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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
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am 26. Dezember 2016
Die Story dieses Films basiert auf dem ersten direkten Gefecht zwischen US-Truppen und Soldaten der nordvietnamesischen Armee während des Vietnam-Kriegs und war ein wichtiger negativer Meilenstein auf dem Weg zu völligen Eskalation dieses Krieges.

Hauptfigur dieses Films ist Colonel Moore (sehr überzeugend gespielt von Mel Gibson), der mit einer frisch zusammgengewürfelten Truppe ein neues Angriffskonzept der Luftlandetruppen in Südostasien erproben soll. Dazu werden Truppen in Hubschraubern direkt in die Kampfzone geflogen und sollen dort zahlen- und feuerkraftmäßig weit überlegene nordvietnamesische Bodentruppen aufspüren und vernichten. Eine enorme Eskalation der Gewalt ist für diesen Film vor dem Hintergrund dieser Handlung natürlich vorprogrammiert.

Doch beschränkt sich die Handlung nicht auf die kämpfenden Soldaten in Südostasien, sondern es gibt immer wieder Wechsel nach Hause zu den Frauen der Soldaten, die versuchen, trotz der Angst, der Ungewissheit und der Abwesenheit der Männer das Leben daheim zu meistern – bis die ersten Telegramme über im Kampf gefallene Männer einflattern...

Die Darstellung der Kämpfe und der Einsatz der verschiedenen Waffensysteme ist sehr realistisch und gut gelungen und es entsteht ein atmosphärisch sehr dichtes und facettenreiches Bild. Manchmal hat man versucht, vielleicht ein wenig viel in den Film zu packen, dass die Handlung an einigen Stellen etwas unübersichtlich wird, andererseits charakterisiert und symbolisiert vielleicht dies geradezu ideal den „fog of war“, in dem es oft schwierig ist, den Überblick über sehr viele gleichzeitig ablaufende Ereignisse zu behalten.

Insgesamt somit ein wirklich überzeugender und gut gemachter (Anti-)Kriegsfilm, der die Schrecken und Gräuel des Vietnam-Krieges zumindest in Ansätzen erahnbar macht. Vielleicht nicht ganz auf einer Stufe mit Full Metal Jacket und Platoon, aber nicht weit dahinter.

Von meiner Seite Empfehlung und 5 Sterne.
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am 21. August 2017
Der Film ist ein Kriegsfilm,obwohl man sich darüber streiten kann,ob es nicht doch ein Antikriegsfilm ist.Auf mich üben Kriegsfilme eine seltsame Faszination aus,rein rational weiß ich,das Krieg etwas schlechtes ist,man kann sogar sagen,das Krieg böse ist,aber trotzdem scheine ich nicht der einzige zu sein,der mit solchen Filmen etwas anfangen kann.Woran liegt es,dass erwachsene,gebildete,vernünftige Menschen Gefallen an solchen Gewaltdarstellungen finden?Es muss wohl mit diesem Tier im Menschen zu tun haben,das Sigmund Freud das Es genannt hat und der damit verbundenen Triebnatur des Menschen,die auch Aggression und Aggressivität beinhaltet,das Menschen sich voller Faszination und Begeisterung solche Filme anschauen ohne selbst jemals gewalttätig zu werden,gewalttätig im Sinne von physischer Aggression,obwohl man auch gewalttätig im denken sein kann,bzw. auf so subtile Art in psychischer Form,das auch da von Gewalt die Rede sein kann,wenn sie dann auch eher versteckt ist.Ich denke,wenn man Kriegsfilme schaut,dann kompensiert man als Betrachter viel von seiner eigenen Aggression,die beim schauen stellvertretend für einen von den Akteuren im Film abreagiert wird,insofern ist das Schauen eines solchen Filmes mit einer starken Aggressions-und Triebabfuhr verbunden,man kann fast sagen das schauen dieses Filmes hat etwas entlastendes und heilsames,obwohl das ziemlich paradox klingt,aber wenn man meine Erklärung zu Grunde legt,klingt es wiederum ziemlich einleuchtend.Dieser aggressive und tierische Teil in uns, ist fasziniert vom Töten,von Gewalt und vom Krieg, in dem der Soldat seine in ihm angelegte Mordlust komplett entfesseln kann.Krieg ist im Grunde pure Aggression und reine Zerstörungsgewalt,aber uns Menschen kann es geradezu euphorisch machen so etwas zu sehen,obwohl das natürlich in keinerlei Weise political correct ist,aber da scheiß ich sowieso drauf,weil das nichts weiter ist als ein Konglomerat aus Lügen,Halbwahrheiten,Schönfärberei und Selbstgerechtigkeit.Die Natur des Menschen ist nicht immer schön und angenehm,sondern sie hat auch einige ziemlich hässliche Seiten und Krieg gehört wohl dazu,doch als Mensch muss man auch diesen Aspekt von sich akzeptieren,ohne ihn jedoch in der primitivsten und gröbsten Form ausleben zu müssen.Traurigerweise haben manche Menschen diese Zusammenhänge nicht erkannt und verurteilen Menschen,die sich über Kriegsfilme freuen,weil es sich nicht schickt oder gegen alle idiotischen Werte von Pazifismus verstößt den sie sich auf ihre Fahnen geschrieben haben.Pazifismus ist eine Idee von ewigem Frieden,die rein rational gut klingt aber komplett die Natur des Menschen misshandelt,die eben auch das Böse beinhaltet und dieses Böse braucht nun einmal Ventile um sich abzureagieren und es ist doch wohl besser einen Kriegsfilm zu schauen und sich danach besser zu fühlen,als selbst die Waffe in die Hand zu nehmen und in einen Krieg zu ziehen.In diesem Sinne kann man Kriegsfilme auch als Therapeutikum für die eigene Kriegslust betrachten,denn der Film zeigt ja sehr eindringlich mit welchen Erfahrungen man rechnen muss,wenn man an einem Krieg teilnimmt und die sind ganz gewiss nicht schön,sondern gehören mit zu dem leidvollsten und schlimmsten was man erleben kann,jedenfalls wenn man ein empfindlicher Mensch ist,aber ich denke auch robustere Naturen werden Krieg nicht für einen Spaziergang halten.Um meinen Text abzuschließen sage ich noch etwas zu speziell diesem Film.Mel Gibson ist ja bekannt für seine schonungslosen Gewaltdarstellungen und in diesem Film hat er es mal wieder auf die Spitze getrieben.Teilweise sind die Brutalitäten im Film nur schwer zu ertragen und manche Szenen bleiben einem noch lange im Gedächtnis haften.Die Kameradschaft unter den Soldaten ist vorhanden und macht den Film überhaupt erst erträglich.Mel Gibson spielt einen väterlichen Kommandanten der auf dem Schlachtfeld unter seinen Leuten das sagen hat,das macht er gewohnt gefühlvoll und kompromisslos.Mel gibson ist ja einer mit rauer Schale und weichem Kern und so tritt er auch hier auf.Er hält seine Soldaten auf dem Schlachtfeld einerseits mit Disziplin und Härte zusammen,aber andererseits ist er eben auch sehr gefühlvoll und fürsorglich,schon eine interessante Mischung.Auch die übrigen Rollen sind top besetzt und der Film ist eine in sich runde Sache,daher wird jeder, der Kriegsfilme mag hier bestens bedient.Ich habe mir den Film schon etliche Male angeschaut und ich finde ihn immer wieder sehr gut.
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am 29. Juli 2017
Wer gerne Geschichtsfilme sieht soll sich auf Telekolleg umschauen.
Dieser Film ist sehr gut gemacht. Ein Film der das macht was ein Film machen soll.
UNTERHALTEN !!! Für Fans von Kriegsfilmen unverzichtbar.
Keine Sorge...ich bin mir schon bewußt das die Amis in Vietnam nichts zu suchen hatten und oft alles aus rein amerikanischer Sicht erzählt wird
Für mich gibt's da auch keine Helden oder so....
Für mich ist es ein unterhaltsamer Film und keine Geschichtsstunde.....
Am Ende kann man natürlich ein Fazit ziehen....Krieg ist die Hölle und nutzt keinen.
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am 20. Juni 2004
... müsste der deutsche Titel eigentlich heißen. Wer "We were Soldiers once, and Young"(Wir waren damals Soldaten und jung) in "Wir waren Helden" übersetzen ließ, gibt meiner Meinung nach Aufschluss über seine Englischnote. Jedenfalls ist dieser Titel das genaue Gegenteil dessen, was der Film auszudrücken versucht.
Das ändert aber nichts am Inhalt des Films, der mir trotzdem gut gefallen hat: Es geht um den ersten Einsatz der Luftkavallerie in Vietnam 1965 und somit auch um die erste größere Begegnung zwischen der nordvietnamesischen Armee und den US Streitkräften. Mit neuer, unerprobter Ausrüstung (von den Gewehren bis zu den Hubschraubern) und größten Teils unerfahrenen Soldaten wird Col. Hal Moore ins La Drang Tal entsandt und bekommt sofort den Auftrag, NVA- Soldaten in die Berge nahe der Kambodschanischen Grenze zu verfolgen. Doch da sie ohne Infos über die Feindstärke losgeschickt werden, werden Moor's schlimmste Befürchtungen wahr.
Der Film ist effektmäßig wahrscheinlich einer der herausragensten der letzten Zeit, in den Punkten Logik und Charaktere jedoch sehr fraglich. Von (von diesem Film keinesfalls übertroffenen) alten Vietnamfilmen wie Platoon, Apocalypse Now und Full Metall Jacket weiß man, dass die GIs in Vietnam keine Heiligen waren: Wüste Ausdrücke, Alkohol, Drogen usw. im Überfluss. Dies ist für mich der Hauptkritikpunkt an "Wir waren Helden". Es fällt einem nicht gleich auf, aber auf mich wirkt der Film etwas zu brav, trotz vieler brutaler Szenen. Es gibt im ganzen Film keine einzige Figur die man nicht mögen könnte! Man hat sogar den Eindruck, als würden sich mitten in der Schlacht plötzlich alle entsetzt umdrehen, würde auch nur einer das F- Wort schreien. Auch gibt es in extremsten Szenen keinen einzigen Ausraster oder auch nur einen, der den Verstand verliert. Wie erschreckend einfach das passieren kann, zeigt (immer noch mein Lieblingsfilm über den Vietnamkrieg) "Apocalypse Now". (Da kommt übrigens auch eine Luftkavallerieeinheit zum Einsatz, und dort wirkt diese meiner Meinung nach viel realistischer.)
Die Logikmängel des Films, die eigentlich nur in der FSK 16- Fassung vorkommen, beschränken sich nur auf das Ende: War im einen Moment die Lage der Amerikaner noch aussichtslos, haben sie ein paar Minuten später die Schlacht gewonnen. Das kommt daher, weil in der FSK 16- Fassung die Szenen herausgenommen wurden, die Zeigen, wie die Amis die Nordvietnamesen überraschen konnten. Dieser Schnitt ist eigentlich völlig unnötig, da die meiner Meinung nach brutalsten Szenen nicht herausgeschnitten wurden. Auch wurde völlig unnötig die Truppenparade kurz vor dem Abmarsch nach Vietnam geschnitten, in der Moore auch einen wichtigen Schlüsselsatz sagt, der im Trailer auf der FSK 16- DVD seltsamerweise zu hören ist...
Diese Mängel schaffen es aber dennoch nicht, einem den Video- oder DVD- Abend mit "Wir waren Helden" zu verderben, obwohl man ja jeden Tag in den Nachrichten sieht, dass die Amerikaner unfähig zu sein scheinen, aus dem Vietnam- Desaster zu lernen. Ich hoffe, dass dieser Film auch dazu beiträgt, niemals zu vergessen, dass Krieg, egal wo, das schrecklichste auf Erden ist.
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am 9. Februar 2005
Ich habe mir "Wir waren Helden" heute Abend angesehen und muss sagen, dass dies einer der bestenn Anti-Kriegsfilme ist, der je gedreht worden ist. Auch wenn es "nur" die FSK 16 Fassung ist, wird auch hier das schreckliche Ausmaß, die Sinnlosigkeit und die Brutalität des Vietnamkrieges klar dargestellt.
"Ich bin froh für mein Land zu sterben". Klar kann man das als patriotisch bezeichnen, aber es gibt nun mal Soldaten, die so denken und in dem Film werden nun mal viele Ansichtsseiten des Krieges dargestellt. Der Colonel, der Reporter, das Soldatenheer, die Vietcongs und, was ich auch wichtig finde, die Gefühle der Angehörigen und das Geschehen um sie herum.
Ich war nach diesem Film zutiefst ergriffen davon, wie der Regisseur Gefühle, den Kampf, den Tod, das Elend, wenn auch ein wenig Patriotismus vereint hat.
Wem Black Hawk Down oder Apocalypse Now (Redux) gefallen hat, muss sich diesen Film unbedingt ansehen!
5 Sterne von mir!!! Ein Meisterwerk.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Januar 2007
Vietnam 1965: Lt.Col. Hal Moore wird mit seiner neu gegründeten Luft-Kavallerie beauftragt in der Nähe der Kambodschanischen Grenze einen Trupp Vietcongs zu stellen die zuvor einen Angriff durchführten.
Im La Drang Tal angekommen wird deutlich das er und seine Männer einer Übermacht gegenüberstehen.
Die Kampfhandlungen werden aggressiver und die Lage aussichtsloser.
Verzweifelt versuchen die Männer das Tal zu Halten und in die Berge vorzustoßen wo sich der Gegner eingegraben hat.
Zeitgleich müssen die Frauen an der Heimatfront mit ihren Sorgen und Problemen umzugehen lernen als die ersten Todesmeldungen überbracht werden.

Zuerst mal folgendes: Wir waren Helden ist ein pathetisch, patriotischer von der US-Armee mit finanzierter Film dem man sicher Glorifizierung vorwerfen kann.
Man könnte auch sagen: Er steht in direktem Widerspruch zu Werken wie z.b. Apocalypse Now, Platoon, Der schmale Grat oder Hamburger Hill.
Da ich als Fan der 80er + 90er Jahre Oldschool Actioner a la Rambo oder Delta Force selbiges gewohnt bin stört mich das nicht.
Das mag jeder für sich selber entscheiden aber ich sehe solche Filme als Action-Vehikel mit Kriegshintergrund.
Zudem man diesem Film zugute halten kann das der Vietcong hier nicht als Zielscheibe dient sondern als ernst zunehmender und gefährlicher Gegner.
Außerdem wurde schon im deutschen Titel Mist gebaut der ja Wir waren Helden lautet...richtig müsste es heißen: Wir waren Soldaten.
Das impliziert schon die Richtung in die es geht....keine Ahnung warum der Film diesen unpassenden Titel verpasst bekam.
Soviel dazu...

Der Film selber besticht vor allem durch 2 Dinge.
Erstens, der Plot der perfekt den Spagat zwischen blutigen, spannenden und Action reichen Kampfszenen sowie den ruhigen, melancholischen Heimatfront Sequenzen schafft.
Zweitens, die Atmosphäre die einen förmlich in das Geschehen hineinzieht und nicht mehr los lässt.
Die Dialoge sind der große Minuspunkt.
Sprüche wie z.b. "Ich bin froh für mein Land zu sterben" oder "Sag meiner Frau das ich sie Liebe"....wohlgemerkt im Todeskampf...wirken nicht heroisch sondern arg konstruiert.
Es gibt noch massig Beispiele hierzu.
Absolut gelungen ist der Soundtrack der zu jedweder Zeit stimmig ist und das Visuelle unterstützt.
Auch die Kampf-Choreographie ist perfekt.
Geschichtlich hingegen wurde etwas geschludert: Z.b. fehlt der Einsatz Südvietnamesischer Fallschirmjäger die massiven Anteil am Sieg in der Schlacht hatten völlig.
Nun ja.....

Fazit: wer sich auf den Film als Action-Vehikel einlässt wird bestens Unterhalten und kommt voll auf seine Kosten.
Als Anti-Kriegsfilm taugt er allerdings nicht....dafür sind anderen Filme zuständig.
Auch Zartbesaitete sollten einen Bogen um Wir waren Helden machen, denn einige Szenen sind schon recht Derbe und Brachial.
Langweilig wird es aber nie.
Darsteller sind u.a.: Mel Gibson, Sam Elliott, Greg Kinnear, Barry Pepper, Chris Klein, Madelaine Stowe, Keri Russell, Marc Blucas, Taylor Momsen, John Hamm, Don Duong und Desmond Harrington.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. August 2015
Die Schlacht im Ia-Drang Tal war das erste große militärische Aufeinandertreffen amerikanischer und nordvietnamesischer Truppen während des Vietnamkriegs. Die Schlacht fand zwischen dem 14. und 18. November 1965 in der Nähe zweier Landezonen im Hochland Vietnames statt. Befehlshaber der Nordvietnamesen war Nguyen Huu An (Duong Don), der über eine Truppenstärke von 2.000 bis 4.000 Soldaten verfügte. Demgegenüber hatten die Vereinigten Staaten 3 Bataillone mit insgesamt 1.500 Mann unter der Leitung von Harold G. Moore (Mel Gibson). Am Ende des Massakers hatten die Nordvietnamesen 837 Tote und 1.365 Verletzte zu beklagen, die Amis insgesamt 234 Tote und 242 Verwundete. Der Sieg der Schlacht wird bis heute von beiden Seiten beansprucht.

Regisseur Randall Wallace, bekannt durch das gelungene 1998er Remake von "Der Mann mit der eisernen Maske", orientierte sich stilistisch sehr stark an Spielbergs "Soldat James Ryan" oder besser ncoh Ridley Scotts "Black Hawk Down" - also ganz, ganz nah am Geschehen. Der Zuschauer hat so das Gefühl mittendrin zu sein, so sehr dass einem die Kugeln um die Ohren fliegen. Und da sind wir schon bei zwei ganz verschiedenen Eindrücken, die "Wir waren Helden" hinterlässt. Dieser technische Part, also das Frontgeschehen, ist unheimlich intensiv inszeniert und zeigt die Perfektion dieser Produktion.

Andererseits gibts Passagen, die mir nicht so gut gefallen. Ganz stark geprägt ist der Film von seinem Hauptdarsteller Mel Gibson, der den Super-Generalleutnant mimt und mir phasenweise gewaltig auf die Nüsse ging mit seinem gottähnlichen Gehabe.. Dieser oberste Befehlshaber verspricht in einer Ansprache daheim, dass er alle seine Männer heimbringt...ob tot oder lebendig und er als Erster ins Kampfgetümmel steigt und als Letzter wieder das Schlachtfeld verlässt. Dazwischen betet der gute Katholik mit seinem Untergebenen Jack Geoghegan (Chris Klein), der gerade vor kurzem Vater geworden ist und nun seine Frau Barbara (Keri Russell) verlassen muss. Parallel zur Geschichte der Soldaten wird auch die Heimat und das Leben der daheimgebliebenen Frauen porträtiert. Dabei macht auch Mel Gibsons Filmehefrau Madeleine Stowe ihrem heldenhaften und überlebensgroßem Mann alle Ehre, denn auch sie ist die "Stärkste" an der Heimatfront der Hausfrauen, die allesamt ihre Männer, die in den Krieg ziehen, unterstützen und sich gegenseitig mit Tipps zum Einkaufen oder Möglichkeiten zum Wäschewaschen unterstützen. Im Laufe des Films werden viele dieser Frauen Witwen und es wird Mrs. Moore sein, die die Todesnachrichten ihren Freundin persönlich vorbeibringt. Auch Barry Pepper als Fotograf Joseph L. Galloway, der zuerst nur mit seiner Kamera bestückt Aufnahmen vom Krieg machen will und später selbst die Waffe in die Hand nimmt, ist eine Filmfigur, die man sehr kritisch ansehen kann. Er wird dann auch zum Zeugen, wie Heldenhaft die Soldaten für ihr Land in den Tod gehen, einer sagt sogar beim letzten Atemzug "Ich bin froh, für mein Land zu sterben". Damit fehlt in Randall Wallace Film weitestgehend die kritische Beleuchtung, von einem Meisterwerk wie "Apocalypse Now" oder "Die durch die Hölle gehen" ist dieses technisch perfekt inszenierte Kriegsspektakel daher weit entfernt. Man hat immer mal wieder - zwar nicht durchgehend - das Gefühl von Hurra-Patriotismus und das "Feld der Ehre" wird heroisch verklärt.
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am 14. Januar 2015
We were Soldiers - Wir Waren Soldaten ... hätte der Film heißen müssen und das wäre nicht nur angemessen gewesen.

Der Film verdient absolute 5 Sterne. Die Verpackung und das gesamte Material sind einfach top. Der Film ist nicht geschnitten und sehr zu empfehlen.

Leider ist der dämliche deutsche Titel "Wir waren Helden" die heldenhafte Schande für diese DVD. Aber das kennt man ja von so vielen "eingedeutschten" Titeln.
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am 24. März 2003
Wir waren Helden ist kein reiner Kriegsfilm, sondern gibt dem Zuschauer auch einen Blick hinter die Kulissen des Krieges.
Dies gelingt dem Film im Gegensatz zu anderen Kriegsfilmen erstaunlich gut. Für mich auf bisher nicht gezeigte Weise wird dargestellt, wie unvorbereitet die Amerikaner in diesen Krieg ziehen.
Zum einen, daß Sie die Volksarmee des Nordvietnams unterschätzt haben aber was für mich noch schockierender ist, wie unvorbereitet die Amerikaner auf Ihre eigenen Verluste sind.
Zum Inhalt:
Im Vordergrund des Filmes steht das Schicksal der 7 Kavallerie, die in das Krisengebiet des Vietnam geschickt wird um den Feind aufzuspüren und zu eleminieren. Allerdings ist nicht bekannt, wie stark der Feind ist. Dies wird Ihnen zum Verhängnis. Den knapp 400 Soldaten stehen 2000 gut ausgebildeten Vietnamesen gegenüber und so ist es nicht verwunderlich, daß es bald zahlreiche Verluste auf Seiten der Amerikaner gibt.
Unvorbereitet auf diese Verluste setzten die Amerikaner keine Seelsorger oder Geistliche ein um die Angehörigen über das Schicksal Ihrer Männer,Väter, Brüder zu informieren, sondern lassen Ihnen die grausame Nachrichten per Telegramm zukommen.
Der Film dokumentiert(!) die erste große Schlacht auf erstaunlich authentische und schonungslose Weise
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am 22. März 2005
Ich war mir beim erstmaligen Ansehen dieses Filmes unschlüssig, was ich davon halten soll. Mittlerweile habe ich ihn ein zweites Mal gesehen und kenne somit die FSK 16 und FSK 18 Version. Bei einem Film dieser Art befürchtet man beim Zugreifen in der Videothek, mit Patriotismus überflutet zu werden. Glücklicherweise hält es sich in meinen Augen bei "Wir waren Helden" gerade noch in Grenzen, auch wenn es schon stellenweise recht viel und überzogen ist. Aber es wird auch gleichzeitig versucht, auf diese Weise eine persönliche Verbindung zu einigen Soldaten aufzubauen (allen voran natürlich Mel Gibson), damit sie später in der Schlacht nicht als Statisten agieren.
Die Schlacht- bzw. Kampfszenen sind schonungslos und realistisch inszeniert. Der Zuschauer fühlt sich mitten in das grausame Schlachtgeschehen hineinversetzt. Gleichzeitig wird auch der Versuch unternommen, die Gegenseite zu zeigen und intelligent handeln zu lassen. Der Schwerpunkt liegt natürlich bei der US-Armee aber immerhin nicht vollständig. Insgesamt gesehen, stechen einige, sehr gut eingefangene Bilder hervor, ebenso wie die stimmungsvolle Musik. Der "Cut" auf FSK 16 wirkt sich meines Erachtens nicht negativ aus, die Grausamkeiten eines Krieges werden auch so klar vermittelt. Aber es ist schon irgendwie störend, das Mel Gibson alias Colonel Moore recht locker und unbeschadet über das Schlachtfeld wirbelt, während seine Männer rings um ihn herum sterben. Die Glaubwürdigkeit geht hier etwas verloren.
Als Ganzes gesehen hat die Handlung einige Sprünge (zeitlich sowie örtlich), was den Film etwas zerreißt. Der Sprung in den Krieg nach ausführlichem Anfang, dann währenddessen zurück in die Heimat und schließlich am Schluss die Rückkehr. Dies kommt etwas abrupt und mit magerem Übergang. Vielleicht wurde versucht zu viel zu erzählen, zu viel zu zeigen und daher musste das Gesamtwerk so zusammengerafft werden. Aber es ist jetzt nicht völlig störend, sondern bewegt sich noch im vertretbaren Rahmen.
Mit etwas weniger Patriotismus und einer zusammenhängenderen Handlung wäre "Wir waren Helden" mit Sicherheit wesentlich besser geworden. So kommt er an Referenzfilme wie beispielsweise "Saving Private Ryan" nicht ran, an denen er sich messen lassen muss.
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