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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
17
4,1 von 5 Sternen
Black Box BRD
Format: DVD|Ändern
Preis:10,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 13. September 2017
Der Dokumentarfilm ist sehr informativ. Die Gegenüberstellung der beiden Kriminalfälle gestaltet sich kontrastierend und zugleich verbindend. Das Leid der Angehörigen der Toten wird ausgesprochen emotional gezeigt. Besonders deutlich wird, obwohl nicht unbedingt direkt angesprochen, herausgearbeitet, wie viele offene Fragen die beiden Fälle auch in ihrer Verquickung bieten. Der Film regt zum Nachdenken an und lässt so schnell nicht los.
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am 14. Oktober 2017
Beschämend sentimentale Krampf-Bemühung, die auch Generations-mässig völlig disparaten Biographien des Wirtschafts-Moguls Herrhausen und des Bad Kleinener GSG9-Opfers Wolfgang Grams in einer gewissermassen unterbewussten Zusammengehörigkeit aufeinander zulaufen zu lassen.
Geweint wird überall- im Hause der Eltern Grams und im Hause der Witwe Herrhausen, das immerhin primär erzählt uns der Film. Bei Frau Herrhausen begeht die Kamera schliesslich die skandalöse Indiskretion, so lange zu warten bis die tapfer zurückgehaltenen Tränen dann schliesslich doch fliessen. Ein pornographischer Blick, nichts anderes.
Der Film unterstellt Schicksalhaftigkeit und wird dadurch schwammig. Daß Grams in der Haft geschmackvolle Topflappen gestrickt hat ist die Enthüllung des Films.
Die beiden unterschiedlichen Generationen, der die Protagonisten angehörten, gegenüber zu stellen wäre wertvoller gewesen anstatt sie zusammenzurühren. Der Film mythologisiert die Insignien - die schwarze Auto-Flotte des Magnaten kommt in langer Brennweite auf die Kamera zu.... - anstatt die Linien der Auseinandersetzung der RAF-Jahre nachzuziehen.
Peinlich auch, daß die Unklarheiten des Herrhausen-Mordes nur gestreift werden.
Ein Film, der die deutsche Republik auf der Couch sich wohlig seufzend zurücklehnen lässt à la "....jaja, die schlimmen Terrorjahre"..... Friede sei mit euch.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Juni 2008
Regisseuer und Drehbuchautor Andres Veiel stellt in "Black Box BRD" zwei
Lebensläufe gegenüber, welche unterschiedlicher kaum hätten sein können:

ALFRED HERRHAUSEN, ermordeter Vorstandssprecher der Deutschen Bank, 1989
getötet bei einem Bombenattentat, welches der RAF zugeschrieben wird

WOLFGANG GRAMS, 1993 getötet bei dem bis heute immer noch kontrovers
diskutierten "Versuch" der Verhaftung durch GSG-9-Beamte...

Alfred Herrhausen und Wolfgang Grams - durchaus bekannte Namen zweier
verstorbener Bundesbürger - Schlagzeilen haben beide gemacht, beide standen
im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, wenn auch aus unterschiedlichen
Gründen und Motiven heraus - Regisseur Veiel hat in beiden Fällen nach dem
Menschen hinter den jeweiligen Schlagzeilen gesucht - seine Entdeckungen
hat er sehr ansprechend inszeniert - die Dokumentation erscheint zu keinem
Zeitpunkt sensationslüstern - solide Arbeit und somit ganz zu Recht mit
diversen Medienpreisen belohnt.

Veiel hat ganz bestimmt gewissenhaft und solide recherchiert, wäre dem
nicht so, hätten vermutlich weder die Angehörigen von Herrhausen, noch die
Angehörigen von Grams und vermutlich auch die zahlreichen Freunde,
Bekannten und Arbeitskollegen die von ihnen gegebenen Interviews
zurückgehalten und deren Veröffentlichung verweigert, man darf nämlich
nicht vergessen, dass gerade auf Herrhausens Seite viele seiner Fürsprecher
auch heute noch in hohen Positionen des Wirtschaftslebens aktiv sind.

Der Film lebt von der besonders gelungen Mischung unterschiedlicher Quellen
- 8-mm-Filme (Urlaubs- und Alltagsszenen) aus dem jeweiligen Familienfundus
wechseln sich mit Berichten aus der Tagesschau und Wortbeiträgen diverser Augen-
und Ohrenzeugen ab - Freunde, Familie und Arbeitskollegen legen Zeugnis ab
über Leben und Sterben zweier Menschen, an deren Beispiel verdeutlicht
wird, welchen ideologischen / politischen Spannungen die BRD einstmals so
radikal ausgesetzt war...
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am 8. Mai 2002
«Black Box» nennt man den Flugschreiber, der aufzeichnet, was während einer Katastrophe passiert ist. Die Black Box ist aber auch der schwarze Kasten im Sinn einer Projektionsbox, in den wir alles hinein projizieren können, was wir kennen und glauben. Black Box ist das Prinzip, mit dem Andreas Veiel ein Stück deutsche Geschichte rekonstruiert. Dieses innovative und klar durchgeführte Konzept, die formal bestechenden Aufnahmen und der sparsam gezielte Einsatz von Musik brachten dem Film die Auszeichnung als bester europäischer Dokumentarfilm 2001 ein.
Zu den Fakten: Am 30. November 1989 fiel Alfred Herrhausen, Vorstandssprecher der Deutschen Bank und damit einer der mächtigsten Männer der BRD, einer Autobombe zum Opfer. Die «Rote Armee Fraktion» bekannte sich zum Attentat.
Vier Jahre später starb Wolfgang Grams, der mutmassliche Attentäter Herrhausens, durch einen aufgesetzten Schuss durch den Hinterkopf bei einer Auseinandersetzung mit der Polizei. Die offizielle Erklärung: Grams habe Selbstmord begangen. Er wurde verdächtigt, der Kommandoebene der dritten RAF-Generation anzugehören, die in den achtziger Jahre Attentate auf Manager, Industrielle und hohe Beamte verübte.
Herrhausen und Grams sind beide starke Vertreter ihrer Zeit, die für ihre Ideale gekämpft haben. Kunstvoll verwebt Andreas Veiel in diesem Dokumentarfilm anhand von Interviews mit Leuten, die den beiden nahe standen, die Biographien des «Opfers» und des «Täters» ineinander. Durch deren gegensätzliche Erinnerungen entsteht mit beklemmender Intensität das Bild eines polarisierten Landes, einer zerrissenen Gesellschaft, in der die Staatsmacht ihre Kritiker verfolgt.
Alexander Veiel gelingt es, auf beiden Seiten die Intimsphäre der Interviewten zu wahren und die Aussagen der einzelnen Personen nicht zu werten oder gegeneinander auszuspielen, was eine Intimität und Vertrauen anderer Art schafft. Der Film überzeugt zudem durch seinen grossartigen Spannungsbogen mit Enthüllungscharakter, der ein Stück unverarbeitete Geschichte aufzeigt und uns berührt - ein Film, der alle Bedeutungsebenen der Black Box erfüllt.
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TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 28. November 2009
Ich muß zugeben, der Grund warum ich mir "Black Box BRD" angeschaut habe, lag schon eindeutig an der Person des Alfred Herrhausen, jenen deutschen Erfolgsbankier, der so ganz anders war, als man gemeinhin Bankiers bis dahin kannte.
Ich wollte durch den Film etwas mehr über ihn erfahren, über seine Biographie, seine Lebenswelt, seine Familie, seine Freunde u. Bekannten u. über die Umstände seines plötzlichen, gewaltsamen Todes.
Daß ich Kraft dieser Neugier auch noch etwas über die sogenannte "andere Seite" nämlich ein ehemaliges Mitglied der RAF, Wolfgang Grams, u. dessen Umfeld erfuhr, war natürlich unausweichlich, hatte der Filmemacher doch parallel zu Herrhausens Angehörigen, Kollegen u. Freunden auch die Angehörigen von Wolfgang Grams interviewt.
So entstand ein Porträt von sich zwei gegenüberstehenden Seiten, deren letzte Konsequenz tödlich endete, hüben wie drüben, wenn auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten u. aus unterschiedlichen Gründen.
Sieht man die Eltern von Wolfgang Grams, ihre Tränen u. ihren Kummer, so kann man erahnen wie schwer auch ihr Kummer gewesen sein muß, über die Karriere ihres Sohnes u. deren Ausgang. So gesehen sind auch die Angehörigen, wieder hüben wie drüben, Opfer.
Opfer einer selbsternannten Gruppe von Mördern, die ihre Morde ideologisch verbrämten, um damit vermeintlich die Welt zu retten, was natürlich nur scheitern konnte.
Bemerkenswert auch, daß die Witwe von Alfred Herrhausen, Traudl Herrhausen, seine 2.Ehefrau, im Film, ebenfalls zum Teil unter Tränen, von den letzten Stunden mit ihrem Mann Alfred Herrhausen berichtet. Der Schmerz ist ihr immer noch deutlich anzumerken.
Wie schwer muß es für sie gewesen sein mit dieser Todesnachricht fertig zu werden, nachdem ihr Mann kurz zuvor noch wie immer zur Arbeit gefahren war. Schrecklich !!!
Da Alfred Herrhausen noch relativ jung war zum Zeitpunkt seines Todes, er war 59 Jahre alt, hat man als Betrachter des Films erst recht das Gefühl, ein Mann ist aus der Mitte seines Lebens gerissen worden.
War er doch so gar kein typischer Vertreter der Upper Class, sondern immer auch noch bodenständig geblieben, wie man auch heute noch allerorten über ihn von seinen Weggefährten zu hören bekommt.
Seltsam auch, daß die RAF ihn umbrachte, wo er doch als einziger Bankier darauf drängte, den Dritte Welt Ländern ihre Schulden zu erlassen, was ihm sogar bei seinen Kollegen nicht gerade zu großer Beliebtheit verhalf. Unbegreiflich. Ein weiteres Indiz dafür, daß die RAF nicht besonders nachgedacht zu haben scheint, sonst hätte Alfred Herrhausen niemals Ziel der RAF werden dürfen, er, ein Mann, der der Dritten Welt die Schulden erlassen wollte !!!
"Black Box BRD" ist ein stimmiges, gründlich recherchiertes Doppelporträt, daß es sich für jeden an jüngerer deutscher Geschichte Interessierten unbedingt anzuschauen lohnt. Ein wirklich beeindruckender Dokumentarfilm !!!
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am 8. Juli 2006
"Black Box BRD". Hiermit sind (wohl) die Undurchsichtigkeiten in den Morden an Alfred Herrhausen und Wolfgang Grams gemeint. Beide sind bis heute nicht aufgeklärt.

Der Film zeigt zwei Biografien, die unterschiedlicher nicht sein können. Wolfgang Grams wählt das Leben des Revolutionärs in der RAF. Alfred Herrhausen wählt das "gerade", "zielgerichtete" karrierebasierte Leben, das letztlich als Vorstandssprecher in der Deutschen Bank endet.

Dabei spielen im Film die eigentlichen Hintergründe oder genaue Vorkommnisse bei den Morden nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr kommen Weggenossen beider zu Wort. Besonders die zweite Frau von Herrhausen, aber auch Wegbegleiter der Deutschen Bank und die Eltern von Grams, sowie Freunde erzählen ihre Erinnerungen. Dabei wechselt die Perspektive ständig von der einen Welt (Grams) zur anderen (Herrhausen). Während des gesamten Films werden immer wieder historische Sequenzen und damalige Ereignisse eingespielt (z.B. Reden von Helmut Schmidt, Tagesschau-Auszüge, Attentat Schleyer usw.). Ich hätte mir jedoch noch mehr Hintergründe der Jugend beider gewünscht. Diese wird nur sehr kurz angeschnitten.

Fazit: ein Muß für alle, die sich für historische Ereignisse in der BRD interessieren!
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am 9. September 2011
Besser kann man Biographien kaum miteinander verweben, selbst wenn die Geschichten einzeln erzählt würden, nicht parallel, super-spannend! Interessant besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise, wie sich Alfred Herrhausen dadurch isoliert, dass er unbequeme Fragen stellt. Spannend vor dem Hintegrund von 9/11, wie das Bürgerkind Wolfgang Grams in den Terror "abgleitet" ...

Kaum eine Dokumentation ist besser gemacht und heute so aktuell wie diese!
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am 21. April 2016
Seit langer Zeit wollte ich diesen Film sehen. Ich erwartete mir eine profunde Auseinandersetzung mit den Ungereimtheiten der beiden "Todesfälle". Genauer wohl mit den Ungereimtheiten ihrer Aufklärung. Das es überhaupt welche gibt, erwähnt der Film aber nur im Abspann. Und das war es. Weder im Regiekommentar, noch im Interview mit Veiel geht es um "Black Box BRD".
Irgendwie auch ein zutiefst westdeutscher Film: Der Filmtitel ist effektvoll/anlockend, aber das Thema ist eigentlich ein anderes (nämlich: wie gehen die Hinterbliebenen mit ihren Erfahrungen um). Egal was auch passiert, es taucht kein großer Zweifel an der eigenen Gesellschaftsordnung auf, nicht bei den Interviewten und nicht beim Regisseur. Dass der Ehemann, neben allem anderem, auch noch ins Rüstungsgeschäft einsteigen will (und dabei erstmals wohl Skrupel bekommt) scheint für die Ehefrau keine große Rolle zu spielen. Sie hat schließlich ihr mittendrin-Leben mit dem erfolgreichen, schlauen, ehrgeizigen Mann.
Dann gibt es da noch ein Ungleichgewicht zwischen den beiden Haupt-Personen. Warum sich da einer vom Saulus zum Paulus wandeln will (und ob überhaupt stimmt) ist für mich eine weitaus interessantere Geschichte als die eines sensiblen, verletzten jungen Mannes, der die Welt am Ende mit Waffengewalt verändern will, weil er ja sowieso für alles die Lösung weiß (schon wieder sehr westdeutsch).
O.K., ich belasse es dabei. Die Interviews sind berührend, die filmischen Mittel vielfältig. Aber unterdessen ist 2016. Wir hatten Lehmann-Brüder, NSU, NSA und die verdienstvollen VW-Manager werden ihre Boni eintüten. Und der Stolz des Regisseurs Zugang zu den Superbankern der Deutschen Bank gehabt zu haben, wirkt mit den neuesten Nachrichten ein wenig belustigend. Denn vielleicht, vielleicht sind das am Ende ganz einfach Vollidioten. Wir werden sehen.
Eure Kiste wird langsam immer schwärzer.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. September 2008
Dieser Film ist eine Aneinanderreihung von kleinen Dokumentarfilmstückchen. Aufgebaut ist das ganze so, dass Herrhausens Biografie auf der eine, die von Wolfgang Grams auf der anderen Seite erzählt wird - und eben, wie diese Biografien aufeinander zu steuern. Akteure des Films sind Grams Eltern, Herrhausens Frau, der Vorstand der Deutschen Bank, Herrhausens Tochter, seine Sekretärin und auch Freunde von Grams. Sie holen die beiden Personen, die man ja nur aus Zeitungsmeldungen kennt, aus dem Dunkel, geben ihnen ein Gesicht. Sie machen Zeitgeschichte anschaulich, fast begreiflich - wenn es nicht an sich unbegreiflich wäre, was da abgelaufen ist.

Übrigens ist auch das Bonusmaterial auf der DVD sehenswert.
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am 5. Januar 2015
Eine tolle Dokumentation, für Interessierte der Tehmatik des "Deutschen Herbstes".

Aus zwei Perspektiven wird hier eine Dokumentation gezeigt die begleitet von Freunden,
Verwandten und Familie komentiert wird. So kann man sich ein neutrales Bild über den
Tod von Alfred Herrhausen (Vorstandssprecher der Deutschen Bank) und auch über
Wolfgang Grams (Mitglied der Roten Armee Fraktion) machen.
Dadurch das dies sehr objektiv und nicht wertend dargestellt wird,
aber auch die Emotionen der Familie und Freunde in diesem Film gezeigt werden,
ist hier eine Dokumentation entstanden die Ihres Gleichen sucht.

Für Einsteiger in die Thematik "Deutscher Herbst" sehr zu empfehlen.
Ein Stück deutsche Geschichte, aus zwei Perspektiven.
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