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Eine surreal-postapokalyptische Welt, mit Nahrungsmittelknappheit und insbesondere Mangel an tierieschem Fleisch wird hier gezeigt in einem Haus inmitten von Ruinen, das dem Metzger Clapet (Jean Claude Dreyfus) gehört. Aber da Homo sapiens sich von anderen Säugern biologisch nicht so sehr unterscheidet, kann er immer die Wünsche seiner Kundschaft befriedigen.
Als der ehemalige Varieté-Clown Louison (Domonique Pinon) sich auf eine Annonce als Hausmeister und Mädchen für alles vorstellt, ein Hänfling von 63 kg, ist der Metzger zunächst nicht begeistert, aber schließlich wird Louison doch eingestellt. Aber er wird nicht bald Opfer wie seine Vorgänger, denn der gewohnte Ablauf läuft aus dem Ruder, als sich diue fast blinde Cello spielende tTochter des Metzgers in den Clown verliebt.
neben den genannten gibt es noch eine Frau mittleren Alters, die üpber Rohrleitungen Stimmen hört und sich mit den fantasievollst ausgeklügelsten elektromechanischen Installationen umbringen will, was immer wieder kläglich-traurig scheitert.
die Gruppe der vegetarischen Untergrundkämpfer, die Troglodisten, laufen mit bizarren Grubenlampen durch die Kanalisation, ein Mieter haust in einem feuchten Biotop mit Fröschen und Schnecken, eine Oma strickt etwas , das aus einleuchtendem Grunde nie fertig werden kann. und der Kampf des Metzgers gegen den Clown auf dem Dach des Gebäudes"verfolgen" die Hausbewohner indirekt am Bildschirm, je nach Position der involvierten Antenne haben sie scharfes Bild oder "Schnee".

In wunderbar goldbraunen Farben wie auch später in "Die Stadt der verlorenen Kinder" zeigen Jeunet und Caro ("Die fabelhafte Welt der Amélie") eine postapokalyptische Welt, vom TV-Programm vielleicht den 40er jahren zuzuordnen, mit den skurrilsten Typen und zum Teil bizarrer Handlung. Manch Ereignisse bzw. Erlebnisse greifen nur durch Zufall ineinander wie die scheiternden Suizide, die einzigen Konstanten sind die Frage des Überlebens von Louison und die zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und der Tochter des Metzgers.

Hat der Film einen fieeren Sinn??? Muss er denn einen haben?
Man erfreut sich an den skurilen Selbstmordinstallationen (zumal es ja nie klappt), den wunderbaren auf Flohmärktenn zusammengekauften alten Wrrkzeugen und anderen gegenständen, mit denen im Vorsoann, Schnitt, Kostüm, Ton und weitere Zutaten illustriert werden, an den parallel gezeigten rhythmischen Aktivitäten, als der Metzger seine Freundin liebt, auf einem Bett mit Sprungfederuntergestell, mit zunehmender heftigkeit und Geschwuíndigkeit des Aktes nehmen die parallel gezeigten Rhythmen groteske Formen an, wir bewundern das fiese Grinsen des grobschläcjtigen Metzgers und staunen über die ausgeprägte Mimik des Clowns mit seinem "Gummigesicht", bemitleiden vielleicht die fast blinde Tochter, die beim ersten Rendezvous mit Louison aus Eitelkeit zunächst auf die Brille verzichtet und ihre Einrichtung zum Teil demoliert ("Das macht nichts, deshalb habe ich ja alles doppelt.").

In tollen Farben, liebevollen Details der Szenerie und fantasievollem Schnitt sehen wir ein herrliches Panoptikum, bei dem uns die makabre Ausgangssituation überhaupt nicht stört, zahlreiche Bilder und skurile Ablaäufe bleiben einfach unvergesslich . Die 4 Césars für diesen Debutfilm aus dem Jahre 1991 kann ich sehr gut nachvollziehen., eine ganz dicke Empfehlung für diesen einzigartigen Film!

Doc Halliday
55 Kommentare| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 14. Juni 2011
Wie alle Ausgaben der "StudioCanal-Collection" wurde auch das Meisterwerk von Jeunet & Caro in ein äußerst edles & sehr elegantes Mediabook verpackt. Dieses steckt in einem dünnen Pappschuber, auf welchem ein nicht ablösbares FSK-Logo angebracht ist (wen dies stört, der kann den Schuber auch weglassen - fällt rein optisch überhaupt nicht auf).
Bild- & Ton-Qualität sind - wie nicht anders zu erwarten - tadellos & interessantes Bonusmaterial ist zu Genüge vorhanden: Audiokommentar mit Jeunet, Trailer, Making Of ("Aufschnitt" von Diane Bertrand), eine Doku zum Film ("Die Krönung") sowie das Featurette "Aus Jean-Pierre Jeunet's Archiven".
Weiters enthält die Edition ein recht informatives 20seitiges Booklet mit einem Text des Autors Kim Newman.
Fans des Films sollten bei dieser tollen Blu-ray unbedingt zugreifen!
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am 13. August 2010
Irgendwo in einem anachronistischen Ambiente einer postapokalyptischen Zeit, als die Menschheit sich längst selbst um jede Form der Zivilisation gebracht hat, bewirbt sich der ehemalige Varieté-Clown Stan Louison inmitten einer Ruinenlandschaft im Niemandsland in einem brüchigen Mietshaus um eine vakante Stelle als Hausmeister. Der Besitzer der Ruine, der grobschlächtige Monsieur Clapet, der im Erdgeschoss eine Fleischerei betreibt, ist beim Anblick des schmächtigen und schüchternen Stan zunächst noch etwas skeptisch, doch die sympathische Erscheinung des Künstlers überzeugt ihn schließlich. Stans neuer Arbeitsplatz entpuppt sich jedoch als Horrorhaus, denn er soll letztendlich das Schicksal seiner zahlreichen Vorgänger teilen. Was bedeutet, dem Wiegemesser seines monströsen Chefs zum Opfer zu fallen und als gegarte Delicatesse auf dem Speiseplan der Hausgemeinschaft zu landen. Denn die apathischen Bewohner in Clapets Mietshaus haben leere Mägen und sind alle sehr hungrig. Sowohl die elegante Dame, die verzweifelt versucht, sich über extravagante mechanische Konstruktionen das Leben zu nehmen, als auch der entstellte Eremit im Keller, der sich in seinem gefluteten Verließ von Fröschen und Schnecken ernährt. Mysteriöse Umstände, die dem stoischen und stets gelassenen Stan wenig seltsam vorkommen. Auch das spurlose Verschwinden einer Mieterin, die mit der Zahlung in Verzug ist, gibt ihm keinen Anlass zur Beunruhigung. Als sich Stan jedoch in Clapets kurzsichtige Tochter Julie verliebt, gerät die intakte Welt der kannibalisch veranlagten Mieter aus den Angeln. Um der gefräßigen Hausgemeinschaft zu entkommen, schmiedet Julie ein Bündnis mit den vegetarischen Troglodisten, einer militanten Spezialeinheit, die ihr in Form einer geheim in der Kanalisation operierenden Résistance zu Hilfe eilt und auf groteske Art und Weise zu verhindern versucht, dass Julies geliebter Stan als Hackfleisch auf dem Teller ihres Vaters endet.

Viele der kleinen originellen Facetten, die man in Jean-Pierre Jeunets Debüt "Delicatessen" entdeckt, wird man später einmal in vollendeter Form in Folgewerken wie "Die fabelhafte Welt der Amelie" und "Mathilde" wiederfinden: die surrealen Verzerrungen des Alltäglichen, der Charme des Absurden, die Isolation der Protagonisten in einer autarken Szenerie, die collagenhaft verwobenen Handlungsstränge, die warmen goldenen, pastellfarbenen Bildkompositionen, die hier jedoch das Treppenhaus in einen Ort des Grauens verwandeln, und die anachronistische Ausstattung der Sets im Stil der 40er Jahre. Besonders morbide wirkt der Grundton des Films, in dem trügerisch alles seinen normalen Lauf nimmt, obwohl die Umgebung stets wolkenverhangen und düster ist. Diese post-nukleare Welt, deren Ursache in der Handlung überhaupt keine Rolle spielt, könnte auch der retro-futuristische Rahmen für ein beklemmendes Horrorszenario a la Sweeney Todd sein. Darauf reduzieren lässt sich diese bunte Melange aus verschiedenen Genres jedoch bei weitem nicht. In den Kosmos dieser Welt finden auch Science-Fiction-Elemente in verfremdeter Form einen Zugang, die stark an Terry Gilliams bizarre Fantasien in "Brazil" erinnern und in einer raffinierten Farce eine surreale Variante des Endzeitfilms darstellen. So kann es passieren, dass der hektische Aktionismus der vegetarischen Kanalisationsrebellen nach zähen Verhandlungen vollkommen ins Leere läuft und ein weiterer sorgfältig ausgeklügelter Suizidversuch der völlig frustrierten Madame Aurore an einer nicht einkalkulierten Banalität scheitert. In diesen Momenten schimmert wunderbar Jeunets hohe Affinität zum subtil Makabren durch. Zudem spiegelt sich in den liebevoll detailliert gezeichneten Figuren die Skurrilität der Stummfilmzeit der 20er Jahre wieder. Wenn der Protagonist trotz aller Gefahren, die ihn ständig umgeben, gedankenverloren auf einem Sägeblatt mit spielerischer Leichtigkeit und hochoktavigen Tönen seine Julie am Cello begleitet, erinnert das stark an eine Hommage an den Slapstick von Stan Laurel. Der exakte Rhythmus des Films und die präzise Taktung der Arrangements sind Reminiszenzen an die Silly Symphonies, die man aus der Welt der Cartoons kennt. So stammt auch das in schwarzem Humor getränkte Drehbuch aus der Feder von Comic-Autor Gilles Adrien. Eindrucksvoll ist die Sequenz, in der Clapet in einer Parallelmontage mit dem Quietschen des Betts beim Geschlechtsakt mit seiner Frau scheinbar eine ganze Geräuschkulisse dirigiert. Von diesem frivolen Treiben ausgehend werden nacheinander Szenen eingefügt, die sich den lauten mechanischen Klängen unterordnen. So sieht man Stan an einem Hosenträger gesichert auf der Leiter eine Decke streichen und ein Hausbewohner versucht mit rhythmischen Bewegungen, ein Präservativ zu flicken. Als die Bettfeder der animalischen Lust des Metzgers und seiner Frau nachgibt, reißt zugleich auch Stans Hosenträger und das Kondom platzt. Die Kamera fährt diese Geschehnisse mit talentiertem Geschick (Darius Khondij) in millimetergenau beobachteten Einstellungen ab. Ebenso pedantisch werden die umständlichen Suizid-Konstruktionen der lebensmüden Frau abgefilmt. Es ist typisch für Jeunet, dass dieser Film sich in ästhetisch inszenierten Nebenpfaden verirrt und im Prinzip ohne ein zentrales Plotziel auskommt. Die Liebe seiner beiden Protagonisten zueinander verliert er trotz aller Detailversessenheit jedoch (ebenso wie später bei Amelie und Mathilde) nie aus dem Fokus.

Einige Darsteller des Films gehören zum festen Ensemble Jeunets. So trifft man beispielsweise Dominique Pinon, der hier als Stan mit seiner charakteristischen und eigentümlichen Mimik brilliert, Jahre später in Amelies Cafe als eifersüchtigen Joseph wieder. Dem martialischen Metzger Jean-Claude Dreyfus begegnet man in Mathilde als Commandant Lavrouye. Die Bildauflösung der DVD ist qualitativ nicht die Beste und hat einige grobkörnige Texturen. Die deutsche Tonspur ist nur in Stereo Dolby Digital vorhanden, die Französische dagegen in Dolby Surround. Abrufbar sind als Bonusmaterial einige Trailer und das Making Of "Feingeschnittenes" mit Diane Bertrand, das mit deutschem Untertitel versehen ist.
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am 6. Februar 2018
Ein herausragender Film!

Den Film selbst rezensiere ich hier aber nicht - das hat Amazon (oder einschlägige Film-Seiten im Netz) bzw. haben diverse weitere Käufer schon getan :-)
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am 9. April 2014
... Mit diesen beiden Worten kann man den Film wahrscheinlich am Besten beschreiben.

Die Geschichte ist gleichzeitig völlig verrückt, sehr intelligent erzählt und bleibt trotz recht derbem und makaberem Humor in sich einfach schön / schön-böse.
Besonders beeindruckend ist die Bilderzählweise, in der teilweise die kleinsten Nuancen größte Wichtigkeit zu bekommen scheinen.

Im Bereich der Extras kommt dieses Produkt (Arthaus Collection Nr. 33) ebenfalls klasse daher.
So ist neben ein paar obligatorischen Extras, die gut verpackt sind, aus meiner Sicht auf jeden Fall das Booklet zu erwähnen, dass hier auf jeden Fall durch gut geschriebene Texte interessante Informationen vermittelt.

Ich wünsche allen viel Spaß mit diesem Film / dieser DVD.
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am 27. Februar 2017
Was für eine Schweinerei - aber nur IM Film ! Dieser französische Blödsinn auf eine DVD gebrannt passt sehr gut neben "Die Stadt der verlorenen Kinder" und "Micmacs" in mein DVD - regal: stundenlanges Zwerchfellreizen ist garantiert.
Die Bestellung und der Versand klappten reibungslos - alles kam pünktlich und in einwandfreiem Zustand. Danke !
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am 1. Januar 2018
Ein wichtiger Film über das Essen in einer postapokalytischen Welt. Wer Endzeitfilme liebt und Dystopien unterhaltsam findet, der ist hier richtig. Allerdings ist eine gehörige Portion schwarzer Humor erforderlich.
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am 13. Juni 2015
Guter Film, aber nichts für feinfühlige.
Wirr, grob, abstrus, irre - kannibalisch!
Wer verrückte Filme mag, wird diesen lieben. Er verliert sich in einer surrealistischen Gegend, deren sehr bedrückende Atmosphäre durch Leib und Seele gehen.
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am 5. Februar 2015
20 years .......
I have not seen

Jeunet & Caro
merveilleux !!!

und wo soll ich die 2 Wörter her nehmen,
die jetzt nicht mehr fehlen???
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am 23. August 2014
Delikatessen ist mir seit langem bekannt als einer der absurdesten Filme. Er strotzt vor Regieeinfällen, welche dieses Meisterwerk sehr kurzweilig erscheinen lassen. Außerdem besticht er durch seine ausgezeichnete Qualität in jeder filmischen Hinsicht, siehe Ausstattung etc.
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