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am 29. April 2011
"Alfie - Der Verführer lässt schön grüßen" ist eine, auf einem Theaterstück von Bill Naughton basiernede Tragikomödie aus dem Jahre 1966. Im Zentrum steht der Londoner Schwerenöter und Frauenheld Alfi Elkins - mit Michael Caine in einer seiner ersten großen Rollen - der Einblick in seine Affairen gibt. Der Streifen war in den USA ein großer Erfolg, 2005 kam das doch eher sterile Remake mit Jude Law in die Kinos. Doch das Original ist um Einiges Besser.

Regisseur Lewis Gilbert wendet folgenden Kunstgriff an: Alfie wendet sich quasi als Kommentator des Films zwischen den Szenen immer wieder direkt an die Zuseher. Hierbei gibt er kurze Erläuterungen zu den folgenden Szenen und gezeigten Affairen. Alfie macht keine großen Unterschiede. Jung, ein wenig älter, Alfie gelingt es immer wieder, die "Birds" (brit. Slang für Mädchen) zu verführen. Leichtlebig, egoistisch, vergnügungssüchtig geht der Londoner Casanova von Mädchen zu Mädchen. Doch schwängert er eines Tages die etwas naiv wirkende Gilda. Überraschenderweise gefällt ihm die Vaterrolle, doch kann er seine Selbstsucht nicht besiegen. Er heiratet Gilda nicht, sie nimmt sich einen anderen Mann. Weiter geht es mit sienen Kurzzeit-Liebschaften. Bis er eines Tages gesundheitliche Probleme bekommt und ins Sanatorium muss. Anschließend verführt er die Frau eines Patienten, mit dem er zuvor noch im selben Krankenzimmer liegt. Dabei schwängert er auch diese, schon etwas reifere Frau, und stürzt sich und sie in ein moralisches Dilemma: abtreiben oder nicht?...

Was über weite Strecken wie eine leichtfüßige Komödie mit einem Schuss Erotik anmutet, weist auch sehr emotionale Momente auf. So leidet man leicht mit der naiven Gilda mit, die offensichtlich weit mehr an Alfi hängt als umgekehrt. Alfie erscheint auch oft recht unsympathisch, doch dann wieder, beispielswesie als er mit sienem Sohn einige Zeit verbringt, zeigt er auch gute Seiten. Die Dia- bzw. Monologe Alfies gehören zu den stärksten Momenten des films - direkt, unverblümt, manchmal tiefsinnig, sarkastisch oder witzig. Der Film erzählt viel über menschliche Schwächen, er wirkt nie gekünstelt oder bemüht konstruiert.

Ebenfalls nicht schlecht: die Filmmusik von Jazzlegende Sonny Rollins, der mit seinem Tenor Saxophon für den typischen, jazzigen 60s Groove sorgt. Wer gut Englisch kann, sollte sich "Alfie" auf jeden Fall im Original ansehen, um in den Genuss des Cockney-Akzents von Caine/Alfie zu kommen.

Bild- Tonqualität: Farben sind sehr schön, voll und kräftig. Bildschärfe (Fromat 2,35:1) könnte aber höher sein. Ton: die deutsche Tonspur liegt nur mono vor, wenn möglich sollte man sich die englische Originalspur zu Gemüte führen - sie ist in Dolby 5.1 und rasucht nur minimal.

Ein großartiger Michael Caine, tolle Filmmusik, eine flotte Inszenierung, sehr gute Dialoge/Monologe, gute DVD Umsetzung: glatte 5 Punkte
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TOP 1000 REZENSENTam 25. Dezember 2014
Michael Caine ist auf alle Fälle ein sehr charismatischer Schauspieler und obwohl er im Jahr 2011 seinen Rücktritt vom Filmgeschäft bekannt gab, ist er im neuen Christopher Nolan Film "Interstellar" wieder zurückgekehrt. Der 1933 geborene Brite erhielt zweimal den begehrten Oscar: Im Jahr 1987 für "Hannah und ihre Schwestern" und 2001 für "Gottes Werk und Teufels Beitrag". Darüberhinaus wurde er mehrfach nominiert. Seine besten Arbeiten sind meines Erachtens die Filme aus den 60ern und 70ern. Gerade die britischen Arbeiten wie "Zulu", "Jack rechnet ab", "Ipcress" oder "Italien Job" sind inzwischen als Meisterwerke anerkannt. Auch "Alfie" aus dem Jahr 1966 gehört dazu, der fünffach für den Oscar nominiert wurde (Bester Film, Caine selbst, Vivien Merchant, bestes adaptiertes Drehbuch und Filmsong) , aber gegen Zinnemanns "Ein Mann zu jeder Jahreszeit" und Mike Nichols "Wer hat Angst vor Virginia Wolf ?" keine Chance hatte. Der Film handelt von dem Streuner Alfie (Michael Caine), der als Londoner Vorstadt Casanova das Leben genießt. Dabei ist die Sexualität und die Eroberung von möglichst vielen Frauen ein Hobby, dem er sich jeden Tag mit großer Begeisterung widmet. Die erste Szene führt den Zuschauer in eine dunkle Ecke in der Nähe der Themse, dort streunt nicht nur ein kleiner Hund durchs Gebiet, sondern es ist auch ein Wagen dort abgestellt und die Fenster sind arg beschlagen. Was an Action liegt, die gerade im Innern des Autos abläuft. Alfie und Siddie (Millicent Martin), eine verheiratete Frau, amüsieren sich prächtig, dann steigt Alfie aus dem Wagen, läuft um ihn herum und dieser lasterhafte Antiheld wendet sich direkt an den Zuschauer und stellt sich vor. Siddie ist ihn auf jeden Fall inzwischen zu gefährlich geworden, denn die verheirate Frau beginnt darüberhinaus auch noch Zuneigung für ihn zu empfinden. Ein Fehler, denn Alfie will zwar das totale Vergnügen, aber auf keinen Fall eine weitergehende emotionale Bindung. Er wird sich nicht mehr mit ihr treffen, auch wenn er ihr sagt, dass er sich bereits aufs nächste Date mit ihr freut. Gilda (Julia Foster) mag er vor allem dafür, dass sie nie Besitzansprüche stellt und die ist plötzlich von ihm schwanger. Eine Nachricht, die zuerst mal Panik und Schock auslöst, denn sie riecht nach Verantwortung und genau dies ist ein Fremdwort für Alfie. Dennoch freut er sich auf die Geburt seines Sohnes und manchmal geht er sogar ein bisschen in seiner Vaterrolle auf. Doch vor der letzten Konsequenz Gilda auch zu heiraten und so als Familie aufzutreten, scheut er sich. Statdessen lässt er es zu, dass die junge Frau ihren Verehrer Humphrey (Graham Stark). Eine Ärztin diagnostiziert bei Alfie eine Tuberkulose, im Sanatorium kann er die Krankenschwester erorbern. Auch Lily (Vivien Merchant), die Frau eines Mitpatienten (Alfie Bass) fällt auf die Verführungskünste Alfies herein. Das Resultat ist, dass die verheiratete Frau in Abwesenheit ihres Mannes, der weiterhin im Spital ist, ein Kind erwartet. Alfie engagiert einen Kurpfuscher (Denholm Elliot) und stürzt sich in weitere Affären mit der Amerikanerin Ruby (Shelley Winters), mit der Anhalterin Annie (Jane Asher) und mit Carla (Shirley Ann Field). Eines Nachts erwischt er Ruby mit einem anderen Mann, die ihm unverblümt gesteht, dass "der Jüngere" halt auch attraktiver im Bett ist...
der Film endet mit dem nächlichen Spaziergang durch eine einsame Gegend in London, dort triftt der Verführer wieder auf den streunenden Hund. Man muss sich zuerst einmal daran gewöhnen, dass Regisseur Lewis Gilbert (Man lebt nur zweimal, Moonraker, Der Spion, der mich liebte, Rita will es endlich wissen, Hauted Haus der Geister) dem Zuschauer die Balance zwischen Komödie und Drama nicht immer einfach macht. Aber dennoch halte ich die Tragikomödie im Swinging Sixties Flair sehr geglückt. Vor allem in den Szenen mit seinem kleinen Jungen und dann noch drastischer bei der Abtreibung in der Wohnung gelingt es dem Regisseur sehr gut die tragische Entwurzelung seines Protagonisten nahe zu bringen. Hier hält der Film plötzlich einen Tiefgang bereit, den man neben dem frivolen Treiben nun nicht erwartet hätte. Zu Recht wurde Michael Caine für den Oscar vorgeschlagen. Hinter der rauen Philosophie, für die seine Figur steht, offenbart der Schauspieler auch immer einen Hauch von Traurigkeit und das Bedauern sich nicht anders entscheiden zu können.
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am 7. November 2006
Alfie erhält von mir uneingeschränkt 5 Sterne. Die Story um einen Womanizer ist perfekt von Michael Caine dargestellt und sprüht vor Witz. Alfie ist ein Chauvinist wie er im Buche steht und nimmt sich die Frauen wie sie kommen. Besonders an Alfie ist auch, daß der Hauptdarsteller direkt in die Kamera schaut und dem Zuschauer erzählt was los ist. Der Film ist völlig zu Unrecht ab 18 Jahre.

Fazit: Eine Spitzenkomödie für alle
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am 10. Oktober 2008
Michael Caine ist Alfi! Kein Remake oder Abklatsch kann diese Leistung erreichen. Beim deutschen Filmdienst ist Alfi Original seinerzeit (1965/66) durchgefallen unter dem total bescheuerten deutschen Tiltel "Der Verführer lässt schön grüßen". Er kam auf den Indx "Nicht jugendfrei". In Hollywood bekam er Lorbeeren. Immerhin eine Oskar-Nominierung für Caine als bester Hauptdarsteller.

Nun habe ich das sogenannte Remake mit Jude Law gekuckt. Remakes fordern den Vergleich. Selten so einen Reinfall gesehen. Zwischen Alfie und Alfie liegen Welten, der Jugendschutz und eine Menge Weichspüler. Gegen ein wuchtiges Drama bekommt man ... ??? ein verwuseltes Filmchen.

Das hier vorliegende Original von Lewis Gilbert ist vielleicht wegen der Zensur nur einem begrenzen Publikum und den Cineasten bekannt. Wer es kennt, wird sich im Remake 105 Minuten ärgern. Wer Sahne erwartet und Quark bekommt, ist nicht zufrieden. Man erwartet doch vom Remake eine Entsprechung. Wer seinen Streifen King-Kong nennt, muß bitte einen Gorilla bringen und kein kleines Zirkusäffchen..

Ich meine nicht Jude Law. Ich meine die Rolle. Alfi echt mit Caine war doch kein geiler Tausendsassa! Er war nie peinlich frivol. Er hätte nie im Dreier auf Plüschsofa mit seinem Glied rumgewedelt. Er hatte auch keinen Knubbel am selben. Dieser ganze Zirkus, die geschmacklosen Potenzstörungen und die Bisopsigeschiche, die ca. 1/3 des Remakes ausmachen, ist frei erfunden und kommt im Original gar nicht vor. Das Original spielt in England in einem klar definierbaren solzialen Umfeld, dem Working-Class Milieu etwa wie 'Ganz oder Gar nicht'. Das Remake spielt in Amerika und hat überhaupt kein greifbares Milieu. Ein junger Kerl schwirrt abgehoben wie ein Vogel irgendwie diffus in einer Glitzerstadt von Weib zu Weib. Na und? Sowas soll da interessant sein oder gar betroffen machen? Ich kann eigentlich nur erkennen, daß es beide Male darum geht, was der Mann (Spezies) von Frauen will und was die Frauen von Männern erwarten. Beide Alfies wollen Sex ohne Verantwortung und feste Bindung. Aber was die Frauen im Original bzw. Remake von ihm wollen und erwarten, ist so verschieden wie auf einem anderen Stern.

Im Remake - mit Ausnahme der Dolce-Vita-Dama (Sarandon) - etwa so: Du Mann, bist verantwortlich für mein Glück und Wohlergehen. Du sollst mir alles geben, was ich brauche, sonst kann ich dich nicht gebrauchen und du wirst in die Wüste geschickt. Im Original hat ihn keine in die Wüste geschickt - mit Ausnahme einer lustigen betuchten Witwe (Shelly Winters). Die hat ihn ausgewechselt gegen einen Jüngeren (winziges Detail, wo es übereinstimmt). Ansonsten ist das Remake ein ganz anderer Film.

Im Original haben die Weiber Alfi genommen wie er war und haben ihn geliebt. Die meisten waren verheiratet. Eine hatte einen Dauerbewerber, der sie heiraten wollte. Aber lieber nahm sie Alfie ohne Trauschein mit allen Folgen (lediges Kind). Das hat sie dann mit ihm geteilt und er war ein liebevoller Vater. Er hat dem Söhnchen mal einen Teddybär geschenkt doppelt so groß wie das Kind. Als es umgekehrt war, hat die Mutter dann doch noch den ewigen Bewerber genommen. Da hat Alfie geflennt. Was wollten die Frauen von ihm? Freude! Spaß! Licht in ihrem tristen Alltag und Milieu ohne Höhen oder Tiefen mit den schlichten grauen Eseln die ihre Ehemänner waren oder eben die Bewerber. Versorger für wirtschaftliche Grundbedürfnisse hatten sie schon oder konnten sich selber versorgen. Der Mann Alfie war schön und intensiv und geistreich und gut für ulkige Sachen. Er hat sie über ihren Alltag gehoben oder getröstet. Mehr hat er nicht geleistet. Aber das war ziemlich viel (nach den Kriterien dieser Frauen). Er hat sie nicht geliebt, nur gern gehabt. Die ledigen haben sich damit abgefunden, die verheirateten konnten ja nicht mehr verlangen. Im Remake wird an keiner Stelle plausibel, warum Weiber (außer die Lebedame) den überhaupt nehmen.
Am Ende des Remakes sehen wir einen bedepperten greinenden abgewiesenen Tausendsassa. Das Vögelchen ist abgestürzt. Na und? Am Ende des Originals sehen wir einen tieferschütterten weinenden Mann, einen greifbaren Charakter, der etwas zu verantworten hat, was im Remake nicht vorkommt. Was die beiden "Helden" bricht, sind total verschiedene Sachen und sie sind total verschiedene Typen.

Im Original gibt es keine Gewalt, kein Porno, keine Drogen. Dennoch ist er auf dem Index. Da lachen natürlich die Hühner. Was haben Gilbrt & Co. falsch gemacht? Gar nichts. Sie haben es richtig gemacht. Sie haben einen glaubwürdigen Ausnahmefilm gedreht und Michael Caine zum Star gemacht. Man hatte ja gehört, der ist gut. Das hat er übertroffen. Hat alle an die Wand gespielt. Heute ist er Sir Michael Caine wie Sir Laurence Olivier oder Sir Alec Guinness. Und es war ein sperriger, poblematischer Stoff. Kotzbrocken spielen, der nur Sex will, keine Bindung, Frauen wechselt wie die Socken , der die Kirche verprellt*) und dennoch als Held rüberkommt, den das Publikum liebt.

*) Die Kirche verprellt. Für die war es natürlich Sodom und Sündenpfuhl. Sex und Laster ohne Trauschein, Ehebrecherei, Hurerei mit reichen Witwen, ein lediges Kind, eine Abtreibung (echte, nicht getürkte wie im Remake). Wäre Alfie Echt auch die Bibel eingefallen und andere Weichspüler, um die Zensur e i n z u s e i f e n, dann ... Ach, was sage ich! Bücklinge vor der Zensur machen nur die Mittelmäßigen.
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am 26. Januar 2014
Einer der Klassiker des britischen Films dessen FSK 18 Einstufung in Deutschland völlig unverständlich ist. Eine der ganz großen Rollen Michael Caines.
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am 20. Oktober 2014
Es ist die Neuauflage des Films und da ich die Originalfassung sehen wollte, war es für mich rausgeschmissenes Geld! Also Vorsicht!
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