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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
1
Brendel Spielt Liszt,Vol.2
Format: Audio CD|Ändern
Preis:13,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 18. August 2008
"Liszt hat, wie Sie wissen, viele Operntranskriptionen geschrieben. Und dabei hatte er nur ein Ziel: dem ursprünglichen Komponisten treu zu bleiben. Und das ist auch mein Anspruch in den Bearbeitungen, Liszt treu zu bleiben, mich in der Atmosphäre zu bewegen, die er erfunden hat, ihm vielleicht näher zu kommen als ein Komponist sich selbst sein kann. Bei Liszt geht das, bei Komponisten wie Brahms oder Chopin würde ich nicht eine Note ändern, weil sie ihre Werke hermetisch angelegt haben - sie haben vollendete Stücke geschrieben, die interpretiert aber nicht transkribiert werden sollten. Ihr Anspruch als Komponist war grundlegend anders als der von Chopin." sagt ein Virtuose, Arcadi Volodos, der Virtuosentum so definiert: "Aber wenn Sie schon Liszt anführen, wissen wir genau, dass es ihm weniger um technische Brillanz gegangen ist oder um die raffinierten Details als um den Inhalt und das gesamte Bild seiner Werke. Und darin liegt für mich auch das Virtuosentum, in der Fähigkeit eine Welt in Musik zu errichten. Ein Fehler, eine falsche Note, sind nur Beweise, dass hier Menschen am Werk sind und fühlen."
Es geht nicht darum, möglichst viele Noten möglichst schnell zu spielen.

Alfred Brendel war kein Virtuose, aber hat in seinen frühen Jahren viel Liszt gespielt, u.a. die Operntranskriptionen."Bald interessiert er sich auch für Liszt, in dem "so viel Visionäres" stecke, dass er die Impressionisten nicht auch noch aufführen müsse. Wenn Brendel Liszt aufs Programm setzt, verschwindet alles Pompöse, Klirrende und Artifizielle: Liszt als Zeitgenosse der Zukunft, wahnwitzig modern in seinen Klangfarben und dramaturgischen Konzepten. " meint ein bekannter Kritiker.
Hier setzen meine beckmesserischen Bedenken ein. Brendel konnte manuell Liszt gut bewältigen, er mit seinem strengen Verständnis von Interpret, dem Diener des Komponisten.
Wenn ich bedenke, hier interpretiert er Salonmusik, mit der ein Herr wallenden Haares die Damenwelt zu Verzückung oder Ohnmacht brachte- mir fehlt ein wenig das Parfüm, das Ungenaue, einfach der virtuose Budenzauber, wie ihn Cziffra so unvergleichlich entfalten konnte.
Klanglich entspricht die Aufnahme ihrem Entstehensdatum,Mitte der fünfziger Jahre, leichtes Rauschen, etwas Vorechos.

Brendel, der jetzt von der Bühne abtritt, hat damit ein Zeugnis seines Respekts für Liszt abgelegt.
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