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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
51
4,4 von 5 Sternen
Let It Bleed
Format: Audio CD|Ändern
Preis:14,57 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 28. Mai 2017
„Let it Bleed" war für die Rolling Stones eine Platte des Umbruchs. Und zwar von Brian Jones (der im Juni 69 die Band verlassen hatte und später im Pool ertrank) zu Mick Taylor. Auf dem Album wirkte Brian Jones noch an zwei Titeln mit, auf zwei Songs war bereits der neue Gitarrist Taylor mit von der Partie.
Das Album fällt meiner Meinung in eine der besten Phasen der Stones und ist für mich auch nach wie vor eines ihrer besten Veröffentlichungen.

„Let it Bleed" startet gleich mit einem Highlight. „Gimme Shelter“ zählt wohl zu einem der wichtigsten Songs der Stones. Und es endet mit dem Evergreen „You Can't Always Get What You Want”. Eine aufwändig arrangierte Ballade, dafür wurde sogar der London Bach Choir ins Studio geholt. Das Album vereint gelungenes country-lastiges Material (Love in vain, Country Honk, You got the Silver) mit ordentlich krachenden Rock- sowie Rhythm & Blues Nummern (Live with me, Monkey man, Let It Bleed und Midnight Rambler)
Auf “You Got The Silver” singt Keith Richards m. E. zum ersten Mal überhaupt (eine Hommage an seine Freundin Anita) und Brian Jones spielt die Autoharp. Es war gleichzeitig auch der letzte Song, auf dem Jones offiziell mitwirkte.

"Let it Bleed" war das letzte Album der Rolling Stones in den 60ern. Die Songs und ihre Texte zeigen noch einmal exemplarisch die Dekadenz der 60er Jahre auf. Die Stones präsentieren sich hier auf einem herausragenden musikalischen Niveau.
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am 13. März 2017
Die Stones gehören schon immer dazu, das Album hier ist super um im Hintergrund überall mitzulaufen. Schöne Lieder, die Aufnahme geht so, deswegen ein Stern weniger
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am 22. Juli 2017
richtig guter Rock, straight ahead, sehr gute Aufnahmen dank remastering, ein Muss für jeden Stones-Fan, hör ich mir immer wieder gern an.
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am 21. Februar 2012
Man, hatte ich ein Glück ! Endlich konnte ich zum Schnäppchenpreis meine Stones-Sammlung mit dem Werk auffrischen, dass insgeheim die mit Abstand beste Platte der Rolling Stones ist.

Dazu schreiben will ich nicht viel, weil auch ich in meiner Sammlung natürlich "Exile...", "Sticky Fingers" und "Beggars Banquet" seit jeher habe. Weniger als Fan der Rolling Stones, sondern vielmehr als Rockfan im Allgemeinen. Aber man würde den Rolling Stones Unrecht tun, "Let It Bleed" einfach unter den Teppich zu kehren. Eine wahrhaft herausragende Scheibe. Dabei fristet das Album bis heute leider ein Schattendasein, trotz absolut überragender Songs.

Bei "Gimme Shelter" sind sich nicht nur Stones-Fans einig, dass dies ein ganz großer Rocksong ist. In der Zeit, als das Album erschien, klang gerade die Hippie-Ära aus. Und die Stones setzten mit diesem Reißer Trademarks, die in die Zukunft weisen. Damals 1970 klanglich und musikalisch (im Rocksinne) meilenweit voraus. Dann zaubern sie mit "Love In Vain" ein bluesigen und folkigen Song aus dem Hut. Ebenso reibt man sich bei "Country Honk" verwundert die Augen (und Ohren), denn dass Werk erschien ein oder zwei (?) Jahre später als rockige Single-Nummer mit dem Titel "Honky Tonk Woman". Sonst auf keinem Stones-Album drauf...

"You Can't Always Get What You Want" ist ein weiterer Übersong auf diesem Album, den sicher jeder kennt, auch ohne das Album "Let It Bleed" zu kennen.
Ich kann jedem nur empfehlen, sich diese CD zu kaufen. Wer sie noch nicht hat, sollte das schnellstens nachholen. Und wer von den Rolling Stones noch rein gar nichts hat, sollte sich zumindest dieses Werk zulegen.

Ein Meilenstein der Rockmusik. Und ein herausragendes Album der Rolling Stones...
33 Kommentare| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 25. Mai 2017
... die Auswahl ist groß ...

genauso wie die Vielfalt dieses Albums.

Lange von mir vernachlässigt zählt es mit BB und Get Yer Ya Yas out zu den großen Alben der Sechziger.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. September 2008
Diesen Hinweis, der sich im Innenteil der CD-Verpackung befindet, sollte man durchaus ernst nehmen - let it BLEED...

Das, was den Zuhörer am Beginn erwartet ("Gimme Shelter", das zur Hymne des Untergangs aller Hippie-Träume hochstilisiert wurde) hat tatsächlich etwas Gänsehauterregendes, Unbehagliches an sich.
Und genau diese Stimmung zieht sich durch das gesamte Album, wie ein roter Faden. "Let It Bleed" ist wahrscheinlich eines der kompaktesten, bestabgestimmtesten Stones-Alben überhaupt. Das einzige, wenn überhaupt, was man bekriteln könnte, ist meiner Meinung nach, dass die herausragende Rock `n` Roll - Nummer fehlt. Das (scheinbar) allseits beliebte und auch bei Live-Konzerten oft gespielte "Live With Me" ist, wie ich finde, eher nur ein mäßig gelungenes Stück. Und ansonsten sind auf dieser Scheibe eher nur Durchschnittstempo-Songs zu finden - was die Wertigkeit des Albums aber in keinster Weise herabsetzen sollte...
Nun zur Bewertung der einzelnen Songs:

1. GIMME SHELTER *****
Der Sound ist fantastisch. Keith' Gitarre hebt sich aus der düsteren Atmosphäre des Songs etwas ab, um die Stimmung insgesamt noch etwas mulmiger zu machen. Grandios sind Jaggers Harmonika-Einlagen, die dem Song das Krönchen praktisch noch aufsetzen. Übrigens ist Mary Clayton als Sängerin bei "Gimme Shelter" zu hören. Phantastisch!

2. LOVE IN VAIN ****
Ein sehr schleppendes, schweres Stück. Irgendwie seltsam, es gleich nach "Gimme Shelter" zu hören, aber trotzdem irgendwie passend. So weit ich informiert bin, ist das eigentlich gar keine Nummer aus der Feder der Glimmer-Twins, die den Song aber so weit abgeändert haben sollen, dass sie ihn offiziell als den ihren verkaufen durften. Wie auch immer. Das Ergebnis klingt jedenfalls gut!

3. COUNTRY HONK ***
Gleich zu Beginn werden sie fast ohne Zweifel "Honky Tonk Women" heraushören können. Genau das ist dieser Song im Prinzip auch, nur, dass er mit der ausgekoppelten Single absolut nicht mithalten kann. Mick Taylor wirkte hierbei übrigens mit. Passt alles in allem ganz gut auf die Scheibe.

4. LIVE WITH ME **
Wie bereits eingangs erwähnt, finde ich diesen Song nicht so toll, wie offenbar ein Großteil der Stones-Anhänger. Obwohl die Bassläufe (Keith Richards spielt hier) recht aufregend klingen, wirkt die Nummer für meinen persönlichen Geschmack irgendwie etwas monoton und langweilig. Jedenfalls ist "Live With Me" nicht der große Rocker, der den Zuhörer nach den beiden vorherigen ruhigen Nummern wieder aus der Trance entreißt. Solala...

5. LET IT BLEED ****
Der Titelträgersong beginnt mit sehr schweren Akkorden und kommt danach unerwartet unbeschwert in die Gänge. Diese Nummer hat mir ehrlich gesagt erst nach mehrmaligem Anhören so richtig gut gefallen. Das Schöne daran ist, dass sie mir jetzt aber immer noch gefällt und so wird es wohl auch bleiben! Besonders gut gefällt mir der Ausklang des Songs. Übrigens auch ein dankbarer und gut funktionierender Live-Song...

6. MIDNIGHT RAMBLER ****
Ein Lied, das einem Serienmörder gewidmet ist. Ein Lied, das haargenau das "Thema" dieses Albums trifft. Wer Live-Versionen von "Midnight Rambler" kennt, könnte von der Studioversion möglicherweise etwas enttäuscht sein. Am besten finde ich die Live-Aufnahme auf "Get Yer Ya Ya's out!", die auf "Sweet Summer Sun" ist auch toll geworden. Trotzdem: Ein wahrhaftiger Stones-Klassiker!

7. YOU GOT THE SILVER *****
Keith Richards wagt sich zum ersten Mal (ganz) alleine vors Mikrofon. Das, was dabei herausgekommen ist, kann sich wirklich hören lassen. Eine chillige Nummer, die - zwischen Whiskyglas und Zigarettenrauch - ins Herz geht und dort auch für längere Zeit bleibt. Vielleicht sogar ein (vermeintlicher) Geheimfavorit auf "Let It Bleed". Ich mag's jedenfalls!

8. MONKEY MAN ****
Nicky Hopkins Klaviereinlagen sind die Hauptstütze für diesen Song, der sich halbschwungvoll dahinschleppt und ein bisschen an dunkle Gassen, brennende Mülltonnen und Männer in schwarzen Anzügen erinnert (rein musikalisch gesehen natürlich, unabhängig vom Text). Für mich ist's ein "kleiner Klassiker", eine Art Rock 'n' Roll-Noir-Song...

9. YOU CAN'T ALWAYS GET WHAT YOU WANT *****
Eine Moralpredigt an alle. Niemand kriegt immer das, was er will... wie wahr, wie wahr. Der Song beginnt mit Chorgesang, der Kirchenatmosphäre schafft. Danach steigt die Akkustikgitarre ein, ebenso ein Horn, das den Zuhörer träumerisch dahinschmelzen lässt. Auch Mick's Gesang beginnt zart und einfühlsam, ehe sich das Ganze im Verlauf des Songs steigert...
Anmerkung: Es ist nicht Charlie Watts, der hier am Schlagzeug arbeitet. Produzent Jimmy Miller hat sich hier als Drummer betätigt. (Das Schlagzeug wird hier wohl eher wie ein Percussioninstrument gespielt, also weniger geradlinig und treffsicher, was ganz gut zu dieser Nummer passt...) Ein schöner Abschluss für eines der größten Rock-Alben aller Zeiten.

Obwohl ich persönlich "Beggars Banquet", "Sticky Fingers" und "Exile On Main Street" ehrlich gesagt mehr schätze als "Let It Bleed", lege ich es interessanterweise (da hab ich mich mal wieder selber ertappt) oft auf, wenn ich mich entspannt am Sofa zurücklehne und einen Schluck Kaffee trinke. Irgendwie ist "Let It Bleed" als Gesamtkonzept doch eine Klasse für sich!

Als Stones-Fan habe ich gar keine andere Wahl, als 5 STERNE für dieses Meisterwerk zu vergeben.

ANHÖREN und GENIESSEN!!
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am 1. Februar 2007
"Let It Bleed" fristet merkwürdigerweise in der Reihe der besten Stonesalben so etwas wie ein Mauerblümchendasein. Fragt man nach den besten Alben der Stones, kommt in schöner Regelmäßigkeit die Antwort "Exile On Main Street" oder "Beggars Banquet", vielleicht noch "Sticky Fingers", nur "Let It Bleed" kommt selten als Antwort.

Okay, in dieser Zeit spielten die Stones wirklich einen Hammer nach dem anderen ein, so dass eine Auswahl sehr schwer fällt. Trotzdem ist "Let It Bleed" für mich das Album, dass unter den Monstern "Beggars Banquet" und "Exile.." noch ein klitzekleines Stück herausragt.

Es beginnt mit "Gimme Shelter" (dessen manchmal falsche Schreibweise "GimmIe" mich heute noch aufregt), dass sich von einem kleinen, leisen Gitarrenspiel in einen wahrlichen Wall Of Sound hineinsteigert, auf den Phil Spector neidisch gewesen sein muss. Dieser Orkan spitzt sich in dem gellenden Klagen "Rape, Murder It's Just A Shot Away" zu, um dann mit dem beruhigen Ausgleich "Love, Sister, It's Just A Kiss Away" zu enden. Eine simplere und treffendere Aussage, dass sich Krieg durch Liebe verhindern lässt, hat es selten gegeben.

Nach diesem fulminanten Auftakt fahren die Stones voll herunter, um mit dem Cover "Love In Vain" einen dermaßen schwermütigen und schwarzen Blues hinzulegen, wie sie es wohl als einzige weiße Band in dieser Intensität vermochten.

Die Stones und besonders Keith Richards waren damals sehr von Gram Parsons, einem Musiker der Flying Burrito Brothers, einer Countrygruppe, beeinflusst. Das Resultat konnte man bei "Country Honk" hören, der einzige Song der Stones, den es in zwei offiziellen Versionen gibt. Die andere Version war die wesentlich rockigere Single "Honky Tonk Women", heute noch ein Musterbeispiel an musikalischer Ökonomie.

"Live With Me" ist der schnellste Song der Platte, getrieben von einem pumpenden Bass, der ausnahmsweise mal von Keith gespielt wurde und gekrönt von einem Saxophon von Bobby Keyes.

Der Titelsong kommt als Midtemporocker daher, ein Lied voller Liebe mit den typischen Anzüglichkeiten der Stones:"And There Will Always Be A Space In My Parking Lot When You Need A Little Coke And Sympathy". Das "Parking Lot" ist eine Methapher für ein - Ahem - Organ in den unteren Körperregionen einer Frau und "Coke" hat hier sicher nichts mit Cola zu tun.

DIE Tour De Force der Platte ist zweifellos (ähnlich wie "Sympathy For The Devil" auf "Beggars Banquet") "Midnight Rambler", das textlich von dem "Boston Strangler" Albert Di Salvo, einem Frauenmörder (den Tony Curtis einmal überraschend gekonnt in einem Film darstellte), beeinflusst wurde. Die musikalische Umsetzung ist gewaltig. Diesmal von Bill Wymans Bass angetrieben steigert sich der Song in puren Wahnsinn, bei dem Mick Jagger die vielleicht beste Mundharmonika seines Lebens spielte.

Genauso wie nach "Gimme Shelter" schalten die Stones gleich mehrere Gänge zurück, um mit "You Got The Silver" das erste Stück zu spielen, bei dem Keith zum ersten Mal vollständig die Leadvocals übernahm (Bei "Salt Of The Earth" auf "Beggars.." hatte er bereits die Eingangszeilen gesungen). "You Got The Silver" ist eine Perle, eines der schönsten Songs, die sie je aufgenommen haben.

"Monkey Man" ist eines der meist unterschätzten Songs der Stones, obwohl sie hier so etwas wie ihr Glaubensbekenntnis ablegen: "I Hope We're Not Too Messianic Or A Trifle Too Satanic (eine direkte Anspielung auf "Sympathy For The Devil"), We Love To Play The Blues".

"You Can't Always Get What You Want" ist der einzige Song der Platte, dessen Text ich nicht vollständig kapiere, möglicherweise handelt er von Resignation. Hier haben die Stones mit dem Londoner Bach Chor zusammengearbeitet und so klingt die Platte monumental aus.

"Let It Bleed" war das Album, bei dem Brian Jones zum letzten Mal zu hören ist, vielmehr seine letzten musikalischen Zuckungen. Mick Taylor ist erstmals dabei, z. B. bei dem beschriebenen "Country Honk".

Möglicherweise hat "Let It Bleed" den Fehler, dass es nach "Beggars Banquet" erschienen ist und deshalb immer etwas in dessen Schatten stand. Wären die beiden Platten als DoppelLP erschienen, wäre es die beste DoppelLP des Rock geworden.
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am 18. Juni 2011
"Let it bleed" ist meiner Meinung nach wirklich eines der besten Scheiben, die die Stones jemals gemacht haben!
Fast alles SOngs reißen Einen mit! "Gimme Shelter" ist eines der bekanntesten und meist gespielten Songs der Stones, den man vielleicht sogar am charakteristischsten für die Stones- Mentalität halten könnte; auch wenn das der enormen Vielseitigkeit und Wandelbarkeit dieser bedeutenden Rockband nicht gerecht werden würde.
"Love in Vain" ist eine Ballade, die nicht ganz so das Zeug hat, mit den anderen Songs mitzuhalten.
"Country Honk" ist ebenfalls eines der bekanntesten Songs der Songs; ein gutes Country- Lied in klassischem Stil.
"Live with me" ist eine klasse Rock- Nummer!
"Let it bleed" ist ein echter Stones- Klassiker!
"Midnight Rambler" gehört ebenfalls zu den bekannteren Stücken der Band, im klassischen Blues- Stil geschrieben, langsam und Bedrohung vermittelnd in seinem gleichförmigen, wippenden Sound (passend zum Thema!).
"You got the silver" ist zwar eine wenig bekannte Blues- Ballade der Stones; aber meiner Meinung nach einer der besten Songs der Band überhaupt! - Der geht richtig unter die Haut und in die Seele!
"Monkey Man" ist eine schnelle, ausgeflippte, sehr innovativ wirkende Nummer; ebenfalls ein Favorit auf der Platte für mich!
"You can't always get what you want" ist ein choral gesungenes Meisterwerk, das zu den bekanntesten früheren Stücken der Band zählt. Übrigens handelt es um einen recht direkten Rat Jaggers an seine damalige Freundin Marianne Faithfull, sich auch mal damit abzufinden, nicht immer nach den Sternen greifen zu können, sondern damit zu leben lernen und zufrieden zu sein, was in den eigenen Fähigkeiten steckt, auch wenn damit nicht die ganz großen Träume vom Leben zu erfüllen sind ("... you can get what you need!").

Fazit: die Rolling Stones in bester Stimmung, von genialen Rhythmen getrieben, die jeden Fan dieser Musik einfach mitreißen MÜSSEN! Diese Scheibe muss man daher einfach gehört haben!
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am 1. Februar 2007
"Let It Bleed" fristet merkwürdigerweise in der Reihe der besten Stonesalben so etwas wie ein Mauerblümchendasein. Fragt man nach den besten Alben der Stones, kommt in schöner Regelmäßigkeit die Antwort "Exile On Main Street" oder "Beggars Banquet", vielleicht noch "Sticky Fingers", nur "Let It Bleed" kommt selten als Antwort.

Okay, in dieser Zeit spielten die Stones wirklich einen Hammer nach dem anderen ein, so dass eine Auswahl sehr schwer fällt. Trotzdem ist "Let It Bleed" für mich das Album, dass unter den Monstern "Beggars Banquet" und "Exile.." noch ein klitzekleines Stück herausragt.

Es beginnt mit "Gimme Shelter" (dessen manchmal falsche Schreibweise "GimmIe" mich heute noch aufregt), dass sich von einem kleinen, leisen Gitarrenspiel in einen wahrlichen Wall Of Sound hineinsteigert, auf den Phil Spector neidisch gewesen sein muss. Dieser Orkan spitzt sich in dem gellenden Klagen "Rape, Murder It's Just A Shot Away" zu, um dann mit dem beruhigen Ausgleich "Love, Sister, It's Just A Kiss Away" zu enden. Eine simplere und treffendere Aussage, dass sich Krieg durch Liebe verhindern lässt, hat es selten gegeben.

Nach diesem fulminanten Auftakt fahren die Stones voll herunter, um mit dem Cover "Love In Vain" einen dermaßen schwermütigen und schwarzen Blues hinzulegen, wie sie es wohl als einzige weiße Band in dieser Intensität vermochten.

Die Stones und besonders Keith Richards waren damals sehr von Gram Parsons, einem Musiker der Flying Burrito Brothers, einer Countrygruppe, beeinflusst. Das Resultat konnte man bei "Country Honk" hören, der einzige Song der Stones, den es in zwei offiziellen Versionen gibt. Die andere Version war die wesentlich rockigere Single "Honky Tonk Women", heute noch ein Musterbeispiel an musikalischer Ökonomie.

"Live With Me" ist der schnellste Song der Platte, getrieben von einem pumpenden Bass, der ausnahmsweise mal von Keith gespielt wurde und gekrönt von einem Saxophon von Bobby Keyes.

Der Titelsong kommt als Midtemporocker daher, ein Lied voller Liebe mit den typischen Anzüglichkeiten der Stones:"And There Will Always Be A Space In My Parking Lot When You Need A Little Coke And Sympathy". Das "Parking Lot" ist eine Methapher für ein - Ahem - Organ in den unteren Körperregionen einer Frau und "Coke" hat hier sicher nichts mit Cola zu tun.

DIE Tour De Force der Platte ist zweifellos (ähnlich wie "Sympathy For The Devil" auf "Beggars Banquet") "Midnight Rambler", das textlich von dem "Boston Strangler" Albert Di Salvo, einem Frauenmörder (den Tony Curtis einmal überraschend gekonnt in einem Film darstellte), beeinflusst wurde. Die musikalische Umsetzung ist gewaltig. Diesmal von Bill Wymans Bass angetrieben steigert sich der Song in puren Wahnsinn, bei dem Mick Jagger die vielleicht beste Mundharmonika seines Lebens spielte.

Genauso wie nach "Gimme Shelter" schalten die Stones gleich mehrere Gänge zurück, um mit "You Got The Silver" das erste Stück zu spielen, bei dem Keith zum ersten Mal vollständig die Leadvocals übernahm (Bei "Salt Of The Earth" auf "Beggars.." hatte er bereits die Eingangszeilen gesungen). "You Got The Silver" ist eine Perle, eines der schönsten Songs, die sie je aufgenommen haben.

"Monkey Man" ist eines der meist unterschätzten Songs der Stones, obwohl sie hier so etwas wie ihr Glaubensbekenntnis ablegen: "I Hope We're Not Too Messianic Or A Trifle Too Satanic (eine direkte Anspielung auf "Sympathy For The Devil"), We Love To Play The Blues".

"You Can't Always Get What You Want" ist der einzige Song der Platte, dessen Text ich nicht vollständig kapiere, möglicherweise handelt er von Resignation. Hier haben die Stones mit dem Londoner Bach Chor zusammengearbeitet und so klingt die Platte monumental aus.

"Let It Bleed" war das Album, bei dem Brian Jones zum letzten Mal zu hören ist, vielmehr seine letzten musikalischen Zuckungen. Mick Taylor ist erstmals dabei, z. B. bei dem beschriebenen "Country Honk".

Möglicherweise hat "Let It Bleed" den Fehler, dass es nach "Beggars Banquet" erschienen ist und deshalb immer etwas in dessen Schatten stand. Wären die beiden Platten als DoppelLP erschienen, wäre es die beste DoppelLP des Rock geworden.
11 Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 7. Januar 2013
Wieder mal ein Remaster, für dass das Geld zum Fenster rausgeschmissen ist. Viel zu höhenbetonter, scheppernder Sound, eine Qual für die Ohren! Dazu passt die Titelauflistung in keiner Weise - Finger weg von diesem Teil!
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