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am 25. Juli 2007
Manche damaligen Kritiken verglichen Pacific Sound gerne mit Tyburn Tall. Betrachtet man Orgelrock als Orgelrock, mag das auch stimmen. Betrachtet man die Bandgeschichten und ihr Schicksal miteinander, tauchen tatsächlich Parallelen auf. Aber die Geschichten beider Bands jetzt aufzurollen würde zu weit führen. Sie sind hier wie dort in den schön aufgemachten Booklets nachzulesen.
Doch nochmal zurück zum o.a. Vergleich, den ich, was die musikalische Seite der Bands anbelangt nicht so stehen lassen kann! Das soll nun keineswegs heißen, dass Pacific Sound nicht die Klasse Tyburn Talls erreichten! Aber während Tyburn Talls Organist R. Magin die Hammond auch mal brüllen ließ und das 'Beast' in ihr weckte (wie Jon Lord einmal sagte), entwickelte R. Page von Pacific Sound einen weicheren, breiten Psychedelicsound, der eindeutige Bezüge zu den großen Spätsechziger-Psychedelic-Alben nahm. Dabei konnten Pacific Sound aber ihren ureigenen Stil entwickeln, der der Band zwischen 1971 und 1972, zumindest in der Schweiz und Frankreich große Erfolge bescherte.

Wir hören also stark psychedelisch geprägte, von Keyboards dominierte Rockmusik, deren Wurzeln eindeutig in den 1960ern zu finden waren. Komplexe, durchkomponierte Songs von hoher Qualität, die aber teilweise schon auch ein bisschen 'erhört' werden wollen. Zudem konnte man der Band durchaus auch (schwarz-)humoresque Züge konstatieren, die natürlich auch in ihrer Musik und den Texten Einzug hielten. Das Cover allein spricht schon Bände!
Die ganze Scheibe ist durchwegs sehr gut. Ich will hier jetzt nicht alle Titel aufklamüsern, aber ein paar müssen schon genannt werden:
Zum Einen ist da der drückende Titeltrack, dem auf dem Fuße der schwül-dahinwabernde 'Erotic Blues' folgt. Das schleppende, fast schon geniale 'Thick Fog' ist natürlich genauso zu nennen, wie das wirklich witzige 'Gyli Gyli' (eine regelrechte 'Lachnummer'!).
Auch das melancholische 'Ceremony for a Dead' ist ein sehr gutes Take. Ebenso die frühen Singleveröffentlichungen (hier als Bonus-Tracks gelistet) 'The Drug just told me', 'The green eyed Girl' und 'Ballad to Jimi'. Alles ganz ausgefeilt arrangierte und klasse interpretierte Nummern! -Aber, wie gesagt, noch im Stil der 60er. Manche empfinden das heute als altbacken, dem kann ich aber keinesfalls zustimmen! Pacific Sound haben einen Stil entwickelt, der in den frühen Aufnahmen (Bonus-Nummern) noch etwas nach Procol Harum klingt, ab den Aufnahmen zur LP aber durchaus eigenständig wird. Die 2001 bei Longhair erschienene CD ist übrigens remastert und mit einem ordentlichen Booklet ausgestattet.

Insgesamt brauche ich dem Krautrocker da wohl nix weiter zu empfehlen. Wer von Krautrock unvorbelastet an die Scheibe herangeht, der sollte allerdings (und um des lieben Friedens Willen) vorher hineinhören.
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