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am 23. Januar 2009
Regisseur Tim Burton verfilmt den wichtigsten Karriereabschnitt des schlechtesten Regisseurs aller Zeiten, Edward D. Wood. Der Film beleuchtet die Entstehungsgeschichte der bekanntesten Werke(u. a. "Plan 9 from Outa Space", "Night of the Ghouls"), die zweifelsohne so schlecht sind, dass sie schon wieder richtig gut sind ;o)

Das Tim Burton sich Ed Woods Biografie zur Brust nimmt, ist gar nicht so verwunderlich. So haben beide Regisseure doch ein Faible für Science Fiction und Fantasy. Vor allem Burtons Filme wie Edward mit den Scherenhänden, Batman, Nightmare Before Christmas oder zuletzt auch Sweeney Todd sind trotz ihres kommerziellen Erfolgs, stark von künstlerischen Ambitionen geprägt und dabei sehr detailverliebt und mit einer grandiosen Ausstattung versehen. Dies fällt bei "Ed Wood" vornehmlich im schwarz-weiß Stil auf und an Ed Woods-Person selber. Johnny Depp zeigt als Edward D. Wood mal wieder warum er zu den Größten in Hollywood gehört. Überhaupt sind Burton und Depp ein absolutes Traumduo und Garanten für beste Unterhaltung.

Auch Martin Landau als alter, drogensüchtiger Altstar Bela Lugosi ist optimal besetzt. Wobei hier die OV zu empfehlen ist, denn Landau verbrachte viel Zeit damit, sich den osteuropäischen Dialekt von Lugosi anzutrainieren.
In den Nebenrollen machen u. a. Patricia Arquette, Bill Murray, Sarah Jessica Parker und Jeffrey Jones eine gute Figur.

Fazit:
"Ed Wood" ist, wie bei Tim Burton üblich, toll inszeniert und hat eine mehr als überzeugende Besetzung. Die Aufgrund der Authentizität etwas unausgereift wirkende Story, könnte manchen den Filmspass trüben, aber wer sich auf eine Schwarzweiß-Biografie rund um das B-Movie-Filmemachen einstellt, wird seinen Spaß haben.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. November 2014
Tim Burtons 1994 realiserter schwarz-weiß Film "Ed Wood" ist sicherlich einer der besten Bio-Pics aller zeiten. Darin wird die Geschichte des schlechtesten Regisseurs aller Zeiten erzählt...zumindest hatte Edward D. Wood (1924 bis 1978) diesen zweifelhaften Ruf. In Burtons Film wird nicht das ganze Leben des Regisseurs gezeigt, der als Alkoholiker mit 54 Jahren an einem Herzinfarkt starb, sondern die Geschichte beschränkt sich auf die aktive Zeit als Regisseur.
Ed (Johnny Depp) träumte wie viele in dieser Zeit von einer großen Karriere in Hollywood - doch es fehlte an finanziellen Mitteln und reichen Gönnern. Vielleicht auch an Talent, aber er kompensierte dies mit einer großen Menge an Herzblut. Sein Metier war der Trashfilm, für Doppelvorstellungen gedacht, doch die Hollywoodstudios brauchten keinen Ed Wood. Er und seine Filmcrew, zu dem auch seine Freundin Dolores Fuller (Sarah Jessica Parker) gehört, hoffen auf den großen Durchbruch. Licht ins Dunkel kommt aber erst als Ed den großen, aber inzwischen beinahe schon vergessenen Bela Lugosi (Martin Landau) kennenlernt. Der hat auch schon bessere Zeiten erlebt, ist pleite und morphiumsüchtig, aber gierig auf eine neue Rolle. Durch dessen Zugkraft kann er "Glen or Glenda" realisieren - ein Film über einen Transvestiten. Dieser Film hat autobiographische Züge, denn Ed liebt es Frauenkleider zu tragen - er bevorzugt vor allem Angora-Pullis und Angora Unterwäsche und behauptet von sich selbst im zweiten Weltkrieg unter seiner Uniform stets BHs und Spitzenhöschen getragen zu haben. Daher lässt es sich der Filmemacher auch nicht nehmen in seinem Film die Hauptrolle zu spielen. Ed vergleicht sich immer wieder mit Orson Welles (Vincent D'Onofrio). Der Film floppt natürlich und für die nächsten Projekte wie "Bride of the Monster" oder "Plan 9 from Outer Space" lässt sich noch schwerer Geld auftreiben. Immerhin gelingt es ihm von einer Baptistengemeinde und von einem Fleischgroßhändler etwas Geld zu bekommen. Mit Kathy O'Hara (Patricia Arquette) bekommt Dolores Konkurrenz, es kommt zum Bruch mit seiner langjährigen Freundin. Aber immerhin kann er die TV-Horroransagerin Vampira (Maila Nurmi), den TV-Hellseher Criswell (Jeffrey Jones) und den abgehalfterten Catcher Tor Johnson (George Steele) einbauen. Beim Dreh seines legendärem "Plan 9", der als schlechtester Film aller Zeiten gilt, wähnt sich der unabhängige Filmemacher auf dem Höhepunkt seiner Karriere...
diese Geschichte über das Filmemachen hat Tim Burton sehr liebevoll inszeniert, zu keiner Zeit stellt er seine Figur bloß - sondern er zeigt seine Haupfigur als einen der Verrückten eines vergangenen Hollywoods, ein Mann, der Filmemachen als große Leidenschaft ansah. Ihm war es auch schnuppe, ob die Szenen Fehler hatten - er liess sie nur ganz selten wiederholen. Auch von Schnitten machte er wenig Gebrauch. Deshalb finden sich in seinen Filmen, die heute Kultstatus besitzen, immer wieder extrem auffällige Filmfehler wie beispielsweise wackelnde Kulissenwände oder Jump Cuts. Seine Spezialeffekte waren einfach und billig - so musste auch der schon von Krankheit schwer gezeichnete Bela Lugosi in einer Szene mit einer Plastikkrake im Wasser kämpfen. "Ed Wood" ist witzig und bietet 121 Minuten beste Unterhaltung. Auch wenn er etwas aus dem Rahmen in Burtons Filmographie fällt, ist er doch ein typischer "Burton" Film und die individuelle Handschrift des modernen Hollywood-Märchenerzählers schimmert immer durch. Nach meinem Empfinden ist diese aberwitzige Tragikomödie sogar Burtons bester Film überhaupt.
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am 19. Februar 2014
Ich will es kurz machen: Das Bild ist ganz okay geworden, obwohl ich im Direkt-Vergleich mit der DVD das Blu-Ray-Bild doch einen Tick zu dunkel geraten finde bzw. mit dem Kontrast- oder Schwarzwert etwas zu stark "gearbeitet" wurde, in der Form, dass in dunkleren Szenen beispielsweise die Haare von Johnny Depp teilweise im Schwarz "absaufen", während auf der DVD z.T. hier mehr Struktur zu erkennen ist (man erkennt noch die Kammlinien). Auf 47" LG-LCD und gutem Sony-Player mit ganz gutem Upscaler macht die DVD einen beinahe ebenso guten Eindrucken (das war auf meinem alten Blu-Ray-Player von Sony allerdings etwas anders). Via Beamer sollte die Blu-Ray dann sicher noch deutlicher punkten. Neben etwas mehr Schärfe hat man auf der Blu-Ray allerdings nun auch etwas mehr Korn, was aber nie stört.
Leider leider hat Touchstone sich aber einen größeren Faux-pas beim Ton erlaubt! Hier ist der deutsche Ton lediglich in 2.0 vorhanden, während dieser auf der DVD noch in 5.1.vorlag!! Klingt für meinen Geschmack auch ein wenig zu dünn, da gefiel mir der naturgemäß etwas bassigere DVD-5.1.-Ton deutlich besser. Französisch in 5.1. klang wieder gut und bassig, der englische DTS-HD-5.1. wiederum etwas "dünner" wie ich fand...
Bei den Extras wurde hier leider ebenfalls wieder geschlampt: im Gegensatz zu der DVD fehlen bei allen Extras die deutschen Untertitel (lediglich für den Hauptfilm vorhanden in deutsch, englisch, französisch, spanisch, portugiesisch) - stattdessen dürfen sich alle Engländer, Franzosen, Spanier und Portugiesen und alle diejenigen, die deren Sprachen gerne lesen über Untertitel bei den Extras freuen. Auch das Audiokommentar ist nun im Gegensatz zur DVD NICHT deutsch untertitelt (dafür in englisch). Auch das ca. 9-minütige DVD-Extra "Männer in Frauenkleidern" fehlt auf dieser Blu-Ray, dafür gibt es allerdings als gelungene Entschädigung 5 zusätzliche Szenen (zusammen ca. 7 min), die auf der DVD nicht zu finden waren.
Alles in allem also eine sehr zwiespältige Veröffentlichung, bei der man die DVD, sofern man sie besitzt, besser nicht weiterveräußert, sondern als Ergänzung behält...
Objektiv betrachtet gebe ich dieser Blu-Ray-Veröffentlichung 4 Sterne - wenn man allerdings die DVD kennt wären allerdings in Anbetracht der verpassten Chance 3 Sterne angemessen... What ever...
PS: Der Film an sich bekommt von mir eine ganz klare 5 Sterne-Bewertung und zählt zu meinen absoluten All-Time-Favorites!
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HALL OF FAMEam 15. Dezember 2009
Edward Davies Wood jr. hat einen Traum. Er will als Hollywood-Regisseur so berühmt werden wie sein großes Idol Orson Welles. Doch niemand traut ihm das zu. So braucht Ed lange, einen Produzenten zu finden, der ihm die notwendigen Geldmittel anvertraut. Das Ergebnis ist so schrecklich, dass jeder andere aufgeben würde. Nicht so Ed. Er versucht, den drogensüchtigen und seit Jahren in der Versenkung verschwundenen Bela Lugosi, einst gefeierter Star diverser Dracula-Filme, für sich zu gewinnen. Der alte Mann benötigt dringend Geld und sagt zu, dem nächsten Projekt Eds als Schauspieler zur Verfügung zu stehen. Ed gelingt es, neue Geldgeber zu finden, vor allem der Name Bela Lugosi öffnet ihm die richtigen Türen. Leider versuchen die Sponsoren, Einfluss zu nehmen auf die Besetzung, das Drehbuch und verschiedene Szenen des Films. Ed aber lässt sich nicht unterkriegen. Immer wieder gelingt es ihm, neue Geldgeber zu finden. Mal ist es ein Fleischgroßhändler, mal gar eine Baptistengemeinde. Immer fallen seine Filme beim Publikum mit Pauken und Trompeten durch. Da stirbt Bela Lugosi. Eds wichtigstes Zugpferd steht damit nicht mehr zur Verfügung. Aber der Regisseur lässt sich nicht entmutigen und kündigt dennoch einen neuen Film mit Bela Lugosi an.

Das Leben von Ed Wood, dem "schlechtesten Filmregisseur aller Zeiten" - wie ihn viele genannt und sogar mit der entsprechenden Auszeichnung versehen haben - war für Regisseur Tim Burton eine echte Herausforderung. Wie kann man einen Mann erfassen, der so offensichtlich kein Talent hatte, Filme zu machen, der gelegentlich in Frauenkleidern auftrat und gar darin als Regisseur arbeitete, der immer wieder dieselben, meist völlig untalentierten Darsteller in seinen obskuren Filmen einsetzte und der vierundfünfzigjährig, vom Alkohol zerstört, verstarb?

Indem er ihn vom grandiosen Johnny Depp spielen ließ, den genialen Martin Landau als Bela Lugosi verpflichtete und den hervorstechendsten Charakterzug dieses Mannes in den Mittelpunkt des in Schwarzweiß gehaltenen Films stellte - nämlich nie aufzugeben.
Er macht daraus eine gelegentlich urkomische, manchmal tragische, immer aber anrührende Hommage an einen Regisseur, der gegen alle Widerstände - vor allem den chronischen Geldmangel - Filme geschaffen hat, die heute als Trash weltweite Erfolge feiern. Und die beileibe nicht die schlechtesten Filme aller Zeiten sind. Zwar sind von den Filmen Woods - "The Sun Was Setting?, "Trick Shooting with Kenne Duncan?, "Glen or Glenda", "Crossroad Avenger: The Adventures of the Tucson Kid?, "Boots?, "Jail Bait?, "Die Rache des Würgers", "Final Curtain?, "The Night the Banshee Cried?, "Plan 9 from Outer Space", "Night of the Ghouls?, "The Sinister Urge?, "Orgy of the Dead?, "Excited?, "The Only House? und "Necromania? - kaum mehr zwei oder drei in aller Munde, und das nicht zuletzt dank Burtons Film, doch ist er dennoch in die Geschichte Hollywoods eingegangen.

Dies vermittelt Burton auf geniale Art und Weise. Zu einem Glücksfall für ihn gerät jedoch nicht nur Hauptdarsteller Johnny Depp, sondern vor allem der in seiner Rolle Oscar-prämierte Martin Landau. Er vermittelt eindringlich das Schicksal Bela Lugosis und seine wichtige Rolle im Leben Ed Woods. Auch Patricia Arquette, Bill Murray, Sarah Jessica Parker und der den herrlich schrägen Magier Criswell spielende Jeffrey Jones sind in Bestform und machen diesen Film Burtons zu einem echten Erlebnis.
Zwar ist der Film gelegentlich langweilig und wiederholt sich in seinem Bemühen, die immer wiederkehrende, scheinbar unüberwindliche Hürde Ed Woods, an Geld zu kommen, darzustellen. Doch möchte man dank Depp und Landau keine Minute missen. Sind auch Woods Filme sicher keine wichtigen, gelingt Burton ein exzellenter Film über diesen schwierigen Charakter.

Das sehr klare Bild und der gute, saubere Ton - die Synchronisation ist dank Sprechern wie Philipp Moog, Alexander Kerst und Peer Augustinki sehr gelungen - machen aus dieser sehr günstigen Special Edition ein wirklich empfehlenswertes Schnäppchen für jeden Cineasten.
Als Extras sind verschiedene Trailer, ein nettes Making-of, ein launiger Audiokommentar und eine kurze Dokumentation an Bord. Für Burton-Fans ein Muss, sollte auch jeder Liebhaber alter Hollywood-Streifen - oder gar ein Fan Ed Woods - diesen Film unbedingt einmal anschauen.

Untertitel verfügbar in: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch
Verfügbare Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch

Stefan Erlemann
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am 29. Januar 2006
Ed Wood gilt als der schlechteste Regisseur aller Zeiten und besitzt als solcher heute, fast 30 Jahre nach seinem Tod, eine riesige Fangemeinde. Um diesem Mann wohlverdientes (?) Tribut zu zollen, machte Tim Burton diesen genialen Film, der nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er, wie Woods Filme, in Schwarzweiß gedreht wurde, sondern auch durch Burtons enorme Liebe zum Detail und die teilweise genialen Darstellerleistungen besticht. Insbesondere Martin Landau, der zurecht den Oscar bekam, brilliert in seiner Darstellung des alternden und sich eigentlich schon am Ende seiner Karriere und Gesundheit befindenden Bela Lugosi, während Johnny Depp das Regie-Untalent Wood zwar auch exzellent, aber zuweilen etwas übertrieben kindlichnaiv-enthusiastisch darstellt. Burton hat zwar einige Details aus Lugosis und Woods Leben beiseite gelassen (u.a. war Lugosi zu der Zeit, als er Wood kennenlernte, noch verheiratet; im Film hingegen hat ihn seine Frau verlassen, wohl weil ihr Charakter als störend für den Film und die Handlung angesehen wurde), aber diese fallen nicht wesentlich ins Gewicht. Jetzt weiß man endlich auch, wie solche Perlen wie « Plan 9 From Outer Space » (der schlechteste Film aller Zeiten?) zustande kamen, da Burton hier nicht nur auf die Entstehungsgeschichte und die Umstände eingegangen ist, sondern gleich ganze Szenen der Originale von seinen Darstellern hat nachspielen lassen.
Herausgekommen ist am Ende eine liebevolle, skurrilkomische und geniale Hommage an einen Mann, der fast sein ganzes Leben (über seine Porno-Karriere breiten wir mal gnädigerweise das Mäntelchen des Schweigens...) erfolglos, aber mit ungebrochener Begeisterung damit verbracht hat, seine Visionen zu verwirklichen, wofür er, so untalentiert er auch war, Respekt verdient. MUSS man gesehen haben, ohne wenn und aber!
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am 13. Mai 2003
tim burtons eigenwillige und bewegende liebeserklärung an das hollywood-kino ... und das burton ein grosser fan (und kenner) der B-movies ist, beweist er nicht nur durch diesen film.
es ist die geschichte von grossen träumen und hoffnungen - der glaube an sich selbst - allen widerständen zum trotz. und obwohl die reale geschichte ed woods durchaus stoff für eine der in holywood so beliebten rise-and-fall dramen geboten hätte, beendet burton seinen film nach der fertigstellung des meisterwerkes(?) "plan 9 from outer space" - also am gipfel der karrriere von ed wood (wenn man das so sagen kann ...).
ganz besonders beeindruckend ist die leistung von martin landau als bela lugosi. landau spielt diese rolle mit sehr viel einfühlungsvermögen und liebe. ... und was üble filmchen mit raumschiffen auf nylonfäden betrifft, hat landau ja auch so seine eigenen erfahrungen, war er doch der star der legendär schlechten fernsehserie "mondbasis alpha". und irgendwie spürt man, dass landau seine rolle sehr ernst nimmt - ja, dass er eigentlich ganz genau weiss, was er da spielt - und so wirkt seine darstellung authentisch und sehr berührend.
ed wood ist sicherlich kein film, der allen gefallen kann - aber wer, wie ich, in seiner jugend viele, viele trash-movies mit grosser leidenschaft für das kino gesehen hat, wird diesen film mit sicherheit lieben. schliesslich lernt man nirgendwo sonst mehr über die kunst des filmemachens als bei b-movies: an all den beispielen, wo das unterfangen, einen guten film zu machen, gründlich daneben gegangen ist. man lernt erst den respekt für wirklich gute filme, wenn man weiss, wie leicht es ist, dass ernst gemeinte szenen nichts als gelächter im publikum erzeugen ...
tim burton hat diese filme mit sicherheit gründlich studiert - und mit ed wood einen ganz hervorragenden kinofilm gedreht.
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am 26. Januar 2007
Das Schlechteste an diesem Film ist: ...dass er irgendwann zu Ende ist....

Als ich den Film zum ersten Mal im Fernsehen sah, spät abends und eigentlich gerade ins Bett gehen wollte, konnte ich nicht aufhören hinzugucken und sah mir den ganzen Film an.

Besonders bei diesem Film fällt es mir am Ende des Filmes auf, dass das nicht Ed Wood war, sondern dass er von Johnny Depp gespielt wurde!!!!! Darum ist für mich die Verkörperung des Ed Wood durch Johnny Depp eine der besten und größten schauspielerischen Leistungen, die es gibt. Also ein weiterer Film, für den Johnny Depp völlig ungerechtfertigt keine Auszeichnungen erhalten hat.

Martin Landau als alter Bela Lugosi ist ebenfalls bis an seine Grenzen gegangen. Ich hatte Lugosi vorher in noch keinem Film gesehen...und als ich ihn später einmal in Dracula sah, da war er für mich nicht Lugosi....Martin Landau war für mich in Ed Wood viel mehr Bela Lugosi, weil er so verdammt überzeugend und großartig war und weil auch er uns vergessen lässt, dass er nicht Lugosi, sondern eigentlich Landau ist! Verdienter Oscar!

Ansonsten laufen in diesem Film wirklich alle Schauspieler zu Höchstformen auf und man bekommt das Gefühl, tatsächlich live in den 50er Jahren zu stecken. Bei diesem Film wurden alle unwichtigen Nebensächlichkeiten und irgendwelche Schnörkel oder Verschönigungen weggelassen und es wurde sich nur auf das Wesentliche konzentriert - und das ist perfekt!

Der Film ist tragisch und witzig, dramatisch und nostalgisch...er ist einfach schön und man leidet mit den Darstellern und man freut sich über" Ed Wood", wenn er auf etwas stolz ist.

Zum Inhalt ist an diese Stelle nichts mehr zu sagen.

Man darf sich nicht vom schwarz/weiß-Bild stören lassen, zumal es dadurch erst die richtige Wirkung erzielt!!! und auch nicht davon, dass der Film von dem schlechtesten Regisseur handelt....denn Tim Burton hat mit diesem Film einen überragend großartigen Film gemacht... Ich find ihn geil...also den Film!

Tja, und Johnny kann auch keine Bratpfanne aufhalten ;0)

Diesen Film sollte man -gerade als Filmfan etc.- nicht verpassen....

Ein wirklich gelungener Film, der noch dann im Kopf herumschwirrt, lange nachdem man ihn gesehen hat...schon allein Johnny, aber auch Martin schauspielern zu sehen ist ein absoluter Hochgenuss!

Zudem liegt der Film in einer schönen Special Edition vor - für alle, die nach dem Film noch nicht genug haben :0)
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am 14. Juli 2015
Natürlich gut, sonst hätte ich den Film ja nicht bestellt!
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am 17. Dezember 2012
Ed Wood von Tim Burton
Dies ist ein Film aus 1994 vom Regisseur Tim Burton welcher Oscars für den besten Schauspieler besetzt durch Martin Landau als Bela Lugosi und beste Maske. Ebenfalls erhielt der Film einen Golden Globe für den besten Schauspieler. Der Film spielt in den 50er Jahren und handelt über das Leben des Regisseurs Ed Wood, ein Regisseur von bizarren Filmen, extravagant und seltsam und mit niedrigem Budget. Der Film basiert auf der Biografie Ed Wood geschrieben von Rudolph Grey.
Die Geschichte erzählt uns die Anfänge von Ed Woods Karriere als Schauspieler in jenen Jahren und den Problemen welcher er trotzen musste um Unterstützung und Geld für die Umsetzung seiner Filme zu erhalten. Der Film wurde in schwarz/weiß gedreht, eine gute Wahl um eine reale Darstellung der 50er Jahre zu bekommen, man bekommt den Eindruck man wäre in dieser Zeit. Der Regisseur Tim Burton wollte die Arbeit dieses Regisseurs ehren und uns zeigen, was Horror und Science-Fiction in Hollywood war. Der Film wurde im Jahr 1994 in den USA veröffentlicht.
Erwähnenswert ist die vortreffliche Arbeit vom Schauspieler Jonny Depp, welcher die Rolle des Regisseurs Wood übernahm und ihn als lustige Person, positiv, exentrisch und sehr menschlich darstellt, wie in dem Moment als er seinem Idol Bela Lugosi in einer Leichenhalle begegnet, welcher einen Sarg für sich selbst suchte. Bela Lugosi war seinerzeit ein bekannter Schauspieler und machte auf Ed Wood einen pessimistischen und unterlegenen Eindruck, trotzdem animierte er ihn mit der Schauspielerei weiterzumachen und engagiert ihn für seine Filme. Er fand heraus, dass sein Idol drogensüchtig ist und begleitete, und half ihm bis zuletzt seine Sucht zu überwinden.
Ein weiterer interessanter Aspekt in dem Film ist die Form die sexuelle Vorliebe, die der Regisseur hat darzustellen, die Transsexualität mit welcher die Person ein Produzent überzeugt einen Film zu drehen.
Meiner Meinung nach gelingt es Tim Burton mit seiner schwarz/weiß Verfilmung einem in die Vergangenheit zu versetzen und einem die Arbeit der Produzenten und Regisseure der 50er Jahre näherzubringen. Des weiteren ist die Garderobe dieser Epoche sehr detailgetreu umgesetzt.
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Edward Davies Wood jr. (1924 - 1978) erhielt posthum die Auszeichnung "schlechtester Regisseur aller Zeiten". Sein "Meisterwerk" Plan 9 from Outer Space wurde sogar schon oft als schlechtester Film aller Zeiten bezeichnet (tatsächlich kann ich den echt empfehlen, denn er ist so schlecht, dass er wieder gut ist). Diesem Mann, der zwar kein Talent, dafür aber viel Enthusiasmus hatte, setzte Tim Burton 1994 ein Denkmal - in Form eines Films. Johnny Depp übernahm die Rolle des Ed Wood, in weiteren Rollen sind unter anderem Patricia Arquette, Bill Murray und Jeffrey Jones zu sehen. Besonders erwähnenswert ist Martin Landau, der den abgehalfterten Bela Lugosi (bekannt vor allem als Dracula-Darsteller in den 30ern) verkörperte, welcher von Ed Wood noch mal vor die Kamera gezerrt wurde.
Der Film spielt in den 50ern, in denen Ed Wood sein Geld bei kleinen Jobs in Hollywood verdient und schließlich die Möglichkeit bekommt, selber Kinofilme zu drehen. Dabei liegt der Fokus auf den Enstehungen von Glen or Glenda (1953), Bride of the Monster (1955) und bereits erwähntem Plan 9 from Outer Space (1959). Es wird gezeigt, wie Wood ohne großes Budget, Talent und Drehgenehmigungen arbeitet, dafür aber viel Herzblut und Freunde hat, die ihm den Rücken stärken und bei der Entstehung der Filme mitwirken. Dass diese Filme (aus gutem Grund) komplett verrissen wurden, hielt Ed Wood nicht davon ab, immer weiteren Trash zu fabrizieren, den er selbst als große Kunst begriff. All das und das gesamte Drumherum (auch das Privatleben des bekennenden Angorafetischisten Ed Wood wird thematisiert) wurde von Tim Burton und seinem Cast liebenswert in Szene gesetzt - Schwarz-weiß-Look und 50er-Jahre-Soundtrack inklusive. Die Tragikomödie sollte nicht unbedingt als biografisch verstanden werden - ein unterhaltsamer Film ist es aber so oder so.
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