Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More 8in1 Promotion Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
7
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
7
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:7,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 18. November 2002
Martha Argerich gilt spätestens seit ihrem triumphalen Gewinn des Chopin-Wettbewerbs im Jahre 1965 als prädestinierte Interpretin des Klavier-Komponisten. Die hier in der Reihe "The Originals" herausgegebenen Stücke sind selbstverständlich schon mehrfach veröffentlicht worden: Innerhalb der "Galleria"-Serie, der "Martha Argerich Collection" oder auch teilweise in der Serie "Great Pianists of the 20th Century".
Dies hat natürlich seine Gründe: Das Chopin-Spiel der Argerich ist alles andere als konventionell und ist ebenso mitreißend wie polarisierend. Wenngleich ihr Temperament im Studio im Vergleich zu Live-Aufnahmen ein wenig gebremst wird, sind ihre Interpretationen nur als ein Feuerwerk sich abwechselnder musikalischer Seelenzustände zu bezeichnen. Dies gilt insbesondere für die Préludes op. 28. Viele Einspielungen dieses Zentralwerks von Chopin arbeiten vor allem die Unterschiede der Einzelstücke heraus, während bei anderen ein Gefühl von Geschlossenheit trotz aller Kontraste spürbar ist. Kissin (RCA) und Pogorelich sind beispielhaft für die erstgenannte Kategorie, während Argerich und auch Pollini (DG) in die zweite fallen. Die Argentinierin geht dabei noch weiter als ihr italienischer Kollege; wenngleich sie wie kein anderer die extremen Gegensätze der Préludes auslotet, bleibt eine bestimmte, vorwärtsdrängende Grundhaltung immer spürbar. Kaum jemand spielt etwa Nr. 18 oder 22 mit ähnlichem Impetus, oder Nr. 15 so funkensprühend-brilliant. Wer Ausgewogenheit und sparsame Rubati bevorzugt, muß sich anderweitig umsehen (etwa bei Lugansky) - aber dennoch kann man sich der musikalischen Faszination kaum entziehen. Dabei ist jedoch anzufügen, daß Argerich bei aller atemberaubenden Virtuosität nicht die technische Seite der musikalischen opfert; ihr interpretatorisches Konzept entspringt ihrem impulsiv-glühenden Naturell und wirkt daher nie aufgesetzt oder künstlich, wie dies zuweilen bei Kissin zu beobachten ist. Dies gilt ebenso für die zweite Klaviersonate, die annähernd zeitgleich mit den Préludes aufgenommen wurde. Auch hier bevorzugt die Pianistin sehr schnelle Tempi, was nicht allen Sätzen gleich gut bekommt. Überzeugend wirkt dies vor allem im zweiten, wo sie von dunkel-bedrohlich bis furios-dramatisch alle Register zieht. Die verträumte Stimmung des Mittelteils überträgt sich jedoch nicht auf den folgenden Trauermarsch, der dann doch etwas zu zügig angegangen wird. Andsnes (Virgin) etwa zeigt da etwas mehr Introspektive und im ersten Satz mehr Geduld im Aufbau, wirkt nicht so manisch-nervös wie Argerich. Kaum jemals jedoch konnte man den Schlußsatz ähnlich unheimlich im Halbpedal hören - ein wahrer Todeswind, der da gespenstisch über die Gräber streicht.
Alles in allem kein neues Material also, aber für diejenigen, die diese Werke mit der argentinischen Pianistin noch nicht in ihrer CD-Sammlung haben, dennoch ein Pflichtkauf - zumal das Preis-/Leistungs-Verhältnis exzellent ist. Alternativ gibt es auch die Préludes mit einigen Extra-Stücken auf einer CD; an neueren, klangtechnisch ausgefeilteren Aufnahmen seien hier Andsnes (Virgin) für die Sonate und Lugansky (Erato) für die Préludes empfohlen.
0Kommentar| 53 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 19. Oktober 2010
Neben seinen Nocturnes zählen die 24 plus zwei Préludes aus den opp. 28, 45 und posth. von Frédéric Chopin zu seinen beliebtesten Werken und zu den populärsten der klassischen Musik. Das nimmt nicht Wunder, schließlich beinhalten die Stücke einige der schönsten Melodien des polnischen Tonsetzers.
Martha Argerich darf gewiss als eine der bedeutendsten Interpreten von Chopins Klaviermusik gelten. Auch wenn die gebürtige Argentinierin mittlerweile beinahe ausschließlich Kammermusik (ein)spielt, so hat sie doch mit dieser Einspielung aus den Jahren 1975 und 1977 - hervorragende Aufnahmequalität - bewiesen, mit welchem Gespür sie ihren ganz individuellen Zugang zu Chopin findet.

Chopin reiht seine Préludes in Zweiergruppen ohne größeren Zusammenhang aneinander, immer abwechselnd in Dur und Moll. Der Ausdrucksgehalt dieser Musik wechselt von leger, nach tiefsinnig, von aufbrausend nach innig, von oberflächlich nach intim.
Argerich lebt die Préludes am Klavier. Mit ihrem charakteristischen Anschlag, der voller Lyrik und Wärme steckt, es aber dennoch versteht, an den entscheidenden Stellen zuzupacken, macht sie die Stücke zu ihren eigenen. Ihr Spiel ist abwechslungsreich, farbig und differenziert, stets ausgewogen und kontrastreich. Ihre ordnende Herangehensweise setzt haargenaue und individuelle Akzente. In der Regel wählt sie zwingende, gehende Tempi. Niemals wirkt ihr Spiel akademisch oder verklärt, sie ist immer präsent, zaubert uns Chopins Klangwelten direkt ins Wohnzimmer. Dadurch ist Gänsehaut garantiert.
Selten beispielsweise habe ich die Préludes Nr. 2 a moll oder Nr. 4 e moll intensiver und tiefer empfunden erlebt. Man höre sich nur die Nummer 20 in c moll an, wenn Argerichs Spiel selbst in den leisesten Passagen noch hell, transparent und glasklar ist! Und dann wieder ihre Deutung der berühmten "Regentropfen Prélude" in Des Dur, die strahlend und beinahe majestätisch wirkt. Zwischen dieser und der gleich darauf folgenden b moll Prélude schafft sie den größtmöglichen Kontrast, wenn sie wie entfesselt in die Tasten haut. Auch ist sie meines Wissens die einzige, die das As Dur Prélude Nr. 17 wirklich "Allegretto" spielt und damit beweist, dass es nur so seinen wahren Gehalt offenbart.

Als Zugabe gibt's eine der größten Klaviersonaten der Romantik, die gleichberechtigt neben so großen Werken wie den letzten drei Schubert Sonaten, der dritten brahmsschen Sonate oder der h moll Sonate von Liszt steht: Chopins zweite Sonate in b moll op. 35. Vor allem der berührende Trauermarsch aus diesem Stück ist es, der unvergessen bleibt und sich gleich nach dem ersten Hören ins Gedächtnis des Rezipienten einprägt.
Auch hier ist Argerich unantastbar, höchstens von Arthur Rubinsteins monumentaler Deutung noch übertroffen. Welche Tiefe im Ausdruck, welche Leidenschaft in den helleren Momenten, welche Grandezza und Spielfreude! Die Argerich setzt sich mit dieser Einspielung ein Denkmal für die Ewigkeit.
33 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Dezember 2015
Was Martha Argerich hier leistet, ist der Hammer. So salopp muss man das sagen. Für mich ist die CD hier das Maximum. Ich hörte bislang keine bessere bzw. packendere Einspielung. Da kann ein Jungstar wie Beatrice Rama (ASIN: B008P76WMU 26 Preludes/Sonate 2 Op.19 ) nicht mithalten. Selbst der von mir hoch geschätzte Ivo Pogorelich erreicht Frau Argerich nicht, was nicht nur am langsameren Tempo liegt, sondern ebenso im Ausdruck und in der Klarheit (ASIN: B000001GC8 Preludes Op. 28 ). Und Claudio Arrau wirkt im Vergleich dazu mangels eines ähnlichen Temperamentes etwas farbloser (ASIN: B000GYHZ6W The Originals - Preludes/Impromtus ). Man höre sich z. B. nur einmal die Nr. 8, 12, 14, 15 oder 18 von op. 28 an. Wirklich fantastisch. Ich teile daher ganz die Meinung und Freude des Rezensenten Andre Arnold, dem ich für seine Zeilen hier wie immer dankbar bin. Die Frage nach einer Kaufempfehlung erübrigt sich. Die CD hat hier zusätzlich die Klavier-Sonate Nr. 2. Sie erschien in einer geringfügig anderen Zusammenstellung bei der DGG in der Centenary-Reihe mit dem Klavierkonzert Nr. 2 unter Rostropowitsch (unter der ASIN: B0000246QV DG-Centenary Collection - 1975 (Martha Argerich) ), jedoch nicht wie hier remastered. Das trifft bzgl. Zusammenstellung und Remastering auch auf die frühere Ausgabe in der Galleria-Serie der DGG zu (ASIN: B00000E32T Preludes Op. 28 u.a. ). Und auch hiervon gibt es noch eine andere Zusammenstellung mit der ASIN: B000001GEC Preludes-Comp/Mazurkas (3)/Sch . In anders veränderter Zusammenstellung erschienen diese Préludes auch noch auf CD 9 der 10 CDs umfassenden Chopin-Box in der eloquence-Serie (ASIN: B002YTZPPU Klavierwerke solo/Klavierkonzerte Jubiläumsedition (Eloquence) ). Durch Argerichs Einspielung der Préludes gewinnt man Chopin nicht erahnte Eindrücke ab.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Dezember 2002
Diese Aufnahme, die nicht nur durch den Komponisten, sondern auch schon durch die Anzahl der Jahre, die seitdem ins Land gegangen sind, als 'Klassiker' eingestuft werden könnte, und das im Sinne von unsterblich, stellt Marta Argerich als Meisterin aller Klassen vor. Ihr Stil ist so direkt, dass die Kompositionen Chopins den Zuhörer auf bisher nicht erfahrene Weise fordern. Es ist nicht möglich, sich diesem Anspruch zu entziehen: Dafür belohnt sie mit einem Spielerlebnis, das Transparenz, Transzendenz, die Schönheit der Geometrie und der Klänge offenbart. Wenn ich zu ihrem Spiel einen Vergleich ziehen sollte, so wäre es der mit Maria Callas' Stimme - einzigartig auf ihrem Gebiet. Diese Aufnahme ist eine Eintrittskarte in eine Klavierwelt, in der Marta Argerich kraftvoll spricht.
0Kommentar| 28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. September 2009
...die stellen alles in den Schatten, was vorher und nachher war und sein wird.

Wie Argerich hier die Préludes spielt, das ist schlicht sensationell. Sie stellt diesen Zyklus als das dar, was er ist: Eine Folge von vollkommen durchgeknallten kurzen Stücken. Keine Glättung der schnellen Sätze und keine Romantisierung der langsamen.
Und diese Darstellung führt nicht etwa zum Zusammenbruch des Zyklus, sondern macht ihn erst sinnvoll als Seelenportrait eines zutiefst gebrochenen Menschen, der Chopin zum Zeitpunkt der Komposition schon war.

Diese Aufnahme ist einfach perfekt. Punkt.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Dezember 2012
Argerichs Einspielung unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht zu der von Rubinstein. Sie zeigt die Stücke aus leicht geändertem Blickwinkel, sehr angenehme Abwechslung. Wem die Preludes gefallen, kann ich nur empfehlen auch Argerichs Interpretation zu kaufen. Auch die Sonate spielt sie orginell anders als Rubinstein, wobei seine Version "heftiger" klingt, da er ein höheres Tempo vorgibt und sein Rubato nur angedeutet ist (vergleichsweise).
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Oktober 2013
Cd als auch Cd Hülle waren einwandfrei, lediglich kleine Kratzer auf der Hülle, die mich allerdings nicht stören. Auf den Inhalt und nicht auf die Hülle kommt es an.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

18,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken