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am 9. Oktober 2002
Die Nachfolgeband der göttlichen Mineral zeigt mit ihrem Full-Length Debüt ihr neues Gesicht. Spielten Mineral und die zuvor von TGR veröffentlichten Eps auf dem für Emo- Bands bekannt gewordenen Crank!- Label(Boy`s Life, Sunday` s Best, Cursive etc.) typischen Midwest-Emo, ist der Wechsel zu Arenarock-Records gleichzeitig ein deutlicher Fingerzeig auf den neuen Stil und den neuen Weg, den die Band eingeschlagen hat: Alternativ- Pop.

Die verzerrten Gitarren rücken komplett in den Hintergrund und ein sphärisches, an einige Radioheadstücke erinnerndes Keyboard und dunkle Gitarren bestimmen den manchmal atonalen, dann wieder ins melodisch driftenden Klang, der von Bright Eyes- Produzenten Mike Mogis perfekt in Szene gesetzt wurde. In dieser Beziehung ist also eine klare Veränderung, einige nennen es auch Weiterentwicklung zu den älteren Sachen der Band erkennbar. Und über allem thront Chris Simpsons Stimme, die wie eh und je einfach unbeschreibbar ist- sehnsüchtig, hoffnungsvoll, traurig, ergreifend -am Anfang nicht immer einfach, mit der Zeit im tiefsten Innern der (Musik-)Seele festsetzend, vermag sie schließlich so stark zu berühren, wie es nur sehr wenige schaffen. Wie bei Mineral sind die Texte sehr persönlich - unter anderem werden Kindheitserinnerungen zelebriert( I was born in Omaha), die Liebe zum Kino in Cinema Air gewürdigt, über Vorhersehung philosophiert ( Good morning, Providence) und ein für Chris traumatischer Autounfall mit einem Hirsch wird in Ascension Dream verarbeitet. In einigen Songs wie in My Funeral Party (für Englischanfänger: gemeint ist die Trauerfeier nach der eigenen Beerdigung) wird dann der Pathos jedoch ein wenig zu dick aufgetragen: I can almost hear the trumpets sound/I wish all my friends could be here now heißt es im Chorus. Selbst für alteingesessene, öffentlich- depressive, sich selbstmitleidende Individuen dürfte dies zu viel des Guten oder besser gesagt des Larmoyanten sein. Insgesamt vermittelt das Album jedoch textlich - ähnlich wie die Musik- eine besänftigende Melancholie, die nie den Fehler macht und in Hoffnungslosigkeit verfällt.
Im Großem und Ganzen ist Start Here für die gerade währende Winterzeit und die langen, einsamen Nächte ähnlich wie Elliotts False Cathedrals geradezu prädestiniert, für die Fete am Baggersee oder Zeltplatz dagegen eher weniger. Dies stellt auch den entscheidenden (für die einen großen, für die anderen eher kleineren) Nachteil der Scheibe dar: sie ist stark abhängig von der Stimmung des Hörers.
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