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TOP 1000 REZENSENTam 17. Januar 2008
...ist das im Sommer 2002 veröffentlichte "By The Way", das Kritiker im Vergleich zum Vorgänger "Californication" als [Zitat] "tendenziell poplastiger, melodiöser & nachdenklicher" beschrieben. Generell gelten ja das 1991 erschienene "Blood Sugar Sex Magic" - das die Band weltberühmt machte und in völlig neue Sphären hievte - sowie zuvor genanntes "Californication" (von 1999) als bedeutendste Chili-Peppers-Werke, die beide auch vom RS-Magazine unter die besten 500 Alben aller Zeiten gewählt wurden. Tatsächlich haben eben besagte Scheiben - mit je über 15 Millionen abgesetzten Exemplaren (!) - auch verkaufszahlentechnisch die Nase vorn. Vorliegender Silberling wurde aber immerhin dennoch über 12 Millionen Mal über die Ladentheke gereicht...

Obwohl Leute also oft an "Blood Sugar Sex Magic" (das ich aber auch sehr mag) oder eben "Californication" (das schon gut & wichtig war bzw. ist, ich mittlerweile aber für etwas überschätzt halte) denken, wenn irgendwoher der Name groovenden Funk-Götter fällt, ist "By The Way" bis einschließlich heute mein persönliches Lieblingsalbum der Kalifornier geblieben. Für mich ist hiesiger Tonträger der abwechslungsreichste und vielschichtigste (und auch kurzweiligste) der Band. Meines Erachtens enthält er zudem (in Summe) die ausgefeiltesten und cleversten Kompositionen, die die Chili Peppers je von der Leine gelassen haben. Das mit insgesamt 16 Titeln recht üppig bestückte Werk weist - wie ich finde - grundsätzlich keine wirklichen Schwächen auf und kann durchgehend begeistern. Auch das Klangbild ist klar, sauber, druckvoll und aber freilich dennoch schön funky. Lieblingstitel sind bekanntermaßen ja immer eine recht subjektive Angelegenheit, aber im Falle der Chili Peppers gibt's (in meinen Ohren) keine Platte, die mehr auf einmal anzubieten hätte und da wären: "By The Way" (Titelsong & Opener), "Universally Speaking" (sehr atmosphärisch & vor allem vom Sound her interessant), "Don't Forget Me" (gefühlvoll & schnittig in einem), "Can't Stop" (unwiderstehlich & ein Klassiker der Band, der zudem live ein Hammer ist), "Throw Away Your Television" (das auch live eine Zeit lang regelm. gespielt wurde), "Cabrow" (das fast ungewöhnlich leichtgängig dahinschnurrt, herrlich phrasiert ist und auf Anhieb zum Mittanzen einlädt) sowie der sensationelle, fantastisch arrangierte Closer "Venice Queen", der, glaub ich fast, eigentlich überhaupt mein Lieblingstrack der RHCP ist.

Der Band mit hiesigem Album so etwas wie kommerziellen Ausverkauf vorzuwerfen, ist haltlos, weil allerspätestens seit "Californication" (also dem direkten Vorgänger) immer größerer Wert auf Radiotauglichkeit gelegt wurde. Funk-Puristen werden freilich lieber die alten Peppers-Scheiben auflegen. Der beste Kompromiss hinsichtlich Kommerzpop vs. ureigener musikalischer Integrität dürfte (als Tipp für Unentschlossene & Erstkäufer) wohl tatsächlich "Blood Sugar Sex Magic" sein, das den Mainstream ebenso bedient(e), als auch alte Fans...
Wer generell auf der Suche nach guter, nachhaltiger und zeitloser Musik ist, der kann aber unbesorgt auch zu vorliegendem Werk greifen, das in meinen Ohren den eigentlichen Zenit (und (leider) auch letzten riesengroßen Höhepunkt) der Band markiert. Das nachfolgende Doppelalbum "Stadium Arcadium" weist freilich auch einige wirklich starke Songs auf, ist daneben aber auch mit einigen mittelmäßigen Tracks bestückt worden (ist halt meine bescheidene Meinung).

Fazit: Als allgemein interessierter & begeisterter Musiksammler kommt man am großen "Blood Sugar Sex Magic" (von 1991) nur schwer vorbei. Wenn es aber darum geht, zwischen "Californication" und/oder "By The Way" zu wählen, würde ich tatsächlich zu zweitgenanntem Silberling tendieren, der für mich in Summe ausgereifter und lässiger klingt. Man kann natürlich auch auf Nummer sicher gehen und beide Alben erwerben und in seine Sammlung integrieren...

Für mich ist "By The Way" jedenfalls - und das mittlerweile nun schon seit Jahren - die beste und bekömmlichste Peppers-Scheibe, keine andere (ja, nicht einmal das große "Blood Sugar Sex Magic") ist öfter in meinem CD-Player gelandet - wenngleich ich gestehen muss, dass ich inzwischen generell nicht mehr so oft die RHCP höre, wie in früheren Zeiten...
Dennoch liegt hier meines Erachtens ein (wenigstens kleines) Juwel neuerer Pop/Rock/Funk-Musikgeschichte vor, das sich die Aufnahme unter die besten Alben aller Zeiten (also die berühmt-berüchtigte 500er-Reihung des RS-Magazine) bestimmt auch verdient hätte. Tja, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich vortrefflich streiten ;)

Kurz: ein Meisterwerk, deshalb 5 Sterne. +++++

Prädikat: leichtbekömmliches, ausgereiftes POP/ROCK/FUNK-JUWEL

Muss man eigentlich fast haben!

P.S. Abschließend möchte ich - speziell für Lesemuffel - noch einmal meine persönlichen Anspieltipps übersichtlich auflisten:
- By The Way
- Universally Speaking
- Don't Forget Me
- Can't Stop
- Throw Away Your Television
- Cabrow
- Venice Queen

[Anm.: Dies ist eine überarbeitete Rezension vom 18. Februar 2016]
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TOP 500 REZENSENTam 8. Oktober 2016
Gekauft habe ich die CD im Jahr 2002 (jaja, kaum zu glauben) und was soll ich sagen, ich höre sie nach wie vor gern. Abwechslungsreiche Songs, im Gegensatz zu "Californication" auch in ordentlicher Tonqualität. Eine Anschaffung, die sich auch heute, wo man alles irgendwo im Internet finden kann, noch lohnt.
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am 15. Juli 2002
Wer die langsamen Stücke, die schon auf Californication das Gros der Songs ausmachten, gemocht hat, wird von dieser CD vermutlich nicht enttäuscht werden: Mehr vom Gleichen. Der Anteil der Up-Tempo-Nummern ist weiter reduziert worden - auf eine Hälfte des Titeltracks, um präzise zu sein. Der Rest ist langsam oder bestenfalls Midtempo. Und da ist fast nichts mehr funky, es ist alles straight und gerade, und Kiedis singt seinen charakteristischen "Ich kann keinen Ton halten und lisple"-Gesang, der immerhin unverwechselbar ist. Das alles ist Geschmacksfrage, klar, und die Chilis werden eben auch nicht jünger; der Testosteronpegel ist merklich gesunken. Wer kann schon die Wut der Jugend bewahren, wenn er 35 ist? Eben. Entschuldigen wir den mangelnden Biß also mit "künstlerischer Fortentwicklung". Entspannte Herren in den besten Jahren sitzen im Keller und singen besinnliche Lieder. Wer's mag. Wir werden eben alle älter. Und immerhin tut diese Platte niemandem weh.
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am 19. Juni 2018
Meiner Meinung nach das beste Album der Red Hot Chili Peppers.
Einmal gehört und sofort verliebt.

Läuft heute noch in meinem Radio auf und ab!
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am 5. Juli 2003
Gibt es ein besseres Zeugnis für eine Musikalbum als die Feststellung, dass man es auch nach zigfachem Anhören immer besser findet? Die Songs sind komplexer als sie beim ersten hören erscheinen. Kleine, einfache Melodien sorgen für einen schnellen Zugang, aber erst nach mehrmaligem Hinhören erschließt sich die ganze ausgetüffeltete Schönheit dieser Musik. Die Peppers haben ihr Meisterwerk abgeliefert, kaum vorstellbar, dass es noch eine Steigerung gibt, aber dass konnte man nach Californication auch schon denken.
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am 14. März 2003
Diese CD ist definitiv einen Kauf wert, allerdings sollte man für einige Songs wirklich RHCP Fan sein, da man sonst nicht viel damit anfangen kann, aber die Hälfte der Songs ist diskussionslos einfach nur gut. Für RHCP Fans auf jeden Fall ein MUSS. Besonders gut hat mir daran gefallen, wie die Songs in immer unterschiedliche Richtungen tendieren und trotzdem im Grundgedanken das Album zusammenhalten... fein.
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am 10. Juli 2002
"Californication" fand ich schon klasse, aber das was da jetzt erschienen ist, gefällt mir eigentlich noch besser (wenn man das sagen darf, ohne Prügel zu bekommen), weil hier die melodischen und ruhigeren Titel dominant sind. Und das war für mich eine tolle Überraschung. Bravo, kann ich nur sagen ...
Diese CD wird sehr oft in meinem Player laufen.
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am 19. Juli 2004
Nach dem phänomenalen 99er Durchbruch mit "Californication" lieferte das Kalifornische Quartett "The Red Hot Chili Peppers" im Jahre 2002 mit "By the way" ein faszinierendes Rock-Album ab, das zwar 16 sich insgesamt über fast 70 Minuten erstreckende Tracks umfasst, jedoch von Anfang bis Ende faszinierende Rock-Musik bietet, trotz der Länge einen klaren roten Faden erkennen lässt und keinerlei Füllmaterial enthält.
Ehrlich gesagt hätte ich nach dem Vorgängeralbum nicht mit einer solchen Konstanz in Bezug auf das Songwriting der exzentrischen Lo-Fi-Rocker von der amerikanischen Westküste gerechnet, doch einige überragende, bekannte Auskopplungen hätten den Kauf ohnehin gerechtfertigt:
Der Titelsong und Opener des Albums ist ein mitreißender Rock-Song mit einer sehnsüchtigen, äußerst eingängigen Melodie im Refrain, welche sich mit fetzigen, gerappten Strophen abwechselt.
"Can't stop" enthält neben einem groovigen Gitarrenriff eine Sprechgesangsperformance, bei der Anthony Kiedis zum großen Teil von seinem genialen, unglaublich flüssigen, gut klingenden Text profitiert (dessen Inhalt ist für den Hörer uninteressant).
"Universally speaking" ist ein melodischer, fröhlicher Pop-Song, der sich prima ins Albumkonzept einfügt.
Überragender Titel der Scheibe ist für mich "The Zephyr song", ein Stück, das auf wunderschöne Weise melancholische Love-Song-Elemente mit dem Groove eines kraftvollen Rocksongs verbindet.
Himmlisch: Der Harmoniegesang zum Ende des Stückes!
Diese 4 Singles bilden jedoch lediglich ein Viertel der gesamten CD. Man könnte jetzt jedes Stück hinsichtlich seiner besonderen Charakteristika beschreiben, doch ich hebe lieber einige weitere Aushängeschilder heraus:
Da wären das melancholisch angehauchte, musikalisch recht poppig gestaltete "Dosed", das rauhe, textlich interessante "Throw away your television", das lateinamerikanisch angehauchte "Cabron" mit seinen rasanten Akustikgitarren-Läufen oder auch das schöne "Warm tape", welches sowohl leicht unheimlich als auch verträumt klingt.
Die bekannte Chili-Peppers-Instrumentierung (Schlagzeug, Bass, Gitarre) wird lediglich bei 2 Songs bedeutend erweitert.
Das majestätische "Tear" wird von einem E-Piano dominiert und enthält eine kleine, aber feine Blechbläserpassage; der Song "Midnight" wurde als einziger mit einem ausgiebigen Streicherarrangement ausgestattet.
Sänger und Texter Anthony Kiedis begeistert mal wieder mit der Tatsache, dass er auf jedes Wort genügend passende Reime findet und stets regelmäßige, flüssige Metren zusammenzustellen weiß, die in perfektem Einklang mit Rhythmus und Melodie der Songs, die wohl meist von Bassist Flea, Gitarrist John und Drummer Chad vorgegeben werden, stehen.
So viel zu den Liedern.
Ergänzend ist noch hinzuzufügen, dass das Album "By the way" einerseits viele melancholisch angehauchte Stücke enthält und dennoch klar nach einem Sommeralbum klingt.
Assoziationen zu südländischen Szenerien werden geweckt, es wird eine freundliche, positive Stimmung verbeitet.
Eine kraftvolle, nur zu empfehlene Rock-Platte aus dem 21. Jhd.!
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am 29. Juli 2002
Unglaublich melodisch und doch glaubwürdig, eingängig und doch nicht langweilig, kommerziell und doch nicht flach. Das ist genau das Rezept der Chili Peppers: Nimm entfernte Klänge und Melodien aus aller Herren Länder und vermische diese zu einem neuen, mutigen Ganzen! So so einfach es klingen mag, derzeit gelingt dies keiner anderen Band der Welt auch nur annähernd so souverän wie den Peppers. Wie bereits auf dem Vorgängeralbum „Californication" sitzt auch hier jeder einzelne Ton.
Drei Songs, namentlich „Midnight", „Universally Speaking" und „This is the Place" haben die Macht, die Radiosender dieses Sommers im Alleingang zu besetzen. Andere wie das latino-geprägte „Cabron" sind offensichtlich geprägt vom Umfeld der Songwriters - schließlich wurde die CD bekanntlich in der Karibik aufgenommen. Andere wiederum gehen in Richtung a-capella-ähnlicher Harmonie-Gesänge, mit Anleihen bei den Beatles (man muss sich ja Vorbilder nehmen!) oder bei den Beach Boys (Pet Sounds lassen grüßen). Nach Jahren exzessiven Drogenrausches, der nicht nur dem Gitarristen John Frusciante beinahe ins Grab gebracht hat, besinnen sich die Chili Peppers wieder den schönen Seiten des Lebens. Man muss sich nicht schämen, von diesen Popsongs eingelullt zu werden. Schließlich ist Sommer und schließlich sind es immer noch die Chili Peppers.
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 9. Juli 2002
Zugegeben, ein etwas anderes RHCP-Album. Aber kein bisschen schlechter als die anderen. Die eingängigen Melodien und auch der etwas ruhigere Grundton passen hervorragend zu den Peppers. Ich habe dieses Album gerade mit Kopfhörern aufgesogen. Genau das würde ich wirklich jedem empfehlen. Geniesst es...
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