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am 1. Februar 2007
"Let It Bleed" fristet merkwürdigerweise in der Reihe der besten Stonesalben so etwas wie ein Mauerblümchendasein. Fragt man nach den besten Alben der Stones, kommt in schöner Regelmäßigkeit die Antwort "Exile On Main Street" oder "Beggars Banquet", vielleicht noch "Sticky Fingers", nur "Let It Bleed" kommt selten als Antwort.

Okay, in dieser Zeit spielten die Stones wirklich einen Hammer nach dem anderen ein, so dass eine Auswahl sehr schwer fällt. Trotzdem ist "Let It Bleed" für mich das Album, dass unter den Monstern "Beggars Banquet" und "Exile.." noch ein klitzekleines Stück herausragt.

Es beginnt mit "Gimme Shelter" (dessen manchmal falsche Schreibweise "GimmIe" mich heute noch aufregt), dass sich von einem kleinen, leisen Gitarrenspiel in einen wahrlichen Wall Of Sound hineinsteigert, auf den Phil Spector neidisch gewesen sein muss. Dieser Orkan spitzt sich in dem gellenden Klagen "Rape, Murder It's Just A Shot Away" zu, um dann mit dem beruhigen Ausgleich "Love, Sister, It's Just A Kiss Away" zu enden. Eine simplere und treffendere Aussage, dass sich Krieg durch Liebe verhindern lässt, hat es selten gegeben.

Nach diesem fulminanten Auftakt fahren die Stones voll herunter, um mit dem Cover "Love In Vain" einen dermaßen schwermütigen und schwarzen Blues hinzulegen, wie sie es wohl als einzige weiße Band in dieser Intensität vermochten.

Die Stones und besonders Keith Richards waren damals sehr von Gram Parsons, einem Musiker der Flying Burrito Brothers, einer Countrygruppe, beeinflusst. Das Resultat konnte man bei "Country Honk" hören, der einzige Song der Stones, den es in zwei offiziellen Versionen gibt. Die andere Version war die wesentlich rockigere Single "Honky Tonk Women", heute noch ein Musterbeispiel an musikalischer Ökonomie.

"Live With Me" ist der schnellste Song der Platte, getrieben von einem pumpenden Bass, der ausnahmsweise mal von Keith gespielt wurde und gekrönt von einem Saxophon von Bobby Keyes.

Der Titelsong kommt als Midtemporocker daher, ein Lied voller Liebe mit den typischen Anzüglichkeiten der Stones:"And There Will Always Be A Space In My Parking Lot When You Need A Little Coke And Sympathy". Das "Parking Lot" ist eine Methapher für ein - Ahem - Organ in den unteren Körperregionen einer Frau und "Coke" hat hier sicher nichts mit Cola zu tun.

DIE Tour De Force der Platte ist zweifellos (ähnlich wie "Sympathy For The Devil" auf "Beggars Banquet") "Midnight Rambler", das textlich von dem "Boston Strangler" Albert Di Salvo, einem Frauenmörder (den Tony Curtis einmal überraschend gekonnt in einem Film darstellte), beeinflusst wurde. Die musikalische Umsetzung ist gewaltig. Diesmal von Bill Wymans Bass angetrieben steigert sich der Song in puren Wahnsinn, bei dem Mick Jagger die vielleicht beste Mundharmonika seines Lebens spielte.

Genauso wie nach "Gimme Shelter" schalten die Stones gleich mehrere Gänge zurück, um mit "You Got The Silver" das erste Stück zu spielen, bei dem Keith zum ersten Mal vollständig die Leadvocals übernahm (Bei "Salt Of The Earth" auf "Beggars.." hatte er bereits die Eingangszeilen gesungen). "You Got The Silver" ist eine Perle, eines der schönsten Songs, die sie je aufgenommen haben.

"Monkey Man" ist eines der meist unterschätzten Songs der Stones, obwohl sie hier so etwas wie ihr Glaubensbekenntnis ablegen: "I Hope We're Not Too Messianic Or A Trifle Too Satanic (eine direkte Anspielung auf "Sympathy For The Devil"), We Love To Play The Blues".

"You Can't Always Get What You Want" ist der einzige Song der Platte, dessen Text ich nicht vollständig kapiere, möglicherweise handelt er von Resignation. Hier haben die Stones mit dem Londoner Bach Chor zusammengearbeitet und so klingt die Platte monumental aus.

"Let It Bleed" war das Album, bei dem Brian Jones zum letzten Mal zu hören ist, vielmehr seine letzten musikalischen Zuckungen. Mick Taylor ist erstmals dabei, z. B. bei dem beschriebenen "Country Honk".

Möglicherweise hat "Let It Bleed" den Fehler, dass es nach "Beggars Banquet" erschienen ist und deshalb immer etwas in dessen Schatten stand. Wären die beiden Platten als DoppelLP erschienen, wäre es die beste DoppelLP des Rock geworden.
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am 1. Februar 2007
"Let It Bleed" fristet merkwürdigerweise in der Reihe der besten Stonesalben so etwas wie ein Mauerblümchendasein. Fragt man nach den besten Alben der Stones, kommt in schöner Regelmäßigkeit die Antwort "Exile On Main Street" oder "Beggars Banquet", vielleicht noch "Sticky Fingers", nur "Let It Bleed" kommt selten als Antwort.

Okay, in dieser Zeit spielten die Stones wirklich einen Hammer nach dem anderen ein, so dass eine Auswahl sehr schwer fällt. Trotzdem ist "Let It Bleed" für mich das Album, dass unter den Monstern "Beggars Banquet" und "Exile.." noch ein klitzekleines Stück herausragt.

Es beginnt mit "Gimme Shelter" (dessen manchmal falsche Schreibweise "GimmIe" mich heute noch aufregt), dass sich von einem kleinen, leisen Gitarrenspiel in einen wahrlichen Wall Of Sound hineinsteigert, auf den Phil Spector neidisch gewesen sein muss. Dieser Orkan spitzt sich in dem gellenden Klagen "Rape, Murder It's Just A Shot Away" zu, um dann mit dem beruhigen Ausgleich "Love, Sister, It's Just A Kiss Away" zu enden. Eine simplere und treffendere Aussage, dass sich Krieg durch Liebe verhindern lässt, hat es selten gegeben.

Nach diesem fulminanten Auftakt fahren die Stones voll herunter, um mit dem Cover "Love In Vain" einen dermaßen schwermütigen und schwarzen Blues hinzulegen, wie sie es wohl als einzige weiße Band in dieser Intensität vermochten.

Die Stones und besonders Keith Richards waren damals sehr von Gram Parsons, einem Musiker der Flying Burrito Brothers, einer Countrygruppe, beeinflusst. Das Resultat konnte man bei "Country Honk" hören, der einzige Song der Stones, den es in zwei offiziellen Versionen gibt. Die andere Version war die wesentlich rockigere Single "Honky Tonk Women", heute noch ein Musterbeispiel an musikalischer Ökonomie.

"Live With Me" ist der schnellste Song der Platte, getrieben von einem pumpenden Bass, der ausnahmsweise mal von Keith gespielt wurde und gekrönt von einem Saxophon von Bobby Keyes.

Der Titelsong kommt als Midtemporocker daher, ein Lied voller Liebe mit den typischen Anzüglichkeiten der Stones:"And There Will Always Be A Space In My Parking Lot When You Need A Little Coke And Sympathy". Das "Parking Lot" ist eine Methapher für ein - Ahem - Organ in den unteren Körperregionen einer Frau und "Coke" hat hier sicher nichts mit Cola zu tun.

DIE Tour De Force der Platte ist zweifellos (ähnlich wie "Sympathy For The Devil" auf "Beggars Banquet") "Midnight Rambler", das textlich von dem "Boston Strangler" Albert Di Salvo, einem Frauenmörder (den Tony Curtis einmal überraschend gekonnt in einem Film darstellte), beeinflusst wurde. Die musikalische Umsetzung ist gewaltig. Diesmal von Bill Wymans Bass angetrieben steigert sich der Song in puren Wahnsinn, bei dem Mick Jagger die vielleicht beste Mundharmonika seines Lebens spielte.

Genauso wie nach "Gimme Shelter" schalten die Stones gleich mehrere Gänge zurück, um mit "You Got The Silver" das erste Stück zu spielen, bei dem Keith zum ersten Mal vollständig die Leadvocals übernahm (Bei "Salt Of The Earth" auf "Beggars..") hatte er bereits die Eingangszeilen gesungen. "You Got The Silver" ist eine Perle, eines der schönsten Songs, die sie je aufgenommen haben.

"Monkey Man" ist eines der meist unterschätzten Songs der Stones, obwohl sie hier so etwas wie ihr Glaubensbekenntnis ablegen: "I Hope We're Not Too Messianic Or A Trifle Too Satanic (eine direkte Anspielung auf "Sympathy For The Devil"), We Love To Play The Blues".

"You Can't Always Get What You Want" ist der einzige Song der Platte, dessen Text ich nicht vollständig kapiere, möglicherweise handelt er von Resignation. Hier haben die Stones mit dem Londoner Bach Chor zusammengearbeitet und so klingt die Platte monumental aus.

"Let It Bleed" war das Album, bei dem Brian Jones zum letzten Mal zu hören ist, vielmehr seine letzten musikalischen Zuckungen. Mick Taylor ist erstmals dabei, z. B. bei dem beschriebenen "Country Honk".

Möglicherweise hat "Let It Bleed" den Fehler, dass es nach "Beggars Banquet" erschienen ist und deshalb immer etwas in dessen Schatten stand. Wären die beiden Platten als DoppelLP erschienen, wäre es die beste DoppelLP des Rock geworden.
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am 21. Februar 2012
Man, hatte ich ein Glück ! Endlich konnte ich zum Schnäppchenpreis meine Stones-Sammlung mit dem Werk auffrischen, dass insgeheim die mit Abstand beste Platte der Rolling Stones ist.

Dazu schreiben will ich nicht viel, weil auch ich in meiner Sammlung natürlich "Exile...", "Sticky Fingers" und "Beggars Banquet" seit jeher habe. Weniger als Fan der Rolling Stones, sondern vielmehr als Rockfan im Allgemeinen. Aber man würde den Rolling Stones Unrecht tun, "Let It Bleed" einfach unter den Teppich zu kehren. Eine wahrhaft herausragende Scheibe. Dabei fristet das Album bis heute leider ein Schattendasein, trotz absolut überragender Songs.

Bei "Gimme Shelter" sind sich nicht nur Stones-Fans einig, dass dies ein ganz großer Rocksong ist. In der Zeit, als das Album erschien, klang gerade die Hippie-Ära aus. Und die Stones setzten mit diesem Reißer Trademarks, die in die Zukunft weisen. Damals 1970 klanglich und musikalisch (im Rocksinne) meilenweit voraus. Dann zaubern sie mit "Love In Vain" ein bluesigen und folkigen Song aus dem Hut. Ebenso reibt man sich bei "Country Honk" verwundert die Augen (und Ohren), denn dass Werk erschien ein oder zwei (?) Jahre später als rockige Single-Nummer mit dem Titel "Honky Tonk Woman". Sonst auf keinem Stones-Album drauf...

"You Can't Always Get What You Want" ist ein weiterer Übersong auf diesem Album, den sicher jeder kennt, auch ohne das Album "Let It Bleed" zu kennen.
Ich kann jedem nur empfehlen, sich diese CD zu kaufen. Wer sie noch nicht hat, sollte das schnellstens nachholen. Und wer von den Rolling Stones noch rein gar nichts hat, sollte sich zumindest dieses Werk zulegen.

Ein Meilenstein der Rockmusik. Und ein herausragendes Album der Rolling Stones...
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am 14. Oktober 2005
For my money this is the best Rolling Stones album ever, even if it is really not a typical example of their work. I do not think you can find a better opening to a Stones album than "Gimme Shelter" with Mary Clayton providing awesome guest vocals to some apocalyptic lyrics. The catchy guitar lead suggests bad things are coming this way, a sentiment amplified by the high pitched, wordless vocals and the complimentary piano before the rest of the band crashes in and Mick Jagger starts singing. I also know you can not top "You Can't Always Get What You Want" as the big finale, what with the London Bach Choir lending their voices (not to mention Al Kooper providing the most memorable French Horn work on a sixties rock 'n' roll album). I understand the idea that this is the Stones' response to "Hey Jude," but it certainly stands on its own as a classic pop tune, which makes it a most atypical Stones song on that grounds alone. Then there is the philosophical sentiments of the chorus, which again has you double-checking to make sure this is the same Stones who did "Sympathy for the Devil" and were the acknowledged bad boys of rock 'n' roll.
"Midnight Rambler," which originally began Side 2 in those days of vinyl, is another one of those most rare long Stones songs and featured Mick Jagger wailing on his harp. "Monkey Man" is my all time favorite non-Stones hit song with Jagger pointing out " I hope we're not too messianic or a trifle too satanic" (I used it for a class assignment once as the music background for a Pat Paulsen speech) and "Country Honk" is a countrified version of their hit "Honky Tonk Woman." You also have a couple of acoustic blues tracks with "You Got the Silver," which offers up the first lead vocals by Keith Richards, and a cover of Robert Johnson's "Love in Vain." "Live With Me" is a solid Stone rocker and the title song is okay, but what is important is that title: it fostered an inherent comparison with "Let It Be," but since that was the Beatles' weakest album, the Stones came out ahead on this one. Those were fun days in rock and roll, boys and girls, let me tell you.
Special mention to the efforts of Nicky Hopkins on this album, who plays piano on most of the key tracks as well as the late Brian Jones, who appears on two of the tracks, as does his replacement, Mick Taylor. On top of all that, I love the way the back of the album deconstructs the front. "Beggar's Banquet" might be the more traditional Rolling Stones album, but "Let It Bleed" still holds the top spot for me and the last time I put together my Top 10 albums of all time list for my Pop Culture class "Let It Bleed" was on it. Finally, as it says at the bottom of the liner notes: THIS RECORD SHOULD BE PLAYED LOUD. It should also be played often.
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am 20. Juni 2015
Ich habe diese "Platte" in vielen Versionen, Orginal LP (aus dem Erscheinungsjahr), CDs (mehrmals remastered), SACD und nunmehr Bluray Audio.
Von allen Versionen ist diese mit Abstand die Beste!! Über eine gute Anlage ist es einfach ein Genuß!!
Volle 5 Sterne, besser geht zur Zeit nicht.
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am 17. Dezember 2014
Wenig Themen sind für den Menschen so relevant wie Liebe und Krieg. Das ist auch 45 Jahre nach der Veröffentlichung von Gimme Shelter unverändert. Es kann heute als Soundtrack schmutziger Konflikte im nahen Osten und der Ukraine genauso dienen wie damals für den Vietnamkrieg.

Natürlich ist dieser Song, neben dem genialen "You can't always get what you want", der Aufhänger dieses Albums. Es sind auch keine Songs wirklich ähnlich herausragend. Aber dieser Scheibe brennt sich mit mehrmaligem Hören einfach ein, und das Gefühl, dass doch alles aus einem Guss ist, stellt sich nach einer Weile trotzdem ein. Auch wenn "Exile" eine größere Durchgängkeit an verwandten Soundgebilden bietet. Ich mag "Love In Vain" sehr, der Honky Tonk ist nach wie vor stark, "Let it bleed" und "Monkey Man" gehören zu meinen Favoriten. Ich will mich nicht den vielen anschließen, die versuchen, eine Rangordnung der Stones Alben aufzustellen (auch wenn das Spaß machen kann), ich mag nur sagen, dass es sich um ein verdammt gutes Album handelt, unabhängig davon, ob es von den Stones ist oder nicht. Und ich kann jedem, der Rockmusik in welcher Form auch immer liebt empfehlen, sich dieses Album zuzulegen. Es ist tasächlich nochmal eine Entdeckung, es durchgehend zu hören.

Viel Spaß beim (Wieder-) Entdecken!
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am 18. Juni 2011
"Let it bleed" ist meiner Meinung nach wirklich eines der besten Scheiben, die die Stones jemals gemacht haben!
Fast alles SOngs reißen Einen mit! "Gimme Shelter" ist eines der bekanntesten und meist gespielten Songs der Stones, den man vielleicht sogar am charakteristischsten für die Stones- Mentalität halten könnte; auch wenn das der enormen Vielseitigkeit und Wandelbarkeit dieser bedeutenden Rockband nicht gerecht werden würde.
"Love in Vain" ist eine Ballade, die nicht ganz so das Zeug hat, mit den anderen Songs mitzuhalten.
"Country Honk" ist ebenfalls eines der bekanntesten Songs der Songs; ein gutes Country- Lied in klassischem Stil.
"Live with me" ist eine klasse Rock- Nummer!
"Let it bleed" ist ein echter Stones- Klassiker!
"Midnight Rambler" gehört ebenfalls zu den bekannteren Stücken der Band, im klassischen Blues- Stil geschrieben, langsam und Bedrohung vermittelnd in seinem gleichförmigen, wippenden Sound (passend zum Thema!).
"You got the silver" ist zwar eine wenig bekannte Blues- Ballade der Stones; aber meiner Meinung nach einer der besten Songs der Band überhaupt! - Der geht richtig unter die Haut und in die Seele!
"Monkey Man" ist eine schnelle, ausgeflippte, sehr innovativ wirkende Nummer; ebenfalls ein Favorit auf der Platte für mich!
"You can't always get what you want" ist ein choral gesungenes Meisterwerk, das zu den bekanntesten früheren Stücken der Band zählt. Übrigens handelt es um einen recht direkten Rat Jaggers an seine damalige Freundin Marianne Faithfull, sich auch mal damit abzufinden, nicht immer nach den Sternen greifen zu können, sondern damit zu leben lernen und zufrieden zu sein, was in den eigenen Fähigkeiten steckt, auch wenn damit nicht die ganz großen Träume vom Leben zu erfüllen sind ("... you can get what you need!").

Fazit: die Rolling Stones in bester Stimmung, von genialen Rhythmen getrieben, die jeden Fan dieser Musik einfach mitreißen MÜSSEN! Diese Scheibe muss man daher einfach gehört haben!
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am 19. Februar 2014
Ich habe mich sehr auf die MP3 Ausgabe dieses zu unrecht im Schatten anderer Stones Juwelen stehende Meisterwerk gefreut. Meine alte Vinylausgabe aus den 70ern ist doch arg ramponiert.
Dummerweise hat man aber wohl einen gehörgeschädigten Techniker ans Re Mastering gesetzt. Man mag es kaum glauben, aber die Stücke sind zum grossen Teil übersteuert.
Wie kann man so etwas bloss einem derartigen Meisterwerk antun?
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am 13. April 2015
in astreiner Aufnahmequalität. Ich wollte es erst gar nicht glauben, aber es klingt wie man sich eine Aufnahme wünscht: klar, frisch und packend - all das bringt diese DSD Remastered CD mit (auch bei geringer Lautstärke...). Es lohnt sich also ein paar Euro mehr für diese Version zu investieren.
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am 1. Februar 2007
"Let It Bleed" fristet merkwürdigerweise in der Reihe der besten Stonesalben so etwas wie ein Mauerblümchendasein. Fragt man nach den besten Alben der Stones, kommt in schöner Regelmäßigkeit die Antwort "Exile On Main Street" oder "Beggars Banquet", vielleicht noch "Sticky Fingers", nur "Let It Bleed" kommt selten als Antwort.

Okay, in dieser Zeit spielten die Stones wirklich einen Hammer nach dem anderen ein, so dass eine Auswahl sehr schwer fällt. Trotzdem ist "Let It Bleed" für mich das Album, dass unter den Monstern "Beggars Banquet" und "Exile.." noch ein klitzekleines Stück herausragt.

Es beginnt mit "Gimme Shelter" (dessen manchmal falsche Schreibweise "GimmIe" mich heute noch aufregt), dass sich von einem kleinen, leisen Gitarrenspiel in einen wahrlichen Wall Of Sound hineinsteigert, auf den Phil Spector neidisch gewesen sein muss. Dieser Orkan spitzt sich in dem gellenden Klagen "Rape, Murder It's Just A Shot Away" zu, um dann mit dem beruhigen Ausgleich "Love, Sister, It's Just A Kiss Away" zu enden. Eine simplere und treffendere Aussage, dass sich Krieg durch Liebe verhindern lässt, hat es selten gegeben.

Nach diesem fulminanten Auftakt fahren die Stones voll herunter, um mit dem Cover "Love In Vain" einen dermaßen schwermütigen und schwarzen Blues hinzulegen, wie sie es wohl als einzige weiße Band in dieser Intensität vermochten.

Die Stones und besonders Keith Richards waren damals sehr von Gram Parsons, einem Musiker der Flying Burrito Brothers, einer Countrygruppe, beeinflusst. Das Resultat konnte man bei "Country Honk" hören, der einzige Song der Stones, den es in zwei offiziellen Versionen gibt. Die andere Version war die wesentlich rockigere Single "Honky Tonk Women", heute noch ein Musterbeispiel an musikalischer Ökonomie.

"Live With Me" ist der schnellste Song der Platte, getrieben von einem pumpenden Bass, der ausnahmsweise mal von Keith gespielt wurde und gekrönt von einem Saxophon von Bobby Keyes.

Der Titelsong kommt als Midtemporocker daher, ein Lied voller Liebe mit den typischen Anzüglichkeiten der Stones:"And There Will Always Be A Space In My Parking Lot When You Need A Little Coke And Sympathy". Das "Parking Lot" ist eine Methapher für ein - Ahem - Organ in den unteren Körperregionen einer Frau und "Coke" hat hier sicher nichts mit Cola zu tun.

DIE Tour De Force der Platte ist zweifellos (ähnlich wie "Sympathy For The Devil" auf "Beggars Banquet") "Midnight Rambler", das textlich von dem "Boston Strangler" Albert Di Salvo, einem Frauenmörder (den Tony Curtis einmal überraschend gekonnt in einem Film darstellte), beeinflusst wurde. Die musikalische Umsetzung ist gewaltig. Diesmal von Bill Wymans Bass angetrieben steigert sich der Song in puren Wahnsinn, bei dem Mick Jagger die vielleicht beste Mundharmonika seines Lebens spielte.

Genauso wie nach "Gimme Shelter" schalten die Stones gleich mehrere Gänge zurück, um mit "You Got The Silver" das erste Stück zu spielen, bei dem Keith zum ersten Mal vollständig die Leadvocals übernahm (Bei "Salt Of The Earth" auf "Beggars.." hatte er bereits die Eingangszeilen gesungen). "You Got The Silver" ist eine Perle, eines der schönsten Songs, die sie je aufgenommen haben.

"Monkey Man" ist eines der meist unterschätzten Songs der Stones, obwohl sie hier so etwas wie ihr Glaubensbekenntnis ablegen: "I Hope We're Not Too Messianic Or A Trifle Too Satanic (eine direkte Anspielung auf "Sympathy For The Devil"), We Love To Play The Blues".

"You Can't Always Get What You Want" ist der einzige Song der Platte, dessen Text ich nicht vollständig kapiere, möglicherweise handelt er von Resignation. Hier haben die Stones mit dem Londoner Bach Chor zusammengearbeitet und so klingt die Platte monumental aus.

"Let It Bleed" war das Album, bei dem Brian Jones zum letzten Mal zu hören ist, vielmehr seine letzten musikalischen Zuckungen. Mick Taylor ist erstmals dabei, z. B. bei dem beschriebenen "Country Honk".

Möglicherweise hat "Let It Bleed" den Fehler, dass es nach "Beggars Banquet" erschienen ist und deshalb immer etwas in dessen Schatten stand. Wären die beiden Platten als DoppelLP erschienen, wäre es die beste DoppelLP des Rock geworden.
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