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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
75
4,3 von 5 Sternen
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am 27. April 2017
Man muss absolut in der richtigen Stimmung sein, diesen Film zu sehen. Vorinfo ist hilfreich. Hat man sich schon einmal mit Psychosen befasst, oder benutzt man den Film im Krankenpflegeunterricht, stellt er die Problematik der Drogeninduzierten Psychose schonungslos dar. Die unangenehme Lautstärke ist bewusst gewählt. Stellt man leider, versteht man die Dialoge nicht mehr. Eine "Reizoffenheit", auch ein Psychosesymptom, kann man so ein wenig nacherleben. Die Darstellung wirkt "wie aus dem Leben" , könnte auch improvisiert sein...aber so wirkt alles richtig "ECHT"! Wenn man ihn will, ist der Film absolut sehenswert....aber auf jeden Fall anstrengend!
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am 22. September 2015
Der perfekt der Film zur Darstellung von Schizophrenie. Ich setze ihn sogar im Unterricht ein. Die Darstellung und die schauspielerische Leistung sind wirklich hervorangend.
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am 17. Januar 2006
Diagnose: F20.0 paranoide Schizophrenie, mehr als 1% der Bevölkerung erleidet in seinem Leben mindestens eine psychotische Episode und die Dunkelziffer ist ausgenommen, denn viele Menschen wollen die psychische Veränderung nicht wahrhaben und am häufigsten; sie kennen das Krankheitsbild und seine Spannweite nicht, können sich selbst so garkeine Diagnose stellen und bewältigen ihr Leben vielleicht auf hürdenbelegte hilflose Art und Weise. Meistens, oder eigentlich immer, handelt es sich um Menschen die ihr Umfeld sehr sensibel erleben und ebenso sensibel reagieren, sind häufig überladen mit Gedanken und Interpretationen, die sie sich über jede Kleinigkeit machen, haben viele Ängste und verlieren sich oft im Alltag in eine parallele Welt die oft chaotisch und keine richtige Ordnung mehr besitzt. Diese Welt wird wie unter einer geistigen Käseglocke wahrgenommen, wie ein verstopfter Filter nach außen und innen, der das ausgewogene Handeln erschwert.
Im Film "Das Weiße Rauschen" ist es meiner Meinung nach zum ersten mal (meiner Empfindung nach bisweilen kein zweites mal) gelungen, die Wahrnehmung und Situation der erkrankten Menschen in Bild und Ton, sowie in schauspielerischer Leistung, perfekt darzustellen.
Es dürfte fast jedem Menschen möglich sein, nachzuvollziehen wie sich ein Mensch mit einer solchen Erkrankung fühlt, denn ein Teil Schizophrenie steckt irgendwie in jedem Menschen irgendwann. Es dürfte reichen, einmal nur 3 Nächte durchzumachen oder eine Zeit lang extremen Stress zu erleben. Es dürfte jedem bekannt vorkommen, das Gefühl unter einer Käseglocke zwischen Innen- und Außenwelt zu stehen und das was drumherum passiert nicht mehr klar einzuordnen; eine Reizüberflutung, die verhindert in einer Ordnung zwischen 'wichtig' und 'unwichtig' oder 'falsch' und 'richtig' im Alltag zu entscheiden. Die eigenen Gefühle beginnen alles neu zu interpretieren, was passiert und es entsteht eine totale Verwischung zwischen Fakten, Assoziation und Erfahrungen des Erlebten.
Die Kameraführung, Bildfarben, die sounddesign-technische, sowie schauspielerische Arbeit ist der Realität entsprechend umgesetzt.
Das Produktionsformat Mini-DV, sowie das sehr freie schauspielerische Handeln und die spontane Kreativität bei der Produktion, haben eine einzigartige Atmosphäre geschaffen.
Wer den Film sieht, sollte vielleicht jedoch vorher wissen um was bei dem Film geht, bevor er abstellt und die DVD negativ beurteilt. Denn das hat der Film bei weitem nicht verdient.
Respekt für diese Meisterleistung!
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am 19. Dezember 2002
Ich will bei dieser Rezension mal lieber anonym bleiben, zumindest gg.über der Öffentlichkeit. Wenn man diesen Film bespricht, dann offenbart man zwangsläufig auch etwas über sich selbst. Beeindruckt sein kann von diesem Film jeder, der ein Interesse hat an dem Wahnsinn, den die Wahrnehmung mit der persönlichen Interpretation in unserem Hirn anrichten kann, aber verstehen vielleicht nur der, der in ähnlich ekligen Hemisphären des Denkens und Erlebens steckte.
Ich habe, erfahren in sämtlichen Filmen der Thematik, von "Ich hab Dir nie einen Rosengarten versprochen" über diverse Psychiatrie-Movies, David Lynch, "Requiem for a dream" und Co., NOCH NIE einen Film gesehen, der so spürbar und eindrucksvoll die Mechanismen eines "Horrortrips", einer Psychose dargestellt hat, wie dieser Film es tut. Die oftmals saublöd interpretierten Geschichten von "Stimmen im Kopf" werden hier Dolby-Surround-artig von vorne und hinten auf den Zuschauer beschallt und zwar mit dem richtigen, eben nicht 100% einheitlichem Vokabular. Eine Psychose lässt das "Ich" zu einem Opfer der Umwelt werden. Die anderen Individuen werden horrorhaft als Zerrbilder sämtlicher "Was wäre wenn"-Optionen wahrgenommen, sämtliche Möglichkeiten und paranoiden Wahnbilder und potentielle Möglichkeiten der Realität stürmen auf einen ein, dazu die entsetzte und hilflose Selbstreflektion des Über-Ichs, bizarre Assoziationen, Erinnerungen und das grauenhafte Entsetzen über den real existenten Zustand außerhalb aller gewohnten Raum/Zeit-Gewöhnlichkeiten. Ein lauter Schwall an widersprüchlichen Stimmen. In diesem Film hörbar und authentisch.
Wer zu diesem Film noch einen Kopfhörer aufsetzt, muss verrückt sein...
Dies ist kein Plärr-Film a´la "Die Anstalt"(SAT.1) oder eine romantisierte Wahnvorstellung a´la "Durchgeknallt"(mit Winona Ryder). Es ist aber auch kein Psychotiker-Sightseeing.
Es ist der meiner Meinung nach erste Film, der die sogenannte "Geisteskrankheit" zwar durchaus mit aufwendigen Soundeffekten, aber ohne sonstige Bombastik darstellt. Durchaus auch gemessen an der Realität. Aber Hauptaugenmerk und Perspektive ist der Horror des Betrachters, ohne jenen, den Hauptprotagonist, als Kranken stigmatisiert in der Ecke stehen zu lassen. Auch das HappyEnd unter dem Motto, wenn die Familie nur eng genug zusammenhält, fällt erstmal aus.
Was Lynch & Co. als subjektiven Trip für die Dauer eines virtuellen Kinobesuchs anbieten, ist in diesem Film eine realistische Wahrnehmung eines Teenagers, dessen Kopf nach dem Konsum psychedelischer Drogen explodierte.
Nicht zuletzt die Behind-the-scenes-Bonusgeschichten offenbaren zudem, dass an diesem Film "langhaarige Bombenleger" und Kunststudenten arbeiteten, die den einen oder anderen Trip hinter sich haben könnten und den weder aus moralischen Gründen nachträglich verurteilen noch ihn glorifizieren. Das sind junge, extrem motivierte Filmemacher, die mit geringen "Dogma"-Filme-mäßigen Mitteln einen psychedelischen, tiefgründigen, einfühlsamen, intelligenten, zudem stellenweise aus dem überzeugenden Spiel der Darsteller heraus improvisierten Film gemacht haben, wie er so sehr sehr sehr selten aus Deutschland oder sonst wo her kommt.
Jetzt der Grund, warum ich anonym bleiben wollte und ich klinge dabei wie ein drogengeiler Teenager, der ich nicht bin: Das war der intensivste Backflash meines Lebens! Die so realistische Darstellung der schlimmsten LSD-Paranoia, die ich zu Zeiten meiner jugendlichen Drogenexperimente erlebt hatte, hatte ich nicht erwartet und mich überwältigt.
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am 23. April 2017
Ankunft in Köln. Von Lukas, Spitzname Luke.
" Boh, ich hab` da voll die Panik gekriegt.....". - " Ja, schlimm. Eine ewige Baustelle. "
Und ich erinnere mich noch gut, damals, 2001- der Kölner Hauptbahnhof glich einer mittelschweren Katastrophe.
Ja, Köln ist eine tolle Stadt, und ihre Menschen erst. Party, Party, Wahnsinn. Und manchmal sind die Menschen
fassungslos- in etwa so wie Luke, der sich an einem von ihm verschuldet verpatzten Kinoabend ziemlich gehen läßt.
Die Fassung verliert, weil er nichts versteht.........denkt man spontan und leichtfertig.
Luke, grandios dargestellt von Daniel Brühl, hat jedoch ein nicht geringfügiges Problem, in seinem Kopf.
" Ich hab` voll mit euch geredet, aber nichts kam an.........irgendwie. Bleibt das noch lange so, oder..........? "
Ist dieser Zwischenfall wirklich auf einen Trip zurückzuführen? Was flüstert da in Lukes Kopf? Beängstigend. Nicht nur für Luke.
" Lukas? Lukas........! " - " Jochen. " - " Ja. " - " Wollt ihr mich vera*****n? Denkste, ich bin nicht da? Ich bin hier. " - " Bleib mal locker. "
DAS WEIßE RAUSCHEN.......................................

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Geschichte:

Lukas zieht in die Wohngemeinschaft seiner Schwester.
Er stürzt sich ins Nachtleben von Köln- Parties, Spaß, Dr****.
Und dann hört Lukas Stimmen, die ihn beschimpfen, die ihn verfolgen.
Die Diagnose der Ärzte........niederschmetternd.

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Mein Fazit:

" Aber jetzt,........ich hau` dich in die Fresse! "
DAS WEIßE RAUSCHEN- die Suche nach den Stimmen, die Lukas überall hört,
ihn verrückt zu machen drohen..........ein schreckliches und erschreckendes Bild.
Wenn die Schutzhülle reißt, bleibt die bleibende Wahnvorstellung.
Optisch wie akustisch ist hier der Ausbruch der Krankheit Schizophrenie eindrucksvoll in Szene gesetzt.
Unter Verwendung mehrerer Handkameras, die sich ständig um Lukas herumbewegen, überträgt sich diese
Bedrängnis natürlich auch auf mich, den mitfühlenden Zuschauer.
" Guck dich mal an, könntest dich mal waschen. "
DAS WEIßE RAUSCHEN- für mich vor vielen Jahren schon eine positive und extreme Überraschung.
Schonungslos, authentisch, überragend gespielt. Und für ein Debüt ist dieser Film einfach nur faszinierend,..........
der es meisterlich versteht, das Publikum in das Grauen psychisch kranker Menschen einzuführen, sowie mögliche
Auswirkungen von Drogen zu demonstrieren.
DAS WEIßE RAUSCHEN: Ein wahnsinnig(er) beeindruckender, krasser Film.
" Hör auf damit! Hört auf damit! " - " Was haben wir denn getan? "

Lauflänge: 100.23 Minuten ( mit Abspann ) !

Special Features:

- Making of= 11.25 Minuten!

- Drehimpressionen= 5.06 Minuten!

- Geschnittene Szenen= 31.40 Minuten!!

- Interviews= 22 Minuten!!

- Videoclip " I found you " = 3.36 Minuten!

- Teaser, Trailer, Fotogalerien, Biografien, Hilfe für Betroffene!
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am 30. August 2003
Es ist jetzt 2 Tage her das ich den Film gesehen habe und diese Zeit brauchte ich auch um das Gesehen erstmal sacken zu lassen. Eines vorne weg, es handelt sich hier um einen der aufrüttelnsten Filme der letzten Jahre, neben Aronofskys "Requiem for a dream".
Ich bin zwar kein großer Fan von Daniel Brühl doch in diesem Film wächst er über sich hinaus. Zu jeder Zeit nimmt man ihm den von Schizophrenie gebeutelten Charakter ab. Zur Realitätsnähe trägt aber vorallem die losgelöste Handkamera bei, die die Geschehnisse ohne weiteren großen technischen Aufwand abfilmt (man kann durchaus den Dogma Vergleich anführen). Meiner Meinung nach handelt es sich hier auch um eine subjektive Kamera, was bedeuten würde das der Kameramann(-frau) eine weitere Person darstellt die mit den Protagonisten der Films interagiert. Er bleibt durch die Art wie die Kamera in den Film integriert wird nicht unsichtbar. Oder ist die Kamera soetwas wie die Manifestation der Psychosen von Daniel Brühls Figur? Sind die Rezipienten des Films letztlich die Stimmen im Kopf des Hauptdarstellers? Dieser Exkurs würde hier aber zu weit führen.
"Das weisse Rauschen" ist ein hervorragender Film über die andere Seite einer Generation der Suchenden. Es bleiben immer einige auf der Strecke wenn man in ein neues Land vorstößt und versucht es zu kultivieren. Dieser Film dreht sich um eine dieser armen Seelen die auf der Strecke bleiben. Er hilft ein Stück weit verstehen. Unbedingt sehenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. November 2006
Ich fand den Film sehr gut gemacht, er ist aber mit Sicherheit nichts für den Mainstreamkonsumenten. Beeindruckend, wie hier der Wahnsinn, einfach nur durch wirre Stimmen, die nur der Darsteller und der Zuschauer hören, dargestellt wird. Bildlich kommt er sehr dokumentarisch daher, was wohl viele abschrecken wird, die von Daniel Brühl Filme wie "Schule" erwarten. Das deutsche Kino geht mit solchen Filmen in die absolut richtige Richtung und sollte sich weiterhin auf Dialoge und kreative Konzepte einlassen, anstatt Hollywood nachzueifern.
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am 4. Februar 2017
Lukas (Daniel Brühl), dessen Mutter sich in seiner Kindheit nach mehreren "Kuren" wegen der Wirbelsäule erhängt hat, zieht mit 21 Jahren vom Land, wo er mit seiner Schwester Kati (Anabelle Lachatte) bei den Großeltern aufgewachsen ist, zu seiner Schwester in und deren Freund Jochen (Patrick Joswig) in eine WG in Köln.
Fete, Alkohol, und Drogen sind angesagt, und nach Genuss von "magic mushrooms" (halluzinogene Pilze) fängt er an, Stimmen zu hören, die aus allen Richtungen kommen und ihn beschimpfen bedrohen, eine Kakophonie, die er auch nach Beendigung des Drogenrauschs am Folgetag nicht los wird.
Mit wissenschaftlichen Mitteln wiil er der Sache auf den Grund gehen, er lauscht an Hohlräumen, Sanitäranlagen, Steckdosen, schlägt Löcher in Türfüllungen und versucht ,den Quellen der Stimmen mit technischen Mitteln auf den Pelz zu rücken.
Er sitzt stundenlang unter der Dusche und lässt den Wasseregen auf sich rauschen, wird aggressiv gegenüber Schwester und Freund und springt schließlich in die Tiefe.
Nur leichtverletzt landet er für Wochen in der Psychiatrie, wo ihm die Diagnose >paranoide Schizophrenie< eröffnet wird, er wird unter dämpfende Antipsychotika gesetzt, die er ingendwann wieder absetzt, bei dem nicht unerwarteten Rückfall springt er schließlich von einer Rheinbrücke, wird von Hippies gerettet, die ihn mit nach Spanien nehmen, sene Merwürdigkeit wird hingenommen.
Als er am Strand mit rauschenden Wellen sitzt, hat er eine Möglichkeit gefunden, normal zu werden. "Das weisse Rauschen, das jeden normalen Menschen wahnsinnig werden lasse, führe bei denen die es schon sind schlagartig zur Normalität". Seine Gehirn (Geist, Seele) hat die Rettung für sich gefunden, mit dem Rauschen höre er alle Töne und Geräusche der Welt, das kann er akzeptieren und braucht keine Einzelstimmen mehr.

Weißes Rauschen ist Rauschen mit einem konstanten Leistungsdichtespektrum in einem Frequenzbereich (Wikipedia). Es wird naturwissenschaftlich eingesetzt, zeigt aber auch das interessante Phänomen, dass störende Geräusche besser toleriert werden können, wenn sie durch weisses Rauschen überlagert werden. auch in der Behandlung des Tinnitus kommt es zur Anwendung.
Will der Film sagen, wie man seinem Ende ablesen könnte, Lukas solle jetzt bis zum Ende des Lebens oder Spontanheilung auf seinem Felsen am Lagerfeuer sitzen, den Inhalt aufgewärmten Konservendosen verputzen und nur den rauschenden Wellen lauschen,damit er nichts anderes mitbekomme?

Hans Weingartner, der Physik und auch Neurochirurgie studiert hat, geht es nach meiner Ansicht nicht so sehr um diesen Lukas, sondern um die Darstellung eines Krankheitsbildes, und manch Rezensent, der im Rausch ähnliche akustuische Halluzinationen wie Lukas hatte, hebt diie großartige Authentizität der Geräusche und Stimmen, die aus allen Himmelsrichtungen kommen, hervor, was sicher besser nachzuvollziehen ist, wenn man den Film über eine Surround-Anlage oder entsprechendem Kino genießt anstatt wie ich über die Stereoanlage.

Überragend ist, und das macht den Großteil der Faszination des Filmes aus, die Darstellung des Lukas durch Daniel Brühl, wie er z.B. sein Zimmer auf den Kopf stellt, nach den möglichen natürlichen Schallquellen sucht und schließlich eine Verschwörung gegen sich wittert, an der auch seine fürsorgliche Schwester und ihr Jochen beteiligt seien, auch Joswig und Lachatte (nominiert für den Deutschen Schauspielpreis) spielen sehr authentisch wirkend.

Daniel Brühl hat für seine Hauptrolle in dem Film mit Recht mehrere Filmpreise erhalten, sein Spiel fesselt vor den Bildschirm, nicht nur wenn er ausrastet,sondern auch in stilleren Momenten, wenn er bei den Hippies geduldet ist, aber immer sichtbar Außenseiter, nicht recht zu all den "Normalos" gehörend.
In einer kleine Rolle sehen wir Katharina Schüttler als Kinoverabredung, wo Lukas ausrastet, weil sein gewünschter Film an dem Tage nicht läuft. Sie spielt in einer ähnlich beeindruckenden Qualität die Hauptrolle in "Sophiiie!" (2003), einem Wahnsinnsroadmovie über eine junge Frau, die nach Festellung ihrer Schwangerschaft sich auf einen Trip durch die nächtliche Großstadt begibt, bei der sie niemenden und schon gar nicht sich selbst schont. Auch sie wurde mehrfach fürdiese Rolle geehrt.

Ein Film, dessen Eindruck lange anhält.

Doc Halliday
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am 2. März 2015
Kam sehr schnell an. Konnte es noch nicht sehen. Kenne nur aus Gespraechen den Film. Bin mal gespannt. Schon weil es mein Job ist
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am 18. Dezember 2014
Ich habe es ein paar Wochen vor mir hergeschoben, mir den Film anzusehen. Ich arbeite mit Menschen mit psychischem Handicap und hatte nach Lesen der Rezensionen befürchtet, der Film würde mich zu sehr belasten. Jetzt kann ich sagen, dass ich ihn sehr gut finde, er schenkt wirklich einen Zugang zum Denken und Erleben eines an Schizophrenie erkrankten jungen Mannes, die Schilderung habe ich als sehr berührend erlebt, und ich konnte die für mich notwendige innere Distanz behalten. Wer mehr erfahren möchte, kann hier einen "spannenden" Film sehen, auch etwas über die mögliche Entstehungsgeschichte einer Schizophrenie lernen-und hinterher vielleicht einem Menschen verständnisvoller und offener begegnen, der sie erleidet.
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