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am 19. April 2018
Nach einem Wochenende in Paris mit Freunden musste zum Abschluss dieser Film her. Einfach schön und bunt und traurig. Definitiv eher ein Frauenfilm.
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am 29. Januar 2015
Die Liebe, die alle Hindernisse überwindet, wie traumhafte Feuerkaskaden den nachtschwarzen Himmel zum Leuchten bringt.
Die Sehnsucht, die tief das Herz berührt und das Märchen der reinen einzigen Glückseligkeit verbunden mit dem einen Menschen- ist sie nicht tiefes Sehnen in uns allen ?!
Ein Monument der makellosen Schönheit, eine irrsinnige Reise durch die rauschhaft romatische Ekstase, -das ist "Moulin Rouge" und gäbe es die berüchtigten 10 Filme, die ich auf eine Insel mitnehmen würde , wäre dieses Kunstwerk mit dabei.
"Erzähle unsere Geschichte" haucht die Kurtisane Santine (Nicole Kidman) kurz bevor sich, in einem Meer von Rosenblüten der Schleier des Todes über ihre Lippen legt. "Halt mich fest und erzähle, damit ich immer bei dir bin".
Wer hier, wie ich immer wieder hemmungslos Tränen vergießt, das Herz übervoll von unvergesslichen zwei Stunden so voll Glück, Wildheit, Farbenexplosion, daß einem die Augen übergehen , darf dies ohne Rückhalt tun, denn "Moulin Rouge" diese Hymne an die Reinheit der Gefühle, die Begeisterung und die tiefe ewige Emotion reißt alle Gefühle auf, läßt uns vor Verzückung in die Hände klatschen, bewegt uns wie ein zarter Traum von ewiger Poesie in unseren Gefühlen und ist ein unbeschreiblich grandioses Meisterwerk.
Das Jahr 1900- die Welt dreht sich um Paris.
Ein Retro-Paris , das sich in schwindelerregender Kamerafahrt vor uns entfaltet. Direkt vom Eifelturm in die verdorben pittoresken Strassen der verruchten Nachtclubs, saust die Kamerafahrt.
Verloren uns anstarrende absinthsüchtige Prostituierte, lauernde Gestalten im Zwielicht. Ein Ort hohlwangiger Träume von Lust, Begehren, von schmerzhafter Sehnsucht, Verbrechen und Drogenrausch.
Ein Schmelztiegel der morbiden Poesie, ein Moloch, der wohl in keinem anderen Film ein faszinierenderes, artifizielleres Denkmal bekommt als hier.
Mittendrin der exquisiteste Nachtclub vor Ort : Das Moulin Rouge.
Blau ,schwarz sausen die Flügel der berühmten Windmühle fast fühlbar an unserem Gesicht vorbei. Ein einsamer weißgeschminkter Barde singt aus einem Dachfenster das ewige Lied von Liebe und Tod.
Den jungen Christian (Ewan McGregor) hatte bereits sein Vater vor den Versuchungen des Amüsierviertels gewarnt. ("Wende dich ab von diesem Ort der Sünde") doch alsbald befindet sich der junge Schriftsteller und Poet mittellos in einem kleinen schmierigen Hotelzimmer, ohne Zukunftsperspektive.
Doch da .."...fiel plötzlich ein geschminkter Inder durch das Dach.." ...und Christian wird nach diesem plötzlichen Kennenlernen alsbald Mitglied einer Artistengruppe rund um den Künstler Toulouse L Áutrec, die gerade ein schrilles Theaterstück proben, um es womöglich im "Moulin Rouge "aufzuführen.
Was der Truppe fehlt ist ein Geldgeber, was reichlich vorhanden ist, ist Absinth, der grün schillernd in mehreren Gläsern die Runde macht.
Und so fliegt in atemberaubender Schnelligkeit , in irrsinnigen Farbkaskaden direkt Sängerin Kylie Minogue als "grüne Fee" mit unseren Protagonisten in das fiebernde Getümmel des Moulin Rouge.
Bereits hier in den ersten Minuten hat uns der Film vollkommen mit seiner rasenden visuellen Achterbahnfahrt jeden festen Boden entrissen. Das Szenario ist gerade anfangs energiegeladener und pulsierender als jeder Videoclip.
Wie betäubt selbst gefangen in den rauschhaften Illusionen werden wir Zeuge einer Kinomagie, die alles in den Schatten stellt, was jemals im Bereich Musicalfilm, virtuosen Tanzszenen, pulsierend, in den Bauch fahrenden herzschlagschnellen Rythmen und Kostümexplosionen zu sehen war.
"Jetzt kommt sie, der funkelnde Diamant", und in einem blau, weißen Sternenglitter schwebt Santine, der weibliche Star des Moulin Rouge von der Decke des riesigen Saals.
"Diamonds are a Girls best friend" und Nicole Kidman versprüht eine Faszination, Vitalität, eine Freude an dieser Rolle, die so ansteckt, dass man durch den Bildschirm am liebsten gleich selbst mit in diesen Tanz- Lust-, und Freudenrausch eintauchen würde.
Aber tatsächlich sind wir schon mittendrin in diesem Taumel, denn Baz Luhrmann's audiovisuelle Meisterschaft grenzt selbst an einen wahnsinnigen Drogentrip.
Exzessiv, aufwendigst bis ins die kleinste Kostümfalte, ein zum Niederknien schöner vibrierender Soundtrack, der auch vor donnernden Techno- Klängen nicht zurückschreckt, entfesselte Kamera und Schnitttechnik, eine Geschichte ,archetypisch und elementar auf eine klassische Tragödie reduziert- Kino zum Spüren, Fühlen, betäubt und begeistert sein.
"Moulin Rouge" fliegt mit uns in Überschallgeschwindigkeit auf ferne Traumplaneten.
Er braucht keine erzählerische Tiefe, keine interpetatorische Überhöhung, keine tiefere Charakterzeichnung um sich eine Rechtfertigung für seine irrsinnige Gefühlsviellfalt und betörende Schönheit zu kreieren.
"Moulin Rouge "feiert die Liebe selbst, radikal vollzieht er den Tabubruch nur mit der Kraft zur Überwältigung ein Kinowunder zu kreieren und wer bräuchte da noch pseudointelligentes Hinterfragen, wenn es um das einzige wahre Gefühl geht, das alle Berge , Grenzen sprengen kann.
Wie man einst auch nicht wusste, warum eigentlich sich Romeo in Julia bis in den Tod unsterblich auf den ersten Blick verliebte, warum die Liebe zu der todkranken "Kameliendame" , einen Mann in tiefe Verzweiflung stürzt (vage basiert "Moulin Rouge" auch auf Dumas Liebesdrama, dessen Erzählstruktur "Moulin Rouge " in seinem Pop- Art Stil folgt) .
Mann und Frau, von ersten sanften unsicheren Augenaufschlag für immer füreinander bestimmt.
Unsterblichkeit der Gefühle, das macht gerade den unwiderstehlichen Zauber von "Moulin Rouge" aus. Da gibt es keine Haken, keine Kompromisse, diese beiden Menschen lieben sich bis über den Tod.
In nie gekannter Meisterschaft verbindet hier Baz Luhrmann die Vorzüge von Film, Theater und Musical mit einer gigantischen Optik und Akustik, und verliert dabei jedoch nie den Sinn für Leichtigkeit, Anmut und Humor aus dem Auge.
Baz Luhrmanns filmischer Augenschmaus ist einer der ehrlichsten , und radikalsten Filme, denn er glaubt an seine Vision,verfolgt konsequent das Ansinnen diesen Zauber Wirklichkeit werden zu lassen und sei es vielleicht nur für die schönsten zwei Stunden die Sie je im Kino erlebten, bevor sie wieder in die triste graue Alltäglichkeit entlassen werden.
Zu Anfang hebt sich ein Theatervorhang.
Vor dem riesigen "Twentieth Century Fox"- Emblem dirigiert ein winziger Orchesterleiter die bekannte Eingangsfanfare.
Schon hier wird klar, wir erleben die Welt des Theaters, werden entführt in das Reich der glitzernd fernen Wünsche, Illusionen und Sehnsüchte.
Baz Luhrmann mischt hier geniale, sprachlos machende Tanzkreationen mit alten neuen Pop Songs, läßt uns sogartig mit Santine und ihrem geliebten Dichter im Liebesrausch auf dem Wahrzeichen des Moulin Rouge, dem indischen Elefanten tanzen, schwerelos wie in "Mary Poppins" auf einmal die Wolken durchbrechen bei herzzereissenden Songs von "Police", "Madonna", "Elton John" und "Queen" und ...ja sogar der Mond schmettert seine Arie über den Wolken dazu.
Ein Sternenregen explodiert über den Liebenden, während die Kamera selbst in einem entfesselt schwerelosen Tanz begriffen ist.
Wahnsinn !
Mit Wagemut, Hingabe und absoluter Perfektion- die größte rührendste Ode an die Romantik, die jemals in dieser Grandezza in barock überwältigender Stilwut auf die Leinwand gebannt wurde.
Das ist unfassbar, das ist so schön, daß die Tränen laufen und erzeugt ein tiefes unvergleichliches Berührtsein mit allen Sinneszellen.
"Moulin Rouge" ein Fest, ein Bekenntnis zur Wahrhaftigkeit der reinen, unschuldigen Schönheit, und auch eine tieftraurige Tragödie.
Aus "Can you feel the love tonight" wird schon schnell, "The show must go on" ,wenn wir erfahren, dass Santine ihrer Schwindsucht bald erliegen wird.
Zusätzlich müssen die beiden Liebenden noch mit der rasenden Eifersucht eines reichen Nebenbuhlers kämpfen, müssen viele Wagnisse, Missverständnisse und Gefahren überstehen, bis sich in einem wahren Bilderinferno am Ende in den Armen liegen, wo das Leben von Santine ein trauriges Ende findet.
"Erzähle unsere Geschichte. Die Geschichte von Mut, Aufopferung und vor allem von der Liebe, die alles überwindet.
"Wir sind Geschöpfe der Unterwelt, wir dürfen uns nicht in Gäste verlieben" hatte der Direktor des Moulin Rouge einst gesagt.
und doch wurde für kurze Zeit in der glitzernden Welt der Vortäuschung von Zuneigung, eine echte alle Grenzen sprengende Liebe für einen armen Schriftsteller und eine todkranke Kurtisane Wirklichkeit.
Der Stoff aus dem Kinowunder entstehen.
Hochintelligent macht Baz Luhrmann keinen Hehl aus der Einfachheit dieser traumhaften Fiktion, nimmt sich selbstreflexiv nicht zu ernst, streut immer wieder kleine Ironien ein.
Mit cleveren surrealen Spielereien zeigt uns Luhrmann immer wieder, wie perfekt er auf der Klaviatur des Kunstkinos spielen kann. Sein Stil überlagert oder entfremdet hier nicht die tiefere Substanz.
Sein Stil IST die Substanz des Films. Deswegen ist "Moulin Rouge" auch weit von Kitsch entfernt.
Das unangenehme Gefühl von Kitsch entsteht durch das Erspüren von verheuchelten, aufgesetzten Gefühlen.
"Moulin Rouge" dagegen ist in all seinem atemberaubenden Wahnsinn, seiner hochmelodramatisch, manchmal klamaukhaften, dann wieder tief bewegenden Virtuosität und Dynamik ein ECHTES Erlebnis.
Deswegen wirkt "Moulin Rouge" auch nie lächerlich, denn mit soviel liebevollem Herzblut und vor allem auch augenzwinkernd leichtem Charme kann nur ein grosses Inszenierungstalent agieren.
Echt ist auch jeglicher Stimmeinsatz, und gerade Ewan McGregor und Nicole Kidman begeistern mit einer so facettenreichen Stimmopulenz, die manch andere Musicalfilme wahrlich dünn aussehen lässt.
Ton und Bild, Gesang und Tanz verbunden in exzellenter atemloser Schönheit.
Die Songs- ineinander verflochten, oftmals ganze Dialoge ersetzend, ein wildes Konglomerat aus Liedern aus der Zeit der Boheme um 1900, aber auch aus den fünfzigern und neunziger Jahren.
"Lady Marmalade", "Smells like teen Spirit", "Material Girl", "Up were we belong", in so frappierenden Neuinterpretationen, die einfach nur mitreissen.
"Moulin Rouge - ein überschäumendes Erlebnis purer Kinofaszination , überladen bis zum Exzess und trotzdem oder gerade deswegen perfekt in allen Elementen harmonierend.
Eine Liebeserklärung an die Theatralik und an das einzige Gefühl im Leben, was wirklich zählt, völlig losgelöst von allem was Sie bisher sahen.
Muß man Musical Fan sein ? Ich glaube nicht, denn der Film ist weit darüberhinaus ein phantastisches Erlebnis.
Leben Sie, lieben Sie, träumen Sie in einem von allen Konventionen losgelösten Sinnen-Erlebnis mit Suchtfaktor.
Am Ende laufen Tränen, aber es sind Tränen des Glücks über ein Kinofeuerwerk der Schönheit.
"How wonderful life is now your're in the world"

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am 1. Oktober 2016
Kidman und McGregor spielen meisterhaft und singen die meisten Lieder sogar selber. Die Geschichte ist die von einer unerfüllten Liebe. Die Kostüme sind beeindruckend, genauso wie die Tanzszenen und die Ausstattung. Außerdem macht der Film einfach nur Spaß - trotz traurigem Ende. Wunderschöner Film, aber es sollten beim Anschauen genug Taschentücher in Reichweite sein!
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am 24. Mai 2017
Dramatisch, romantisch und wild ... So würde ich diesen Film beschreiben. Gute Songs, die alles unterstützen gibt es auch noch dazu. Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Film für Musikliebhaber und Menschen, die etwas Verrücktheit offen gegenüberstehen.
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am 4. April 2016
Welch eine Lovestory. Die große Liebe finden und verlieren. Ein wirklich toller Film. Nicole Kidman ist die Idealbesetzung und wirklich wunderschön und Ewan McGregor lässt Frauen Herzen höher schlagen. Mein Freund sagt es ist ein sehr anstrengender Film aber auch ein sehr schöner Film. Das trifft es wohl ganz gut. Ich liebe diesen Film, aber es ist wirklich echt was los, bunt und grell und laut. Und sehr schön eben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 1. Mai 2012
Ja, mit den obigen Worten hat Harold Zidler, der exaltierte Betreiber des Nachtclubs "Moulin Rouge", den Nagel auf den Kopf getroffen - gerade auch, was diesen Film selbst angeht.
Wenn man mich fragte, welchem Genre man den Streifen zuordnen könne, müsste ich schlichtweg passen - denn dieses opulente Opus scheint sich geradezu leidenschaftlich mit Händen und Füßen gegen jede plumpe Kategorisierung zu stemmen und vereint stattdessen munter Elemente aller möglichen Sparten zu einem fulminanten Feuerwerk filmischer Fantasterei.

Das liest sich sicherlich reichlich nebulös und abstrakt, zugegeben.
Aber genau hierin liegt der bezeichnende Dreh- und Angelpunkt dieser furiosen Produktion: Man kann sie gar nicht richtig greifen, nur unzureichend beschreiben, weil sie etwas so vollkommen Anderes ist als alles, womit man sie zumindest ansatzweise in Verbindung bringen könnte.

Doch eins nach dem anderen.
"Moulin Rouge" erzählt eine eigentlich mehr als abgegriffene, altbekannte Geschichte: Er liebt sie, sie liebt auch ihn. Im Prinzip also alles prima, denn

"The greatest thing
You'll ever learn
Is just to love
And be loved in return."

Aber da gibt es eben noch diesen widerwärtig-miesen - und leider ziemlich mächtigen - Dritten im Bunde...

So weit, so seicht. Scheinbar.
Es ist jedoch weniger dieses vermeintlich angestaubte Strickmuster, welches die Faszination des Streifens maßgeblich prägt; es geht nicht vorrangig um das WAS, das erzählt wird, sondern um das WIE. Dieser äußerst clevere Kniff, der sich später auch bei anderen Großproduktionen als ausgesprochen erfolgreich erweisen sollte (man denke nur an Camerons "Avatar", der eine im Grunde triviale Pocahontas-Story in ein visuell unvergleichliches Meisterwerk verwandelt), wird bereits hier zur Perfektion getrieben: So etwas wie "Moulin Rouge" hat man zuvor wohl noch nicht gesehen.

Schon der Einstieg, gebildet aus den ersten gut fünfzehn bis zwanzig Minuten, ist bisweilen ein kaskadenartiger Superwirbel, ein beinahe schon hyperaktiv überdrehtes Potpourri extravaganter Einfälle, greller Farben und berauschender Musik, gepaart mit mitreißenden Massen-Tanzeinlagen und durchsetzt von schier unzähligen textuellen Querverweisen der neueren Musikgeschichte (Bedauerlicherweise gehen etliche dieser Zitate in der - teils unbeholfen wirkenden - deutschen Synchronisation verloren, sodass ich die englischsprachige Originalversion an dieser Stelle jedem geneigten Zuschauer wärmstens ans Herz legen möchte).

Die Dramaturgie des Streifens kommt dann zwar zunächst ein wenig zur Ruhe, gönnt dem Rezpienten also eine Verschnaufpause, ohne sich selbst jedoch untreu zu werden; es bleibt bei immer neuen Ideen für ein cineastisches Füllhorn an Fantasie, das sich selbst ganz ausdrücklich nicht allzu ernst nimmt: Die Protagonisten steigen zu den Wolken hinauf, wandeln im Liebesduett über dem nächtlichen Paris, schwingen sich um den miniaturisierten Eiffelturm, wozu sie der schnurrbärtige Vollmond mit der Stimme Placido Domingos gesanglich begleitet. Ein Innbegriff von Kitsch, ganz klar - dem es in seiner exzessiven Übertreibung jedoch faszinierend souverän gelingt, sich über sich selbst lustig zu machen.

Auch das teils anarchische Chaos, das dem Zuschauer immer wieder vielgestaltig dargeboten wird, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, wie professionell der Streifen verwirklicht wurde; zwar gewinnt man nicht selten den Eindruck, die Darsteller hätten einfach ohne engere Regievorgaben ihrem infantilen Spieltrieb gefrönt (die Präsentation von "Spektakulär Spektakulär" für den Duke im Elefanten ist hier ein vortreffliches Beispiel), doch sind bei näherem Hinsehen selbst die absurdest wirkenden Szenen als zwar nicht übermäßig anspruchsvolle, jedoch nichtsdestoweniger strikt durchchoreografierte Arrangements zu erkennen. Umso größer das Verdienst des Films, ebendiese Professionalität vollends vergessen zu machen und den Zuschauer stets aufs Neue mit einem aberwitzigen, teils zotig-humorigen Rausch vielfältigster Impressionen zu verblüffen:
Die grandiose Revue, mit der Zidler sein Etablissement um den Aspekt des Theaters erweitern will und als deren glanzvolle Hauptdarstellerin die Kurtisane Satine endgültig zum Star avancieren soll, wird ein farbenprächtiges Opus Magnum, angesiedelt in der "exotischen Schweiz" (wir alle wissen also: Indien), dementsprechend angereichert mit "tantrischem Cancan" und fokussiert auf die unglückliche Liebe eines - natürlich - tangotanzenden (!), mittellosen Sitarspielers, dessen Musikinstrument selbstverständlich sprechen kann und immer wie Wahrheit sagt, woraus sich ein bombastisch inszeniertes Sing- und Verwirrspiel entspinnt...

Es ist wenig verwunderlich, dass eine derart unkonventionell komponierte Produktion wie "Moulin Rouge" ihr Publikum in zwei diametrale Lager spaltet, bestehend aus emphatischen Anhängern einer- und fassungslos Ernüchterten andererseits. Baz Luhrmann hat ein stark polarisierendes Werk geschaffen, dessen absolut außergewöhnlicher Gestaltung beileibe nicht jeder Zuschauer etwas abgewinnen kann.
Ich für meinen Teil bin dem Film - wie wohl unschwer zu erahnen - mit Haut und Haar verfallen, und auch wenn ich ihm nur zu gerne und aus voller Überzeugung das Sterne-Maximum zugestehe, kann ich durchaus nachvollziehen, dass nicht jeder Rezipient diese euphorische Meinung teilen kann. Wer hierbei einen Liebesfilm eher klassischen Zuschnitts erwartet, wird schon binnen weniger Minuten wohl ähnlich desillusioniert und enttäuscht sein wie jemand, der primär einen Musicalfilm sehen will, denn selbst diesem Sujet will sich der Streifen mit all seinen liebenswerten Verschrobenheiten nicht einfach brav unterordnen.

Wem es allerdings gelingt, sich möglichst unvoreingenommen - und aufgeschlossen für filmisches Neuland - auf dieses ungewöhnliche Werk einzulassen, für den stehen die Chancen nicht schlecht, zwei erstaunlich kurzweilige Stunden bester Unterhaltung zwischen Hören und Sehen sowie Lachen und Weinen verbringen zu können.

Den Versuch wäre "Moulin Rouge" jedenfalls meines Erachtens mehr als wert.
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am 3. Februar 2003
Es gab in letzter Zeit wenig interessante Musicals aus Hollywood zu sehen. Einzig bemerkenswert war das (fast schon Anti-) Musical "Dancer In The Dark" mit einer grandiosen Björk. Deren Musik sollte man da aber schon mögen. Womit wir beim Thema wären. "Moulin Rouge" kann man nur lieben oder hassen. Wer im Kino war, kann das am besten beobachtet haben. Eine Hälfte war in Träumen versunken und schwelgte in den zuckerbonbonbunten Bildern und genoss die musikalischen Potpourris. Die andere Hälfte war, naja, sagen wir einfach "intolerant"...
Baz Luhrman hatte mich persönlich mit seiner Neo-Version von "Romeo & Julia" eher erschreckt. So erwartete ich das Schlimmste, und so kam es eigentlich auch. Einen kitschigeren, übertriebeneren und anstrengenderen Mix aus Pop-Perlen der letzten Jahrzehnte, Special FX auf höchstem Niveau und unglaublich verspielten Dekors habe ich noch nie gesehen. Der Film ist genau das, was man im Hollywood des neuen Jahrtausends als "Musical" bezeichnet. Dem stimme ich definitiv zu! So sollte ein modernes Musical aussehen. Elemente aller filmhistorischen und popmusikalischen Epochen in einer wilden, pulsierenden Mischung. Grandios, mit welchem Furor der Regisseur uns hier in seinen Bann zieht. "Spektakulär, Spektaktulär". Das trifft es. Ach so: Die DVD ist natürlich technisch perfekt. Wunderschöne Menüführung. Die Special Edition ist nur zu empfehlen, wenn man sich für die Geschehnisse hinter den Kameras interessiert. Ansonsten tut es die normale Ausgabe auch, schliesslich sind beide Sprachen drauf. Alles in allem: fantastisch im besten Sinn. Lieben oder hassen? Sie entscheiden. Aber ansehen sollte man sich den Film definitiv.
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am 23. Juli 2009
Ein formidabler, opulenter und monströser, glamouröser Hochgenuss der Sinnenfreuden - kurzum "Spektakulär, Spektakulär"! Besser als mit 'Zidlers' Worten kann man "Moulin Rouge!" nicht beschreiben...

Nun - was wusste ich, bevor ich mir Moulin Rouge ansah?

Zum einen, dass es ein Musical ist - klar, das Ewan McGregor und Nicole Kidman die Hauptrollen spielen und zum anderen, dass Baz Luhrmann Regie führt.

Ich muss gestehen, dass ich mir aufgrund von Letzterem den Film bis neulich nicht anschaute, weil mir sein Vorgänger "Romeo+Julia" nicht so sonderlich zusagte - er war mir einfach zu "abgedreht", "verrückt" und schrill". Das soll nicht heißen, das Moulin Rouge nicht "schrill" sei - im Gegenteil. Luhrman setzt von allem noch einen drauf: d.h. noch lauter, noch greller, noch schneller, noch bunter! Aber hier passt das Ganze wie die Faust aufs Auge. Schon gleich zu Beginn wird man ins turbulente, rauschende Nachtleben des Moulin Rouge geradezu hineingezogen und kann sich dem Geschehen kaum entziehen.
Die Geschichte wird wie mit der Peitsche vorangetrieben: wo in anderen Filmen eine Handlung von 30 Minuten auf eine Stunde gestreckt wird, macht man in Moulin Rouge genau das Gegenteil: die ersten 20 Minuten des Films hätten gut für eine Stunde entspanntes Kino gereicht. Verfolgen kann man das Geschehen jedoch ohne Probleme, wenn man denn aufmerksam ist (im Grunde kann man gar nicht anders - ich klebte förmlich am Bildschirm!).
Aber keine Angst: der Film findet auch noch zu ruhigeren Momenten.
Kommen wir nun zu den Schauspielern. Tja - bravourös meistern allesamt ihre Sache, das kann man nicht anders sagen. Nicole Kidman verzaubert uns mit engelsgleichem Spiel und Gesang gleichermaßen und Ewan McGregor singt von hoch bis tief sämtliche Kollegen an die Wand. Ich kann einige negative Kritiken zu den Stimmen wirklich nicht nachvollziehen. Und sollten Ihre Gesangsstücke tatsächlich elektronisch aufgebessert worden sein (was ich nicht denke), so hört man das zu keiner Zeit! Die Nummern an sich sind alte Bekannte, die jeder kennt - somit fällt es auch leicht, sich auf die Gesangseinlagen einzulassen, auch wenn man (so wie ich) kein allzu großer Musical-Fan ist.
Ausstattung und Kamera/Schnitt sind ebenso opulent und überbordend wie frisch und wagemutig. Unter Paris des 19. Jahrhunderts stellt man sich freilich etwas anderes vor - geradezu poppig bunt wurde inszeniert: Ein schneller Schnitt jagt den nächsten, die Schärfe schwankt teilweise sehr stark in Vorder- und Hintergrund, das Ganze noch vor teilweise "verutschter" Kameraeinstellung und Knallbunter Kulisse.
Das mag anfangs sehr gewöhnungsbedürftig sein, sobald man aber den neuen "Lady Marmalade" - Kracher von Christina Aguilera &co. gemixt mit "Smells like Teenspirit" von Nirvana bzw. Madonnas "Material Girl" hört, passt das dann auch alles schon wieder zusammen.
(Aber ich muss auch zugegeben, so grandios die Neuinterpretationen der Evergreens auch sind - hervorzuheben sind vor allem "The Show must go on" von Queen und "Roxanne" von The Police - aber wenn Zidler anfängt "Like a Virgin" zu singen, wandert mein Daumen automatisch zur 'Next'-Taste der Fernbedienung - denn da rollen sich bei mir sämtliche Zehennägel hoch. Das soll aber nur am Rande erwähnt werden, weil es den Gesamteindruck des Films keineswegs trübt!)

Zur DVD an sich: Ich habe mir die Steelbook Edition mit 2 Discs zugelegt, d.h.:

Bild- und (vor allem) Tonqualität vom Feinsten, Extras in Hülle und Fülle und eine wunderschöne Verpackung. Fans des Films (wie ich mittlerweile einer bin) rate ich undbedingt sich diese Edition zuzulegen.

Zum Abschluss: Ein Film der mich von Anfang bis Ende gefangen genommen hat wie selten ein anderer. Er bietet dem Zuschauer von allem etwas und noch ein bisschen mehr: Tolle Schauspieler, super Musik, eine (zwar einfach gestrickte aber dennoch) packende Story und dazu einen Augenschmaus der Extraklasse - ganz großes Kino eben: "Spektakulär, Spektkulär"! ;)
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am 20. August 2013
Da ich ein sehr großer Fan von Moulin Rouge bin, war ich sehr erfreut, das es auch auf bluray erschienen ist! Da ich auch die DVD Zuhause habe, kann ich eindeutig sagen, die bluray hat zwar ein besseres Bild, aber das leider nur stellen weise! Für die bluray wurde sich leider nicht viel Mühe gegeben! Es sieht fast so aus, als ob man nur bei den Nahaufnahmen, Verbesserungen vorgenommen hat! Das ist sehr schade! Aber Ton und Extras gefallen mir gut ! Deshalb gebe ich 3 Sterne!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 11. September 2017
... zumindest beim ersten mal schauen. Im Nachhinein angeschaut, fand ich es irgendwie nicht mehr ganz so toll. Vielleicht weil man die interessanten Umschwünge schon kennt. Eher so eine Art Drama Märchen Musical.
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