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am 15. März 2015
Als im Jahre 2002 Porcupine Tree ihr,ich nehme es gleich vorweg,phantastisches Album "In Absentia" vorlegten,hatte es einige Veränderungen gegeben.
Zum einen hatte man sich von Drummer Chris Maitland getrennt,dessen Job nun Gavin Harrison übernahm,zum anderen war man nun bei einem deutlich größeren Label,nämlich Lava/WEA unter Vertrag.
Ansonsten schrieb Mastermind Steven Wilson die Musik (fast) allein,sang,griff in die Tasten und spielte die Gitarren.
Desweiteren vertraute er mit Colin Edwin und Richard Barbieri,die bei je einem Track mitkomponierten,auf die bewährte Crew,dazu kamen noch einige Gastmusiker.
Auch im musikalischen Ergebnis gab es eine auffällige Veränderung,bei deren Beschreibung das Wort "härter" in allen Gazetten und privaten Rezensionen auffallend oft vorkommt,auch wird das Album,zumindest in Teilen, gerne dem ProgMetal zugerechnet.
Ich halte das nur für bedingt richtig.
Auch früher hatten Porcupine Tree sehr rockige Songs zu bieten (zB "Tinto Brass","Russia On Ice"),allerdings fallen auf "In Absentia" dann doch schon brachialere Gitarrenriffs auf,die dem Album eine härtere Note verpassen.
Dennoch überziehen diese Ausbrüche nicht das gesamte Album mit einer Art Metal-Sound,sondern werden da eingesetzt,wo es paßt.
Steven Wilson spielt sehr geschickt mit abrupten Wechseln,der Eröffnungstrack ist da ein gutes Beispiel.
Wunderschöne,gefühlvolle Passagen können geradezu explosionsartig abbrechen und umgekehrt,was die Musik spannend und interessant macht.
Wilson verläßt hier tatsächlich etwas die engen Pfade des Progressive/Art-Rock,verzichtet auf Spielereien,wie den gesprochenen,"space"igen Part von "Last Chance To Evacuate..." von "Lightbulb Sun",und zielt direkter auf die Genußnerven des Hörers.
Er öffnet damit seine Musik auch Hörern,die eigentlich in härteren Gefilden zu Hause sind.
Dennoch bleibt auch "In Absentia" hoher Musikalität verpflichtet,baut eine tolle Atmosphäre auf,klingt überaus unkonventionell,abwechslungsreich,interessant.
Für mich ist auch dieses Album wieder ein typisches Porcupine Tree-Album;die bisweilen etwas härtere Gangart ist eigentlich nur ein zusätzliches Stilmittel,das diese gefühlvolle,vor traumhaften Melodien nur so strotzende (kann man "Trains" eigentlich nicht toll finden?) Musik breiteren Hörerschichten öffnete,ohne seine Identität,nämlich höchste Emotionalität,zu verraten.
Für mich ist "In Absentia" ein großartiges Rockalbum geworden,das zum träumen und rocken einlädt.
Eine Einladung,der ich immer und immer wieder mit größter Freude nachkomme.
Neben der CD von 2002 gibt es auch noch eine Vinyl- Doppel-LP (diverse male wieder aufgelegt,toller Sound),außerdem bietet die VÖ von 2003 eine Bonus CD mit drei weiteren Titeln.
Eine Japan- Edition mit DVD,die das Album in Surround-Abmischung (5.1 und DTS) und "hochauflösender" Stereo-Version (16/48) bietet,existiert auch.In den USA gab es die DVD-Version auch einzeln,ohne CD.
Daß es diverse Neuauflagen gibt,dürfte klar sein.
Der Sound ist soweit gut,allerdings sind die Dynamikwerte der CDs und der DVD (Stereo 16/48) erschreckend niedrig,die Aussteuerung hoch.
Für das Mastering war Andy Vendette zuständig.
Die Surround-Abmischungen bieten höhere Dynamik.
Den besten Stereo-Sound bieten,bei ordentlicher Dynamik,die Vinyl-Scheiben;traurig,aber wahr.
Welche Version die passende ist, muß jeder selbst entscheiden.
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am 4. November 2002
Nun ist es soweit, auch die britische, bisher eher als "Independant" einzuordnende Band Porcupine Tree haben bei einer der "großen" Plattenfirmen unterschrieben. Ob sich das lohnt, mag dahingestellt sein, aber der erste große Wermuthstropfen für die treuen Fans (in Europa) liegt schon darin, daß der Europa-VÖ für "In Absentia" auf Anfang 2003 verschoben wurde, obwohl das Album in den USA schon seit dem 24.09.2002 erhältlich ist. Bleibt für den „echten" Fan momentan nur der Importweg...
Aber egal, hier geht es ja um das Album an sich:
Grundsätzlich muß ich sagen, daß Porcupine Tree doch um einiges härter und auch „grungiger" gworden sind, was aber den an sich schon genialen Kompositionen noch einen zusätzlichen Aspekt hinzufügt und dadurch noch interessanter und abwechslungsreicher macht.
Schon der Anfang des ersten Titels „Blackest Eyes" klingt sehr nach dem zur Zeit trendigen New Rock, geht dann aber überraschenderweise ziemlich Porcupine-Tree-typisch weiter.
„Trains" ist eine schöne Akustikgitarren-lastige Nummer mit genialer Keyboard-Untermalung und einem ziemlich „amerikanisch-wild-west-mäßig" klingenden Teil.
Das langsame Stück „Lips Of Ashes" ordne ich eher in die psychedelische Schublade ein, wenn es da überhaupt hineinpaßt.
„The Sound Of Muzak" kommt rhythmisch sehr interessant rüber und erinnerte mich anfangs sogar ein wenig an die „Krautrock-Gruppe" Eloy.
„Gravity Eyelids" ist für mich ein absolutes Highlight des Albums. Ruhig und soundmäßig absolut psychedelisch beginnend steigert sich der Titel zu einem fetzig-rockigem, zum Teil sehr abgefahrenen Mittelteil, um dann wieder genauso ruhig auszuklingen wie er beginnt.
„Wedding Nails" ist ein reines Instrumentalstück und geht total rockig ab. Ähnlichkeiten mit Dream Theater sind wahrscheinlich rein zufällig.
„Prodigal" und „3" hören sich dagegen wieder eher so an, wie man Porcupine Tree kennt.
Es folgt mit „The Creator Has A Mastertape" ein wieder recht eigenwilliges und rockig-abgefahrenes Stück.
„Heartattack In A Lay by" ist dagegen eine schön melancholisch klingender Titel mit Klavieruntermalung.
Das schon als „Korn-Verschnitt" titulierte „Strip The Soul", das auf der Importfassung auch als Video enthalten ist, ist sicherlich schon das untypischste, z. T. dissonante und, wenn man das Video sieht, auch schon fast abschreckende Stück auf der CD. Dennoch nicht uninteressant.
Mit „Collapse The Light Into Earth" findet die CD einen gelungenen Abschluß. Instrumentierung und Stimmung, die sehr an Steve Wilsons Side-Projekt No-Man erinnert, sind gänsehauteinflößend. Für mich eins der weiteren Highlights der CD.
Fazit: Ein so geniale und abwechslungsreiche Scheibe habe ich lange nicht gehört. ZUGREIFEN!
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am 5. Oktober 2012
Man kann zu Porcupine Tree stehen wie man will, Fakt jedoch ist, dass sich die Briten über etliche Jahre ihren heutigen Status hart erarbeitet haben. War das Fundament bis in die späten Neunziger mit den wegweisenden Outputs "Stupid Dream" (1999) und "Lightbulb Sun" (2000) (auch diese beiden CDs gelten unter Insidern als Klassiker) längst errichtet, war der Major Deal für das hier vorgestellte "In Absentia" Werk geradezu überfällig. Es ließe sich bei den verspäteten Progressive Rock Helden rund um Mastermind Steven Wilson vorzüglich darüber streiten, welches das stärkste, oder sagen wir mal das meist repräsentative" Album ist, doch in der engeren Wahl blieb ich beim siebten Masterpiece hängen.

Für mich persönlich steht "In Absentia" deshalb in der internen Pole Position, weil es zum Einen meinen Zugang in diesen wundervollen Klangkosmos der Briten einläutete, und zum Anderen, weil es trotz der hohen qualitativen Dichte früherer und späterer Outputs genau jene Silberscheibe ist, die ich am liebsten aus dem gedehnten und gequälten Regal raus zupfe. Zugegeben: das bizarr anmutende Artwork sowie die kapitale Lobeshymne im Rock Hard von Michael Rensen waren dazumal Ausschlag gebend, der Sache tiefer auf den Grund zu gehen.

Es scheint dem schmächtigen Tüftler Wilson, der neben Gesang und Gitarre auch alle Arrangements aus seiner überschäumenden Kreativität hervor zaubert, wie in die Wiege gelegt, den Spirit von den Siebziger Progressive Rock Legenden à la Pink Floyd mit dem kühleren Sound jüngerer Phonarchitekten wie z. B. Tool in Einklang zu bringen, um damit eine völlig eigene Nische zu bedienen, in die man sich nur zu gerne rein fallen lässt. Weshalb der Silberrundling recht heavy aus den Boxen donnert, kommt nicht von ungefähr: Steven hatte zuvor die beiden Opeth Scheiben "Blackwater Park" und "Deliverance" produziert - in späteren Interviews gab der Majestro zu, dass diese Kooperation deutlich auf den PT Sound abgefärbt habe. Welch enge Freundschaft die Herren Wilson und Akerfeld bis heute verbindet, muss wohl nicht groß ausgeschmückt werden.

Die satte Gitarrenwand und der geschmeidige Chorus bei "Blackend Eyes" waren jedenfalls die Initialzündung, "In Absentia" nach gefühlten 95 Sekunden aus dem Player zu nehmen, um das Ding der Begierde käuflich zu erwerben. Das war gut so, denn abgeschottet von störenden Faktoren konnte ich bald entdecken, für was der Name Porcupine Tree nämlich wirklich steht. So typisch progressiv, geschweige kopflastig ist das Songwriting nämlich gar nicht, nein, geht es bei der Wilson'schen Vision doch viel mehr darum, tiefen und verworrenen Gefühlswelten Ausdruck zu verleihen. Die technischen Feinheiten lauern bei Porcupine Tree eher im Hintergrund, was im Gesamtkontext jedoch ein Feeling zur Folge hat, das für so viele Rockbands unerreichbar bleibt. Wesentliche Rolle spielt hier jedenfalls Wilson's nachdenkliche und introvertierte Erzählweise, sowie die Dynamik zeugende Laut/Leise-Wechselstrategie. Melancholisch ist der allgemeine Grundton, stets filigran die Ausführung. Leidenschaft die Essenz.

Hier berührt jeder einzelne Ton empfängliche Seelen, insbesondere gilt das für akustische Streicheleinheiten der Kategorie "Lips Of Ashes" (!!!), "Trains" und "The Sound Of Muzak", handelt es sich hier um drei garantiert Kitsch-freie Balladen, bei denen das Quartett weit über die gemeinhin bekannten Komfortzonen in schreiberischer Hinsicht hinaus gegangen ist. Nicht weniger tiefschürfend und beeindruckend das dezent zum Industrial-Sektor schielende, latent drückende "Gravidy Eyelids", sowie das von dichtester Kulisse gesäumte "3" - ein Lied, das anhand der drüber garnierten Streicher den letzten Rest an morbider Gänsehautstimmung besorgt. Das ist Isolation pur, und dennoch so was von schön und ergreifend, dass man davon am liebsten absorbiert werden möchte. Mit "The Creator Has a Mastertape" hat sich zwar ein weniger attraktiver Song ins Repertoire eingeschlichen, was bei diesem imposanten Gesamtkunstwerk aber keine besondere Rolle spielt. Denn mit "Heartattack In A Layby" und "Strip The Soul" gibt es noch zuhauf starke Momente, die "In Absentia" (wenn auch bedächtig ruhig bei ersterem), wundervoll abrunden.

Jetzt hätte meiner Einer bei aller imaginärer Verbeugung vor diesem Tausendsassa Steven Wilson beinahe die anderen Members vergessen: Ja auch die Herren Richard Barbieri (keyboards), Colin Edwin (bass) und Gavin Harrison (drums) hatten natürlich ihres dazu beigetragen, dass Porcupine Tree mit dieser Veröffentlichung den entscheidenden Sprung nach vorne schufen, der später ein ums andere mal übertrumpft wurde. Sozusagen die Schlüsselstelle dieser fast makellosen Karriere, die abgesehen von den zahlreichen Nebenspielwiesen Blackfield, No-Man, Steven Wilson (solo) u. a. hoffentlich noch einiges zum Vorschein bringt!
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am 10. September 2003
Hier haben wir den dritten Teil des progressiv-düsteren Dreigestirns 2003, neben Katatonia ("Viva Emptiness") und Opeth ("Damnation"). Und wenn ich das so sage, wird klar, dass wir es hier auch mit einem qualitativen Niveau zu tun haben.
"In Absentia" ist jedoch bei weitem nicht so depressiv wie die genannten Alben, geht aber emotional trotzdem noch verdammt tief. Und es ist ein breitgefächertes Emotionsspektrum, dass uns Bandchef Steve Wilson hier anbietet; es ist eine Auffächerung der Gefühlsfarbe Melancholie. Und wenn ich die Gelegenheit habe, weise ich doch grade mal auf das unglaublich schöne "Heartattack in a Layby" hin. Eine sanfte, schwebende, dunkle, kühle Ballade, die eigentlich keinen Kommentars bedarf. Ebenso leicht wie nachdenklich und glückselig schaukelt sich "Collapse light into Earth" in die streichersatte Melancholie, und damit sind die beiden Höhepunkte genannt.
Dazwischen gibts Liedkunst vom Feinsten, in krasser Abwechslung, trotzdem stilistisch immer am roten Faden. Industrial-Metallisches trifft auf fast britpoppiges Akustik-Geschrammel, Floyd'sches Pathos gekreuzt mit leicht frickligen, headbangreizenden Saitenausflügen, Samples und Elektronika zwischen nachdenklichen Klampfen- und Klavierthemen.... der Vielfalt dieses Werks ist mit ein Paar Worten nicht Ausdruck verliehen. Und dabei vermeidet es die Band mit traumwandlerischer Sicherheit, mit ihren technischen Fähigkeiten etwaige songwriterische Schwächen kompensieren zu wollen - hier stimmt beides und zurückgestellt wird angenehmerweise nur der instrumentale Showdown. Bezüge zu Dream Theater & Co. sind deshalb eigentlich nicht so überdeutlich, wie in mancher Beurteilung zu lesen war, zu erkennen.
Seht diese Platte eher als den progressiven Rock der Zukunft an. Große Worte sind hier erlaubt, weil das Album in seinem Variantenreichtum und seiner Ideenfülle jede Kritik im Keim erstickt. Stimmig, emotional, abwechslungsreich, vollkommen.
Ladies and Gentlemen - Musik 2003!
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am 18. Januar 2008
So, wollen wir mal dieses hochgelobte 'In Absentia' kommentieren, um es gleich ins rechte Licht zu ruecken :) Nein, mal im Ernst 'In Absentia' stellt fuer mich nicht gerade den Hoehepunkt der PT-Karierre dar. Sicherlich es ist das Album, dass vom Stil her in die heutige Zeit am Besten passt, allein schon weil es einfach haerter ist und die Songs nicht allzu lang sind. Aber mein Lieblingsalbum ist es nicht. Doch trotzdem ist es sehr interessant!

Einige Rezensenten schreiben ja, dass dieses Album auch eine Rueckbesinnung auf Alben wie 'The Sky Moves Sideways' zu sein scheint. Also das hoere ich beileibe nicht raus. Sicher gibt es psychedelische Momente auf diesem Album, aber das klingt hier alles nicht so genial-spacig wie frueher, sondern einfach anders. Nicht unbedingt schlecht, sondern einfach anders, und darum halt auch irgendwie sehr interessant.

Sphaerischen Momente sind das balladeske 'Prodigal' und das weitestgehend instrumentale '.3' (komischer Titel), welches zum Ende hin langsam aufbaut um am Schluss von schwebenden Keyboards und einer interessant klingenden E-Gitarre dominiert wird.

Naja, kommen wir zu den Stuecken im neueren Stil. Der Opener 'Blacksest Eyes' beginnt mit harten Riffs, um als - im Vergleich zum Anfang - beschwingter Rock-Song fortgefuehrt zu werden, immer unterbrochen von den fuer PT-Verhaeltnisse boesen Gitarrenriffs. 'Trains' entwickelt sich nach mehrmaligem Hoeren zum echten Ohrenschmaus. Eine tolle Akkustikballade(Wobei das nicht der passende Ausdruck ist), die man sich einfach anhoeren muss, weil es sich schwer beschreiben laesst, was gerade an diesem Stueck so toll ist. Es zeigt mal eine sehr schoene, melodische-songorientierte Seite von Porcupine Tree. Ich finde halt einfach die Akkustik-Riffs genial, die spaeter zu bombastischeren E-Gitarren-Riffs werden, mal von den beiden Soli ganz zu schweigen. Dieser neue Stil gefaellt mir richtig! Warum kommt solch ein Track eigentlich nicht in die Charts?

Die psychedelischeren Stuecke wie 'Lips Of Ashes' und 'Gravity Eyelids' wirken fuer mich eher unausgereift und dümpeln irgendwie vor sich hin, statt wirklich mitzureissen. ist aber mal wieder ein anderer Sound von Porcupine Tree, und ist doch schoen, wenn irgendwer ueber dieses Album zur Band kommt, der bis dato noch nix mit ihr anfangen konnte.

Im riff-dominierte 'Wedding Nails' geht es ordentlich zur Sache. Das Stueck mach ordentlich Druck! 'Strip The Soul' ist dann der untypischste Porcupine Tree Track ever. Irgendwie sehr provokant. Das Video passt auch eher nicht zu Porcupine Tree, sondern viel eher zu anderen Bands. Mir gefaellt jedenfalls die Basslinie.

'Sound Of Muzak' nimmt dann ansatzweise den Stil bei 'Halo' von der 'Deadwing' vorweg. In den Strophen schon fast gesprochener Text, im Refrain dann die melodische Seite. Ganz gut gemacht, anders als man es bisher von denen gewohnt ist.

Den versoehnlichen Abschluss des Albums bildet die schoene Piano-Ballade 'Collapse The Light Into Earth' Das erinnert hier uebrigens sogar an Coldplay. Noch schoener ist allerdings das ebenfalls balladeske 'Heartattack In A Laybay' mit seinem herrlich-sphaerischem Harmoniegesang. So wunderschoen, ich kann mir dazu sogar ein perfekt passendes Video vorstellen...

Ein Album, durch dass Porcupine Tree sicher neue Fans hinzugewonnen haben. Mein Stil ist es aber nicht so ganz. Trotzdem moechte ich die gute Scheibe nicht missen. Vor allem nicht 'Trains' und 'Heartattack In A Laybay'.

Ich gebe "nur" 4 Sterne, weil ich die anderen Alben einfach besser finde!
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am 16. Januar 2003
Nun ist es soweit, auch die britische, bisher eher als "Independant" einzuordnende Band Porcupine Tree hat bei einer der "großen" Plattenfirmen unterschrieben. Ob sich das lohnt, mag dahingestellt sein, aber der erste große Wermuthstropfen für die treuen Fans (in Europa) lag schon darin, daß der Europa-VÖ für "In Absentia" auf Anfang 2003 verschoben wurde, obwohl das Album in den USA schon seit dem 24.09.2002 erhältlich war. Blieb für den „echten" Fan bislang nur der Importweg...
Aber egal, hier geht es ja um das Album an sich:
Grundsätzlich muß ich sagen, daß Porcupine Tree doch um einiges härter und auch „grungiger" geworden sind, was aber den an sich schon genialen Kompositionen noch einen zusätzlichen Aspekt hinzufügt und dadurch noch interessanter und abwechslungsreicher macht.
Schon der Anfang des ersten Titels „Blackest Eyes" klingt sehr nach dem zur Zeit trendigen New Rock, geht dann aber überraschenderweise ziemlich Porcupine-Tree-typisch weiter.
„Trains" ist eine zunächst schöne Akustikgitarren-lastige Nummer mit genialer Keyboard-Untermalung, die dann zwischenzeitlich mächtig abrockt. Ein ziemlich „amerikanisch-wild-west-mäßig" klingender Mittelteil rundet den Titel ab.
Das langsame Stück „Lips Of Ashes" ordne ich eher in die psychedelische Schublade ein, wenn es da überhaupt hineinpaßt.
„The Sound Of Muzak" kommt rhythmisch sehr interessant rüber und erinnerte mich anfangs sogar ein wenig an die „Krautrock-Gruppe" Eloy.
„Gravity Eyelids" ist für mich ein absolutes Highlight des Albums. Ruhig und soundmäßig absolut psychedelisch beginnend steigert sich der Titel zu einem fetzig-rockigem, zum Teil sehr abgefahrenen Mittelteil, um dann wieder genauso ruhig auszuklingen wie er beginnt.
„Wedding Nails" ist ein reines Instrumentalstück und geht total rockig ab. Ähnlichkeiten mit Dream Theater sind wahrscheinlich rein zufällig.
„Prodigal" und „3" hören sich dagegen wieder eher so an, wie man Porcupine Tree kennt.
Es folgt mit „The Creator Has A Mastertape" ein wieder recht eigenwilliges und rockig-abgefahrenes Stück, was nicht so ganz mein Fall ist.
„Heartattack In A Lay by" ist dagegen eine schön melancholisch klingender Titel mit Klavieruntermalung.
Das schon als „Korn-Verschnitt" titulierte „Strip The Soul", das auf der Importfassung auch als Video enthalten ist, ist sicherlich schon das untypischste, z. T. dissonante und, wenn man das Video sieht, auch schon fast abschreckende Stück auf der CD. Dennoch nicht uninteressant.
Mit „Collapse The Light Into Earth" findet die CD einen gelungenen Abschluß. Instrumentierung und Stimmung, die sehr an Steven Wilsons Side-Projekt No-Man erinnert, sind gänsehauteinflößend. Für mich eins der weiteren Highlights der CD.
Die auf der zweiten CD gebotenen Bounustracks sind mit Sicherheit auch nicht zu verachten. Das überwiegend ruhige und psychedelisch anmutende "Chloroform" war ja zwischenzeitlich schon auf der Internetseite von Porcupine Tree zu hören, wenn man das Glück hatte, diese zur richtigen Zeit anzuwählen.
Fazit: Ein so geniale und abwechslungsreiche Scheibe habe ich lange nicht gehört. ZUGREIFEN!
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am 14. Juli 2003
Das es so etwas noch gibt...
"In Absentia" läuft vom ersten Durchlauf an als Gewinner ins Ziel ein und wird - man mag es kaum glauben - in der Tat mit jedem Hör besser. Wenn das in den letzten Jahren arg angestaubte Label "Prog-Rock" auch im neuen Jahrtausend irgwendwo noch Bedeutung hat, dann hier. Porcupine Tree klingen frisch, modern und komplex - progressiv (und vollkommen zeitlos) im wahrsten Sinne des Wortes.
Einzelne Songs aufzuzählen macht dabei eigentlich keinen Sinn. Nicht eine einzelne Sekunde wird mit Füllmaterial angereichert - hier passt alles.
Wer mit Radiohead, A Perfect Circle, Tool und mir wegen auch den Manic Street Preachers (man beachte das wunderschöne "Trains") etwas anfangen kann, MUSS hier zugreifen.
Angesichts solcher musikalischer Schönheit sollte man eigentlich beten...
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am 24. September 2007
In Absentia war das erste Album von Porcupine Tree was ich zufällig bei einem Freund vor 3 Jahren gehört hatte. Ich weiß noch genau als Blackest eyes das erste Mal lief. Es haute mich regelrecht um! Ich dachte nur, was ist das denn für wunderschöne aber überhaupt nicht kitschige Musik. Geile Melodien, fette Gitarrenriffs und ein Hammer Drummer. Mit dem anschließenden Trains war es endgültig um mich geschehen und ich fragte meinen Freund welche tolle Gruppe das denn sei.

Im Laufe der letzten Jahre hab ich mir so ziemlich alles von Porcupine Trees wunderschönen Kompositionen angeeignet und inzwischen ist diese Band einer meiner Lieblingsbands. Sie berührt mich wie kaum eine andere und entwickeln sich ständig neu, so dass es nie langweilig wird.

Auch nach 3 Jahren hat dieser Silberling sich nicht im Geringsten abgenutzt. Ich höre dieses Album immer noch mit voller Begeisterung. In Absentia ist meiner Ansicht der perfekte und auch beste Einstieg, denn es ist die Platte mit der Vielschichtigkeit welche die Band in ihren verschiedenen Schaffensphasen vorzuweisen hat. Seien es nun die leicht angehauchten floydigen Stücke Lips of Ashes oder.3, wie aus ihrer früheren Phase (The sky moves sideways, Up the downstairs) oder die leicht einprägsamen in warmen Melodien getränkte Songs Trains, Blackest eyes oder Prodigal, wie in ihrer Lightbulb sun und Stupid dream Phase. Auch zeichnet sich die etwas härtere Gangart z.B. Wedding nails und Strip the soul wie sie auf den neueren Werken Deadwing und Fear of a blank planet zu finden ist ab.

Des Weiteren kann ich nur allen empfehlen die DVDA dieses Meisterstücks zuzulegen, denn hier befinden sich noch zusätzlich 3 weitere Tophits (insgesamt 18 Minuten) dieser Ausnahmeband, welche mit zu meinen Lieblingskompositionen von den Mannen um Steven Wilson gehören.

Insgesamt ein Album was man keinesfalls nebenbei hören und für das man sich Zeit nehmen sollte. Meiner Meinung ein Meisterwerk!
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am 23. März 2004
... des Musikhörens. Nachdem IA schon einen sehr guten Eindruck hinterließ, war ich nun gespannt auf den Surroundmix dieses Klassealbums. Zu dem Album an sich ist ja schon alles gesagt worden. Deshalb gehe ich nicht nochmal darauf ein.
Ich konnte nur nicht so lange warten bis die DVD in Deutschland erscheint, deshalb habe ich sie mir in England bestellt. Nach zweimaligen Hören kann ich nur sagen GIGANTISCH. Die Musik und die Effekte schweben durch den Raum und ich war selbst kurz vorm Abheben :-)
Besonders gelungen fand ich GRAVITY EYELIDS, .3 und HEARTATTACK IN A LAYBY. Selbst Titel, die mir persönlich schon im Stereomix nicht so gut gefielen (WEDDING NAILS und CREATOR...), stören mich überhaupt nicht mehr. Also ich kann euch nur zwei Tips geben: erstens KAUFEN!!!! und zweitens Zimmer abdunkeln, DVD einlegen, Anlage aufdrehen und GENIEßEN.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese DVD schon bald zur Referenz in Sachen Surround Mix erklärt wird. erstens weil es noch nicht soviele davon gibt und dieser Mix einfach grandios ist. Zweitens weil die Musik von PT einfach prädestiniert dafür ist. Noch eine gute Nachricht. Die neue Plattenfirma von PT (LAVA) hat die Rechte an Stupid Dream und Lightbulb Sun erworben und laut Steven Wilson wird es von Lightbulb Sun mit ziemlicher Sicherheit und von Stupid Dream sehr wahrscheinlich eine DVD-A mit Surroundmix geben... *freu*
Tja zurück zu dieser DVD-A von IN ABSENTIA - sie ist ein klarer Fall von HÖCHSTNOTE!!!
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am 12. Oktober 2006
Ich hab bis Juli 2006 noch nie etwas von Porcupine Tree, geschweige denn von einem Steven Wilson gehört. Auf dem Arrow Rockfestival, welches ich eigentlich nur wegen Roger Waters besucht habe, spielte die Band dann im "Vorprogramm". Ich war deart angetan von der Musik, dass ich mir direkt In Absentia und den Nachfolger Deadwing zugelegt habe, da aus deren Songs nahezu das gesamte Programm bestand. Ich bin schlicht weg begeistert. Die meisten neuen Alben anderer Bands sind entweder übelster Mainstream Pop, der nicht lange Bestand haben wird, oder man gibt sich Punkrock der einfachsten Sorte hin. Alles schon mal da und haufenweise zu bekommen. Porcupine Tree haben vor allem eins: Bei aller Härte und allen Metalambitionen finden sich immer herrliche Melodien. Die ganze Musik ist handgemacht, spielt sich auf sehr hohem Niveau ab, wie ich es eigentlich nur von Bands wie Pink Floyd oder Yes kenne. Wobei Porcupine Tree es vermeiden auf Teufel komm raus komplizierte 30 min Stücke zu kreieren, wie man sie von Yes der 70er und auch in letzter Zeit immer wieder zu hören bekommt. Man kann In Absentia komplett durchhören. Der Opener wartet mit harten Riffs auf, die sich unerwartet in fast akustische Melodien umwandeln. The Sound of Muztak hat einen coolen Text, die Gesangsharmonien sind unübertroffen. Gegen Ende wirds dann doch etwas verwinkelter und komplizierter, aber man kann beim letzten Song wieder Luft holen und findet zur Ruhe zurück. Kurz: Ein hervorragendes Album für Leute, die Ansprüche an die Musik haben und nicht einfach jeden neuen Trend mitmachen wollen. Und wenn die Band mal in der Stadt sein sollte: Auf jedenfall hingehen. Porcupine Tree sind nämlich nicht nur auf der CD große Klasse, sondern sie sind auch eine wahnsinnig gute Live Band!
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