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LIEFERUMFANG
- Fernglas 15x50, 1,3 kg betriebsfertig, ca. 16x21x8 cm, Porro-Prism-Konstruktion, / 79m bei 1000m / Austrittpupille 3,3 mm, Betriebsbereich -10° bis +45° bei 90% Luftfeuchtigkeit
- Soft-Tragetasche aus Nylon m. Kordelverschluss am oberen Rand, Clipverschluß für den Deckel, leicht gepolstert (siehe Kundenbild), 1 kleine flache Innentasche
- Trageriemen
- 2 Okularabdeckungen
- 2 Panasonic-AA-Alkaline-Batterien
- Mikrofaser-Putztuch (Händler-Zugabe)
- Unterlagen (Bedienungsanleitung in sämtlichen gängigen Sprechen, Garantie)
Erhältliches Zubehör: Aussen-Battery Pack BP-B1 für 4 Batterien mit Spiralkabel, Antifog Eyepiece AE-B1 für besondere Kälte.

VERARBEITUNG / QUALITÄT
Das Fernglas is made in Japan. Es ist vollständig gummiert, glatt aber griffig, Sehr saubere Verarbeitung. Gewindeanschluß (Metall) für Stativ-Wechselplatte auf der Unterseite, dadurch kein Adapter nötig, auch Top-verarbeitet.

Trageriemen aus Nylon, sehr dick und solide, silbernen Canon-Schriftzug aussen, 31 mm breit, ungepolstert, mit antirutsch-Belag, ebenfalls made in Japan, excellent verarbeitet. Für das 1,3 kg-Fernglas (mit Batterien) ausreichend bequem.

Soft-Tragetasche hat keine Gummifüße /-auflage zum Abstellen, 1 flache Innentasche ausreichend für Putztuch oder flachen Gegenständen max. 10 cm breit, aber nicht z.B. für Pinsel.
Deko-Metallclip aussen mit scharfkantige Vernietung innen, die von der Innentasche aufgefangen wird (jedoch leichte Beschädigungsgefahr für Gegenständen, die dort untergebracht werden).
Ausreichend groß, Fernglas rustsch gut hinein / hinaus aber hackt seitlich etwas an dem Kördelverschluß. Deckel deckt nicht vollständig von oben, läßt seitlich 2x 1,2 cm breiten Spalt (Regenwasser).
Schutzfunktion jedoch voll erfüllt wenn Kordel festgezogen wird.

2 Okular-Schutzkappen aus Kunsstoff, schliessen sehr genau und perfekt, besonders auf zurückgestulpten Okular-Gummimuscheln.
Keine Objektivabdeckungen. Objektivlinsen stehen nur 6 mm von der Aussenkante entfernt, daher hohe Verschmutzungsgefahr, ggfs Beschädigungsgefahr.
Gewinde an Objektive für Filter vorhanden, in Betriebsanleitung nicht erwähnt, Gewindedurchmesser 58 mm (habe verschiedene Filter von Hama, Hoya, Kenko ausprobiert: Paßt).

Betriebsanleitung gut verständlich, zahlreiche SW-Bilder, gut lesbar, vollständig, enthält auch Troubleshooting in Tabellenform.

HANDHABUNG
FG liegt gut in den Händen (beide Hände unbedingt erforderlich), gut ausbalanziert aber mächtig dick, gerade noch für Frauenhänden i.O.
Augenabstand-Einstellung durch kräftiges Bewegen der Okularteile, sehr schwergängig, aber zweckmäßig: Verstellen aus Versehen so gut wie unmöglich.
Fokusierwalze extrem (etwas zu) leichtgängig, gleichmäßig und lautlos über den gesamten Bereich. 25 x 25 mm, vollgummiert, starke Verzahnung, sehr gut erreichbar.
Präzise Einstellung der optimalen Schärfe im gesamten Entfernungsbereich absolut problemlos.
Dioptrie-Einstellung rechts, reicht gerade für mich aus (L:-3,5 / R: +1,25), schwergängig und gleichmäßig.
Stabi-Betriebsknopf (wasserdicht) instinktiv gut erreichbar (zu gut, wird oft aus Versehen getätigt). Betriebsanzeige mit grüne Leuchtdiode am Oberteil, gut sichbar auch am Tag, sehr diskret (kann auch nachts von wilden Tiere nicht bemerkt werden.
Auswechseln der Batterien sehr gut gelöst, am Unterteil, auch ohne Münze möglich, nach 1/4 Umdrehung kann das Fach geöffnet werden.
Kennzeichnung zum richtiges Einlegen der Batterien kaum lesbar. Mit wenig Erfahrung kann Batterienwechsel auch bei völliger Dunkelheit erfolgen.

EINBLICKVERHALTEN
Angenehmes Beobachten, nicht anstrengend, eher komfortabel, keine Störungen, auch für Anfänger und Brillenträger. Erfordert allerdings genaueste Einstellung des Augenabstandes auf dem 1/10 mm damit beide Pupillen in optischen Axen liegen. Sonst multiple, breitflächige, bewegliche schwarze Flecken am Rande des Sichtsfeldes.
Seitenlicht störend wenn nachts vorhanden, wird von Augenmuschlen nicht ausreichend abgeschirmt, erfordert Einsatz der Hand, sonst glares seitlich im Blickfeld.
Keine Phantombilder, glares, Innenreflexionen unter normalen Bedingungen bei Tageslicht (wenn Augenabstand exakt eingestellt).

Bequemlichkeit bei Bobachtungszeit von 30 sek. = 10/10, danach bis 60 Sek. Absenkung auf 8/10 durch Druck auf Augenhöhle.
Ab 90 Sek. zusätzlich Ermüdung der Muskulatur (Oberarm, Handgelenk) durch hohes Gewicht, zu grosses Durchmesser beider Tonnen, schmerzhaften Druck der steifen Augenmuscheln.
Instinktive Beobachtungspause nach ca. 2 Minuten, instinktive Erhohlungszeit: 15-30 Sekunden.

Mit zurückgestulpten Augenmuscheln totales Sehfeld aber anstrengendes, unbequemes Einblickverhalten: Optimaler Abstand Okular-Pupille (eye-relief) duldet keine Verankerung / Berührung des Fernglas an bzw. zu Augenhöhle. Dadurch einerseits angenehmere Beobachtung aber zum Preis einer höheren Muskelanspannung (freihändiges Halten) und frühzeitigen Ermüdung (um ca. Faktor 1,5-2).

Keine besondere Konzentration erforderlich (z.B. Atemkontrolle).

AUGENMUSCHELN
Augenmuscheln in ausgefahrenen Zustand verkleinern das Sichtfeld erheblich. Das wird deutlich wenn man eine Seite so läßt und die andere zusammenfaltet, dann mit beiden Augen alternativ beobachtet.
Werden die Augenmuschlen zurückgestulpt ist das Sehfeld uneingeschränkt, jedoch müssen die Okularlinsen öfter gereinigt werden dann die Augenlider die Linsen berühren und Spuren hinterlassen. Im einzelnen:

Augenmuscheln etwas zu lang, ungewöhnlich dick, dadurch sehr steif, geben erst bei einem Druck von ca. 0,8 Kg / Stück nach. Keine vorprogrammierte Faltstellung, keine Ausdünnung des Materials am äußeren Rand.
Mit Druck der Augenhöhlen gegen die Augenmuscheln wird das Gesichtsfeld erweitert, jedoch verursacht der Hohe Druck hierfür (ca. 1,5 kg und höher) des steifen / dicken Gummis rasch schmerzhaften Druckstellen.

Stabi hin und her, die 1,3 kg, die dicken Tonnen und die Augenmuscheln erlauben nur unbeschwerte kurze Beobachtungszeiten. Minutenlange Dauerbeobachtungen freihändig sind, nach meiner Erfahrung, körperlich überdurchschnittlich anstrengend. Andererseits, die aussergewöhhnliche Qualität der Abbildung führt zu einer deutlichen Steigerung des Spaßfaktors und verschiebt die Schwelle der Erträglichkeit je nach Laune und Bedingungen.

STABILISIERUNG
Kein Vergleich mit Ferngläser dieser Leistungsklasse mit ständigen Tanz der Abbildung, verursacht durch Muskelzittern, Atmung und Herzschlag. Dadurch entspanntere Beobachtung (um Faktor 3 bis 4). Abstützung am Fensterrahmen mit beiden Ellenbögen bringt zusätzliche Verbesserung der Bildruhe um ca. 5-15 %. Dann wird fast vollständige Bildrühe erreicht, kaum von Stativnutzung zu unterscheiden. Gelegentlich extrem schnelle, sehr geringe sichtbare Anpassung der Optik.
Das System arbeitet nicht nur effizient sondern schnell:
Stabilisierung des Bildes um 80 % innerhalb von 0,5 sek. danach noch leichte Steigerung. 100 % Leistung das Systems nach ca. 1,5 Sek.
Keine Verwirrung des Systems bei leichten Schwenks, sehr gute Abstimmung mit menschliches Verhalten.

MOBILITÄT
Das Fernglas nimmt auch eine Menge Platz und bringt eine Menge Gewicht im Gepäck. Für anstrengenden Wanderungen ist ein Fernglas mit 30 mm-Linsen viel besser geeignet.
Die optische Leistung ist aber enorm.
Für einen Tagesausflug sollte einen Satz AA-Ersatzbatterien (z.B. Eneloop 1900 mAh) vorsichtshalber mitgenommen werden.
Alkaline Batterien bringen bei niedrigen Temperaturen kaum Leistungen und können zu einem Aussetzen des Systems nach wenigen Minuten führen.

OPTISCHE LEISTUNG
Sehr hohe Auflösung im gesamten Sichtfeld, aussergewöhnlich hohe Randschärfe bis nur 5-10% vom Rand. Fliegen auf Dachpfannen in ca. 100 m Entfernung gut sichtbar.
Schrauben einer Fernsehantenne können gerade noch als sechkant erkannt werden (Bestätigung durch 20x80 auf Stativ aber erforderlich weil an der Grenze zu subjektiv).
Exzellente Tiefenschärfe im oberen Bereich, z.B. 350-600 m mit geringen Detailverlust, Marinefernglas-ähnlich.
Im mittleren Bereich erfordert eine scharfe Abbildung eine genaue Fokussierung (absolut problemlos + angenehm).
Sehr deutliche geometrische Verzerrungen (Kisseneffekt) bereits ab rd. 30 % vom Zentrum.
Farbverzerrungen (lila / gelb) bei normales Tageslicht, auch bei extreme Kontraste (dunkle Zweige gegen Himmel) nicht bemerkbar, Streulicht ebenfalls nicht bemerkbar.
Neutrale Farbwiedergabe mit hohem Kontrast, Wolken bei Regenwetter mit unzähligen Nuancen, sehr realistisch und räumlich.
Im direkten Vergleich mit Zeiss Victory 8x56 eingengtes Sehfeld (klar: 8x zu 15x), sonst eher sehr großzügig.
Im Direktvergleich mit dem Top-Nikon 18x70 IF WP WF auf schweren Stativ, deutlich weniger Details aber breiteres Sehfeld, subjektiv eine Spur weniger Kontrast
Im Direktvergleich mit Fujinon 15x70 FMT-SX (ohne Stativ aber mit Abstützung) deutlich breiteres Sehfeld des Canon, in beiden Fällen grandiöse Abbildungen, Unterschiede liegen ebenfalls im subjektiven Bereich.
In allen Fällen, bei Tageslicht, auch unter schwierigen Umständen (100% Wolkendeckung, Regen) ausgezeichnete, sehr helle und Kontrastreiche Abbildung auf höchstem Niveau.
Leichte, durchschnittliche Vignettierung im Rahmen der Ferngläser der Ober- und Spitzenklasse.
Die lila-Vergütung der Objektive reflektiert sehr wenig Licht, man muss kein Fachmann sein um zu ahnen, dass hier sehr hohe Lichttransmissionswerte erreicht werden.

OPTIK-TUNING
Die optische Leistung kann durch die Verschraubung von Filtern an das 58mm-Gewinde der Objektive beeinflusst werden.
Ausprobiert habe ich HAMA SKY 1A, HOYA HD UV, HOYA POL CIRCULAR HD. Zum Schutz der Linsen habe ich ZETA PROTECTOR HD und HOYA PROTECTOR HD bestellt. Diese Filter dienen ebenfalls als UV-Filter, haben eine TOP-Vergütung, Zero Reflexion und eine Nano-Beschichtung. Davon verspreche ich mir eine optimale Lichtabsorbtion und eventuell eine Verbesserung der Helligkeit Nachts.
Auf die Filter aber auch auf das Gewinde der Eintrittlinsen, kann man Snap-on Lens caps (Objektivdeckel mit Haltefedern) von Canon (Bezeichnung E-58) anbringen. Sie passen und halten perfekt und kosten rd 6 Euro bei Amazon (Modellnummer: 2726A001AA).
Natürlich kann man auch gelbe und Kontrastfilter auf das Fernglas schrauben und dadurch eine Flexibilität erreichen, die ziemlich einmalig ist.
Z.Z. bin ich auf der Suche nach schwenkbare Verschlüsse, wie sie auf Zielfernröhre montiert werden.

DÄMMERUNGSEIGENSCHAFTEN
50 mm ist die unterste Grenze für ein Dämmerungsfernglas. Hier sammeln Ferngläser mit 56, 63 und 70 mm-Objektive Unmengen mehr Photonen, die ein 50 mm-Fernglas, selbst mit bester Vergütung, nie wiedergutmachen kann. Es ist in der Praxis kaum möglich objektive Vergleiche zu veranstalten weil die Zeit hierfür immens wäre und die Bedingungen verändern sich von Minute zu Minute.
Theoritisch wäre das 15x50 IS für die Dunkelheit nicht das non-plus-ultra.
Allerdings, die Stabilisierung funktionniert dermaßen gut, dass das Herumfummeln an der Fokusierwalze in der Dunkelheit um eine irgendwie aussagekräftige Abbildung zu ergattern weitgehend entfällt.
Abgesehen davon, scheint die Qualität des Glases und der Vergütung sehr hoch zu sein. Dadurch ist das Fernglas in der Praxis eine ganze Klasse besser als in der Theorie.
Im Ergebnis kann ich nachts in 100 m-Entfernung die Pfannenstruktur eines Daches gerade noch erkennen wo das Auge absolut gar nichts sieht.
Persönlich würde ich für solche Situationen subjektiv eher mein Zeiss Victory 8x56 oder Steiner 15x80 vorziehen, aber das hängt auch von der Situation ab (abstützungsmöglichkeit, Fitness...) und muß jeder für sich entscheiden. Eine allgemein gültige Empfehlung gibt es hierfür nicht. Auf jeden Fall ist man mit diesem Fernglas schon wirklich richtig gut bedient.

FAZIT
Das Canon 15x50 IS hat eine sehr gute Optik, auch gemessen an Ferngläser der Spitzenklasse.
Sensationell ist es aber erst wenn die Stabi eingeschaltet wird, ca. 80-90 % der Bewegungsstörungen werden neutralisiert und es ist wirklich eine tolle Sache, richtig verblüffend wenn man das zum ersten Mal erlebt. Dadurch ist das Fernglas eine Klasse für sich und ein mächtiges Gerät !
Soviel Schärfe ohne Stativ gibt es nirgendwo (mit Ausnahme vielleicht von anderen Stabi-FG wie das 10x42 L IS WP).

Aufgrund der klotzigen Bauform, des Gewichtes und der unglücklich konstruierten Augenmuscheln ergeben sich gegenüber klassische Porro-Ferngläser mehr oder weniger geringe Nachteile, die die Handhabung etwas unnötig erschweren und den Einsatz einschränken. Die Gesamtfreude an der sensationellen Bildstabilisierung und der mächtigen Leistung wird im Endeffekt, mit etwas Gewöhnung, nur am Rande davon berührt.
Das Fernglas spricht also die jenigen an, die weniger erfahren, keine gute Schützen oder motorisch nicht Topfit sind, aber auch erfahrene Beobachter wie ich werden die verblüffenden Eigenschaften der Stabilisierung schätzen.

Ein Fernglas für alle Fälle ist das 15x50 IS natürlich nicht.
Für den Sammler geht aber kein Weg daran vorbei. Ein Must have !
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1313 Kommentare| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. April 2009
Hauptsächlich für den nächtlichen Einsatz habe ich ein Fernglas gesucht, das mir zum einen eine Vergrößerung über 10x bietet, andererseits keine zu kleine Austrittspupille hat. Bei 50mm Öffnung und 15x Vergrößerung ist die Austrittspupille 3,33mm groß - das erlaubt einen guten Einblick, noch genug Feld und dennoch genug Vergrößerung, um großflächige Himmelsobjekte entspannt zu beobachten.

Die Bildstabilisierung kann durch einmaliges Betätigen des gut erreichbaren Tasters eingeschaltet werden. Nach 5 Minuten schaltet sich die Stabilisierung wieder aus, wenn man den Taster nicht vorher nochmals betätigt. Hält man die Taste gedrückt, so wird die Bildstabilisierung so lange aktiviert, wie man die Taste hält. Lässt man sie los, wird die Stabilisierung wieder abgeschaltet.

Betrieben wird die Stabilisierung mit 2 Mignon-Zellen, die sich am Unterteil neben dem Fotogewindeanschluß unter einer mit einer Münze zu öffnenden Klappe befinden. Bei normalen Bedingungen sind etwa 2 Stunden stabilisiertes Beobachten mit einem Satz Batterien/Akkus möglich. Da man aber keine 2 Stunden ununterbrochen beobachtet, kann man mit einem Satz locker eine Beobachtungsnacht durchstehen.

Auch ohne Batterien bleibt das Fernglas selbstverständlich funktionsfähig, nur sollte man sich dann ein Stativ suchen. 15x ist eindeutig auch vom stärksten und ruhigsten Beobachter - wenn überhaupt - nur für Sekundenbruchteile ruhig zu halten.

Die Bildstabilisierung beruhigt das Bild sehr stark. Schwankungen beim Stand werden nicht ausgeglichen, wie es z.B. die Fujinons tun. Dafür folgt das Glas willig jeder Bewegung. Das Muskelzittern wird komplett unterdrückt. Hält man z.B. auf einen 2km weit entfernten Kirchturm, so kann man ohne Bildstabilisierung die Uhr nicht ablesen, mit Bildstabilisierung ist es wie der Blick auf die Armbanduhr.

Ferngläser auf die kleinsten Abbildungsfehler hin untersuchen geht am besten des Nächtens. Das Bild im 15x50IS zeigt erstaunlich wenig Farblängsfehler, wohl wegen den UD-Gläsern, die Canon eingesetzt hat. Bei nicht korrektem Einblick könnte man meinen, das Glas hat Astigmatismus. Die Augenmuscheln lassen weder Brillenträgern noch Normalsichtigen einen entspannten Einblick zu. Es ist absolut unverständlich, wie Canon einem so hochwertigen (und auch hochpreisigen) Produkt derartige Augenmuscheln verpassen kann. Diese sollten ausgetauscht werden.

Das Glas wird ohne Staubabdeckungen geliefert. So muss man aufpassen, daß man weder das Objektiv noch das Okular beim Verstauen mit den Fingern berührt. Auch die Stofftasche, die dazu geliefert wird, und in dem das Glas ansonsten ungeschützt verstaut wird, erweckt wenig Vertrauen. Auch das ist unverständlich. Ein paar Gummipropfen für 50 Cent hätte Canon schon mitliefern können.

Ist das Glas das Geld wert? Das muss jeder für sich entscheiden. Für astronomische Anwendungen ist das 15x50 das Geld auf jeden Fall wert. Was zuvor nur mit Stativ und der damit einhergehenden Bewegungsfreiheit möglich war, geht jetzt auch mal eben einhändig nebenher. Sterne, die spätestens ab 8x nur chaotisch sich bewegende Wusslons waren, stehen jetzt klar und deutlich im Bild. Die Detailerkennung nimmt Nachts- wie auch Tagsüber drastisch zu.

Für Vogelbeobachter ist das Glas sicherlich auch gut gedacht, auch bei hohem Kontrast (sonniges Wetter, dunkler Baum) zeigt das Glas kaum gelb/blaue Ränder. Ganz ab von der Stabilisierungsgeschichte hat Canon hier ein sehr gutes Glas abgeliefert, das über das Feld scharf ist und erstaunlich wenig Bildfeldwölbung aufweist.
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am 10. April 2013
Die optische Leistung ist durchaus nahezu perfekt über den gesamten Sichtbereich. Schärfe, Farbfehler, Lichtausbeute und Abbildungsfehler (Verzerrungen, Bildfeldwölbung) sind allesamt auf sehr hohem Niveau. Mit eingeklappten Augenmuscheln und ohne Stabilisator ein einwandfreies Gerät, das sich gegenüber der Konkurrenz in gleicher Preislage absolut nicht verstecken muss.

Es wären 5 Sterne geworden, wenn es nicht ein paar Mankos gäbe:
- Die Augenmuscheln sind eine Frechheit für die Preisklasse, hart, unergonomisch und vor allem begrenzen sie das Sichtfeld erheblich.
- Umhängeband und Tasche, beides im Lieferumfang, sind ebenfalls eine Frechheit. Billigster China Schrott mit einem Wert von sicherlich unter 50Cent. Die Tasche bietet nahezu keinen Schutz, da sie mehr oder weniger ungepolstert ist.
- Es gibt keine Abdeckkappen für die vorderen Öffnungen, die können aber nachgekauft werden. Auch das ist eine Frechheit.
- Die Okkularabdeckungen sind ebenfalls ein Witz, zudem sie nicht mit dem Fernglas verbunden sind und so schnell verloren gehen.
- Bildstabilisator: Prinzipiell arbeitet der ganz brauchbar und beruhigt das Bild sichtbar. Das er allerdings, wie hier oft beschrieben, das Zittern komplett ausschaltet ist völliger Nonsens. Auch die Aussagen von Canon, dass es bewährte Technik wie in den DSLR Kameras sei, ist Nonsens. Das Prinzip ist ähnlich, aber die Funktion ist erheblich schlechter. Ich besitze Canon Objektive (L Serie) mit IS und an meinen Kameras arbeitet der Stabilisator in den Objektiven ganz erheblich besser, als im Fernglas. Zwei Punkte, die die Freude mit Stabilisator schon etwas trüben: Bei eingeschaltetem Stabi verändert sich kontinuierlich die Schärfeebene. Einmal scharf gestellt wird ein Objekt immer wieder leicht unscharf, dann wieder scharf usw. Ohne Stabi passiert das nicht. Der zweite Punkt ist, dass das Bild wandert. D.h. man richtet das Fernglas auf ein Objekt aus und hält es ziemlich genau ausgerichtet und das Bild verschiebt sich permanent, was daran liegt, dass der Stabi eine der Linsen bewegt um das Verwackeln auszugleichen. Meine Vermutung ist, dass es sich hier um sehr alte Stabi-technik handelt, die Stabis in neueren Canon Objektiven sind erheblich leistungsfähiger.

Also alles in allem ist der Stabi durchaus brauchbar und erhöht das Sehvergnügen, den oft genannten Wow Effekt kann ich aber nicht bestätigen und auf ein gutes Stativ montiert ist die Leistung doch sehr viel besser. Davon ab hat man mit Stativ nicht 1kg Gewicht zu tragen, was doch erheblich in die Arme geht in der üblichen Fernglashaltung, zumindest wenn man nicht auf dem Rücken liegt oder die Ellbogen aufstützen kann.

Schade, das Canon sich nicht ein bisschen mehr Mühe gegeben hat. Gerade bei Tasche und Schutzmaßnahmen wäre das ohne großen Aufwand einfach möglich gewesen.
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am 5. Oktober 2010
Ich hatte mir dieses Fernglas zugelegt um damit Vögel zu beobachten. Die Idee: es ist fast so leistungsstark wie ein Spektiv, aber lange nicht to schwer und unhandlich und damit für Exkursionen in der Natur besser geeignet. Außerdem bin ich Brillenträger und dafür sollte das Glas auch gut geeignet sein. Dazu meine Erfahrungen.

Das Canon-Fernglas verwende ich jetzt seit über einem Jahr und ich genieße es immer noch, wenn Bild zu ruhe kommt, wenn ich den Knopf für den Bildstabilisator drücke. Das Bild wird dadurch jedoch nicht ganz still. Das hochfrequente Zittern geht weg. Etwas Bewegung ist immer noch vorhanden. Ein wenig so, als wenn man betrunken ist. Man muss aber nicht mehr verkrampft versuchen das Glas ruhig zu halten und kann entspannt beobachten. Das Auge hat die Möglichkeit Details zu erkennen und Merkmale zu studieren. Auch können Vögel entdeckt werden die sich durch Ihre Bewegungen verraten. Das geht mit einer normalen Optik kaum denn das ganze Bild wackelt immer. Auch Beobachtungen über längere Zeit sind dank Stabilisator möglich. Einen Greifvogel am Himmel zu verfolgen oder das Ufer eines Sees abzusuchen ist kein Problem. Bis die Arme schlapp machen. Das Glas ist mit 1,2 Kg kein Leichtgewicht. Als Brillenträger kann ich gut durch das Glas gucken. Die ausklappbaren Augenmuscheln verwende ich nicht.

An die Leistung eines Spektives kommt das Canon 15x50 IS AW jedoch nicht heran. Des halb habe ich mir auch noch ein gutes Spektiv zugelegt. Das benutze ich, wenn ich im Voraus weiß, dass Vögel weit entfernt sind. Oder ich gezielt einen Beobachtungspunk ansteuere und das Spektiv nicht viel tragen muss. Ansonsten ist das Canon mein liebster Begleiter und es säßt sich auch dann einsetzten wenn es mit einem Spektiv schlecht möglich ist: z.B. auf einem vibrierenden Schiff oder bei starkem Wind.
Negatives: es werden lediglich Schutzkappen für das Okular mitgeliefert und bei der Schutztasche hat sich nach kurzer Zeit ein Aufkleber an der Innenseite abgelöst der das Glas vor einer Metallniete schützen soll. Das Fernglas war daraufhin mit Kleber verschmiert und die Metallniete für das Canon-Emblem kann nun das Gehäuse verschrammen. Dafür gibt es einen Stern abzug.

Dann noch zum Kauf: mir ist es vor einem Jahr nicht gelungen, ein Geschäft zu finden, in dem ich Canon-Ferngläser mit Bildstabilisator ausprobieren konnte. Fotogeschäfte hatten es nicht vorrätig und wollen es zum ausprobieren auch nicht bestellen. Geschäfte mit gutem Optik-Sortiment (z.B. für Jäger) haben Canon leider nicht im Programm. Also keine Chance vor dem Kauf zu testen. Ich habe es dann online bestellt. Da hat man die Option es innerhalb von 2 Wochen zurückzugeben und es ist billiger als ein Fachgeschäft.
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am 21. Februar 2013
Die meisten vorherigen Rezensionen sind bereits auf die technischen Eigenschaften des Canon 15x50 IS AW eingegangen. Ich möchte ein paar andere Dinge anmerken:

Das Glas wurde von mir als Allround- und Astronomiefernglas angeschafft.

Nachteile:

Richtig ist, das die Augenmuscheln sehr unangenehm sind und sich nicht ergonomisch anschmiegen. Auch wird das Sichtfeld bei ausgeklappten Augenmuscheln beträchtlich eingeschränkt. Des Weiteren schließen die Ränder nicht richtig ab und Licht kann bei Dunkelheit einfallen. Das Seherlebnis wird beeinträchtigt. Für diesen hohen Preis unentschuldbar.

Allerdings gibt es eine Alternative, die ich nach langer Recherche gefunden habe. Die "Baader Gummi Augenmuschel III" passen wie angegossen in die Canon Augenmuscheln rein und halten dort auch. Kosten pro Stück 12 € und sind wirklich zu empfehlen und sehr angenehm. Die Sichtfeldeinschränkung ist zwar immer noch vorhanden, aber die Durchsicht macht viel mehr Spaß. Ohne diese "Baader Gummi Augenmuscheln III" hätte ich sehr wahrscheinlich das Fernglas zurückgeschickt.

Auch das Fehlen der unteren Objektivdeckel ist ärgerlich. Alternativ passen die Canon E-58 U Objektivdeckel.

Bei eingeschalteter Stabilisierung und Einsatz senkrecht in den Himmel zur Sternenbeobachtung werden manchmal die Sterne minimal unscharf. Dies ist sehr wahrscheinlich auf die Stabilisierung zurückzuführen. Denn auf einem Stativ passiert das nicht.

Positiv:

Was für ein Unterschied! Mit und ohne eingeschalteter Stabilisierung. Alleine deswegen lohnt sich eine Anschaffung. Das Bild steht förmlich. Wesentlich mehr Details sind bei weiter Entfernung erkennbar. Neben der hervorragenden optischen Leistung ist die Stabilisierung Ihr Geld wert. Wer einmal das Canon ausprobiert hat, wird sich wegen der Stabilisierung kein anderes Fernglas in ähnlicher Vergrößerung mehr kaufen wollen. Außer vielleicht ein Zeiss 20x60. Aber das ist preislich keine Alternative.

Die optische Leistung des Canon 15x50 IS ist beeindruckend. Randscharfe Bilder bei Tag, farbfehlerfreie nadelförmige Sterne bei Nacht. Was will man mehr.

Fazit:

Ich würde mir das Glas jederzeit wieder kaufen. Auch wenn die Augenmuscheln "Mist" sind und die unteren Objektivdeckel fehlen. Die optische Leistung in Kombination mit der Stabilisierung und dem Kaufpreis sind meiner Meinung nach unerreicht und machen dieses Canon zu einem der besten stabilisierten Ferngläser der Welt.
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am 9. Januar 2013
Wir haben uns das Fernglas angeschafft, weil eine längere Segeltour ansteht. Das Weltmarktangebot an stabilisierten Gläsern ist sehr übersichtlich. Nach dem Studium der Käuferbewertungen und der technischen Daten haben wir uns für diesen Typ entschieden.
Die Haptik ist sehr gut, das Material fasst sich angenehm an und das Glas liegt gut in der Hand. Es lässt sich auch leicht auf die jeweils benötigten DIoptrien einstellen. Das Hauptmerkmal dieses Glases, nämlich die Bildstabilisierung, funktioniert auf zwei mögliche Arten: Einerseits kann man eine griffgünstig (für Rechtshänder) plazierte tast für die Stabilisierung drücken, so lange man diese feature benötigt, oder man tippt die Taste nur kurz an, dann wird die Funktion für ca. 5 Minuten zugeschaltet. Zum Betrieb benötigt man 2 weit verbreitete Batterien (oder Akkus) vom Typ AA, die gut abgedichtet in einem gummierten Verschlussdeckel an der Unterseite zu erreichen sind.
Eine 15-fache Vergrößerung ist viel Holz. Ohne Stabilisierung wackelt das Fernglas hin und her, neben dem Puls machen sich dann auch die körperliche Anstrengung beim Laufen und das Gewackel z. B. des Schiffes so bemerkbar, dass man kaum verwertbare Ergebnisse erhält.
Der erste versuch fand nachts auf der abgeschlossenen terrasse (kein WInd!) statt, bei sternklarem Himmel. Der Jupiter wurde aufgesucht und durch das Fernglas mit Stabi angepeilt. Seine 4 inneren Monde waren gut zu erkennen. Bei zugeschalteter Stabilisierung tanzte das Bild ein klein wenig, bei dieser vergrößerung kein Wunder. Bei tageslicht in der gegend herumgeschaut, ergeben sich völlig neue Perspektiven: was kocht denn da Frau Müller in der Küche aus 200 m Entfernung, etwa Knödel?
Als Linsen verwendet Canon welche aus UD-Glas, das bei Nikon und Pentax ED heißt. Das sind optische Gläser mit einem hohen Brechungsindex und niedriger Dispersion. Auf Fotobrennweiten übertragen, hätten wir hier eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit 750 mm Brennweite. Jeder Fotobegeisterte weiß, was so ein Objektiv kostet. Ohne UD- bzw. ED- Gläser würde das sekundäre Spektrum auswandern und zu Farbsäumen und Unschärfen führen. Davon ist hier nichts zu sehen. Großes Lob.
Weniger gut haben folgende Punkte gefallen, die dazu beigetragen haben, dass "nur" 4 Sterne vergeben wurden: Die Lieferung erfolgt in einer relativ weichen und engen Kunststoff-Textiltasche. Eine Hartschalentasche fände ich praktischer, vor allem bei der Jagd und auf einem Segelboot. Dann gibt es keine Linsenabdeckung! Die vorderen Linsen lächeln einen völlig ungeschützt an. Die hintere Okularabdeckungen sind schlecht zu befestigen, sie fallen schon beim Herausziehen des Glases ab und purzeln in der Landschaft herum. Der Befestigungsriemen ist reichlich dünn und könnte durchaus von einem Exemplar à la Kamerariemen ersetzt werden. Angesichts des Preises sind das schon verbesserungsfähige Punkte.
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am 14. Juni 2010
Das Canon-Fernglas »15x50 IS UD 4.5° ALL WEATHER« ist prima, aber die Augenmuscheln sind eine Katastrophe. Ich stellte den Augenabstand entsprechend Bedienungsanleitung ein (bei mir 60 mm). Schon das erste Durchgucken war unangenehm: die relativ harten, schmalen Ränder der Augenmuscheln liegen jeweils nur an zwei Punkten an (Augenbrauen und Nasenwurzel), nach kurzer Zeit macht es keinen Spaß mehr hindurchzuschauen, die Druckstellen sind lästig. Im Gegensatz zu meinen anderen Ferngläsern, da kann ich, ohne dass etwas nahe der Augen drückt, mit Vergnügen lange durchschauen. Aber beim »15x50 IS« kommt es noch schlimmer: diese Augenmuscheln schränken mein Sehfeld ein, weil durch deren Länge meine Augen zu weit von den Okularen entfernt sind! Ich muss die Muscheln zurückklappen, um das volle Sehfeld nutzen zu können, obwohl ich keine Brille trage! Wahrscheinlich hat noch nie ein für sowas verantwortlicher Canon-Mensch durch dieses Glas geschaut. Wenn man es aber mit zurückgeklappten Augenmuscheln nutzt, hat man Freude. Das Bild bis zum Rand hell und klar und mit eingeschaltetem Bildstabilisator steht das Bild ganz ruhig, auch beim Schwenken. Das Glas ist relativ schwer, liegt aber gut in der Hand. Damit rückt mein sehr gutes »10x50 von Carl Zeiss Jena« in die zweite Reihe: das Bessere ist der Feind des Guten.
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am 8. April 2013
Sehr lange suchte ich nach einem passenden optischen Begleiter. Ich suchte bei Steiner und Optloyth sogar Swarovski, Leica, Zeiss und Docter kamen in Frage. Zuerst suchte ich ein besonders rucksacktaugliches Fernglas, jedoch mit ausreichend optischen Reserven. Ich bin sehr leidensfähig, wenn es darum geht fotografisches oder optisches Equipment zu tragen und landete schon beim Steiner Sky Hawk Pro 10x42 als Taschenfernglas. Meiner Einschätzung nach ein hervorragendes Glas in der Preis-Leistung Relation. Je länger ich suchte, desto teurer und größer wurden die getesteten Gläser. Jedoch bei allen Tests dieser Gläser hatten mich mein eigener Pulsschlag und das leichte Zittern einfach gestört bei der Durchsicht. Fotografisch arbeite ich mit bildstabilisierten Teleobjektiven und bin immer wieder über die Leistungsfähigkeit dieser Optiken erstaunt, selbst aus der Hand scharfe Bilder zu machen. Auch bei meiner astronomischen Leidenschaft bin ich durch die schweren Montierungen ein ruhiges Bild durch das Teleskop gewöhnt.
Doch anscheinend gibt es ja eine Lösung.
Das Canon 15x50 IS ist das schwerste 50 mm Glas welches ich kenne (1200g ohne Batterien!), die Außengummierung ist Geschmackssache, ich hätte gerne ein etwas anderes Material gehabt. Jedoch fällt es mit dieser Gummierung schwer dieses Glas aus der Hand fallen zu lassen... es ist fast so, als klebe es an den Händen... Leider bleiben auch Staub und Pollen gerne haften. Trotzdem ist die äußere Verarbeitung tadellos sauber gearbeitet. Die Augenmuscheln sind ein Thema für sich, bedingt durch die Härte des Gummis, können die Augenmuscheln das Auge nicht komplett umschließen und störendes Streulicht fällt durch die Seite ein. Unschön und unnötig, hier scheinen die Produktdesigner geschlafen zu haben. Außerdem sieht man, nach allzu enthusiastischen beobachten, aus wie ein Brillenbär...
Zur optischen Qualität... ich gebe zu, ich habe schon durch bessere Gläser geschaut, hier sind die Premium" Hersteller sichtlich besser. Ein leichter Farbsaum ist nicht zu verkennen und somit definitiv kein (gutes) Apo System. Die Brillanz und der Kontrast hin dessen sind wirklich sehr gut. Auch das Bildfeld ist, bis auf dem äußersten Rand, ohne sichtliche Verzeichnung. 15 fache Vergrößerung ist ein enormer Sprung von 10fach oder sogar 8fach, hier eröffnen sich neue Perspektiven mit einem Fernglas, ein für mich gewichtiger Pluspunkt, wenn es um ornithologische Beobachtungen geht und auch ein Orionnebel sieht besser aus bei 15facher Vergrößerung. Auch das Bildfeld ist erfreulicherweise sehr groß. Nun zum m.E. nach größten Pluspunkt und zur größten Schwachstelle - der Bildstabilisator. Der Bildstabilisator arbeitet perfekt!! Ein drücken auf den gut gelegenen IS Knopf und das Bild steht! Die Detailwahrnehmung steigert sich enorm bei einem ruhigen Bild, Vögel können wie durch ein Spektiv beobachtet werden und Sterne zeigen kein Zittern mehr am Himmel, dies ist für mich ein unschlagbarer Vorteil. Ich entdecke Vögel in den Büschen durch Ihre leichten Bewegungen, die mir vorher durch meine eigenen Zitter Bewegung entgangen sind. Jedoch gibt es auch einen Nachteil, der Bildstabilisator verringert phasenweise die Bildschärfe. Wenn der BS arbeitet, pumpt dieser etwas an der Schärfe, nicht dramatisch aber für einen aufmerksamen Bobachter, der vielleicht kleinste Details wahrnehmen möchte, ist dies tatsächlich störend.
Sicherlich gibt es noch andere IS Ferngläser, doch war mir eine Mindestöffnung von 50mm wichtig und eine Vergrößerung jenseits der 10x - doch da wird der Markt eng, außer diesem Canon (15x und 18x50 IS) und einem Zeiss 20x60, welches sich preislich in anderen Sphären befindet, gibt es meines Wissens keine Konkurrenz.

Fazit: Zusammengefasst handelt es sich um ein wirklich hervorragendes Fernglas mit kleinen Abstrichen, wobei ich hier die phasenweise leichte Schärfenverschiebung beim IS als kritischsten Punkt anbringen würde. Eventuell gibt es auch, bedingt durch Serienstreuung, bessere Gläser. Weiterhin sollten andere Augenmuscheln verwendet werden. Somit bleibt dieses Fernglas ein Kompromiss, den ich allerdings eingegangen bin. Es gibt optisch bessere Gläser, doch in der Summe ist für mich diese Glas konkurrenzlos gut, da die Auswahl an solchen bildstabilisierten Ferngläsern leider sehr begrenzt ist.
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am 27. Dezember 2015
Hallo,
dies soll keine Fernglasrezension sein, sondern einen möglichen Lösungsvorschlag, der "Bändigung" der doch sehr unflexiblen Augenmuscheln, vorstellen.
Damit die Muscheln ihre Funktion als seitlichen Lichtschutz beibehalten und die Nase ebenfalls am Beobachtungsspaß teilhaben kann, wird der innere Muschelbereich umgeklappt und mit einer gewachsten Schnüre fixiert. Als Knoten habe ich den Platz sparenden und sicheren Maurerknoten benutzt.
Natürlich stellt diese Methode nur einen Kompromiss dar, da Dioptrien- und Augenabstandsänderungen eine Winkeländerung der Augenmuschel bewirken. Wenn das Glas aber überwiegend von einer Person genutzt wird, kann die Fixierung, die nach der korrekten Dioptrien- und Augenabstandseinstellung vorgenommen wird, den Beobachtungskomfort erhöhen.
Viel Erfolg
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am 24. Juni 2016
Da ich in der Fotografie auch Canonprodukte nutze und damit zufrieden bin, habe ich mir jenes bestellt. Man muss wenig über die Verarbeitung schreiben. Diese ist super. Das Fernglas bietet eine klare Sicht, es ist relativ leicht zu bedienen. Die Weitenregulierung läuft geschmeidig und das Griffgefühl ist auch klasse. Was mich weniger gut auf dieses Glas stimmen lässt ist der nicht immer so gut funktionierende Bildstabilisator. Leider hat man manchmal das Gefühl das bei eingeschaltetem IS das Bild etwas schwammig/matschig wird. Der Effekt tritt nicht immer auf aber wenn, stört er schon etwas. Bei sehr starken Kontrasten kann man Farbsäume erkennen. Die Augenmuscheln sind bei einem Glas in dieser Preisregion einfach nur eine Frechheit aber das wusste ich vor dem Kauf dieses Glases. Ich komme aber sehr gut mit umgeklappten Augenmuscheln zurecht. Trotz der negativen Punkte bereitet mir dieses Glas dennoch Freude bei der Nutzung weshalb es von mir 3 Sterne erhält.
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