You By The Balls" entsprechen dafür allerdings dem Gute Laune-Rock der Band für den sie immer gestanden haben. Mag sein, dass man unter jenen Songs die viel erwähnten Filler sehen kann, ich möchte eine solche Ansicht nicht teilen. Ich kann mir das Album sehr gut an einem Stück anhören, und habe meinen Spaß dabei. Meines Erachtens gibt es bei AC/DC einfach ein gewisses Niveau, dass nie unterschritten wird, und "The Razors Edge" bewegt sich insgesamt auf einem sehr hohen AC/DC-Level. Lyrisch könnte man allerdings den Mantel des Schweigens darüber breiten; wie für AC/DC üblich, geht es reichlich anzüglich und schlüpfrig zu. Die Songtitel sprechen im Grunde für sich selbst.

Als besonders tolle AC/DC-Nummern möchte ich noch gerne den etwas geheimnisumwobenen und sinistren Titelsong, das schelmische "If You Dare", und das flotte, blues-rockige "Moneytalks" erwähnen, die davon zeugen, dass AC/DC innerhalb ihres Stiles gelungen manöverieren, und mit "Are You Ready" und eben "Moneytalks" auch zeitgemäße Hits zu ihren Bedingungen abliefern konnten.

In jener Zeit sind AC/DC natürlich längst im MTV Zeitalter angekommen. Die Videoclips halfen dabei, das Album in die höchsten Platinriegen zu katapultieren. Mit "The Razors Edge" konnten AC/DC wieder an die ganz großen Erfolge zu Beginn der 1980iger anknüpfen und ihren Status untermauen. Man entdeckte die Band gewissermaßen als Bastion des ehrlichen Rock N'Rolls wieder. Aber gleichwohl ist "The Razors Edge" nicht die Antithese ihrer Alben der 1980iger. Der Unterschied besteht in den ganz großen Hits wie eben "Thunderstruck" oder "Moneytalks", und der tollen Produktion, die AC/DC für die Welt der Rockmusik neu aufbereitete. Für eine Verkommerzalisierung in ihrer Musik konnte ich auf den Platten allerdings noch nie einen Hinweis entdecken. Weder hier noch sonstwo. "The Razors Edge" hievte die Band gelungen und frisch in ihre dritte Dekade.
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am 23. Februar 2006
Wenn es ein "kommerzielles" AC/DC-Album gibt, dann dieses. Das liegt zum einen an den mitsingtauglichen Songs ("Thunderstruck"), eingängigen Melodien ("Moneytalks", "Goodbye&Good...") und dem aalglatten 1990er-Sound. Das Album deswegen als Fehlschlag abzukanzeln, wäre aber falsch. "Thunderstruck" ist kein 08/15 AC/DC-Song à la "Flick of the switch" (deswegen kein schlechtes Album !) und mit dem metallischen, leider unterbewerteten Titelstück sowie dem Stampfer "Are you ready" sind noch zwei weitere Highlights drauf. "If you dare" ist für AC/DC geradezu innovativ.
Es ist sicher nicht die beste Aussie-Scheibe. Ich würde sogar sagen, dass es sich hier ähnlich wie bei Metallicas Black Album verhält: Die Platte ist weniger was für alte Fans, als viel mehr auch mainstream-geeignet und passt auch da in's Regal, wo eher seichtere Sachen stehen.
Nichtsdestotrotz: Das Album hat keine Tiefschläge. Und rockt alle mal besser als die trockene Rubin-Produktion "Ballbreaker" oder das gähnende "Stiff upper lip". Die Platte zeigt auch, dass Phil Rudd am Schlagzeug zwar Urgestein und Nummer 1, aber sicher kein Muß ist.
Wegen fehlender Rauheit gibt es nur vier Sterne, allerdings mit deutlichem Minus.
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am 22. Februar 2016
AC/DC hat als Gruppe schon sehr viel durchgemacht. Man verlor 1979 den Sänger, was für die meisten Gruppen das Ende bedeutet, war bei AC/DC nicht so. Sie stiegen mit Back in Black und einem neuen Sänger wie ein Phönix aus der Asche. Genauso bei diesem Album. Der Stamm-Drummer Phil Rudd fiel aus, und das ganze Album wurde mit Chris Slade an den Drums eingespielt. Chris Slade löste diese schwere Aufgabe mit Bravour. Sein Spiel wirkt härter, etwas aggressiver und um einen Deut schneller. Bitte, das ist nichts gegen Phil Rudd, aber bei diesem fetzigen Album hat es einfach gepasst. Auch in den Charts war The Razors Edge ein voller Abräumer. Platz 2 in der Schweiz und in den US Charts. In Amerika konnte sich das Album unglaubliche 1,5 Jahre halten. In ihrer Heimat wurde es Platz 3. In den UK Charts und Deutschland wurde es ein 4. Platz, wobei auch die Verweildauer von 76 Wochen in Deutschland mehr als beachtenswert ist. In Österreich gab es immerhin noch einen 11.Platz. 3 Singles wurden ausgekoppelt. Thunderstruck, wer kennt nicht diesen sensationellen, ehrlichen, harten und sehr schnellen Gitarrenriff am Anfang. Wenn man bedenkt das dies 16 Jahre nach Ihrem Debüt bereits das 11. Studioalbum war, mag es positiv erstaunen was AC/DC da noch hervorzaubert. Diese Nummer ist eine absolute Kultnummer im unerschöpflichen Repertoire der Australier. Auch die nächste Auskoppelung , Moneytalks, ist ein absolut fetziger schneller Song, angehaucht mit bluesigen Tönen, der für mich zum besten gehört, was AC/DC je veröffentlicht hat. Die 3.Auskoppellung Are You Ready steht dem um nichts nach. Mit Fire Your Guns geht's sogar noch schneller und brachialer. Für diese brutal fetzigen Songs bekommt man aber dann in Form von langsameren und bluesigeren Nummern wie Mistress For Christmas oder Got You By The Balls eine sehr interessante Abwechslung. Als Gesamtwerk für mich eines der drei besten AC/DC Alben ever. Zu Recht ein Klassiker, der 26 Jahre nach Erscheinen noch alles versprüht was AC/DC ausmacht.
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am 26. August 2017
Die letzten Jahre waren nicht einfach gewesen für AC/DC. Nach ihrem legendären Meisterwerk "Back in Black" wollte ihnen nur noch wenig gelingen. Auf allen 80'er Alben die nach ihrem schwarzen Album erschienen waren zusammengezählt weniger großartige Songs zu finden als auf jeder einzelnen ihrer Platten aus den 70'ern.

Dass vor der Veröffentlichung des mittelmäßigen "Flick of the Switch" mit Drummer Phil Rudd auch noch der unbezwingbare Groove der diese Band so unwiderstehlich machte von dannen zog, die unbeirrbaren Young Brüder konnte das nicht stoppen, aber gut tat es der immer mehr zur profanen Hardrock-Kapelle mutierenden Gruppe nicht. Als der unauffällige Rudd-Nachfolger Simon Wright seinen Drumhocker wieder räumte und der Meister Propper Lookalike Chris Slade seinen Platz einnahm hatten AC/DC hier und da Grund zu der Hoffnung gegeben dass es mit ihnen wieder aufwärts gehen könnte. Immerhin waren Nummern wie Who made Who oder Heatseaker zumindest achtbare, halbwegs memorable Songs. Aber seit einer gefühlten Ewigkeit war es AC/DC nicht mehr gelungen ein wirklich erfolgreiches Album einzutüten, den Nerv der Zeit zu treffen.

Die kommerzielle Talsohle die AC/DC in den mittleren 80'er durchschritten hatten, sie lag nach "The Razors Edge" hinter der Band.
Mehr noch;.nach diesem Album und den anschließenden Live Veröffentlichungen spielte die Qualität der noch folgenden - freilich immer seltener werdenden - Alben keine Rolle mehr. Nach diesem Album wurden AC/DC eine Legende, einer der wenigen Monolithen des Rock.

Der Eröffnungssong von "The Razors Edge", "Thunderstruck", eine stumpfe Stadion-Mitgröhlhymne die all die blöden Klischees über diese Band zu bestätigen schien, ein Hit der all die Raffinesse und den cleveren Witz früherer Großtaten vermissen lässt, ausgerechnet diese grundstumpfe Nummer also war es die die Australier in den Olymp der unsterblichen Götter des Rock katapultierte. Halleluja.

Und dann ist da noch das Soundproblem; die klinische Produktion der Scheibe, sie zieht das allgemeine Niveau hier zwei Klassen runter. Wüsste man nicht dass Produzent Bruce Fairbairn die öden Bon Jovi betreut hatte bevor er AC/DC die Kanten abschliff, man könnte aufgrund des leblosen Klanges fast von alleine drauf kommen.

Chris Slade, der hier erst,- und (Gott, oder in diesem Fall wohl eher Satan, sei es gedankt) letztmalig eine Studio-LP AC/DCs kaputttrommeln durfte ist ein weiterer Mühlstein um den Hals dieser Platte. Sicher, AC/DC waren mit Brian Johnson immer mehr Hardrock als Rock'n'Roll gewesen, aber ob man deshalb einen Schlagwerker ohne jedes Feeling hatte anheuern müssen? Jemandem dem das Roll im Rock'n'Roll offensichtlich wesensfremd war und ist? Mit Slade jedenfalls klangen AC/DC nie wie eine Einheit, mit ihm verloren AC/DC ihre Magie.

Einige respektable Hooks, Riffs und Melodien waren den Youngs für dieses Album eingefallen, sogar mehr als für jede andere ihrer Post-1980 LPs, das muss man anerkennen. Und sie bemühten sich hier, etwa mit dem düsteren Titeltrack, letztmalig darum nicht wie ihre eigene Parodie zu klingen.
Aber dennoch; in der Summe dominiert auch beim Songmaterial das Mittelmaß. Drei, vier gute Songs machen eben noch kein richtig gutes Album. Schon gar nicht wenn sie so steril präsentiert werden wie hier.

"The Razors Edge" war unzweifelhaft ein wichtiges Album für AC/DC, ein kommerzielles Comeback das ausgezeichnet in die Zeit passte in der es erschien. Und doch, anders als ihre Alben der 70'er, ist es heute kaum mehr goutierbar.

Von den musikalischen Meilensteinen AC/DCs ist "the Razors Edge" in wirklich jeder Hinsicht Lichtjahre entfernt. Wer es nicht glaubt möge diese Scheibe und anschließend "Powerage" oder "Let there be Rock" auflegen.
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TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 4. August 2007
Diese Scheibe war meine erste auf CD von AC/DC.

Man muss AC/DC halt mögen, ich will das jetzt nicht diskutieren. Aber "Thunderstruck", so kommerziell er für andere hier auch ist, war das Stück, was mich "Back In Black" brachte.

Diese Riffs sind einfach gigantisch. Das muss man auch erstmal können, dass durch den gesamten Song so aus- und vor allem durchzuhalten. Richtig laut über die Boxen kann ich da völlig in Trance verfallen - ein anderer rockt hier voll darauf ab.

Es ist richtig, dass Razor's Edge im Vergleich kommerziell ist - aber was ist das im Vergleich zur heutigen kommerziellen Musik? Genau - ein Klassiker! Weil?

Weil es AC/DC eben nur einmal gibt und nichts annähernd Vergleichbares da ran kommt.

Also - aus der 2-ten AC/DC-Ära für mich das 2-beste Album (nach der Back in Black natürlich) allerdings mit dem besten AC/DC-Song.

Klanglich ist die Scheibe echt topp - das Mastering passt wirklich gut.

Muss man nicht haben, wie eh und je - kann man aber ...
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am 19. November 2012
Dieses Album ist schon wegen seiner catchy mainstreamigen Produktion von Könner Bruce Fairbairn etwas besonderes, denn klingen AC/DC wieder etwas peppiger und zeitgemässer als auf den beiden Alben zuvor. Und die ersten 3 Songs sind auch allesamt klasse, zur Mitte hin sinkt dann die Qualität allerdings und geht gegen Ende sogar in recht biedere seichte Mittelmässigkeit über, wie man es auch schon zur Genüge von den voherigen Alben kennt. Für mich ist The Razors Edge nach Back in Black(1980) + For those about to Rock(1981), gemeinsam auf einer Stufe mit Flick of the Switch (1983) das drittbeste AC/DC-Album aus der Brian Johnson-Ära.

Der Übersong der dieses Album und auch AC/DC insgesamt zu diesem Zeitpunkt voll gepusht hat, war das Hammergeile innovative "Thunderstruck" mit seinem grandiosen Eröffnungsriff. Ein Song der seinesgleichen sucht, ohne den weder die Nachfolge-Single "Moneytalks" ein Erfolg geworden wäre, noch die 3 Single "Are you Ready" überhaupt erschienen wäre. Wer weiss, ob AC/DC nach den weniger erfolgreichen Vorgänger-Alben überhaupt weitergemacht hätten, wenn The Razors Edge weiterhin keinen grösseren Erfolg gehabt hätte. Irgendwie kommt es mir aber eh so vor als wenn AC/DC mit diesem Erfolg von The Razors Edge ihr musikalisches Lebensziel erreicht hätten, und man es mit der Megaerfolgreichen Single "Thunderstruck" nochmals allen gezeigt zu haben. Nach The Razors Edge kamen dann nur noch recht sporadisch neue AC/DC-Studio-Alben raus, erst alle 5 Jahre und zuletzt nach 8 Jahren Wartezeit, die allesamt recht uninspiriert und belanglos nicht mehr an die grossen Klassiker-Alben(inklusive The Razors Edge) anschliessen konnten(oder vielleicht auch wollten). Denn, finanziell auf Generationen hinweg abgesichert, konnten AC/DC(insbesondere Malcolm und Angus Young) jetzt endlich Ihren favorisierten (eher lahmen trockenen Blues-)Sound ausleben, egal ob kommerziell erfolgreich oder nicht. Da aber AC/DC spätestens seit The Razors Edge als eine über allen Dingen stehende Rock-Legende gelten, hat jedes neue AC/DC-Album enormen Erfolg, unabhängig von der Qualität des gebotenen musikalischen Materials. Und so dümpeln die Nachfolge-Alben Ballbreaker(hat zumindest noch ein paar anständige Riffs auf Lager), Stiff upper Lip(recht Bluesorientiert, ohne tatsächlich an alte High Voltage/Let there be Rock-Zeiten anschliessen zu können) und Black Ice(geht so, wird nach hinten raus aber recht belanglos) doch eher lahm und uninspiriert vor sich hin, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass eine Altherrenband nochmals ein paar Milliönchen Dollar dazu verdienen möchte, solange der geneigte Altfan die halbgaren Produkte kauft und sie sich sogar oft genug schön hören muss.

AC/DC werden von den Fans immer so als die Kumpelhafte Arbeiterfreundliche Band dargestellt, was sie früher bis Anfang der 80er vielleicht auch mal waren. Aber seither, weiss ich nicht warum AC/DC diesen guten Ruf immer noch inne haben, denn auf Benifiz-Konzerten für irgendwelche Katastrophen sind AC/DC nie aufgetreten(ich weiss, AC/DC wollten angeblich nicht diesen zweifelhaften Ruhm erhalten durch sowas bekannter zu werden und künstlich Eigen-Werbung betreiben zu müssen), und auch sonst engagieren sich AC/DC offiziell nirgendwo sozial aktiv(vielleicht Privat oder im geheimen). Die Konzertpreise sind alles andere als Fanfreundlich und auch sonst gibt es weder Autogrammstunden, noch andere Möglichkeiten der Fans um Ihren Idolen einmal (etwas) näher zu sein. Im Grunde genommen scheffeln AC/DC ihre Moneten genauso, wie es viele Andere auch tun, man ist hier inzwischen auf Augenhöhe mit den dem Kommerz verfallenen Kiss, denen ja schon seit Jahrzehnten der Ruf vorauseilt Geldgeile Opas zu sein. Aber auch AC/DC haben es nur auf dem Fan sein bestes abgesehen, nämlich sein Geld - da wird nicht mehr danach gefragt, ob sich sozial ärmere Schichten ein AC/DC-Konzert leisten können.
Ich wollte das einfach mal loswerden, weil ich keine Fanfreundlichkeit bei AC/DC erkennen kann.

Zu den Songs:
1: Über "Thunderstruck" braucht man keine Worte mehr zu verlieren - ein intelligenter Mega-Kracher mit einem grandiosen Riff und einem absolut brilliantem Refrain 5/5
2: Songs wie das brachiale, schnell und hart nach vorn rockende "Fire your Guns" würde ich mir viel öfter wünschen auf den letzten Alben - ein echter Hammer 5/5
3: "Moneytalks" wird zwar im schlepp von "Thunderstruck" als AC/DC-Highlight angesehen, trotzdem kommt er qualitativ nie an "Thunderstruck" heran, und ich bin auch der Meinung das der Song ohne "Thunderstruck" kein grosser Erfolg geworden wäre - eine nette AC/DC-Single 4/5
4: Der Titelsong ist ein recht schleppendes, atmosphärisch ungewohnt düsteres AC/DC-Stück 3/5
5: Das locker entspannte "Misstress for Christmas" bringt uns auf schelmische AC/DC-Art Weihnachten etwas näher - wäre auch durchaus eine akzeptable Weihnachts-Single geworden 4/5
6: Das seichte, arg mainstreamige catchy radiofreundliche "Rock your Heart out" ist ganz nett, kann aber nicht vollständig überzeugen, hat aber trotzdem einen guten flotten Drive 3/5
7: Die eingängige Single "Are you Ready" ist dann ein recht langsamer typischer AC/DC-Groover, aber auch recht bieder und gewöhnlich. Hat aber einen gediegenen Mitgröhl-Refrain 3/5
8: Das gemähchlich schleppende "Got you by the Balls" hat was - es ist zwar nicht der Hammer, aber irgendwie mag ich das Stück, wenn ich auch nicht erklären kann warum eigentlich 3/5
9: "Shot of Love" ist dann wieder so ein catchy flotter Boogie-Roller mir einer wunderbaren Hookline, wie Ihn nur AC/DC schreiben können - der letze Höhepunkt des Albums 5/5
10: Das plumpe "Lets make it" ist ein langsamer simpler Schunkelsong(fast schon Schlager), dessen penetranter Refrain leider sehr schnell nervt 2/5
11: "Goodbye an good Riddance to bad Luck" ist dann noch ein ganz solider AC/DC-typischer Midtempo-Rocker, aber beileibe nichts besonderes 3/5
12: Beim faden einfältigen bluesriffigen Rauschmeisser "If you Dare" kann mich allerdings so gar nichts überzeugen - hier nervt irgendwie der ganze Song - die Melodie, der Refrain alles recht penetrant nervig 1/5

Es fehlt dem Album, wie auch schon den Alben zuvor, an Geschwindigkeit. Das Album kommt einfach trotz hervorragender moderner radiofreundlicher Hochglanz Produktion über weite Strecken recht lahm daher. Es gibt zwar auch einige frische catchy Songs wie "Shot of love","Thunderstruck","Rock your Heart out" und "Fire our Guns", der Rest kommt aber doch eher behäbig rüber. Der Schlagzeugwechsel hin zu Chris Slade macht sich überaus positiv bemerkbar, spielt er doch sehr Banddienlich und trotzdem nicht zu plump und bieder und macht auch gerade live bei den alten Songs mal ein paar zusätzliche Trommelwirbel und ein paar interessantere Fills, die es früher gar nie zu hören gab - ich bin der Meinung, dass Chris Slade der beste Drummer für AC/DC war. Überhaupt kommt die gesamte Rhytmus-Sektion auf The Razors Edge relativ tight rüber und Sänger Brian Johnson kreischt sich wie eh und je recht angestrengt durch die Lieder.

Ich wollte eigentlich vorab 5 Sterne für das doch vielleicht massentauglichste AC/DC-Album vergeben(neben den grossen Back in Black und Highway to Hell), aber als ich mir dann meine eigenen Sternenvergaben für die einzelnen Songs so angesehen habe, dann sind leider doch nicht mehr als 4 Sterne drin, weil gerade nach hinten das Album noch deutlich runtergezogen wird und unter schwachen Songs leidet. Als Lp-Seite war die erste Seite, wie meist, schon ganz klar die Sahne-Seite an dem Album. Trotzdem kommt The Razors Edge auf jeden Fall frischer und nicht so bieder daher wie die noch lahmeren Vorgänger Blow up your Video(1988) und Fly on the Wall(1985). Letztlich ist The Razors Edge das letzte "grosse" AC/DC-Album, dass jeder halbwegs Rock-Interessierte in seinem Schrank stehen haben sollte, für Neueinsteiger eines der empfehlenswertesten Alben der Band, da es sehr melodiös ist, sofort ins Ohr geht, und recht leicht verdaulich ist.
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am 6. März 2009
Bei diesem Album aus dem Jahr 1990 wurden die Karten bei AC/DC neu gemischt. Drummer Simon Wright ging zu DIO und mit Chris Slade kam ein Drummer der Oberklasse. Ferner arbeitetn sie mit Producer Bruce Fairbain ( u.a Bon Jovi, Scorpions ) und Sound-Engineer Mike Fraser ( u.a Metallica, Aerosmith ), das 1. Mal zusammen.

Ich kann mich noch gut an das Jahr 1990 erinnern als ich zum 1. Mal "The Razors Edge", damals noch auf LP, hörte. Der Sound hat einen richtiggehend weggeblasen, aber das wichtigste ist, die 12 Songs sind der Hammer. Auf diesem Album gibt es keinen! aber auch wirklich keinen Ausfall. Angfangen mit "Thunderstruck" bis hin zu "If you dare", jeder Song hat das Zeug zum Klassiker.

Dieses Album bescherte AC/DC die besten Verkäufe seit dem Klasiker aus dem Jahr 1981 "For those about to Rock". Mit über 5 Mio. Verkäufe, nur allein in den USA.

Ich halte dieses Album für sehr wichtig, mit "The Razors Edge" im Gepäck konnten AC/DC zum 3. Mal das "Monster of Rock-Festival" headlinen.

Heute versuche ich das aktuelle Album "Black Ice", das ebenso erfolgreich ist, mit diesem Album zu vergleichen. Es ist schwer, beide Alben besitzen ihre Reize. 1990 war es DAS Album, 2008 ist "Black Ice" eine Bombe.

Für alle Rockfans, oder neu hinzugekommene AC/DC Fans ein MUSS.

Für mich gehört das Album in die Top 5 der AC/DC Alben

1. Let there be Rock ( 1977 )
2. Highway to Hell ( 1979 )
3. Back in Black ( 1980 )
4. The Razors Edge ( 1990 )
5. Black Ice ( 2008 )
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am 23. Dezember 2008
wäre dieses album auch noch gefloppt, wären sie erledigt gewesen. zu schwach waren die alben davor.

insofern wundert es nicht, dass sie einen produzenten auswählten, der berühmt war für seine mainstream-produktionen.

ja, das ist das "kommerz-album" von ac/dc. stört mich nicht. denn erstens habe ich nichts gegen kommerz, zweitens sind ac/dc sowieso stärker als jeder produzent und ihr bluesboogiehardrock sowieso gegen jeden übertriebenen kommerzialisierungsversuch immun, drittens stimmt hier einfach das wesentlichste, nämlich das songmaterial.

allein der auftakt - "thunderstruck", "fire your guns", "moneytalks" und "razor's edge" - zählt zu den faszinierendsten songstrec ken überhaupt auf einem rockalbum. "thunderstruck" ist außerdem einer der ganz großen klassiker der band geworden, so wie "hells bells", "highway to hell" oder "high voltage".

für mich ist das das stärkste album der zweiten phase der band (wobei ich "back in black" noch zur ersten zähle). so gut wurden sie nie wieder.
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am 26. Februar 2000
Mit 17 hörte ich 1974 zum ersten Mal AC/DC's Whole lotta Rosie" und nur selten in den vielen Jahren ließen sie derart die Post abgehen bis - Razors Edge! Es bleibt kaum Zeit zum Luft holen, so viel Tempo und Kraft stecken in diesem Album. Vielleicht fehlt ein wirklich herausragender Song, doch treiben Stücke wie "Thunderstruck","Fire your guns","Rock your heart out" oder "Are you ready" derart gnaden- und schnörkellos nach vorn, daß ich es bis heute für DAS AC/DC-Album halte, weil es keinen Hänger hat. Eine wirklich runde Sache und genau der richtige Sound (neben ZZ Top), um mit dem Cabrio bei schönem Wetter durch die Straßen zu cruisen!! Chris
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am 30. Juni 2012
Ein Song der sich mittlerweile in der AC/DC Setlist etabliert hat, und das auch zurecht. Ein würdiger Opener für The Razors Edge, allerdings hat die Klinge auch 2 Seiten. legt das Album mit Thunderstruck, Fire your Guns, Moneytalks richtig los wird das ganze gegen Ende dann doch ziemlich seicht. Vielleicht hätte man sich auf die "normale" Songanzahl beschränken sollen anstelle mit den letzten Songs dann doch verdammt glatte und lieblose Füller auf das Album zu klatschen.

Würde dem Album am Ende nicht die Luft ausgehen könnte man es sogar mit Back in Black oder sogar Highway to hell auf eine Stufe stellen. So reichts aber nur für 4 Sterne
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