Hier klicken May Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited longss17

  • Heaven
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
26
4,2 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 28. Januar 2016
Philippa, Engländerin und als Englischlehrerein in Italien tätig, hat ihren Mann und mehrere Schüler durch Drogen verloren. Alle HInweise auf eiinen örtlichen Geschäftsmann als Oberdealer sind ignoriert worden, und so greift sie zum Mittel des Mordes: mit einer selbsgebastelten Sprengladung, die sie im Büro deponiert, will sie ihn töten, warnt vorher noch erfolgreich die Dekretärin per Telefon und meldet sich mit ihrem Namen bei der Polizei.
Kurze Zeit später wird sie festgenommen, und beim Verhör erfährt sie, dass nicht das Zielobjekt, sondern eine Putzfrau und zwei Kinder sowie deren Vater ums Leben gekommen sind. Die Polizei und Staatsanwaltschaft, zum Teil geschmiert, wollen ihr mit aller Macht das Geständnis einer terroristischen Tat anhängen und fragen nach Hintermännern. lediglich der junge Polizist Filippo, der als Dolmetscher fungiert, glaubt ihr, sie besteht auf einem Verhör in ihrer Muttersprache.
Mit seiner und seines Bruders Hilfe kann sie tatsächlich fliehen. Der junge Mann, der sich hoffnungslos in sie verliebt hat, ermöglicht ihr sogar noch die Verwirklichung ihres Racheplanes, ehe sie beide nach Montepulciana in die Toskana fliehen.
Von einer Freundin von Philippa oder Filippos Vater, der sie besucht hatte, werden sie verraten, und auf ungewöhnliche Weise bewegen sie sich in den Himmel.

"Heaven ist der erste Teil einer geplanten Trilogie des polnischen Regisseurs und Drehbuchautors Krezyzstof Kieslowski, der durch seinen viel zu frühen Tod (ein herber Verlust auch für die Filmwelt) diese nicht mehr beenden konnte. Tom Tywker wurde mit dem Film betraut, der dann im Jahr 2002 gedreht wurde, Mit Cate Blanchett, damals 33 , und Giovanni Ribisi, 5 Jahre jünger, standen ihm zwei großartig zueinander passende schauspieler zur Verfügung. Die Australierin und der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln geben auch optisch, besonders als sich beide während der Flucht die Haare haben ultrakurz abrasieren lassen, mit Hose und weißem Hemd bzw. Bluse ein wunderbares Paar ab, die durch die zum Teil fast wie ein naturalistisches Gemälde wirkende Toskana in warmen Farben laufen, ein Gegensatz zum tristen Gebäude der Staatsanwaltschaft. Optisch hat der Film also jede Menge Reize zu bieten, traumhaft eine Liebesszene, als beide auf einem danften Hügel mit einem baum mit symmetrischer Krone im Abendlicht aufeinander zugehen, sich aauskleiden und aufeinander zugehen, gefilmt aus großer Entfernung, fast wie Scherenschnitte wirkend, die dann zu einer Figur verschmelzen.

Einem Rezensenten muss ich rechtgeben, der moniert, dass man bei dem Sympathie erweckenden Paar leicht vergessen kann, dass sie eine 5fache Mörderin ist, man bekäme eine ganz andere Sicht auf die Dinge, wenn man an das Leid der Familien der Putzfrau und des Vaters mit den beiden Kindern denke.
Er hat recht, und ich weiß nicht, ob dies und die Selbstjustiz, die Philippa ja übt, der Grund sind, dass er "nur" 3 Sterne vergibt. Aber für mich steht nicht die Tat oder deren Rechtfertigung im Fokus, sondern die traumhafte Darstellung einer bedingungslosen blinden Liebe, und das wertfrei in dem Sinne, dass auch der junge Polizist ein Helfer, Komplize ist: Es geht nicht um die Glorifizierung der Figutren in ihren Taten, sondern um die Darstellung, wie die Liebe bewirkt, dass der unscheinbare Jungpolizist , der in seiner Liebe mit Anfang 20 noch einmal eingenässt hat, über sich selbst hinauswächst.
Mit den abrasierten Haaren verschwindet der anfangs deutlichere Altersunterschied der beiden, er wirkt reifer, hat bei der Flucht die ausgetrickst, die ihn austricksen wollten.
Die 2005 und 2014 mit einem Oscar belohnte Cate Blanchett, eine der derzeit beeindruckendsten Darstellerinnen, zeigt in diesem Film beeindruckend ihr schauspielerisches Können. Ihre Mimik in der Szene beim Verhör, als sie erfahren muss, dass nicht der Drogenbaron, sondern 4 Unschuldige ihr Leben durch sie verloren haben, ist fantastisch, ganz bestimmt einer der schauspielerischen Höhepunkte. Und auch Giovanni Ribisi, dem man beim Dolmetschen und besonders wenn Cate vom Verhörenden angeschnauzt wird, deutlich ansieht, wie es hinter seiner Stirn arbeitet, fällt neben Cate Blanchett nicht ab.

Mit der überragenden Cate Blanchett und weiteren guten Darstellern ist mit "Heaven" ein wunderschöner Film in traumhaft schöner Landschaft inszeniert worden, in dem es nicht um die Rechtfertigung und Glorifizierung von Selbstjustiz (Eine Frau sieht rot) geht, sondern um eine Liebe. die einen fast noch knabenhaften Mann dazu bringt, über sich hinauszuwachsen, ohne Rücksicht auf die persönlichen Konsequenzen, die für beide am Ende des Filmes symbolisch dargestellt werden.
Ich glaube, Kieslowski wäre mit dem Film einverstanden gewesen.

Doc Halliday
22 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. August 2002
Vergesst einmal Lola rennt, denn der gute Tom Tykwer kann besser. Heaven ist einer dieser Filme bei denen man vergisst wie lange man schon im Kino sitzt, der Film erzählt ruhig und in grossartigen Bildern die Geschichte von Philippa und Phillipo. Nichts ist hektisch, es wird oft italienisch gesprochen, doch die Untertitel sind nicht notwendig, da man ohnehin versteht was gemeint ist, und die Sprachmelodie das ihrige zum Charakter des Filmes dazu tut. Die Stimmung des Filmes wird zum überwiegenden Teil durch die ruhigen gefühlvollen Stücke von Arvo Pärt getragen. Heaven ist der erste Film seit Jahren bei dem Im Kino nach der Vorstellung alle sitzengeblieben sind bis das Licht anging.Wenn das kein Urteil ist.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die in Turin arbeitende Englischlehrerin Philippa hat es satt immer nur zuzusehen, wie mehr und mehr Kinder ihrer Schule mit Drogen in Kontakt kommen. Sie weiß wer dahinter steckt, denn dieser Pate hat bereits ihren Mann auf dem Gewissen. Nachdem sie sich oft genug mit ihrem Wissen bei der Polizei gemeldet hat und nichts geschehen ist, beschließt sie zur Selbstjustiz zu greifen und bastelt eine Bombe.

Der Zuschauer glaubt gerne, dass Philippa nur Gutes im Sinn hatte und sieht, wie sie unschuldige Opfer ihres Attentats vermeiden will. Doch das gelingt nicht. Statt des Paten sterben zwei kleine Kinder, deren Vater und eine Putzfrau.

Beim ersten Verhör verliebt sich ein junger Polizist, der ganz zufällig Filippo heißt und auch noch an Philippas Geburtstag das Licht der Welt erblickte, in die Attentäterin. Was danach geschieht ist zwar möglich, aber doch ziemlich unwahrscheinlich. Dass der plötzlich unsterblich Verliebte seine Zukunft wegwirft, kann man ja vielleicht noch akzeptieren, aber dass dessen Vater, der selbst ein hoher Polizeibeamter ist, sich in dieses Abenteuer unterstützend einlässt, nachdem er beiden den Liebesschwur abnahm, ist dann doch etwas zu viel des Guten.

Ich musste mich nach dem etwas abrupten Ende dieses Films erst einmal etwas sammeln, weil der Streifen doch reichlich verwirrend ist.

Vielleicht wollte der leider zu früh verstorbene Drehbuchautor in den beiden geplanten Fortsetzungen die Ereignisse aus einer anderen Perspektive zeigen, denn diese Filme sollten "Hölle" und "Fegefeuer" heißen.

Für die Mutter der beiden getöteten Kinder, die auch noch ihren Mann durch Philippa verlor, sieht die Sache nämlich ganz anders aus. Warum vergessen wir eigentlich, wenn wir die ergreifende Liebe zwischen den Philippa und Filippo sehen, die schrecklichen Folgen dieses Attentats? Und sind wir plötzlich Anhänger der Selbstjustiz, wenn es sich um Drogenbosse handelt?

Fazit.
Der Film erzählt eine merkwürdige Liebesgeschichte so ergreifend, dass man fast vergisst, was hier eigentlich wirklich geschehen sein soll. Wenn man etwas aus diesem Film lernen kann, dann, dass wir über unsere Emotionen leicht manipulierbar sind oder, dass wir bei jeder Geschichte auch einmal die Perspektive wechseln sollten. Wären wir nämlich mit den Getöteten verwandt, dann sähe die Sache plötzlich ganz anders aus. Oder?
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. November 2010
HEAVEN ist der Auftakt der Idee des polnischen Regisseurs Kryzstof Kieslowski zu seiner geplanten Himmel-Hölle-Fegefeuer-Trilogie. Wie auch der Schlussfilm der Trilogie HOPE zeichnet sich HEAVEN durch Außergewöhnlichkeit und Entschlossenheit aus: Die Idee ist neu, die Realisierung lässt keine Kompromisse zu - und wirkt (!) auf den Zuschauer überzeugend, gleichwohl die Erzählung in der Realität bei bewusstem Nachdenken unrealistisch und beinahe unmöglich ist.

Filippa, eine verwitwete Englischlehrerin, hat sich zum Ziel gesetzt, den Mann zu rächen, der ihr ihren Mann nahm und letztendlich auch ihre Schüler zerstört durch sein Handel mit Drogen. Sie deponiert eine Bombe in einem Mülleimer seines Büros in einem mehrstöckigen Gebäude. Es entbehrt einer gewissen Tragik, dass diese durch eine Reinigungskraft kurz vor dem In-die-Luft-Fliegen unauffällig mitgenommen wird und in die Luft fliegt, wenn vier unschuldige Menschen in unmittelbarer Umgebung sind und ihr Leben verlieren. Phillippa leugnet nicht und stellt sich einem polizeilichen Verhör. Dabei verliebt sich ihr Dolmetscher, ein junger Polizist, Fillipo in sie - und ist bereit, um jeden Preis, für diese Liebe zu kämpfen. Auf der Flucht nähern sich die beiden Protagonisten auf sensible und bewegende Weise einander an und erkennen trotz ihrer stark unterschiedlichen Lebensgeschichte und Umwelt, den äußerlich gegensätzlichen Charakters und Glaubens und erkennen eine tiefe Verbundenheit.

Die Realisierung der teilweise eigensinnigen Ideen Kieslowskis tragen die Handschrift des Regisseurs Tykwer und zeichnen sich durch starke Charakterdarstellungen, eine vorbildlich gewählte Filmmusik und bewegende Landschaftsbilder aus.

Heftige Emotionen und große Handlungen werden dabei außergewöhnlich still erzählt; Grausamkeiten, Leere und Einsamkeit werden durch die Liebe nicht besiegt, nicht einmal als erträglich dargestellt, aber erhalten durch die Sinnverschiebung und Gewichtung der Zuverlässigkeit und Liebe eine Kompensierung und die Ahnung, dass sich der Kampf letztendlich lohnt.

Der Schluss kann unterschiedlich interpretiert werden, Knotenpunkte der Handlung hängen vom Zufall ab - doch Kieslowski wie auch Tykwer wollten Filipp im entscheidenden Moment immer zugleich unerwartet und vorteilhaft handeln lassen - teilweise mit Ideen, die den Zuschauer überraschen und nachdenken lassen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. April 2003
Ich weiß noch genau, wie ich mich fühlte als ich den Film im Kino gesehen habe und der Abspann lief. Sprachlos und tief berührt, so saß ich da. Hätte mich jemand in diesem Moment nach meiner Meinung zum Gesehenen gefragt; keine angemessenen Worte für die schlichten und überwältigend schönen Bilder des Films hätte ich finden können.
Im Film geht es um Philippa (Cate Blanchett), die nachdem sie wieder und wieder erfolglos die Polizei auf den Rauchgiftdealer aufmerksam gemacht hat, der auch für den Tod ihres Mannes verantwortlich war, das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Sie versucht, den Gangsterboss durch eine Sprengladung zu töten doch dabei kommt es zu einem tragischen Unglück. Nicht das geplante Ziel, sondern Unschuldige verlieren ihr Leben. Die zweifelsohne beeindruckendste Szene des Films ist jene, als Philippa mit dieser Tatsache konfrontiert wird. Die fantastische Cate Blanchett spielt diese Szene so eindrucksvoll, so ergreifend, dass selbst der hartgesottenste Zuschauer ihre seelischen Qualen am eigenen Leib spüren kann. Es geht gar nicht anders, mit dieser Mörderin muss der Zuschauer Mitleid empfinden. Ebenso ergeht es dem Polizisten Filippo (Giovanni Ribisi), mehr noch, er verliebt sich in die schöne Attentäterin. Es gelingt ihm, sie dazu zu überreden, sich bei der Flucht helfen zu lassen. Doch eine Aufgabe muss noch erledigt werden.
Nachdem ich Winterschläfer, Lola rennt, Der Krieger und die Kaiserin und diesen Film gesehen habe, bin ich zu der Überzeugung gelangt, das gerade Tykwers größter Erfolg Lola rennt sein untypischster Film ist. Mit Heaven ist ihm ein ruhiger, fast poetischer Film gelungen, eine Ode an die Kraft der Liebe. Dabei rutscht er nie ins kitschige oder sentimentale ab. Kameramann Frank Griebe findet grandiose Bilder für die Geschichte, wobei mich besonders die tollen Luftaufnahmen der Stadt (Turin?) beeindruckt haben. Und natürlich die Aufnahmen in der Toskana während der Flucht der beiden - kein Werbefilm könnte besser sein. Kongenial ergänzt wird das ganze durch fast hypnotische Klänge, besonders die des finnischen Musikers Arvo Pärt, einem der erklärten Lieblingskomponisten Tom Tykwers. Wenn man den Film sieht und hört, weiß man warum: so passend und harmonisch haben Ton und Bild sich selten ergänzt. Auf DVD wird dieser Film mit seinem umfangreichen Bonusmaterial (vor allem der Kommentar von Tykwer ist hochinteressant) sich auch für jene lohnen, die den Film nicht im Kino gesehen haben.
11 Kommentar| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. August 2005
Eins vorab: ich mag Tykwer Filme. Und an dessen Qualität hat sich auch in diesem Film nichts geändert.
Es ist eine kunstvolle Art, Charaktere, ihre Handlungen und die Motivation derer darzustellen, welcher sich Tykwer bedient.
Kurz ein paar Worte zur Story: Philippa möchte sich für den Tod ihres Mannes rächen und platziert eine Bombe im Büro des Drogenbosses, welcher die Schuld daran trägt.
Leider geht die Bombe einen anderen Weg und tötet unschuldige Menschen.
Philippa wird verhaftet und trifft auf Filippo. Dieser verliebt sich unsterblich in sie und beide fliehen.
Die Geschichte an sich finde ich nicht besonders neu und ergreifend, erstaunlich ist, was man daraus machen kann.
Mit 2 wundervollen Schauspielern wie Blanchett und Ribisi, mit einer hervorragend schweren musikalischen Untermalung, einem perfekten Schnitt sowie einer exzellenten Kameraführung und sehr jeweils passenden Ausleuchtung der Szenen.
Die Triebfedern beider sind simpel. Sie möchte Rache. Er liebt sie. Tykwer zeigt wie sich beide näher kommen, ohne jemals ins Klischeehafte zu verfallen.
Das Ende ist etwas surreal, aber damit kann man umgehen, wenn einem der Film vorher gefallen hat.
Ärgerlich ist, dass man die deutschen Untertitel bei der englischen Originaltonspur nicht abschalten kann. Aber etwa 50% des Filmes werden sowieso in Italienisch gesprochen, so dass dies nicht wirklich ins Gewicht fällt. Und die großen Momente dieses Films benötigen keine Worte.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Oktober 2010
Eine bezaubernde Frau Blanchett und einen ebenbürtigen Partner, viel Tempo und auch Verstörendes, aber zuletzt eine wirklich tolle Liebesgeschichte. Dieser letzte Teil des Films ist mehr wie eine Traumsequenz mit bewegenden Bildern und rührt in uns das Wissen darum, dass es mehr gibt als Überleben, Geld oder Rache. Die zuvor erzeugte Spannung führt uns nur diesen sanften, hellen und ruhigen Bildern zu. Was will man mehr? Die Protagonisten haben am Ende ihren Himmel gefunden ...

Wie von Tykwer gewohnt ein ungewöhnlicher Film, der Trends setzt. Der Mann schaut genau hin und ist nicht zufrieden damit, uns einfach nur gut zu unterhalten. Dieser Film will tiefer und länger wirken und das wir ihm zumeist auch gelingen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. April 2007
Manche User von Amazon bezeichneten diesen Film als "langweilig" und die Musik von Arvo Pärt als "nerviges Geklimper". Na, da ist der Film wohl an die falschen geraten. Zu American Pie geht's dahinten lang...

Sicher, der Film hat kaum Dialoge - stattdessen spricht er in Bildern, Blicken und überzeugenden Charakteren. Dies ist kein Unterhaltungsfilm - ganz und gar nicht. Eher die Geschichte von zwei Menschen, die auf ungewöhnliche Weise zusammenfinden, ohne Hoffnung auf eine Zukunft. Dabei werden die fast meditativen Bilder von Arvo Pärt's berühmten 'Spiegel im Spiegel' sowie 'Alina' unterlegt, was dem ganzen einen zusätzlichen, melodramatischen Klang verleiht.

Tom Tykwer hat hier wieder einmal einen tollen Film abgeliefert, der nicht für jeden DVD Abend geeignet ist. Wer also mal nicht die alltagstauglichen Familienfilme sehen will, sondern ein intelligentes, leises und gut besetztes Drama, der ist hier genau richtig.
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. November 2005
Ich habe Heaven jetzt zum dritten Mal gesehen und der wirkliche Tiefgang der zweifelslos vorhanden ist, ist mir wie so einigen anderen Kinogängern nicht sofort aufgefallen. Es ist schon richtig, die Story ist weitgehend vorhersehbar nach der Szene in welcher Fillippo der Bombenlegerin Philippa ein kleines Aufzeichnungsgerät in die Tasche schmuggeln konnte.
Philppa ist angeklagt, eine Bombe gezündet zu haben bei deren Explosion ein vater mit seinen beiden Töchtern und eine Putzfrau starben. Philippa gesteht in einem verbal brutalen Verhör, die Bombe gelegt zu haben. Allerdings bekommt sie an diesem tag zum ersten Mal zu hören, dass Unschuldige getötet worden sind und ihr verhasster Feind, der Drogendealer davongekommen ist. Philippa ist entsetzt, geschockt, bricht zusammen. Als Filippo, der junge Carabinieri, ihre Hand hält und sie so zum ersten mal wahrnimmt, beginnt für Filippo eine tief empfundene Liebe zu Philippa. Nur er ist davon überzeugt dass der Täter, der zugleich ein mächtiger und einflussreicher Mann der Stadt ist, den Tod verdient hat.
Am Tag ihres Zusammenbruchs, empfindet er dir Zartheit, die Hilflosigkeit der Angeklagten als betörend.
Mir seiner Hilfe gelingt es Philippa aus dem Gefängnis zu fliehen und die beiden kommen sich auf der flucht näher.
Ich denke das Ergreifenste an diesem Film ist die schwere, tragische Musik.Sie verleiht dem Film eine starke emotionale Tiefe.
Die Handlung ist im groben zwar vorhersehbar doch stellenweise auch überaschend. So die Schlussszene in der die beiden in einem Helikopter in den Himmel hinaufsteigen während die Carabinieri auf sie feuern. Jeder weiss das Hubschrauber nicht so hoch fliegen können und als der Film dann abrupt endet bleibt beim Zuschauer ein moment des Ärgers. So vieles ist noch offen. Sterben die beiden im kugelhagel im Helikopter? Fliegen sie davon und beginnen irgentwo ein neues Leben?
Will Philippa sich ihrer Strafe entziehen? ( Es passt nicht zu ihr, da sie ehrlich und reuig ist)
Was passiert bleibt für den Zuschauer unklar, aber genau das macht auch den Reiz des Films aus. Ein Ende das offen ist für jede Menge Spekulationen.
Im Ganzen ein gelungener Film mit sehr viel Zärtlichkeit und hervorragenden Hauptdarstellern.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. März 2014
Der Gegensatz zwischen Drogenproblematik und -Krieg und dem Alleingang einer verweifelten Frau ist nervenaufreibend. Das verstörende Brutale erfährt durch ganz leise Pianoklänge, Toskana, Kirchen und einer zarten hoffnungslosen Liebe nur noch mehr Auftrieb. Ein echter Tom Tykwer-Film mit 2 großartigen Darstellern.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,99 €
8,27 €
6,59 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken