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am 25. September 2002
Dies ist eine Jahrhundertaufnahme. Wie Simon Rattle die enormen Klangmassen ausbalanciert und im Griff hat, ist bewundernswert. Ich habe das Konzert selbst live in Berlin gehört und muss sagen, dass auch klanglich die Aufnahme nahe an die Wirklichkeit heranreicht.
Die meisten kennen das Werk nicht. Der Name Schoenberg verbindet sich landläufig mit Zwölftonmusik und Atonalität. Dieses spätromatische Monsterwerk ist der absolute Endpunkt tonaler Musik. Weiter kann es nicht gehen. Im Gegensatz zu Richard Strauss, der mit der Élektra auch an diese Schwelle gekommen ist und dann im weiteren Verlauf seines kompositorischen Wirkens um des Publikumserfolgs wegen eine Kehrtwendung nach rückwärts eingeschlagen hat, blieb Schoenberg konsequent. Das kostete ihm natürlich den materiellen Gewinn.
Für viele, welche die Gurrelieder das erste Mal hören, wird dies eine Entdeckung sein.
Dr. phil. Karl Kreuzer, München
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am 14. April 2002
Ich bin in der glücklichen Verfassung, im September des letzten Jahres Simon Rattles Interpretation der Gurrelieder live in der Berliner Philharmonie mitzuerlebt haben zu dürfen, und zwar in genau der gleichen Besetzung wie auf der vorliegenden Einspielung. Einzige Ausnahme: Karita Mattila konnte leider an diesem Abend nicht erscheinen und wurde in ihrer Rolle als Tove ersetzt. Wenn auch die Pressekritiken eher verhalten waren, war ich von der Gewalt und Fülle der Partitur beeindruckt und sah vor allem Quasthoff und Langridge in Paraderollen. Dass bei annährend 150 Orchestermusikern, die an einigen Stellen im vollen Fortissimo aufspielen, die Solisten des öfteren im Klang untergehen, ist nur natürlich gewesen und kann in einer Studioaufnahme leicht durch die Technik behoben werden. Im großen und ganzen kann man bei dieser Aufnahme allerdings nur eine Empfehlung aussprechen; ein günstiger Alternativkauf bietet sich mit der mittlerweile zum Budgetpreis erhältlichen PHILIPS-Aufnahme von Seiji Ozawa an, die zu ihrer Zeit (1979) immerhin einen Gramophone Record Award und den Grand Prix du Disque "abstaubte" und immer noch zu den Referenzeinspielungen dieses ersten Meisterwerks von Schönberg zu zählen ist.
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am 4. November 2014
Warum dirigiert Rattle Schönberg, welches Bild des Komponisten will er uns vermitteln. Schon die Tondichtung Pelleas und Melisande überzeugte mich nicht, sie hatte weder den impressionistischen Klangzauber eines Karajans, noch die Kernspntomographie Präzision eines Sinopolis (eine Wahnsinns Interpretation), sie liess mich durch ihren nur auf Bombast angelgten Schönklang kalt zurück. Nun ja, jedem sollte eine zweite Chance gegeben werden, und so hörte ich die Gurrelieder. Ich erwartete ein neues, dem Werk gerechtes Bild. Nach den Referenzaufnahmen von Kegel und Gielen, die beide jeweils unterschiedliche Sichtweisen vertraten (Gielen im Sinne von Hanslick tönend bewegte Formen, das Stück als absolute Musik sehend, den Vertikalsatz der Schönbergschen Polyphonie durch ein mit flüssigen schnellen Tempi realisierend [12stimmige Männerchöregut zu hören ], Kegel das diametrale Gegenteil hitzig, schroff ebenfalls sehr schnell im Tempo, das Werk als Wagnerisches Miskkdrama ähnlich wie sein Parsifal deutend.), erhoffte ich mir eine neue logische Sichtweise. Ich dachte, dass Rattle als Schlagzeuger eine vielleicht perkussiver vom Rhythmus ausgehende Sichtweise vorlegte und wurde enttäuscht. Rattle malt mit dicken Pinsel, aber die Jugendstil Ranken, die Gielen schon im Vorpiel andeutet werden einfach übertüncht. Das Werl klingt so wie Rattles Lieblingsrepertoir, gemässigt tonale Postmoderne. Bei Gielen hat man schon im Vorspiel das Gefühl 40-60 unterschiedliche Geigen, in vielerlei Stimmung zu hören, bei Kegel gefällt schon die hitzige antiromantische Grundstimmung. Bei Rattle klingt es wie Einheitsbrei, undifferenziert, nur schön. Mit dickem Pinsel kann man die Vielschchtigkeit nicht realisieren, Es zieht sich durch, völlig misslingen ist das Monodram von Waldemars Gottesanklage. Bei Kegel erlebt man ein Wagnerisches Musikdrama en Miniature, man leidet mit dem verstoßenen König mit, bei Rattle ist das eine schöne romantische Arie. Auch im dritten Teil schafft es Rattle nicht die Hitzigkeit zu erreichen, die Kegel hier wieder zelibibriert, An manchen Stellen habe ich das Gefühl bei einer Prozession und nicht bei einer Jagd zu sein. Auch das Orchester gefällt mir nicht. Das SWR Orchester unter Gielen spielt einen "schönen" vertikalen Spaltklang ernorm durchhörbar,wie es bei diesem Komponisten der Prophet der zweiten Wiener Schule immer tut. Kegels Dresdner Philharmonie spielt im Streichersatz dunkel im Sinne des deutschen Klanges eines Klemperers . dagegen kontrastieren die scharfen Blechbläser, die deutlich hervorteten, und somit gibt es hier einen wirklich stimmigen Klang, weil eigenartigen Klang. Die Berliner bei Rattle opulent mit viel Vibrato (als Jude, der die Klezmermusik im Blut hatte, verbat sich Schoenberg übermäßiges Vibrato). Die Hölzer angeführt von Andreas Blau, Albrecht Meyer und Wenzel Fuchs üppig aber viel zu wenig konturiert Die Blechbläser zu wenig aggressiv hervortetend (Natürlich reinprügeln in die Trompeten ist auch bei Schönberg nicht) aber das Blech muss einen rauhen schneidenden Klang haben,
Ebenso können mich nicht die Sänger nicht zufriedenstellen. Thomas Moser ist eine Felbesetzung als König Waldemar. Sein Tenor ist kein Heldentenor. In der Rolle will ich einen raumgriefenden eher an John Vickers ähnelnden Tenor mit baritonsler Färbung hören, eben einen König. Manfred Jung bei Kegel ein Gedicht (der Siegfried im Cherauring) Ebenso misslungen Thoams Quasthoff als Bauer, viel zu hell, hier möchte ich einen orgelnden Bass vom Timbre eines Hans Peter Königs hören. Die sonstigen Sänger überzeugen, schade das Quasthoff auch die Rolle des Sprechers übermimmt, ich preferiere einen Schaupieler keinen Sänger in der Rolle.
Ich freue mich, dass Rattle den Komponisten dirigiert, aber er sollte eine dem Werk gerechte Interpretation anbieten
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