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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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am 1. Oktober 2015
Mit dem 1972 bei Atlantic Records erschienenen "Close To The Edge" haben die britischen Prog-/Art-/Symphonic-Rocker Yes Musikgeschichte geschrieben und für sehr viele ihr Meisterwerk vorgelegt.
Schon auf dem zuvor zeitnah erschienenen "Fragile" war eine musikalische Weiterentwicklung gegenüber den ersten Alben der Band deutlich hörbar;es ist schon gewaltig,was Yes,das betrifft auch die direkten Nachfolger "Tales From Topographic Oceans" und "Relayer",in wenigen Jahren an kreativem Output zustandegebracht haben.
Das aus nur drei Longtracks bestehende Album wird noch heute von Freunden dieser Musikrichtung meist zutiefst verehrt.
Mit Rick Wakeman an den Tasten,Steve Howe an den Saiten,Jon Anderson am Micro,Chris Squire an den dickeren Saiten und (hier noch) Bill Bruford mit den Stöcken hatte sich nach einigen Wechseln in der Band eine Formation zusammengefunden,die gerade in dieser Zeit einen kreativen Urknall herbeiführte,von dem noch bis heute Generationen von Musikern
staunend lernen und sich inspirieren lassen.
Obwohl die Stücke ausgereift und in sich harmonisch wirken,beherbergen sie eine Wildheit,ein Chaos,eine Vielschichtigkeit in sich,die noch heute einfach nur fasziniert.
Gleichzeitig schräg-vertrackt und dann doch wieder hymnisch-monumental,experimentell,eine geradezu verstörend wirkende Unruhe,die Gefühl und perfekte Technik in der Musik verbindet,wuselige Parts,majestätische Erhabenheit in den ruhigen Momenten....
manch einen hat "Close To The Edge" zunächst fast erschlagen.
Sie enthält aber so viel Substanz,daß sie zeitlos wirkt und wohl fast jeden Fan der besonderen Rockmusik gefangen nimmt,und sei es nur,weil das alles einfach spektakulär ist.
Hat es erstmal "klick" gemacht,durchströmt die Musik den Hörer nur noch,wird zur akustischen Reise.
Einige Themen wiederholen sich in den Tracks in Variationen,ordnen das unbändige Treiben,schaffen Kontur.
Welches Yes-Album das künstlerisch wertvollste ist,ist heiß umstritten,CTTE gehört aber definitiv GANZ mit nach oben in der Rangfolge des Back-Katalogs.Für viele ist es eines der bedeutendsten und aufregendsten Alben des Progressive-Rock überhaupt.
Wessen Gefühlsebene mehr durch moll-lastige Klänge angesprochen wird,liegt hier zwar nicht richtig,dennoch kann man CTTE eigentlich nur als faszinierend bezeichnen.
Es gehört in jede Rocksammlung.
Auch das Artwork von Roger Dean und die Produktion von Eddie Offord werden allgemein als wichtig für das Gesamtergebnis anerkannt.
Der Sound der Aufnahme und folglich der Tonträger gilt als für die Zeit professionell,aus heutiger Sicht kann von einem audiophilen Genuß jedoch sicher nicht die Rede sein.
Die alte Vinyl-LP galt als gut hörbar,spätere Auflagen schwankten in der Qualität,mittlerweile gibt es eine Vinyl-Version,die auf dem Remix durch Steven Wilson beruht und remastered wurde,zu all dem kann ich mangels eigener Erfahrung aber nichts kundtun.
Die ersten CDs klangen schlecht,der erste Remaster (1994) durch Joe Gastwirt galt dann für einige Zeit als der Best Buy.
Es gibt unzählige CD-Veröffentlichungen,die besseren Klang versprachen,so Japan-CDs auf SHM-Material,eine HDCD,welche extra neu remastered worden war,dann gibt es die unsägliche High Vibration- SACD...all diese (teuren) Scheiben konnten nicht wirklich überzeugen.
Mittlerweile gibt es jedoch eine Hybrid- SACD,bei der der normale CD-Layer,wie auch der hochauflösende,viele Hörer ansprach. .
Die 2003 erschienene Rhino-Remaster-CD bietet ein nicht nur einigermaßen gelungenes Remastering durch Bill Inglot und Dan Hersh,sondern dazu noch hochinteressante Bonustracks,wie das Cover von "America" in der Kurzform,einen Studio-Run-Threw usw.
Auch die Aufmachung mit Pappschuber und vollständigem Artwork ist deutlich netter,als bei mancher VÖ zuvor.
Schließlich nahm sich der allgemein (auch als Musiker) hochgeschätzte Steven Wilson den alten Masterbändern an und sorgte für eine komplette Rundumerneuerung des alten Klassikers.
Zunächst führte er Surround-Remixes durch (DTS und unkomprimiert in noch höherer Auflösung),welche als extrem gelungen gelten.
Aber auch für Stereo wurde ein kompletter Remix erarbeitet,der sich,wie bei Wilson üblich,eng an dem Original orientiert,nur alte Fehler korrigieren soll.Dieser neue Mix,wie auch ein Flat-Transfer des alten Mixes, werden in hoher Auflösung geboten.
Dazu gibt es zum Bonusmaterial des Rhino-Remasters noch überreichlich davon mehr;Live-Versionen,alternative Versionen,auf der Blu-Ray Edition (auf der mit DVD nicht) einen neuen Mix mit Instrumental-Versionen der Stücke,dazu Bildmaterial usw usw.
Diese Editions,ob mit BluRay oder DVD,dürften für die meisten wohl den Best Buy darstellen.
Für 5.1 Fans gilt dies sowieso,aber auch für Freunde von viel Bonusmaterial und Sammler.
Schon der Rhino-Remaster von 2003 klingt analytischer,als alte Veröffentlichungen,präsentiert mehr Details,wirkt für manchen aber auch kühler und weniger musikalisch,als zB die alte Platte oder die SACD von Audio Fidelity.
Der Remix (auch Stereo) durch Wilson setzt da noch mal einen drauf.
Hier wurden Details freigelegt,die vorher kaum zu hören waren,wurde Rauschen entfernt,wurde die Durchhörbarkeit gesteigert.
Was manch einen begeistert,wirkt auf andere befremdlich,allzu analytisch,nicht mehr so recht authentisch.
Da die Editions aber auch die alte Abmischung des Albums enthalten,kann jeder selbst entscheiden.
Wer keinen Wert auf Surround-Sound,neue Abmischung,hohe Auflösung und extrem pralles Bonusmaterial legt,liegt mit der Rhino-CD wohl nicht falsch.
Sie bietet bei zZ moderatem Preis einen guten Gegenwert.
Besitzer eines guten SACD-Players werden vielleicht die Audio Fidelity SACD klanglich bevorzugen.
Bei den teuren Japan-CDs ist Vorsicht geboten:
Eine (es ist sogar eine SACD,also schon die dritte SACD,die es gibt!, remastered von Isao Kikuchi) ist so übersteuert,daß digitale Verzerrungen deutlich zu hören sind,ein Alptraum.
Auch der Gastwirt-Remaster von `94 hat in den Foren seine (wenigen) Anhänger,warum auch immer.
Für reichlich Auswahl ist also gesorgt.
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am 5. April 2017
Es gibt nur wenige Alben, die auch noch nach über 40 Jahren zu begeistern wissen und nichts von ihrer Qualität verloren haben (als ob Musik mit der Zeit an Qualität verlieren würde...) und Close to the Edge, für viele wohl das beste und hervorstechenste Album der britischen Musikgruppe Yes, gehört zweifelsohne dazu und wird verstärkt als einer der Meilensteine des Progressive Rock der 70er bezeichnet. Der Rolling Stone kürte es gar als fünftbestes Prog-Album aller Zeiten.

Zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil hat diese Leistung wohl mit dem gleichnamigen der drei auf dem originalen Album vorhandenen Lieder zutun, das mit seinen (für das Genre nicht unüblichen) gewaltigen 18 Minuten eine Suite darstellt. Sämtliche Teile dieser Suite in Worte zu fassen, würde wohl ihre Qualität nicht ausreichend gut erklären können, daher sei hier vordergründig gesagt, dass Close to the Edge vor allem für Neulinge des Progressive Rock geeignet ist, weil es dessen gesamtes Spektrum hervorragend abdeckt. Experimentelle Klang- und Liedstrukturen und die surrealen Texte Jon Andersons vermischen sich mit Steve Howes dramatischen Gitarrenriffs, Rick Wakemans harmonischen Keyboard-Melodien bis hin zu Orgeln und Naturklängen und ergeben dabei eine so zusammenpassende Symbiose, dass Close to the Edge etwas schafft, was nicht selbstverständlich ist, aber meiner Meinung nach ein wichtiges Kriterium für gute Musik ist: Es wird besser, je öfter man es sich anhört. Ein von vorne bis hinten gnadenloser Exzess, der über seinen gesamten Zeitraum einen Klangteppich entfaltet, der nicht aufhört zu faszinieren.

Ebenso gekonnt, wenn auch mit einem etwas gedämpfteren Effekt, hört sich das zweite Stück des Albums, "And you and I", an. Auch hier spürt man die Harmonie und die Dynamik der Melodien, auch wenn (oder gerade deshalb) das Lied insgesamt ruhigere Gewässer betritt. Nichtsdestotrotz eine schöne Ergänzung und Bereicherung des Albums (die auch oft Live von Yes gespielt wurde).

Das wohl gitarrenlastigste Stück des Albums ist das dritte mit dem abstrakten Titel "Siberian Khatru", das vielleicht das am wenigsten innovative Stück ist (was aber kaum etwas aussagt), das ich aber vor allem wegen seines kraftvollen Endes empfehlen kann, das dem Album schlussendlich die Wirkung unterstreicht, die es erreichen will. Und das hat sie. Sowohl bei ihrem Erscheinen 1972 als auch heute noch.

Welche Kriterien muss ein Album erfüllen, damit es als Meilenstein, als Ausnahmealbum, als Meisterwerk gilt? Für mich muss es inspirieren und zukünftige Musiker anregen, es muss zeitlos in seinem Stil und doch mutig sein und in Bezug auf den Klang neue Wege einschlagen. Gerade letztens ist stil- und genreprägend für den Progressive Rock, doch nur wenige Album erfüllen diese Kriterien so eindeutig wie Close to the Edge. Und es sollte nicht das letzte Album der Gruppe sein, das begeistern konnte. Close to the Edge ist und bleibt ein Meilenstein und wird auf ewig verdient eines der Aushängeschilder nicht nur einer Musikgruppe, sondern eines gesamten Genres und einer gesamten Ära der Musikgeschichte bleiben.
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am 8. Juni 2017
Excellent sound /excellent presentation.
Label: Atlantic ‎– 8122797157
Format: Vinyl, LP, Album, Limited Edition, Reissue, Gatefold, 180 Gram, lyrics on the green inner sleeve.
Country: Europe
Released:2012
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am 7. März 2015
Close o the edge erfährt durch den neuen 5.1-Mix von Steven Wilson eine deutliche Klangauffrischung. Da ich auf 5.1-Klang besonders stehe, sind alle meine Erwartungen voll und ganz erfüllt worden. Ich kann alle 5.1-Mixe von SW (Yes, JT, King Crimson) nur weiterempfehlen, es lohnt sich, hier nochmal zu investieren, auch wenn man die alte CD gegebenenfalls auch schon im CD-Regal zu stehen hat.
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am 28. Februar 2012
Prog-Rock-Klassiker der Band im Insel-Line-Up "Jon Anderson", "Steve Howe", "Rick Wakeman", "Chris Squire" und "Bill Bruford" von 1972, das als einer der besten und wichtigsten Alben des progressiven Rock gilt, und bis heute viele Bands beeinflusst hat. Lediglich drei Songs befinden sich auf dem Album. Der Titelsong "Close to the edge", mit fast 19 minütiger Spielzeit, weist einige Merkmale einer Sonate auf und enthält verschiedene musikalische Themen, die im Laufe des Stücks wiederholt und variiert werden. Die Ausgangsbasis bildet Hermann Hesse's Erzählungen "Siddhartha" und "Die Morgenlandfahrt". "And you and I", das zweite Stück ist ruhiger und wird von akustischen Gitarren dominiert. Den Abschluss des Albums bildet dann das rockige und schnelle Stück "Siberian Khatru", der am häufigsten gespielte Eröffnungstitel der Band und absoltes Highlight der Scheibe. Das Album erreichte Platz 4 der UK-Charts und konnte sich auf Platz 3 der US-Billboard-Charts behaupten.
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am 5. September 2000
Nachdem sich die einzelnen Musiker von YES auf 'Fragile' als Einzelkünstler profiliert hatten, schuf die Band mit 'Close To The Edge' eine grandiose Gesamtleistung. YES klang nie wieder so kompakt und geschlossen wie auf CTTE. Der unvorbereitete Ersthörer mag vor dem kakophonischen Anfangschaos des Titelstückes zurückschrecken, doch Durchhaltevermögen wird bei dieser Platte belohnt. Der Titeltrack ist ein Musterbeispiel dafür, wie man einen schneidenden Rocksound hinlegen kann, ohne wie Deep Purple oder AC/DC zu klingen - eben 'Art Rock'. Kaum zu glauben, dass dieses Stück im Studio buchstäblich zusammengebastelt wurde, ohne dass jemand vorher eine Ahnung gehabt hätte, wie am Ende alles wieder zusammenlaufen sollte. Die Gesamtform des Stückes mit dem sphärischen Mittelteil erinnert natürlich schon stark an 'Echoes' von Pink Floyd...
Steve Howe zieht hier sein gesamtes Arsenal an Saiteninstrumenten hervor, E-Gitarre, elektrische Sitar, Steel-Guitar und 12-saitige Akustik-Gitarre, und spielt dermaßen in den Gesamtsound eingewoben, wie man es danach selten wieder von ihm gehört hat. Drummer Bill Bruford musste auf CTTE seinen kompakten, metallisch klingenden Schlagzeugsound weiter ausbauen, denn nur so konnte er sich gegen die dominierende, brilliante Rickenbacker-Bassgitarre von Chris Squire durchsetzen. An Rick Wakemans Fingerfertigkeit gibt es wohl nichts zu deuteln, allerdings klingt seine Hammond-Orgel für meinen Geschmack etwas zu brav. Mich würde einmal interessieren, wie ein Keith Emerson das Orgelsolo angegangen wäre. Über Jon Andersons Stimme Worte zu verlieren, hieße Eulen nach Athen tragen: Seine Stimme thront wie immer über allem. Weiss der Kuckuck, wo dieser Mann seinen schier unerschöpflichen Strom an Gesangsmelodien herholt.
'And You And I' repräsentiert genau das, woran sich die Geister bei der Musik von YES stets scheideten, nämlich emotional angelegte Musik. 'Siberian Kathru' ist ein kleines kompositorisches Meisterstück und eines meiner absoluten Lieblingsstücke von YES. Das Gitarrensolo am Ende wurde aufgenommen, ohne dass Steve Howe hören konnte, was er da überhaupt spielt - zur Nachahmung nicht unbedingt empfohlen.
'Close To The Edge' ist meiner Meinung nach das absolute Meisterwerk von YES. Eine interessante Alternative: Alle drei Stücke dieses Albums sind auf 'Yessongs' als Live-Versionen zu hören, diesmal mit Bruford-Nachfolger Alan White als Drummer. 'Siberian Kathru' gefällt mir dort besser, vielleicht weil das flüssige Schlagzeugspiel von White dem Stück einen ganz anderen Drive gibt.
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am 16. März 2003
...länger als drei Minuten habe ich diese CD bei meinen ersten Hörversuchen nie ausgehalten; die Wende kam erst, als ich mich nach Betätigen der Play-Taste in der Badewanne niederließ und mich somit praktisch dazu zwang, wenigstens mal den Titeltrack komplett durchzuhören. Begriffen hatte ich dieses Lied dadurch zwar immer noch nicht, aber das Eis begann zu brechen... Ich hörte das Lied von nun an auch "freiwillig" an einem Stück und es erschloss sich mir immer mehr... Glücksgefühle machten sich breit, wenn ich einen Part wiedererkannte und später sogar zum ersten Mal mitsingen konnte... Kurz darauf ist Close To The Edge dann tatsächlich zu meinem Lieblingslied mutiert, das mich emotional berührt wie sonst kaum etwas auf der Welt... Inzwischen habe ich diese CD drei Jahre und sie hat nichts von ihrer Faszination verloren (obwohl ich sie wirklich oft höre)... eher noch dazugewonnen, denn man erkennt auch nach Jahren noch Feinheiten, die einem vorher entgangen sind... Die anderen beiden Tracks "And You And I" und "Siberian Khatru" sind auch sehr gut, aber meiner Meinung nach nicht gaaanz ebenbürtig... Also, wenn Euch dieser Meilenstein der (Prog-)Rock-Geschichte nicht auf Anhieb gefallen sollte: baden!! und nicht sofort aufgeben... Ihr werdet reich belohnt ;o) 12,7 von 5 möglichen Sternen
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TOP 1000 REZENSENTam 26. August 2011
dies war meine erste begegnung mit YES, ich kaufte das album im alter von etwa 15 jahren von meinem zusammengekratzen taschengeld und mochte es vom ersten ton weg.

es ist so vertrackt und verwirrt obwohl im grunde genommen ein ganz simples thema hinter dem titeltrack steht, in das mit der "i get up - i get down..." passage quasi ein anderer song eingearbeitet ist.

im auswalzen und verkomplizieren eines grundsätzlich simplen themas sind die ja fast unerreicht und dieses album stammt aus einer extrem kreativen phase der band. kam doch davor im selben jahr auch das mindestens ebenso geniale album "fragile" und kurz danach das epische doppelalbum "tales from topographic oceans" auf den markt.

wir hatten einen etwas seltsamen musikprofessor, der aber immerhin für zwei stunden pro monat seiner klasse die musikauswahl überlassen hat und sich das vorgespielte konzentriert anhörte um dann eine mal mehr, mal weniger kompetente meinung dazu abzugeben.

mit zep, tommy, genesis oder jethro tull war er nur wenig zu beeidrucken, aber diese platte zog ihn in den bann und führte in der folge zu ausgiebigen analysen einzelner parts, CTTE wurde sogar teilweise zum prüfungsstoff.

ich besitze die platte heute noch, in der zwischenzeit hat sich mein zugang zu YES allerdings sehr verändert, zwischenzeitig höre ich eher jazz, klassik oder kreative independent-musik.

sind wir uns ehrlich: der YESsound der 70er ist dünn, hart, komprimiert, tieftonschwach und im höhenbereich leicht verzerrt. somit hoffte ich bei diesem remaster auf besseren klang und wurde enttäuscht.

das klangbild wirkt zwar transparenter, es ist auch mehr bass zu hören, aber die digitale härte und möglicherweise der lange lagerknast der masterbänder tun diesem sound alles andere als gut. das analoge remaster der "fragile" (auf 180g vinyl) ist meines erachtens wesentlich besser gelungen, auch wenn das immer noch weit entfernt von wohlklang ist.

vielleicht leiste ich mir auch bei dieser scheibe noch díe remasterte vinylausgabe - hat da wer erfahrungen damit?

die coveraufmachung ist ok, es gibt einen pappschuber dazu und letztlich haben wir hier einen preisgünstigen zugang zu einem der großen und legendären alben der 70er jahre.
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am 27. Juli 2009
Es ist mein lieblings Album von Yes. Als ich anfing dieses Album zu hören, konnte ich erstmal gar nichts mit anfangen. Ich verstand diese Art von Musik noch nicht. Der Anfang von Close to the edge ist sehr wüst und man fragt sich beim ersten Hören wirklich, was machen die da eigentlich?
Doch irgendwann entwickelt sich aus diesem wüsten eines der besten Stücke von Yes. Man hört hier einen Steve Howe und einen Rick Wakeman in Höchstform. Klasse Übergänge zwischen Keyboard und Gitarre. Vorallam Wakemann's Parts immer wieder durch sind wirklich klasse. Nach ca.14 Minuten kommt dann auch noch die Orgel zum Vorschein, was zwar unheimlich,aber auch einfach nur klasse wirkt. Close to the edge ist wirklich ein sehr gelungenes Stück. Danach aber folgt ,,And you and I''. Dies ist mein Lieblingsstück von Yes. Wunderschön Andersons Gesang und die Instrumentalen Übergänge. Den Schluß bildet Siberian Khatru. Das Stück geht hier auf dem Album etwas unter, da seine Vorgänger ,,Close to the edge und And you and I'' schon so brilliant waren. Dennoch ist auch Siberian Khatru ein ausgezeichnetes Stück. Insgesamt einfach ein super Album daher volle 5 Sterne.
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am 11. Februar 2003
Dieses Album ist kaum in Worte zu fassen:
Das sphärisch-extraterrestrische Intro des Titelsongs sugerriert eine übernatürliche Idylle und beamt einen hoch in die übernächste musikalische Dimension und lässt einen dort im Universum der unendlichen klanglichen Vielfalt für etwa 19 Minuten verweilen. Zunächst klingt es recht jazzig und kakophonisch, mit zahl-reichen vertrackten und in sich selbst verschlüsselten Rhythmen, wobei der dröhnend-pumpende Rickenbacker-Bass von Chris Squire klangdominierend ist. Danach wird es melodischer und klingt dann sogar fernöstlich-exotisch bevor der hypnotisierend-predigende Gesang Jon Andersons einsetzt. Die klanglichen Nuancen sind beim ersten Mal noch nicht wahrnehmbar. Nach etwa acht Minuten klingt der Song ruhig aus und entfaltet dieselbe extraterrestrische Idylle wie beim Intro; man wird hier von einer klanglichen Wolke aus wundervollen Melodien sanft emporgetragen, wobei die Stimme Jon Andersons einem Engel gleichkommt. Die dann einsetzende, brachiale Kirchenorgel unter dem Kommando von Rick Wakeman erzeugt eine Gänsehaut wobei dann der einer Eruption gleichende, plötzlich hervorbrechende Synthesizer einen Klangteppich von sinfonischen Ausmaßen bildet. Daraufhin entfaltet der Song wieder seine ursprüngliche, fluktuierende und kakophonische Struktur, wobei das jazzige Hammondorgel-Solo einen erneuten Höhepunkt bildet. Chaotisch, hektisch, expressiv, sphärisch, verträumt,emotional,abwechslungsreich,fluktuierend,avantgardistisch, mystisch, innovativ und göttlich sind die Adjektive, die dieses Album am eloquentesten definieren. Trotz des hohen Komplexitätsgrades besitzen die Songs einen unverwechselbaren, coolen Groove, allen voran SIBERIAN KHATRU, mit seinem sehr klassichem Cembalosolo, welches dem Song trotz seines ansonsten futuristischen Klanges recht barocke Attitüden verleiht. Die Stücke sind von zahlreichen Tempiwechsel und Breaks durchsetzt und dennoch gut zu hören. Ich liebe dieses Album und würde jedem Astronauten empfehlen, es sich bei einem Weltraumspaziergang anzuhören. Absolut makellos. DIESES ALBUM IST NICHT VON DIESER WELT !
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