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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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Jetzt ist es bald endlich so weit: Nach einer mehrjährigen Tourneepause touren AC/DC wieder quer durch die Welt und machen dabei auch Station in Österreich!
Natürlich ist es mir - wie vielen anderen auch - leider nicht gelungen noch Konzertkarten zu ergattern.
Also tröste ich mich irgendwie mit meiner Leidenschaft fürs CD-Sammeln und lege mir (In letzter Zeit recht häufig) nach und nach ein AC/DC-Album nach dem anderen zu (wobei ich einige Scheiben aus den 80ern weglasse...)

Und nachdem ich "Higway to Hell" und "Back in Black" bereits mehrere Male gehört und für gut und nicht mehr überbietbar befunden hatte, geschieht das Unglaubliche...
Ich lege mir "Powerage" zu und bin BEGEISTERT!!
Als Gesamtkonzept kann diese Scheibe kein anderes AC/DC-Album meiner Meinung nach übertrumpfen. "Powerage" ist ein durch und durch echtes, rauhes, "einfaches" Rock-Blues-Projekt, das von Anfang an authentisch, direkt und "echt" rüberkommt und das im Laufe des Albums den soliden, ins Ohr gehenden Rock-Rhythmen immer wieder einen draufsetzt und Glücksmomente parat hält... Meine persönlichen Favoriten wären da beispielsweise "Rock `n` Roll Damnation", "Down Payment Blues" (das sehr schön die oft vergessenen Blueswurzeln der Australorocker zum Vorschein bringt) sowie "Riff Raff" (bitte unbedingt auch die Live-Version auf "You've got Blood if you want it" anhören!!) und "Sin City"...

Natürlich könnten Kritiker sofort entgegenen, dass alle AC/DC-Platten gleich klingen und dass "Powerage" eigentlich nur ein weiterer Beweis für die Starrheit und Unbeweglichkeit der Band ist...
Ich sehe aber das Positive in dieser vermeintlichen "Starrheit" und meine, dass AC/DC gerade wegen ihrer Geradlinigkeit einer der obersten Plätze in der Rock `n` Roll-Geschichte gebührt!

"Powerage" ist - trotz anderer Größen wie "Highway to Hell" oder "Back in Black" - bislang mein Lieblingsalbum der Band. Und ich glaube, ich werd's mir jetzt dann bald gleich wieder anhören...

Klare 5 STERNE meinerseits!!
44 Kommentare| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Dezember 2012
Powerage gerecht zu bewerten ist ein schwieriges Unterfangen, weil sich die CD-Version deutlich von der deutschen Ur-LP-Version unterscheidet. Nicht nur, dass das schlagerhafte, mit typischem AC/DC-Sound intonierte "Cold Hearted Man" fehlt, was damit gerechtfertigt werden könnte, dass der Song nur ein Bonustrack war, der auch damals schon auf der internationalen Veröffentlichung in vielen Ländern fehlte - nein, es wurde auch noch die Songreihenfolge durcheinander gewürfelt, und als Krönung des Ganzen, wurden total andere Songmixe verwendet, bei denen plötzlich Chöre auftauchen an Stellen, wo vorher nie welche waren, und dass die Song-Enden(Down Payment Blues) anders auslaufen als gewohnt - es wurde dafür die damals internationale Version verwendet, die in Europa harausgebrachte war damals quasi ein überarbeiteter Remix der Songs, bei dem das Album aber in meinen Augen wesentlich dabei gewonnen hat. Dass bis heute nicht beide Versionen auf einer CD veröffentlicht wurden ist mir schleierhaft, ich kann so eine Politik nicht nachvollziehen, denn es verändert für die Europäer die die damalige LP-Version gewohnt waren den Charkter der Scheibe erheblich. Normalerweise wurden bei der Umstellung auf CD damals viele CDs mit zusätzlichen Tracks bestückt, bei Powerage war es genau anders herum - verstehen muss man nicht alle Entscheidungen der Chef-Etagen.

Ohne Frage ist Powerage das musikalischste Album der Band, es hat zwar keine grossen Hits zu bieten, es ist aber in sich ein Meisterwerk und Kleinod an Musikalität und Einfallsreichtum. Das alles verpackt in eine raue und lebendige Produktion ist Powerage ein sehr vielseitiges Album, dass viele verschiedene Stilrichtungen in sich beherbergt. Gerade weil Powerage die Gassenhauer ein wenig abgehen fristet es eher ein Mauerblümchendasein zwischen den grossen Scheiben Let there be Rock(1977) und Highway to Hell(1979) mit all Ihren Hits. Aber auch Powerage hat zu hauf seine melodischen Juwelen zu bieten, wie der sehr eingängige radiofreundliche mit Rasseln daherkommende "Rockn Roll Damnation", das bluesige monumentale "Down Payment Blues", das harte wuchtige "Sin City", das rabiate derbe "Riff Raff", das entspannte lässige ultracoole "Gone Shootin", den nach vorn drückenden RocknRoller "Up to my Neck in You" mit einem langen Solo-Mittelteil, das toughe "Gimme a Bullet", das energische flotte "Kicked in the Teeth" und nicht zuletzt das supermelodiöse "Whats next to the Moon" das im Refrain förmlich explodiert. Mit diesen 9 stilistisch sehr unterschiedlichen Songs haben AC/DC ein sehr abwechslungsreiches Album auf den Markt gebracht. Die Songstrukturen sind noch auf jeden Song einzeln individuell abgestimmt und nicht wie es ab Highway to Hell bis heute der Fall war immer der selbe Songaufbau nach Schema F - Einleitung, 1.Verse, Refrain, 2.Verse, Refrain, kurzes Solo, Refrain, Ende.
Powerage hat sehr viele musikalische Momente zu bieten und auch die Soli sind relativ lang geraten und sehr innovativ. Nicht umsonst ist es das Lieblingsalbum von Bandchef Malcolm Young - weniger eingängige Refrains und mehr musikalische Brillianz. Alleine wenn so einen anfangs unscheinbar daherkommenden Song wie "Whats next to the moon" betrachtet, der sich immer mehr und mehr zu einem wahren unvergesslichen Klangerlebnis steigert mit seinen filigran wirkenden, fast verletzlichen Versen, und dann seinem regelrecht explodierendem Refrain, in der die Sinnfrage gestellt wird, wie soll es ohne Dich weitergehen, mit einem wieder einmal spitzbübischen cleveren Text von Bon Scott - das ist nur ein sagenhaftes Beispiel des Albums. Es ist ohne Frage ein sehr feines Rockalbum, ohne Balladen oder sonstige Mainstreamanbiederungen. Leider ist Powerage meist nur Kennern und Insidern vorbehalten, weil sich die grossen Hits eben auf anderen Alben befinden, aber es gehört definitiv zu den besten und abwechslungsreichsten Alben, die AC/DC je geschaffen haben.

Powerage ist Jedermann zu empfehlen der gute Rockmusik hören möchte auf hohem Niveau und nicht unbedingt Radiohits dabei benötigt. Powerage hat fraglos 5 Sterne redlich verdient.
11 Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. November 2003
Das 1978 veröffentlichte AC/DC Album „Powerage" gehört mit zum Besten was die Australier jemals eingespielt haben. Songs wie „Rock `n` Roll Damnation", „Sin City", „Riff Raff" oder „Down Payment Blues" können beim gigantischen Repertoire dieser Legende schon mal ganz schnell in die zweite Reihe rutschen, wo sie allerdings nichts zu suchen haben. Meiner bescheidenen Meinung nach ist dieses Album sogar noch ein wenig besser als „Let There Be Rock" und gehört nicht nur in eine AC/DC-, sondern auch in jede gut sortierte Rock-Platten-Sammlung. Einziges Manko ist, dass das „bluesig-angehauchte" Stück „Cold Hearted Man", welches auf der australischen LP veröffentlicht wurde, nicht den Weg auf diese CD gefunden hat, aber bei so einer Super-Scheibe will ich da einfach mal drüber hinwegsehen.
FAZIT: Leider kann man nur 5 Sterne vergeben, dieses Album verdient viel mehr !!!
22 Kommentare| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. März 2011
1978 erschien der heißersehnte Nachfolger von AC/DCs unbestrittenen Meisterwerk *Let There Be Rock* unter dem Titel *Powerage*. Bon, Malcolm, Angus & Co. hätten aber genauso gut *Let There Be Rock Teil 2* auf das Plattencover schreiben können. Ohne sich selbst zu kopieren machen die Australier einfach da weiter, wo sie bei der letzten Studiosession aufgehört hatten.

Die Fülle an Hard-Rock-Juwelen springen einem sofort ins Ohr. Hart, laut und derbe. Man war noch weit entfernt von kommerziellen Sound der späteren Scheiben. Die Hard-Rock-Welt war noch in Ordnung und Songs wie z.B. *Rock'N'Roll Damnation*, *Riff Raff*, *Sin City*, *Whats Next To The Moon* und *Up to My Neck In You* gehören, genauso wie die Tracks des genialen Vorgängers, zu den besten Songs die AC/DC zu bieten hatten. Und das alles in gewohnt trockener Produktion der beiden Stammproducer Vanda und Young.

Man ist zwar gerade in der Musik immer schnell mit Wort wie Meisterwerk, Meilenstein oder Klassiker zur Hand, und man verwendet solche Begriff nahezu inflationär wenn eine Truppe halbwegs talentierter Musiker eine halbwegs vernünftige Scheibe auf den Markt werfen, aber gerade bei AC/DCs fünfter Scheibe (nach australischen Maßstäben gemessen) hätten durchaus alle drei Begriffe ihre berechtigte Verwendung, ABER nicht in dieser Fassung und in dieser Form.

Es fehlt leider etwas! Es fehlte leider etwas sehr entscheidendes, nämlich ein Song, den ich schmerzlich vermissen und deshalb lieber zu meiner uralten Vinyl-Fassung greife. Die CD-Version unterschlägt uns mittlerweile in wiederholten Auflage wieder den Song *Cold-Hearted Man*, der auf der Original-LP enthalten war. Es bleibt nur mal wieder eine Light-Version des Hard-Rock-Klassikers übrig.

FAZIT: abgespeckter Klassiker - 3,5 gerundete Punkte...
22 Kommentare| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. März 2003
Die Songs von "Powerage" sind nicht mehr so simpel wie die teilweise dennoch genialen Nummern auf "High Voltage" oder "Let There Be Rock". Dieses Album, das zu den unbekannteren der australischen "Monsters of Rock" gehört, ist tatsächlich eines der besten. Besonders hervorzuheben ist das wahnsinnige Riffmonster "Riff-Raff", AC/DC rockten nie infernalischer. Angus quält hier seine Gitarre, dass die einem schon Leid tut. "Riff-Raff" ist der Hammer und meiner Meinung nach außer "You Shook Me All Night Long" der beste AC/DC-Song aller Zeiten. Schon dieser Titel macht das Album hörenswert, aber mit "Rock'N'Roll Damnation", "Gimme A Bullet", "Sin City" sind weitere Juwelen auf der Platte zu finden. Der Sound ist hier einfach ungeschliffen und genial, aber nicht so rotzig wie auf "Let There Be Rock".
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am 29. März 2009
Meiner Meinung nach zeichnet sich "Powerage" vor allem durch die Spontanität seiner Songs aus, die recht abwechselungsreich und rotzfrech daherkommen.

Klassiker, wie "Rock'n'Roll Damnation, "Riff Raff" oder "Sin City" sprechen wohl für sich. Mein persönlicher Favorit auf diesem Album ist "Down Payment Blues", welches an coolness kaum zu überbieten ist.

Besonders schade finde ich jedoch, dass, wie auf der "Let There Be Rock", wiederum ein Titel fehlt, nämlich "Cold Hearted Man". Diesen Song mochte ich besonders gern. Dafür gibt es einen Punkt Abzug.

Ansonsten ein sehr solides Album; gehört in jede Hard-Rock- bzw. Metal-Sammlung.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Oktober 2015
Ich habe einmal gelesen das "Powerage" das Lieblingsalbum der Band sein soll, für mich vollkommen nachvollziehbar. "Powerage" ist definitiv das rockigste Album bis zu diesem Zeitpunkt, AC/DC hatten mit ihrem 4. Studioalbum ihren Stil gefunden den sie auch auf allen folgenden Alben konsequent durchzogen. Natürlich gibt es immer wieder leichte Ausschläge in andere Richtungen, dennoch zieht sich dieser einfache rockige Gitarrensound mit diesen ganz speziellen Blueseinflüssen wie ein roter Faden durch alle nachfolgenden Alben. Mit "Rock'n'Roll Damantion", "Riff Raff", "Sin City", "Up To My Neck" und "Kicked In The Teeth" sind richtig feine Rocker am Start, das macht richtig Spaß!
Aber auch alle anderen Songs sind beileibe keine Lückenfüller, "Down Payment Blues, "Gimme A Bullet, "What's Next To The Moon" und "Gone Shootin'" sind vom Allerfeinsten. Für mich bleibt es immer ein Rätsel das es außer "Sin City" kein weitere Song zu diesem Kult - oder Hitstatus gebracht hat.
Habe ich mich schön bei "Let There Be Rock" über die öffentliche Wahrnehmung gewundert, so gilt das nicht minder für "Powerage". Auch dieses Album reiht sich mühelos in die lange Liste von AC/DC- Klassikern ein, ich kann hier auch nach dem x-ten Durchlauf keinen einzigen Schwachpunkt erkennen. Für mich ist das Hardrock aus dem High-End-Bereich, viel besser kann man das eigentlich nicht machen - finde ich!

Mein Fazit: "Powerage" ist ein großartiges Album das keinerlei Schwächen offenbart. AC/DC präsentieren hier feinsten Hardrock und jede Menge Hochkaräter, die leider nicht so gewürdigt wurden wie sie es verdient hätten.
"Powerage" darf in keiner anständigen Sammlung fehlen - das wäre fast schon unanständig!

Meine Bewertung: 10 von 10 Punkten.
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am 10. März 2015
Das Album Powerage hatte 1978 ein kleines Handicap: Es kam zwischen " Let there be Rock" und " Highway to Hell ", (die Live-Scheibe lasse ich jetzt bewusst außen vor) auf dem Markt. Dieser Tatsache, und auch den ETWAS schwächeren Songs, (z.B. " Gone Shootin" gefällt mir auch heute noch nicht so richtig) geschuldet taten sich viele, u.a. auch ich, am Anfang etwas schwer mit dem Album. Das hat sich mittlerweile geändert und Powerage hat sich zu einem meiner Lieblings AC/DC Alben gemeistert. Wieso dann nur VIER Sterne ? Ganz einfach: Man hat es nicht geschafft, (trotz zweier Auflagen), den genialen Song " Cold Hearted Man" auf die CD`s zu pressen. Warum das so ist kann ich nicht sagen, es ist aber auf jeden Fall unverzeihbar ;-)
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am 17. Oktober 2011
Ich muss ehrlich zugeben das ich sie mir bein ersten Reinhören nicht wirklich gefallen hat , aber beim zweiten , dritten mal fand ich sie nur noch HAMMER , ganz besonders mag ich den Song Whats Next To The Moon.. dieser ist mir so ziehmlich als erster im Ohr haften geblieben. Es ist nur jammer schade das Cold Hearted Man nicht drauf ist , denn ich denke das dieser Song der Absolute Höhepunkt gewesen wäre. Die restlichen 8 Songs der Platte finde ich einfach Hammer . Gone Shootin= sehr Cool das Riff eher eifach gehalten aber trotzdem Cool. Riff Raff = Der Song mit der meisten Power auf diesem Album sehr wild und nicht zähmbar. Rock'n'Roll Damnation : geht sehr leicht ins Ohr und toll
Sin City = Powervoll aber kommt nicht an Riff Raff ran . Down Payment Blues ; Ruhig aber doch sehr gut..
Gimme A Bullet = Hammer Song , Ich mag das Riff sehr .. Kicked in The Teeth = sehr Powervoll und rockig wie es sich für AC/DC gehört und Up to my Neck in You = Tolle Bassline der Groove stimmt einfach..

FATZIT:
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am 25. April 2014
Nachdem ich 1990 mit AC/DC zum ersten Mal in Berührung kam - es waren die Songs Money Talks und Thunderstruck - war ich sofort begeistert von der Band. Damals war ich erst sieben Jahre alt.

Im Zimmer meines Bruders fand ich ein altes Kasetten-Tape, dass er wenige Wochen vorher von einer Schallplatte überspielt hat. Es stand mit Bleistift in krakeliger Handschrift "AC /DC - Powerage" drauf und es war mir klar, dass ich das sofort hören musste.

Das Album hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich werde hier nicht jeden Song einzeln sezieren, da AC/DC musikalisch zu selbstreferenziell beim Songwriting vorgehen. Aber die Höhepunkte dieses Albums kann ich nicht unerwähnt lassen.

Down Payment Blues zum Beispiel ist ein Song, den AC/DC nicht oft live spielen und der sicher nie im Radio laufen wird, da man dann den bekannteren Nummern wie You Shook Me All Night Long, Highway To Hell oder Thunderstruck den Vorzug gibt.

Ich finde, dass dieses Lied eine unglaubliche und dichte Spannung aufbaut und diese während der ganzen Spielzeit aufrecht erhalten kann. Das Riff halte ich für das beste, was die Young Brüder jemals aus ihren Ärmeln geschüttelt haben. Auf mich wirkt dieses Lied irgendwie hypnotisch und versprüht trotz seiner groovigen Lässigkeit ein Gefühl von flirrender Sommerhitze. Bon Scott erzählt eine Geschichte über Geldmangel und Ansprüchen, die man mangels Knete nicht erfüllen kann. Geld macht nicht glücklich, aber vieles leichter. Das Lied peitscht in atemberaubender Weise nach vorne, ist wütend, frech, zugleich düster und atmosphärisch dicht geflochten. Für mich der absolut beste AC/DC Song und absolut unverständlich, warum er nicht dauerhaft im Live Repertoire der Band gespielt wird.

Das recht poppige Rock N Roll Damnation halte ich ebenfalls für eine klasse Nummer, die sich trotz ihrer unwiderstehlichen Eingängigkeit nicht so abnutzt, wie etwa Highway To Hell. Knackig und kurz, im Hintergrund wird sogar im Takt geklatscht. Hat es bei AC/DC danach nie wieder gegeben. Dieses Lied atmet aus jeder Pore den Vibe der 70er.

Gimme A Bullet kommt komplett ohne Gitarrensolo aus und lebt nur von der Geschichte, die Bon erzählt. Bei kaum einen AC/DC Song singt er so emotional und verzweifelt, zugleich wütend und resigniert, wie hier. Energiegeladen bis zum Bersten und leider ebenfalls komplett aus dem Bühnenrepertoire der Australier verschwunden.

Gone Shooting schlägt in eine ähnliche Kerbe wie Gimme A Bullet, ist aber insgesamt ruhiger, hat aber einen unglaublich tighten Groove und wird von einer großartigen, sich stets wiederholenden Gitarrenmelodie getragen. Eines der am meisten unterbewerteten Perlen im Fundus der Band.

Sin City ist Kritik an Dekadenz der reichen Bonzen, wie sie nur Bon Scott zu Stande bringen kann. Eben ein ehrlicher, raubeiniger Arbeiterjunge, der auch als Rockstar seine Wurzeln nie verleugnet hat und seiner Verachtung für spiessige Snobs, die ihre Knete in Kaviar und Champus investieren, lässt er hier auf sehr ironische Weise freien Lauf.

Musikalisch geht es eine kleine Ecke weniger kantig und rauhbeinig zu, als auf dem sehr urwüchsigen und rohen Vorgänger Let There Be Rock. Energiegeladen sind die Songs dennoch bis zur Oberkante Unterlippe und ich höre dieses Album so oft, wie kaum eine andere AC/DC Scheibe (abgesehen von High Voltage), ohne dass ich jemals übersättigt wäre. Bei Highway To Hell oder auch Razors Edge ist das nämlich sehr schnell passiert.
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