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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
13
Der Tod und das Mädchen
Format: DVD|Ändern
Preis:39,79 €+ 3,00 € Versandkosten


TOP 1000 REZENSENTam 17. August 2017
In einem kammerspielartigen Szenario ist Polanski mit diesem Film aus 1994 ein meisterhaft inszeniertes, emotional packendes und vielschichtiges Psychodrama um Schuld und Sühne, Leid und Rache gelungen, was Dank der grossartigen Darsteller und dem glänzenden Drehbuch mit eindrucksvollen Dialogen bis zum Ende hin fesselt.
Paulina Escobar (Sigourney Weaver) lebt mit ihrem Mann Gerardo (Stuart Wilson) zurückgezogen auf einer Insel in Südamerika. Gerardo soll in der neuen Regierung den Posten des Justizministers übernehmen und die Verantwortlichen für die Verbrechen der mittlerweile gestürzen Militärregierung zur Verantwortung ziehen. Doch als Gerardo nach einer Reifenpanne von einem Fremden (Ben Kingsley) freundlicherweise nach Hause gefahren wird, glaubt die einstmals inhaftierte und dort gepeinigte Paulina in ihm den Mann zu erkennen, der ihrer Folter beigewohnt und sie mehrfach vergewaltigt hatte. Ihre Fassade des Verdrängens blättert ab, zeigt das wirkliche Ausmass ihrer inneren seelischen Verletzungen. Ihre Entschlossenheit ihm Reue und ein Geständnis abzuringen lässt Paulina von der Gepeinigten zur Peinigerin werden, der ihr Opfer schutzlos ausgeliefert ist. Ein intensives und nervenaufreibendes Psychoduell beginnt...
Polanski schafft es aufgrund der unheilvollen, beklemmenden Atmosphäre durchgängig eine grosse Spannung aufzubauen und den Zuschauer stets im Unklaren über die Wahrheit zu lassen. Wer könnte Paulinas Gefühle nicht nachvollziehen, doch so schweben auch stets moralische Fragen im Raum, ob Rache am vermeintlichen Täter, trotz selbst erlebeter Gräueltaten, ein angebrachtes Mittel ist.
Stellvertretend für den Zuschauer steht Gerardo, die dritte zentrale Figur des Films. Er wird zunehmend verstörter Zeuge eines Schauprozesses, bei dem er nicht weiss, wem er Glauben schenken soll. Seiner psychisch angeschlagenen Frau, die lediglich anhand der Stimme von der Schuld des Fremden überzeugt ist oder dem Fremden, der möglicherweise ein Alibi für diese Zeit hat und ständig seine Unschuld beteuert.
Ein herausragender Film, der stets die richtigen Töne trifft, geschickt zwischen Drama und Thriller balanciert und sich in der letzten Szene nochmals selbst übertrifft, den Zuschauer in fassungsloser Sprachlosigkeit zurücklässt. Unglaublich sehenswert.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 13. Mai 2013
Ich hatte diesen Film schon im Kino sehr geliebt. Vielleicht bringe ich ihn als Theaterstück auf die Bühne bwei mir in Essen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 13. Oktober 2004
Daß dieser Film ein Meisterwerk der Regie- und Schauspielkunst ist, muß hier denke ich nicht gesagt werden. Leider ist diese DVD eine Beleidigung für Ohr und Auge. Die Bildqualität ist miserabel, der Ton ist mono und das schlimmste ist, daß man beim englischen Originalton die deutschen Untertitel nicht ausblenden kann (Es ist blasphemisch, wenn man sich Sigourney Weaver und vor allem Ben Kingsley in der Synchronisation anhört, weil beide ganz außergewöhnlich gute Stimmen haben). Das kommt besonders gut rüber, da die Bildqualität dermaßen armselig ist, daß jedesmal wenn die Untertitel erscheinen, sich die Helligkeit des Bildes drastisch ändert. Und gerade bei diesem Film, der zu 80% in der Dunkelheit spielt ist das besonders nervig. Tip an alle, die gute Filme lieber im Original sehen: Kaufen Sie sich die DVD in England.
39 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 3. Oktober 2006
Die Spannung beginnt in der ersten Minute. Kein langes Vorspiel, keine überflüssige Handlung. Das Entscheidende: Der durchweg präsente Nervenkitzel kommt leise daher, geradezu schleichend. Ein Meistwerk! Ich mag nicht alles von Roman Polanski. Zum Beispiel "Die Neun Pforten": Fängt gut an, driftet dann aber ins Belanglose ab... Nicht so dieser Film "Der Tod und das Mädchen": Hier wird echtes sehenswertes Kino geboten. Mit simplen Mitteln gedreht, mit einer energischen Sigourney Weaver besetzt. Keine Effekte, keine unglaubwürdigen Wendungen. Aber doch mit einem überraschenden Ende, das einen den Film bald wieder ansehen lässt.
9 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 5. November 2013
Schuberts 'Der Tod und das Mädchen' als schöne Hintergrundsmusik für Folter und Vergewaltigung, das ist eine sehr ausgefallene Idee. Sie stammt aus dem
Drama von Ariel Dorfmann, der sich in seinem Werk mit den Grausamkeiten in lateinamerikanischen (Chile!) Diktaturen auseinandersetzt.
Zum Inhalt des Films nur soviel: ein Opfer der Diktatur und Folter glaubt in einem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, nimmt ihn gefangen und will ihn
durch Quälereien dazu bringen, seine Schuld einzugestehen. Möglicherweise könnte sie dann ihre traumatische Vergangenheit bewältigen. Der Film spielt an
einem eng begrenzten Schauplatz, was das Geschehen noch intensiver macht. Die schauspielerischen Leistungen von Sigourney Weaver und Ben Kingsley sind un-
übertrefflich.
Zwar habe ich 5 Sterne gegeben, doch das gilt nur für Polanskis Film, die DVD ist grottenschlecht. Bild und Ton sind teilweise unterirdisch, das Bonusma-
terial lachhaft. Man fragt sich, wieso ein Film wie 300 mit Ausstattung der Extraklasse daher kommt, Polanskis Film aber so stiefmütterlich behandelt wird. Ein großer Film, der aber an den Nerven zehrt.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 26. März 2008
"Es ist so leicht jemanden zu demütigen" sagt das Opfer zu ihrem ehemaligen Vergewaltiger, als es seiner habhaft wird und ihn mit Waffengewalt in Schach hält.

Im Laufe des Films erfährt man über die Greueltaten, die der Frau angetan wurden und versteht, warum sie plötzlich wie eine Verrückte auf den neuen Freund ihres Mannes reagiert hat.

Sigourney Weaver überzeugt hundertprozentig in dieser schwierigen Rolle, in der ich mir auch Jodie Foster sehr gut vorstellen könnte, da beide diese unnahbare Kühle hervorragend darstellen können, die eine unfaßbare Verletztheit verbergen soll.

Ben Kingsley als Widerling, der es genossen hat, wehrlose Opfer zu vergewaltigen, ist ebenfalls optimal besetzt.
Hat man ihn in Gandhi bewundert und geliebt, so fängt man hier an, ihn wirklich zu verachten.

Ein Film, der wehtut und zum Nachdenken anregt.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 17. September 2017
Was gibt es da noch zu sagen? Intensiv, grausam, beklemmend und hochspannend inszeniert wie es nur von Polanski selbst kommen kann.
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am 22. August 2008
Dem Film von Roman Polanski kann man nichts anderes als fünf Sterne geben: diesem brilliant gespielten und inszenierten Kammerspiel, welches die Frage nach dem Umgang mit dem - vermeintlichen oder tatsächlichen - Bösen so eindrucksvoll verdichtet.
Leider ist die Bildqualität dieser DVD nur auf dem Niveau eines Video-Mitschnitts, und eigenartigerweise kann man in der Originalversion (und nur sie sollte man anschauen!) die deutschen Untertitel nicht ausblenden. Da sie dick und grell und in einer häßlichen Schrift gemacht sind, stören sie das Bild doch erheblich; und in diesem Film sind nicht nur Handlung und Dialoge wichtig, sondern auch die Sprache der Bilder mit ihrem Spiel mit Hell und Dunkel.
Da die DVD preiswert ist, kann man sie trotzdem zum Kauf empfehlen. Aber Polanskis Meisterwerk hätte etwas Besseres verdient gehabt. Schade.
11 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 23. Februar 2007
Regierungswechsel in einem südamerikanischem Land. Der neue Staat gibt sich demokratisch und will die Verbrechen unter der Vorgängerdiktatur untersuchen. Paulina's Mann soll die Untersuchungskommission leiten. Beide leben zurückgezogen in einem Haus nahe der Klippen am Meer. Sie war Studentin wie ihr Mann und verfolgte wie er umstürzlerische Ziele. Als sie verhaftet wurde, wollte man auch die Namen der Mitverschwörer von ihr erfahren. Es kam zur Folterung und Vergewaltigungen.

Paulina hat das alles überlebt. Viele Verhaltensspuren lassen erkennen, das das Erlebte niemals sie in Ruhe lassen wird. Misstrauen gegen jedermann und panische Angstattacken sind ihre ständigen Begleiter.

Als ihr Mann nach einer Panne von einem hilfsbereiten Autofahrer nach Hause gebracht wird, ist sie zu der üblichen Gastfreundschaft nicht fähig. Aus dem Nebenraum glaubt sie die Stimme eines ihren früheren Peinigern wieder zu erkennen. Bei nächster Gelegenheit überwältigt sie den Mann und will ihn in einem persönlichen Verfahren aburteilen und auch richten. Ihr Mann als Anwalt gerät in eine schwierige Situation. Es folgt eine lange verbale Auseinandersetzung.

Der Film ist durchgehend spannend erzählt. Handlungen und Dialoge sind ausgewogen und spielen sich die Bälle zu. Die ernste Thematik wird filigran abgearbeitet und legt die menschlichen Problemfelder frei. Täter und Opfer treten in eine neue Denk-Dimension. Hervorragendes Kino.
13 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 7. Juli 2007
Das Opfer trifft den Täter; dieser wird zum Opfer, sie zur Täterin.Der Mann des Opfers ist Vorsitzender Gerechtigkeitskommission und will seine Frau von der Selbstjustiz abhalten,glaubt ihr letztlich nicht, dass sie den Täter überhaupt vor sich hat, weil dieser ein Alibi hat. Ihr Mann hat " Recht". Eine Tat berechtigt in einem Rechtsstaat nicht zur Rache, sondern allenfalls, diese Tat durch das Sanktionssystem des Staates zu ahnden,weil dieser das Gewaltmonopol hat. Aber wie soll man dies einem Opfer vermitteln, gegenüber den Leiden des Opfers argumentieren ? Paulina, das Opfer, lässt sich von den Argumenten nicht beeindrucken,gibt einen Teil der Demütigungen zurück und bringt den Täter, einen Arzt, der sie vergewaltigt hat während ihres Aufenthalts in den Folterkammern, an den Rand des Todes.Sie will, dass er seine Taten bekennt. Er leugnete,im Angesicht des Todes aber gesteht er, dass er es war und Freude an seiner Gewalttätigkeit hatte. Am Schluss sehen wir beide in einem Konzert;gespielt wird das Streichquartett von Schubert, Tod und das Mädchen, das dieser Arzt immer bei seiner Quälerei hörte -gesehen hatte Paulina ihn ja nie-. Ein wenig kann man bedauern, dass der moralische Konflikt von der Frage, ob Miranda, der Arzt, nun der Täter war, überlagert wird. Die beiden Protagonisten Weaver und Kingsley spielen die Rollen so intensiv,dass auch durch die Unsicherheit, trifft es denn überhaupt den Richtigen die moralische Frage nach der Selbstjustiz sich zuschärft. Das Recht hat sie auf keinen Fall;aber wer hätte nicht Verständnis für das Opfer ? Wie wäre es gewesen, wenn es wirklich der Falsche gewesen wäre ? Hätte sich dann das Verständnis in Verurteilung verwandelt ? Der Film gibt Anlass, nachhaltig über das Verlangen nach Rache- das lange auch die Rechtskultur prägte- und heute noch vorhanden ist, wenngleich verdeckter, nachzudenken,sich zu fragen,ob dies Verlangen überwunden werden kann, überwunden werden muss ?
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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