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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
9
Die Kunst der Fuge Bwv 1080
Format: Audio CD|Ändern
Preis:21,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 14. April 2016
dass Sokolov einer der größten Pianisten unserer Zeit ist, ist ja keine Neuigkeit, aber was er in dieser Aufnahme demonstriert, ist schon beinahe unglaublich. Bachs Monumentalwerk der Kunst der Fuge assoziiert man sehr oft leider mit etwas spröder Gelehrten-Musik, bewundernswerte kompositorische Meiserschaft natürlich, der Gipfel der Kunst in der Komposition von Fugen, aber in vielen Interpretationsversuchen, sei es mit Kammerorchester, sei es auf der Orgel, seltener auch mal auf ein oder zwei Cembali, erstarrt dieses riesige vergeistigte Opus zu einem hochkomplexen in Musik gegossenen mathematischen Theorem, extrem kunstvoll, aber trocken und in manchen Aufnahmen sogar etwas monoton.

Sokolov mach daraus ein mitreißendes pianistisches Ereignis, er präsentiert dieses epochale Werk, als wäre es von Bach für den modernen Konzertflügel komponiert worden, schwungvoll, spritziges non-legato Spiel, dann wieder mit reichlich Pedal und auch mal mit meditativer Ruhe.

Zum Flügelklang: die Aufnahme entstand im Gramzapis Studio in St.Petersburg. Es wird leider nicht angegeben, welches Instrument benutzt wurde, jedenfalls ist der Klang im Disklant sehr metallen-klirrend, sodaß ein mitunter Cembalo-artiger Klangeffekt entsteht, unklar bleibt jedoch, ob dies ein Merkmal des Instrumentes war oder ein Kunstgriff des Tontechnikers.
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am 7. November 2010
1. Ich bin Bach-Liebhaber
2. Ich kaufte bisher Bach-Musik nur mit Originalinstrumenten gespielt
3. Ich besuchte ein Konzert von Sokolov (Schubert, Schumann)
Dieses hat mich sehr begeistert.
Auf der Suche, diese drei Prämissen doch irgendwie zusammenzubekommen, stiess ich auf diese Aufnahme der Kunst der Fuge. Sokolov zeigt, dass, wenn man das Werk auf einem Tasteninstrument spielt, mit dem Flügel - besser als mit dem Cembalo - mit den Möglichkeiten dieses Instruments und seiner ausgefeilten Spielkunst die einzelnen Themen so herausstellen kann, dass sie jederzeit hörbar werden, durch entsprechende Dynamik unterstrichen. Und das begeistert.
Der Aufnahme hört man das leichte Rauschen einer frühen CD-Aufnahme an, was im Laufe der einzelnen Stücke aber immer weniger stört.
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am 17. Juli 2017
Besonders Contrapunctus 1 und Contrapunctus 13 a und 13 b, gehören sicherlich zum Schönsten was in der Klaviermusik jemals geschrieben worden ist. Ich war zunächst sehr skeptisch, weil man immer wieder liest, daß die Kust der Fuge ursprünglich nicht für Aufführungen vor größerem Publikum gedacht gewesen sein soll, sonderen vor allem didaktischen und musiktheoretischen Zwecken dienen sollte. Nichts könnte falscher sein als eine solche Aussage. Auch die Aussage Bach hätte mit der Kunst der Fuge die "Enge der Kirchenmusik" hinter sich gelassen könnte nicht falscher sein. Bachs Musik ist immer geistliche Musik, d.h. Musik die zur Ehre Gottes geschrieben wurde, und das trifft erst Recht auf die Kunst der Fuge zu. "Mit aller Musik soll Gott geehrt und die Menschen erfreut werden. Wenn man Gott mit seiner Musik nicht ehrt, ist die Musik nur ein teuflischer Lärm und Krach." und "Endlich soll auch die Endursache aller Musik und also auch des Generalbasses seyn nichts anderes als nur Gottes Ehre und Recreation des Gemüths; wo dies nicht in Acht genommen ist, das ist keine recht eigentliche Musik." (Johann Sebastian Bach) Eine solche Musik konnte nur auf dem Boden der heute so oft so heftig und oft so fanatisch bekämpften christlich abendländischen Kultur entstehen. Die Menschen, die heute glauben dieser Kultur mit allen nur erdenkbaren Mitteln die Wurzel, den Glauben an Gott, an den Herrn Jesus Christus und die Erlösung durch seinen Opfertod am Kreuz ausreißen zu müssen, und diesen Glauben nicht nur der Verächtlichkeit, dem Spott und Hohn preisgeben, sondern ihm mit Hass und Feindschaft begegnen und statt dessen den Islam oder andere antichristliche Ideologien propagieren, wissen nicht was sie tun. Sie zerstören mit diesem Glauben auch die große Kultur die aus diesem Glauben heraus gewachsen ist. Musik von Bach wird es nicht mehr geben, wenn der Islam oder eine andere totalitäre Ideologie hier die Herrschaft übernommen haben wird. Und genau damit wird jetzt in Politik und Gesellschaft wieder einmal gespielt. Welch ein Abgrund und welche Abgründigkeit in den Menschen die dies tun. Noch haben wir die Möglichkeit diese großartige Musik zu hören, oder wer die Begabung dazu hat auch selbst zu lernen und zu spielen. Wie lange noch? Das Spiel von Sokolov ist großartig. Als ich "Die Kunst der Fuge" von Sokolov das erst Mal gehört habe konnte ich nicht aufhören sie mir immer wieder anzuhören. Ich habe sie mir, wie damals, als ich zum ersten Mal die Goldbergvariationen von Glenn Gould gespielt gehört habe, von Anfang zum Ende in einem Stück ganz angehört und dann einige Stücke immer wieder ohne aufhöhren zu können diese wunderbare Musik zu hören, und die Stunden sind dahingeflogen als wären es Minuten. Ich hoffe die Deutschen kehren um und bewahren ihren Glauben und ihre Religion, die solche einzigartigen Wunderwerke hervorgebracht hat, anstatt ihn zu bekämpfen und der Verachtung und dem Hass preisgeben. Damit würde auch unsere Kultur der Verachtung und dem Hass preisgegeben werden und mir ihr auch die Musik von Johann Sebastian Bach, denn eine Gesellschaft, die ihre Religion verloren hat, verliert früher oder später auch ihre Kultur. Wir müssen dafür kämpfen, daß das nicht geschieht und wir dürfen die Angriffe auf den christlichen Glauben die aus der Mitte unserer eigenen Gesellschaft kommen, besonders von den 68ern, aber auch von außerhalb, insbesondere durch den Islam, dem großen Feind des Christentums, nicht länger tatenlos zusehen. Nur wenn wir kämpfen und es den Feinden unserer Kultur und unseres Glaubens nicht erlauben weiter Erfolg zu haben, besteht die Möglichkeit unseren Glauben und mit ihm auch unsere Kultur zu bewahren und mit ihr auch die großartige Musik Johann Sebastian Bachs.
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am 23. Oktober 2016
Diese Cds sind ein Wunder an melodischem, rhythmisch-variablem und einfühlsamem Bach-Klavierspiel. Niemals monoton, scharf, lehrmeisterlich langweilig-korrekt - immer atmend, frei, sprechend, meist rund in der Tongebung und abwechslungsreich in Tonstärke und Anschlag. Ich gehöre nicht unbedingt zur Sokolov - Fangemeinde, doch was hier geschieht, ist ein Ereignis. Kein Freund der Bachschen Klaviermusik sollte sich dies entgehen lassen.
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am 1. Mai 2004
Musik jenseit jeder Worte. Sokolov kongenial. Die zur Kunst der Fuge am besten passende Partita. Überirdisch schön.
1982 in St.Peterburg aufgenommen. Von goldig silbriger Schönheit.
Ein Meisterstück. Kosmopolitsch, ausserhalb unserer Zeit und schlicht Ganz grosse Musik. Mein Gott was für ein Flügelklang.Erlesen.
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am 14. Dezember 2002
Die Kunst der Fuge - ein verspieltes Werk? Sokolovs Beschwingtheit verleiht diesem Werk eine überraschende, manchmal geradezu mitreißende Note. Eine hervorragende Interpretation des Stoffes, die man gerne wieder hört und immer Neues entdecken kann.
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am 28. April 2007
Da ja leider nichts perfekt ist: nahezu perfekte Musik in einer nahezu perfekt gespielten Weise von Grigory Sokolov mit grandiosem Flügelklang!

Da stört nicht das nervige Hintergrundgesumme von Glenn Gould!
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am 3. Dezember 2009
Grigorij Sokolov gehört zu den größten Pianisten unserer Tage. Seine Interpretationen sind von technischer Perfektion und Originalität geprägt.
Der 1950 in St. Petersburg geborene Musiker, begann sein Klavierstudium im Alter von fünf Jahren. Mit 16 Jahren wurde er mit dem ersten Preis des Moskauer Tschaikowsky Wettbewerbes ausgezeichnet und erregte damit erstmals internationale Aufmerksamkeit.
Bereits in jungen Jahren eignet seinem Spiel eine besondere Reife und Ausdruckskraft. Er wagte sich früh an große Kompositionen, die er in Vollendung beherrschte. Bachs Kunst der Fuge, dieses zeitlose und unvollendet gebliebene Werk, habe ich noch nie so klar und intensiv interpretiert gehört.
Die Aufnahmen entstanden zwischen 1978 und 1981 in St. Petersburg. Neben der Kunst der Fuge ist auch die Partita Nr. 2 in c-moll (BWV 826) auf dieser CD zu hören.

Die Kunst der Fuge, ein Werk, das Bach eigentlich nicht zur Aufführung, sondern als eine 'didaktische Arbeit' komponiert hatte, sollte eigentlich aus 24 Fugen bestehen. Bach konnte jedoch nur 19 vollenden. Bei dieser St. Petersburger Einspielung ist der Zyklus - wie meistens - in Form von 17 Fugen zu hören.
Die faszinierende Symmetrie und die vielfältigen Variationen des Hauptthemas machen Bachs Kunst der Fuge zu einem Meisterwerk der Polyphonie.
Bach hat hier keine Angaben zur Instrumentation gemacht. Das Werk mag wohl für das Cembalo bestimmt gewesen sein, doch Sokolovs Klavierinterpretation ist absolut stimmig.

Die Partita Nr. 2 in c-moll (BWV 826) ist an die zu Bachs Zeiten sehr beliebte Gattung der Tanzsuite angelehnt. Hier steht allerdings der Tanzcharakter nicht mehr so sehr im Mittelpunkt, denn Bach hat diese Form auf eindrucksvolle Weise erweitert und bereichert.

Sokolovs Petersburger Interpretation von Bachs Kunst der Fuge und Partita Nr. 2 in c-moll ist von einer unglaublichen Intensität und Brillanz geprägt, die den Hörer fasziniert und zutiefst beeindruckt zurücklässt.
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am 18. Dezember 2013
Gewiss, man soll Solisten nicht miteinander vergleichen, aber bei Sokolov drängt es sich geradezu auf, ihn als den Nachfolger von Sviatoslav Richter zu bezeichnen. Er hat ein umfassendes Repertoire, dessen Wiedergabe er von Jahr zu verfeinert. Diese Aufnahme gibt ein beredtes Zeugnis seiner künstlerischen Disziplin, seiner Gestaltungskraft und seiner "stillen" Virtuosität. Sokolov verfällt weder in weiche Romantik noch in kantige Modernität. Er erlaubt sich keine Experimente, sondern spielt dieses Monumentalwerk der Musik mit subtiler Klassizität.
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