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Kundenrezensionen

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am 17. April 2002
Was soll ich dazu noch großartig sagen ? Accept waren in den 80ern eine der besten Metal-Bands überhaupt, was sich in konstant guten Alben verdeutlicht hat. So auch Metal Heart. Zwar ist dieses Album etwas kommerzieller ausgefallen (Produzent war Dieter Dirks - Scorpions), aber dennoch bietet es fast durchgehend erstklassiges Songmaterial.
Highlights sind Metal Heart, Up to the limit, Wrong is right, mein Favorit Dogs in leads und Living for tonight.
Etwas eingängiger und kommerzieller sind Screaming for a lovebite, Too high to get it right und Bound to fail.
Einzig und allein das zwar schnelle, aber nicht besonders gute Teach us to survive trübt den erstklassigen Eindruck etwas, wertet die Platte aber nicht ab.
Fazit: Auch mit diesem Album haben Accept gezeigt, dass sie jederzeit in der Lage waren, hochklassigen Metal zu kreieren. Daher kann ich auch hierfür eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.
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am 15. Mai 2015
"Metal Heart", ich hatte es bisher nur als Vinyl, aber für den angebotenen Preis 3 CD's für 15,--€ hab ichs mal mitbestellt. Diese Scheibe ist zusammen mit der "Restless and Wild" mein "All Time Favourite" von Accept. Metal Heart kommt nicht mit soviel brachialer Gewalt daher, wie die Restless, dafür sind die Songs ausgefeilter, und künstlerisch auf höherem Niveau.
Der absolute Höhepunkt ist allerdings schon mit der ersten Nummer, "Metal Heart" dem Titelsong erreicht... sowohl bei Accept als auch bei U.D.O. auf jedem Konzert in der Setlist! Die weiteren absoluten Bringer auf dieser CD sind "Up To The Limit", "Screaming For A Love Bite", Dogs On Leads" und "Living For Tonite" die allesamt als Klassiker der Bandgeschichte gesehen werden dürfen. Auch "Bound to Fall" würde ich diese Kategorie stellen, allerdings ist dieses Stück nicht so bekannt wie der Rest und daher obwohl sehr geil nicht als Klassiker zu sehen. "Midnight Mover", "Wrong is Right", "To High To Get It Right" und "Teach Us To Survive" fallen im Vergleich zu den erstgenannten Tracks ein wenig ab, sind aber immer noch hochklassige Stücke. Die beiden Live Bonus Tracks "Love Child" und "Living For Tonight" Aufnahmen die, während einer Japan Tour, in Nagoya entstanden, sind eine nette Zugabe. Diese Platte/CD sollte in keiner Sammlung fehlen. Sie ist ein Meilenstein der 80er. Wer Accept nicht kennt, für den ist diese Scheibe, zusammen mit der Restless and Wild, das "Beginners-Set".
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Nach dem Erfolg von "Balls To The Wall" von 1983/84, welches sogar einigermassen in den USA verkauft wurde, wollte es die Gruppe um Udo Dirkschneider und Wolf Hoffmann nunmehr wissen. Mit Dieter Dierks wurde der Erfolgsproduzent der Scorpions verpflichtet und 1985 "Metal Heart" veröffentlicht.

Dieter Dierks hat der Platte einen wirklich guten Sound verliehen, leider hat er aber auch einige Ecken und Kanten wegproduziert. Will damit sagen, dass "Breaker", "Restless And Wild" und "Balls To The Wall" mehr rocken. "Metal Heart" ist doch ein bißchen kommerziell geworden. Accept ist zwar als Accept zu erkennen, es hört sich aber doch manchmal etwas `weichgespült` an.

Der Ober-Hammer ist natürlich das Titelstück. Wolf Hoffmann ist sicher nicht einer der besten Gitarristen dieser Welt, aber er hat einen unverwechselbaren Stil, den er bei `Metal heart` voll auslebt. `Midnight mover` und `Living for tonite` sind recht einfach gestrickte Heavy Songs. `Screaming for a love-bite` und `Too high to get it right` sind schon fast fürs Radio geeignet. Bei `Bound to fail` wird nochmal die Klassik-Kiste geöffnet.

"Metal Heart" ist gut, gar keine Frage und war wohl auch recht erfolgreich. Die 3 Vorgänger finde ich aber besser, die m u s s man haben, "Metal heart" kann man haben. Knappe 4 Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 11. April 2015
Für viele Fans gilt "Metal Heart" als das beste Album der Schwermetall-Kapelle aus Solingen. Nach dem großartigen Erfolg von "Balls to the wall" verpflichtete man für das neue Album Dieter Dierks, den Erfolgsproduzenten der "Scorpions", dieser war maßgeblich daran beteiligt, dass "Accept" sich stilistisch veränderten. "Metal Heart" wirkte nicht mehr so ruppig und kantig wie seine Vorgänger, was wohl auch dem Umstand zu verdanken war, dass man den US-amerikanischen Markt erobern wollte. Allerdings hat das der Klasse dieses Albums nicht geschadet, im Gegenteil, mit "Metal Heart" schlugen die Jungs aus Solingen einen neuen Weg ein und führten ihrer Musik neue Elemente hinzu. "Wolf Hoffmann" durfte seiner Vorliebe für klassische Musik erstmals freien lauf lassen, und so kam es dazu, dass Elemente von "Tschaikovsky" und "Beethoven" erstmals in die Musik von "Accept" einflossen. Gemeinsam mit ausufernden Männerchören, gelten diese klassischen Einflüsse, bis heute, als typische "Accept"-Merkmale. Eben diese Einflüsse wurden gekonnt auf dem Titelsong vereint, was dazu führte das "Metal Heart" zu einer DER Hymnen dieses Genres wurde. Auch "Midnight mover", "Wrong is right", "Screaming for a love bite" oder "Living for tonight" dürfen unbedingt zu den Metal-Klassikern gezählt werden. Für "Accept" war "Metal Heart" richtungsweisend und begründete das was man heute als typische Accept-Einflüsse bezeichnet!

Mein Fazit: Ein richtig starkes Album das, wie seine Vorgänger, zu den Metal-Klassikern gezählt werden muss. Auch 30 Jahre nach Erscheinen höre ich "Metal Heart" noch regelmäßig, Langeweile ist in all den Jahren noch nie dabei aufgekommen.
Dieser Klassiker sollte in keiner Sammlung fehlen!
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am 10. Dezember 2013
Accept – Metal Heart (1985)

Da legt man die neue Accept rein und wird im Intro mit Tschaikowsky überrascht. Hui! Ebenso inspiriert haben die Jungs scheinbar aun dem Vorgänger Balls to the Wall angelehnte Hooks weiter ausgebaut und brillieren mit einigen brachialen Heavy Metal-Liedern.

Was hat sich im Vergleich zu den Vorgängern geändert? Die Kompositionen legen mehr Wert auf mitgröhlbare, stimmige Refrains und wenige auf allzu metallische Riffs (z.B. Living for tonite.) Ab und zu vermag man sogar einen kommerziellen Touch heraushören, wohl geschuldet der etwas klareren Produktion des Scorpions-Produzenten Dieter Dierks und mancher ausgefeilteren Melodie (Bound to fail). Auch wurden die Speed Metal-Einflüsse etwas zurückgefahren, mit Ausnahme des famosen Wrong is right.

Doch keine Sorge: Ansonsten hat sich nicht viel verändert. Noch immer vermag Udo Dirkschneider wie ein Irrer zu kreischen, noch immer stimmen die harten Riffs, noch immer fasziniert Wolf Hoffmann mit akzentuierten und wohl durchdachten, singenden Soli und dazu zitiert er sogar im Opener Metal Heart Beethoven höchstpersönlich. Das mag dem ansonsten düster grummelnden Rocker einen Schuss geniale Kreativität verleihen. Spätestens im Refrain darf man auch wieder mitsingen, wenn auch nicht ganz so inbrünstig wie im vergleichbaren Balls to the Wall.

Die zwei Meisterstücke des Albums kommen auch sogleich in der ersten Hälfte dran. Midnight Mover ist ein wahnsinnig druckvoller Killersong mitsamt bedrohlichem Riff, imposanten Schlagzeugfills und aggressiver Stimme. Die Hook jedoch ist eingängig und fast schon etwas in die Glam-Richtung gehend, wäre da nicht diese rohe Grundstimmung. Hier bleibt kein Bein still.

Meisterstück Numero Zwo heißt Screaming for a Love Bite und vermittelt Emotionen höchster Güte. Udos Stimme setzt sich wie ein Schraubstock fest, während die Gitarren kreischen, die Melodie für Accept-Mid-Tempo-Rocker-Verhältnisse fast schon sanft ist. Das mag zuerst ungewohnt sein, geht aber trotzdem ins Ohr und begeistert daraufhin auch prompt.

Ansonsten gibt es noch den flotten, aber etwas unkreativen Heavy-Rocker Up to the Limit und die Schreihymne Too high to get it right am Anfang. Beide Lieder strotzen ebenso vor Energie und Kraft und lassen die Qualität nicht absinken. Dies kann man leider vom gerade so durchschnittlichen Rest des Albums nicht mehr behaupten. Dogs on Leads versucht sich in typischer Teutonenchor-Refrain-Masche, auf Dauer ist man Udos Dauergebrüll aber leid, zu mal die Hook im Chor auch nichts besonderes mehr ist.

Teach us to survive ist dann, man glaubt es kaum, wenn man sich den überragenden Start zu Gemüte führt, ein Totalausfall und Rohrkrepierer. Psychedelische Melodielinien, bemüht wirkende Rhythmusversetzungen und Jazzskalen hinterlassen höchstens Fragezeichen, aber keinesfalls Begeisterungsstürme. Der Rest der Lieder wurde zwar anfangs schon erwähnt, allgemein lässt sich hier aber feststellen, dass die Luft gegen Ende raus ist. Hier noch mal Gebrüll, da noch mal ein gutes Riff. Nett, aber alles schon mal besser gehört und zwar am Anfang des Albums.

Fazit: Ein weiteres überzeugendes Werk aus der Accept-Schmiede. Nicht mehr ganz so durchgehend überzeugend wie der unmittelbare Vorgänger, so stellt es immer noch ein mehr als würdiges Heavy-Werk dar. Zudem sind auf der Platte einige der besten Hooks von Accept zu finden, siehe Midnight Mover.

Wertung: ****
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am 28. Januar 2016
Die allermeisten Tracks sind der Hammer !
"Too high to get it right" Am Anfang dachte ein Bekannter von mir es wäre ac/dc !
Ich würde sagen wer AC/DC gerne anhört wird womöglich auch gerne Accept anhören !
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am 2. März 2013
Das ist Accept auf der Höhe Ihres Schaffens in den 80ern. Kristallklarer Sound, gut remastered.
Gradliniger Heavy Metal deutscher Prägung. Eigentlich ist die ganze CD super, aber erste Anspieltips sind für mich Metal Heart, Up to the limit, Screaming for a love bite und Living for tonite.
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Als ich 14 Jahre alt war, war dies meine ersten Metal-Platte. Nach wenigen Wochen konnten ich die Scheibe auswendig mitsingen und bin zum Metal-Fan geworden.

Schon das Intro bewirkt bei mir heute noch Gänsehaut. Dann der Opener Metal Heart das schon als Kultsong gelten dürfte. Zugegeben die Stimme von Udo Dirkschneider ist gewöhnungsbedürftig passt aber zum Sound. Wer auf Judas Priest steht dürfte auch mit Udos Stimme klar kommen. Dann sind da noch die Klassiker Living for Tonight, Up to the Limit zu erwähnen. Alleine wegen dieser 3 Songs muß ich 5 Sterne vergeben, die einem gern als Ohrwurm den ganzen Tag verfolgen.

Wer als auf klassichen Metal aus den 80er steht dem darf dieses Album nicht in der Sammlung fehlen. Es ist meiner Meinung nach das beste Accept Album.
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am 20. Februar 2008
Gut vorstellbar, dass jugendliche Kollegen der Kopfschwingergilde über die nach wie vor erstklassigen Live-Qualitäten Udo Dirkschneiders auf diese Platte stoßen. Allein aus diesem Grund gibts zu diesem Klassiker eine Album-Besprechung, denn meinen Brüdern im Kampf der 80er die Platte anzupreisen hieße bei diesem Kauftipp "Eulen nach Athen zu tragen". Diese Scheibe ist ein unglaublich prall gefülltes Paket unsterblicher Metal-Klassiker und enthält nur absolute Alltime-Faves. Die Songs killen von "Metal Heart" bis "Bound to fail" von vorne bis hinten und bringen noch heute jede Metal-Disse zum kochen.
Jeder Song ist ein Gerät vor dem Herrn und lässt die Skip-Taste in Dauerschlaf versinken!
Soundtechnisch genial und noch heute ein Maßstab für Legionen von aufstrebenden Metal-Freaks, welche in Einsatzkleidung und BW-Hose vor dem Spiegel die Boots anziehen und " Livin for tonight" mitsirenen!
Typischer Fall von "Kaufen, Liebholen und Niewiederhergeben Metal!
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am 5. Juli 2011
Der metallverarbeitenden Industrie in Solingen kommt von jeher eine große Bedeutung zu. Messer, Scheren und andere Schneidwerkzeuge aus Solingen genießen weit jenseits der Stadtgrenzen der Klingenstadt einen guten Ruf. Inwieweit die Stadt im Bergischen für sich in Anspruch nehmen kann, führend in der Verfertigung künstlicher Organe zu sein, entzieht sich meiner Kenntnis, aber dass Solingen auch die Heimatstadt der Jungs von "Accept" ist, weiß ich immerhin.

Womit mein Wissen über die Band auch fast schon erschöpft ist. Was zum Teil daran liegen mag, dass Accept es nie zu einer ähnlich hohen Medienpräsenz gebracht haben wie andere deutsche Rockbands. Dafür haben Accept sich meines Wissens aber auch nie bei einer Partei angebiedert, ein Unplugged-Album veröffentlicht oder angelegentlich einer Weltausstellung den x-ten müden Aufguss von Deep Purples "Concerto for Group and Orchestra" eingespielt, um der dümpelnden Karriere neuen Auftrieb zu verleihen. Solingen ist halt nicht Hannover.

Peu à peu sind in meiner Sammlung nicht weniger als drei Alben von Accept" gelandet. Da wäre zum einen die unter Fans legendäre 1982er Veröffentlichung "Restless and Wild", zum anderen das 1986er Album "Russian Roulette". Und zwischendurch gab's dann, es war 1985, "Metal Heart" - ein Album, das ich sehr beachtlich finde.

Das hängt vor allem mit dem Cover zusammen: die Rohlinge, aus denen die Bleche des Herzchens auf dem Coverbild gewalzt wurden, haben die Mitglieder der Band nämlich eigenhändig mit der Kettensäge aus einem Stahlblock gesägt. Die dabei entstehende Geräuschkulisse haben sie auf Band aufgenommen und so clever verfremdet, dass man meint, aus dem Kreischen der Säge eine Stimme herauszuhören, die sogar unterschiedliche Texte artikuliert. Bitte? Ok. War nur Spaß gewesen. Hatte gar nicht gestimmt gehabt. Trotzdem ist Sänger Udo Dirkschneider einer der wenigen Vokalakrobaten, die sich so anhören, als könnten sie sich gleichzeitig räuspern und dabei ein Liedchen singen: Hallo, Herr Frontmann, brauchen Sie vielleicht ein Wick Blau-Hustenbonbon - oder gehört das alles schon mit zum Liedvortrag dazu ... ?

Wir halten fest: Wer AC/DC oder ihre Landsleute von Rose Tattoo mag, dürfte auch keine Schwierigkeiten dabei haben, sich mit dem Organ von Udo Kreischsäge" Dirkschneider zu arrangieren. Wer aber Lemmy für einen Bücherwurm, Motörhead für einen Tippfehler und vom Schaffen von Bands aus dem Bereich der gebrüllten Musik wenig bis gar nichts hält, den werden auch Accept wahrscheinlich nicht zum Heavy Metal-Fan machen. Oder vielleicht doch?

Blendet man Udo Dirkschneiders gewöhnungsbedürftigen (gelinde gesagt) bzw. nervtötenden (Tacheles) Gesang aus, ist Metal Heart" eine Abfolge von mehrheitlich ziemlich eingängigen, sehr melodischen Songs, die, mit etwas anderer Instrumentierung, sogar Chart-Potenzial gehabt hätten. "Midnight Mover" ist zum Beispiel ein Stück, von dem ich insgeheim immer gedacht habe: Das würde sich auch auf einer LP von Laura Branigan ganz prima machen. Laut gedacht habe ich das natürlich nicht, denn wer Accept hört, darf einem ungeschriebenen Gesetz der Metal-Szene die selige Laura Branigan schließlich nicht kennen.

Und wenn wir schon beim Thema Tribalismus sind: Das Titelstück "Metal Heart" ist, wie das Cover der CD, schon fast so etwas wie eine Genre-Parodie - komplett mit Klassik-Anleihe, die in diesem Falle mal nicht aus Orffs sehr strapaziertem "O Fortuna", Griegs "Halle des Bergkönigs" oder etwas von Wagner besteht, sondern aus Beethovens "Für Elise" (ich glaube, im Heavy Metal des Jahres 1985 waren solche billigen Gags nicht nur statthaft, sondern wirklich populär. Ich glaube sogar, ich fand das damals ... aber, nein - lassen wir das.) Das wird erst auf der E-Gitarre gespielt, und dann wird Elisen auch noch von einem Oooh- und Aaah-Chor besungen; zwar ohne Worte, aber dafür mit ordentlich Hall. Und der Text? "Metal Heart, metal heart - unplugged they die!" Nee, is' auch klar.

Der Gesamteindruck: "Metal Heart" ist, wie auch der Rest der Songs, ungefähr so ausgefeilt, vertrackt und anspruchsvoll wie ein Schlachtgesang in der Fankurve des Fußballstadions. Spricht das nun gegen die Musik? Nein, natürlich nicht: Schließlich sprechen wir hier von Heavy Metal und nicht von Art Rock. Von Musik, wie sie die Leute hören, die Herbert Knebels Affentheater in ihrem "Roy Black Metal"-Sketch überaus gekonnt auf die Schippe nehmen: Schluckebier- und Headbang-Metal, an dem alles Spaß machen kann, wenn man nichts an ihm ernster nimmt, als man sollte.

Produziert wurde "Metal Heart" übrigens von Dieter Dirks, der auch lange Zeit für den Sound der LPs von den "Scorpions" verantwortlich war; klangliche Ähnlichkeiten zwischen dem druckvollen, bombastischen Klang der famosen 1984er Scorpions-LP "Love at First Sting" und "Metal Heart" kommen also nicht von ungefähr - manchmal ist Solingen eben doch nicht so weit von Hannover entfernt.
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