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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
19
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am 14. März 2007
Natürlich ist der Film ein exellenter Giallo, aber glaubt denn tatsächlich jemand er sei ungeschnitten? Ich habe die DVD in der 18er Version und da geht es typisch Argento ziemlich heftig zur Sache. Aber auf diese Nettigkeiten muss man bei dieser Version verzichten. Dafür hat man allerdings zum Trost den sehr guten Soundtrack im Package.

Der Film an sich erinnert an alte Argento Klassiker wie Tenebrae, Opera und Suspiria- ist extrem spannend und hat sehr interessante Kamerafahrten. Er ist im Prinzip eine Hommage an all diese genannten Titel.

Also die Wiedergeburt des Giallos schlechthin..wäre...ja wäre da nicht die FSK! Deshalb nur 2 Sterne, ansonsten hätte ich 5 Sterne gegeben.
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am 21. Oktober 2010
Turin im Jahre 1983

Ein Serienkiller, der drei Frauen bestialisch umgebracht hat, hält die Stadt in Atem. Kommissar Moretti kann den Mörder entlarven, aber dieser tötete sich, um einer Verhaftung zu entgehen, lieber selbst. 17 Jahre später erschüttert eine neue Mordserie die Stadt, die eindeutig die Handschrift des Täters aus der Vergangenheit trägt. Moretti, der sich inzwischen im Ruhestand befindet, nimmt erneut die Fährte auf.

Nach diversen Ausflügen in andere Gefilde, kehrte Dario Argento im Jahr 2001 zu seinen Wurzeln zurück und lieferte einen lupenreinen Giallo ab. Dabei orientierte er sich an seinen Frühwerken. Die "Tier-Trilogie ", bestehend aus "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe", "Die neunschwänzige Katze" und "Vier Fliegen auf grauem Samt", schlägt nämlich in die gleiche Kerbe. Auch hier liefern Tiere den Hinweis auf den Mörder, nur das sie diesmal die Hauptzutat in einem bösartigem Kinderreim sind. Den Reim hat übrigens wohl Asia Argento beigesteuert.

Schon die 20-minütige Eröffnungssequenz bietet alles was der Argentofan benötigt. Prächtige Farbenspiele, fantastische Perspektiven und Kamerafahrten, sowie einen hochinteressanten Einstieg in den Hauptplot. Dieser trägt allerdings nicht mehr das Tempo der vorangegangenen Spielzeit. Etwas ungewöhnlich, da normalerweise Filme am Ende an Fahrt aufnehmen. Trotzdem sind die Hauptgeschehnisse nicht weniger spannend. Die Jagd auf den Mörder ist zwar eher was für Rätselfreunde, bietet aber alle Zutaten des Giallo. Der Killer schlägt immer wieder zu, die Polizei tappt im Dunkeln und die "richtigen" Ermittler suchen in der Vergangenheit die Lösung.
Diese ist wie auch der Ermittlungsweg einfach klasse.

Für diesen Ausflug in seine eigene Vergangenheit, wollte er auch unbedingt seine legendäre musikalische Unterstützung zurück und überredete "Goblin" nach 22 Jahren zu einem Comeback. Er arbeitete zwar immer wieder mit Musikern aus der Formation bei seinen Filmen zusammen, aber als komplette Band unterstützten sie einen seiner Filme erstmalig seit 1978. Der fantastische Score passt auch wieder wie die Faust aufs Auge. Deswegen sei hier erwähnt, das dadurch nur die DVD Edition mit Soundtrack CD in Frage kommen kann.

Als gelungenen Schachzug kann man auch die Verpflichtung von Max von Sydow als Moretti bezeichnen. Er trägt den Film und die Ermittlungen auf seinen Schultern und spielt hier den alternden Polizisten im Ruhestand unglaublich souverän und mit sehr viel Ruhe. Es macht sehr viel Spaß ihm dabei zuzusehen!

Der einzige Zwiespalt ist für mich der Härtegrad. Für den Plot ist der hohe Gewaltpegel nicht zwingend erforderlich und insgesamt auch nicht so künstlerisch, wie in vielen seiner anderen Filme. Da wäre weniger wahrscheinlich mehr gewesen, obwohl Splatterfans sicherlich anders denken. Allerdings bekommt man die wirklich harten Szenen auch nur in der ungeschnittenen Version zu sehen, die bei Amazon allerdings nicht erhältlich ist.

Argento hat also nichts verlernt. "Sleepless" reicht zwar nicht ganz an "Suspiria", "Phenomena" oder auch "Rosso" ran, ist aber im wahrsten Sinne des Wortes absolut überdurchschnittlich.
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am 5. März 2003
Im Jahre 1983 wird Turin von einer Serie grausamer Morde heimgesucht. Inspektor Moretti (Max von Sydow) versucht dem Serienkiller auf die Spur zu kommen. Es wird auch tatsächlich ein Verdächtiger ausgemacht: der zwergwüchsige Krimiautor Vincenzo De Fabritiis, der hier offensichtlich die Bluttaten aus seinen Romanen in die Realität umsetzte. Doch kurz darauf verübt De Fabritiis Selbstmord... Als 17 Jahre später eine neue Mordserie beginnt, mischt sich der inzwischen pensionierte Moretti in die polizeilichen Ermittlungen ein und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Er findet heraus, daß hier abermals die Romanmorde De Fabritiis imitiert werden und daß der Autor seinerzeit von einem grausamen Kinderlied inspiriert wurde, das davon erzählt, wie ein Bauer sich auf blutige Weise seines Tierbestands entledigt. Der Killer inszeniert seine Untaten auf exakt diese Weise und hinterläßt aus Papier ausgeschnittene Tierfiguren am Tatort; ein Zeuge berichtet sogar, eine zwergenhafte Gestalt am Tatort gesehen zu haben. Ist hier tatsächlich nur ein Nachahmer am Werk? Oder starb De Fabritiis niemals wirklich? Als sein Leichnam exhumiert werden soll, zeigt sich, daß der Sarg des vermutlichen Mörders leer ist...
»My next film will be like a knife«, sagte Argento 1997 auf dem Berliner Fantasy Filmfest, zu dem er von seinen Dreharbeiten zu Das Phantom der Oper angereist war. Und tatsächlich hat Sleepless auch überhaupt nichts mit der romantischen Bilderschwelgerei besagter Gaston Leroux-Verfilmung zu tun, bietet jedoch auch keine grundsätzlich neuen Perspektiven, wie etwa der brillante Stendahl Syndrome es 1995 tat. Vielmehr kehrt Argento hier zu düsteren Thrillerwurzeln zurück und streut augenzwinkernd Selbstzitate und Querverweise auf frühere Werke aus (Argento-Fans werden hier vor allem Reminiszenzen an Profondo Rosso und Tenebre erkennen) - allerdings ohne sich im platten Selbstplagiat zu erschöpfen. Mit offensichtlicher Freude an der Inszenierung erzählt der Regisseur hier eine, von einem düsteren Goblin-Soundtrack unterlegte, packende Story mit gut gezeichneten Charakteren (großartig Max von Sydow in der Rolle des Inspektors), in der seine Lieblingselemente eine zentrale Rolle einnehmen: so die Zerstörung familiärer Strukturen, verdrängte Psychosen und Kindheits-Traumata, zahlreiche Anspielungen auf Kunst und Literatur, und natürlich auch die Kunst des Mordens.
Sleepless präsentiert sich als perfekt durchkomponiertes Gesamtkunstwerk aus Spannunsszenarien in fast schon surrealen Farbfluten, ausgedehnten subtilen Kamerafahrten und bizarren Morden, welche aufgrund ihrer expliziten Darstellung hierzulande in der FSK16-Fassung wieder einmal zu einer Verstümmelung des Films führten (es fehlen ca. 3 Minuten).
Die DVD erfreut mit einer exzellenten Bildqualität (16:9) und auch der Sound (DTS 5.1, Dolby Digital 5.1 und 2.0) läßt nichts zu wünschen übrig. Die Extra-Features umfassen den Trailer sowie das Making Of, das Menü ist gut bedienbar und nett anzuschauen. An Sprachfassungen stehen die deutsche und die englische Version zur Auswahl, deutsche Untertitel lassen sich einblenden. Leider zeichnet sich die deutsche Synchronfassung wieder einmal durch die mangelnde Sorgfalt aus, die man hierzulande Horrorfilmen angedeihen läßt: Einige der Sprecher agieren recht hölzern, diverse italienische Namen werden englisch ausgesprochen und ein Sohn nennt seinen Vater „Dad" (offensichtlich wurde hier nicht die italienische, sondern die englische Fassung ins Deutsche übertragen und das ohne viel Sinn fürs Detail). Wer hier einen ungetrübten Filmgenuß erleben will, sollte stattdessen gleich die englische Version anschauen, in der Hauptdarsteller Max von Sydow sich übrigens auch selbst spricht.
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am 12. Oktober 2003
Argento kehrt zum reinen Giallo zurück und bietet eînen durchaus spannenden Thriller in gewohnter durchgestylter Manier (die Zugszene ist extrem eindringlich), wobei viele Selbstzitate aus früheren Werken vorhanden sind v.a. 'Tenebre'. Die Musik der Goblin ist wieder einmal sehr nervenauftreibend. Leider gibt es auch einige Schwächen wie zum Beispiel z.T. mittelmässige Schauspieler (Ausnahme Max von Sydow) - z.B. die Rolle des Obdachlosen, dessen Rolle ich ihm einfach nicht abnehme. Die Gewaltakte scheinen mir diesmal einen Tick zu übertrieben (Original). Wenn man nicht zuviel erwartet wird man gut unterhalten, aber Argento hat bessere Werke gemacht (z.b. gehören meines Erachtens Suspiria oder Inferno wohl zu den besten je gemachten Horrorfilmen). Ich denke, dass Argento immer noch überdurchschnittlich gute Filme macht, allerdings scheint mir seine beste Phase vorbei zu sein.
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am 23. März 2010
"Sleepless" ist ein schwacher Genrevertreter von Dario Argento. Die Story wurde meist uninteressant und frei von sämtlicher Logik in Szene gesetzt. Spannende Momente kommen nur sehr selten auf und auch die Leistungen der Schauspieler vermögen nicht unbedingt zu gefallen. Positiv zu erwähnen ist der Soundtrack und einige gute Kamerafahrten. Die Goreszenen sind teils derb und gut gemacht, in dieser Hinsicht hat man von Argento aber auch schon besseres gesehen.

Die FSK16-Fassung ist um gut 2.30 Mintuen gekürzt und wirklich nicht der Rede wert.

3 von 10 (Uncut)
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am 15. März 2002
Ich habe diesen Film gesehen ,habe gestaunt und mich gewundert.Warum sind solche genialen Filme nur Nischenprodukte ?Er schlägt alles was in letzter Zeit alles aus dieser Richtung kam. Dario Argento ist ja dafür bekannt,das er Gewaltige und gewalttätige) Filme mit beeindruckenden Filmen produziert.Dies ist definitiv der Höhepunkt seines schaffens.EIN GEHEIMTIP AUS DEM SONNIGEN ITALIEN
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Juli 2010
Da hat sich Prostituierte Angela (Barbara Lerici) einen äusserst seltsamen Freier angelacht. Er singt Kinderlieder, steht auf perverse Praktiken und spricht im Schlaf davon, dass er bereits mehrere Morde begangen hat. Er wirft die Frau raus, die stolpert über eine Schränkchen und steckt aus Versehen eine blaue Mappe in ihre Handtasche. Erst im Nachtzug entdeckt sie, dass sie bei dem Mann unfreiwillig etwas mitnahm. Sie öffnet die Mappe und findet darin Beweise, dass sie soeben mit dem vor 17 Jahren berüchtigte Serienmörder "der Zwerg" Kontakt hatte.
Sie ruft per Handy ihrer Kollegin Amanda (Conchita Puglisi) an, die sie am Bahnhof abholen soll. Angst macht sich breit.
Angela wird nie ankommen und Amanda wird auch das Bahnhofsareal nicht mehr lebendig verlassen. Die blaue Mappe wird nicht gefunden.
Kommissar Manni (Paolo Maria Scalondro) sieht aber am Tatort die Ähnlichkeit zu den Fällen vor 17 Jahren und nimmt Kontakt mit dem inzwischen pensionierten, den Fall damals bearbeiteten Inspektor Ulysses Moretti (Max von Sydow) auf. Dieser hat damals dem kleinen Giacomo, dem Kind einer Ermordeten geschworen, den Mörder zu finden.
Tatsächlich fand man damals in dem kleinwüchsigen Vinzento de Fabritis (Luca Fagioli), der sich suizidierte, den Mörder. Seit 17 Jahren war auch Ruhe, was Beweis genug sein sollte, dass damals der richtige gefunden wurde. Aber wer ahmt nun diese Morde nach ?
Giacomo (Stefano Dionisi)taucht eb3enfalls wieder auf und sucht vorübergehend eine Bleibe bei seinem Freund Lorenzo (Roberto Zibetti), dessen Vater die Freundschaft argwöhnisch betrachtet, warum auch immer.
Jedenfalls hat Giacomo ein Auge auf die liierte Gloria (Chiara Caselli) geworfen, während er mit Moretti bald ein Ermittlungsduo bildet, dass auf eigene Faust den neuen/alten Serienkiller aufzuspüren versucht...
Der italienische Kultregisseur Dario Argento gilt als einer der prägenden Schöpfer des italienischen Giallo und hat auch somit den modernen Horror- und Slasher-Film extrem stark beeinflusst.
Seine Hauptwerke wie "Profondo Rosso", "Suspiria" oder "Thenebre" stammen aus den 60ern und 70ern.
Mit "Sleepless" aus dem Jahre 2001 versuchte er den Giallo zu neuem Leben zu erwecken, denn mental ist dieser äusserst unterhaltsame Thriller tatsächlich in den 70er oder 80ern anzusiedeln.
Mit "Sleepless" erfindet Argento das Genre zwar nicht neu, dazu ist der Film zuwenig innovativ - aber immerhin gelingt ihm eine geglückte Hommage an dieses Genre.
Kritiker werden sich vermutlich einerseits an den etwas theatralischen Mordsequenzen oder an einigen Logikfehlern (auch in der Auflösung) wundern, aber dies gehört nun mal zu dieser Filmgattung. Nicht umsonst ist es eine Art filmische Umsetzung eines 10 Groschen Schundkrimis.
Furios und geradezu bombastisch gut sind die ersten 20 Minuten, in denen es Dario Argento gebündelt gelingt, zu zeigen was für grandiose Suspenceszenerien er völlig dynamisch perfekt entwickeln kann.
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am 9. März 2004
Achtung ! Wer sich diesen sehr guten Film von Dario Argento kaufen will sei gewarnt, diese DVd ist komplett geschnitten. Die Uncut DVD ist FSK 18.
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(Ich beziehe mich auf die ungeschnittene Version.)

Turin 1983 - ein zwölfjähriger Junge muss mitansehen, wie seine Mutter mit einem Englischhorn (!!!) erstochen wird. Turin 2000 - eine Hure flüchtet vor einem Kunden mit sadistischen Wünschen und nimmt versehentlich eine Mappe an sich, die gar nicht ihr aus der Tasche gefallen war, sondern die dem Mann gehört. Schockierender Inhalt: Da hat jemand penibel Fotos von grausam ermordeten Frauen und Zeitungsberichten über den 1983 nie gefassten Killer gesammelt - ist es etwa der Täter selbst?

Nach einem ungeheuer rasanten ersten Akt rollt der Film die damaligen Geschehnisse wieder auf, lässt Giacomo und Ex-Kommissar Moretti (Max von Sydow) aufeinandertreffen. Der eine ist der Mann, der als Junge die schreckliche Tat ansehen musste, der andere der Ermittler, der nie verwunden hat, sein Versprechen gegenüber Giacomo nicht gehalten zu haben: den Mörder seiner Mutter zu fassen. Aber vielleicht ist es ja noch nicht zu spät dazu? Derweil mordet der Mann, nach siebzehn Jahren Ruhe, auf einmal munter weiter, falls es derselbe ist...

In diesem Thriller des "Giallo" ist alles enthalten, was ein solider Film dieser harten italienischen Gangart im Allgemeinen und des Regisseurs Dario Argento im Besonderen braucht. Gewisse Argentismen, gewisse Elemente und Linien der Kontinuität herauszulesen, macht irgendwie Spaß (man sage mir nicht, dass ich da der einzige wäre; ansonsten müsste Hitchcock, der fast immer denselben Film drehte, eigentlich extrem unbeliebt sein). Hier sind dies:

- Der Täter hat eine Vorliebe für Messer und andere spitze Gegenstände, die in meist weibliche Opfer fahren, geführt von schwarz lederbehandschuhten Händen.
- Die abstrakt-überzeichnete Betonung von Primärfarben (allein dieses Blau des erwähnten Mäppchens) und des Regens als reinigendes oder peinigendes Element ist allgegenwärtig.
- Viele Personen kommen aus einem künstlerischen Umfeld - auch Mord wird als "schöne Kunst" betrachtet.
- Die Plausibilität der Handlungsweisen und die psychologischen Erklärungen der Motive sind gelegentlich dürftig.
- Argento misstraut konservativen Autoritätspersonen mittleren Alters. Während sie in "Suspiria" und "Phenomena" als Widerspiegelung von Argentos eigener Klosterschulen-Erfahrung auftreten, sind es nun die Eltern von einem Freund Giacomos sowie der noch abzusägende Freund von seiner späteren Freundin. Die Mutter des Freundes erinnert in autoritär-verbissenem Auftreten einschließlich allzu akkurater Frisur stark an Alida Valli (!) in "Suspiria".
- Darüber hinaus sind bei Argento Mütter generell von Übel; sie sind oft matronenhafte vollschlanke Damen von dubios-bedrohlicher Erscheinung.
- Argento ist ein Suchender, der sowohl grausam-neugierig mit heftigen Splattereffekten tief unter die Körperhülle dringt als auch unter die Oberfläche von Geheimnissen, die sich hinter Wänden, Türen, in verlassenen Häusern und unter Bodendielen befinden können.
- Ein clever konstruiertes Rätsel ist der Schlüssel zu den Taten.
- Am Ende gibt es the switch oder auch the switch of the switch; der zunächst scheinbar überführte und zur Strecke gebrachte Täter ist gar nicht der Täter.
- Wenn sich dann die Wahrheit erweist, geschieht dies durch ein optisches oder (hier) akustisches Zeichen, welches dem Helden von Anfang an präsent war, welches er aber erst ganz am Schluss deuten kann.

Man freut sich über all dies, fragt sich aber gelegentlich auch, ob Argento nicht mal was Neues einfallen könnte. Immerhin, seine ureigenen Markenzeichen sind ihm wieder einmal recht solide geraten. Allein diese Erklärung, warum ausgerechnet ein Englischhorn als Mordwerkzeug dient, hat eine abgefahrene Stringenz, auf die man erst einmal kommen muss und die hier nicht verraten werde. Für den Film spricht ferner ganz erheblich der atemlose erste Akt, bei dem man aus dem Zittern um diverse Damen kaum herauskommt und bei dem Spannung und Terror sofort wieder einsetzen, wenn wir glauben, eine Herausforderung sei erst einmal überstanden. Hier erweist sich Argento als Meister der "Drehung der Schraube".

Wenn man noch addiert, dass er von seinen allzu extrovertierten und aufdringlichen Manierismen à la "Suspiria" (1977) losgekommen ist, dann mag der eine oder andere genau dies als Nachteil sehen; für mich war es aber eher von Vorteil. Argento erfindet das Rad nicht neu, geht aber auch etwas weniger auf die Neven als in seinen extremsten Filmen. Weniger Anspielungen auf M.C. Escher, Fritz Lang und den Expressionismus, alles etwas zurückgenommen, aber dadurch auch bessere Unterhaltung. Gute Genrekost, dennoch echt Argento, dafür solide vier Sternleinchen.

Und wieder einmal erinnert Argento an den Regisseur Brian de Palma, z.B. in dessen neuem, vielgescholtenem Werk "Passion": Er macht, was er immer macht, zitiert massiv sich selbst, ist unglaubwürdig... aber niemand kann das so wie er. Schön, dass es beide (übrigens beide Jahrgang 1940) noch gibt. Argento schildert die Wiederaufnahme von Ermittlungen, nimmt aber auch den Faden seines eigenen filmischen Schaffens wieder auf.
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am 29. Oktober 2014
Mit „Sleepless“ kehrt Dario Argento zu seinen Wurzeln zurück.

Sleepless ist ein typischer Gallo dahingehend, dass die Geschichte sich um einen brutalen, unbekannten Mörder dreht, welcher vornehmlich weibliche Opfer auf sehr gewaltsame Weise umbringt. Die Geschichte ist dabei spannend und nachvollziehbar aufgebaut, der Killer ist nicht leicht zu erraten, und auch die typischen Argento-Stilmittel wie zum Beispiel einige brutale Gewaltszenen, optische Spielereien, innovative Kamerawinkel und die berühmte schwebende Kamera, die unheilvoll einen Gang hinunter auf eine Tür zu fährt, sind alle vorhanden.

Hervorragend ist einmal mehr der Soundtrack der alten "Goblin"-Wegbegleiter Argentos.

Der Film ist zwar etwas lang geraten, doch überzeugt er letztlich als Paradebeispiel dafür, wie ein italienischer Krimi (Argento-Film) funktioniert. Nicht nur alte Fans des Regisseurs dürften angetan sein.

Besonders erwähnenswert ist noch das wie immer sehr überzeugende Spiel von Max von Sydow.

Fans von Dario Argento und Freunde spannender Krimis riskieren hier gerne einen Blick. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
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