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am 14. Mai 2008
Matthias Claudius (1740-1815) dichtete einmal so

Das Mädchen:
Vorüber! Ach vorüber!
Geh, wilder Knochenmann!
Ich bin noch jung, geh Lieber!
Und rühre mich nicht an.

Der Tod:
Gib deine Hand, du schön und zart Gebild!
Bin Freund und komme nicht zu strafen.
Sei guten Muts! ich bin nicht wild,
Sollst sanft in meinen Armen schlafen!

und wurde mit diesem Gedicht Inspirator für Franz Schubert (1797-1828), der im Jahre 1817 das ergreifendste aller Streichquartette, Nr. 14 d-Moll D 810, verfasste, beginnend mit einem von Sanftheit und Wildheit getragenen Allegro, welches in ein Andante ungleichen Wehmuts führt. Dieser zweite Satz ist der Inbegriff des Titels, der Begegnung zwischen dem Leben und dem Tod, dem, was man in Wedekinds Frühlings Erwachen im Lesen wahrnimmt, erhöht sich hier im Hören ohne emotionale Grenzen; Nietzsches Morgenröthe: Unendlichkeit des Erkennens und damit im unendlichen Prozess der Selbsterkenntnis. Martin Walser fand in "Brandung" mit Schubert sein Leitmotiv, mit Heinrich Heines Laura und Asra, welche sterben, wenn sie lieben, der Tod des Mädchen ein junges Thema bei Lenz' "Schweigeminute", der, voll mit Metaphern und Denkgebilden, sich verfängt im Leben eines jungen Mannes im Angesichte des Todes eines Mädchens, dem phantasiereiches Erinnern und nachträgliches Begehren zu einer emotionalen Einheit im sichtbaren Tod verschmelzen. Aufgenommen ist eine frühe Motivgeschichte, die eine erotische Komponente zur Mahnung an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens aufzeigt und so Sexualität und Tod verbindet.

Abgerundet und vom Leben wieder begleitet sind Scherzo (Allegro molto) und ein virtuoses Presto.
Op 44 schliesst ebenso vier-sätzig an. Ein gute Zusammenstellung beider Werke mit einem grandiosen Pianisten Richter.
Doch allein Schuberts: Der Tod und das Mädchen ist ein bestechender Grund für diese CD.
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Februar 2007
Dieses hier ist eine sehr besinnliche Zusammenstellung. Mich hat beim Kauf besonders Schuberts "Der Tod und das Maedchen" interessiert, das Sie unbedingt kennenlernen sollten, wenn Sie es noch nicht kennen, und bei dem Sie sich ueber die nicht zu schnell genommene Aufnahme auf dieser CD freuen werden, wenn Sie es schon kennen.

Das Andante von Schuberts "Der Tod und das Mädchen" ist so dunkel wie ein dunkler Wald, und die kleine zarte Schlussmelodie wie ein schmerzliches Licht durch die hohen Stämme.

Ich habe dieses Stueck zum ersten Mal in der Berliner Kammerphilharmonie gehoert und war zutiefst beruehrt.

Diese CD-Zusammenstellung kann ich empfehlen, insbesondere die Umsetzung von Schuberts Streichquartett.
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am 28. August 2007
Eine tolle Darbietung beider Werke. Der Schubert ist im ersten Satz kraftvoll und dramatisch, wobei die extreme Verlangsamung der letzten Takte äußerst bewegend ist. Die Variationen geraten sämtlich zu expressiven Höhepunkten und der Rest ist rebenfalls ideal musiziert. Über den Schumann muß man nicht viel sagen: eine bessere Aufnahme kann es, auch wegen Richter, nicht geben.
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am 18. November 2008
Meinem Vorrezensenten gibt es wenig hinzuzufügen. Schubert schuf ein Werk, das nicht besser zu Matthias Claudius wunderbaren Gedicht hätte passen können. Unvorstellbar, was der 31-jährig verstorbene, geniale Franz Schubert in seiner Reifezeit wohl komponiert hätte.

Schuberts Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 gehört meiner Ansicht nach zu den wundervollsten aller Streichquartette überhaupt. Den Höhepunkt dieses Streichquartetts stellt der unglaublich schöne und getragene zweite Satz dar, der alleine den Kauf dieser CD wert ist.
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am 22. März 2008
Obwohl wieder und wieder gehört, ergreift mich Schuberts "Tod und das Mädchen" immer aufs Neue - wenn es denn in einer so wunderbaren Aufnahme wie dieser präsentiert wird. Natürlich wird am zweiten Satz der Wert einer Aufnahme gemessen, zurecht, er ist die Quintessenz des Stückes. Diese Aufnahme rührt zu Tränen und das ist die höchste Wertung, die ich zu vergeben habe.
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