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Rosemary's Baby
Format: DVD|Ändern
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Juli 2017
Das "Dakota Building" ist ein exklusives, traditionsreiches Apartmenthaus in New York City, an der Ecke 72nd Street und Central Park West. Das Wohnhaus wurde zwischen 1880 und 1884 von George Henry Griebel entworfen und gebaut und ist eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele des neugotischen Baustiles in New York.
Luxuswohnungen in einem Gebäude zu vereinen, war für diese Zeit nicht nur sehr gewagt, sondern extrem revolutionär, denn bislang galt das gesellschaftliche Muß, dass vermögende Familien in einem eigens für sie entworfenen und gebauten Haus zu wohnen hatten.
Der Name "Dakota" soll während der Bauphase entstanden sein, da das Grundstück im Bereich des damals noch wenig bebauten Upper Manhattan lag, wurde scherzhaft behauptet, dass es bereits auf Indianergebiet läge. So ziert die Natursteinplastik eines Indianderkopfes den imposanten Haupteingang.
Die Wohnungen im Dakota gehörten stets zu den teuersten Mietwohnungen in New York. Entsprechend exklusiv waren die Bewohner, darunter viele prominente Künstler:
Laureen Bacall, Roberta Flack, Judy Garland, Boris Karloff, Sting, Rudolf Nurejew, Leonard Bernstein, Jose Ferrer, Judy Holliday, Yoko Ono aber auch Gig Young, der dort 1978 seine Frau und sich selbst erschoss. Am bekanntesten ist aber der Bewohner John Lennon, der vor dem Eingang des Hauses von seinem Attentäter Mark David Chapman im Dezember 1980 erschossen wurde.

In Polanskis Horrorfilm von 1978, der nach einer Romanvorlage von Ira Levin (Boys from Brazil) entstand, heisst das Gebäude aber "Bramford House" und laut Edward Hutchins (Maurice Evans), einem Freund des jungen Pärchens Rosemarie (Mia Farrow) und Guy Woodhouse (John Cassavettes) ist es berühmt-berüchtigt als das "Schwarze Bramford Haus" bekannt.
Zwei viktorianische Damen, die Geschwister Trench, verspeisten dort um 1900 mehrere kleine Kinder, darunter auch die eigene Nichte.
Es soll dort ein Keith Kennedy seine berüchtigten Partys gefeiert haben und auch Adrian Marcato, ein um diese Zeit bekannter Teufelsanbeter, soll dort gewohnt haben.
Die Vorfälle in diesen Haus summierten sich, erst wenige Jahre soll es her sein, dass man dort ein totes Kind in Zeitungspapier gewickelt'im Müll gefunden haben.
Doch die Horrorgeschichten des Freundes werden nicht ernst genommen. Guy ist ein aufstrebender Schauspieler mit ganz großen Ambitionen, der gar schon als Komparse bei einem Film mit Albert Finney mitgespielt hat, und sieht den neuen Wohnsitz, den sie sich angeschaut haben, als großen Vorteil, zumal mal von dort aus alle Theater zu Fuß erreichen kann.
Rosemary lernt in der Waschküche die junge Terry Gionofrio (Viktoria Vetri) kennen, die derzeit bei dem älteren Paar Minnie (Ruth Gordon) und Roman Castvet (Sidney Blackmer) wohnt und von diesen fürsorglich versorgt wird. Einen Tag später, am Abend, stürzt sie sich aber aus dem Fenster des Hauses und verstirbt. Durch diesen Unglücksfall lernen Rosemary und Guy die schon betagteren Castevets kennen und werden auch gleich von Ihnen zum Abendessen eingeladen. Zögernd nehmen die beiden an, denn sie meinen zu wissen, dass man sich nicht mit älteren Leuten anfreuden soll, weil man sie dann nicht mehr losbekommt. Und so kommt es auch. Guy ist fasziniert von den Geschichten Romans, der Henry Irving gekannt haben soll und in Gesellschaft von Mrs. Fiske, Forbes-Robertson Modjeska aufwuchs. Grund genug, dass Guy die Bekanntschaft intensiviert.
Auch sieht er plötzlich den Kinderwunsch von Rosemary viel positiver. Währened sich auch Minnie aufdringlich um die junge Frau kümmert, sogar eine weitere ältere Freundin Laura Luise McBirney (Patsy Kelly) als neue Freundin einführt, wird Rosemary schwanger. Natürlich soll nicht mehr der ungbekannte Dr. Hill (Charles Grodin) behandeln, sondern der angesehene Dr. Abraham Sapirstein (Ralph Bellamy). Das Leiden der Schwangerschaft beginnt..

Roman Polanski ist mit "Rosemarys Baby" ein großartiges Meisterwerk des Horrorfilms gelungen. Für mich ist der Film neben Hitchcocks "Psycho" der beste Film des Genres.
Dabei ist das Drehbuch von perfekter Brillianz, was sich auch noch nach mehrmaligen Ansehen offenbart, denn sämtliche Details fügen sich perfekt in den schleichenden Horror ein.
Dabei sind die Bösen in der harmlosen Gestalt älterer, betagter und recht schrulliger Leute. Allesamt Künstler, Akademiker, Intellektuelle oder Rentner mit einer dicken Geldbörse.
Schauerhaft auch die Veränderung von Guy, der von einem netten sympathischen jungen Schauspieler zum skrupellosen Karrieremenschen mutiert. Selten war eine Filmfigur so hinterhältig und durchtrieben. Schade, dass John Cassavettes für diese grandiose Vorstellung nicht den wohlverdienten Oscar gewinnen konnte. Hier wurde Cliff Robertson für "Charly" bevorzugt. Immerhin war die großartige Ruth Gordon in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" erfolgreicher und nahm die begehrte Trophäe mit nach Hause.
"Rosemarys Baby" sorgte mit seiner Beschreibung einer Satanssekte 1969 für reichlich Aufsehen. Er verhöhne religiöse Persönlichkeiten und Gebräuche, so die Kritik aus fundamentalistisch christlichen Kreisen, die geschockt waren, dass sich beim älteren, gutsituierten Bildungsbürger der USA Papstwitze auf der Toilette befinden und andere Scheußlichkeiten...grins.
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am 3. Oktober 2017
Achtung:
Es handelt sich um eine 1:1-Kopie jener Kurzrezension, welche ich auf den Tag genau vor einem Jahr anderswo hochlud, der Übersichtlichkeit halber entschied ich mich diesmal gegen eine umfassendere Stellungnahme und beschränke mich ausnahmsweise auf die bloße Aussage, dass dieses nahezu vollkommene Wunderwerk in seiner bizarr verzerrten Pracht in praktisch jeder erdenklichen Hinsicht den Höhepunkt der Überzeugungskunst erreicht und kaum einen Wunsch der inneren Qualen offen ließe, womit Polanski's Oeuvre spätestens an diesem Punkte endlich dort angelangt sein dürfte, wo sich der Meister in den Folgejahrzehnten, von den 80er Jahren einmal abgesehen, aufhielt und ausbreitend entfalten durfte.

Kind im Bauche,
Mord im Geiste,
in Ängsten ich tauche,
der Gatte der Dreiste.

Nachbarn nicht schweigen,
die Dame uns besuchet,
das Jenseits sie uns zeigen,
die Seele der Mutter sie fluchet...

03.10.16

Mit Rosemary's Baby erschien vor nunmehr 48 Jahren der wohl legendärste Beitrag zur Filmgeschichte, den Polanski als Erfolg für sich verbuchen konnte und ins Leben rief, obgleich ich persönlich den "Mieter" zweifellos bevorzuge.
Mit Mia Farrow in der komplexen Hauptrolle, einer phänomenalen und perfekt besetzten Ruth Gordon als Nachbarin sowie zeitlos brillanter Regie von Roman Polanski, gehöret dieser Film zu den am meisten Wirkung entfaltenden Werken der 60er Jahre, ...worin sich dies äußert, werden Sie sogleich erfahren.

Ein im Gegensatz zu "Repulsion" und "Der Mieter" etwas anderer Stil, spiegelt sich bereits in der Grundstimmung und dem harmlos zu erscheinen imstande seienden Ton des Films wider, sofern man nur die ersten Minuten sieht und noch nicht im Geringsten erahnt, in welch morbide Gefilde wir alsbald abdriften.
So beginnt Rosemary's Baby sehr seifenoperlastig, fast schon als parodiere er die Seid-doch-lieb-zueinander-und-erschaffet'-eine-heile-Welt-Klischees der frühen Nachkriegsfilme, als seinerzeit - verständlicherweise - erst einmal leichte Kost erwünscht war, um die Filmwelt weniger unliebsam als bunt zu gestalten, sodass selbst dieser der Zauber einer neuen und sanften Ära innewohnt - die Zeit des "wilden" Kinos sollte erst wieder in den 70er Jahren anbrechen und eigentlich leider auch dort enden ...
Beginnend wie ein Traum unbeschwerter Art also, macht Polanski von seinem berühmten "Stufensystem des Grauens" Gebrauch, um langsam aber sicher ein ganzes Meer aus Angst, Geschehnissen satanischen Kults und unbändiger Penetranz der Nachbarschaft zu erschaffen.
In allen drei Apartment-Filmen (1964/65, 1968, 1976) sehen wir etwa eine Szene, in welcher der die Angst aufbauende Protagonist an die Türe geht und durch das Schlüsselloch jemandes Gesicht sieht, so beispielsweise Monsieur Zy im Mieter und eben besagte Ruth Gordon in Rosemary's Baby, Details dieser Art beeinflussen merklich unseren Bewusstseinszustand während der Filmsichtung.
Unerwünschte Gäste scheinen - so oft kommen sie eigentlich gar nicht, doch in der subjektiven Wahrnehmung erweisen sie sich als permanente Anwesende - urplötzlich überall aufzutauchen, sie sind allgegenwärtig und unmöglich fortzuschicken, vielmehr haben sie ein einnehmendes Wesen und beeinflussen unsere Gedankenwelten bis hin zum bitt'ren Ende...
Mia Farrow verändert sich äußerlich, innerlich und in ihrer Wahrnehmung verändert sich in erster Linie ihr Umfeld, welches ihr nicht wohlgesonnen...
Inwieweit wir ihren Beobachtungen Glauben schenken können, sei glücklicherweise dem Zuschauer überlassen, auf diese Weise lässt sich der Film bei mehreren Sichtungen aus verschiedenen Perspektiven betrachten und eine jede von ihnen scheint legitim zu sein und Sinn zu ergeben.
Schon längst sind wir im Reiche des Todes angelangt, vom "La-la-la"-Beginn ist nichts mehr zu spüren, von der harmlosen Anmut des verwinkelten Domizils erst recht nichts mehr.
Der verträumte Anfangssong scheint im Abspann der Folgen der dritten Staffel von "American Horror Story" (Coven) in ähnlicher Form Hommage verliehen bekommen zu haben, dies lediglich als Randbeobachtung, wie sie aber durchaus auch an einem Zufall grenzen könnte.
Die erschreckenden Entwicklungen im Leben der Dame spitzen sich zu, Mia Farrow's Protagonistin läuft in einer Szene beispielsweise unter Ausschluss jeglicher Umfelds- und Umweltwahrnehmung über die Straße, selbst der Dreh der Szene dürfte gefährlich gewesen sein und bedient sich somit eines gewissen Trance-Zustandes, man beachte Mias (alp-)verträumte Erscheinung.
Immer tiefer versetzen wir uns in ihr angeschlagenes Ich, werden gar sauer und sind erzürnt, wenn ihr -angeblich im Recht seiende- Personen geistige Fehltritte unterstellen, denn sie ist es doch, die wir permanent begleiten, drum nehmen wir die von ihr gesehen zu haben geglaubten Geschehnisse beinahe gänzlich für voll - vielleicht sogar zurecht, finden uns in einer alptraumhaften Welt wieder, die wir aber auch nur als solche erkennen können, wenn wir es verstehen, uns auf eine psychologische Art von Horror einzulassen, bereit sind, den Film als Beobachtung einer Entwicklung und Charakterstudie anzubetrachten und nicht als einen Splatter movie, was im augenblicklichen Moment ja gerne mal als "Horror" bezeichnet wird (was ich persönlich nur bedingt nachvollziehe, da man sich in solchen weniger verlieren kann).
Es bedarf einiger Worte mehr, um Rosemary schriftlich gerecht zu werden, betrachten Sie dies daher lediglich als groben Grundeindruck, bleibet zudem vorsichtig, mitnichten auf eine geschnittene Fassung zu stoßen.

Im Zuge des Endes schließt sich der Kreis, der Vorhang ebenfalls, was bleibt, ist ein regelrechter Trip einer Erfahrung!, ein sanftes und doch einen so bitteren Beigeschmack habendes Lied, welches zunächst leise säuselt - und später unaufhörlich schreit bis hin zur finalen Vernichtung unserer selbst...
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am 2. Februar 2014
Ich habe mich auf das Wiedersehen mit dem Film gefreut - und dann die Entteuschung: die DVD ist gegenüber der damaligen Kinoversion auf Kindergartenniveau zusammengestrichen. Schlüsselszenen fehlen in der DVD-Version. Das ist nicht der Film!
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am 3. Januar 2015
Einer der besten Horrorfilme, der ohne große Blut- und Actionsequenzen auskommt. Gerade die Absenz dessen macht diesen Film so spannend. Danach traut man seinen liebenswürdigen, älternen Nachbarn wahrscheinlich nicht mehr so ganz über den Weg.
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am 30. Juli 2017
Junge naive Dame wird vom Teufel geschwängert. Polanski hat hier einmal mehr den Teufel plastisch vorstellbar gemacht. Ein Thema, das ihn offensichtlich stark beschäftigt und mit seiner Biografie zusammenhängt. Polanski geht es wie Hitchcock, wenn es autobiografisch wird, dann sind beide genial.
Sehr schön gezeichnet die Bewohner des alten Hauses, in dem der Teufel offensichtlich sein Quartier bezogen hat.
Klare Empfehlung für diesen Klassiker.
Und herzlichen Dank an Roman.
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am 27. September 2006
Rosemary`Baby gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.

Die Spannung wird langsam aufgebaut und steigert sich immer mehr.

Ich kann nicht verstehen wie man dieses Meisterwerk "langweilig" finden

kann.Vielleicht weil zu wenig Blut fliesst?nämlich gar keins,und das

ist ja das Geniale an diesem Film. Schwangere Frauen sehen normalerweise

immer glücklich aus,nicht so Rose der es immer schlechter geht und

meint langsam den Verstand zu verlieren.Jeder scheint sich gegen sie

verschworen zu haben.

Sollte es wirklich jemand geben der diesen Film noch nicht kennt:

Unbedingt anschauen!!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Februar 2007
Die junge Rosemary und ihr Mann Guy beziehen eine neue Wohnung in New York. Der sehnlichste Wunsch der beiden ist ein Baby, und tatsächlich wird Rosemary nach kurzer Zeit schwanger. Die Schwangerschaft verläuft jedoch alles andere als normal: Rosemary wird von starken Schmerzen und teuflischen Visionen, in denen sie nicht von ihrem Mann Guy, sondern vom Teufel persönlich geschwängert wird, gequält.

Der Film bezieht seine Spannung dabei nicht aus besonders schockierenden Bildern, oder gar Splatter-Elementen, sondern aus der Unwissenheit des Zuschauers: In praktisch jeder Szene des Films ist Rosemary zu sehen, welche in eindringlicher Intensität von Mia Farrow verkörpert wird. Der Zuschauer weiß somit immer genauso viel oder so wenig wie Rosemary selbst.

Die heile Welt der Rosemary bricht immer mehr in sich zusammen. Enge Freunde sterben, der ihr empfohlene Arzt unternimmt nichts gegen ihre Schmerzen. Ihre penetrant freundlichen und mysteriösen Nachbarn weichen ihr nicht mehr von der Seite. Und auch Guy selbst scheint in diese Vorgänge versrickt. Rosemary sieht sich, ebenso wie der Zuschauer, in einen Komplott verstrickt, indem sie verzweifelt versucht Wahrheit von Illusion zu trennen.

Mit "Rosemary's Baby" hat Roman Polanski in den Sechziger Jahren einen Klassiker des okkulten Thrillers geschaffen. Der Film ist von der ersten bis zur letzten Minute hochspannend: Dies ist der bereits erwähnten Unwissenheit des Zuschauers und der scheinbaren Normalität der Erlebnisse Rosemary's geschuldet: Freunde können sterben, ein Arzt kann schlecht sein. Und sind wir nicht alle schon einmal von zu aufdringlichen Nachbarn belästigt worden?

Somit wird ihr und dem Zuschauer erst ganz am Schluss des Films die Wahrheit offenbart, welche Rosemary letztlich akzeptiert.
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am 31. Juli 2002
Roman Polanski - nicht zuletzt dank "Chinatown" Regiesseur von Weltruhm - schuf auch mit "Rosemaries Baby" ein absolutes Meisterwerk, an dem sich manch neuzeitliche Produktion, die sich meist in billigen Schockeffekten erschöpfen, eine dicke Scheibe abschneiden könnte. Filme wie z.B. "The Astronaut's Wife" etwa bedienten sich dabei schamlos an der Geschichte dieses atmosphärisch enorm dicht gewebten Films, ohne dabei auch nur im entferntesten desssen Eleganz und Qualität zu erreichen, von schauspielerischen Vergleichen ganz zu schweigen - sie sind hier schlichtweg "beängstigend" gut.
"Rosemaries Baby" bezieht seinen Reiz - seine wahnsinnige Spannung, seinen fast akademischen Grusel - eben nicht durch plakative Szenen, sondern durch seine subtile Bildsprache, den wunderbar komponierten Wechsel der Bilder, der bewußten Miteinbeziehung von Klang und Ton in die Handlung; all dies steigert nicht nur die Spannung, sondern auch den Puls des Zusehers ;-).
Wer auf gepflegten und intelligenten Horror Wert legt, wird an diesem Film nicht vorbeikommen. Natürlich könnte man an "Rosemaries Baby" das ledigliche Vorhandensein des Mono-Tons bemängeln, aber das spielt angesichts der cineastischen Perfektion dieses Films keine Rolle. Im Gegenteil, denn gerade das Bild kann überzeugen wenn man bedenkt, daß der Film mittlerweile über 30 Jahre auf dem Buckel hat - 30 Jahre, die man ihm in keiner Weise ansieht.
Idealerweise wird der Film durch ein "Making of..." komplettiert, was bei etwas älteren Filmen ja auch keineswegs selbstverständlich ist.
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am 27. Juli 2012
Beklemmende, fesselnde Geschichte vom Anfang bis zum Ende. Leider habe ich wieder eine rein italienische Version geliefert bekommen, wenn ich diesen Film noch oft anschaue, spreche ich diese Sprache bald!

Die Ausdrucksweise in diesen alten Filmen ist mit den modernen nicht vergleichbar, die Dialoge sind aufeinander folgend, nicht so verwirrend wie oft in neuen Filmen, die Darsteller sind allesamt authentisch und die Story einfach Kult. Ein Ehemann "verheizt" seine eigene Frau, um sie vom Teufel schwängern zu lassen! Düstere Szenen, den Teufel selbst sieht man nur den Bruchteil einer Sekunde, das Baby, das am Schluß herauskam, sieht man gar nicht, nur diese schwarze Wiege mit einem umgedrehten Kreuz, man schreit regelrecht danach, das Kind zu Gesicht zu bekommen, aber genau das hat wohl Roman Polanski als Regisseur so beabsichtigt.

Schade, daß es nie eine Fortsetzung gab! Was wurde aus dem Kind? Wie ist es herangewachsen mit seiner menschlichen Mutter? Wie hat er seine teuflische Weltherrschaft durchgesetzt?

Es wäre zu wünschen, daß diese Kritik irgendein Filmemacher liest und sich meinen Wünschen annimmt, nach dieser langen, langen Zeit eine Fortsetzung zu kreieren!!
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am 4. Juli 2012
... ist dieser Streifen aus dem Jahre 1968 (der Film hat mittlerweile fast 45 Jahre auf den Buckel) von Roman Polanski.

Und es ist mir bis heute ein Rätsel, wie Polanski einen solch unheimlichen (ich weiß, ich wiederhole mich) HorrorThriller zustande bekommen hat, ohne einen einzigen Spritzer Blut (abgesehen von dem fast "rohen Steak", welches sich Rose im Verlauf des Filmes schmecken lässt), ohne einer zur Schau gestellte Horrorfigur (etwa einem Vampir oder Zombie oder etwas ähnlichen) oder einer eindeutig zuzuordnenden Szene (aus dem Bereich des Horrors); nein, nicht einmal der zu erwartende "Antichrist" selbst wird visualisiert.

Ich schätze, dass heutzutage ein Regisseur ohne all dies, mehr als überfordert wäre, dieses in Szene zu setzen. Polanski hat all dies beherrscht und einen HorrorThriller geschaffen, dessen Horror sich (meiner Meinung nach) zu 99 Prozent im Kopf des Zuschauers selbst produziert.

Vielleicht ist es auch die damals wie heute umstrittene Person Polanskis selbst, die für das nötige Drumherum sorgt. Die Verbindungen zum Okkultismus oder zu Charles Mansons berüchtigter "Sekte" oder / und die Tatsache, dass gerade diese seine damals hochschwangere Frau Sharon Tate ("Tanz der Vampire") im Zuge einer "Aktion" durch unzählige Messerstiche ins Jenseits beförderte. Ein Fall, der nie so ganz aufgeklärt wurde.

Oder ist es gar das Haus, in das Rosemary und ihr Ehemann Guy einziehen? Ein Haus, in dem schon viel Unschönes passiert ist. Menschen wurde ermordet, ein in Zeitungspapier eingewickeltes totes Baby habe man dort gefunden; auch sollen dort einmal zwei "Viktorianische Schwestern" gelebt haben, welche mit Vorliebe Menschenfleisch (gerne von Kindern) zu sich nahmen.

(Ist nicht auch John Lennon in der Nähe dieses Hauses erschossen worden?)

Oder ist es gar der Gedanke, dass auch in unserer Nachbarschaft das Böse einkehren kann, bzw. dort Menschen leben, die Böses tun oder planen?

Oder ist es einfach, wie im Film, dass die Nachbarn von Rosemary und Guy Woodhouse "schwarze Messen" zelebrieren und diese das Ganze mit anhören müssen?

Auch dass sich die Adoptivtochter der zuletzt genannten Nachbarn das Leben nimmt, macht die Sache nicht wirklich un-unheimlicher.

Auch dass diese Leute sich dem Ehepaar Woodhouse mehr und mehr nähern und der ach bis dato so recht erfolglose Schauspieler Guy (Roses Ehemann) nun auf einmal plötzlich ein gefragter Mann seiner Zunft wird, ist mehr als verdächtig.

Der Keller ist ebenfalls sehr unheimlich.

(Ich könnte noch ewig so weitermachen ...)

Die Musik im Film tut ihr übriges.

Die Qualität in punkto Bild und Ton ist recht gut.

Schaut euch den Film an.

5 Sterne für einen Horrorfilm der besonderen Art.

VORHANG AUF!
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