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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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am 4. März 2002
Wieder einmal hat Blind Guardian bewiesen, dass Musik auch verdammt gut klingen kann, wenn sie aus mehr als drei Akkorden besteht. Das neue Album ist einfach bombastisch und bis ins Detail so liebevoll ausgearbeitetet, dass man gar nicht mehr aufhören kann, den Krehfeldern zuzuhören. Zeitlos und trotzdem bewegend, traditionell aber auch komplett anders, als alles bisher Dagewesene. Den Stil, den Blind Guardian bereits in Nightfall in Middleearth angeschlagen hat, wird auf dem neuen Album noch weiter ausgearbeitet. Das heisst konkret: noch mehr Instrumentenvielfalt, noch bessere Refrains und fesselnder denn je. Die Songs, die mir im neuen Stil am besten gefallen sind das leicht orientalisch angehauchte 'Precious Jerusalem', ähnlich wie 'Under the ice' und 'Battlefield'. 'Sadly sings Destiny' und 'Punishment Devine' sind die besten Anwärter für zukünftige Klassiker und sind eher dem alten Image der Band angepasst. Im Kontrast dazu steht die Ballade 'The Maiden and the Minstrel Knight', die mit einer enormen orchestralen Untermalung begleitet wird. So geht es weiter durch das ganze Album: jedes Stück ist einzigartig und komplett anders. Das Album endet schließlich mit dem komplexesten und gigantischsten aller Stücke: 'And Then There was Silence'. Was bei der Vielfalt meiner Meinung nach ein wenig verloren geht, ist die Möglichkeit, es selbst nachzuspielen, eine Akkustikgitarre reicht dafür nicht mehr aus (ich bin schon mal gespannt wie Blind Guardian das Album live performen wird). Trotzdem ist es ein Klasse Album und hat 5 Sterne (so fern man Musik in so einfachen Kriterien bewerten kann) mehr als verdient.
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am 26. Juli 2009
Sieben Jahre ist es nun her, dass ich dieses Album am Tag seines Erscheines in den CD-Player gelegt habe und mir die grandiosen ersten Takte von "Precious Jerusalem" um die Ohren peitschten. Häufig ist die Scheibe seit dem wieder in meinem Plattenschrank verschwunden und häufig habe ich sie wieder herausgekramt.
Das Album ist insgesamt nicht einfach zu hören. Die Produktion ist sehr komplex, Chöre agieren gegenläufig zur Musik wohin man hört und der Gesang von Hansi Kürsch ist nicht mehr so klar und deutlich im Vordergrund wie bei den straighten Alben früherer Zeiten, sondern steht häufig neben den Chören und einem wahren Gewitter aus Keaboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Dieses Gewitter sorgt nicht nur dafür, dass A Night At the Opera das wohl komplexeste Werk Blind Guardians ist, sondern streckenweise auch das härteste und agressviste. Das Album stellt nicht nur einen Wendepunkt in der Bandgeschichte dar (der mit NIghtfall... bereits begann), sondern polarisiert, gerade wegen seiner Vielschichtigkeit, auch wie kein anderes der Band (siehe nur die vielen 1-Punkt-Bewertungen neben den vielen 5-Punkt-Bewertungen). Häufig muss es sich dem Vorwurf aussetzen, überfrachtet zu sein. Und tatsächlich steckt in den einzelnen Liedern sehr viel drin. Blind Guardian gehen an die grenze des Möglichen/Hörbaren, überschreiten sie jedoch nicht. Die Stücke sind bei den ersten Hördurchläufen teilweise nur schwer zu begreifen, durch die gute Produktion ändert sich dies jedoch mit jedem Durchlauf. Die Stücke sind nicht überfrachtet, sondern entpuppen sich im Gegenteil sogar als einige der eingängisten Songs der Bandgeschichte.
Wahrscheinlich deshalb wurde das Album von mir in den ersten Monaten zwar häufig gehört (die Texte sitzen nach wie vor bei mir), verschwand dann jedoch für längere Zeit zu Gunsten älterer Scheiben wie Somewhere far Beyond, die ich damals, mit 19, nahezu vergötterte, im Regal. Ein Album wie "A NIght At The Opera" wollte man von Blind Guardian einfach nicht hören. Am liebsten sollte alles beim alten bleiben.
Nun, einige Jahre später, und ohne den Wunsch, eine Band zu hören die immer und immer wieder Somewhere Far Beyond und den Bard's Song schreibt, muss man jedoch sagen: Blind Guardian ist hiermit ihr absolutes Meisterwerk und ein Meisterwerk des Metals schlechthin gelungen. Songs wie Precious Jerusalem und Battlefield deuten bereits am Anfang des Albums an, was einen erwartet: ein hoch komplexes Album, grandios komponiert mit unglaublich eingängigen Melodien und einer Komposition die sich wohl wirklich zu keinem Zeitpunkt wiederholt. Den Höhepunkt erreicht das Album dann jedoch zum Schluss mit dem längsten Song der bisherigen Bandgeschichte: "And Then There Was Silence" ist 14 Minuten lang und ein praktisch perfekt komponiertes Lied. Hier fließt zusammen, was das Album vorher vorbereitet hat. Viele Lieder (auch namhafter Prog-Bands) erreichen solche Längen nur, indem eine Akkordfolge einfach statt 5mal 15mal wiederholt wird und solche Brücken zwischen zwei Passagen gedehnt werden. Häufig stehen diese Passagen dann auch (musikalisch) recht zusammenhanglos nebeneinander, ohne so richtig Bezug aufeinander zu nehmen. Nicht so diess Stück: Jede Note wächst aus der vorhergehenden ganz natürlich heraus. Takt für Takt entwickeln sich der Song und seine wunderschöne Melodie so immer weiter, ohne dabei in mehrere Song zu zerfallen. Eine solche Komponierweise gibt es sonst nur bei großen Klassikern wie Beethoven. In den ganzen 14 Minuten wird es nicht einmal langweilig und man verliert sich ganz in der fantastischen (Klang-)Welt, die Blind Guardian da erschaffen haben.
Auf dem Nachfolgealbum, A Twist in the Myth, haben Blind Guardian versucht, den operesken Sound von A Night at the Opera mit Elementen des moderenen Metals zu kombinieren. Dies ist auch gut gelungen, die Lieder erreichen jedoch nicht die Beständigkeit von A Night At The Opera.

Auch nach dem (geschätzt) 1000ten Durchlauf ist dieses Album mir nicht langweilig geworden. Im Gegenteil: Obwohl mir Texte und Melodien bekannt und häufig (auch wenn ich monatelang die CD nicht gehört haben sollte) im Ohr sind, "wächst" das Album mit jedem Durchlauf und es gibt immer wieder neue, schöne Passagen auf die man seine Aufmerksamkeit lenken kann.
Großartig!
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am 7. März 2002
1. Der Sound hat sich erwartungsgemäß in der Richtung von "Nightfall..." weiterentwickelt. Nicht MEHR Bombast, aber PERFEKTER und VARIANTENREICHER als zuvor.
2. Wenn ihr die CD hören wollt, solltet ihr euch unbedingt ZEIT NEHMEN! Knallt sie auf keinen Fall wie z.B. "GammaRay" rein!!!
Wer sich die Zeit nimmt, sich MIT DEM MATERIAL AUSEINANDERZUSETZEN, wird MEHR ALS BEGEISTERT sein und 5 Sterne wären da schon fast unterbewertet.
ANSONSTEN ist der Hörgenuss eher anstrengend...
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am 7. April 2005
Dieses Sprichwort hat schon meine in der Zwischenzeit verstorbene Großmutter immer gesagt und damit hatte sie auf jeden Fall Recht. Und eben diese alte Weisheit trifft auch völlig auf das letzte Blind Guardian Studioalbum zu. A Night at the Opera klingt auf jeden Fall sehr überladen. Es ist voll gepackt mit den unterschiedlichsten Melodien, Rhythmuswechseln und Hooklines. Darüber wäre ich bei Dream Theater oder anderen Progbands erfreut. Nicht so bei den Fantasymetallern aus Krefeld. Vergeblich sucht man auf der 2002er Veröffentlichung der deutschen Ausnahmeband nach dem einstigen Markenzeichen: Anspruchsvoller und dennoch eingängiger Powermetal, der sich beim ersten Hören in den Gehörgängen festsetzt und da auch nicht mehr heraus weichen möchte.

Vereinzelt kann man bei Liedern wie Battlefield, The Soulforged oder Age of False Innocence diese Trademarks noch erahnen, aber sie verklingen unter dem übertriebenem Progmantel mit denen sie verhüllt wurden. Richtiggehend belanglos klingt dann noch die Ballade The Maiden and the Minstrel Knight. Ein absolut gescheiterter Versuch an alte Perlen wie A Past and a Future Secret oder Mordred's Song anzuknüpfen.

Insgesamt ist die Scheibe nicht schlecht. Es wäre auch unfair so zu urteilen, bei der ganzen Arbeit, die Blind Guardian wahrscheinlich invesiert haben, um dieses Epos zu erschaffen. Außerdem zeichnete sich diese Marsch-Richtung schon bei der 1998 erschienenen Nightfall in Middle Earth CD ab.

Dennoch bevorzuge ich eher die drei eingängigsten Werke von Blind Guardian: Tales from the Twilight World, Somewhere far beyond und Imaginations from the Other Side.
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am 7. März 2004
Blind Guardian wissen halt immer, wie man sich selbst übertrifft, auch wenn man es im Grunde genommen nicht mehr schaffen kann. Das beweist eindeutig diese Scheibe. Bombast wird hier ganz groß geschrieben, ohne die Wurzeln der Band zu verraten. Von Songs wie Battlefield und Under the ice kriegt man vor lauter Begeisterung Gänsehaut. Alles ist an der Platte grandios gelungen. Kürschs Gesang ist wieder einmal hervorragend geworden. Wenn die Songs eines Albums einem nicht mehr aus dem Kopf gehen, hat die Band ihren Zweck erfüllt. Fans dieser Metalsorte müssen sich diese CD besorgen, da führt halt kein Weg vorbei!
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am 18. August 2003
Wie viele Stunden habe ich mit dem Hören dieser CD verbracht und wie lange hätte ich sie als schwächste BG ever eingestuft. Slowburner, wie ich in einer anderen Rezension lesen durfte, trifft es noch nicht einmal annähernd. Mehr als ein Jahr hat es gebraucht, bis diese CD vollends gezündet hat und mich nicht mehr los lässt. Was ich zuerst als absolut überproduziert und übertrieben bezeichnet hätte, halte ich nun für einen Facettenreichtum der bisher im Musikbusiness für mich persönlich absolut unerreicht blieb. Das unglaubliche Feeling, welches herübergebracht wird mit Songs wie dem Opener „Precious Jerusalem" jagt mir jedes Mal (auch heute noch) einen Schauer über den Rücken. Die unglaubliche Produktion, die alles so glasklar zum Vorschein bringt, wenn man sie nur lässt, hat für mich kaum Schwachpunkte. Ich verstehe mich selbst kaum mehr, wie ich zB Battlefield nicht als einen genialen Song finden kann. Absolut überragende Lyrics (wie wir es von Hansi Kürsch ja durchaus gewohnt sind), wundervolle und gleichzeitig etwas ungewohnte Melodien, welche sich nach mehrmaligen Hören wieder in die Blind Guardian Welt einfügen als wären sie schon immer da gewesen.
Seit ich „Under The Ice" auf der „Live" CD gehört habe, lässt es mich sowieso nicht mehr los, grandioser Song, mehr kann ich dazu gar nicht sagen, genau wie „Sadly Sings Destiny" wo mich zuerst der Anfang immer etwas abgeschreckt hat, dann aber vollkommen zum Lied passt, die Lyrics dazu sind für mich mit die besten die der Herr Kürsch jemals zu Papier gebracht hat. Kleines Zitat:
„I've known it long before
The Galilean's on the floor
Shame on me
Shame on me
I'm a tool and nothing more"
Einfach unglaublich meiner Meinung nach.
Mit "The Maiden And Minstrel Knight" ist eine Ballade gelungen, wie sie im Buche steht. Wunderschön untermalen von einer leichten Begleitung, trotzdem sehr vielschichtig produziert. Perfekt.
Gleich wird wieder mit mehr Power nachgeladen. „Wait For An Answer" ist sehr gut geworden, ein Refrain der einem sofort im Kopf bleibt und als Ohrwurm wahrscheinlich auch drin bleibt. Vielleicht am ehesten als Anspieltipp zu verwenden, obwohl das auf dieser CD sehr schwer ist, mit dem anspielen.
Der „schwächste" Song kommt dann mit „The Soulforged", passt für mich nicht ganz in das übrige Ambiente und wurde eben nicht ganz so perfekt gemacht wie der Rest, wer mich aber kennt weiß, dass das nicht heißt, dass der Song schlecht ist, sondern sehr gut, nur eben nicht Genial, aber das kommt vielleicht auch noch.
„Age Of False Innocence" wurde eine nette halb Ballade mit sehr genialem Schluss und perfekt in das Umfeld passend.
Dann kommt das Glanzstück. „Punishment Divine"... mehr als unglaublich und göttlich kann ich dazu kaum sagen.
„And Then There Was Silence" ist für mich sowieso über jeden Zweifel erhaben, auch einfach nur genial.
Fazit:
Nach einem Jahr wurde dieses Album für mich erst richtig interessant und es ist ganz sicherlich kein schlechtes. Ich hab alle Alben von Blind Guardian, weiß also wovon ich rede. Es ist auch kein Schritt zurück, eher vorwärts. Seiten an den Gardinen wurden aufgezeigt die ich bisher gar nicht kannte. André Olbrich und Hansi Kürsch als Songwriter Duo haben wieder bewiesen, dass sie beinahe alles können, ob es jetzt heißt traumhafte Chöre einzubauen, oder Soli zu schreiben die einem Kalt den Rücken runtergehen. Bombastischer Power Metal wie er nicht besser geht. Wie immer bei Blind Guardian eigentlich. Nicht zu unrecht meine absoluten und unerreichbaren Götter.
Bewertung:
Produktion: 10/10
Wiederspielwert: 10/10
Innovation: 10/10
Abwechslung: 10/10
Gesamt: 10/10 (kauft es, lasst es wirken und findet es genial ;-))
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am 20. März 2002
Wer dachte, Nightfall in Middle-Earth wäre nicht zu toppen (und wer hat sich das nicht damals gedacht), der wird wieder einmal eines Besseren belehrt. "A Night at the Opera" (ein Queen-Album, warum es als Namensvetter dient, sei mal dahingestellt) ist irgendwie typisch Blind Guardian, aber dennoch ist vieles neu. Die üppigen Chöre gehörten spätestens seit der "Imaginations from the Other Side" zum Standard, doch auf der neuen Scheibe sind sie in Perfektion vertreten. Viele neue Einflüsse gibt es wie z.B. das orientalische "Precious Jerusalem". Die Ballade "The Maiden and the Minstrel Knight" dürfte die bisherige Kult-Ballade "Mordred's Song" ablösen. Für die härtere "Back to the Roots"-Fraktion der Guardian-Fans gibt es "Punishment Divine". Und zum Schluß das längste aller Guardian-Stücke und wohl auch das am meisten produzierte (über 200 Tonspuren hat nicht jedes Lied) "And then there was Silence" haut jeden um. Epochal und ohne Zweifel kultig. Doch nicht nur die Musik ist allererste Sahne, auch die Texte lassen nichts zu wünschen übrig und sind sehr sinnig (im Gegensatz zu anderen Bands). Fazit: Kult-Album, das man haben muß!! Und wie bei jedem der 3 letzten Blind Guardian-Alben sagen wir heute: Kann man nicht toppen!! Doch beim nächsten Album werden wir wieder anders denken....
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am 2. November 2004
Ich bewerte ein Album mit 5 Sternen, wenn es so gut gemacht ist, dass man es nicht mehr erwarten kann, um es wieder zu hören. So erging es mir zum Beispiel bei dem Album 'Nightfall...'; manchmal drehte ich eine Extrarunde mit dem Auto und wenn ich abends nach Hause kam - 'Mirror, Mirror'...
Um ehrlich zu sein: hätte es nicht die Amazon Rezessionen gegeben, die mich darauf hinwiesen, dass man 'A Night at the Opera' mehrmals hören muss, bis es sich einem erschliesst; ich glaube, die CD wäre nach einmaligem Anhören in meinen Regalen verstaubt und hätte dort unter der BG Rubrik als mehr oder weniger undekorativer CD-Rücken ihr Dasein gefristet. Es wäre schade gewesen, denn ich hatte fast schon vermutet, dass bei mir der Funke nicht überspringt und siehe da: nun läßt es mich nicht mehr los! Ein Stück ist besser als das nächste und die Arrangements setzen sich derart subtil in den Gehörgängen fest, dass man fast süchtig danach wird. Ich weiß nicht, wie die Jungs das gemacht haben, aber ich find's genial!
Einen Minuspunkt muss ich jedoch geben: es fehlt an Abwechslung. Zum Beispiel vermisse ich eine schöne Ballade, so wie man es von BG gewohnt ist. Diese sucht man auf dem Album vergebens.
Außerdem haben die Musiker allzu sehr versucht, jedem Song den Sound von 'Queen' aus ihrer Anfangszeit aufzudrücken. Ein bisschen zu viel, wie ich meine; alles klingt ein wenig nach 'Keep yourself alive' vom Queen I Album und das macht es ein wenig eintönig.
Aber was soll's, was BG gezaubert haben, ist schon toll. Ich kann mich erinnern, dass mir damals die alten Queen Songs auch nicht alle auf Anhieb gefallen haben und auch diese sich erst 'entfalten' mussten. 'Blind Guardian' kommen ganz dicht an Queen heran (die bekanntlich auch ihre musikalischen Vorbilder sind; wer will ihnen also den stets präsenten Queen Sound verdenken?) .
Ich empfehle jedem, dem sich das Album nicht von vornherein erschließt, sich die einzelnen Songs Stück für Stück vorzunehmen. Eines nach dem anderen, das macht es weniger komplex und somit eingängiger.
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am 27. Februar 2002
Nun ist die langerwartete neue Blind-Guardian-Cd da umd hohlt mit Leichtigkeit den genialen Vorgänger ( Nightfall in Middle-Earth) vom Referenz-thron!
Der pfeilschnelle,bombastische Opener "Precious Jerusalem" pfegt einen, mit seinen vertrackten orientalischen Beats, förmlich vom Stuhl! Nun folgt der Gottsong überhaupt! Mit "Battlefield" haben sich die Krefelder selber übertroffen.
Er erinnert, vorm Grundgerüst, an alte Manowar-Evergreens, wie z.B. "Battle Hymn,Gates of Valhalla" etc. nur folkloristischer und schwerer zugänglich. Man kann bei allen Songs sagen,dass sie extrem schwer zu begreifen sind und das "A Night at the Opera" bestimmt keine Easy-Listing Musik ist!
Weiter gehts mit dem spacig beginnenen "Under the Ice", der an alte Bg-Hits erinnert und sehr Musical-like rüberkommt."Sadly Sings Destiny" ist der Rock-Song des Albums und wirkt absolut Bg untypisch!Er besitzt einen nahezu kommerziellen Refrain und wird mit spährische Synthie-Sounds begleitet.Herrvoragend ist übrigens die gänsehauterzeugente Bridge.
"The Maiden and the Minstrel Knight" ist eine Halbballade,die von einer unglaublich geilen Keyboard begleitent,immer mehr in Extase schwebt und von einenem ungewöhnlichen Refrain gekrönt wird."Wait for an Answer" ist der Stimmungssong des Albums, der extrem gute Laune verbreitet,sehr hardrockig wirkt und mit einem mitgröll-kompatiblen Refrain aufwartet, der sich Tagelang ins Gehirn einfrißt."The Soulforged" wartet mit einer geilen Viking-Metal-Melodie auf die man am besten mit Thyrfing vergleichen kann.Hinzu kommt ein weiterer Superrefrain.Da muß man mitsingen, ob man will oder nicht.
Mit "The Age of False Innocence" wagen sich die Gadinen wieder auf neue Pfade, nämlich sehr atmosphärisch,progressive. Die Midtempo-Nummer wird alle Fans von Dream Theater von den Socken hauen, vorausgesetzt sie lieben fette Chorsänge (teils Spock's Beard meets Gregorian) und Unmengen von Bombast! Das gilt allerdings bei allen Songs.
Bei "Punishment Divine" wird nun wieder die Brechstange herausgeholt.Durchsetzt von komplexen Gesängen und Gitarrenharmonien, ballert sich sich Bg durch eine Nummer, die man mit "I'm Alive" vergleichen könnte. Wieder sind Bridge und Refrain allererste Bombast-Sahne.
Zum 14min. Rausschmeißer " And then there was Silence" muß ich nix mehr sagen, da er für mich der beste Bg-Song aller Zeiten ist!
Gerade deshalb kann ich nicht begreifen dass das ganze Album dieses Niveau locker halten kann!
Bg ist ihr Meisterwerk gelungen, das meiner Meinung nach besser ist als "A Night at the opera" von Queen, auch wenn das Majestätsbeleidung ist! Für mich ist dieses Werk das "Sgt.Pepper's Lonely Hearts Club Band"-Werk des Metals und hat für mich den gleichen Effekt wie für die ältere Generation "Back in Black","Master of Puppets" und "Reign in Blood" !
Ich hoffe BG können dieses Niveau fürs nächste Album ansatzweise erreichen und schon steht mir in 3/4 Jahren ein neues Meisterwrek vor der Tür!
6 Punkte ( 5 sind zuwenig )
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am 8. April 2002
....so würde ich jemanden in der "Kurzform" erklären, wie das neue >Blind Guardian< Album geworden ist. Ich bin selbst Musiker (Schlagzeug und Gitarre) und bin fast in Ohnmacht ;-) gefallen, als ich mal wieder hörte, mit welch hohem Anspruch und genialen Texten BLIND GUARDIAN der mittlerweile total niveaulosen und "verblödeten" Musikwelt (siehe LimpBizkit od. PapaRoach) beweist, dass es doch noch "intelligente" und damit anspruchsvolle Rockmusik geben kann. "Battlefield" halte ich schlichtweg für einen Geniestreich ! Und natürlich auch "and then there was silence" ist ein wahrer Ohrenschmaus für jeden Liebhaber der anspruchsvolleren Rockmusik.
Alleine in diesem Stück sind schätzungsweise 15 Melodien (so kommt es mir zumindest vor).
Ich bin einfach nur froh, dass es wenigstens noch eine Rockband gibt (nach dieser LimpBizkit-"Pseudo-Rock-Welle"), wo nicht auch gleich irgend so ein 12-jähriges Teenie-Girl dahergelaufen kommt und sagt."--hey, das hört sich ja echt voll krass cool an..."--denn BLIND GUARDIAN's "a night at the opera" ist nichts für irgendwelche "teenie-pseudo-rock-fans" à la LimpBizkit & Co., sondern nur etwas für wahre Musikkenner (die meistens auch selbst Musik machen), die sich intensiv mit diesem Musikstil und vor allen Dingen mit den tiefsinnigen Texten ausneinander setzen, und die darin verborgene Genialität entdecken und diese zu schätzen wissen
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