Jeans Store Hier klicken Jetzt informieren b2s Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle Sparpaket Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
203
4,2 von 5 Sternen
Format: Videokassette|Ändern
Preis:2,89 €+ 3,00 € Versandkosten
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 5. April 2016
........ in diesem intelligenten und bis zum Schluss spannenden Mystery.Thriller des Regísseurs Alejandro Amenabar, der auch gleich die passende Musik dazu schrieb.
In einem viktorianischen imposanten Herrenhaus mit riesigem Garten, durch Gusseisenzaun abgegrenzt, lebt auf der im Krieg von den Nazis besetzten Kanalinsel Jersey Grace Stewart (Nicole Kidman) mit ihren Kindern Anne (Alakina Mann) und Nicholas (James Bentley). Strom gibt es nicht, den haben dei deutschen Besatzer sowieso immer abgeschaltet, das Haus wird nur mit Kerzen oder Öllämpchen mit Licht versehen, und das ist auch gut, den helleres Licht und insbesondere Sonne vertragen die Kinder nicht. Sie haben eine schwere Lichtunverträglichkeit, sie würden Verbrennungen erleiden, Lichtallergie ist Unsinn. Der Vater ist in Krieg in Frankreich geblieben.
Eines Tages taucht ein älteres Paar mit einer jüngeren stummen Frau auf, die Gruppe bietet ihre Dienste als Hausangestellte an, passend, die vorherigen waren sang- und klanglos verschwunden. Die Neuen können aber keine Stellenanzeige gelesen haben, der Brief an die Zeitung war nicht abgeholt worden. Misstrauen! Aber sie erklären , dass sie auf gut Glück gekommen seien und werden eingestellt. Sie geben bald zu, dass sie schon früher in dem Haus gewesen seien und hier ihre glücklichste Zeit verbracht haben,
Streng und kühl erhalten siue Anweisungen, eine zweite Zimmertür dürfe nur geöffnet werden wenn die erste abgeschlossen sei, Vorhänge immer geschlossen!
Streng werden auch die Kinder erzogen, sie dürfen pauken, Religion wird ihnen eingetrichtert, und plausible Fragen oder Widerworte werden mit "Weil ich es sage!" abgeschmettert.
Bald häufen sich im düsteren Haus unerklärliche und unheimliche Geräusche und Ereignisse: Kinderweinen, Schritte, Getrampel dass im Zimmer darunter der Kronleuchter klirrt, und besonders Anne bekommt Ärger mit der Mutter, die sie verdächtigt, dahinter zu stecken und sie zu belügen. Und auch die Hausangestellten spielen nicht mit offenen Karten, Mann und Frau stecken öfter die Köpfe zusammen und meinen, so gehe es nicht weiter, bald müsse die Familie aufvdie Wahrheit gestoßen werden.
Bald gibt es dringernde Indizien, dass es sich bei den Dreien um Geister Verstorbener handelt, die nicht mit plumper Gewalt, sondern subtil mit Psychoterror die lebenden vertreiben wollen. Aber warum behauptet Anne immer wieder, einen kleinen Jungen gehört und gesehen zu haben, wer spielt auf dem Flügel, den Grace gerade zugeklappt und abgeschlossen hat?
Und wer zum Teufel sind die Menschen, die gegen Ende des Filmes in einem Raum am Tisch sitzen, wer hat sämtliche Vorhänge entfernt, sodass das Licht tags ungehindert in die Räume fällt? Grace platzt der Kragen, die Angestellten werden gefeuert, die Geister, die zuletzt ins Haus eingedrungen sind, reisen Hals über Kopf ab.
Niemand wird Grace und ihre Kinder aus dem Haus vertreiben.

Das ganze geschilderte Geschehen wird gekrönt durch ein Geheimnis, das erst ganz am Ende des Filmes gelüftet wird, anfangs konnte niemand dies voraussehen, im Verlauf vielleicht einmal ahnen. Bei "The Others" handelt es sich nicht um einen blutiegen Horror, sondern einen Mystery-Thriller, der uns völlig in die Irre führt, die Auflösung lässt uns den Mund aufsperren und ungläubig zurück, ist aber nicht herbeigezaubert, sondern in sich völlig logisch, wenn man Mystery akzeptiert.
Wir sehen kein Blut und keine Gewalttat, die schlimmste Unbill erleidet Grace, als sie vor ener Türsteht und diese plötzlich (unsichtbare Geister???) nach innen mit Schwung geöffnet wird und sie zu Boden gehen lässt, aber sie hat nicht einmal Nasenbluten.
Der Horror, die Spannung erzeugt der Film nicht durch billige Effekte oder Grausamkeit, die Spannung wird erzeugt durch das, was wir nicht sehen und uns ausmalen. Wer hat die Hände im Spiel bei Unerklärlichem, das die Angestellten eindeutig nicht verschuldet haben, wenn sie Geister verstorbener früherer Hausbewohner sind, magische Kräfte haben, warum kommen sie letztlich gegen Grace und ihre Kinder nicht an?
Wunderbar sind Schreckmomente, als Grace mit einer Flinte einen dunklen Raum absucht und wir im Hintergrund ein undeutliches aber eindeutig menschliches Antlitz sehen? Licht an, es ist das Gesicht eines Menschen auf einem Gemälde, das in der vorherigen fast totalen Dunkelheit als Einziges eben noch sichtbar war.
Die Dunkelheit, erhellt nur duch warmes Licht von Kerzen und Öllämpchen ist heimisch, vertraut, der Horror ist ads Tageslicht, wir fürchten eine Katastrophe, als eines Morgens sämtliche Vorhänge verschwunden sind und nur noch die Gardinenringe auf ihr Vorhandensein hinweisen.
Ist Grace verrückt geworden über der Anspannung, iher Kinder beschützen zu müssen, wirkt sie deshalb zunehmend hysterisch und überdreht, spielen die Kinder ihr einen Streich, oder welche bösen Geister lassen sie und die Kinder immer unerklärliche Ereignisse hören und sehen? Der Film entlarvt die Missetäter, und wir sind - geplättet!
2001 noch mimisch stark , ohne Botox, liefert Nicole Kidman als zunehmend hysterische Frau eine beeindruckende Schauspielerleistung, und auch die beiden Kinder und Fionnula Flanagan als ältere Hausangestellte Mrs. Bertha Mills spielen sehr beeindruckend, das Grauen ohne Grausamkeiten, Mord und Totschlag, ohne körperliche Gewaltanwendung, welches bis zum Ende des Filmes genial aufrecht erhalten werden kann, machen für mich "The Others" zu einem der großartigsten und röätselhaftesten MysterY-Thriller der Filmgeschichte, und mich wundert es allmählich gar nicht mehr, dass dieses MEISTERWERK des Genres mal wieder von einem Spanier gedreht wurde.

Doc Halliday
22 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
HALL OF FAMEam 30. Juli 2004
Ein viktorianisches Anwesen im Jahre 1945. Grace (Nicole Kidman) lebt mit ihren beiden Kindern Nicolas und Anne (die eine Lichtallergie haben, und deswegen immer alles dunkel sein muss) alleine auf dem großen Grundstück, da ihr Mann nicht vom Krieg zurückkehrte. Eines Tages stellt Grace drei Helfer für ihren Haushalt ein. Ab diesem Zeitpunkt häufen sich seltsame Ereignisse in dem Haus, und bald haben die Bewohner das Gefühl, dass sie nicht allein sind.
"The Others" ist diese Art von Film, der sich sehr von den üblichen Hollywood Blockbustern unterscheidet. Die Überzeugungskraft des Films liegt im Ungesehenen, im Unausgesprochenen, im Ungehörten. Der Horror wird nicht offen gezeigt, sondern es wird dem Zuschauer genug Spiel- und Freiraum gelassen, sich den Horror selbst im Kopf auszumalen. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Tatsache, dass man wirklich keine Ahnung hat, wie der Film ausgehen könnte. Man hat zwar so seine Vorstellungen, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass KEIN Zuschauer richtig liegen wird. Also genau die Art Film, die ich am meisten liebe. Nämlich die Art, wo man Ende da sitzt und sich nur noch denkt „oh mein Gott"...

Stille ist ebenfalls etwas, das im Film eine sehr große Rolle spielt. Es gibt einige Szenen z.B. in leeren Räumen...jedes Geräusch und jegliche Art von Bewegung wird vermieden...und das ist mindestens (in diesem Fall sogar noch viel mehr) so beängstigend, wie der typische Messerfuchtelnde, Maskentragende Killer in den heutigen Horrorfilmen. Und „The Others" ist eben alles andere als typisch. Dieser Film lebt von der Dunkelheit, denn hier hat man vor Sonnenlicht und nicht vor Schatten und Düsternis Angst. Schaut es euch an, und ihr werdet verstehen was ich meine. Bei diesem Film gibt es mit Sicherheit nicht die herkömmlichen „thrills". Und diese vermisst man auch kein bisschen. Außerdem kommt es auch nicht auf ein furcht erregendes Horror-Makeup an. Vergesst einfach die konventionellen Tricks und Spezialeffekte, denn „The Others" weiß auf eine andere und ich möchte fast sagen neue Art zu begeistern. Ich meine...wenn einem bei ein paar simplen Fußschritten auf einmal vor Schreck beinahe das Herz in die Hose rutscht, spricht das nur für den Film, oder? Man fragt sich die ganze Zeit „was geht in diesem Haus vor sich?!", aber egal, was man sich ausmalt, am Ende wird man doch überrascht!
Jedem Horrorfan kann ich dieses kleine Meisterwerk wirklich nur ans Herz legen, er ist sein Geld allemal wert!
0Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Dezember 2004
Die Zeit: unmittelbare Nachkriegszeit. Der Ort: ein großes Haus irgendwo in England. Die Bewohner: die Hausherrin und Mutter (Nicole Kidman), sowie ihre beiden Kinder Annie und Nicholas, die beide an einer extremen Lichtallergie leiden und somit ihr Leben in fast vollkommener Dunkelheit und Isoliertheit verbringen müssen. Das Geschehen: Sie wohnen nicht alleine in diesem Haus. Die Anderen sind ebenfalls da. Nicht immer für sie sichtbar, aber die meiste Zeit zumindest für sie spürbar. Ihr Anliegen: Sie wollen das Haus für sich allein haben. Das Horrorszenario ist perfekt und könnte gar nicht besser sein, könnte man an dieser Stelle meinen. Aber: das ist noch lange nicht alles! An dieser Stelle sind wir erst in der Mitte der Handlung angelangt, denn es folgt eine ziemlich geniale und unerwartete Wendung, die den Film erst auf das Niveau erhebt, das er verdient: ein waschechter 5-Sterne-Film!
Gruselig? Nicht in dem Sinne, wie man es vielleicht am Anfang erwartet. Der Film ist eher auf psychischer Ebene schockierend und durch geniale Musikeffekte und Kameraführungen wird mit den Zuschauern stellenweise richtig gut gespielt. Die Musik spitzt sich zu, man erwartet - wie das bei traditionellen Horrorfilmen ja durchaus der Fall ist -, dass jeden Moment ein Schocker kommt, aber nichts passiert. Gleiches Spiel mit der Kameraführung. Das Blut gefriert einem schon, weil man erahnt, dass jeden Moment etwas ganz Grausiges ins Bild treten müsse, aber auch dem ist nicht so. Dann wieder, an recht unerwarteten Stellen, passiert dann plötzlich doch etwas und das können die normal unbeängstigsten Dinge der Welt sein - in diesem Film lassen sie die Herzen der Zuschauer schneller schlagen. So wie mit dem Zuschauer gespielt wird, scheinen Die Anderen auch ihr Spiel mit den Bewohnern des Hauses zu spielen. Sind sie nun gut oder böse? Was wollen sie eigentlich?
Zunächst kann nur Tochter Annie Die Anderen wahrnehmen und sehen, aber weil sie eine Neigung dazu hat, Dinge zu erfinden, die gar nicht wahr sind, glaubt ihr zunächst niemand. Schließlich schafft sie es, ihren kleinen Bruder zu überzeugen und dann beginnt auch langsam ihre Mutter, ihnen zu glauben. Mehr sollte ich zu der Handlung aber nicht sagen, denn sonst bleibt der große Wow-Effekt aus, wenn es zu der großen Wendung im Film kommt. Stellenweise kann man es beim Sehen des Filmes sicherlich immer mehr erahnen, aber dennoch ist es am Ende eine große Überraschung und gerade das macht den Film so besonders und so fantastisch. Man fiebert mit, man will endlich wissen, wer Die Anderen sind und was sie wollen, immer weiter wird man hingehalten, um dann am Ende eine Aufklärung zu erfahren, die unerwarteter kaum sein könnte.
Mein größtes Lob geht also an die geniale Kameraführung und die tollen Bilder, die uns damit geliefert werden. Dazu die brilliante, perfekt zu den Bildern passende Musik, die ein weiterer Spannungsgarant ist. Weiterhin ein riesiges Lob an die tolle Geschichte, mit interessantem Ausgang. Einfach toll! Ebenso loben muß man aber auch die beteiligten Schauspieler. Vor diesem Film konnte ich Nicole Kidman eigentlich absolut nicht leiden, aber mit ihrer Leistung in „The Others" hat sie sich doch so einige Sympathiepunkte bei mir eingespielt.
Meine Empfehlung an alle Spannungs-Kino-Fans: The Others gucken!!!
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. November 2002
Ich kaufte mir die DVD ohne den Film im Kino oder jemals woanders gesehen zu haben, weil ich mir sicher war, damit nichts falsches zu tun...und tatsächlich, ich wurde nicht enttäuscht! Ein Gruselfilm der traditionellen, sehr effektiven Art. Spannung wird durch keine blutigen Szenen, sondern durch simple optische und akustische Spielereien aufgebaut, und das nicht zu knapp! Der Film ist durchgehend spannend (was besonders durch die sehr karge Filmmusik kommt, die nur selten gegen Ende die Stille unterbricht) und mit einer hervorragenden Nicole Kidman perfekt besetzt.
Jetzt komme ich auf das in meinem Titel erwähnte "aber" zu sprechen. Man hat schon oft gehört, dass "The Others" wohl der stärkste Konkurrent von "The Sixth Sense" ist, was absolut der Wahrheit entspricht. Ob nun das Ende von "The Others" den Oha-Damit-Hätte-Ich-Nie-Gerechnet-Effekt von "The Sixth Sense" übertrifft, darüber lässt sich streiten (Meiner Meinung nach, hängt dies davon ab, welchen Film man denn zuerst gesehen hat und mit welchen Erwartungen man in den anderen geht). Was aber der Punkt bei solchen Filmen ist, ist, dass man sie nach dem ersten Mal sehen erst eine Weile ruhen lassen muss, um dann beim wiederholten Ansehen eine einigermaßen selbe spannende Zeit zu erleben.
Ein weiteres "Aber" ist meiner Ansicht nach der DVD ansich zu vergeben, da man den Film bei extremer Lautstärke hören muss, um die Dialoge zu verstehen. Weiterhin hat diese DVD keine Englischen Untertitel, was aber wohl noch am leichtesten zu vertragen ist. Die Extras sind wirklich kaum der Rede wert: Ein paar-minütiger Blick hinter die Kulissen, diverse Trailer von Filmen in einer verwunderlich schlechten Qualität, zusammengeschnittene Interviewfetzen, sowie kurze Biographien und Infos über Kidman und Regisseur. Was auch sehr interessant ist, ist das Nichtvorhandensein von den auf der DVD-Packung erwähnten "nicht verwendeten Szenen".
Fazit: Alles in Allem ist die DVD wegen des Filmes mit 5 Sternen zu bewerten. Man sollte sie jedoch nicht in der Hoffnung auf gute Extras kaufen, sonst wird man schwer enttäuscht!
0Kommentar| 28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Mai 2002
Ich muss sagen, dass ich von dem Film mehr als positiv überrascht war. Nicole Kidman in einer ihrer glaubwürdigsten Rollen. Im ganzen Film scheint nicht einmal die Sonne (glaube ich), jedes Geräusch und jede Bewegung im abgedunkelten Haus werden sofort als Bedrohung empfunden. Jeder der Darsteller ist irgendwie unheimlich, alles ist verdächtig und der Schein trügt mehr als einmal.
Obwohl dieser Film Elemente klassischer Horrorfilme aufweist (Frau läuft alleine mitten in der Nacht durch altes, leerstehendes Haus, und macht immer genau die Türen auf, die besonders gefährlich aussehen...) kommt dieser Film ohne Mord, Totschlag und Gemetzel aus, was ihm einen Extra-Stern verleiht.
Die gruselige Spannung ist jederzeit Gänsehauterzeugend und selbst die Momente, in denen eigentlich nix passiert, werden mit Argwohn betrachtet, weil man immer schon ahnt, dass das nur die "Ruhe vor dem (neuen)Sturm" sein kann. Zurecht...:-)
Alles in allem ein sehr gelungener Gruselfilm, der zum Beispiel "Das Gespensterschloss" locker in den Schatten stellt.
Er muss sich vor Filmen wie "Sixth Sense" oder "Schatten der Wahrheit" nicht verstecken.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2016
Was wäre, wenn unser Dieseits das Jenseits der Anderen wäre?
Und: Wie wohlwollend können Geister mit gescheiterten Menschen umgehen? Das persönliche Wohlwollen macht's wohl aus.
Einer meiner Lieblingsfilme mit einer zuguterletzt schauspielerisch Warmherzigkeit zurückgewinnenden Kidman.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Juni 2005
Die Zeit: unmittelbare Nachkriegszeit. Der Ort: ein großes Haus irgendwo in England. Die Bewohner: die Hausherrin und Mutter (Nicole Kidman), sowie ihre beiden Kinder Annie und Nicholas, die beide an einer extremen Lichtallergie leiden und somit ihr Leben in fast vollkommener Dunkelheit und Isoliertheit verbringen müssen. Das Geschehen: Sie wohnen nicht alleine in diesem Haus. Die Anderen sind ebenfalls da. Nicht immer für sie sichtbar, aber die meiste Zeit zumindest für sie spürbar. Ihr Anliegen: Sie wollen das Haus für sich allein haben. Das Horrorszenario ist perfekt und könnte gar nicht besser sein, könnte man an dieser Stelle meinen. Aber: das ist noch lange nicht alles! An dieser Stelle sind wir erst in der Mitte der Handlung angelangt, denn es folgt eine ziemlich geniale und unerwartete Wendung, die den Film erst auf das Niveau erhebt, das er verdient: ein waschechter 5-Sterne-Film!
Gruselig? Nicht in dem Sinne, wie man es vielleicht am Anfang erwartet. Der Film ist eher auf psychischer Ebene schockierend und durch geniale Musikeffekte und Kameraführungen wird mit den Zuschauern stellenweise richtig gut gespielt. Die Musik spitzt sich zu, man erwartet - wie das bei traditionellen Horrorfilmen ja durchaus der Fall ist -, dass jeden Moment ein Schocker kommt, aber nichts passiert. Gleiches Spiel mit der Kameraführung. Das Blut gefriert einem schon, weil man erahnt, dass jeden Moment etwas ganz Grausiges ins Bild treten müsse, aber auch dem ist nicht so. Dann wieder, an recht unerwarteten Stellen, passiert dann plötzlich doch etwas und das können die normal unbeängstigsten Dinge der Welt sein - in diesem Film lassen sie die Herzen der Zuschauer schneller schlagen. So wie mit dem Zuschauer gespielt wird, scheinen Die Anderen auch ihr Spiel mit den Bewohnern des Hauses zu spielen. Sind sie nun gut oder böse? Was wollen sie eigentlich?
Zunächst kann nur Tochter Annie Die Anderen wahrnehmen und sehen, aber weil sie eine Neigung dazu hat, Dinge zu erfinden, die gar nicht wahr sind, glaubt ihr zunächst niemand. Schließlich schafft sie es, ihren kleinen Bruder zu überzeugen und dann beginnt auch langsam ihre Mutter, ihnen zu glauben. Mehr sollte ich zu der Handlung aber nicht sagen, denn sonst bleibt der große Wow-Effekt aus, wenn es zu der großen Wendung im Film kommt. Stellenweise kann man es beim Sehen des Filmes sicherlich immer mehr erahnen, aber dennoch ist es am Ende eine große Überraschung und gerade das macht den Film so besonders und so fantastisch. Man fiebert mit, man will endlich wissen, wer Die Anderen sind und was sie wollen, immer weiter wird man hingehalten, um dann am Ende eine Aufklärung zu erfahren, die unerwarteter kaum sein könnte.
Mein größtes Lob geht also an die geniale Kameraführung und die tollen Bilder, die uns damit geliefert werden. Dazu die brilliante, perfekt zu den Bildern passende Musik, die ein weiterer Spannungsgarant ist. Weiterhin ein riesiges Lob an die tolle Geschichte, mit interessantem Ausgang. Einfach toll! Ebenso loben muß man aber auch die beteiligten Schauspieler. Vor diesem Film konnte ich Nicole Kidman eigentlich absolut nicht leiden, aber mit ihrer Leistung in „The Others" hat sie sich doch so einige Sympathiepunkte bei mir eingespielt.
Meine Empfehlung an alle Spannungs-Kino-Fans: The Others gucken!!!
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Januar 2012
Die Geschichte:
In einem alten Haus wohnt Grace mit ihren zwei Kindern. Beide leiden an einer seltenen Krankheit, für die ich leider keinen deutschen Namen weiß - sie sind "photosensitive"und dürfen nicht in Kontakt mit Licht kommen, das heller ist als das der kleinen Lampe, die Grace auf dem Cover des Films hochhält.
Ihre Diener sind fort, ihr Mann im Krieg und nur drei neue Angestellte helfen ihr mit dem Haus, als plötzlich seltsame Geräusche zu hören sind und die Kinder von einem Jungen erzählen, den sie immer wieder im Haus zu sehen und hören glauben. Grace glaubt nicht, dass Übersinnliches im Gange ist und durchsucht das Haus nach Eindringlingen- muss jedoch bald feststellen, dass nicht alles erklärbar ist.

Positiv:

1.Grauen statt Schockeffekte
Ich liebe Gruselfilme, kann mir aber kaum welche anschauen, da ich leider ziemlich wenig aushalte. Besonders die übetriebenen Schockeffekte in den meisten Filmen nehmen mir den ganzen Spaß an der Sache. In "The Others" wurde allerdings kaum geschockt - nur einmal, wenn ich mich recht erinnere :)- den Machern ging es ganz eindeutig um Grusel und Grauen.

2.Die Beziehung zwischen Mutter und Kindern
Obwohl Grace sehr streng und sehr selbstbewusst und mutig zu sein scheint, ist sie offensichtlich auch sehr schwach, versucht ihre heile Welt aufrechtzuerhalten und merkt gleichzeitig, dass nichts mehr so heil ist, wie früher. Sie liebt ihre Kinder, doch die ständige Dunkelheit, die wegen der Krankheit ihrer Kinder notwedig ist, der seit Beginn des Films das Haus umringende Nebel und die Tatsache, dass ihr Mann wahrscheinlich im Krieg gestorben ist, nehmen ihr alle Kraft.
Ihre Tochter traut ihr nicht und ihr Sohn hängt zu sehr an ihr.
Trotz all dem und dem schockierenden/überraschenden Ende hält die Familie fest zusammen, als sich alles aufklärt und das Rätsel um die Geräusche gelöst ist.

Ich habe wirklich nichts Negatives über diesen Film zu berichten - ich sehe ihn mir immer wieder gerne an. Absolut zu empfehlen!
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. März 2006
Alejandro Amenábars exzentrisch- leises Grusel Drama erinnert an die Mache alter Klassiker, wie z.B. "Wenn das Blut gefriert" oder "Gaslicht". Amenábars hommagiert auf diese Weise eindrucksvoll ein längst vergessenes Gruselkino, das auf die Atmosphäre, die Momentaufnahme und den Dialog setzt. Auf übertrieben ausgespielte Effekte wird gänzlich verzichtet.
Nicole Kidman beweist hier erneut ihre schauspielerische Klasse und der Film lässt in einer kleinen Rolle Christopher Eccleston mitwirken. Eccleston sollte den meißten deutschen Filmfans nicht bekannt sein, aber in Großbritannien genießt er Kultstatus, seitdem er dort in der Kultserie Doctor Who, den Doctor spielte.
Was „The Others“ besonders auszeichnet ist ein Ende, welches in dieser Form nicht zu erwarten ist.
Fazit: Ich kann ich den Film, besonders in Anbetracht des Preises nur empfehlen.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Oktober 2002
England kurz nach dem 2. Weltkrieg und ein altes Herrenhaus inmitten britisch-nebliger Herbstlandschaft sind die Kulisse für unseren Film, in der Nicole Kidman als offensichtlich verwitwete Gutsherrin Grace mit ihren Kindern, die an einer mysteriösen Lichtallergie leiden, lebt.
Aus vorerst ungeklärten Gründen sind alle Dienstboten über Nacht verschwunden und eine Gruppe von reisenden Dienstboten wird von der Hausherrin aufgenommen. Langsam stellt sich heraus, daß die Frau, offensichtlich nervlich angeschlagen und geistig nicht mehr normal, einen abstrusen Tagesablauf pflegt, der auch die Kinder quält und von der Haushälterin bald kritisch gesehen wird. Auch die Rolle des im Krieg verschollenen Ehemannes, der später verletzt und verstört nach Hause kommt, ist mysteriös. Eines der Kinder nimmt Kontakt zu immer wieder kurz auftauchenden Personen auf und die Situation im Haus wird immer angespannter.....
Nicole Kidman liefert hier einen überzeugenden Beweis Ihres Talentes,für den sie den Oscar wahrlich mehr verdient hätte als für Moulin Rouge ( den sie dann ja auch verdient nicht erhalten hat. ) Ihre Hysterie, die anerzogene Blässe, das angstverzerrte Bangen, all das könnten Kidman unfreundlich gesinnte Kritiker zu dem Schluss bringen, daß hier die wahre Kidman zu sehen ist, so realistisch ist ihre Darstellung !
Die Spannung und Schaurigkeit des Filmes baut sich bis zum finalen Höhepunkt systematisch auf und gipfelt in einem überraschenden Schluß, der nicht unerwartet kommt, und aufden man trotz 2stündigen Nachdenkens trotzdem erst 5 Minuten vor Filmende kommt.
Für DVD-Freaks: Sehr gute Tonqualität, Bild genreentsprechend leicht blass, die Extras kann man gar nicht als solche bewerten, und sind so mager, daß man eine Sammler- Version erwarten kann.
Für Englisch-Freaks: Im Original natürlich üblicherweise noch authentischer und dichter, wobei dies mangels Specialeffects nicht so auffällt. Gut verständlich und zur Verbesserung der Sprachkentnisse geeignet.
Resumee: Der Film ist absolut empfehlenswert und sollte zwecks Vertiefung des Gruseleffekts - falls möglich - im Kino ( Damen nur in Begleitung einer schutzwürdigen männlichen Schulter )betrachtet werden.
Die DVD ist bis auf die mageren Extras o.k., da gibts weit bessere Vorbilder - aber das Grauen kann man sich immer ruhig ein paar mal reinziehen.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Benötigen sie kundenservice? Hier klicken