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am 23. April 2013
"Solaris" ist im Gesamtwerk des bedeutendsten russischen Regisseurs, Andrej Tarkowskij, ein Werk des Übergangs. Der Film entstand 1972 nach Motiven des 1961 erschienenen Science-Fiction-Romans von Stanislav Lem. Die Dreharbeiten zu seinem ersten Farbfilm verschlangen 900.000 Rubel. Die Großstadtaufnahmen zu Beginn des Films entstanden in Tokio. Trotz zahlreicher Auflagen der staatlichen Filmgesellschaft Mosfilm nahm Tarkowskij nur wenige Änderungen am Film vor. Solaris startete im März 1972 in der Sowjetunion und erhielt auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, den Spezialpreis der Jury. Ab 1974 lief er in der DDR und ab 1977 in der BRD. Lem war unzufrieden mit Tarkowskijs Verfilmung. Auch Tarkowskij äußerte sich in später negativ über die zu starke Gewichtung der Science-Fiction-Elemente in seinem Film.
Der Film hat aus heutiger Sicht den Makel aller Science-Fiction-Filme: Die Ausstattung der Raumstation wirkt antiquiert.
Doch die Grundfrage des Films bleibt aktuell: Die Grenzen und der Preis der menschlichen Erkenntnis.

Während der Roman auf der Raumstation beginnt, wird Tarkowskijs Film mit einem langen Prolog auf der Erde im Elternhaus des Psychologen Kris Kelvin(Donatas Banonis) eröffnet. Dieser erhält er den Auftrag, die Ursachen für das seltsame Verhalten der Besatzung der Raumstation, die den Planeten Solaris erforscht, herauszufinden. Der Astrobiologe Sartorius (Anatoli Solonizyn, der Hauptdarsteller in „Andrej Rubljow“) und der Kybernetiker Snaut werden von „Besuchern“ gequält, die sich als durch den Solaris-Ozean materialisierte Bilder ihres Unterbewusstseins erklären. Dies hat das dritte Besatzungsmitglied, den Psychologen Gibarian, bereits in den Selbstmord getrieben. Kelvin gerät auf der Raumstation selbst in Bedrängnis. Er wird von seiner Frau (Natalja Bondartschuk) besucht, die sich vor zehn Jahren umgebracht hatte.
Nicht die Erforschung des Kosmos beschäftigt die Menschen, sondern sie nehmen ihre quälenden Erinnerungen, ihre Schuld, ihr Versagen aber auch ihre Sehnsucht nach Liebe mit in den Weltraum.
Sie nehmen ihr Leben und ihre Kultur mit ins All. Tarkowskijs Raumstation ist mit alten Büchern, Möbeln, Kupferstichen, Leuchtern, Gemälden ausgestattet. Liebevoll fährt die Kamera diese Schätze ab, wie zum Beispiel Pieter Brueghels „Winterlandschaft („Jäger im Schnee“)“
Die letzten Bilder zeigen die Rückkehr des verlorenen Sohnes, der vor dem Vater niederkniet. Doch die Kamera entfernt sich immer weiter vom Elternhaus und zeigt es schließlich als eine Insel im Solaris-Ozean.
"Solaris" ist ein Film der Ruhe und der Langsamkeit. Teilweise wurden die Kameraaufnahmen von Wadim Jussow mit überhöhter Geschwindigkeit (36 statt 24 Bildern pro Sekunde) gemacht. Der Film nimmt sich 167 Minuten Zeit seine Geschichte zu erzählen, oder aber auch meditative Momenten Raum zu geben.
Tarkowskij versuchte ein Gegenbild zur Stanley Kubricks „2001 – eine Space Odyssee“(1968) zu erschaffen: „Lem [hat] in SOLARIS ein mir nahes Thema behandelt […] Es geht um den Konflikt zwischen Selbstüberwindung, gefestigter Überzeugung und sittlicher Wandlungsfähigkeit einerseits sowie mit den Bedingtheiten des eigenen Schicksals andererseits. Der geistige Horizont des Romans hat nichts mit der Gattung Science-Fiction gemein."
Die Extras der DVD erhalten eine sehenswerte Betrachtung des Films aus philosophischer Sicht.
Leider konnte ich den Film auf meinem Fernseher nicht bildfüllend abspielen.
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am 4. Juli 2016
Wie bei Stalker ist hier bei Solaris entscheidend welche DVD Version gekauft wird. Die Bildqualität bei Artificial Arts ist gegenüber anderen Versionen in der Regel deutlich besser. Demgegenüber bietet sie aber keine deutsche Tonspur. Andererseits ist die russische Originaltonspur wiederum vorhanden - gibts nicht auf allen DVD Versionen!

Zum Film selbst (er gehört meiner Meinung nach - noch VOR 2001 Odysee im Weltraum - mit zu den besten Filmen überhaupt, wenn man von Filmkunst spricht) nur so viel: Absolut nicht mit der George Clooney Version zu vergleichen und setzt ein gerüttelt Maß an Geduld und Reflektion voraus. Außerdem durchaus - auch hier eine Parallele zu Stalker - keine "reine" Stanislaw Lem Verfilmung - sowenig wie Stalker nur "Picknick am Wegesrand" bebildert. Man wird dem Film nicht gerecht, wenn man ihn "nur" als Romanverfilmung sieht. Solaris ist eher als eigenständige Interpretation des Romanes zu betrachten.
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am 21. Dezember 2003
Der Psychologe Kris Kelvin wird eines Tages zur Forsschungsstation Solaris geschickt, da dort einige Dinge nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheinen. Die Besatzung hat sich während der jahrzehntelangen Erforschung des geheimnisvollen Planeten unter ihr von 85 auf 3 Mitglieder dezimiert und etwaige zurückgekehrte Astronauten berichteten schon vor vielen Jahren von Dingen, deren Zeuge sie waren, aber eigentlich gar nicht hätten sein können. Und tatsächlich begegnet Kelvin, auf Solaris einmal angekommen, seiner verstorbenen Frau als materielle auf Neutrinos basierende Manifestation seines Bewußtseins samt sich stets entwickelnder Menschlichkeit...
In diesem Film gehts weniger um Aliens und Raumfahrt an sich. Das Thema Raumfahrt<->Natur wird lediglich zu Beginn und am Ende des Films konträr dargestellt, um eine Brücke zum Hauptteil zu schaffen. Denn tatsächlich geht es hauptsächlich um die menschliche Psyche bzw. das menschliche Bewußtsein und seine Rolle im Kosmos, der in der Betrachtungsweise des Filmes nichts weiter ist als eine bloße Erweiterung seines Erdraumes (der Mensch hat dort draußen also nicht wirklich was verloren). Die Erlebnisse auf Solaris dienen somit als Sinnbild für das geistige Innenleben der dortigen Personen, allen voran Kelvin, noch mehr aber stellvertretend für die Menschheit an sich und ihrer irregeleiteten Suche nach einem Spiegelbild ihrer selbst in den Weiten des Alls. Aufgrund dieser psychologischen Vertiefungen und der Kernaussage "Der Mensch braucht nur den Menschen" wird gen Ende auch inhaltlich der Bogen zurück zur rudimentären Natur geschaffen, dem wahren Kosmos des Menschen. Visuell (teils in schwarz-weiß gedreht) ist dieser Film herausragend und er steht zudem auch noch in Harmonie mit dem Inhalt (heutzutage eine Seltenheit, deswegen schwöre ich hierbei auf das russische Original).
Technisch ist die DVD etwas am hakeln - so lässt sich der Film nur über meinen DVD Player im PC abspielen. Die Tonspur lässt sich auch nicht wechseln. Deswegen nur 4 Punkte.
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am 20. August 2002
Es ist völlig zwecklos, diesen Film mit irgendwelchen SF-Streifen aus Hollywood zu vergleichen. Man wird nichts derartiges finden. Tarkovskis Filme (z.B. Nostalghia, Stalker) gehen immer bis ins Innerste, werfen Grundsatzfragen auf und versuchen, das Wesen der Dinge zu ergründen, egal, was das Thema der Vorlage ist. So auch Solaris. Nach dem ersten Anschauen lief ich, überschwemmt von Eindrücken, wie im Traum umher und grübelte über den Film nach. Er ist ein Kunstwerk, vergleichbar bestenfalls mit Theaterdramatik, kombiniert mit großartigen Gemälden und gibt reichlich Stoff zum Nachdenken. Die Darsteller sind einfach überwältigend glaubwürdig und menschlich.
Mein Tipp: DVD kaufen, im Originalton mit deutschen Untertiteln anschauen. Der englische Ton sprang bei meinem Player (Philips 710) immer auf russisch zurück. Die deutsche Übersetzung weist einige Fehler auf, die aber das geniale Gesamtwerk nicht beeinträchtigen.
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am 30. Januar 2016
...und eigentlich die einzige wahrhaftige vom Autor autorisierte, denn keiner hat sich bisher da rangetraut, bis auf Steven Soderbergh, der aber selbst seine Verfilmung mit George Clooney in der Hauptrolle (Respekt!) als eine Adaption bezeichnet hat, vor allem als Respekt vor Tarkowski. Womit ich sagen möchte, LEST DIE ROMANVORLAGE, die erstaunlicherweise aus dem Jahr 1959/60 stammt, UND ich weiß wovon ich rede als Besitzer nahezu des Gesamtwerkes von Stanislaw Lem.
Es werden viele Fragen aufgeworfen; was passiert mit dem Selbstbild, was passiert, wenn plötzlich Erinnerungen personalisiert und lebendig gemacht werden, teilweise auch solche, die man eigentlich sehr gern vergessen möchte?!
UND was ist mit diesen materialisierten Erinnerungen, die unerwarteterweise ein eigenes Bewußtsein haben und in Konkurrenz treten zu diesen Erinnerungen und sich plötzlich verändern? Was passiert mit dem Menschen, zumal wenn er weiß, dass das ganze von einer angeblich primitiven, gallertartigen Oberfläche eines Planeten ausgeht, die aber offensichtlich mit dem menschlichen Gehirn interagieren kann?
Es ist eigentlich völlig unmöglich einen so tiefgründigen Roman von einem der weltbesten SF-Autoren komplett zu verfilmen, aber Tarkowski hat es tatsächlich geschafft, natürlich nicht ohne diese Darsteller allen voran Donatas Banionis als Dr. Kelvin.
Ich habe mir den Film schon mehrere Male angeschaut und parallel dazu den Roman gelesen, Tarkowski hat zum Teil wortwörtlich die Dialoge eingebaut in den Film. Das einzige, was er nicht übernommen hat (Unterschied zur Adaption von Steven Soderbergh) ist der Abschluß des Romans.
Ist natürlich für "bestimmte Leute" ein langweiliger Film, nicht Matrix, nicht Alien, nicht Starwars u.s.w., keinerlei Action, man muß ein wenig Phantasie einsetzen und NACHDENKEN.
UND lasst Euch nicht abschrecken von Mosfilm, da steckt keinerlei Ideologie dahinter, im Gegenteil...
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am 14. August 2015
Der seltsame Nebel, der sich um die Meere des Planeten Solaris erhebt, materialisiert Menschen aus der Vergangenheit und damit Schuldgefühle, nicht Bewältigtes und lange im Unterbewußtsein verschüttete Erlebnisse. Im Gewand der SF-Vorlage von Stanislaw Lem macht Tarkowski aus der Story sein immer wiederkehrendes Thema: die Suche des Menschen nach wahrhaftigen spirituellen und moralischen Werten, die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und Vergangenheit, die Suche nach echter Menschlichkeit in einer vom Fortschrittsglauben und Materialismus entmenschlichter Welt. Daß diese filmischen philosophischen Diskurse schwere Kost sind und für viele schwer verdaulich, kann man verstehen. Es erfordert große Aufmerksamkeit und Geduld, sich damit auseinanderzusetzen und dieser - wohl auch dialoglastigste - Film Tarkowskis ist bei aller Gedankenschwere für mich noch sein zugänglichster. Ihn als langweilig abzustufen zeugt aber mehr von Hilflosigkeit und Unverständnis anstatt einfach mal den Versuch zu machen sich entgegen aller Seh- und Denkgewohnheiten mit etwas anderem auseinanderzusetzen. Dies nicht zu tun, würde genau zu der Oberflächlichkeit und geistigen Verarmung gehören, die Tarkowski anprangert.
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am 28. Februar 2013
Guter Film, ob wohl ich ihn doch etwas besser in Er innerung habe bzw. Hatte.
Ist halt die russische version von 2001 im Weltraum,
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Dezember 2007
Respektvoll, nachdenklich und gleichermaßen melancholisch schaltete ich den Fernseher ab, lehnte ich mich zurück und versuchte zu verarbeiten, was Andrej Tarkowskij mir da fast 3 Stunden lang vorgesetzt hatte.
Es war keine "leichte Kost", ganz im Gegenteil! Zwar lässt sich der Film Zeit - lange Kameraeinstellungen, die die Bilder für sich sprechen lassen, verschaffen dem Zuseher (notwendige) Nachdenkpausen - aber er lässt sich beim besten Willen nicht binnen Sekunden verarbeiten.
Da ich als Bergman-Fan schon mehrere "Kaliber" dieser Art gewohnt war, dachte ich, dass es Tarkowskij auch nicht viel kunstvoll-verstrickter hingekriegt haben könnte. (Man erlaube mir an dieser Stelle, Ingmar Bergman als Vergleichsregisseur hunzuzuziehen). Aber im Gegensatz zu Bergman, der wenigstens versucht, eine Brücke zwischen seinen abstrakten filmlischen Stoffen und dem menschlichen Verstand zu schlagen, bemüht sich Herr Tarkowskij erst gar nicht, dem Zuseher den hochphilosophischen Inhalt von "Solaris" näher zu bringen. Es verleitet mich ein bisschen, von einer Art "Friss oder stirb - Produktion" zu sprechen. Der Zuseher, der hier, einem Buch ähnlich, zum aktiven Nachdenken angeregt wird, kann sich entweder voll und ganz dem Inhalt des Films hingeben oder aber resignierend die Stopp-Taste seines DVD-Players betätigen.
Und selbst, wenn man ersterem Motto folgt, so ist es noch ein weiter Weg hin zum Verständnis. Freilich könnte man jetzt aus rein (film)wissenschaftlicher Sicht eine halbwegs glaubwürdige Solaris-Interpretation hinknallen, ich persönlich glaube aber, dass Tarkowskij hier sehr bewusst die philosophisch-abstrakte "Achse" so sehr in den Vordergrund gearbeitet hat. Ja, er wünscht förmlich einen "mündigen" Zuseher, der sich auch nach dem Film mit dem Inhalt des Streifens auseinandersetzt, der unruhig seine Gedanken in den Griff zu bekommen versucht, der auf der Suche nach Aufklärung verzweifelt sämtliche Internet-Suchmaschinen nach Interpretationen (von "Solaris") abklappert.
"Solaris", ein Leicht-Budget-Film, ist eine Zukunftsvision, die kritisch auf die Wissenschaft blickt und gleichzeitig die Grenzen menschlichen Verstandes aufzeigt. Ehrlich gesagt, habe ich den Bestseller-Roman nie gelesen, weshalb ich auch nicht beurteilen kann, ob das filmische Werk dem literarischen Nahe kommt. Eines ist aber sicher: "Solaris" ist philosophisches Höchstniveau in Filmform. Also: Ein Klassiker, wenn nicht gar ein Vorreiter oder vielmehr ein Prototyp auf seinem Gebiet, der die Grenzen sämtlicher (wenn nicht aller) Hollywood-Produktionen sprengt. "Solaris", das ist Kunst, in einer ihrer schönsten Formen. "Solaris", das ist meisterhaftes Filmschaffen.
Tarkowskij, das ist für mich persönlich, eine Art russischer (sowjetischer) Ingmar Bergman, der, wie sein schwedischer Kollege, ganz oben am Olymp der Filmschaffenden anzusiedeln ist.

Zuseher aufgepasst: Nehmt euch genügend Zeit für diesen Streifen. Vor allem am Beginn, benötigt man Ruhe und Geduld. Am Ende wünscht man sich, man hätte noch mehr erfahren dürfen, aber Tarkowskij möchte das eben nicht; wahrscheinlich deshalb, weil er selber nicht mehr auszudrücken (also: darzustellen) wusste. Und das ist gut so! Glaubwürdigkeit wird in (zu) vielen Filmen unserer heutigen Zeit ohnehin oft viel zu sehr strapaziert!
Was soll ich noch sagen?? Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und bitte, BITTE schreiben Sie ebenfalls eine Rezension!! Ich bin auf Ihre Eindrücke gespannt!
"Solaris" schreit regelrecht nacht Diskussion im sokratischen Sinne...

Schade, dass hier maximal 5 Sterne zur Vergabe möglich sind!
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am 30. Oktober 2004
Um den unerklärlichen Vorkommnissen auf einer Raumstation, die seit geraumer Zeit den Planeten Solaris umkreist, auf den Grund zu gehen, wird ein Psychologe an Bord derselben entsandt. Er muss - wie im Übrigen alle anderen Besatzungsmitglieder - feststellen, dass der den Planeten umgebende Nebel - auch Ozean genannt - eine Art Lebewesen ist, das aus Ängsten, Phantasien, Träumen und Wunschvorstellungen menschenähnliche Wesen aus Fleisch und Blut entstehen lässt.
Diese Form der Kommunikation führt bei den Mitgliedern der Solaris-Expedition allerdings zu einer Veränderung der Psyche und einem elementaren Realitätsverlust.
Solaris ist eine faszinierende, von Andrej Tarkowskij brillant umgesetzte Adaption des gleichnamigen Romans von Stanislav Lem, vergleichsweise ungewöhnlich im Erzählrhythmus und kontinuierlichem Aufbau. Wie bei vielen Dramatikern und Philosophen ist „Science Fiction" lediglich ein Vehikel dafür, dem Menschen bei seiner ungebremsten Fortschrittsgier einen Riegel vorzuschieben. Denn eine Reise in das unentdeckte Selbst ist - mit allen Konsequenzen - wichtiger als die Erforschung nebulöser Welten und reduziert das Leben auf das Einzige, was wirklich zählt: Moralische Verantwortung und Respekt.
Insofern ist „Solaris" nichts anderes als eine in einem bizarren Gewand erzählte Geschichte über menschliche Fehler, Ängste und Schwächen - und der Hoffnung auf eine zweite Chance.
Die Neuverfilmung mit George Clooney unter der Regie von Steven Soderbergh ist, gemessen am Original, gar nicht mal so schlecht - nur leider ein sehr strenger, kalter Kunstfilm, der vergeblich versucht, diese komplexe Thematik dem amerikanischen Publikum nahezubringen.
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am 25. Januar 2008
Den Film habe ich beim ersten Anschauen in seiner ersten objektiven Ebene
als recht irritierend und seltsam empfunden.
Beim zweiten Durchgang habe ich bestimmte Symboliken und Hinweise auf -ein -dahinter-erhalten.
Erst beim dritten anschauen habe ich -so glaube ich-die Absicht des Autors entdeckt, der uns auf eine ganz harte Reise ins -ich-schickt.
Er hält uns einen Spiegel vor und konfrontiert uns auf beklemmende Art
mit unserem -Kern- dem -ICH-,das in uns verschüttet, ein Eigenleben hat, das wir zu gerne verdrängen.
Auf dieser Ebene interpretiert, erreicht der Film,daß wir einen Blick in unsere Seele mit allem Verborgenen, Ängsten und allem Verdrängtem, werfen können.Aber.....das Buch erfüllt den Zweck des ICH-Erkennens besser.
Also als Therapie nicht schlecht,aber das Buch ist besser!
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