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TOP 1000 REZENSENTam 24. Juli 2017
George Stevens (1904-1975) war zu Lebzeiten ein berühmter Regisseur und im Kollegenkreis überaus geachtet. Sein Werk ist schmal, zumal das der Nachkriegszeit. Seine Arbeitsweise war bedächtig und entsprechend langsam. Zudem war er ein entschiedener Verfechter der Ansicht, dass Spielfilme keine bloßen Waren seien, sondern Kunstwerke, die die Zeit überdauern können.

Spätestens mit seinem Tod begann Stevens’ Stern zu sinken. Seine Filme haben keine ernst zu nehmenden Fürsprecher gefunden, kein Filmemacher der nachfolgenden Generation hat Stevens zum Vorbild für sich erkoren, wie das etwa im Hinblick auf Hitchcock, Hawks oder Ford geschah. Stevens’ Filme schienen eher das zu repräsentieren, wovon die jüngere Generation sich abgrenzte.

In Deutschland gehört Stevens zu den ganz wenigen Regisseuren der klassischen Studio-Ära, über die nie eine Monografie erschienen ist. Einige seiner Filme sind auf dem DVD/Blu-ray-Markt noch in Umlauf, doch nicht als George-Stevens-Filme. »Giganten« firmiert als James-Dean-Film, »Die größte Geschichte aller Zeiten« als Bibel-Schinken (der zu Ostern turnusmäßig im TV ausgestrahlt wird) und »Das Tagebuch der Anne Frank« ist da und dort noch wegen des Themas bekannt (mittlerweile haben ihm neuere Anne-Frank-Filme den Rang abgelaufen). »Shane« gilt unter den meisten Western-Fans, die durch die Schule der Spät- und Italowestern gegangen sind, als altmodisch und eher langweilig.

»Ein Platz an der Sonne« galt zu seiner Zeit als ganz große Filmkunst. Der Film wurde mit sechs Oscars prämiert. Er basiert auf dem Roman »An American Tragedy« (1925) von Theodore Dreiser (1871-1945). Eine erste Verfilmung des Romans von 1931 war ein kommerzieller Fehlschlag gewesen. Entsprechend hartnäckig musste George Stevens um eine Neuverfilmung kämpfen.

Der Film erzählt von George Eastman (Montgomery Clift), der aus einem armen und streng religiösen Elternhaus stammt und den sozialen Aufstieg sucht. Er erhält eine zunächst einfache Stellung in der Fabrik seines reichen Onkels. Dort freundet er sich mit der Arbeiterin Alice (Shelley Winters) an. Aus der Freundschaft wird mehr. Doch bald gilt sein Interesse nur noch der schönen und reichen Angela Vickers (Elizabeth Taylor), die seine Liebe erwidert. Liebesglück und sozialer Aufstieg rücken in greifbare Nähe, als Alice ihm enthüllt, dass sie von ihm schwanger sei. George sieht daraufhin sein gesamtes Glück gefährdet.

Beeindruckend ist das Spiel der drei HauptdarstellerInnen, wobei Clift sicherlich herausragt. Die Weltfremdheit seiner Figur übersetzt Clift in ein linkisches Verhalten, das manchmal durchaus etwas leicht Zombiehaftes an sich hat (die ausdrucksarme, schleppende Sprechweise in der deutschen Synchronisation passt sehr gut dazu). Auf diese Weise muss nie ausgesprochen werden, dass George sich in der abgehobenen Welt der Reichen immer wieder deplatziert und unbehaglich fühlt. Man sieht es einfach. Und emotionale Berührtheit und Zärtlichkeit kommen bei George vor diesem Hintergrund erst richtig zur Geltung.

Stevens’ Bildgestaltung ist exzellent. Sie strahlt ein hohes Maß an Kontrolliertheit und Durchdachtheit aus. Stevens bevorzugt oft lange, zum Teil sehr lange Einstellungen. Er setzt die Bildelemente innerhalb einer Einstellung in Beziehung zueinander und nicht durch die Montage. Das mag in einer Zeit wie heute, in der die Aufmerksamkeit des Zuschauers zunehmend durch Schnitte gelenkt wird, altmodisch erscheinen. Auffällige weitere Stilelemente in »Ein Platz an der Sonne« sind die prägnant eingesetzten Großaufnahmen, die für die große Nähe zwischen den Figuren stehen, sowie die langen Überblendungen.

All das macht den Film auch heute noch sehenswert. Und doch hat er seinen einstigen Glanz verloren. Ein echter Klassiker ist »Ein Platz an der Sonne« nicht. Das liegt zum Teil an der literarischen Vorlage. Dreiser ist nur noch ein Autor mit literaturhistorischer Bedeutung, ein Klassiker, der dem Lesepublikum heute noch etwas zu sagen hätte, ist er nicht (eine Stellung, die in Deutschland in etwa der entspricht, die Gerhart Hauptmann heute innehat). Die religiös unterfütterte Erbaulichkeit, die am Schluss des Films zum Ausdruck kommt, macht heute bestensfalls ratlos.

Der Zeichnung der unterschiedlichen Milieus und ihrer Kontrastierung mangelt es an Prägnanz und Schärfe – in »Giganten« werden Stevens diese Dinge erheblich besser gelingen. Dort sind auch die Nebenfiguren sorgfältiger gezeichnet. In »Ein Platz an der Sonne« sind die Nebenfiguren teils blass (die Mitglieder der Eastman- und Vickers-Familien), teils grotesk überzeichnet (der Staatsanwalt).

Die im Jahre 2003 produzierte DVD präsentiert den Film in anständiger Bild- und Tonqualität. Nichtsdestoweniger wären eine Blu-ray-Veröffentlichung und ein entsprechender neuer Transfer in HD-Qualität wünschenswert. Die sorgfältige Bildgestaltung käme gerade, was die dunklen Nachtszenen angeht, ungleich besser zur Geltung. Als nennenswerte Extras gibt es ein 22-minütiges Feature, in dem an dem Film Beteiligte (unter anderem Liz Taylor und Shelley Winters) über die Vorbereitungen und die Dreharbeiten Auskunft geben. Die 45-minütige Dokumentation »George Stevens: Regisseure, die ihn kannten« ist sehr aufschlussreich, was die Persönlichkeit und das Selbstverständnis von Stevens betrifft, findet sich aber auch auf der DVD von »Giganten«.
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am 21. Juni 2017
Der Film ist von der Handlung her recht interessant. Ich dachte aber, dass der Film in Farbe ist, da dieses "Plakat" auch farbig ist. Leider war dem nicht so. Ich finde das sehr schade, dass man vorab nicht erkennen kann, dass der Film schwarz weiß ist. Das passiert leider öfter.
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am 8. April 2017
Ein Film der seine Spannung von Anfang bis Ende hält. Große Darsteller wie Liz Taylor und Montgomery Cliff machen aus diesen Film ein packendes Erlebnis. Kann den Film nur empfehlen.
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am 22. März 2007
Dieser Film erzählt eine klassische Liebestragödie, die aus dem wahren Leben gegriffen scheint. Mal im ernst - passieren kann das jedem von uns, aber in den meisten Fällen geht es anders aus, als im Film.
Die erste Liebesgeschichte im Film ist schon schön, doch die zweite Liebesgeschichte ist noch viel schöner und man gönnt sie Montgomery und Elizabeth... Als Zuschauer, besonders als männlicher Zuschauer, kann man jede einzelne Regung von Clift sehr gut nachvollziehen und bei jedem Schritt den er macht, ist man glücklich, dass man nicht in seiner Situation ist - aber man weiß auch, dass man sehr leicht selbst in diese Situation geraten kann. Doch Clift ist ein feiner Mann und er sieht sich gezwungen, Anstand und Versprechen vor der großen Liebe vorrangig zu behandeln und dann wird er für etwas bestraft, was er nur geplant, aber nicht gemacht hat.....

Der Film schafft es den Zuschauer von der ersten Sekunde an zu fesseln. Man freut sich für Clift, wie sein Leben immer besser wird und plötzlich steht er vor einer Situation, die sein ganzes Leben verändert...

Ein Platz an der Sonne gehört zu den ganze großen Liebesfilmen und alle Kritiker und Fachzeitschriften etc. führen den Film in ihrer Liste, der besten und größten Filme - was er auch ist.

Und bereits vor Marlon Brando und James Dean zeigt und Montgomery Clift eine schauspielerische Leistung, an der sich Brando und Dean angelehnt haben. Ein Platz an der Sonne ist der Lieblingsfilm von James Dean gewesen und auch wenn man sagt, dass Brando sein großes Vorbild war, so erkennt man an den Darstellungen von James Dean seeeehr viel von dem wieder, was Clift in diesem Film zeigt. Die Ähnlichkeit ist verblüffend und springt den Zuschauer bereits in der ersten Szene an.

Ein Platz an der Sonne beruht auf einem berühmten Bestseller und machte Clift und Taylor sofort zu Stars!!!

Eine amerikanische Tragödie von George Stevens (Regisseur von Giganten) ist ein aufwühlender und fesselnder Liebesfilm, der zu einer großen Tragödie wird und der in keiner Sammlung fehlen darf.

Kurzinhalt:
Einfacher Mann (Clift) verliebt sich in Kollegin (Winters) und beide waren einsam. Doch Clift, Neffe des großen Chefs, darf mit einer Angestellten nichts anfangen. Also halten sie es geheim, da sie ihre Jobs nicht verlieren wollen. Durch seinen Ehrgeiz steigt Clift beruflich weiter auf und verliebt sich in die reiche und lieblich und so liebenswürdige Elizabeth Taylor. Man gönnt es Clift so sehr. Nach und nach wird er akzeptiert, von ihrer Familie und von seinen Verwandten. Er und sie sind glücklich und wollen heiraten. Da taucht seine Freundin,Ex (Winters), auf und sagt, dass sie Schwanger sei und dass er sie heiraten muss. Tut er es nicht, geht sie zu seiner Familie und zu seiner neuen Freundin.
Gewissenskonflikt. Als letzten Ausweg sieht er einen Mord und plant ihn auf einem See. Doch im letzten Augenblick kann er es nicht machen und verspricht ihr gegen sein Herz zu entscheiden und bei ihr zu bleiben und für sie zu sorgen. Durch einen dummen Zufall kippt das Boot und sie ertrinkt. Völlig fertig kehrt er zu Freundin und Familie zurück. Obwohl er sie losgeworden ist und sein gewolltes Leben leben kann, nimmt ihn die Geschichte zu sehr mit.
Dann wird die Leiche gefunden und man sucht nach dem Mann. Der Bootsverleiher und ein Pfadfinder erkennen ihn. Seine Geschichte glaubt ihm keiner, da er beim Bootsverleiher einen falschen Namen angegeben hatte. Schon glaubt jeder, dass er sie aufgrund seines Planes doch umgebracht hat und dass es kein Unfall war.
Am Ende verabschiedet die Taylor sich von ihm im Gefängnis - beide lieben sich noch immer so sehr...

Schöner Film...
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am 5. März 2017
Allgemeines:
Regisseur George Stevens wurde es seitens des Paramount-Studios nicht leicht gemacht, diesen Film zu produzieren. Paramount hatte den Stoff bereits in den 30er Jahren verfilmt und wollte kein Re-Make. Schließlich gelang es Stevens aber doch, die Studio-Bosse zu überzeugen und so begann er 1951 mit den Dreharbeiten am Lake Tahoe. Der Film entstand nach dem Roman "Eine amerikanische Tragödie" von Theodore Dreiser aus den 20ern und dem gleichnamigen Theaterstück von Patrick Kearney. Als Hauptdarsteller wählte er den gerade mit "Red River" und "Die Erbin" extrem erfolgreichen Montgomery Clift und Elizabeth Taylor, die sich bei MGM einen Namen als Kinderstar gemacht hatte. Im als Extra verfügbaren Interview sagt sie "Meine Partner vor diesem Film waren Hunde und Pferde"! Tatsächlich passten Taylor und Clift ideal zusammen und waren die Traumbesetzung für diesen Film. Aber auch Shelley Winters als Fabrikarbeiterin war eine exzellente Wahl.
Handlung:
In der Handlung geht es um den jungen George Eastman (Montgomery Clift), der in eine Kleinstadt kommt in der sein Onkel eine Firma zur Herstellung von Badeanzügen betreibt und damit extrem erfolgreich ist. Eastman kommt aus dem Osten, wo seine Mutter (Anny Revere) für eine religiöse Sekte arbeitet. Sein Onkel gibt ihm eine Stellung in der Produktion mit dem Versprechen, ihn weiter zu beobachten und ihm gegebenenfalls später eine verantwortungsvollere Aufgabe zu geben. In der Produktion lernt er die junge Fabrikarbeiterin Alice Tripp (Shelley Winters) kennen und die zwei verlieben sich, was nicht ohne Folgen bleibt....Auf einer Party seines Onkels lernt der junge Eastman die Industriellentochter Angela Vickers (Elizabeth Taylor) kennen. Sie ist eine schöne, attraktive Frau, die ihn sofort fasziniert. Diese Begeisterung bleibt nicht einseitig und so verlieben sich die beiden Hals über Kopf. Wenn da nicht noch Alice Tripp wäre.....
Sonstiges:
Stevens hat mit diesem Film ein Meisterwerk geschaffen. Seine Führung der Schauspieler ist meisterhaft. Haupt- und Nebenrollen sind mit Bedacht perfekt besetzt. Taylor und Clift sollten noch zweimal in Hauptrollen zusammenkommen und zwar in "Im Land des Regenbaums" und "Plötzlich im letzten Sommer". Zu erwähnen ist auch Raymond Burr als Staatsanwalt (eine Rolle, die er später immer wieder spielen musste). Dazu kommt eine einschmeichelnde, gefühlvolle Musik von Franz Waxman. Der Film erhielt 6 Oscars und zwar für den Regisseur George Stevens, den Kameramann William C. Mellor, den Produzenten Ivan Moffat, Die Drehbuchautoren Michael Wilson und Harry Brown, die Kostümberaterin Edith Head und Komponist Franz Waxman!
Das Bild ist Full Screen 4.3 (schwarz/weiß), der Ton Dolby Digital 2.0 (in Englisch 5.1) Mono, Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch. Extras: Originaltrailer, Interviews mit George Stevens jr und Ivan Moffat,, Liz Taylor, Shelley Winters sowie Regisseuren, die George Stevens kannten. Dies ist ein Meisterwerk, das man gesehen haben muss!
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am 30. März 2017
Der Film wurde ja sehr hochgelobt und vielfach ausgezeichnet, aber mir lag er nicht besonders. Er war mir zu deprimierend, aber das ist natürlich sehr subjektiv. Montgomery Clift war wie immer große Klasse.
Nur für absolute Liebhaber dieses Genres empfehlenswert.
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am 22. April 2006
"Ein Platz an der Sonne" ist ein Film, der nicht spurlos an einem vorbeigeht! Schon sehr bald ahnt man das etwas schreckliches passieren wird, nicht zuletzt durch die düstere Stimmung und Montgomerie Clifts trauriges, melancolisches Auftauchen, und so findet dieser sich in einem Dilemma, aus dem es keinen wirklichen Ausweg gibt: schon bereits damit abgefunden, dass Liz Taylor unerreichbar für ihn ist, fängt diese dann doch an sich für ihn zu interessieren und gesteht ihm dann auch ihre Liebe, doch er hat bereits eine Freundin, die zu allem Übel (sie ist eine Arbeitskollegin und deshalb dürfte er nicht mit ihr ausgehen, laut der Firmenpolitik) auch noch schwanger von ihm ist. Heutzutage noch ein Problem, war das natürlich in den 50ern noch weitaus schlimmer, doch diese Situation wäre auch heute genauso abgelaufen, da seine Freundin ihn zwingen wollte zu ihr zu stehen. (Der Film hat also nichts seiner aktualität verloren.) Somit sah er alles was er jemals wollte schwinden, seine Liebe und seine Karriere ( er wäre gefeuert worden, dabei war eine Beförderung in Planung ) .

"Händeringend" hofft man den ganzen Film über es müsse sich doch, wie in fast jedem Film, irgendeine Lösung finden , wie sich doch noch alles zum Guten wenden lässt, doch man ahnt, dass es eben diesen Ausweg nicht gibt, denn der Film ist tragisch realistisch und so geht am Ende alles unter.

Noch als kleiner Zusatz, Montgomery Clift war zwar einer von James Deans Vorbildern, doch James Deans größtes Idol war Marlon Brando.
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. Januar 2010
Zunächst das Drumherum. "Ein Platz an der Sonne" liegt in guter Qualität und Ausstattung vor. Hervorzuheben ist ein gelungener Audiokommentar, u.a. vom Sohn des Regisseurs, George Stevens Jr., der nicht nur Sohn von Beruf ist, sondern die Arbeit seines Vater begleitet hat und viel Interessantes dazu sagen kann.

Und nun zum Film. "It's an Eastman!" So prangt die Werbetafel eines Models in einem Eastman-Badeanzug an der Landstraße. Hoch oben, unerreichbar ist das Model... für einen Tramper, offensichtlich ein Kind der so genannten Unterschicht (Montgomery Clift). Doch er ist auch ein Eastman, George Eastman, Neffe des Firmenbosses. Dieser wird den aus armen Verhältnissen stammenden George mit einer Mischung aus Wohlwollen und Desinteresse in Sippenhaft nehmen und protegieren, auch wenn George zunächst ganz unten anfangen und Eastman-Bademoden verpacken muss. Dabei fängt er entgegen der Firmenpolitik etwas mit Kollegin Alice (Shelley Winters) an. Doch fasziniert ist er von Anfang an von einer unerreichbaren Schönen. Bereits durch die anfängliche Werbetafel symbolisiert, fährt sie in Natura sogleich mit ihrem schicken Auto vorbei. Man merkt beim ersten Sehen des Filmes gar nicht, dass das schon SIE war: Angela Vickers, Typ reiche Tochter, zur Clique der feinen Eastmans gehörend und von der beim Dreh gerade siebzehn Jahre alten Liz Taylor gespielt.

Später lernen Angela, der Engel, und George sich kennen, zunächst bemerkt sie den Underdog mit dem sanften Blick gar nicht, dann spielt sie ein bißchen mit ihm und dann ist es Liebe. Nun steht George zwischen zwei Stühlen, zumal die Frucht seiner Beziehung zu Alice in selbiger heranwächst und Alice auf einer Heirat besteht. Einen gesellschaftlichen wie finanziellen Platz an der Sonne würde das nicht bedeuten. Ohne das gesamte Ende zu verraten, muss hier ein Spoiler erfolgen: Irgendwann ist Alice tot - ertrunken aufgrund einer eher unwahrscheinlichen Begebenheit, die aber Anlass ist für eine beunruhigende und komplexe Studie über Schuld, speziell Georges' Schuld. Er kommt vor Gericht, aber sein Urteil muss sich schließlich jeder selbst bilden.

"Ein Platz an der Sonne" ist in fast allem ein Meisterwerk - lediglich die große, unsterblich Liebe zwischen Angela und George bar jeglichen näheren gegenseitigen Kennens ist eine etwas arg melodramatisch-idealisierte Kröte, die man schlucken muss. Wer dazu bereit ist, kann sich faszinieren lassen. Der Film ist optisch, erzähltechnisch, moralpsychologisch und schauspielerisch gelungen; bei letzterem sind vor allem die beiden Frauen hervorzuheben. Filmpublizist Andreas Kilb hat einmal behauptet, die ganz großen Stars würden sich nie langsam entwickeln, sondern wären immer sofort da. Das ist, mit Verlaub, ziemlicher Quatsch (man muss sich nur einmal Bette Davis' Werk von 1931-36 ansehen), aber bei Liz stimmt's. Und "Ein Platz an der Sonne" ist der Film, der diesen Moment des Beginns einer magischen Aura auf Zelluloid gebannt hat. Taylors vorheriges Werk ist Kinderkram, in den "Vater der Braut"-Filmen stand eben der Vater der Braut im Vordergrund, aber in (dem schon zuvor gedrehten, aber erst später in die Kinos gekommenen) "Ein Platz an der Sonne" ist Liz erstmals Liz, und wie! Marion Löhndorf widmet dem mit Recht (im Liz-Taylor-Kapitel des Buches "Traumfrauen. Stars im Film der fünfziger Jahre") viel Raum: Wenn Angela das Eastman-Haus betritt, kann es sich die Kamera leisten, nicht zu zoomen, nicht zu schneiden, sondern in der Halbtotalen zu bleiben. Schon am entfernten Türeingang gehört die Welt ganz ihr, sie muss sich den Raum nicht erobern, sie ist schon Siegerin beim ersten Erscheinen. Sofort konzentriert sich alles auf sie und zieht sie alle Gespräche und Blicke auf sich. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie das tut, zeigt, dass sie das sehr genau weiß und dass sie weiß, sich ihre Männer aussuchen zu können. Den armen George bemerkt sie gar nicht, und auch bei der ersten wirklichen Begegnung spielt sie zunächst mit ihm. Dass sie ihn dann tatsächlich liebt und an diese Liebe auch noch in der größten Not mit aller Entschlossenheit glaubt und sie lebt, ist ein Stück weit ein seltsamer Männertraum: Der Wunsch, es möge einmal im Leben eine wirklich superschöne, superselbstbewusste und sich ihrer Verführungskünste superbewusste Frau geben, die dennoch wahrhaft liebt und sich einen bestimmten Kerl ausguckt, obwohl sie viele andere haben könnte, viele aus der sogenannten Oberschicht, aus der sie selbst stammt, und in der sie sich mit einer für eine Siebzehnjährige frappierenden Selbstsicherheit bewegt. Immerhin: Dass so eine mal nicht ein böses Dreckstück ist, kann man andererseits auch als angenehme Widerlegung einer gängigen männlichen Angstlustphantasie sehen.

Erfreulich ist, dass diese Superfrau ihr Leben selbst bestimmt und es in eine ganz andere Richtung lenkt, als die Eltern sich das ausgedacht hatten. Diese waren noch der Ansicht, wenn sie George zu sich einlüden und extra freundlich seien, würde Angela schon merken, dass mit so nem Proleten nix anzufangen sei - welch eine Fehlkalkulation, so etwas lässt Angela/Liz nicht mit sich machen! Doch der Film bleibt nicht bei einer Mischung aus Emanzipationsgeschichte und romantisch verklärter Liebe stehen, sondern setzt dies in Bezug zu der Geschichte von Alice. Dabei gelingt es nicht nur Shelley Winters Mischung aus naivem, bodenständigem und entschlossenem Spiel, sondern auch einer klugen Regie, diese Bezüge zwar als gegensätzlich zu zeigen, aber keine klare Täter-Opferrollenverteilung aufkommen zu lassen. Angela (die von Alice nicht einmal weiß) ist keine bitch, Alice ist aber auch nicht nerviges Spießerdummchen, sondern wird mit Würde gezeigt und erregt Mitleid, wenn nicht Empathie. Ihr Leben ist ein Martyrium. George Stevens ist bekannt dafür, dass er in Szenen eher selten schneidet, selten heranzoomt und oftmals die Menschen lieber in halbtotalen Einstellungen in ihrer Umgebung bei statischer Kamera zeigt. Dies fällt vor allem in den Szenen zwischen George und Alice auf. Wenn sie telefonieren, sehen wir, dass George in seiner Mietswohnung ein Flurtelefon benutzen muss, die Kamera zeigt ihn einerseits eingezwängt hinter dem Durchgang, andererseits der Intimität beraubt. Als es zum Sexualakt kommt, schaut die Kamera aus dem Fenster, aber das ist nicht nur einer der üblichen Zensurtricks, sondern das weit entfernte Auto mit nicht geschlossenem Verdeck bei strömendem Regen (eigentlich Schwachsinn) zeigt, dass auch Alice schutzlos ist und --- nun ja, das mit dem Hereintropfen des, äh, Regens lassen wir mal... Wenn beide dann eine Krise haben und Alice auf die Folgen des Vorherigen anspielt, sehen wir das Bett von Alice Mietwohnung (kein Doppelbett, keine getrennten Einzelbetten!!!) im Zentrum, während George und Alice an den Rand gedrückt sind. Alice wird durch Verweigerung jeglicher Schuss-Gegenschuss-Einstellung die ganze Zeit im wesentlichen von hinten gezeigt, als seien die Ereignisse für sie so schrecklich, dass sie sie nicht mal dem Zuschauer anvertrauen kann. Von ähnlich strenger Ästhetik inmitten erdrückender Möbel und ohne Nahaufnahme ist ein Ersuchen Alice' um eine Abtreibung - für sie wie ein Gang nach Canossa.

Durch solche kargen, ruhigen Inszenierungen erhöht der Film die emotionale Intensität und zeigt verlorene Seelen, die von ihrer Umgebung bzw. ihrer Situation erdrückt werden. Doch ist der Film dabei nicht langweilig, weil er immer die Verbindungen zwischen den Geschehnissen um Alice und um Angela herstellt. Auffälliges Stilmittel ist jeglicher Verzicht auf Auf- und Abblenden, stattdessen gibt es sehr langsame Überblendungen, bei denen die ausgehende und die beginnende Szene sekundenlang einander optisch überlappen. Dass George an Angela denkt, während er bei Alice ist, und dass ihn die Alice-Geschichte verfolgt, während er bei Angela ist, findet eine optische Entsprechung. Gleichzeitig fällt auf, dass George und Angela sowie gelegentlich Angela allein auffällig viele sehr nahe Close-ups geschenkt bekommen. Angela ist nicht Teil ihrer Umwelt und will es nicht sein, sie definiert ihre Welt selbst, sie definiert auch ihre Liebe selbst, und wenn George und Angela beieinander sind und sich umarmen und küssen, dann verschwindet buchstäblich alles andere um sie herum.

Und wenn schon einmal von aufmerksamer Feinarbeit die Rede ist: Bemerkenswert ist neben vielem anderen die Filmmusik von Franz Waxman, die zwar auch den üblichen vollen streicherdominierten Hollywood-Orchesterklang kennt, aber damit sehr bewusst umgeht und ihn auch einmal variiert oder konterkariert. Stimmungen werden meist nicht forciert, aber durch originelle Unterstützung mehr als nur begleitet - die Musik befördert noch eine beunruhigende Stimmung, anstatt sie aus dem Hut zu zaubern und aufzunötigen. Auf dem See, auf dem George ob seiner eigenen Mordgedanken schockiert und nervös ist, ahmt die Musik seinen Herzschlag nach. Und ein Meisterstück ist, wenn George später den Verstand zu verlieren droht, weil er nicht weiß, ob es Erlösung oder Fluch sein wird, von der Polizei entdeckt zu werden. Wie trunken irrt er durch den Wald, auch die Bäume sind in scharfen, kontrastreichen vertikalen Linien sein Feind geworden, Anklänge an die Konnotation des Waldes als dunkler verwunschener mythischer Ort kommen auf. Die Musik spielt zunächst in nuanciertem Einsatz nur von Streichern ein hektisches, synkopisches, schnelles, nervöses Thema, das beinahe 70er-Musik von Lalo Schifrin (z.B. "Die Straßen von San Francisco") vorwegnimmt. Dann steigert sich alles zu einer ohrenbetäubenden Kakophonie, alle Instrumente kommen zusammen und lassen George letztlich genauso zusammenbrechen wie der ins Unerträgliche gesteigerte innere Druck.

Doch der Film zeigt und illustriert stilistisch nicht nur das Innere der Figuren, sondern verknüpft das psychologische und das melo-Drama mit dem Gesellschaftskritischen. "An American Tragedy" heißt die Romanvorlage von Theodore Dreiser, und auch den Filmtitel assoziiert man eher mit gesellschaftlichem und finanziellem Aufstieg als mit privatem Glück. Das "Amerikanische" an dieser Tragödie ist, dass nach der Gründermentalität dieses Landes das eine mit dem anderen zusammenhängt. "We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness." So sagt es die Präambel der US-Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. In The Land Of The Free könne jeder seines Glückes Schmied sein und mental wie finanziell vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen. Der Film sieht das kritisch, vor allem diese Gleichsetzung zwischen dem Persönlichen und dem Gesellschaftlich-Finanziellen. Die Firma stellt einen erotisch konnotierten Artikel her, die Bademodels verheißen (dem Mann) angenehme Gefühle, und darauf haben die Eastmans ihren Reichtum gegründet. Und sie betreiben massiv Vetternwirtschaft. Angela, so unschuldig liebend wie sie ist, sagt einmal, dass ein bestimmter See (in dem Alice ertrinken wird) eigentlich ihr gehöre, da sie ihn als erste entdeckt habe. Wir denken daran, dass das genau die Rechtsauffassung derjenigen war, die einst den "wilden" Westen besiedelten und Amerika "groß gemacht" hatten. Und an einem solchen Ort wird es also zur Gewalt und zur Tragödie kommen...

Indes ist das alles mehr als eine Materialismuskritik. George mag die Reden von Alice ("Wir werden beide arbeiten, wir werden es schon schaffen") nicht hören. Doch seine Tragödie ist, dass er die Frau, die ihm den Platz an der Sonne verschaffen könnte, wirklich liebt. Somit ist "Ein Platz an der Sonne" ein irritierender Film, der (übrigens auch in der Schuldfrage am Ende, was hier nicht verraten sein möge) keine einfachen Antworten parat hält und dadurch fasziniert.

Und durch Liz Taylor.
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Weniger Monty Clifts und Liz Taylors wegen, denn der Regie George Stevens ist dieses Seherlebnis geschuldet. "Giganten", "Mein großer Freund Shane", "Zeuge der Anklage", "Immer mehr, immer fröhlicher" (letztere mit Jean Arthur), wunderbare, visuell beeindruckende Filme bzw. lustig-unterhaltsame Plots.
Hier vergreift sich Stevens gelungen an der sperrigen Vorlage "Eine amerikanische Tragödie" von Theodor Dreiser. Er aktualisiert die Vorlage, bettet das authentische Geschehen, dessen Beobachter der Verfasser im Jahre 1906 war, in das Amerika der späten 40er Jahre. Er wählt eine ihm völlig unbekannte Jungdarstellerin (Liz Taylor als Angela Vickers), die das unausweichliche Hals-über-Kopf-Verlieben des Protagonisten Charles Eastman (Montgomery Clift) glaubhaft macht. Es gelingt ihm. Man mag bemängeln, wie das Alles, das Lieben und alles dafür über den Haufen zu werfen, so schnell geschehen kann. Ich fand es höchst glaubhaft, denn wer könnte der wunderschönen 17-jährigen Taylor widerstehen? Auch Angelas Faszination für den melancholischen Sonderling, der nirgends so richtig hingehört, ist glaubhaft, denn er ist anders als die reich-charmanten Bubis, die den schwarzhaarigen Engel normalerweise umgeben.

Worum es geht? Um Moral, Glauben und Liebe, Aufstieg und Ambitionen, einen Platz an der Sonne.
Charles Eastman ist neu in der Stadt, in der sein reicher Onkel Bikini- und Pin-Up-Fantasien Realität werden lässt. Er hofft auf seine Chance, er ist ein ambitionierter junger Mann, dem das Leben bislang keine Chancen eingeräumt hat. Umso mehr weiß er diese eine zu schätzen. Er wird Packer, fängt von ganz unten an. Das Pin-up-Werbewunder-Badenixenland schwebt als ständiger Begleiter im Hintergrund, stattdessen ist die Schufterei im Akkord sein Ding. Er beginnt eine Affäre mit einer kleinen Arbeiterin namens Alice Tripp (Shelley Winters). Was für ihn eine belanglose Zwischenstation ist, entpuppt sich für die Dame als Liebe und Zwang heiraten zu müssen (ja, ja die Liebe in pillenlosen Zeiten).
Charles steht zwischen allen Stühlen, gehört nirgends dazu. Umso unfassbarer erscheint es ihm, dass die engelsgleiche, reiche Tochter der Vickers sich für ihn zu interessieren beginnt. Eine verfahrene, ausweglos erscheinende Situation entfaltet sich ...

Stevens inszeniert diese 117-minütige Geschichte visuell eindrucksvoll - Totalen von Clift und Taylor, eindrucksvolle und andeutungsvolle Überblenden. Dazu die wundervolle Artdirection Hans Dreiers und die Kostüme Edith Heads: Alles ein Genuss der Extraklasse.
Richard Burton sagt in seinem Tagebuch Die Tagebücher S. 312, dass dies einer von Liz' Filmen für die Ewigkeit ist - recht hat er. Taylor verliebte sich wohl während der Dreharbeiten in den homosexuellen Clift. Ihr Spiel, entstehend aus der tiefempfundenen Freundschaft, brachte eine überraschend weiche, mütterliche Note ein, die Stevens für den Film nutzte, man erinnere sich nur an die Liebesszene samt Kuss, an dessen Ende sie sagt: "Tell Mama, tell her all".
Taylor ganz in weiß, hinreißend in ihrer Frische und Intensität ihres Spiels. Clift, als unterwürfiger, zurückhaltender, dankbarer Verwandter, mit eindrucksvollem Mienenspiel. Ich muss wohl meine frühpubertäre Aversion, in Folge einer spontanen Abneigung nachdem ich "Das Land des Regenbaums" sah, revidieren. Denn in "Miss Lonelyhearts", als auch "Die Erbin" überzeugte er mich unlängst.

Charles' Leben ist eine starre, kleine und enge Welt, ein Radio am offenen Fenster, der Regen, (das blinkende Vickers-Schild), das offene Verdeck des Cabrios bei Regen ... all das zeichnet die Festgefahrenheit gelungen. Was in dieser verhängnisvollen Nacht passiert, ist klar, wie auch die Folgen, die daraus erwachsen werden. Shelley Winters, die ich nicht sonderlich schätze, spielt die Rolle des Pitbulls gut, der nicht von Charles lassen kann und will, auch als längst keine Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft mehr besteht, koste es was es wolle.

Angela, ein Wirbelwind in weiß, ist voller funkensprühender Lebensgier, doch sie übersieht ihn zunächst. Allein unter all den feinen Leuten, fehl am Platz. Sie bemerkt ihn erst während eines Billardspiels: "Ich erinnere mich an Sie aber gar nicht", wird sie zu ihm sagen, als man sich wieder begegnet. Dies ist der Punkt, an dem sich Charles' Blatt wendet, die Melancholie und Reserviertheit einer Lebensfreude weicht, mit der Aussicht auf einen Platz in der Sonne. Liebe als Faszination, die aus Gegensätzen erwächst? Sicherlich, denn man streitet sich gekonnt über die Tatsache, wer wenn mehr liebe. Da vergisst der Galan auf Abwegen auch schnell man die heimelige Geburtstagsfeier bei der kleinen Alice - dumm gelaufen.
Doch rechtfertigt der Traum auf ein besseres Leben die unheilvollen Gedanken, die sich in Charles Gedanken schleichen? Ist man weniger schuldig, wenn einem der Zufall zur Hilfe kommt? Interessante Ansätze und Gedanken, die hier aufgeworfen werden.

Zudem voller Symbole, die den Weg ins Verhängnis pflastern:
- In Charles' kleiner Behausung blinkt beständig ein Schild/Leuchtreklame: Vickers.
- Tauben auf dem Weg zum Ende; ein Birth-Marriage-Death-Schild, das Kommendes vorwegnimmt; der Regen als Tränen des Himmels, die das Unrecht einer verbotenen Liebesnacht symbolisieren.
- Zumindest an einer Stelle kam ich nicht umhin, an LEAVE HER TO HEAVEN/TODSÜNDE zu denken: Wenn Tierney mit dem Sohn über den See schippert ...
- Weitere verhängnisvolle Andeutungen: Charles geht in the movies, dort läuft "Now And Forever". Dort wird er das erste Mal seinen Arm um Alice legen.

Neben Kulissen, Kostümen & Schnitten überzeugt der Einsatz der Musik, die Spannung, Verzweiflung und Ausweglosigkeit gekonnt auf den Punkt bringt.

Zur DVD: Gelungene Ausgabe mit gutem Bild, diversen Tonspuren und UT. Lediglich die deutsche Synchro bringt gelegentliches Schmunzeln hervor, wenn Montys Sprecher das "V"ickers, nicht mit W am Anfang, sondern mit F ausspricht (nicht durchweg, aber doch an zwei Stellen).

Fazit: ausweglos. Melancholisch. Sinister. Hoffnungslos. Abgründig und tragisch. Ein feinfühliges Melodram mit großartigen Darstellern
Affäre trifft Liebe, mit unheilvollen Folgen, zugleich ein feinfühliges Psychogramm eines getriebenen Menschen.
"Du weißt, es sind die kleinen Dinge im Leben, die zählen." Das hätte Charles wohl besser befolgen sollen.
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am 12. Oktober 2014
Nachdem er sich in verschiedenen Berufen versucht hat, kommt der junge George Eastman (Montgomery Clift) in den Westen der USA. Sein Onkel Charles Eastman (Herbert Heyes) hatte ihm bei einer zufälligen Begegnung in einen Chicagoer Hotel eine Visitenkarte überreicht, verbunden mit der Aufforderung, sich bei seiner Kleiderfabrik zu melden und eine neue Stelle zu erhalten. Das macht George auch. Der Onkel lädt George zu sich nach Hause ein. In dem grossen Haus wird George der übrigen Familie vorgestellt. George selber kommt nicht aus vornehmen Verhältnissen, und besonders seit dem Tod des Vaters fand der Kontakt der in christlicher Sozialarbeit tätigen Mutter mit den reichen Verwandten nur noch selten statt. Deshalb wird er von seinen Verwandten, die zum ersten Mal Bekanntschaft mit ihm machen, nicht gerade ins Herz geschlossen. Einen Arbeitsplatz in der Eastman-Fabrik gibt es aber, und zwar in der Abteilung, in der die Kleider in Kartonschachteln verpackt werden. Dort lernt er die Kollegin Alice (Shelly Winters) kennen. Und obwohl es gegen die Vorschriften ist, fangen die beiden heimlich eine Beziehung mit einander an. Gerade die Heimlichkeit macht das Verhältnis schwierig und sie finden keine passende Lösung dazu. Es wird sogar noch komplizierter. Denn an einem Familienfest trifft George Angela (Elizabeth Taylor), die er schon damals bei der Vorstellung in der Villa kurz gesehen hatte und seither insgeheim von ihr fasziniert war. Nun kommen sich die beiden näher. Es würde wohl schon nicht mehr viel fehlen, bis er die ohnehin problematische Beziehung mit Alice beenden würde. Doch dann sagt sie ihm, sie sei schwanger. Der Druck auf George wächst. Bei einem weiteren Familienanlass verschlägt es George und Angela an einen ruhigen und idyllischen See, in dem auch schon Leute ertrunken sein sollen. Wenig später erfährt er ihm Radio, in diesem Sommer seien ungewöhnlich viele Leute verunfallt oder ertrunken. Ein teuflischer Gedanke durchfährt George, denn Alice ist Nichtschwimmerin und sollte sie in den See stürzen, würde man sie vielleicht nicht mehr finden. Alice ihrerseits drängt unerbittlich auf die Hochzeit, doch wegen eines Feiertages sind die Standesämter geschlossen. Man beschliesst, zur Entspannung an den abgelegenen See zu fahren. Und was dort passiert, nimmt einen schicksalshaften Lauf.
Der von George Stevens produzierte und inszenierte Klassiker „A Place In The Sun“ (Paramount Pictures, 1951) ist ein Film, den man gesehen haben sollte. Das liegt nicht nur an den 6 Oscars ®, die er trotz sehr namhafter Konkurrenz gewonnen hat, sondern auch an überzeugenden Darstellern und der packenden Geschichte. Diese ist übrigens eine zeitgemässe Adaption des Romans „An American Tradegy“ aus den 1920er-Jahren. Der Film überlässt es dem Zuschauer, das Gesehene zu bewerten und seine Schlüsse daraus zu ziehen. Das stellt ihn auf eine anspruchsmässig attraktivere Ebene. Es ist aber auch ein Ausdruck der Zeitumstände, aus der der Film kommt. Denn Themen wie uneheliche Kinder und Schwangerschaftsabbruch waren damals im Hollywood-Kino ein Tabu. Das nötigte den Filmemachern ein sehr behutsames Vorgehen ab, wenn sie keinen Ärger bekommen wollten. Umso höher ist nun das Ergebnis in filmischer Form einzuschätzen. Es handelt sich übrigens um den drittletzten Schwarz-weiss-Film von George Stevens.
Die Paramount-DVD schafft es, dem Film ein würdiges Denkmal zu setzen. Anders als bei vielen anderen Klassikern dieses Anbieters hat man es hier geschafft, auf einer Einzel-DVD die Auswahl an Sprachen und sinn- und gehaltvolles Bonusmaterial unter einen Hut zu bringen. Zunächst die Filmwiedergabe: Das 117 Minuten lange Werk ist in einem schwarz-weissen Bild im Format 4:3 zu sehen. Das Bild ist scharf und auch bei den Kontrasten (in diesem Film ebenfalls ein wichtiges Stilmittel) gut. Folgende Sprachen stehen zur Auswahl: Audio auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch, alle in Mono und qualitativ gut. Untertitel auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch und Türkisch. Im Bonusmaterial gibt es zunächst über die ganze Länge des Films einen Audiokommentar von Produzent Ivan Moffat und George Stevens, jr. (dem Sohn des Regisseurs). In dem Kommentar (Untertitel wahlweise auf Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch und Italienisch, gilt auch für das restliche Bonusmaterial) erzählen die beiden von den Dreharbeiten, der Geschichte und vielem anderen, was sie in Zusammenhang mit dem Regisseur erlebten; dabei sind sie aber keine Dauerquassler, denn sie machen immer wieder Pausen, damit man dem Film folgen kann. In einem weiteren sehr sehenswerten Beitrag von gut 22 Minuten Länge erzählen einige der damals involvierten Personen von der Produktion des Films und der Arbeitsweise von George Stevens, darunter auch Elizabeth Taylor, die später noch 2 Filme mit Stevens drehte. Thematisiert wird auch, wie der Regisseur als Filmer im 2. Weltkrieg im eben befreiten KZ Dachau mit einigen der abscheulichsten Gräuel des Nazi-Regimes hautnah konfrontiert war und wie das sein späteres Schaffen beeinflusste. Dazu gibt es in einer separaten Abteilung eine ganze Reihe von Äusserungen bekannter Filmemacher, die von ihren Eindrücken und Erfahrungen mit George Stevens erzählen. Die Beiträge (total ca. 45 Minuten) sind Gesprächsaufnahmen von George Stevens, jr. mit Warren Beatty, Frank Capra, Rouben Momoulian, Joseph L. Mankiewicz, Alan J. Pakula, Antonio Vellani, Robert Wise und Fred Zinnemann, also durchaus renommierte Leute. Diese 8 Beiträge können wahlweise einzeln oder in einer ganzen Sequenz abgespielt werden. Zur Abrundung gibt es noch den Trailer in englischer Sprache (ohne Untertitel). Fazit: ein toller und spannender Klassiker auf einer DVD mit gut aufbereitetem und aufschlussreichem Bonusmaterial. So macht man das! Das gibt fünf von fünf Geburtstagsfesten und eine ausgelassene Plauschfahrt auf dem See.
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