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am 21. März 2005
Die herausragenden Qualitäten dieser CD sind dem Titel von außen nicht anzusehen. Alleine schon das reichlich merkwürdige Cover wirkt alles andere als attraktiv... Der Titel "Stabat Mater", sodann, bezeichnet zwar korrekt das längste und zentralste Stück dieser Ausgabe, verrät aber nichts von den beigegebenen Instrumentalkonzerten, die jedoch als erstes für eine fulminante Überraschung sorgen. So eröffnet diese CD nämlich die Entdeckung, dass Vivaldi Musik für Klarinette geschrieben hat!
Das erste Konzert hat den eindeutigen Titel: "Concerto per la Solennità di S.Lorenzo per due violini, due flauti diritti, due oboi, due clarinetti, fagotto, archi e continuo", RV 556. Bekanntlich ist es eine Spezialität Vivaldis gewesen, dass er gerne ungewöhnliche Instrumente einsetzte (etwa seine Konzerte für Mandoline oder für Fagott); jedoch war die Klarinette am Anfang des 18.Jahrhunderts eine absolute Neuheit, in Orchestern taucht sie ansonsten nicht vor den 1730er-Jahren überhaupt auf (Vivaldi starb 1741!). Meiner Meinung nach setzt Vivaldi die Klarinette hier auch so ein, wie man es von einer Neuheit erwarten würde: er benutzt sie rein atmosphärisch, um mit ihren Klangfarben zu zaubern, verlangt aber kein sonderlich virtuoses Spiel (soweit ich das beurteilen kann). Das Ergebnis ist aber vom atmosphärischen Effekt her sehr einnehmend, und passt natürlich auch zum Zweck eines "concerto sacro", das eine liturgische Handlung im Gottesdienst untermalen sollte.
Die Serie hochinteressanter Instrumentalkonzerte geht dann nach der Motette "Clarae stellae, scintillate" erst einmal weiter: Es folgt das Konzert RV554 in der Fassung mit obligater Orgel, und das "Concerto Funebre" RV579, in dem u.a. ein Chalumeau zum Einsatz kommt, ein Verwandter und historischer Vorläufer der Klarinette, sowie auch "viole all'inglese". Alessandrini vermutet hinter letzterem eine Viola d'amore mit zusätzlichen Resonanzsaiten, allerdings sind andere Leute der Meinung, es könne sich hier um Gamben gehandelt haben (diese alternative Instrumentierung bekommt man auf Jordi Savalls Vivaldi-CD "La Viola da Gamba in Concerto" zu hören). Wie auch immer, man hat hier eine sehr interessante Sammlung von Konzerten mit exquisiter Instrumentierung vor sich.
Trotzdem sollte auf keinen Fall das titelgebende Stabat Mater übergangen werden: ein Stück, das ernster, elegischer ist als der Vivaldi den man sonst meistens kennt, und in dem Sara Mingardo eine der eindrucksvollsten Vorstellungen gibt, die ich bisher auf CD von ihr gehört habe (und das will etwas heißen). Ihre erstaunlichen stimmlichen Fähigkeiten erweisen sich hier bei einigen für Frauenstimme außerordentlich tiefen Tönen, wie sie gegenwärtig wohl keine andere Sängerin bewältigen kann, und sie vereint ihre geradezu athletischen Gesangsfähigkeiten hier mit einem ungewöhnlich tiefgehenden emotionalen Ausdruck. Eine der eindrucksvollsten Veröffentlichungen, die es in der Vivaldi-Reihe von opus 111 bisher gab, wärmstens zu empfehlen!
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