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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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4,6 von 5 Sternen
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Format: Audio CD|Ändern
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am 27. November 2002
Nachdem ich das Sigur Ros-Konzert in der Kölner Philarmonie miterleben durfte, habe ich um so gespannter auf das neue Album gewartet. Und es ist seit ich es vor ca. einem Monat gekauft habe nicht mehr aus meinem CD-Spieler rausgekommen.
Schon die Aufmachung der CD ist einzigartig innovativ und ansprechend. Weisser Schuber und leeres Booklet. ( ) - Raum für Gedanken.
Und jedes Lied kann mir diesen Raum bieten. Ob es nun kontemplativ ist wie Track 3 oder aufwühlend wie Track 8. Jedes Stück ist unglaublich intensiv und mitreissend, schillert in zahllosen Facetten, von denen man bei jedem Hören neue entdeckt. Sigur Ros ist nicht kompliziert, und ich finde, man kann die CD auch gut nebenbei hören. Aber wenn man sich ihr ganz hingibt, weckt diese Musik in ihrer Schlichtheit und Hingabe Gefühle, wie sonst keine andere mir bekannte. Seit ich diese CD kenne kommt mir Charts-Musik noch leerer vor. Schöner kann ein Hör-Erlebnis nicht sein. Schliessen möchte ich mit einer "mathematischen Gleichung" mit der ein Fan seine Empfindungen beschreibt:

state of mind [desire + expectation] in which 1 believes 1's desires = realised * [imperceptible, darkly romantic drops of aural power + tinted radiance + unadulterated purity]² / [delicate, transcendent swim - slow-burning sincere melancholic edge] + vivid soundscapes
that = outer reaches of their collective imaginations + expansive, voluminous
masterwork bristling with beauty/intensity = 10 minute opiums = innovative art = sonic masterpieces = 100% sigur rós

Dem ist nichts hinzuzufügen:)
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am 19. Februar 2003
Sigur Ros, die isländische Antwort auf "Radiohead" überzeugten schon auf ihrer Platte "AGAETIS BYRJUN" durch ruhige, 
atmosphärisch äußerst dichte Klänge, getragen von sphärischen Gesängen. Und ebenfalls schon auf "AGAETIS BYRJUN" zelebrierten die Isländer Sprache als Kunstform, allerdings noch nicht in solcher Konsequenz, wie auf der neuen Scheibe.
Auf dem neuen Album hat keiner der Songs einen Titel und die "Texte" sind zur reinen Kunstform (auf dem Vorgänger-Album wurden sie noch in einem isländischem Dialekt vorgetragen) - Lautmalerei mutiert. Konsequenterweise nennt sich das Album dann nur "Klammer-auf-Klammer-zu". () bedeutet in EDV-Kreisen soviel wie "Leeres Argument", was man philosophisch betrachtet beschreiben könnte "als etwas, was aus historischen Gründen noch mitgeschleppt wird, aber längst keine Bedeutung mehr hat".
Diese Definition würde sich ja mit dem Verzicht von Sprache als Verständigung auf rationaler Ebene mit einigem guten Willen überstülpen lassen, zumindest, wenn man den strengen Sigur Ros-Maßstab anlegt. Denn die Lautmalerei der Isländer kommuniziert nicht durch explizit geformte Worte, sondern vielmehr in der Art und Weise wie Töne hervorgebracht werden.
Die musikalische Existenz von Sigur Ros kann deshalb auch nur in der Kommunikationsbereitschaft des Publikums liegen - eine Tatsache, die die Band kennt und deswegen auch einen neuartigen Schritt in der Interaktion mit dem Publikum wählt: Auf der Homepage von Sigur Ros können die Fans der Band mitteilen, welche Worte, Assoziationen ihnen beim Hören der einzelnen Songs ins Bewusstsein kamen. Die Band liebäugelt dann damit, aus dem meistgenannten "Worthülsen" Songtexte zu erschaffen, um diese dann wiederum mit dem Publikum zu teilen - ein ungewöhnlicher, aber sehr interessanter Ansatz.
Also Kopfhörer aufsetzen - Augen zu - abheben - aufschreiben und abwarten.
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am 31. Dezember 2008
für mich ist das das beste album von sigur ros, von denen es andererseits nur beste alben gibt. ich kann es auch nicht erklären, insofern ist dieser versuch einer rezi eigentlich unsinnig. diese musik hat ohne umwege über hirn oder bauch oder sonstwas bei mir direkt ins herz getroffen.

die melodien sind karg und gleichzeitig schwelgerisch, die musik klingt, als hätte es sie schon ewig gegeben, irgendwo im isländischen nebel, und die band hätte sie nur freigelegt.

ein hinreißendes, ganz, ganz wichtiges stück kunst ist das.
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am 7. Dezember 2008
Auf eine Empfehlung hin habe ich mir die Platte gekauft, obwohl ich noch nie von dieser Band gehört hatte und daher keine Ahnung hatte, was mich erwarten würde.

Beim Anhören fiel mir nur ein einziges Wort ein: GEWALTIG. Musik, die die Seele berührt - mit Worten kaum zu beschreiben. Beruhigend - und zugleich aufwühlend. Sanft - und doch ungeheuer stark und lebendig wie Island selbst. Zum Lachen, zum Weinen, zum Träumen.

Für alle, die auf der Suche nach etwas Besonderem fernab vom Mainstream sind, wird diese Scheibe garantiert zu einem Schatz in ihrer Sammlung.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Juli 2003
Ich weiß gar nicht, was ich noch großartiges zu dieser Platte schreiben sollte... habe sie gestern zum Geburtstag bekommen und höre sie seit dem fast pausenlos. Sigur Rós' Album ist wie ein akkustischer Sog, der einen immer mehr einnimmt und aus dem man einfach nicht mehr fliehen kann. Beschreiben kann man diesen Sound auch schwer. Es ist Musik im Stile von Radiohead, aber viel künstlerischer, alternativer, verspielter und dramatischer. Die Songs spiegeln einfach pure Gefühle wieder... von diefer Trauer aber auch großer Liebe. Die Musik zählt, deshalb gibt es auch kein Booklet mit Texten, Bandfotos oder irgendwelche Songtitel, ja noch nichtmal eine westliche Sprache zum Mitsingen. Der Gesang verbindet sich einfach fließend mit der Musik und dem Sound und diesen fantastischen Arrangements. Das ist kein Easy Listening oder nett strukturierte Rock-Songs- das ist einfach weit über alle dem, wass herkömmliche Musik kann. Diese Platte ist meine erster der Band und ich kann sie jedem geschulten Musikkenner ans Herz legen... dies ist defenitiv kein Fehleinkauf sondern eine echte Bereicherung für die Musikwelt. Die Platte des Jahres... 6 von 5 Sternen! :)
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am 3. Juni 2012
Erlebt man Sigur Rós das erste Mal live, fragt man sich, ob sich Sänger, Gitarristen und Klavierspieler eigentlich darüber im Klaren sind, was Sie da erschaffen haben.

Eine Sound-Definition ist praktisch unmöglich, was auch daran liegt, dass die Isländer über ihren schwebenden Soundtrack eine Fantasiesprache legen. Dies hat selbstverständlich Kalkül: Sänger Birgisson wünscht sich nämlich, dass der Hörer sich seine eigenen Gedanken macht und dass die Musik ein Kopfkino in Gang setzt.

Bereits die tranceartigen Klangkollagen bieten eine Art endlosen Traum, mit denen Sigur Rós bald schon die halbe Welt beeindruckt hat.
2002 veröffentlichen die Isländer mit "()" ein Album ohne Titel, auch die Songs erhalten keine Namen und Texte finden sich im Booklet natürlich auch keine. Als Aufnahmeort wählte man ein ehemaliges Schwimmbad. Ihrem wohl wichtigsten Konzept gehen sie dabei in gewohnt bemerkenswerter Hartnäckigkeit nach: was zählt, ist einzig die Musik.

Liebevoll gestreichelte Gitarrenklänge wie im vierten Track oder auch zärtlich gedrückte Tasten wie bei Track drei fließen ineinander, umschwebt von hymnischen Melodien jenseits aller Schemata von Pop und Rock. Musik wie eine Wolke. Die wolkenweichen Klänge durchfluten den Zuhörer mit einer Wärme die man nicht mehr los lassen möchte. Grund genug, einfach die Augen zu schließen, die Luft anzuhalten und die handgemalte Stille zu genießen, bis man zum achten und letzten Track gelangt. Hier verziehen sich die Wolken und die Abenddämmerung setzt ein, Stück für Stück wird es dunkler, bis irgendwann der Himmel explodiert.

Die Reise ist zu Ende - und doch lange nicht vorbei.
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am 2. Mai 2003
"musik übersteigt menschliche logik" (intro/björk). gut getroffen, vor allem wenn man über die musik von sigur ros philosophieren müsste. vor drei jahren ist die band aus island einfach aufgetaucht und hat ein wunderbares - gleichzeitig merkwürdiges erstes album vorgestellt. unglaubliche stimmungen, reingepackt in zehnmenütige epen und mit einem gesang - wie von einem anderen stern...
die neue platte () beginnt schleppend schön. vielleicht steckt ein konzept dahinter, da sich die scheibe ab song nr. 5 mit einer unheimlichen dynamik steigert. somit bleiben einem rund 30 unendliche minuten bis zur totalen explosion (song nr. 8). fest steht für mich: die traurig herrlichen melodien von sigur ros benötigen viel zuwendung, am besten in form eines tristen, verregneten novembertages und eines kopfhörers. fazit: unbedingt kaufen.
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am 2. November 2002
Wie schon auf dem Vorgänger zeigen sich die Isländer als Könige der Melancholie.
Die Lieder fangen nicht einfach an, sie ziehen auf wie Herbstnebel. Meistens geben Klavierakkorde den melancholischen Background, langgezogene Gitarrentöne, Klänge aus den Tiefen des Computers und Streicher geben die Herbststimmung vor. Teilweise wird mit Hilfe von Schlagzeug auf einen temporären Höhepunkt hingearbeitet. Dazu der klagende Gesang.
Die Songs haben keine Titel und das ist auch nicht nötig.
Es ist immer wieder fantastisch, wie Sigur Ros es schaffen, diese Stimmung zu erzeugen, die einem so nahe geht, den geballten Weltschmerz enthält und doch so gut tut.
Leute! Kauft diese CD bevor das Frühjahr kommt, sonst liegt sie ein halbes Jahr nutzlos im Schrank!
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am 13. November 2002
... die mit Agoetis Byrjun anfing und durch () fortgesetzt wird. Jedes mal, wenn ich diese CD höre, und dabei die Augen schließe, fallen mir immer wieder neu Geschichten ein, die durch die Känge aus dem Unterbewusstsein nach außen getragen werden. Es ist ein geistiger Hochgenuss sich dieser Musik hinzugeben. Den Aufruf der Band, Songtexte zu den Liedern zu schreiben, werde ich für mich ignorieren! Denn wenn man sich einen Text dazu ausdenkt, denke ich, dass mann vielleicht auf diesem Thema zu dem entsprechenden Lied hängen bleibt und damit seinen Geist für neue Gedanken schließt!
Eine lohnende Investition für Leute, die diese musikrichtung kennen lernen wollen und natürlich auch für den Rest der Welt ;)
>>> Ciao
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am 14. Dezember 2005
Unglaublich! Da meint man, man kenne sich einigermaßen in der alternativen Musikszene aus und dann kommen Sigiur Ros, und hauen alles weg, was man bisher für unschlagbar gut gehalten hat.
() ist schön. Es ist nicht laut, es ist nicht schnell, es ist einfach nur schön. Andere Vokabeln passen nicht: episch zum Beispiel, denn dafür braucht man Pathos. Und pathetisch ist () keinesfalls.
Sigur Ros schweben in anderen Sphären. Piano, Streicher, Glockenspiel, ein zurückhaltendes Schlagzeug und ein Paar Gitarrenakkorde - mehr brauchen sie für dieses Meisterwerk nicht. Aber deren Arangierung, diese Details, diese Stimme. Unglaublich. Wenn sich irgendwann einmal herausstellen sollte, dass die Mitglieder von Sigur Ros nicht von unserem Planeten stammen sollten, ich wäre nicht überrascht. Passend dazu stammt auch die Sprache des Albums nicht von hier. Ist es isländisch? Ist hopelandic? Es ist völlig egal. Denn darauf kommt es nicht an. In einem Interview hat der Sänger Jón Thór Birgisson selbst gesagt, dass er gar nicht so richtig weiß, was er eigentlich singt und dass es ihm nur darauf ankäme, die Hörer zum Träumen und zum Nachdenken zu bewegen.
Und da schaffen Sigur Ros bei jedem Titel des Albums. Nicht ein Durchhänger ist dabei. Für mich zweifelsfrei das beste Album, was ich in meinem Leben zu Ohren bekommen habe! Unbedingt zulegen und träumen!
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