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TOP 1000 REZENSENTam 19. Februar 2003
Arnold Östmans Mozart-Zyklus gehört zum spannendsten, was die Originalklangwelle hervorgebracht hat, und die Zauberflöte ist neben dem spannenden Figaro ein absoluter Höhepunkt der Reihe.

Hier fällt zunächst die extrem transparente Orchesterbesetzung auf. Man muss sich an den fast kammermusikalischen Ton und die flotten Tempi erst gewöhnen. Dann jedoch stellt man fest, das schnell in diesem Falle nicht hektisch oder ausdrucksarm, kammermusikalisch nicht undramatisch (wie bei Norrington) heißen muss. Im Gegenteil: Man sieht hier vor dem geistigen Auge geradezu das ausverkaufte Theater an der Wien, in dem Emanuel Schikaneder den Papageno sang und Mozart das Glockenspiel bediente.

Herausragend auch die Besetzung: Insbesondere Kurt Streit ist der beste Tamino auf Platte seit Wunderlich, hat nicht nur eine schöne Stimme und gute Technik, sondern kann auch aus der Rolle wirklich etwas machen: Sein Tamino ist sowohl jugendlich als auch heldisch, dabei stilistisch makellos.

Großartig auch der Sarastro Sigmundsson: Eine wirklich "schwarze" Baßstimme, heute eine echte Rarität!

Barbara Bonney singt eine sehr süße, nicht zu naive Pamina, wirkt allerdings nicht ganz so souverän wie etwa Gundula Janowitz unter Klemperer.

Gilles Cachemaille singt einen guten, komischen, wenn auch nicht akzentfreien Papageno, wenn ihm auch das typisch wienerische eines Erich Kunz oder Walter Berry naturgemäß fehlt.

Sumi Jo ist nicht unbedingt von Haus aus eine dramatische Königin der Nacht (wie etwa Wilma Lipp oder Cheryl Studer), dafür technisch großartig und noch sogar besser, sprich ausdrucksvoller als in ihrer anderen Einspielung unter Solti. Erst in den mörderischen Koloraturenkaskaden der zweiten Arie vermisst man etwas das Drama, bewundert aber die Technik und schiere Stimmschönheit.

Hervorragend auch die Nebenrollen: Man könnte aus Priestern und Damen noch eine sehr gute komplette Zweitbesetzung basteln: Ruth Ziesak (1. Dame) war Soltis Pamina, Hakan Hagegard (Sprecher) der wunderbare Papageno im Bergman-Film, Petteri Salomaa unter Östman ein großartiger Figaro, Herbert Lippert (1. Priester) schon Tamino an der Wiener Staatsoper, Lilian Watson (Papagena) unter Harnoncourt die Konstanze. In dieser Beziehung kommt Östman hier also fast an den Luxus der alten Klemperer-Einspielung heran.

Man sollte diese Aufnahme auf jeden Fall kaufen - entweder als einzige oder zumindest als Zweitaufnahme.
22 Kommentare| 45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Dezember 2006
Diese Zauberflöteneinspielung ist unter den sogenannten historisch-informierten die wohl schönste, überzeugendste und in der Gesamtheit empfehlenswerteste. Dirigent Östman gelingt mit seinem Drottningholm Court Theatre Orchester ein herrlich-leichter, elastischer und stets wunderschöner Mozartklang. Natürlicher, lebhafter und transparenter wurde Mozarts grosse magische Oper bisher von keinem musiziert und auf Tonträger dokumentiert. Man kann die Freude beim Spielen förmlich spüren und das bezieht Orchester, Chor und Gesangssolisten mit ein.
Kurt Streit ist ein jungendlich-klarer, klangschöner Tamino. Der schönste Tamino seit Langem, glaubhaft gespielt und mit ausdrucksstarker Stimme gesungen. Die drei ihn rettenden Damen, angeführt von Ruth Ziesak, singen und spielen grandios und überzeugen aufs Vergnüglichste im gleichen intimen und authentischen Gestus und Habitus.
Gilles Cachemailles Papageno ist charmant und stimmlich wie darstellerisch mehr als gut. Sumi Jo ist die stimmschönste Königin der Nacht unter den sehr lyrisch-leichten Sängerinnen dieser so anspruchsvollen Partie überhaupt(vielleicht zu schön?)u. koloraturtechnisch absolut bravorös.
Ihr Gegenpart, am anderen Ende der Tonleiter, ist der wohlgeführte, schlanke und tiefensichere Kristinn Sigmundsson als ebenfalls eher lyrischer Sarastro.
Barbara Bonneys Pamina hat nicht nur eine leichte, wunderschön klangvolle Sopranstimme, sondern im Gegensatz zu vielen Sängerinnen dieser Partie verkörpert sie zudem sehr glaubhaft eine wirklich empfindende Person.
Die drei Knaben klingen hier endlich mal wie drei Knaben und nicht wie künstelnde aber überladenen Frauensoprane. Das liegt daran, dass hier tatsächlich drei Tölzer Sängerknaben sehr schön singen. Auch hier zeigt sich die Authentizität und detailgenaue Wiedergabe der Mozartschen Vorgaben.
Diese nicht unbedeutende Kleinigkeit, die lebhaften Dialoge und als Hörprobe beispielsweise das wunderbar harmonisch gelungene Duett "Bei Männern welche Liebe fühlen..." geben recht gut den vorherrschenden künstlerischen Anspruch zum echten und nachempfindbaren Ausdruck dieser schönen Gesamtaufnahme wieder. Man kann diese Gesamtaufnahme tatsächlich leicht und ohne Längen durchhören und beschwingt und teilhabend geniessen. Leichte, lebhafte Mozartreferenz.
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am 8. Dezember 2003
Unter den neueren Aufnahmen der Zauberflöte gibt es keine, die dem Werk auf Schallplatte so viel Atmosphäre verleiht. Das liegt in erster Linie an Arnold Oestmans kammermusikalischer Sicht des Orchesterspiels, aber auch an der exzellenten Tontechnik dieser Aufnahme. Im Vergleich zu Oestmans unmittelbaren Konkurrenten, Mackerras, Christie, Norrington und Gardiner, ist es die Wärme des Orchesterklangs, die sofort bei der Ouverture zu spüren ist und die den heroischen Aspekt des Werkes in den Hintergrund drängt. Dies ist durchaus legitim, denn es handelt sich ja eigentlich um ein Singspiel; und Oestman akzeptiert als einer der wenigen diesen Interpretationsansatz.
Die Sängerbesetzung ist eher unspektakulär, aber werkgerecht. Barbara Bonney als stilvoll singende und einfühlsame Pamina ist allerdings herausragend. Enttäuscht bin ich einzig von Gilles Cachmailles Papageno, der schon recht abgesungen wird (Zudem wurde die dritte Strophe seiner Auftrittsarie nicht berücksichtigt). Während ein guter Papageno so manch eine schlechte Aufführung oder Aufnahme noch retten kann, so ist das hier ganz und garnicht notwendig, denn das Ensemble ist insgesamt sehr homogen.
Obwohl man Furtwänglers Salzburger Aufführungen, Karajans erste Aufnahme, oder gar einen der Livemitschnitte mit Wunderlich (Golden Melodram von 1960 Salzburg und 1964 München) kennen sollte, so ist das alles in allem, die beste Aufnahme seit Solti's erster Wiener Einspielung.
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am 8. Dezember 2015
Gute Sänger, flotte Tempi - aber sehr störend für mich, dass die hohen Streicher sehr dünn klingen. Dadurch haben die Bläser ein zu starkes Übergewicht. Diese fehlende Klangbalance stört doch in einigen Passagen sehr.
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Ich denke die ganze Zeit, ob wir von der gleichen Aufnahme sprechen. Wenn das ein flottes Tempo sein soll? Ich finde auch alles andere recht misslungen, insbesondere finde ich die Aussprache der Nicht-Muttersprachler schon sehr störend. Unter einem "satten" Bass stelle ich mir auch was anderes vor.Die Aufnahme mit Fritz Wunderlich halte ich nach wie vor für eine der schönsten.
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