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Kundenrezensionen

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am 30. August 2004
Ein neues Album von Alan Parsons verspricht meist wenig Evolution. Die Neuerungen finden sich meist im Detail. Dies war schon zu Zeiten des Alan Parsons Project so und dauerte auch während seiner drei Solo-Alben an. Seit dem 30.08.04 liegt jetzt der vierte Longplayer von Herrn Parson in den Händler-Regalen und wartet auf Käufer. Und gerade dort scheint eine Neuorientierung stattgefunden zu haben, denn durch den Bruch mit seinem bisherigen Ensemble und der Kollaboration mit größtenteils jungen Kübstlern aus der Electronica-Szene wird der Gesamtkomposition ein moderneres Gewand verliehen, das zwar hier und da alte Erfolge und Sequenzen zitiert, sie aber so sehr weiterentwickelt, dass sie auch ohne Kenntnis der Originale durchaus Stehvermögen zeigen. Mit "nur" neun Stücken und gerade mal fünfzig Minuten Musik bietet diese CD viel neues und ungewohntes, dass nicht immer nur einen guten Geschmack hinterlässt.
1. Return to Tunguska (Instrumental)
Klingt als hätten sich Alan Parson und David Gilmour getroffen um eine finstere Hommage an den "Blade Runner"-Soundtrack zu schreiben. Fängt sehr ruhig und elektronisch mit Voice-Samples als Melodieelement. Es gesellt sich ein Hammer-Bass dazu, der die finstere Note gut unterstreicht. Das Tüpfelchen auf dem i ist definitiv Gilmours Gitarren-Spiel. Das Stcük steigert sich zu einem großen Finale. Sehr empfehlenswert auf einer guten Anlage mit Subwoofer oder im Auto (auch mit Subwoofer... ;-) ).
Kleiner Exkurs: Tunguska ist eine Region in Sibirien, in der vor hundert Jahren ein großer Meteorit eingeschlagen ist. Dieser hat ganze Wälder in Brand gesetzt und einen Berg geköpft. War ein richtiges Monster.
2. More lost without you
Sehr melodisch, sehr straight forward, keine Schnörkel. Und, wer hätte es gedacht, sehr charttauglich. Klingt wie seichter Gitarrenpop in Richtung Dave Matthews und Maroon 5 mit leichtem (fast nicht wahrnehmbarem) elektronischen Einschlag.
3. Mammagamma 04 (Instrumental)
Ein Klassiker im neuen Gewand. Die gute Nachricht vorweg: man erkennt es noch als Mammagamma. Es wurde mit einem "frischeren" Beat unterlegt und ein paar Vocoder-Samples sind mit eingeflossen. Letztere stören mich am Gesamtbild ein wenig, aber da sist sicherlich Geschmackssache.
4. We play the game
Vom Melodielauf sehr ähnlich zu alten APP-Stücken aus der Zeit von "Stereotomy", der Sänger klingt ein wenig wie Peter Gabriel in den 80ern. Das Rahmenwerk ist aber definitiv von heute und geht sehr in Richtung Electronica. Es hört sich auf jeden Fall interessant an. Auch dieses Stück erscheint mit einer ertwas düsteren Note.
5. Tijuaniac (Instrumental)
Chill-Out Musik hat Pate gestanden für diesen Titel. Sehr ruhig, sehr relaxt. Klingt fast ein wenig wie ein monotoneres Stück von Schiller. Das Drum-Kit scheint Live eingespielt worden zu sein und stammt nicht aus der Retorte. In der Mitte wird es dann ein wenig schräg und driftet mehr ab in Richtung Twin Peaks-Soundtrack. Das bis dahin untypischste Parson-Stück.
6. L'Arc En Ciel (Instrumental)
Klingt sehr nach Alan Parsons, wie man ihn auf der "On Air" hören kann. Vergleichbar ist es mit "Apollo" von genanntem Album. Der Electronica-Einfluß ist auch hier wieder hörbar, hält sich aber dezent im Hintergrund. Was dem Stück ganz klar fehlt ist Abwechslung. Die epischen Konstrukte von "Apollo" oder "Cloudbreak" fehlen hier einfach, um dem Titel den letzten Schliff zu geben. Ansonsten gelungen.
7. A recurring dream within a dream
Ein Zusammenschnitt der Titel "A dream within a dream" und "The raven" von der "Tales of mystery an imagination". Das Orson Welles-Intro wurde fast komplett gekürzt. Auch die gesamte Struktur wurde zusammengeschnitten, so dass beide Titel in gut 4 Minuten passen. Die Vocals in "The raven" kamen früher auch schon aus dem Vocoder, dafür ist der Refrain jetzt nicht ganz so wild gesungen sondern dezent und etwas dunkler. Das gilt für das gesamte Stück. Es ist etwas spärlich instrumentiert und verleiht dem Zusammenschnitt dadurch ein etwas moderneres Gewand. Als Eigencover passabel, das aber lange nicht die Qualität des Originals erreicht.
8. You can run
Ein sehr elektronisches Gesangsstück, dass mitunter parallelen zur "Ultra" von Depeche Mode aufweist, auch wenn es dessen Klasse verfehlt und nicht so konsequent umgesetzt wurde. Für Alan Parsons ein sehr ungewöhnliches Stück.
9. Chomolungma (Instrumental)
Der letzte Track knüpft an den Opener "Return to Tunguska" stimmungsmäßig an. Viele Samples wurden in Kleinarbeit zu einem Klangteppich verwebt, der mal nach Schiller, mal nach Yello und dann wieder nach Jean Michel Jarre ("Metmorphoses") klingt. So habe ich mir eigentlich das gesamte Album erhofft.
Fazit: Das Album bewegt sich weit ab der bisher beschrittenen APP-Pfade. Zeigte das letzte Album "The Time Machine" nur ein Mindestmaß an künstlerischer Evolution und wirkte streckenweise überproduziert so geht das neuste Werk von Alan Parson den genau entgegengesetzten Weg. Durch die Kooperation mit jungen Künstlern aus den Bereichen Electronica und Trance ist ein interessantes Album entstanden. Der Vergleich mit dem bisherigen Schaffen Alan Parsons fällt schwer, da der "Stilbruch" sehr markant und für den Hardcore-Fan evtl. störend wirkt. Auf jeden Fall lohnt sich der Kauf, wenn man nicht noch ein "klassisches" Parson-Album erwartet. Die neu aufgenommenen Klassiker (Mammagamma & The raven) klingen frisch, die wirklich neuen Titel wird man sich öfter zu Gemüte führen müssen bevor der Funke überspringt. Alles in allem nicht das beste Album von AP aber ganz sicher auch nicht das schlechteste. Nur Zeit muß man sich nehmen, wenn man diesen Pfad beschreiten will...
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am 31. August 2004
Alan Parson hatte schon immer ein Problem: Er kann zwar ein Album aufnehmen & dafür sorgen , daß alles richtig gut klingt - aber er war auf Gedei & Verderb auf den jeweiligen Songschreiber angewiesen. Mit Eric Woolfson zu Project Zeiten war das ja noch alles in Ordnung , da dieser ein sehr guter Texter war. Doch seit die beiden getrennte Wege gehen , ist das Problem wieder offenkundig. Sein Gitarist Ian Barrison war da eher die dritte Wahl , was man auch hören konnte.
Was also tun ? Als ein typischer 70iger Jahre Rockstar enden , der auf niemals endende USA Tour gehen soll ? Alan Parson geht aber die Flucht nach vorn an.
"A valid Path" entstand ohne die alte Studiomannschaft in den USA - einzig David Pack ist bei einem Song dabei.Das Album entstand hauptsächlich unter der Federführung von Parsons Sohn Jeremy. Zusammen mit Elektronikern wie Crystal Method , Überzone oder Shpongle entstand das wohl mutigste , aber auch für alte Fans sehr andere Werk.
Parsons hatte schon immer einen Hang zu Drumcomputern & Elektronischen Musikinstrumenten. Hier werden diese verstärkt eingesetzt. "A valid Path" steht Alben von Leftfield oder Fluke viel näher als seinen früheren Werke. Wer also ein typisches Parsons Album erwartet , ist komplett auf dem falschen Dampfer & sollte eher erst mal in das Album reinhören.
Doch keine Angst: Hier macht kein Rock Opa jetzt auf Techno. Vielmehr sollte man das Album als einen Versuch werten , etwas neues anderes auszuprobieren.
Zudem hat das Album zwei Sensationen zu bieten: Zum einen ist es Alan gelungen , David Gilmore von Seinem Hausboot zu locken , damit dieser mal wieder Seine Gitarre auspackt. Zum anderen gibt es mit "We play the Game" einen komplett von Parsons geschriebenen Song , auf dem er auch singt !! Sensation ! Und das klingt noch nicht mal so schlecht (obwohl ich vermute , das hier sehr viel Studiotechnik im Einsatz war).
Kurzum: Wer Electronica von Leftfield , Fluke oder Crystal Method mag , der darf ruhig mal ein Ohr riskieren. Alte Alan Parsons Fans werden mit Sicherheit etwas stärker an diesem Album zu knabbern haben. Natürlich ist das ganze weder Inovativ oder neu (die Coverversionen von "Mamagamma" & "The Raven" sind eher nicht so gut) - aber in Seinem Alter noch mal diesen Mut aufzubringen , so ein anderes Album zu machen , verdient Respekt. Zudem ist es Klangtechnisch (natürlich) ein absolutes Kleinod - hier macht das Laut aufdrehen mal wieder richtig Spaß. Nicht für jeden ein Genuß , aber mir hat es gefallen.
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am 29. August 2004
Alan Parsons hat Pause gemacht. Leider haben seine durchaus guten Soloalben nach dem Ende des "Projects" nicht mehr die gleichen Erfolge erzielt. Der alte Meister hat gelernt, dass sich der Musikmarkt verändert hat. Das hört man auf seiner neuen Platte. Wer nur die Fortsetzung der "Project"-Sounds erwartet, wird möglicherweise (zunächst) enttäuscht. Doch wer die Ohren öffnet, bekommt neue faszinierende Hörerlebnisse. "Return To Tunguska" ist ein unglaublich spannender Trip zwischen Ethno, Trance und Psychedelik mit tollen Elektroniksounds und Meister Gilmour an der Slide-Guitar. Muss man gehört haben! "L'Arc En Ciel" ist ein typisch vertracktes Parsons-Instrumental, das jetzt nur mehr nach Chill Out klingt. "Chomolungma" steigert sich in ein furioses Finale mit ethnischen Gesängen, brachialen Orchestersamples und Goatrance-Percussion. Zum Auisklang albert John Cleese (Monty Python) sprachlich herum. Die Kollaborationen mit Künstlern aus der Electronica-Szene. Crystal Method, Shpongle, Nortec Collective, Überzone haben Parsons sichtlich gut getan. Aber auch die wenigen Songs sind nicht ohne. "We Play The Game" ist ein klassischer und wirklich guter Parsons-Song lediglich von der Rhythmik her gelungen modernisiert (Parsons singt zudem hier selbst und das ganz hervorragend!). Auch die "Raven"-Neuinterpretation ist mit seinen wiederkehrenden Orson Welles Einspielungen hervorragend gelungen, nur bei "Mammagamma 04" hätte man sich etwas weniger aufdringliche Technolastigkeit gewünscht. Hört man das Album öfter durch, dann wird es einem zunehmend vertrauter und reiht sich letztlich doch ein in den Kanon guter, weil abenteuerlich klingender Parsons-Platten. Alles in allem: Ein spannender Soundtrack, auf dem Parsons mutige neue Wege beschreitet. Und wer weiß: Vielleicht gibt sich der Meister einen Stoß, wenn das Album erfolgreich ist, und macht danach doch auch wieder ein typisches "Project"-Album.
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am 1. September 2004
Respekt! Wo andere Musiker sich scheuen neue Wege zu beschreiten, bringt Alan Parsons mit "A Valid Path" ein abwechslungsreiches, progressives Album auf den Markt, dass die Fans sicher in zwei Lager spalten wird.
Nach der Trennung von Eric Woolfson und den drei folgenden Soloalben "Try anything Once", "On Air" und "The Time Maschine" setzt das neue Album ganz auf Electronic Rock. Mit Hilfe bekannter Namen der Electronic-Szene wie Crystal Method klingen die Tracks frisch, zeitgemäß und druckvoll. "Mammagamma 04" läßt sich ohne weiteres auch in Clubs auflegen.
Das dürfte auch der Punkt sein, der manche Fans kopfschüttelnd den Aus-Knopf betätigen lässt. Obwohl man bei jedem Song Alans Einfluß heraushört, dürfte z.B. die Neuinterpretation von "A Dream Within A Dream/The Raven" nicht jedermanns Geschmack sein - freundlich ausgedrückt.
Die Stärke des Albums sind die abwechslungsreichen Instrumental Tracks. Allen voran der Opener "Return to Tunguska". 9 Minuten zwischen Trance und Rock, garniert mit der Gitarre von David Gilmour. Auch "L'arc En Ciel" empfiehlt sich als Anspieltip. Doch auch die Vocal Stücke "More Lost Without You" und das von Alan Parsons selbst eingesungene "We Play The Game" sind äußerst hörenswert und versöhnen vielleicht alle, die ein typisches Parsons-Album erwartet haben.
Die letzten Alben brachten in meinen Augen wenig abwechslunsreiches, und kaum ein Song blieb mir länger im Ohr. Anders als bei den PROJECT Platten, die mich seit meiner Jugend permanent begleiten.
"A Valid Path" erinnert mich wieder mehr an Platten wie "TALES" und "I ROBOT", nur sehr zeitgemäß, und ich bin froh, dass Alan Parsons sich entschlossen hat, diesen (sicher nicht einfachen) Weg zu gehen.
Im Zweifelsfall eifach mal reinhören...
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am 12. Juli 2006
Zugegeben: mit den (von mit sehr geschätzten) Konzeptalben bis 1981 hat diese CD wenig zu tun. Aber Alan Parsons entwickelt zeitgenössische Kompositionen ohne dabei den hohen Anspruch an seine Musik zu verraten. Mike Oldfield z.B. hat seine "Modernisierung" ja mit einer drastischen Verflachung des Anspruchsniveaus verwechselt.

Fazig: gewöhnungsbedürftig, aber nach mehrmaligem Hören stets besser werdend. Und ganz ehrlich: Pyramid und Co. habe ich auch ca. 20 mal hören müssen, bis sie meine Lieblingsplatten wurden.
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am 17. Oktober 2004
Genau wie wir uns weiterentwickeln, hat es auch Alan Parson getan. Ein frisches Album, mit chilligen und gekonnt umgesetzten Sounds. Dem "knallharten" APP-Fan mag es zu elektronisch und "modern" sein. Aber modern heisst nicht gleich schlecht.
Sicherlich ist es eins der weniger "typischen" APP-Alben. Aber im Vergleich dazu, was wir tagtäglich als musikalischen "Schrott" um die Ohren gehauen bekommen, hebt sich dieses Album absolut positiv davon ab.
Die Remakes der Songs "Mammagamma" und "The Raven" finde ich zeitgenössisch und durchaus gut hörbar. Das Remake "Mammagamma" hat durchaus Dance-Qualitäten. Da Alan Parson es selber remaked hat, ist mir das immer noch lieber als wenn irgendwelche One-Hit-Wonder oder Konsorten das tun !.
Der Rest der CD ist meist (bis auf das Pop-Stück "More Lost without you", was durch den Sänger PJ Olson durchaus gekonnt interpretiert wird) sphärisch und elektronisch. Das Gitarrensolo bei "Return to Tunguska" von David Gilmour (Frontmann v. Pink Floyd) ist meisterhaft und einfach nur schön.
Ich hatte das Glück, APP auf einem der beiden Deutschland-Konzerte zu sehen bzw. zu hören. Ich muss sagen, ein Altmeister der Live sowohl als auch im Studio immer wieder ein Genuss ist.
Fazit:
APP-Fans, die eine Fortsetzung der alten, typischen APP-Alben suchen, Finger weg!!
APP-Fans, die einfach gute Musik hören möchten und die sich bewegen und weiterentwickeln und das auch anderen zustehen können: unbedingt kaufen !!!
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am 7. September 2004
Ganz ehrlich: So etwas habe ich lange nicht erlebt beim Anhören einer neuen CD!
Als Alan-Parsons-Project-Fan seit über 20 Jahren war ich mit seinen Solo-Alben noch einigermaßen zufrieden jeweils, aber als ich vorgestern das 1. mal „Valid Path" hörte, war ich völlig irritiert, ja fassungslos! Ich konnte nicht sagen, ob gut oder schlecht, ich fragte mich nur immer wieder:„Das soll Parsons sein?" Ich konnte es nicht glauben! Auch beim 2. Hören war ich noch total verwirrt. Ich wollte die CD fast schon in die letzte Ecke schmeißen, aber ich wollte dem Werk dann doch noch eine Chance geben. Am anderen Tag dann das Wunder! Mit jedem Hören kam ich besser in diesen neuen und für mich ungewohnten Sound hinein. Und inzwischen sage ich: Das ist endlich mal wieder ein echtes Meisterwerk! Welch ein Mut von Parsons, denn viele Fans werden sich vielleicht abwenden und neue Anhänger wird er kaum gewinnen. Ich weiß es selber noch gar nicht, woran es liegt, daß sich mir die Songs auf einmal dann doch in mein Gehirn einbrannten, aber ich kann nicht mehr aufhören, die Scheibe wieder und wieder zu spielen! Erschienen mir vor allem die Remakes seiner eigenen Werke „Mammagamma" und „Raven" anfangs als Frechheit, so sind es gerade diese beiden Perlen, die mir jetzt am besten gefallen. Danach kommt gleich „L`Arc en ciel" und vor allem auch „We play the game". Warum hat Parsons nicht schon längst selbst gesungen? Er kann es doch!
Alles in allem mein Urteil: Ein zunächst völlig verwirrendes und irritierendes, aber nach und nach gerade deshalb absolut geniales Meisterwerk!
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am 27. Juli 2015
Zugegeben, ich mußte mir das Album mehrere Male anhören. Und das in Interwallen, die etwas auseinanderlagen. Anfangs dachte ich: "..was soll das denn...?" Dann habe ich mir gezielte einzelne Titel rausgesucht und sie wirken lassen. So erschloß sich das album nach und nach. Und öffnete seine Vielschichtigkeit. "Chomolungma" - das Finale blieb als besonderes Juwel. Fazit: Interessantes, außergewöhnliches Album. Aber auch keine 5 Sterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. September 2015
Das 2004 auf Eagle bzw Artemis erschienene vierte Solo-Album des Soundmagiers Alan Parsons stellt in mehrfacher Hinsicht einen Bruch mit seiner musikalischen Vergangenheit dar.
Zunächst zog es den Briten in die USA,wo er mit völlig anderen Musikern zusammenarbeitete,als mit seinen langjährigen bewährten Mitstreitern,wie Ian Bairnson oder Stuart Elliott.
Schon während seiner Zeit mit Eric Woolfson,mit dem er als Alan Parsons Project extrem erfolgreiche und großartige Musik machte,hatte es zwar Fluktuation bei den beteiligten Musikern gegeben,einige Namen tauchten jedoch immer wieder auf.
Nach der Trennung von Woolfson wegen musikalischer Differenzen brachte Parsons drei Solo-Alben heraus,die alle stilistisch dicht bei den Project-Arbeiten angesiedelt waren,was überraschenderweise auch für die Qualität des Songwritings gilt;überraschenderweise deshalb,weil Woolfson als Komponist eine entscheidende Rolle gespielt hatte.Diesen Part hatte auf den Solo-Arbeiten von Parsons Ian Bairnson neben anderen sehr überzeugend übernommen.
Parsons hatte anscheinend dafür gesorgt,daß die sehr guten Kompositionen wie flüssiges Gold in die richtige Form gegossen wurden,sodaß der Spirit der alten Alben weitestgehend,wenn auch soundtechnisch aufgefrischt,erhalten blieb.
Auf "A Valid Path" arbeitete Parsons nun mit jungen Musikern aus der Electronic-/Trance-/Ambient-Szene zusammen,darunter war auch sein Sohn Jeremy,dem er hier eine Plattform und ein Sprungbrett bot.
Demzufolge weicht "A Valid Path" extrem von allem ab,was man mit Alan Parsons bisher in Verbindung gebracht hatte.
Nur hin und wieder blitzt etwas auf,das einen an alte Zeiten erinnert,ansonsten klingt das alles so,wie es die Namen der beteiligten Musiker vermuten lassen: Überzone,Deep E,Crystal Method,Shpongle,Nortic Collective...alles Namen,die dem typischen Prog-Melodic-Rock-Hörer wenig sagen.
So kriegt man also bassige Beats,Electronics,stampfende Rhythmen,Klangflächen zu hören,die vom Meister nicht ins gewohnte Schema gepreßt wurden,sondern den beteiligten Musikern mehr entgegenkommen.
Ein besonderer Leckerbissen ist die Beteiligung von David Gilmour am Eröffnungstrack,der dort eine für ihn typische Gitarrenarbeit abliefert.
Parsons hatte damals als Toningenieur "The Dark Side Of The Moon " (Pink Floyd) in phantastischer Qualität aufgenommen und viele Ideen beigesteuert,dabei auch einen Quadro-Mix erstellt;als TDSOTM als SACD herausgebracht wurde und ein 5.1 Surround-Mix hergestellt wurde,wurde Parsons nicht gefragt,ob er das machen wollte (und er wollte!),was ihn schwer enttäuschte.
In einem Telefonat beschwerte er sich bei Gilmour nachdrücklich,der als Wiedergutmachung einsichtig einwilligte,beim nächsten Parsons-Solo-Album dafür auf einem Track die Stratocaster zu bemühen.
Und "Return To Tunguska" ist dieser Track.
Positiv zu erwähnen ist außerdem,daß Parsons hier an allen Kompositionen beteiligt ist,während er zB bei dem Vorgänger "The Time Machine" dort gar nicht mehr in Erscheinung getreten war und ua Bairnson das Feld überlassen hatte.
Daß die Klangqualität überdurchschnittlich ist,braucht man bei Parsons eigentlich nicht mehr zu erwähnen.
Neben dem erwähnten Opener werden noch andere ungewohnt klingende,aber recht interessante Tracks geboten,wie "LÀrc En Ciel",jedoch reicht die Qualität an die älteren Alben nicht mehr heran.
Diese meine Einschätzung entsteht nicht daher,daß mir die neuen synthetischen Sounds nicht liegen;es ist einfach weniger Substanz in der Musik,als man das bei Parsons-Alben gewohnt ist.
Parsons war von jeher auf die Zusammenarbeit mit guten Komponisten angewiesen;diese hier können Woolfson,Bairnson,Elliott ua offensichtlich nicht das Wasser reichen.Und er kann das nur sehr bedingt auffangen.
Negativ zu erwähnen ist noch die (kurze) Laufzeit von gut 49 Minuten,von denen noch die Zeit für zwei für mich mindestens überflüssige Neueinspielungen abgezogen werden muß.
"Mammagamma" und "A Current Dream Within A Dream" hätte man als Gag als Bonustracks dranhängen können;mitten im Album,als ernstgemeinte Titel,wirken sie auf mich einfach nur peinlich,zumal nicht sonderlich gelungen,belanglos.
Dazu sind einige Titel arg platt ("More Lost Without You",You Can Run"),sodaß durchaus ein zwiespältiger Eindruck bleibt.
Sicher,Parsons hat etwas (für ihn) Neues gewagt,das Album klingt frisch,knackig...und doch ist es bisher sein mit Abstand schwächster Output.
Eine Bewertung fällt ungewöhnlich schwer.
Schlecht ist das Album sicherlich nicht,es hat so seine starken Momente,wirkt stellenweise interessant und auch mal mitreißend ("We Play The Game"),sorgt unter`m Strich bei mir aber doch für etwas Enttäuschung.
Etwas mehr kreative Substanz,statt Beats und nur netten Melodien wäre wünschenswert gewesen.
Dennoch höre ich es hin und wieder mal ganz gerne.
Es gibt (gab) das Album auch als DualDisc.
Dort wird eine 5.1 Abmischung in DTS,wie auch Dolby Surround geboten.Die DVD bietet außerdem eine PCM-Stereo-Abmischung,die besser klingen soll,als die enthaltene Version auf CD.
Außerdem gibt es Extras,wie Interviews.
Surround-Fans müssen hier natürlich zugreifen;der Sound und die Abmischung sollen phantastisch sein,was ich aber selbst nie testen konnte.
Schon der Klang der CD ist aber überzeugend.
Ich würde mir wünschen,daß Parsons noch mal mit seinen alten Mitstreitern um Bairnson zusammenarbeitet,aber das ist mehr als unwahrscheinlich.
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am 1. Juli 2006
Viel wurde bereits geschrieben - es wäre Zeitverschwendung, alles noch einmal wiederzukäuen.

Irgendwie war fast abzusehen, das AP diesen Weg gehen würde: Der Titelsong seines letzten Albums "The Time Machine" wies bereits in diese Richtung.

Für mich ist die Platte aus folgenden Gründen interessant:

AP erweckt nur beim ersten Durchhören den Eindruck, er versuche sich dem jungen Publikum anzudienen und schiele dabei auf die Charts. Beim genauerem Hinhören fällt einem jedoch wieder die Genialität des Soundtüftlers auf, der bereits bei The Beatles "Abbey Road" assistiert hat, sowie Glanzlichter wie Pink Floyd's "The dark side of the moon" zu seiner Referenz zählen darf.

Er macht moderne Musik - aber er macht es besser als die mordernen DJs: Wo ein moderner DJ mit einer durchlaufenden Bassline und einer ebenso einfallslos durchlaufenden Bum-cha-Drum zufrieden ist (die er irgendwo bei 2:30 min min mal für zwanzig Sekunden ausknipst), da gibt sich AP noch lange nicht zufrieden: Er holt aus der Maschine wesentlich mehr heraus, denn er wechselt schleichend den Rhythmus, variiert die Bassline, stellt einen Chor in den Raum und baut ein komplettes Lied auf Regentropfen auf.

Dass das Album so modern geworden ist, hat sicher auch einen anderen Grund: Sohnemann Jeremy ist häufiger auch mit von der Partie. Klar, dass dort nicht gerade Songs vom Schlage eines "Eye in the sky" zum Besten gegeben werden. Sicher ist jedenfalls, dass AP seinem Sohn hier auch eine Plattform bieten wollte.

Interessant finde ich die Platte auch, weil AP nicht zum ersten Mal experimentiert. Ich erinnere hier an "Stereotomy", dem sehr gelungenen Album, das auch auf den ersten Blick ein Tribut an die - in den 80ern - moderne Musikgestaltung war. Schlagzeug und Bass waren wesentlich dominanter als auf vorangegangenen (und nachfolgenden) Alben. Auf "Gaudi" schien AP dann wieder ein wenig zurückzurudern (Bekam Angst vor seiner eigenen Courage?).

Gut finde ich, dass AP immer wieder mal etwas neues versucht, denn häufig klingen seine Alben doch sehr ähnlich - aber genau diesen Stil lieben wir ja an ihm.

Das vorliegende Album ist sicher nichts für Fans von "Eye in the sky" oder "Don't answer me". Aber wer den Song "The Time Machine" auf seinem letzten Album gut fand, könnte auch für diese CD etwas übrig haben.
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