Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited Autorip longss17

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
17
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
17
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 29. Juli 2009
"Moonmadness" ist melancholischer, stellenweise sehr getragener, aber immer als "progressiv" zu bezeichnender Rock in Reinkultur. Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern dudeln Latimer und Co. hier nicht über Gebühr, sondern bieten perfekt ausgearbeitete, unanstrengende Arrangements mit bewegenden Texten und tollen und vor allem nachvollziehbaren (!) Wendungen - leider ohne Bonus-Songs nur insgesamt 39 Minuten lang.
In der Remastered-Version klingt das Album einfach knorke, und ist für jeden '70er-Hard/Progressivrock-Freund ohne Bedenken zu empfehlen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. August 2004
„Moonmadness" bringt den Camel-Stil in Perfektion. Meist ruhige Stücke mit langen Instrumental-Passagen (inklusive Keyboard-Gitarren-Duellen plus Flöteneinlagen) und wenig Gesang. Auf diesem und dem nachfolgenden Album haben die Keyboards einen schwebend-sphärischen Charakter, was den Stücken eine starke Anziehungskraft verleiht.

Druckvoll beginnt das Album in dem kurzen „Aristillus"(Inspiration für diesen Titel war übrigens der gleichnamige Mondkrater) mit Keyboards und Flöte, bis das Stück in das getragene und vor allem durch das Moog-Solo überzeugende „Song Within A Song" übergeht. „Chord Change" ist dagegen eher von der Gitarre dominiert und hat einen leicht rockigeren Workout. „Spirit Of The Water" bietet schönes Klavier- und Flöten-Spiel und dazu sphärischen Gesang. „Antoher Night" ist für Camel-Verhältnisse sehr rockig gehalten. Für mich der beste Camel-Rocker überhaupt, hätte damals durchaus ein Hit werden können. „Air Born" ist ebenfalls ein schöner Titel mit toller Gitarren- und Flöten-Arbeit. Das instrumentale, 9-minütige „Lunar Sea" beginnt dann mit herrlich-sphärischen Keyboards, die mich jedes mal in diese kalte Mondlandschaft, die auf dem Cover zu sehen ist. Danach setzt ein Bass-Rhythmus ein und das Stück kommt ordentlich in Fahrt. Im Mittelteil bringt Peter Bardens herrliche Moog-Spielereien zum besten, danach setzt wieder der Bass-Rhythmus ein und Andy Latimer legt über druckvollen Orgelakkorden mit der E-Gitarre mächtig los. Das Stück klingt am Ende wieder wunderschön mit sphärischen Keyboards aus.

Dieses Album besticht durch seine schwebende, irgendwie „kalte" Atmosphäre und ist ein ganz großer Klassiker des Progressive Rock.
11 Kommentar| 26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Mai 2014
"Moonmadness" von 1976 war nach meinem Dafürhalten das letzte insgesamt sehr gute Album von Camel. Um das Thema "Mondsüchtig" herum wurden bereits ein Jahr nach dem riesigen Erfolg von "The Snow Goose" sieben neue Songs aufgenommen.

Die besten davon sind das kurze, lyrische und ganz berückende Stück "Spirit of the Water" (komponiert von Peter Bardens und immer eines meiner absoluten Lieblingslieder), weiterhin das darauf folgende, fulminante "Another Night", in dem die Band röhrt und kracht, dass es eine wahre Freude ist, und mit Einschränkungen das abschließende, in eine phantastische (Mond-)Traumwelt entführende "Lunar Sea", das stellenweise an die spannenden Klangeffekte von "The Snow Goose" erinnert. Überzeugend und typisch für Camel ist der dritte Teil von "Lunar Sea", in dem sich Peter Bardens an der Hammond Orgel und Andy Latimer an einer schmutzig-bluesigen Leadgitarre wie in alten Zeiten wunderbar ergänzen.

Dann ist da aber das längere "A Song within a Song", das nur noch im mittleren Teil an Camel erinnert, wie man die Gruppe kannte. In dieser Passage führt Peter Bardens am Synthesizer mit einer beschwingten Melodie, die er schön paraphrasiert, unterlegt von Andy Latimers leicht mit dem Wah-Wah bearbeiteten Rhythmusgitarre, geerdet von einem weichen Bass und flockig umspielt vom Schlagzeug. Der längere Teil dieses Tracks sowie das komplette "Air Born" und die restlichen Songs reißen aber nicht gerade vom Hocker.

Die Gründe, warum dieses Album nicht durchgängig an die hohe Qualität von "Mirage" und insbesondere von "The Snow Goose" anknüpfen konnte, sind im der remasterten Ausgabe (2002) beiliegenden Booklet nachzulesen.

Zum einen baute die Plattenfirma Druck auf, ein konventionelleres Album als "Snow Goose" zu machen. Und zum anderen war da ein neuer Produzent, der Camel "more spatial" klingen ließ. Dieses "räumlicher" würde ich hier mit "sphärisch" übersetzen. Konventionell war das zwar immer noch nicht, aber in mehreren, längeren Passagen erklingt nun sphärische, elegische Musik mit langgezogenen Riffs und viel Synthesizer-Untermalung. Peter Bardens entlockt hier seinem Synthesizer, der wohl um neue Klangvariationen erweitert wurde, orchestrale Klänge und insbesondere die simulierte Geigenunterlegung hat etwas Süßliches abbekommen. Die Gruppe dringt gelegentlich in Regionen vor, in denen die Gefahr besteht, dass Monotonie kein Fremdwort bleibt. Zum sphärischen Sound passt, dass auf mehreren Songs das Schlagzeug stark herunter gemischt wurde und der Bass sehr warm und weich klingt.

Vielleicht liegen die von mir empfundenen punktuellen Schwächen auch an einer nicht mehr optimal funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Andy Latimer und Peter Bardens. Mehrmals hatte ich den Eindruck, als seien die Songs nun mehr Solo-Arbeiten von einem der beiden.

Tatsächlich kam es nach "Moonmadness" in der Gruppe zu Auseinandersetzungen über die musikalische Richtung und zu ersten personellen Veränderungen. Peter Bardens verließ Camel nach dem nächsten Album "Rain Dances".

Dennoch ist "Moonmadness" meisterlich eingespielt und hat Melodiebögen, die einen lange im Kopf herumgehen – vor allem, wenn man das Album mehrmals hört, und in der "Gefahr" bewegt man sich ständig.

Die remasterte Version von 2002 wurde unter der fachkundigen Leitung von Paschal Byrne vorgenommen, der das ursprüngliche Klangbild nicht durch eine Neuabmischung zerstörte, sondern erhielt und in neuer Klarheit erstrahlen ließ (anders sollte es auch niemals sein!).

Die CD enthält umfangreiches und qualitativ hochwertiges Zusatzmaterial, das meiste davon Live-Aufnahmen sowie eine als Demo aufgenommene Instrumentalversion von "Spirit of the Water", die noch schöner als die 1974 veröffentlichte ist.

Das kleine Booklet informiert sehr instruktiv und sachlich über die Entstehungsgeschichte des Albums und den weiteren Weg von Camel. –

Und dies könnte die Inspiration für "Moonmadness" gewesen sein:

Die Scheibe des Mondes stand seinem Kammerfenster gerade gegenüber, er betrachtete ihn mit sehnsüchtigen Augen, er suchte auf dem glänzenden Runde und in den Flecken Berge und Wälder, wunderbare Schlösser und zauberische Gärten voll fremder Blumen und duftender Bäume; er glaubte Seen mit glänzenden Schwänen und ziehenden Schiffen wahrzunehmen, einen Kahn, der ihn und die Geliebte trug, und umher reizende Meerweiber, die auf krummen Muscheln Lieder bliesen und Wasserblumen in die Barke hineinreichten. "Ach! dort! dort!" rief er aus, "ist vielleicht die Heimat aller Sehnsucht, aller Wünsche: darum fällt auch wohl so süße Schwermut, so sanftes Entzücken auf uns herab, wenn das stille Licht voll und golden den Himmel heraufschwebt, und seinen silbernen Glanz auf uns herniedergießt. Ja, er erwartet uns, er bereitet uns unser Glück, und darum sein wehmütiges Herunterblicken, daß wir noch in dieser Dämmerung der Erde verharren müssen." (Ludwig Tieck: Franz Sternbalds Wanderungen.)
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juni 2014
Bereits in der 1970 ern besaß ich die Schallplatte, die nach so langer Zeit aber Gebrauchsspuren aufwies. Deshalb war für mich die Möglichkeit des Erwerbs dieser CD ein Glückstreffer. Interessierte können sich mit den angebotenen Gratis-Hörproben einen Eindruck von dieser Musik verschaffen, die für mich Erinnerungen an die Schulzeit weckt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. August 2013
Drei fulminante Alben haben Camel um "Mastermind" Andy Latimer (Gesang und Gitarre), Peter Bardens (Keyboard) und Andy Ward (Drums), (inklusive Neuankömmling Mel Collins (Flöte und Saxofon) und Bassist Doug Ferguson, der sich von seinen drei Kollegen nach diesem Album trennte) bis "Moonmadness" herausgebracht. Drei Alben, die stellenweise schon sehr verträumt und spielfreudig (nicht zuletzt prog-rockig) zusammengezimmert wurden, allerdings noch nicht jenen Camel typischen Sound besaßen, der auch nach fast vierzig Jahren stets in seinen Bann zieht. Nach dem rein instrumentalen Konzeptalbum "The Snow Goose", das lediglich mit Kammermusik experimentierte und im Gesamtbild nur marginal schwächer, aber für meinen Geschmack dennoch musikalisch nicht besonders ausgereift klang, durfte der eingefleischte Fan sich auf eine Rückbesinnung zu alten Taten einstellen. Bei "Moonmadness", ein verträumter Titel für ein im Klangbild dynamisch aber ruhiges Album, war dies chronologisch beziehungsweise musikalisch ein Rückschritt zum kongenialen "Mirage" aus dem Jahr 1974. Die Gitarren der genannten Herren klingen auf jenem Album sehr melodisch und auch die weiterhin ausgefeilten Keyboards werden von wundersamen bzw. wunderbaren Melodiebögen und einem zauberhaften, klangbildabrundenden Gesang getragen, der durch die lockeren Schlagzeugsounds aufgelockert wird, und die sphärisch-mystische Grundstimmung zusätzlich unterstreicht.

Die erste Seite der LP (die qualtitätsmäßig übrigens in meinen Ohren gegenüber der Remaster unterlegen ist) beginnt stark prog-rockig mit "Song within a Song", einem, mit Ohrwurmqualität und eingängigen Riffs bestückten Opener, der jedem Camel Fan etwas sagen sollte. Auch "Chord Change" weist in diese Richtung, ist jedoch zunehmend verspielter und weist in seinen Klängen eine gänsehauterregende Stimmung auf. Mit "Spirit of the Water" schließt sich der Kreis; ein kurzer Parforceritt.
Die zweite Seite der LP startet mit "Another Night" ein unverzichtbarer Klassiker des Quintetts, der sogar schon live gespielt wurde, nicht nur auf dieser Scheibe, auch ingesamt konnte man dem Titel nicht nur eine positive Seite abgewinnen. "Air Born" ist dann schwächer, wird durch den abschließenden, ebenfalls verträumten Song "Lunar Sea" wieder glattgebügelt.

Sowohl 2002, als auch 2009 sind remasterte Überarbeitungen - inklusive mehrerer Bonussongs jener Platte erschienen - , die dem Album zu Gute kamen. Aber dies ist hier ja ohnehin nur zweitrangig.

Fazit: Die beste im umfangreichen "Camel"-Katalog....
1212 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Für "Moonmadness" wurden bei den britischen Prog Rockern von "Camel" die Karten neu gemischt. Statt Produzent "Hitchcock" wird diesmal "Rhett Davies" verpflichtet, der die Band 1976 auf einen kommerziell noch erfolgreicheren Weg bringt. Das Album klingt moderner als sein Vorgänger "The Snow Goose", auch aufgrund der wunderbaren Gesangparts. Dabei wäre das magischste Stück das Albums, die Klavierballade "Spirit of the water", beinahe ein Instrumentalstück geblieben: Latimers Originalfassung, ohne Gesang wird in den Londoner "Island Studios" aufgenommen. Nach hartnäckigem Drängen von "Davies" jedoch überarbeitet und schließlich als Gesangsversion veröffentlicht.
("Classic Rock" Jan/Feb. 2012 "Matthias Mineur")
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. November 2003
Als ich mir in den siebziger Jahre diese LP kaufte, war sie schnell meine absolute Lieblings LP. Auch nach soviele Jahre klingt Moonmadness weder verstaubt noch langweilig. Highligt der
CD ist das epische Song within a song und Spirit of the water.
Ein toller Einstieg in die frühe Camel-Schaffenszeit.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2006
Dieses Album hat eigentlich mehr als 5 Sterne verdient...

Und endlich habe ich das Album gekauft, und ich bereue es kein bisschen.

Der Opener "Aristillus" nervt beim ersten hören total aber schon nach dem dritten mal mochte ich es trortz der aufdringlichen plastik-Keys total.

weiter geht es mit dem schönen sphärischen ruhigen Song "Song withing a Song". Latimer singt allgemein auf dem Album sehr apathisch/lethargisch das passt absolut zu der Musik und der ganzen Stimmung des Albums. Das Lied Song within a Song hat ein schönes Moog-Thema das auch von der Gitarre aufgegriffen wird.... gegen Mitte des Liedes steigert sich das gleiche Gitarrenthema immer weiter und endet in einem plötzlichen Break und ein schneller Rhythmus hi-hatlastig gibt den Ton an und ein schönes Moog fängt an mit einem beruhigenden aber nicht lahmen Basslauf.
ca. 1:30 vor schluss setzt aufeinmal Bombast ein mit sehr schöner Melodie und absolut geilem Schlagzeug-Gefetze das im Kontrast zu den ruhigen Keys steht, aber das klingt absolut klasse. Ab und zu ist in dem Lied Latimer's Flöte zu hören die dem Song auch eine spezielle Camel-Note verleiht.

Danach kommt der Song "Chord Change" welcher mit fröhlichem schnellen Gitarrenriffs anfängt parallel mit den Bassriffs dazu.... es geht weiter mit einem kleinen Leerlauf wo dann die Bongos einsetzen und dann kommt Latimer's Gitarre wieder mit einem abgewandelten Anfangsriff. Das ganze steigert sich ein wenig und klingt dann ruhig aus wo dann auf einmal bei ca. 1:55 eine Lapsteelartige Slideguitar zum einsatz kommt und es aufeinmal sehr ruhig wird mit einer sehr knackigen solierenden Gitarre extrem schön zum träumen, im Hintergrund läuft eine Hammond Orgel leise mit und gibt Akkorde vor. Wirklich sehr schön. Das Solospiel der gitarre weitet sich immer mehr aus und man ist nur noch entspannt und froh diese Musik zu hören. Das ganze geht noch bis 3:57 wo dann die Hammond stärker einsetzt und lauter wird und keine Akkorde mehr vorgibt, die Gitarre muckst nur noch vereinzelt auf während der Bass und Schlagzeug konsequent den Rhythmus weitergehen und die Hammond sehr schön soliert. Das Ende wird wieder etwas "härter" und es wird wieder schneller wie es am Anfang war und eine sologitarre setzt wieder ein, und Bongo kommt zum einsatz... es endet in einem Fade Out.

"Spirit of the Water" setzt mit einer ernsten Flötenmelodie ein die vom Klavier begleitet wird. Latimer's lethargischer sphärischer Gesang setzt ein und wird vom Klavier begleitet. Flöte setzt aus jetzt nur Klavier Gesang und etwas Bass. In den gesangspausen spielt Latimer mit der Flöte wieder das Hauptthema bis der wieder anfängt zu singen. Ein sehr schönes ruhiges Lied.

"Another Night" ist ein wirklich rockiges Stück (für Moonmadness verhältnisse) und auch das "härteste" Stück auf dem Album. Eingeleitet wird es durch eine aufdringliche gitarre die lauter und lauter wird und dann irgendeine Tonleiter runterrattert und es in einem bekannten Riff übergeht. Beim Chorus wird es wieder ruhiger. Latimer singt wieder so lethargisch-schön. Später kommt natürlich ein Gitarrensolo und ein Tempi- und Rhythmuswechsel zeitweise. Es geht dann wieder zurück ins Hauptthema und Gesang setzt wieder ein. Flöte wird in dem Song gar nicht eingesetzt. das Lied ist sehr Gitarrenlastig, ein wenig Orgel noch dazu und für Moonmadness-Verhältnisse auch viel Gesang. Auch dieses Lied endet im Fade Out.

... jetzt kommt mein Lieblinsstück auf dem Album... "Air Born"... allein der Titel.... sagenhaft.... es fängt an.. mit ruhiger Flöte und Klavierbegleitung die traumhaft ist. Dann ein synthieinsatz und sofort ruhigere aber nicht lahme drums mit Gitarrensolo als Einstieg. Es wird ruhiger und Latimer beginnt eine wunderschöne Melodie zu singen wo man nur dahinschmelzen will. Das ganze Lied ist sagenhaft und strahlt eine wahnsinnige Magie aus wie ich finde. Weiter geht es nach den ersten Textzeilen mit gezupfter Akustikgitarre und wieder einem Flötenspiel. Klavier immer leise im Hintergrund .. das Zupfen hört auf und eine Effektvolle slidegitarre setzt ein und ein wenig Hauchen und ruhiges Atmen ist zu hören wirklich sehr sphärisch und toll. gegen 54 sekunden vor Schluss scheint das Lied fast aus und ein perlendes E-Piano klingt aus und aufeinmal ist es nur ganz kurz still aber sofort fängt eine neue Strophe an die kurz dauert. Zum Ende hin setzt wieder Bombast ein und es endet einfach nur herrlich!

"Lunar Sea" ist mit 9:09 das längste Stück auf der Platte. Es fängt mit Synthieffekten und Cymbals an .. Wasser tropft, Vögel zwitschern, es klimpert und dängelt und ein Klangvorhang scheint sich im Wind zu bewegen so kommt es mir vor wenn ich die Augen schliessen. ein hektischer Bass und Schlagzeugrhythmus mit nur kleinen variierenden Breaks kommt ins Geschehen leise rein und wird lauter. eine gitarre soliert dazu bis bei 2:40 eine eingängige Basslinie und ein mit 16tel bestückte hihat das Lied dominiert und eine Synthi-Melodie einsetzt. Zwischendurch kleine Breaks..... aber es geht weiter... dann kommen zwischendurch leise SlideGuitar oder sogar Lapsteel-Guitar artige Akkorde rein.... komm mir fast vor wie auf einem spacigen Hawaii.
Bei 5:10 wird es aufeinmal wieder hektischer. Basslauf ändert sich und wird schneller.. viel wirbel auf der Snare und eine Sologitarre die sehr rockig ist. Das Solo geht bis 7:00 und ändert aufeinmal seinen Klang wird etwas dumpfer und Synthi setzt dazu ein. Sehr viel Wirbel auf der Snare und Ride. Schlagzeug, Gitarre, Bass werden langsam ausgeblendet wobei der Synthi gleiche Lautstärke behält aber später auch ausgeblendet wird bis das Lied letztendlich sein Ende findet. Wirklich großartig

Die CD enthält noch die Singleversion von Another Night die nur geringfügig anders ist wie ich finde.. genau so hörenswert wie die LP-Version.
Es gibt noch das Demo von "Spirit of the Water" welches der LP-Version in nichts nachsteht nur es fehlt halt der Gesang und die flöte ^^ aber die klavierversion ist auch schön.

danach folgen 3 live-Lieder die bis zum Erscheinen dieser Version der CD unveröffentlicht waren.

und zwar stammen die live-aufnahmen vom 14ten April 1976 aus dem Hammersmith Odeon in London. als ich die Lieder das erste mal gehört habe war mir nicht bewusst das es live war so perfekt ist der Klang. Wirklich super-qualität haben diese Liveaufnahmen.
Achja die Live-Aufnahmen sind von den Songs "Song within a Song", "Lunar Sea" und "Preparation/Dunkirk".... alle drei einsame spitze!

Fazit:
Das Album Moonmadness hat die 5 Sterne mehr als verdient es ist ein wunderschönes, mooglastiges Album mit wenig Gesang und viel Raum zum Träumen und abdriften in eine andere Welt. Sehr sphärisch und Prädikat "Must Have" für Liebhaber von ProgRock der 70er! Nur zu empfehlen!

mfg
11 Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Oktober 2008
Camels bekannteste Alben sind ja das rein instrumentale und mit Kammermusik versehene "Snow Goose" und der kommerzielle und künstlerische Durchbruch "Mirage". Vergleichbar mit den ersten vier Steve Hackett Soloalben, frühen Genesis und auch Pink Floyd, haben Camel hier ihren filigranen Stil komprimiert. Moonmadness ist mein persönlicher Favorit der Band. Man bekommt sehr entspannten, atmosphärischen Progressive Rock geboten, Andrew Latimer begeistert an Querflöte und dezent gespielter E-Gitarre und sehr sparsamen Gesang. Die Drums sind jazzig bisweilen, der Bass ebenso, die Keybords bewegen sich teilweise nah an der Kitschgrenze, überschreiten diese aber nicht, wie Rick Wakeman es bei Yes tat. Der Opener Astillus ist ein Beispiel dafür, trotz des verspielten Einsatzes der Querflöte. Als Highlights sollte ich folgende Songs hervorheben: Das herrlich verträumte, sehr kalt wirkende "Spirit Of The Water". Klavier, Flöte, elektronisch verzerrter Gesang. Dann das recht groovig rockende, etwas düstere "Another Night". Absoluter Höhepunkt ist das spacige, atmosphärisch sehr dichte "Lunar Sea". Hier werden die Synthesizer ebenfalls verschwenderisch eingesetzt, bewegen sich in meinen Augen aber nicht so sehr an der Kitschgrenze, sondern tragen zu einer getragenen, extraterrestrischen Stimmung bei, Klangteppiche, auf welchem Latimer seine feinen Gitarrengespinste entfalten kann. Die Bonustracks sind diverse Liveversionen der Albumsongs, hervorstechend ist der "Snow Goose" Song "Preparation/Dunkirk". Das Publikum ist aber kaum zu hören und die Unterschiede zu den Studioversionen marginal.

Wer Prog Rock auch gerne mal im Hintergrund hören will, ohne dass es zu anstrengend wird, sollte Camel mal versuchen. Moonmadness ist deren verträumtestes Album, man geht auf Reisen durch Raum und Zeit.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Januar 2017
Musik vom Feinsten, wie man sie von Camel gewohnt ist. Auch dieses Album ist ihnen gelungen. Absolute Kaufempfehlung von mir.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Haben sich auch diese Artikel angesehen

5,00 €
7,79 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken