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am 10. Juni 2015
Man nennt ihn mittlerweile: "Der König der Western". Die Amerikaner brauchten erheblich länger als die Europäer um sich zu diesem Entschluß durchzuringen. Ehrlich gesagt, der momentane Rezensent ebenfalls. Tatsache ist auch, dass Leones Super-Western inzwischen, was Westernfilme betrifft, die meisten Besucher aller Zeiten in die Kinosäle dieser Welt lockte.

Sicherlich könnte man auch einige andere, immer wieder genannte Top-Ten-Perlen, dieses vor langer Zeit beliebtesten Genres als den "König der Western" betiteln. Unter den echten Westernfreunden werden bei ihren persönlichen Bestenlisten stets die großartigen amerikanischen Klassiker "Ringo"(1939), "Faustrecht der Prärie"(1946), "Red River"(1948), "Zwölf Uhr mittags"(1952), "Der schwarze Falke"(1956), "Zwei rechnen ab"(1957), "Rio Bravo"(1959), "Die glorreichen Sieben"(1960), oder, auf jeden Fall auch bei den jüngeren Westernliebhabern, "Der mit dem Wolf tanzt"(1990) um den Platz an der Sonne kämpfen - und eben diese Hommage an die verklärte Pionierzeit Amerikas - Leones Meisterwerk "C'era una volta il West", den man in unserer Sprache unter dem elektrisierenden Titel "Spiel mir das Lied vom Tod" kennt.

Ausgerechnet ein eigentlich "nichtamerikanischer" Western mit einem italienischen Regisseur die Nr. "Uno" ? Dies mußten viele Amerikaner erst einmal verarbeiten und erst mit den Jahren, nachdem bei vielen, erst nach mehrmaligen Ansehen dieses grandiosen Werks, in kompletter Fassung und mittlerweile zum Kultstatus ambitionierten Westerns die Erkenntnis wuchs, dass "Spiel mir das Lied vom Tod" eben doch, wenn auch vielleicht nur um Brustbreite, den Titel "König der Western" zurecht trägt.

"Spiel mir das Lied vom Tod" ist ein Film, der seine Story nicht in der herkömmlichen literarischen Weise erzählt. Er entfaltet sie ganz aus der visuellen Magie seiner Bilder. Sergio Leones Drehbuch trägt dazu bei, den fertigen Film zu einem beeindruckenden und opernhaften Meisterwerk werden zu lassen und die berühmte Musik Ennio Morricones tut ein übriges, dem Werk eine ganz besondere Atmosphäre zu verleihen. Es lebt außerdem von der imponierenden Landschaftsphotographie, von der Staubigkeit und Trostlosigkeit der Tableaus, vom geduldigen Spannungsaufbau der Inszenierung und vor allem von seinen großartigen Protagonisten.

Alle zeigen außerordentliche Leistungen, der ganz in schwarz gekleidete, beängstigend gute Henry Fonda als Bösewicht, ganz gegen sein früheres Immage. Die unvergessliche, wunderhübsche Claudia Cardinale, um die sich vieles dreht und der unvergessene Jason Robards als Outlaw, der nicht nur deswegen so symphatisch rüberkommt, weil er nicht auf Krüppel schießen kann. Aber die unvergessenste Leistung und der eigentliche Träger der Dramatik dieses Films zeigte Charles Bronson als "Harmonika". Er war Mittelpunkt des Interesses und vermochte es, "Spiel mir das Lied vom Tod" zu einem Markstein seiner persönlichen Laufbahn und zu einem wahren "Bronson-Film zu machen.

Diesen Meisterwestern in exellentem Blu-ray zu erleben, könnte für manchen Westernfreund der entscheidende Punkt sein, sofern er sich bisher noch nicht entschließen konnte, Leones "Lied vom Tod" doch noch auf den Platz an der Sonne in seiner persönlichen Westernlieblingsliste zu setzen.
Neben der großartigen Bildqualität imponiert auch der wichtige Master Audio 5.1 DTS-HD Ton und die großartigen Beiträge bei den "Special Features" : Audiokommentar mit Beiträgen von den Regisseuren John Carpenter, John Milius u. Alex Cord, den Filmhistorikern Sir Christopher Frayling u. Dr. Sheldon Hall, sowie Besetzung und Crew. Desweiteren die Beiträge "Eine Oper der Gewalt", "Der Lohn der Stunde", "Die Verbindung mit dem Tod", "Eisenbahn: die Revolutionierung des Westens", eine Produktionsgalerie, den Originalkinotrailer HD und als besonderes Schmankerl (für Glückspilze, die schon mal dort waren...), "Die Drehorte: damals und heute"

Westernherz, was begehrst du mehr? (zumal für solch einen Preis!)
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am 30. September 2016
Mag ich im Gesamtbild mitnichten das sein, was man einen Western-Fan nennen würde, so bin ich - meines Zeichens Filmfreund - dennoch offen für Werke außerhalb meiner bevorzugten Genres, als eine Ausnahmeerscheinung bezeichne ich daher 'Spiel mir das Lied vom Tode', den Vorläufer von Todesmelodie und Es war einmal in Amerika, eine filmhistorisch gesehen wichtige Trilogie stellt das Resultat dar.

Doch was macht diesen Film so speziell? Das lässt sich aus meiner Perspektive nur sehr schwer benennen, da mir hier offen gestanden die Vergleichsmöglichkeiten fehlen, doch für mich ist dieser Film neben Johnny Guitar einer der kunstvolleren Western, ein Film, der - was man von manch anderem Western bedauerlicherweise mitnichten behaupten kann - eben nicht nur die Stärke und das Durchhaltevermögen seiner Protagonisten zelebriert, sondern ein Werk, welchem man in nahezu jeder Einstellung seine Ambitionen ansieht, ein Film gar, der die durch das häufige Zeigen der einzelnen Gesichter erzeugte Dramatik so sehr auf die Spitze treibt, jedoch ohne dadurch albern zu wirken, wo doch Leone seine Regieanweisungen in einer Weise zu geben weiß, die hohe Leistung erzeugt.
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am 13. Juni 2017
selbst nach dem 8. Male anschauen (seit Veröffentlichung) gibt es kaum Ermüdung, so wie das eben bei einem großartigen Kunstwerk häufig erlebt wird. Die großartige Synthese zwischen Musik, Handlung und Darstellern, aber auch die großartigen Requisiten sind seitdem unerreicht.

Alleine die Eröffnungsszene am Bahnhof ist ganz große Kunst.
Dann die Szene in der Kneipe, als Bronson zum ersten Male das Leitmotiv auf der Mundharmonika spielt und dann die Auflösung und Climax, als in der Rückblende die Musik erklärt wird ist einfach unglaublich gut und pathetisch.
Ein Muss bevor man stirbt.
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am 20. Oktober 2017
Ich weiss gar nicht, wie ich diesen Film beschreiben soll...
Ich habe ihn jetzt schon mehrmals gesehen und ich kriege immer wieder Gänsehaut wenn Charles Bronson auf der Mundharmonika spielt. Der grosse Henry Fonda, einfach grossartig als Bösewicht. Die unvergleichliche Claudia Cadinale und wie schon erwähnt, Charles Bronson. Dieser Film ist ein Meilenstein des
We
stern Genres. Ein sehr langer Film, der aber nie langweilig wird. Egal wie oft man ihn sieht.
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am 16. Dezember 2016
Ein Film, der Rekorde brach, obwohl er keinen gängigen Mustern folgte, stattdessen der Entdeckung der spannungsgeladenen Langsamkeit huldigte!

Es gibt Filmmusik, die hilft, einen Film voranzutreiben oder die Handlung zu unterstreichen! Und es gibt die Musik eines E. Morricone! Erst sein donnernder, soghafter und gefühlvoller Klangteppich verhilft den großen Szenen dieses Films zu einer optischen Wucht, ob derer man applaudieren möchte! Daher darf man eben nicht vergessen, dass dieser geniale Score, ähnlich wie bei Winnetou, diesen Film epischer scheinen lässt, als er ist.

Gleich die ersten Szenen zeugen von einer minimalistischen Opulenz, derer man sich kaum entziehen kann. Charles Bronson, ein durchschnittliches Schauspieltalent mit Grummelgesicht, überzeugt schon am Anfang des Films mit subtiler Coolness und hilft, einen von Ruhe durchzogenen Spannungsaufbau innerhalb von 2-4 Sekunden eruptiv zu beenden!
Überragend agiert allerdings Henry Fonda (leicht ambivalent auch in WARLOCK), welcher eine dreckige Eleganz an den Tag legt, die einen - gerade damals - ins ungläubige Staunen versetzt. Der Saubermann des Kinos gibt als sadistischer und gnadenloser Killer eine Weltklasse-Performance!
Leones brillante Nahaufnahmen lassen dann auch das abschließende Duell zwischen Bronson und Fonda zu einem der wohl eindrucksvollsten Duelle der Filmgeschichte werden. Bronson, stoisch ruhig und mit angedeutetem Siegesgrinsen, Fonda mit eleganter Präsenz und spürbarer Unsicherheit; dazu die Rückblende, innerhalb derer sich eine unfassbare Tragik offenbart! Kurz darauf nur ein Schuss, der die gesamte explosiv anmutende Szenerie beendet. Wieder einmal eine lange Einleitung des Todes, um dann in Sekunden abzuschließen!

Dieser Film beinhaltet 3 unsterbliche Szenen sowie eine faszinierende Musik, die einen teils hypnotisch einwebt und aus einem Italo-Western einen Kult-Film zaubert!

Das Bild der DVD ist famos!
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am 12. März 2004
~
"Erfahrungsbericht der Erstbesichtigung" von einem, der seit langem in diesen Film verliebt ist, bislang aber nur die deutsche Fassung kannte.

Inhaltlich sei auf die zahlreichen Rezensionen verwiesen, falls es derer bei diesem Werk überhaupt bedarf.

Lange hat es bis zur Veröffentlichung gedauert, auch die Ankündigung wurde mehrere Male nach hinten revidiert, viele Rezensionen mussten sich immer wieder mit Vermutungen abgeben oder Wünsche formulieren. Jetzt ist die DVD da und viele Befürchtungen sind glücklicherweise nicht bestätigt worden. Das gute Stück ist klasse.
Schon gestalterisch ein Genuss. Zwar wurde nicht das altbekannte Kinoplakat verwendet, aber das Motiv ist eine würdige Variante. Doppel DVD, zentral aufklappbares Digipack im Pappschuber und links noch eine Klappe mit einem üppigen Booklet zur Entstehungsgeschichte des Films. Alles in einem matten Papier, das nicht so leicht Fingerabdrücke zeigt (vgl "Pate" oder "Es war einmal in Amerika"), mindestens genauso edel wirkt wie glanzlackiertes und hier auch hervorragend zur sandigen Kulisse passt.
Eine DVD enthält im wesentlichen den Film, die andere zahlreiche Zusätze, wie praktisch! Der Film hat vier Sprachfassungen - Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch - und unzählige Untertitel. Deutsch ist obligatorisch, Englisch eigentlich auch, Spanisch ist sehr lustig, ohne eigene Bedeutung allerdings und Französisch ist noch lustiger, hat allerdings den Charme, dass der Film in Frankreich zumindest lange Zeit bei weitem am erfolgreichsten war. Schade ist natürlich, dass Italienisch nicht enthalten ist, immerhin sind die wichtigsten Personen hinter der Kamera und die göttliche Claudia aus Italien, dem Land, in dem der Film, mit etwa einem Jahr Vorlauf, uraufgeführt wurde.
Klanglich sind die drei Synchronfassungen vergleichbar und ziemlich mäßig. Mono und recht undynamisch. Erheblich besser ist da der Originalton, der sowas ähnliches wie einen Raumklang produziert. Richtig Stereo klingt das nicht, aber deutlich besser als mono. Mehr Dynamik wäre auch hier noch möglich und schön, vor allem würden die musikalischen Effekte dann drei Tage Gänsehaut bescheren, aber so muss halt jeder für sich ein eigenes Soundnachdesign vornehmen. Schwamm drüber, das wird alles seine Gründe im Rohmaterial haben und wir wollen uns ja endlich freuen.

Völlig überraschend sind ein paar Differenzen in der deutschen Synchronisierung. Eigentlich ein anderer Film! Die Originalfassung, die ich jetzt endlich zum ersten Mal genießen durfte, ist viel gradliniger, ja fast emotionsloser. Gerade einige der markigsten Sprüche scheinen der Feder des Synchronteams entsprungen zu sein:
Cheyenne wird in der Absteige von seinen Leuten abgeholt und antwortet auf die Provokation von Mundharmonika, drei Langmäntel seien tot: "My men don't get killed!", anders: "Meine Männer begehen keine Massaker!" Abgesehen vom höheren Sympathiewert der deutschen Version, ist diese dramaturgisch zumindest bedenklich, wenn nicht sogar falsch. Denn woher weiß Cheyenne vom Massaker, das seine Leute ja in der Tat nicht begangen haben? Und abgesehen davon sprach Mundharmonika von einer ganz anderen Szene, die vieles, aber jedenfalls kein Massaker war.
In der Liebesszene spricht Frank deutlich aus, dass es schade ist "to kill you" und deutet dies im Deutschen nur ganz unterschwellig an. So wird Frank zwar charmanter, aber gleichzeitig auch fieser.
Gegen Schluss, als Mundharmonika seine Sachen holt, kund tut, gehen zu müssen und beim kurzen Innehalten Sweetwater noch eine gute Zukunft prognostiziert, fragt sie: "When do you visit Sweetwater?" und indem er losgeht murmelt er nur: "Someday". Im Deutschen dagegen suggeriert sie: "Sweetwater wartet auf Dich" woraufhin er beim Losgehen feststellt: "Irgendeiner wartet immer!" - Das muss man erst mal sacken lassen. Das hat mal Gewicht. So eine Aussage bekommt man nicht alle Tage geboten. Das meine ich völlig ernst. Zwar ist das ganz erstklassige Lagerfeuerromantik oder besser heutzutage Stammtischromantik wie: "Manchmal muss ein Mann tun, was ein Mann tun muss!", aber das kommt ja nicht von ungefähr, diese Qualität zur Verwendung unter richtigen Männern. Fast scheint es, dass der ganze Film nur auf diese Aussage hinleitet und dass dieses Ergebnis ebenso nüchtern wie war ist. Aber nach Kenntnis der Originalfassung bleibt von alledem wenig.
Noch ein letztes, das entscheidende Beispiel, die Schlüsselszene, in der Mundharmonika Franks Fragerei nach seinem Namen beendet, indem er ihm die Mundharmonika zwischen die Zähne und die letzten Atemzüge drückt und endlich sagt: "Spiel mir das Lied vom Tod!" - In der Originalfassung: "Keep your loving brother happy." - Hundsgemein zwar aber ohne den (vielleicht) übertriebenen Pathos der deutschen Fassung. - Ein Mythos wankt.
Hier geht es ja nicht nur um einen sehr freien deutschen Titel, der damals schon sehr reißerisch anmutete und so vermutlich viele zarte Gemüter vom Kino fern hielt, wie er echte Helden anzog und bei Kindern wie mir eine enorme Faszination des Gefährlichen und Morbiden auslöste. Wohl kalkuliert vom deutschen Verleih, was sich im Verkauf des Soundtracks, dem "Lied von Tod" auch heute immer noch zeigt. Wer hat nicht in irgendeiner Form das "Lied vom Tod" zu Hause und spielt es regelmäßig am Schluss der Party, um dem letzten, auf der Couch eingeschlafenen auch noch einen dramatischen Abgang zu verschaffen?
Nein, hier geht es um mehr, die deutsche Präsentation macht Rache zu "dem" Motiv des Films. Nicht wie im Original nur ein kurzes Aufflackern von einem Sinn, bevor der Protagonist weiterzieht, auf der Suche nach dem wahren Ziel und dem Motiv dahinter, schwer beladen mit der Vermutung es nicht zu finden. Aber wer noch kann, sollte wenigstens suchen. Aufgeben muss schließlich nur der, der stirbt. Den wirklich Suchenden vermag auch keine Frau davon abzuhalten.
Diese Rache wird begleitet vom wahrlich nervenaufreibenden Jammern der Mundharmonika, noch verstärkt vom markerschütternden Klang der E-Gitarre. Ennio Morricone quält den Zuschauer regelrecht zu diesem Höhepunkt der Handlung hin und welche Erlösung bringt uns schließlich der Tod von Frank. In Deutschland bekam das Motiv noch eine Höhere Ebene, indem das Lied vom Tod es war, das Unheil, aber auch die Erlösung brachte.
All das soll keinerlei Entsprechung im Original haben?
So oder so ist das Motiv "Rache" wesentlicher Bestandteil des Films, aber nicht in dieser Überspitzung. Das Lied vom Tod kennt das Original nicht und der Titel legt auch den Fokus anders. "Once upon a time" legt den Schwerpunkt auf die Suche und die Rache als Bestandteil davon verliert sich just im Moment des Verhalls der quälenden Klänge. Der einzelne hat nichts gewonnen, auch der Tod hat nur kurz gewonnen, denn es geht immer irgendwie weiter - Sweetwater entsteht.
Der deutsche Titel ist somit sehr übersteigert und erfüllt noch nicht einmal die Qualifikation eines Zitats. Ich bin ratlos. Warum sagt mir das keiner und lässt mich so ins offene Messer oder besser ins Leere rennen?
Ob das Original Drehbuch italienisch war und davon sämtliche Fassungen abgeleitet wurden, könnte eine Erklärung dafür sein, dass der Unterschied zwischen Deutsch und Englisch gar so groß ausfiel. Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Film englisch gedreht wurde; Zweifel beseitigt ein Vergleich der Lippenbewegungen. Also sollte für alle damals Beteiligten diese Fassung die Referenz bedeutet haben, womit eine echte Erklärung sich gerade nicht aus der Sache selbst heraus ergibt.
Eine Erklärung wird vielleicht das Zusatzmaterial liefern, dem ich mich noch nicht widmen konnte und das ich daher hier auch nicht rezensieren kann, aber für mich gibt es jetzt zwei Filme. Jeder hat eine eigenständige Bedeutung.
Nächste Maßnahme meinerseits wird sein, den Film durchgehend auf englisch anzusehen, ohne ständig zwischen den Sprachen zu springen. Vielleicht ergibt sich so eine andere Aussage. Dass zumindest die Stimmung der deutschen Fassung erheblich abweicht, sollte hier deutlich geworden sein. Dass das keinerlei Kritik darstellt, möchte ich noch einmal ausdrücklich herausstellen.
Keiner kann uns die Fassung nehmen, mit der wir groß geworden sind und die wir lieben. Umso spannender und wichtiger ist aber auch diese DVD Veröffentlichung. Und eins weiß ich schon jetzt, sie wird mir noch viel Freude bereiten, so oder so.
"Die DVD wartet auf Dich, wann wirst Du sie wieder ansehen?" - "Someday" ... "Nein jetzt." - "Warten war früher!"
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am 15. Dezember 2015
Ich hatte den Film bisher nur als DVD und habe ihn mir wegen der besseren Bildqualität als Blu-ray zugelegt. Verglichen mit der DVD ist eine deutliche Qualitätsverbesserung auf Blu-ray vorhanden.

Der Film wurde vor 47 Jahren gedreht. Er ist schon so alt, dass der Regisseur und viele der Schauspieler inzwischen verstorben sind. Ich hätte nie gedacht, dass man aus so einem alten Film diese tolle Bildqualität herausholen kann. Das Bild ist gut ausgeleuchtet und gestochen scharf. Die Farben sind kräftig. Mir sind keinerlei Bildmängel aufgefallen.

Der Ton ist nach meinem Empfinden kraftvoll und klar. Die Melodien von Ennio Morricone kommen super zur Geltung.

Von den umfangreichen Extras auf der Blu-ray gefällt mir der original Kinotrailer am besten.

Wenn Sergio Leone als Regisseur tätig ist, kommt immer etwas sehr gutes dabei raus, siehe "Es war einmal in Amerika".

Für mich ist 'Spiel mir das Lied vom Tod' einer der wichtigsten Western überhaupt, deshalb gebe ich eine klare Kaufempfehlung ab.
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am 26. Dezember 2014
Zu diesem Film (Originaltitel: C’era una volta il West; in Englisch: Once Upon a Time in the West) mit einer der längsten Film-Einleitungen (15 Minuten lang) aus dem Jahr 1968 braucht man nichts schreiben, so bekannt dieser ist und so oft Fans ihn schon gesehen haben. Auf dieser BR gibt es die Kinoversion, aber auch die restaurierte Fassung die es auch schon auf der DVD gegeben hatte.

Der Unterschied der restaurierten Fassung zur Kinoversion besteht nur aus wenigen zusätzlichen Szenen die auch nur wenige Sekunden länger sind. So z.B. sind die meisten Szenen davon in der Einleitung (der drei Gaststars die nach dem Kopfnicken aufeinander zugehen und als Harmonica nach dem Schusswechsel aufsteht und davonmarschiert) und dann nur mehr die Szene wo das Mädchen McBain auf der Farm länger in den Himmel guckt als die Grillen stillwaren (gerade mal 0,5 Sekunden machte diese Szene aus). Damit ist auch dieser Film immer noch nicht der 20minütigen längeren Originallangfassung wie Sergio Leone ihn abgedreht hatte. Aber 2 Stunden und 46 Minuten sind auch schön lang.

Daher nur zur Qualität der BR:

Laufzeit: 165 Minuten.

Bildqualität (1920x1080p 2.35:1 ) ist perfekt überarbeitet worden. Gestochen scharf, sehr gute Farben und keine Verunreinigungen, wenn man von ein wenig grieseln man absieht. Man sieht sogar das die Fliege in der Filmeinleitung anfangs zwar echt war aber anschließend auf dem Holzbrett eine falsche Fliege zum Ensatz kam, so gestochen scharf sieht man die Fliege.
Der Ton (Deutsch DD 2.0 Mono, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DD 2.0 Mono) ist für sein Alter gut und verständlich, aber das war er schon immer, auch zu VHS-Zeiten.

Nachtrag: Leider ist der deutsche Ton in Mono und das hört man. Schade das die Ton- und Musikspur nicht vom Dialogton getrennt werden konnte, in der englischen Tonfassung ist dieser Film mit der wunderbaren Filmmusik ein qualitativer Traum. So sah ich zum ersten Mal mir den Film in Englisch an - und allein schon die Dialoge sind im Original gegenüber der synchronisierten Fassung tausend zu Eins. Erst im englischen ergeben viele Dialoge (OK, so viele gibt es ja in diesem Film nicht ;-) ) einen Sinn, im Deutschen konnte man oft nur die Stirne runzeln.
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am 3. Dezember 2016
In einer sagenhaften DVD- Veröffentlichung bzgl. Bild und Ton.
SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD- mit namhaften Stars.
Sergio Leone present: Claudia Cardinale, Henry Fonda, Jason Robards, Charles Bronson.
Sowie Gabriele Ferzetti, Jack Elam, Woody Strode......und vielen anderen Persönlichkeiten.
Und das Windrad quietscht wieder, noch genau so schön wie vor fast Dreißig Jahren, als ich
SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD zum allerersten Mal sah. Und seitdem noch -zigmal.
Und immer wieder herrlich anzusehen das Spiel mit Jack Elam`s Fliege im Gesicht, der schnaufende Zug,
der den Mann mit der Mundharmonika bringt..............und die leise, nichts gutes verheißende Musik.
Diese tatsächlich überwältigende Musik von Ennio Morricone, die im Verlauf des Films epische Ausmaße annimmt.
Wie liebe ich diesen Western der edlen und alten Sonderklasse- einer der grössten Filme aller Zeiten.
Ein Meisterwerk innerhalb der gesamten Filmindustrie. Das Nonplusultra des Western- Genres.
Leones Western- Epos perfekto.
Weiß gar nicht genau, wann er überhaupt in den Kinos anlief- muß so Ende der Siebziger Jahre gewesen sein.
Als ich ihn das erste Mal sah, durfte man im Kino noch rauchen. Lol. Es war eben die gute alte Zeit, bevor sterile Konsumtempel
die Nostalgie vertrieben haben.

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Die Geschichte:

" Spiel mir das Lied vom Tod " : Ein Film, von Anfang bis Ende
ein Tanz mit dem Tod. Mord, Rache, Blut, Überleben....................
und nicht überleben. Die letzten Atemzüge eines Menschen vor seinem
Tod wiederzugeben- DAS ist " Spiel mir das Lied vom Tod ".

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Mein unerhört geliebtes Fazit:

Die Schienen legen sich westwärts- und auf ihnen regieren Gier, Korruption und Gewalt.
Und fast Einhundertsechzig Minuten Gänsehaut.
SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD: Extrem staubig, doch nicht trocken. Ziemlich ruhig, doch ohne zu langweilen.
Und alleine die Filmmusik ist das ansehen schon wert. Es sind tatsächlich und im Grunde nur Zwei Komponenten,
die dieses kaum in Worte zu fassendes Werk ausmachen: Die Figuren auf ihrem Lebens- und Sterbensweg,-
und die Musik. Denn selbst zum gemächlichen, aber mächtigen Spannungsaufbau werden die Umgebungsgeräusche
verwendet, deren Motorität erst im selbigen Abbruch die volle Wirkung entfaltet. Die Musik hingegen zeichnet die Charaktere-
Morricones romantische, im Kern so treffender Score, ist der zweite Darsteller jeder Figur.
Ein Film der Töne- hier erzählen Bilder Geschichten, hier zeichnen Töne Atmosphäre. Und hier beschreibt Musik Gefühle.
SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD ist ein Werk für die Ewigkeit.
ONCE UPON A TIME IN THE WEST.

Lauflänge: 158.27 Minuten!

Special Features:

- Widescreen Version überarbeitet für 16:9 !

- Digital überarbeitet!

- Untertitel Kommentar ( mit Beiträgen der Regisseure John Carpenter, John Milius & Alex Cox,
der Filmhistoriker Sir Christopher Frayling & Dr. Sheldon Hall sowie der Darsteller und der Crew!

Ein Kaufmuß!
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am 23. April 2008
Es gibt insgesamt 3 Western Trilogien die sich bei mir eingebrannt haben: Die Dollar Trilogie, Die Django Trilogie und die Amerika Trilogie. Spiel mir das Lied vom Tod ist ein unsterblicher Western Klassiker und der Beginn der Amerika Trilogie. Und die Deluxe Edition zollt diesem Klassiker würdig Respekt.

Eine Holzbox mit eingeprägtem Schriftdruck, limitiert auf 20.000 Exemplare. Macht sich absolut edel im Regal. Doch auch die Box hat es wahrlich in sich. Der Soundtrack zum Film, der einen von Anfang an gefangen nimmt. Dann noch eine Mundharmonika in einem Lederbeutel, ebenfalls hochwertig angefertigt und mit Schriftzug. Das Hauptstück ist das Digipack in dem sich 2 Silberlinge befinden, der Film und sämtliche Extras auf Silberling 2.

Zur Story muss ich nicht mehr viele Worte verlieren, ebenso zu dem genialen Soundtrack oder der unschlagbaren Atmosphäre. Spiel mir das Lied vom Tod ist der edelste und beste Western der je gedreht wurde. Leone hat hier sein ultimatives Meisterwerk abgeliefert.

Die Box ist teuer, aber jeden Cent wert. Unbedingt kaufen!
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